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Geschrieben am 26.6.2008 um 23:21 Uhr
Kategorie: Gemotze
Gnaaa
Ich könnte mal wieder einen Blogeintrag schreiben, nicht wahr? Der letzte Eintrag ist auch schon ein paar Tage her, weil... nun ja, ehrlich gesagt war mir einfach nicht danach.
Ich hab in der letzten Zeit zweimal die Frage bekommen, wie es mit dem Buchverkauf läuft. Antwort: Gar nicht. Bei Amazon ist das Buch ausverkauft und bisher nicht nachgeliefert worden, aber Libri (Großlieferant für den Buchhandel) hat sechs Exemplare auf Lager, wie mir ein Spion mitgeteilt hat. Normale Buchhandlungen würden also nach einem Tag liefern können. Dennoch hat BoD seit dem 4. Juni keinerlei Bestellungen abgerechnet. Das heißt entweder, dass es keine gab, oder aber, dass man bei BoD kacklangsam ist und Bestellungen bunkert, bis man ein größeres Kontingent drucken kann. Ich find's ehrlich gesagt frustrierend.
Frustrierend ist aber so einiges anderes auch. Würde ich mein Studium abschließen, hätte ich einen BA in Deutsch. Was macht man damit? Nix! Man kann damit nichts anfangen. Selbst um Lehrer zu werden, müsste man ein Masterstudium anschließen, und da dieses als Zweitstudium gelten würde, müsste man das noch einmal extra bezahlen. Natürlich könnte man auch irgendwas Deutschbezogenes bei einem Verlag machen, wenn die Verlage nicht gerade reihenweise Leute feuern würden. Interessehalber habe ich mir mal Stellenanzeigen angeschaut, gerade auch was Computerkram angeht. Und ich bin darauf gekommen, dass ich vermutlich Personalchef werden müsste, denn die haben offenbar keinen blanken Schimmer. Beispiel: Es wird jemand zur Serveradministration (wahlweise auch Programmierung oder Wartung) gesucht. Anforderung: Informatik-Diplom. Es wäre an der Zeit, für die Allgemeinheit ein großes Schild zu malen, auf dem steht: "EIN INFORMATIKER IST KEIN COMPUTERSPEZIALIST!" Ein Informatiker beschäftigt sich mit der technischen Informationsverarbeitung. Um ein Informatikdiplom zu bekommen, muss man weder gut programmieren können noch irgendwann einen Server unter realen Bedingungen administriert haben. (Und weil's gerade passt: Informatiker müssen bei einem neuen Betriebssystem genauso raten wie alle anderen, wo man klicken muss, um irgendwas einzurichten.) Programmiert wird für Hausaufgaben, um erlernte Konzepte umsetzen zu können, aber das muss mit guter und effizienter Programmierung nichts zu tun haben. Und Dinge wie die vollendete Beherrschung von Linux stehen erst recht nicht auf dem Pflichtlehrplan, weil das viel zu konkret wäre und sowieso bald überholt sein kann. Wer für die Serveradministration oder für Programmierjobs einen Informatiker sucht, der würde sich auch einen Luft- und Raumfahrtingenieur kommen lassen, wenn er ein Flugzeug zu fliegen hätte. Es gibt Informatiker, die die Aufgabe gut erledigen können. Aber ich wette, es gibt auch Luft- und Raumfahrtingenieure, die Flugscheine haben. Generell geht mir diese ganze Fixierung auf Papiere und Zeugnisse auf den Sack. Bei vielen Jobangeboten ist sogar ganz egal, worin man ausgebildet wurde - was soll denn dieser Quatsch? Ist bei einem Medienkonzern ein Studienabbrecher weniger als Redakteur geeignet als eine ausgebildete Fleischereifachverkäuferin?
So, was ist noch frustrierend? Ja, frustrierend ist, dass Kaiser Wilhelm es nicht geschafft hat, das deutsche Kaiserreich mit seinen Kolonien dauerhaft zu vergrößern, den 1. Weltkrieg zu verhindern (und so auch den 2.) und die Deutschen zu gebärfreudigen Rammlern zu erziehen. Denn dann hätte Deutschland jetzt vermutlich 150 Millionen Einwohner, und am Ende hätte Klopfers Web vielleicht so viele Amazon-Besteller und evtl. sogar Werbekunden, dass ich damit selbst zur sommerlichen Flaute alle Kosten wieder reinkriegen würde.
Merkt man, dass ich frustriert bin? Tut mir leid, aber ich musste das jetzt einfach mal loswerden, weil es mich irre macht.
Eigentlich sollte ich ja noch kuriose Nachrichten aufschreiben, aber irgendwie kommt mir grad nichts unter, was wirklich kurios ist. Andererseits muss ich jetzt sowieso noch ein bisschen arbeiten und Geld verdienen, solange ich das noch darf.
Kleiner sinnloser Fakt: Das erste elektronische Musikinstrument ist das Theremin, welches 1920 vom russischen Physiker Lew Sergejewitsch Termen (später im Westen als Leon Theremin bekannt) erfunden wurde. Es wurde berührungslos gespielt und ist einer der Vorläufer des modernen Synthesizers.
PS: Niveaulos, aber ansteckende Lache
Geschrieben am 19.6.2008 um 1:38 Uhr
Kategorie: Persönliches
Kalkofes Mattscheibe Vol.4
Ich bin eben von der Preview von vier Folgen der neuen Staffel von Kalkofes Mattscheibe zurückgekommen. Und ich muss sagen: So viel habe ich über das deutsche Fernsehen schon länger nicht mehr lachen müssen. Herrlich, unbedingt anschauen (wöchentlich ab 24.6. um 23.15 Uhr).
Falls mal wieder so etwas in Aussicht ist, muss ich aber unbedingt früher hingehen. Als ich eintraf, war da schon eine lange Schlange. Ich hab mich hinter Bastian Pastewka angestellt, irgendwann stand ein paar Leute hinter mir noch Ruth Moschner, aber als Helmut Zerlett kam, drängelten sich die Prominenten schließlich vor. Oliver Welke tauchte dann auch noch auf, Bürger Lars Dietrich (als Moderator des Events) und Oliver Kalkofe waren schon da. Ach ja, Marc Stöcker, der Regisseur der Mattscheibe, fuhr dann auch irgendwann vor. Über den Inhalt der Mattscheiben sage ich mal nichts Konkretes, um die Überraschung nicht zu verderben. Bei einer Nummer (über Call-In-Abzocke) habe ich auch aus einem anderen Grund als purer Komik gelacht. Vor einiger Zeit war nämlich Lenka (die Zeichnerin, die das Cover von meinem Buch gemalt hat) bei mir zu Besuch, und im Fernsehen stolperten wir dann über diese Aufgabe, die sich Kalkofe später vornehmen sollte. Es ging um Autonamen mit O, und zufällig haben Lenka und ich zum Teil genau die gleichen Scherzantworten gegeben wie Kalkofe dann in seiner Nummer drin hatte. Hat mich sehr überrascht, aber auch irgendwie ermutigt, weil ich dann das Gefühl hatte, Witze machen zu können, über welche auch das typische Mattscheibenpublikum lachen würde.

In einer Pause zwischen zwei Folgen der Mattscheibe bekamen Olli und Marc Auszeichnungen: Gold für viele verkaufte Exemplare von Kalkofes Mattscheibe Vol. 2 und Platin für noch viel mehr verkaufte Exemplare der Premiere Classics. Gerade Oliver war sehr gerührt und verriet, dass im Herbst ein Hörbuch herauskommen soll, in dem er Witze von Fips Asmussen vorlesen wird.
Der Abend war echt schön, und am Ende hab ich mir mein Exemplar von "Geschafft! Wir sind blöd!" signieren lassen. Und er hat jetzt auch mein Buch. Hoffentlich findet er es besser als die Witzesammlung von Fips Asmussen.
Geschrieben am 18.6.2008 um 0:40 Uhr
Kategorie: Gemotze
Maulkorb für Irre
Gerade läuft das Nachtmagazin auf ARD. Und wie ich beim Durchschalten feststellen durfte, haben sie diese olle Trockenfotze mit nem Doktortitel im Interview, die dauernd behauptet, wie schädlich Mobiltelefone wären, obwohl keine Studien das bisher belegen konnten (außer zwei gefälschten) und es physikalisch auch sehr erstaunlich wäre, mit der geringen Sendeleistung von Handys irgendwie mehr zu erreichen als eine kaum merkbare Erwärmung, die weitaus geringer ist als das, was der Sonnenschein an einem Sommertag mit unseren Körpern schafft. Könnte man bitte endlich mal aufhören, irgendwelchen Vollidioten durch das Einräumen von Sendezeit das Gefühl zu geben, ihre abstrusen Theorien wären irgendwie legitim?
So, den Dampf musste ich jetzt ablassen.
Heute (Mittwoch) gegen 20 Uhr gibt's eine Vorschau auf Kalkofes Mattscheibe in Berlin. Und ich werde auch da sein. Ich weiß nur noch nicht, ob ich mir ein Kalkofe-Buch vom Autor signieren lassen sollte oder ob ich damit warte, bis ich berühmt werde und er mich selbst um eins bittet. 
Geschrieben am 15.6.2008 um 21:13 Uhr
Kategorie: Belanglose Gedanken
Die albernsten Indizierungen der BPjS/BPjM
Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften bzw. Medien hat in ihrer nunmehr 54jährigen Geschichte sehr oft Entscheidungen getroffen, die dem Ziel, die Jugend vor Schund- und Schmutzschriften zu schützen, nicht sehr zuträglich waren. Meistens sind die Prüfer nur beleidigt, weil ihre eigenen Moralvorstellungen verletzt werden. Hier sind die fünf albernsten Indizierungen.
5. Dark Forces war der erste Ego-Shooter von LucasArts (damals noch nicht beschissen) und kam in Deutschland sogar früher als in den USA heraus. Im Spiel steuerte man einen Agenten der Rebellen, der gegen das Imperium kämpft, Pläne des Todessterns beschafft und gegen experimentelle Stormtrooper vorgeht. Obwohl kein Blut spritzt und der Gewaltlevel nicht höher ist als in den Star-Wars-Filmen, indizierte die BPjS das Spiel. Aus diesem Grund wurde der Nachfolger in Deutschland nur als "Jedi Knight" veröffentlicht, da der Originaltitel "Dark Forces II: Jedi Knight" als Werbung für den indizierten Vorgänger hätte verstanden werden können.
4. Die Ärzte sind die wohl bekanntesten Opfer der Indizierungswut der Bonner Behörde. Zunächst wurde 1987 das Album "Die Ärzte" wegen des Titels "Geschwisterliebe" indiziert, später landete auch das Album "Debil" wegen der Lieder "Claudia hat 'nen Schäferhund" und "Schlaflied" auf dem Index. Die Ärzte veröffentlichten diese eigentlich harmlosen Lieder später noch einmal mit anderen knackigen Songs auf dem Mini-Album "Ab 18". Die Indizierung von "Debil" wurde 2004 aufgehoben, "Geschwisterliebe" ist nach Meinung der Bundesprüfstelle aber immer noch jugendgefährdend. Sehr schade, "Claudia" und "Geschwisterliebe" scheinen schließlich die Hymnen der Durchblick-Frager zu sein.
3. Das eben schon erwähnte Mini-Album "Ab 18" bekam sogar zwei Indizierungen aufgedrückt. Nach der Indizierung des Tonträgers (wegen der bereits indizierten Lieder) wurde das Innencover des Albums noch einmal extra indiziert. Dort hatte man nicht nur die Texte der Lieder abgedruckt, sondern auch die Indizierungsanträge und -begründungen. Ich weiß nicht, was für die Prüfer schlimmer war.
2. Die Ärzte waren nicht die einzigen, die mit harmloser Musik die Empörung der Moralwächter auf sich zogen. Das Lied "Geil" der beiden Briten Bruce & Bongo, die darin auf Basis von Falcos "Rock Me Amadeus" Zeilen wie "Everybody's geil, g-g-g-g-geil" vertonten, war 1986 ein Nummer-1-Hit in Deutschland, landete aber wegen des ungezogenen Wortes "geil" kurzzeitig auf dem Index für jugendgefährdende Schriften. Erst nach größeren Protesten wurde die Indizierung zurückgezogen.
1. Die mit Abstand bescheuertste Indizierung betrifft ausgerechnet die unverdächtige Sailor Moon. Ehapa veröffentlichte Animecomics zur Serie, also Comics, die aus Standbildern der TV-Folgen zusammengesetzt waren. In einer Folge gab es eine Anspielung auf die ebenfalls japanische Zeichentrickfigur Shin-chan. Shin-chan ist ein fünfjähriger Junge, der in seinem eigenen Manga gerne die Hose auszieht, sich mit einem Stift Elefantenohren neben seinen Pimmel malt und mit dem Ruf "Tanz für mich, Herr Elefant" durch die Gegend wackelt. In der Sailor-Moon-Folge war die rosa Rennsemmel Chibi-Usa hingefallen, ein Junge kam auf sie zu und schickte sich an, die Hose runterzuziehen, was Chibi-Usa sprachlos mit offenem Mund zur Kenntnis nahm. Der Gag wurde dann aufgelöst, indem der Junge von seiner Mutter weggezogen wurde. Die Ausstrahlung der Folge ist nie beanstandet worden, der Animecomic zu dieser Folge, der die gleiche Szene mit den gleichen Bildern enthält, wurde allerdings 2001 auf den Index für jugendgefährdende Schriften gesetzt, weil die Prüfer beispielsweise zu erkennen glaubten, dass Chibi-Usa mit heraushängender Zunge lustvoll stöhnt, während sich der Junge an ihr vergeht. (Eigentlich hat sie da den Mund offen und gibt ein verwundertes "Oah?" von sich, der Junge fasst sie nie an.) Immer wieder erstaunlich, was für dreckige Fantasien die Prüfer haben.
Zum Glück enden Indizierungen automatisch nach 25 Jahren. Wenn wir die Bundesprüfstelle jetzt auflösen würden, könnten wir also in weniger als drei Jahrzehnten auch die schlimmsten Entgleisungen der Behörde vergessen.
Ach ja, es gibt ein Update.
Geschrieben am 8.6.2008 um 23:38 Uhr
Kategorie: Belanglose Gedanken
*seufz*
Okay, eigentlich wollte ich das nicht, aber bevor der blöde Witz vielleicht bei Ingolf Lück im ZDF verbraten wird, mach ich ihn lieber selbst.
Was macht ein Pole, nachdem er ein EM-Spiel gewonnen hat? Er küsst seinen deutschen Pass.
Geschrieben am 1.6.2008 um 0:44 Uhr
Kategorie: Schamlose Werbung
Gastkommentar bei TVMatrix.de
Während ich hier noch am Update arbeite, hat TVMatrix.de eine Gastkolumne von mir veröffentlicht. Der Text wird nicht auf Klopfers Web erscheinen, ist also keine Vorschau auf das bevorstehende Update.
Geschrieben am 23.5.2008 um 21:56 Uhr
Kategorie: Gemotze
Vandalismus
Kürzlich hat mich einer der Buchbesteller informiert, dass sein Buch noch nicht angekommen sei. Heute (zwei Wochen nach Versand) wurde es ihm dann doch noch zugestellt, und zwar in diesem Zustand:

Welche wertlose Subkreatur rupft einfach Buchcover auseinander?
Die Verpackung weist offenbar keine Mitteilung der Post auf, wonach sie beim Versand beschädigt worden wäre, aber sie wurde mit Tesafilm zugeklebt. Das ist schon mal ein eindeutiger Hinweis, dass von fremder Seite manipuliert wurde. Meine Büchersendungen sind niemals zugeklebt. Erstens sind die Kartons auch so fest geschlossen, und zweitens müssen Büchersendungen so verschickt werden, dass die Post sie leicht öffnen, überprüfen und wieder verschließen kann.
Wer immer das Buch so misshandelt hat, hat in meinen Augen den Tod verdient, wenn er nicht den Anstand beweist, um Entschuldigung zu bitten flehen, und mir mindestens zehn Euro zukommen lässt.
Natürlich werde ich dem geschädigten Besteller ein unversehrtes Buch schicken.
Geschrieben am 18.5.2008 um 1:16 Uhr
Kategorie: Besserwisserei
Kommasaufen?
Das hier wird nur so ein kleines Lebenszeichen meinerseits, während ich am Update arbeite. (Habt ihr mal einen fertigen Text, der schon ins Layout eurer Seite eingebunden war, komplett gelöscht, weil ihr einige Zeit nach dem Schreiben total unzufrieden damit wart? Nein? Probiert es mal aus.)
Man sagt, dass die deutsche Sprache extrem schwierig wäre. Vermutlich liegt das zum Teil an der Grammatik (wir haben zwar nur vier Fälle, aber die Flexion von Wörtern ist für Fremdsprachler sicher eine Qual), aber die größten Schwierigkeiten scheinen bei der Interpunktion zu bestehen, denn selbst deutsche Muttersprachler haben so ihre Schwierigkeiten mit der Kommasetzung.
Deswegen will ich hier mal einige Fehler auflisten, die mir immer wieder begegnen (selbst in angeblich exzellenten Artikeln der Wikipedia), vielleicht lernt ihr ja etwas und könnt euch die jeweilige Regel leichter merken. Ich gebe dann immer auch eventuelle Ausnahmen oder dem Anschein nach ähnliche Situationen an, die anders als die Beispielsätze behandelt werden.
Beispiel 1
Falsch: Sie sah aus, wie ein Pferd.
Richtig: Sie sah aus wie ein Pferd.
Das Komma ist ein Zeichen, mit dem man einen komplexen Satz gliedert und Stellen kennzeichnet, an denen man beispielsweise Luft holen könnte, um seinen Satz fortzusetzen. "wie ein Pferd" kann man hier nicht mit einem Komma abgrenzen, da es kein vollständiger Nebensatz ist (die Wortgruppe hat kein Verb) und auch kein nachgestellter Zusatz ist (man kann "wie ein Pferd" nicht weglassen, weil der Satz seinen Sinn verliert). Also auch bei "Du kämpfst wie ein dummer Bauer" darf kein Komma vor "wie" gesetzt werden, denn obwohl "Du kämpfst." ein korrekter Satz ist, ist seine Bedeutung eine andere. Und natürlich ist "wie ein dummer Bauer" auch kein Nebensatz.
Sie sah, wie ein Pferd durch den Garten trabte.
Huftiere, wie beispielsweise Pferde, dürfen nicht durch den Garten traben. (auch möglich: Huftiere wie beispielsweise Pferde dürfen nicht durch den Garten traben.)
Im ersten Fall leitet "wie" einen Nebensatz ein, da muss also ein Komma hin. Im zweiten Fall ist "wie etwa Pferde" ein nachgestellter Zusatz, wobei man frei entscheiden kann, ob man Kommas setzt oder nicht.
Beispiel 2
Falsch: Sein wuscheliger Plüschhase, ist sein liebstes Kuscheltier.
Richtig: Sein wuscheliger Plüschhase ist sein liebstes Kuscheltier.
Muss ich das noch erklären? "Sein wuscheliger Plüschhase" ist das Subjekt des Satzes, und das Subjekt trennt man nur dann mit dem Komma ab, wenn es ein Nebensatz oder ein (erweiterter) Infinitiv mit "zu" ist (siehe dazu auch nächsten Punkt).
Dass er keine Mohrrüben mehr hatte, ärgerte ihn.
Seinen wuscheligen Plüschhasen zu kuscheln, ist seine liebste Beschäftigung.
Das ist doch einfach, oder? ^^
Beispiel 3
Falsch: Er ging leise um die anderen Leute nicht zu stören.
Richtig: Er ging leise, um die anderen Leute nicht zu stören.
Infinitivgruppen, die mit "als", "anstatt", "außer", "ohne", "statt" oder "um" eingeleitet werden, trennt man mit einem Komma ab. Und auch alle, die von einem Substantiv abhängig sind ("Ich fasste den Plan, Tanja zu küssen"). Oder die angekündigt werden ("Er hatte vor, Tanja zu küssen"). Also im Prinzip sollte man vorsichtshalber bei allen "zu + Infinitiv"-Konstruktionen ein Komma setzen. Das gliedert den Satz und erleichtert das Lesen. Der Beispielsatz ist nämlich bis zum Wort "Leute" zweideutig, wenn man vor "um" kein Komma setzt. Es gibt aber eine Ausnahme von der Kommaregel:
Er versuchte zu gehen. (auch möglich: Er versuchte, zu gehen.)
Wenn die Gruppe nur aus "zu + Infinitiv" besteht, kann man das Komma auch weglassen.
(Es gibt noch eine Regel im Duden, die die ganze Sache noch komplizierter macht. So muss man etwa bei dem Satz "Ich weigerte mich ihn zu schlagen" kein Komma setzen (man kann aber), obwohl es kein einfacher Infinitiv mit "zu" ist. Meine Empfehlung: Komma setzen, so macht man nichts falsch.)
Beispiel 4
Falsch: Er ließ eine Brücke bauen. Da er wusste, dass der Fluss viel zu tief war.
Richtig: Er ließ eine Brücke bauen, da er wusste, dass der Fluss viel zu tief war.
Das ist der Fehler, den man erschreckend häufig in der Wikipedia liest, wenn irgendwelche Schlaumeier Informationen zu bekannten Fakten hinzufügen. "da" leitet einen untergeordneten Nebensatz ein, es muss also einen übergeordneten Hauptsatz geben, sonst fehlt etwas im Satz.
Mit "weil" ist es ähnlich, allerdings gibt es da eine Ausnahme, wenn man nämlich die Antwort auf eine Frage mit "weil" einleitet.
Warum hat er eine Brücke gebaut? Weil er wusste, dass der Fluss viel zu tief war.
Dieser Satz ist problemlos möglich, weil die Antwort die Ersetzung des Frageworts "Warum" aus der Frage darstellt.
Warum hat er eine Brücke gebaut?
Weil er wusste, dass der Fluss viel zu tief war, hat er eine Brücke gebaut.
Wenn es allerdings keine Frage gibt, verhält sich "weil" ebenso wie "da".
Falsch: Er ließ eine Brücke bauen. Weil er wusste, dass der Fluss viel zu tief war.
Richtig: Er ließ eine Brücke bauen, weil er wusste, dass der Fluss viel zu tief war.
Ich hoffe, man kann verstehen, was ich sagen wollte.
Beispiel 5
Falsch: Er liebt Frauen, die hübsche Brüste haben und Katzen.
Richtig: Er liebt Frauen, die hübsche Brüste haben, und Katzen.
Es soll gesagt werden, dass er Frauen und Katzen liebt, nicht dass er Frauen mit Katzen liebt. Eingeschobene Nebensätze werden mit Kommas abgetrennt, das ist Standard. Da sollte man auch das abschließende Komma nicht vergessen. Wenn man doch sagen will, dass er Frauen mit Katzen liebt, sollte der Satz natürlich besser heißen: "Er liebt Frauen, die hübsche Brüste und Katzen haben." Die Grammatik muss ich wohl nicht erklären.
Beispiel 6
Falsch: Ich weiß ich nerve euch aber ich will das jetzt wissen.
Richtig: Ich weiß, ich nerve euch, aber ich will das jetzt wissen.
Grammatikalisch geschmeidiger: Ich weiß, dass ich euch nerve, aber ich möchte das jetzt wissen.
Eigentlich sollte klar sein, warum dort Kommas gesetzt werden müssen, aber aus irgendeinem Grund werden sie gerade in Foren immer wieder vergessen. Meistens vergessen die Leute dann auch den Punkt am Satzende sie schreiben dann einfach so weiter ohne punkt und komma warum tun sie das nur so sind sie doch nur schwieriger zu verstehen und man kann ihnen nicht mehr so einfach helfen?????
Ich weiß, der Beitrag kommt sehr zwiebelfischig rüber (dabei mag ich Bastian Sick nicht einmal), aber ich will nur ein wenig Hilfe leisten, weil das Thema wirklich komplex ist.
Kleiner sinnloser Fakt: Die Engländer siezen einander. Die englischen Äquivalente zu du, dein und dir/dich (also thou, thy/thine und thee) sind inzwischen sehr veraltet und werden sogar als sehr förmlich angesehen, obwohl sie eigentlich die gleiche Funktion wie im Deutschen erfüllten.
Geschrieben am 8.5.2008 um 16:08 Uhr
Kategorie: Meine Sicht der Welt
Wieder nix
Die Nominierten für die Grimme-Online-Awards stehen fest. Bin wieder nicht dabei, Mist. 
Eine Berliner Muslimin hat in einer Kartoffel ein christliches Kreuz gefunden. Einige sagen, es wäre ein Zeichen, andere halten es für Pilz- oder Bakterienbefall. Ich möchte ja nicht bösartig erscheinen, aber wäre es für den christlichen Gott nicht etwas albern, ein Zeichen in so etwas banalem wie einer Kartoffel zu verstecken? (Und eine Nachbarin hat das Gammelwasser, in der die Knolle schwamm, auch noch getrunken, igitt.)
id Software hat mit der Arbeit an Doom IV begonnen. Mann, das wird spannend, mal wieder durch irgendwelche Gänge latschen und Monster killen, wow. o_o Irgendwie muss ich an einen Comicstrip von Penny Arcade denken, bei dem sie sich über Doom 3 lustig machten. "Doom 3 sieht wirklich toll aus!" "Ja, ich kann's kaum erwarten, bis jemand ein Spiel daraus macht."
Übrigens macht jemand tatsächlich ein Spiel mit Stripstange für die Wii. Ich freu mich schon auf die Videos davon bei Youporn Youtube.
Ich könnte jetzt noch mehr schreiben. Mach ich aber nicht. 
Kleiner sinnloser Fakt: Der zweite Vorname des früheren US-Präsidenten Harry Truman war der Buchstabe S. Seine Eltern konnten sich nicht einigen, ob sie ihrem Sprössling den Namen des Großvaters väterlicherseits oder mütterlicherseits geben sollten. Da beide Namen mit S beginnen (Salomon und Shippe), ließ man als Kompromiss das S eintragen. Harry selbst setzte hinter das S immer einen Punkt, wenn er unterschrieb.
Geschrieben am 7.5.2008 um 15:06 Uhr
Kategorie: Schamlose Werbung
Nasenbär
Ich hab jetzt dank einer Freundin meinen eigenen Nasenbären: Günter. Mit meinen Klopfers versteht er sich auch schon gut.

Und mit einem schamlosen und absolut durchschaubaren Versuch, Leute auf meine andere Webseite zu locken, weise ich mal auf meine Rezension des Mangas "Vertraute Fremde" von Jiro Taniguchi hin. Wer Comics mag, sollte sich das Teil anschauen, es lohnt sich.
Kleiner sinnloser Fakt: Statistisch gesehen hat der Vatikan zwei Päpste pro Quadratkilometer. Allerdings ist er weniger als einen halben Quadratkilometer groß, also muss sich Ratze keine Sorgen machen.










