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Geschrieben am 8.4.2008 um 22:55 Uhr
Kategorie: Persönliches
Elstern und Bücher
So, damit das Tutorial nicht der einzige Beitrag heute bleibt, werde ich mal ein kleines Update in Sachen Elstern geben. Elstern leben in Kugelnestern, und so stand das Elsterpaar vor der Aufgabe, das normale Nest in Kugelform auszubauen. Haben sie auch gemacht.
Einflug zum Elsternest, gleich wird weitergebaut.
In dem Nest sitzt eine Elster. Doch, ehrlich.Leider sind seit zwei Tagen die Elstern kaum anwesend. Ich weiß nicht, ob sie verjagt wurden oder ob das normal ist, aber kaum war das Nest fertig, waren sie weg. Heute habe ich immerhin gesehen, dass eine Elster mal vorbeikam und nach dem Rechten sah. Hoffentlich kommen die Beiden wieder und machen kleine Elsterküken.
Kommen wir noch kurz zu etwas anderem:

Wer schnell zahlt, kriegt noch ein Buch. Alle anderen müssen warten. Das letzte der drei Bücher dürfte übrigens das 500. verkaufte Buch sein, wenn nicht vorher noch ein paar im Buchhandel bestellt werden.
Ich habe dann noch einmal 25 Bücher bestellt, die irgendwann bei mir ankommen sollten. Das sind dann aber wirklich vorerst die letzten, die man bei mir ordern kann. Wenn die dann weg sind*, werden alle noch nicht bezahlten Bestellungen storniert. Ich denke, rechtzeitig zu Weihnachten werde ich dann noch mal die Möglichkeit bieten, signierte Bücher bei mir zu bekommen, aber momentan lohnt es sich nicht, das noch sehr lange in größerem Stil weiterzuführen.** Im Buchhandel könnt ihr "Böses Hasi!" aber natürlich weiterhin bekommen, dann auch in der zweiten Auflage.
* Da diese 25 Bücher zur zweiten Auflage gehören werden, in der die ganzen bisher gefundenen Tippfehler beseitigt sind (sonst ist es aber gleich), werde ich ein paar Stück behalten. Aber ich denke, ich werde über 20 von den 25 Stück verkaufen.
** Falls es im Berliner Raum genug Interessenten für eine kleine Lesung gäbe, würde ich natürlich eventuell in Betracht ziehen, so etwas zu veranstalten und dort auch noch Bücher zu verkaufen. Aber das ist nur so ein Gedanke - vor allem, weil ich keine Ahnung habe, wie ich so etwas organisieren sollte.
Geschrieben am 8.4.2008 um 20:22 Uhr
Kategorie: Besserwisserei
Wie man RSS-Feeds benutzt
Für die bezaubernde Reami wollte ich mal aufschreiben, wie man RSS-Feeds benutzen kann, um bei den Lieblingsblogs auf dem Laufenden zu bleiben. Vielleicht interessiert es ja auch andere, daher mache ich das mal öffentlich. Ich gehe am besten mal die bekanntesten Browser durch.
Zunächst was ganz Allgemeines: RSS-Feeds sind XML-Dateien, die von Browsern oder speziellen Feed-Readern übers Internet ausgelesen werden können. Da die Feed-Dateien bei jeder Änderung oder jedem Neueintrag in einem Blog von der Blogsoftware geändert werden, sind diese Dateien immer aktuell. Bei einem Vergleich mit dem letzten bekannten Stand bekommt ein Feed-Reader also heraus, ob sich etwas geändert hat.
Internet Explorer
Der Internet Explorer 7 hat von Haus aus die Fähigkeiten, Feeds zu abonnieren. Zunächst muss man auf die entsprechende Webseite gehen (im Beispiel also Reamis Blog).
Dort muss man oben rechts auf den orangenen Feed-Button drücken oder auf den kleinen Auswahlpfeil daneben, und RSS anwählen. (Warum die Auswahl? Es gibt noch einen RSS-Nachfolger namens Atom, aber das ist eigentlich unwichtig.)

Danach springt der Browser zur Feed-Ansicht. Die sieht nicht so bunt aus, hat aber die wichtigsten Informationen drin. (Was zu den wichtigen Informationen gehört, ist je nach Blog verschieden. Der Feed zum Aktuellen auf Klopfers Web hat z.B. keine Bilder drin, der Feed von Myblog.de aber schon.)
Jedenfalls klickt man auf den Link "Feed abonnieren".

Diese kleine Dialogbox bestätigt man.

Und wenn man nun auf den Favoriten-Stern klickt und die Feeds anzeigen lässt, findet man auch Reamis Blog darin. Dass der Titel fett geschrieben ist, heißt, dass dort neue Inhalte drin sind (klar, der Feed ist gerade neu eingetragen worden).

Wenn man auf den Blogtitel klickt, kommt man wieder zur Feed-Ansicht. Dort kann man aber leicht auf die jeweiligen Einträge oder auf das gesamte Blog wechseln, indem man auf die Überschriften klickt.
Der Internet Explorer guckt automatisch entsprechend seiner Einstellungen nach Neuigkeiten, da kann man auswählen, ob er z.B. alle Viertelstunde nachgucken soll oder nur jede Woche einmal. Jedenfalls weiß man, wenn man seine Feedliste öffnet und dort Blogs fett gedruckt stehen, dass es in diesen Blogs etwas Neues gibt.
Firefox
Anmerkung vom 21. Januar 2010: Sowohl Sage als auch Sage-Too funktionieren nicht mehr unter Firefox 3.6, und es sieht auch nicht so aus, als ob sie weiterentwickelt werden. Daher kann ich diese beiden Erweiterungen nicht mehr empfehlen. Momentan verwende ich die Erweiterung Brief, die natürlich anders aussieht und auch etwas anders funktioniert. Das folgende Tutorial ist daher von der Zeit überholt; der Vollständigkeit halber ändere ich es aber nicht.
Der Firefox hat ebenfalls eingebaute Fähigkeiten zur Verarbeitung von RSS-Feeds, aber ich benutze einen anderen Weg: Eine Firefox-Erweiterung namens Sage. (EDIT: Sage funktioniert unter Firefox 3 nicht mehr. Es gibt aber eine Erweiterung namens Sage-Too, die genauso funktioniert, aber noch ein paar Funktionen mehr bietet.) Die Sage-Too-Erweiterung findet man unter diesem Link. Einfach installieren, Firefox neu starten, und schon sind wir bereit.
Zuerst geht's wieder zu Reamis Blog. (Bei mir steht das Blog natürlich schon lange in der Liste, aber für dieses Tutorial habe ich es gelöscht und wieder reingenommen.) Dort klickt man oben auf den neuen "Sage"-Button, um die Sage-Leiste am linken Rand zu öffnen.

Bei der offenen Leiste wählt man die Lupe an. Damit sucht Sage nach eventuell vorhandenen Feeds auf der Seite.

In dieser Dialogbox zeigt Sage die gefundenen Feeds an (in diesem Fall nur einer). Man wählt ihn aus, klickt auf "Nachrichtenkanal hinzufügen" und schließt die Dialogbox.

Am Ende der Feedliste (bei einer jungfräulichen Feedliste ist es natürlich auch der Anfang) taucht jetzt der Titel von Reamis Blog auf. (Eigentlich wieder fett gedruckt, aber ich doofe Nuss hab raufgeklickt, bevor ich einen Screenshot gemacht hab.)

Wenn man dort raufklickt, gibt's die Feedansicht von Reamis Blogeinträgen. Die funktioniert im Prinzip genauso wie die im Internet Explorer: Klickt auf die Überschriften und ihr landet auf der Blogseite.
Wenn man also in Zukunft wissen will, ob es was Neues in den Lieblingsblogs gibt, öffnet man mit dem Klick auf den "Sage"-Button die Seitenleiste und klickt auf den Button "Nachrichtenkanäle auf Aktualisierungen prüfen". Sage geht dann alle eingetragenen Blogs durch, und wenn es in einem Blog was Neues gibt, schreibt Sage den Blogtitel fett.

Opera
Opera hat auch einen Feedreader eingebaut, man muss also nichts installieren. Wieder geht's zu Reamis Blog. In der rechten Seite der Adressleiste sieht man wieder den orangen RSS-Button, wenn es einen Feed auf der Seite gibt.

Wenn man den anklickt, wird man gefragt, ob man den Feed des Blogs abonnieren will. Natürlich will man.

Opera führt einen dann in seine Feedansicht des Blogs. Dort sieht man oben eine Liste der Einträge und unten den Text des angewählten Beitrags. Opera ist ein wenig umständlich in der Hinsicht, dass man die Beiträge per Hand als "gelesen" markieren muss. Wenn man fertig ist, kann man den Tab mit der Feedansicht schließen.

Wenn man nun wissen will, ob es bei Reami Neues gibt, kann man oben im Menü Feeds klicken und schauen, ob Reamis Blog in den Feeds fett gedruckt wird. (Unter "Feeds verwalten" kann man übrigens für jedes Blog einstellen, wie oft Opera nach neuen Einträgen gucken soll.)

Safari
(Zunächst möchte ich eine Bitte äußern. Falls jemand Safari unter Windows tatsächlich benutzt, beantworte mir eine Frage: Wieso!?)
Auch in Apples Browser führt der erste Weg zu Reamis Blog. Am rechten Rand der Adressleiste sieht man wieder einen RSS-Button, aber diesmal auf langweilig getrimmt. Dort raufklicken.

Nun kommt man zur Feedansicht des Safari-Browsers, die so ähnlich aussieht wie beim IE und auch etwa so funktioniert. Auf der rechten Seite ist eine Leiste, bei der wir ganz unten auch den Link "Lesezeichen hinzufügen" finden.

Nach dem Klick darauf kommt eine kleine Dialogbox (von der ich keinen Screenshot machen konnte). Der Einfachheit halber klickt man auf "Hinzufügen". Nun erscheint in der Lesezeichenleiste ein neues Lesezeichen mit dem leicht vergewaltigten Titel des Blogs und der Zahl 10 in Klammern. Die Klammern sagen, wie viele neue Einträge der Feed vorzuweisen hat.

Wenn man auf das Lesezeichen klickt, landet man in wieder der Feedansicht, und die Zahl verschwindet. Will man also wissen, ob es bei Reami was Neues gibt, muss man nur gucken, ob in der Lesezeichenleiste eine Zahl in Klammern hinter dem Blogtitel angezeigt wird. In den Einstellungen von Safari kann man auch festlegen, wie oft nach Aktualisierungen geguckt werden soll.
PS: Nicht nur Blogs bieten Feeds an, auch bei Newsseiten oder bei diversen Cartoonseiten trifft man immer wieder auf RSS-Feeds. Das Tutorial funktioniert natürlich bei diesen Seiten genauso.
Geschrieben am 8.4.2008 um 14:01 Uhr
Kategorie: Gemotze
Deutschland als Plastikkarte
Wer fernsieht, hat in der letzten Zeit sicher die Werbespots für die Deutschlandcard und die Deutschlandrente (ebenfalls ne Karte) gesehen.
Entsetzlich. Bei der einen kriegt man ein fröhliches Lied um die Ohren gehauen, wie geil wir alle sind, weil wir Deutsche sind und diese Karte benutzen, bei der anderen soll man in einen Konsumrausch verfallen, damit man später einen kleinen Bonus auf die Rente bekommt, anstatt die ganzen Moneten gleich zu sparen und mit den Ersparnissen besser im Alter zu leben.
Wenn jemand mit beworbenem Patriotismus Geld verdienen will, habe ich kein großes Vertrauen an die real existierenden Vorteile. ("Ist das Produkt gut?" - "Nein, aber wenn Sie's nehmen, sind Sie ein guter Deutscher!") Warum benutzen sie nicht noch "Mit Ariernachweis lebt sich's billiger!" als Werbeslogan? Das wäre wenigstens konsequent.
Geschrieben am 7.4.2008 um 18:35 Uhr
Kategorie: Lästereien
Anzeigen 2
Ich war so frei, heute noch einmal nach netten Anzeigen zu suchen. Zwar gibt's diesmal nicht so viel Abgedrehtes, aber dennoch habe ich auch etwas für absolute Feinschmecker der Erotik entdeckt. Doch zunächst die anderen:
Wenn man für so etwas tatsächlich einen Doktortitel bekommt, habe ich endlich mein Studienfach gefunden.
Ich warte dann doch lieber, bis Oralia oder Vaginalia Zeit haben...
Hey, die machen große Busen! Ob die auch Augen lasern?
Wenn ich schreib, dass ich für unanständige Flittchen da bin, ruft keine einzige an...
Und jetzt der Leckerbissen:
So, das war's. Kommentiert mal schön.
Geschrieben am 5.4.2008 um 17:20 Uhr
Kategorie: Belanglose Gedanken
Warum ich kein Alphablogger werde
Blogs sind ja seit Jahren irgendwie das große Ding im Internet, einer der Stützpfeiler des angeblichen Web 2.0. Und trotz der Bemühungen der Politik und der Juristen, so banale Dinge wie Meinungs- und Pressefreiheit nicht zu sehr in das weltweite Netz eindringen zu lassen, hat sich auch in Deutschland eine Bloggemeinschaft entwickelt (die manche mit dem furchtbaren Begriff Blogosphäre umschreiben). Darunter gibt es eine Handvoll Blogs, die relativ einflussreich sind, und rundherum viele Blogs mehr, die nicht ganz so einflussreich, aber allgemein bekannt sind. Mein Blog hat täglich um die 750 bis 850 Besucher und gehört trotzdem nicht dazu. (Anmerkung vom Dezember 2008: Das waren die Besucherzahlen im Myblog-Blog damals.)
Gerade als Außenstehender finde ich es dann doch sehr interessant, wenn die bekannteren Namen der Bloggerszene sich bemüßigt fühlen, die relative Unbekanntheit der meisten Blogs zu erklären. Irgendwie schlägt dabei oft hintergründig die Überzeugung durch, dass gut geschriebene Blogs erfolgreich werden, also demnach im Umkehrschluss nicht erfolgreiche Blogs einfach mies geschrieben wären. Dabei ist die Wahrheit (zumindest im deutschen Internet) eine ganz andere: Du musst den Alphabloggern gefallen, erst dann gehörst du zu den vielen relativ bekannten Blogs drumherum. Denn wenn du den Alphabloggern gefällst, tauchst du in ihren Bloglinks auf oder wirst gelegentlich sogar mal in Einträgen erwähnt, was Scharen an Besuchern auf dich führt. (Ab und zu klappt es auch mit negativen Erwähnungen, das Hetzblog Politically Incorrect ist vermutlich einigen erst durch die Blogeinträge von Stefan Niggemeier aufgefallen und wurde mit einer Aufmerksamkeit geadelt, die es eigentlich nicht verdient hat.) Wenn ein Blog hingegen zwar gut geschrieben ist, aber eine komplett andere Zielgruppe hat, würde es selbst bei 5000 Besuchern pro Tag nicht im Bewusstsein der "Blogosphäre" auftauchen.
Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, wie die absolute Geilheit eines Blogs in Zahlen ermittelt wird. Dabei spielt nicht etwa die Zahl der Besucher eine Rolle, auch nicht die Zahl der Kommentare. Nein, die Zahl der Verlinkungen aus anderen Blogs entscheidet darüber, ob ein Blog erfolgreich ist. Damit fallen die Besucher, die kein Blog haben, schon mal aus der Ermittlung heraus (auch die, die eine normale Webseite haben oder in Foren angemeldet sind und dort auf das Blog verlinken). Wenn die eigene Zielgruppe auch noch recht jung und sprunghaft ist und nicht lange durchhält, in einem eigenen Blog zu schreiben (ich kenn das, war bei meinem ersten Blog auch so), wird sie natürlich auch nicht extra zur Tastatur greifen, um in ihren Blogs auf die tollen Inhalte der Blogs hinzuweisen, die sie selbst liest. Das ist irgendwie wie bei der Einschaltquote, wo ganz wenige benutzt werden, um herauszufinden, was die Mehrheit angeblich im Fernsehen guckt.
Damit will ich jetzt nicht behaupten, dass die vielen unbekannten Blogs alle ungehobene Schätze sind, keineswegs. Da ist viel uninteressanter Blödsinn bei, den man nicht weiter beachten muss und sollte. Aber man sollte sich von der Vorstellung verabschieden, dass Qualität der entscheidende Faktor für den Erfolg wäre - so ist es nicht im realen Leben, und so ist es nicht bei Blogs. Wichtig dabei ist, von wem man gesehen und gemocht wird. Deswegen sind so viele erfolgreiche Blogs bei näherer Betrachtung erstaunlich... ähm... wie drücke ich das jetzt sanft aus... kacke? In erster Linie denke ich da an gewisse Funblogs, die alle voneinander abschreiben und keinen Funken eigenes Material veröffentlichen. Wenn man nichts selbst macht (nicht einmal das Schreiben), wie kann man dann gut sein? Aber auch bei anderen Blogs... Warum soll ich einen Blogeintrag lesen, in dem nur steht, dass eine neue Version der Blogsoftware Wordpress erschienen ist? Wenn ich die Software einsetze, hab ich selbst einen Link zur Wordpress-Seite, und ansonsten interessiert das keinen. (Da geht ein kleiner Blick zum angeblich erfolgreichsten Blogger Deutschlands, der unter anderem diese Belanglosigkeit bloggte.)
Ich lese gerne einige Blogs der "Alphablogger". Der Shopblogger, das Lawblog, das BILDblog und das eigene von Stefan Niggemeier... da schau ich täglich rein. Bei anderen wiederum verstehe ich nicht, warum sich jemand das langweilige Geschwurbel durchliest *hust*Spreeblick*hust* und auch noch darauf verlinkt. Ich weiß, dass ich nie dazugehören werde. Es stört mich auch nicht. Ich wünschte mir bloß, dass sich viele "große" Blogger weniger wichtig nehmen würden und meinen, sie würden die Befindlichkeiten der Bloggenden kennen. Wir Blogger sind nicht alle gleich, also tut nicht so, als wärt ihr unser Sprachrohr.
PS: Ich amüsiere mich auch sehr oft über die Tipps, die an Blogwillige gegeben werden. Ich sag's mal deutlich: Nein, ihr braucht keinen eigenen oder virtuellen Server, für ein kleines Blog reicht auch billiger gemieteter Webspace, für den ersten Versuch auch durchaus ein ganz normaler, kostenloser Bloganbieter. Nein, ihr müsst nicht unbedingt Serendipity oder Wordpress als Software einsetzen. Und nein, ihr müsst moralisch nicht unfehlbar sein und dürft auch für Geld bloggen. Es ist eure Sache.
Kleiner sinnloser Fakt: Online-Tagebücher gibt's schon seit 1994.
Geschrieben am 5.4.2008 um 5:03 Uhr
Kategorie: Neuigkeiten zur Seite
Kommentare im Aktuellen
Ich habe probeweise mal die Kommentarfunktion aktiviert, die ich für das Aktuelle programmiert habe. Probiert sie ruhig aus und schreibt Kommentare zu den Einträgen. Solltet ihr Fehler oder dringende Mängel finden, bitte ich um eine Mail.
Sollte sich herausstellen, dass zu viel gespammt wird, schalte ich die Funktion wieder ab, sonst komme ich mit der Kontrolle nicht hinterher.
Geschrieben am 4.4.2008 um 16:55 Uhr
Kategorie: Belanglose Gedanken
Buchdesign
Oliver Kalkofe hat ein neues Buch veröffentlicht.
Mir gefällt die Idee, oben auf dem Cover einen schwarzen Balken mit Schrift hinzusetzen. 
Geschrieben am 3.4.2008 um 20:16 Uhr
Kategorie: Lästereien
Anzeigen
In einem Schundblatt, aus dem ich die Lidl-Anzeige hatte, über die ich bereits in einem Blog-Eintrag schrieb, fand ich auch so einige interessante Anzeigen. Sie sagen eigentlich nicht so viel über die Leute aus, die diese Anzeigen schalten, aber dafür umso mehr über die, die darauf antworten.
Wer darauf antwortet, fühlt sich ohne Zweifel von gehobener Poesie angesprochen.
"Komm Baby, mach den Mund auf und blas meine Natur!"
Igitt, schon wieder ein Gammelfleischskandal.
Und solche Leute schreiben später an Durchblick...
Klar. Wenn jemand Pipi und sein Körperfett zum Abschlabbern anbietet, denkt jeder sofort an den possierlichen Blase-Floh...
Herrmann Goller freut sich sicher über den Eintrag. Immerhin spammt er mir wieder mein Gästebuch zu.
Geschrieben am 2.4.2008 um 17:44 Uhr
Kategorie: Persönliches
Das mit Vögeln
Im Hinterhof meines Wohnhauses (leider nicht wirklich mein Wohnhaus, aber ihr wisst, was ich meine) stehen so einige Bäumchen. Auf dem Baum direkt vor meinem Fenster ist ein altes Vogelnest. Das war schon beim Einzug da. Gestern allerdings hab ich erfreut festgestellt, dass das Nest offenbar neue Mieter gefunden hat. Ein Elsterpaar macht sich mit kleinen Zweigen daran, das Nest wieder auf Vordermann zu bringen, und ich kann dabei zuschauen. Leider ist es nicht ganz so einfach, Fotos von den Vögeln zu machen, da sie sich leicht erschrecken. Daher gibt's leider kein Foto mit den beiden Vögeln zusammen. Glaubt mir einfach, dass es zwei sind, okay?
Man sieht auf den Fotos schon ganz gut, was für wunderschöne Tiere Elstern sind. Blaue Federn stehen Vögeln ziemlich gut.
Eine Elster in Großaufnahme an meinem Fenster.
Und dann kam ihr Freund, ein Fuchs, der ständig vor sich hin grummelte und was von "Kreuzspinne und Kreuzschnabel" sagte.
Ich bin jedenfalls gespannt, ob es dann auch bald ein paar junge Elstern geben wird. Würde mich freuen.
In der aktuellen "Micky Maus" gibt's übrigens ein ganz tolles, infantiles Extra: eine Rotznase!
Endlich mal was anderes als ne Pistole oder Spionagezubehör. 
PS: Kommentiert mal wieder fleißiger! Eure Zurückhaltung ist ja skandalös!
Geschrieben am 1.4.2008 um 16:41 Uhr
Kategorie: Meine Sicht der Welt
Morgen gibt's was mit Vögeln
Mich gibt's noch, und ich bin immer noch großartig.
Großartig sind auch Isabella und Larissa, die mir ein Osterpaket geschickt haben, welches erst nach meinem letzten Blogeintrag eintraf. Schon die Verpackung war beeindruckend - es war nämlich ein Hase drauf. ^__^
Nochmal ein Dankeschön geht auch an Grummeltier und Mauphistopheles, deren LTB-Paket ich ja letztes Mal schon erwähnt habe. ^^ Ich muss mich nachher mal ransetzen und meine LTB-Liste aktualisieren.
Ach ja: Weil die Post streikt, kann sich natürlich auch die Zustellung bestellter Bücher verzögern. Sorry, aber dafür kann ich nüscht.
Lidl hat nach dem Spionageskandal gestern große einseitige
Anzeigen geschaltet, in denen sie die Maßnahmen damit rechtfertigen, dass sie ja nur Diebstähle durch Mitarbeiter einschränken wollten und die privaten Informationen von den Sicherheitsdiensten ohne Anweisung gesammelt wurden. Aha. Nur doof, dass die netten Bemerkungen über Tätowierungen usw. immerhin über einen längeren Zeitraum gesammelt wurden und offenbar niemand bei Lidl sagte: "Lasst den Quatsch mal raus, das interessiert uns nicht." Und noch dussliger, dass in einem Protokoll z.B. ausdrücklich steht, dass Informationen zur Privatinsolvenz einer Mitarbeiterin gesammelt werden sollten.
Daher liest sich die Lidl-Anzeige gleich nochmal so lustig, besonders die Kurzfassung im unteren Teil der Seite:

Soll heißen: "Wir hatten ein Recht zu spionieren, wir beschäftigen zu viele Langfinger. Unglaublich gierige Langfinger (mit zwielichtigem Privatleben). Unerhört gefährliche Langfinger. Aber wir respektieren unsere Langfinger. Echt. Großes Indianerehrenwort. Wir behandeln sie halt nur so wie Langfinger, fairer geht's nicht."
Der Verbraucherschutzminister Seehofer forderte wegen des Skandals übrigens öffentlich ein Arbeitnehmer-Datenschutzgesetz. Verdammt. Da ist schon jemand in der Bundesregierung und kann doch nur ohnmächtig fordern, anstatt das im Kabinett durchzudrücken. Ich habe vor Ewigkeiten im Politikunterricht mal gelernt, dass die Bundesregierung Gesetzesvorlagen zur Abstimmung einbringen kann. Das scheint sich inzwischen geändert zu haben, ich wüsste aber zu gern, wer das denn inzwischen darf.
Bald ist es soweit: In der Schweiz wird im Mai ein neuer Teilchenbeschleuniger in Betrieb genommen, der Kernphysikern erlauben soll, Zustände wie kurz nach dem Urknall nachzubilden und bisher unbekannte Teilchen zu entdecken. Allerdings will sich ein Mann dagegen wehren - und er ist Amerikaner, also der Meinung, dass sein Bezirksgericht irgendeinen Einfluss auf das Wissenschaftsprojekt in der Schweiz hätte. (Die Amis waren ja noch nie gut darin, etwas über den Rest der Welt zu wissen. Die meisten wissen nicht einmal, dass es den Rest der Welt gibt.) Walter Wagner befürchtet nämlich, dass kleine schwarze Löcher entstehen könnten, die die Erde verschlingen, oder dass besonders verrückte Teilchen die Materie um sich herum verändern und so nach und nach die Erde unbewohnbar machen. Physikalisch lässt sich keine seiner Theorien nachvollziehen, aber das juckt den angeblichen Kernphysiker nicht. Es würde mich nicht wundern, wenn einige Boulevardsendungen und Schundblätter kurz vor dem Start des Projekts noch mal Panik verbreiten, indem sie diesem Irren Platz zum Verbreiten seines Unwissens bieten.
Ein 18jähriger Neuseeländer hat sich schuldig bekannt, 1,3 Millionen Computer mit einem Wurm infiziert zu haben, um ein Botnetz aufzubauen, mit dem Angriffe auf fremde Server ausgeführt wurden. In den Knast muss der Typ aber vermutlich nicht, weil er Asperger hat (ne schwache Form des Autismus). Ich fänd's nicht in Ordnung (und ich hab zwar vermutlich kein Asperger, aber viele Symptome treffen auf mich zu, ist also nicht so, als ob ich mich nicht in die Situation reinversetzen könnte). Asperger oder nicht, der Typ wusste, was er tut, und dafür sollte er bestraft werden. Bei der Gelegenheit möchte ich auch bekannt geben: Im Falle meiner Weltherrschaft werden Leute, die Botnetze erstellen, um damit Werbespam zu verbreiten, in ungeputzten Toiletten ersäuft.
Chinesische Sportler ändern ihre Dopinggewohnheiten. Um ihr Vaterland bei den olympischen Spielen nicht zu blamieren, sind nun auch für uns eher exotische Mittelchen wie Hirschpimmel, Schildkrötenblut und Engelwurzsaft verboten. Auch Leopardenknochen und Rhinozeroshörner sind nicht mehr erlaubt, was die Frage herausfordert, wie die Chinesen jetzt ihre Erektionsstörungen bekämpfen. (Lustiger Zufall übrigens: In anderen Teilen der Welt versucht man, durch das sportliche Töten von Tieren einen kleinen Penis zu kompensieren, in China macht man ihn mit den Leichen größer und härter. Angeblich.)
In der kanadischen Stadt Guelph hatte jemand offenbar andere Probleme mit seiner Männlichkeit. Der 28jährige Jarrett Loft sprach im Park (aus Neugier, wie er sagte) nämlich sieben Frauen an und bat sie, ihm mal kräftig in die Nüsse zu treten. Eine Frau war (angeblich) so verängstigt, dass sie das auch tat, worauf er sich bedankte und verschwand. Nun wurde der Klötenkönig zu 60 Tagen Haft verurteilt. Nach dem Absitzen der Gefängnisstrafe hat er aber noch zwei Jahre auf Bewährung zu erdulden, in denen er sich nicht frei und alleine bewegen darf und auch nicht ins Internet gehen kann. Ich verstehe es nicht so ganz. Wenn sich einer nackig macht im Park, raten einige Leute betroffenen Frauen, dem Typen in die Eier zu treten und wegzurennen. Und ihr bietet einer das quasi zur Übung an, ohne sich nackig zu machen, und kommt dafür in den Knast? Verrückte Welt.
Kleiner sinnloser Fakt: Der Fluss, der durch Entenhausen fließt, heißt Gumpe. Entenhausen an der Gumpe - klingt doch großartig, ne?










