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Geschrieben am 2.2.2008 um 21:35 Uhr
Kategorie: Meine Sicht der Welt
"Arbeit macht frei" macht frei
Zum Titel des Eintrags: Mich hat's irgendwie gewurmt, dass keine Newsseite diesen Gag als Überschrift gebracht hat, als über die gefeuerte Nightloft-Moderatorin berichtet wurde. Ich fand's mal wieder übertrieben. Jemand beleidigt einen als Pädophilen, und wird dafür lediglich beurlaubt. Aber wenn jemand "Arbeit macht frei" sagt, wird er dem Arbeitsmarkt wieder zugeführt (und hat halt frei). Irgendwie fehlt mir da die Verhältnismäßigkeit.
Nachtrag dazu: Klick mich!
Und wie zu jeder Staffel motzen die Jugendschutznazis über Dieter Bohlens Sprüche bei DSDS. Klar sagt er manchmal harte Sachen, aber er hat meistens absolut Recht, und nach vier Staffeln weiß ja nun wirklich jeder, worauf er sich einlässt. Und wenn ein Typ schon vor dem Singen hyperventiliert und von Bohlen sogar noch gefragt wird, ob er gleich kollabiert, kann man's später nicht auf die gemeinen Sprüche von Bohlen schieben, wenn der Typ dann wirklich zusammenbricht. Und ich kann auch (trotz aller Antipathie gegenüber Bohlens Musik) nicht mehr hören, dass Bohlen nicht singen kann. Ob er singen kann, ist in der Jury-Funktion absolut unerheblich. Ein Filmkritiker muss schließlich auch keine eigenen Filme drehen, um Filme kritisieren zu können (wäre schlimm für mich, dann müsste ich mit "Klopfer lästert" aufhören).
Wo ich grad auf Spiegel Online verlinkt habe: Was hätten die wohl gemacht, wenn Microsoft nicht Yahoo kaufen wollte? Zunächst natürlich nicht das dusslige "Microhoo" bis zur Vergasung benutzt. Und die Schreiberlinge hätten wohl viel mehr Freizeit gehabt, denn SPON hat die Seite mit nicht weniger als 10 Artikeln vollgemüllt, von denen die meisten gar keinen Informationsgehalt hatten, der über "die Fusion könnte klappen, wird aber schwer, allerdings hat MS ja genug Geld, und Google wird sich warm anziehen müssen, aber es könnte auch schiefgehen, und dann würde Google sich freuen" hinausging. Dass SPON sowieso ein Problem hat, haben wir ja schon gemerkt, als sie Lady Bitch Ray einen Text über Jugendgewalt haben schreiben lassen. Mensch, liebe Spiegel-Leute, ich schreib gern was für euch, aber da müsst ihr einfach nur fragen, anstatt euch so zu erniedrigen.
Wer vor Gericht landet, der tut vielleicht ganz gut daran, sich eine Ausrede zuzulegen. Zum Beispiel so eine wie die von Ernest Simmons, der in Florida wegen versuchten Mordes vor Gericht stand, weil er zwei Deputies elf Mal mit zwei verschiedenen Waffen angeschossen hatte. Seine Begründung für den unglücklichen Kugelhagel: Es war nur ein Versehen, ein abgefahrener Unfall. Unerklärlicherweise glaubte ihm keiner, und er wurde schuldig gesprochen. Vermutlich weil er schwarz ist. Seine Erklärung war ja nun wirklich sensationell plausibel.
Botschafter haben offenbar viel zu viel Freizeit, zumindest die mexikanischen (gut, gibt ja auch nicht viele Mexikaner hier). Die Plattenfirma von Mallorca-Krawalltüte Mickie Krause hat einen empörten Brief des mexikanischen Botschafters bekommen, der sich vom neuen Lied "Finger im Po, Mexiko" offenbar schwer beleidigt fühlte. Ich bin gespannt, wann Disney gegen den Abzählreim über die ums Rathaus laufende Minnie Maus einschreitet.
Der Murmeltiertag ist seit dem Film mit Bill Murray weltbekannt. Heute war es wieder soweit, und Punxsutawney Phil hat weitere sechs Wochen Winter vorhergesehen. Dummerweise sind die meisten seiner Murmeltierkollegen nicht seiner Meinung: Nur West Indies Wilbur glaubt an einen langen Winter, Balzac Billy, Jimmy the Groundhog, Sir Walter Wally, Wiarton Willie, General Beauregard Lee, Malverne Mel, Shubenacadie Sam und Staten Island Chuck plädieren für einen frühen Ausbruch des Frühlings. Tja, sind halt auch nur dicke, doofe Hörnchen.
Kleiner sinnloser Fakt: "Und täglich grüßt das Murmeltier" wurde nicht in Punxsutawney gefilmt, sondern in Woodstock, Illinois. Bis heute wird am 2. Februar den Dreharbeiten gedacht, inzwischen besitzt man sogar ein eigenes Murmeltier (Woodstock Willie) und macht seine eigenen Vorhersagen.
Geschrieben am 1.2.2008 um 20:06 Uhr
Kategorie: Lästereien
Ottfried Fischers Parkinson
Die Nachricht von der Parkinson-Erkrankung bei Ottfried Fischer hat mir gezeigt, was für ein böser Mensch ich bin. Mein erster Gedanke war: "Dann sieht er im Fernsehen wenigstens nicht mehr aus wie ein fleischgewordenes Standbild."
Ich komme in die Hölle...
Geschrieben am 1.2.2008 um 12:14 Uhr
Kategorie: Gemotze
Kurze Motzerei
Die Gewerkschaft Verdi gibt sich hoffentlich nicht der Illusion hin, mit den Streiks der BVG in Berlin große Sympathien in der Öffentlichkeit zu gewinnen.
Zunächst mal ist es extrem beschissen, so einen Streik mit einer Vorlaufzeit von nur wenigen Stunden anzukündigen, sodass sich die betroffenen Berliner kaum vorbereiten können. Und dann sind Forderungen nach Gehaltserhöhungen um 12% wohl für ein sowieso immer in den roten Zahlen operierendes Nahverkehrsunternehmen so illusorisch, dass ich schwersten Drogenmissbrauch in der Gewerkschaftszentrale vermute.
Geschrieben am 30.1.2008 um 18:58 Uhr
Kategorie: Meine Sicht der Welt
Rotz o_o
Dieser Eintrag wird von einem kranken Klopfer geschrieben. Seid nachsichtig. Eigentlich wollte ich heut nen Stapel Bücher an Besteller rausschicken, aber irgendwie hätte ich kein gutes Gefühl dabei, mit akutem Schnupfen die Bücher zu signieren und neben schönen Worten und einem schmucken Stempelabdruck auch noch meine Bazillen zu versenden.
Ihr erinnert euch bestimmt nicht mehr an diesen Teleshop-Typen, der behauptete, sein PC wäre in drei Jahren immer noch aktuell, ganz anders als ein teurer PC. Ratet mal: Den gibt's immer noch. Ich glaub, es war im RTL-Shop, wo er nachts zusammen mit einem anderen Typen versuchte, ein Notebook zu verkaufen. Und dabei wagte er wieder den Blick in die Kristallkugel: "Wenn Sie dieses Notebook kaufen, haben Sie in zwei Jahren immer noch das schnellste Notebook in der Nachbarschaft!" Ob sein Arbeitgeber von diesen Aussagen auch so begeistert ist?
Aber bei QVC (glaub ich) habe ich gestern auch eine Schrulle gesehen, die irgendein Putzmittel verkaufte und darüber sagte, es wäre "lebensmittelunbedenklich", wenn man Töpfe und Grills damit säubert. Ich denke, wir verstehen alle, was sie damit sagen wollte. Nichtsdestotrotz sprach sie: "Lebensmittelunbedenklich? Sie denken sich jetzt sicher: 'Was ist das denn nun wieder für ein Fremdwort?'" Ja, genau. Das Wort Lebensmittel ist sowas von fremd, es wird an Fremdartigkeit nur noch von dem kaum bekannten Fremdwort "unbedenklich" übertroffen. Und dann auch noch diese für das Deutsche absolut unübliche Praxis, Wörter zusammenzusetzen. Manchmal muss ich weinen, wenn ich daran denke, dass solche Leute tatsächlich für ihr blödes Gequatsche bezahlt werden.
Viele Leute mögen Asiatinnen und kaufen sie sich gern aus dem Katalog für Hausputz und Fellatio. Allerdings ist das wohl kaum ein Grund für Frauen anderer ethnischer Herkunft, sich mit aller Macht auf asiatisch zu trimmen. Ein brasilianisches Model geht besonders extreme Wege: Sie will sich Nylonfäden in die Augenlider implantieren lassen, um japanischer auszusehen. Damit will sie an der Spitze ihrer Sambagruppe den 100 Jahrestag japanischer Einwanderung in Brasilien feiern. Angela Bismarchi hat bereits 42 Schönheitsoperationen hinter sich, außerdem ist sie bereits zum zweiten Mal mit einem plastischen Chirurgen verheiratet. Hoffentlich geht sie nicht den Weg der Jocelyn Wildenstein.
Wer im Arbeitsleben steht, der kennt die Angst vor Entlassungen. Dennoch sollte man nicht gleich seine Handyfabrik beim ersten Auftauchen von Entlassungsgerüchten anzünden. Vielleicht ist alles nur ein Missverständnis (allerdings nicht bei Handyfabriken...). Eine Angestellte aus Jacksonville in Florida hat diese Lektion sehr teuer gelernt. Sie arbeitete in einem Architekturbüro und las eines Tages eine Anzeige mit einem Berufsprofil, welches verdächtig nach ihrem eigenen aussah. Prompt war sie davon überzeugt, kurz vor der Kündigung zu stehen. Um sich für die bevorstehende Entlassung zu rächen, schlich sie sich an einem Sonntag ins Büro und löschte dort sämtliche Dokumente der letzten sieben Jahre. Geschätzter Wert: 2,5 Millionen Dollar. Nach ihrer Verhaftung stellte sich heraus, dass sie gar nicht gefeuert werden sollte. Die Anzeige sollte lediglich eine freie Stelle im Geschäft der Ehefrau des Chefs füllen. Aber auch der Chef hat gelernt: Von nun an werden wohl regelmäßig Backups gemacht.
Woah... Wenn man vom Teufel spricht: Eben hat meine Mutter das Licht angeknipst, und nach einem kurzen Knall einer Glühlampe hat's die Sicherung rausgehauen. Zum Glück hatte ich den Eintrag gespeichert. Und wenn ich mir die kaputte Glühlampe so angucke, hatte ich auch noch Glück, dass es nur das Innenleben zerbröselt hat und es keine Glassplitter auf mich regnete. O_o
Internationale Spezialitätenrestaurants feiern ja generell seit vielen Jahren Erfolge, lediglich der afrikanische Kontinent ist in dieser Hinsicht zumindest in Deutschland bisher kaum vertreten. In Großbritannien ist das anders. Allerdings dürften einige Londoner Restaurants in den nächsten Wochen leichte Probleme mit dem Nachschub haben. Der britische Zoll hat nämlich den Schmuggel von 340 Kilogramm kopfloser Rattenleichen unterbunden, die an diese Fresstempel gehen sollten. Um den Geschmack der Tierchen zu verbessern, waren sie sogar geräuchert worden, allerdings mögen die britischen Behörden ungekühltes und illegal eingeführtes Rattenfleisch nicht, weil sie Angst vor eingeschleppten Krankheiten haben. Ich bleib dann doch lieber bei Bratwürsten. Und ich will NICHT hören, was da alles drin ist.
Solarenergie ist toll. Für Solarparks sollte man ganze Wälder abholzen. Ist schließlich für die Umwelt. Dummer Vorschlag? Stimmt, aber in Kalifornien nicht. In San Jose soll ein Ehepaar dazu gezwungen werden, Bäume in ihrem Garten abzuholzen, die Schatten auf die Solarpanele des Nachbarn werfen. Die Bäume wurden zwischen 1997 und 1999 gepflanzt, der Nachbar installierte seine Solaranlage im Jahr 2001. Trotzdem sollen die Bäume verlieren, denn ein obskures Gesetz fordert den Tod aller nach 1979 gepflanzten Bäume, die mit ihren Schatten zu bestimmten Tageszeiten mehr als 10 Prozent von Solarpanelen verdecken. Das Pärchen geht seit Jahren gerichtlich gegen die Anordnung vor und hofft, dass das Gesetz irgendwann gekippt wird. Auch Wale brauchen Bäume! (Ich wette, keiner weiß, woher dieser Spruch kommt...)
Kleiner sinnloser Fakt: Der Berliner Funkturm steht auf Porzellan.
PS: Gerade wurde bei den Sat.1-News eine als Bericht getarnte Schleichwerbung für ein Lied über Eisbärenmädchen Flocke gebracht. Widerlich. Gut hat mir gefallen, dass die Nachrichtensprecherin selbst eine deutliche Abscheu zum Ausdruck brachte und sich die Ohren zuhielt. Wäre nur schön gewesen, wenn die Redaktion sich geweigert hätte, den Mist überhaupt zu bringen.
Geschrieben am 25.1.2008 um 1:00 Uhr
Kategorie: Belanglose Gedanken
Olle Kamellen
Ich hab mich grad dran erinnert, dass ich ja noch die Uraltkolumne (bzw. das, was davon geschrieben wurde) posten wollte. Dann mach ich das doch mal, damit ich den Zettel wegschmeißen kann. Wie gesagt, seid nachsichtig, das Ding ist neun Jahre alt oder so und ich war damals noch ein dummer Teenager, ganz anders als heutzutage. Heute bin ich ein dummer Twen.
Im Leben vieler Liebespaare (idealerweise bestehend aus Männlein und Weiblein) wird im Laufe der Zeit der absurde Wunsch nach einem Stammhalter oder einer Stammhalterin wach, im Volksmund auch Baby oder Kind genannt, wenn man mir diese saloppe Ausdrucksweise verzeiht. So gewinnen die körperlichen und durchaus vergnüglichen Aktivitäten zwischen zwei Personen schlagartig an Sinn und und Rechtfertigung, und so wird unter Absetzung sämtlicher Verhütungsmittel die Biologie herausgefordert.
Sollten die Befruchtungsversuche erfolgreich sein, so ist die gesamte Umwelt zu spontanen Freudenausbrüchen verpflichtet. Während der Mittagspause sammeln Möchtegern-Rot-Kreuz-Aktivisten im Büro für den angehenden Erdenbürger, und um nicht als Arschloch zu gelten, wirft man freundlich lächelnd das erwartete Zweieinhalbfache des Monatsgehaltes in den dargebotenen Hut, anstatt seinen Instinkten nachzugeben und beim Kramen im Portemonnaie zu fragen, ob vielleicht einer ein Zweipfennigstück kleinmachen könnte. (Man merkt, das war weit vor der Euro-Einführung 2002.) Immerhin wird man im Allgemeinen nach dieser Opfergabe nur wenig belästigt, wenn man einmal von den enervierenden Töpfchengeschichten und verwackelten Babyfotos absieht, die bald nach dem Schlüpfen die Runde machen. Anders sieht die Sache aus, wenn man die werten Erzeuger jungen Lebens zu "Freunden" hat (auch, wenn sie nur deshalb Freunde sind, weil man grad pinkeln war, als die guten Kumpel verteilt wurden). Schon das rituelle Zelebrieren sämtlicher Premieren im Leben des Kindes (erster Rülpser, erster Pips, erstes Mal besoffen im Rinnstein) kann einen geistig gesunden Menschen in den Wahnsinn treiben. Leider glauben stolze Eltern, man habe am Halten des Babys auf dem [Arm dieselbe Freude wie seinerzeit der Führer oder sie selbst, obwohl man nur stumm betet, dass der Durchfall nicht über den Windelrand schwappt und die Sonntagskleidung beschmutzt].
Der Teil in eckigen Klammern steht nicht auf dem Blatt und wurde von mir aus der Erinnerung rekonstruiert, der Text endet mitten im Satz. Ich würde inzwischen viele Sachen anders schreiben, und das Thema selbst find ich nun auch nicht mehr so ergiebig. Nun ja, man lernt halt.
Apropos Lernen: Momentan liegen noch 63 Exemplare von "Böses Hasi!" bei mir, und die möchten gerne verkauft werden. Wer also ein signiertes Exemplar haben will und das auch bezahlen kann, der ordere bitte hier. Wer das Buch schon hat (und trotz aller guten Argumente kein zweites Exemplar möchte), der mag vielleicht auf Amazon oder ähnlichen Seiten Rezensionen zum Buch schreiben. Ich lese so gerne Lob.

Ich hab übrigens beschlossen, nach dem nächsten KW-Update einige meiner Community-Pläne für meine Animestreet umzusetzen, und irgendwie freue ich mich richtig auf die anstehenden Programmierabende. Vielleicht wird Animestreet dann auch wieder etwas belebter, was ich mir sehr wünschen würde. Die Seite sieht gut aus, ist schön artig und billiger im Unterhalt als Klopfers Web, steht aber immer ein wenig im Hintergrund.
Kleiner sinnloser Fakt: Turkmenistan wurde zwischen 1992 und 2006 von Saparmyrat Nyýazow regiert, welcher einen unheimlichen Personenkult um sich aufbaute und sich Türkmenbasy nannte (Führer der Türkmenen). Er benannte nicht nur die Monate und Wochentage um, sondern bestimmte auch, dass jeder Erwachsene am Sonntag sein Buch Ruhnama lesen müsste. Für den Erwerb des Führerscheins und zur Studienzulassung (egal für welches Fach) mussten Kenntnisse zu diesem Buch nachgewiesen werden. Eine hervorragende Idee für "Böses Hasi!".
Geschrieben am 21.1.2008 um 12:14 Uhr
Kategorie: Lästereien
Muhahaha
Warum hab ich heute morgen meine Haare nach dem Waschen geföhnt, wenn es dann eigentlich doch regnet?
Aber wenigstens hab ich Grund zum Lachen: Börsencrash an der Deutschen Börse.
Gerade die Finanzunternehmen haben unter großen Kursrutschen zu leiden, und die ganzen Aktienaffen scheißen sich vor Angst in die Hose. ^^ Da muss ich einfach nochmal auf www.schneller-reichtum.de hinweisen. Vielleicht lernen die ganzen Wirtschaftler endlich daraus.
Geschrieben am 19.1.2008 um 10:57 Uhr
Kategorie: Schamlose Werbung
Linksammlung
Ich lade nur mal grad ein paar Links ab.
Flash-Demo zum 4. Teil der Ace-Attorney-Reihe für den Nintendo DS
September
Noch mehr in der Art
Wundervolle Filmanalyse von "2Girls1Cup" (NSFW)
Das super-spannende Bibliotheksspiel (besonders grausam ab Level 3)
Wie viele Fünfjährige könntest du vermöbeln?
Wasserstoffatom maßstabsgetreu (Achtung, über 17 Kilometer breit)
I4U Gadget Models
Geschrieben am 15.1.2008 um 22:29 Uhr
Kategorie: Meine Sicht der Welt
Armer Kopp
Heute hat meine Mutter Geburtstag, dummerweise konnte ich ihr nur ein kleines Geschenk besorgen. Bestellt mal mehr Bücher, Jungs und Mädels!
(Und bezahlt sie auch... *hüstel* )
Heute war aber auch Kopfschmerztag, und am Nachmittag auch "Unwohlsein im Magen"-Tag. Gesundheitlich geht's mit mir also langsam zu Ende, hab ich das Gefühl. Passend dazu auch das Bild rechts.
Heute war der erste Tag der Wahlen zum Studierendenparlament der HU-Berlin. Die Linken des SDS (Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband) scheinen aber besondere Vorstellungen vom Einfluss des StuPas der ältesten Berliner Uni zu haben. Auf ihren Wahlplakaten, die sie bei uns im Institut überall hingeklebt haben, werden z.B. die Abwicklung der Bundeswehr und ein Ende des Sozialabbaus als ihre Ziele verkündet. Donnerwetter. Ich wusste nicht, dass unser Verteidigungsminister Jung regelmäßig beim Berliner Studentenparlament anfragt, ob er die Bundeswehr behalten darf. Und auch die Diskussion im Kabinett kann ich mir schwer vorstellen, bei der Arbeits- und Sozialminister Scholz eine Rentensenkung anregt und dann gesagt bekommt: "Nee, tut uns Leid, Olaf, aber die Linken im Studentenparlament wollen das nicht." - "Oh, okay, dann geht's natürlich nicht." Ich denke, wenn man sich im universitären Umfeld politisch betätigen will, sollte man sich doch vom Anspruch verabschieden, gleich die Welt ändern zu wollen, und lieber kleinere, realistischere Brötchen backen. Ich würde jedenfalls auch keinen deutschen Bürgermeister wählen, der den Kampf gegen die Korruption im Kongo auf seine Fahnen geschrieben hat.
Nokia tut was für die deutsche CO2-Bilanz und macht seine deutsche Handyfabrik dicht, weil die Leute in Osteuropa viel billiger arbeiten und so. Ich hab mich ja besonders über die Leute im Heise-Forum amüsiert, die nun einen Boykott von Nokia-Produkten fordern. Herrlich - bestrafen wir den Handyhersteller, der seine Produktion aus Deutschland abzieht, indem wir nur noch Handys von den Firmen kaufen, die noch nie in Deutschland produziert haben. Das nenne ich mal Logik. Ich benutze nun seit 2006 kein Nokia-Handy mehr, weil ich ja ein Smartphone chinesischer Herkunft habe (und dafür auch einiges bezahlen musste), aber ich hab den Kauf ja auch nicht von der Firmenpolitik abhängig gemacht.
Die Trockenheit in Kalifornien bringt so einiges ans Licht. In erster Linie Autos, die vor Jahren in Seen versenkt wurden und nun aufgrund sinkender Wasserstände wieder zum Vorschein kommen. Der See Oroville hat nun 15 Fahrzeuge und ein Boot preis gegeben, 7 Autos sind als gestohlen gemeldet. Manche Autos können wohl mit vertretbarem Aufwand nicht mehr aus dem Schlamm befreit werden. Ich frage mich aber, wie viele Leute ihre Autos absichtlich im See versenkt haben und sie dann als gestohlen meldeten, um die Versicherung zu bescheißen. 
Bei Big Brother regt man sich offenbar auf, weil einer der Inhaftierten einen Kinder-Sexwitz gemacht hat (ich kenn da auch sooo gute!
), in Großbritannien passt man die Realität wohl nach und nach an solche Witze an. Dort ist ein Mädchen offenbar schon mit drei Jahren in die Pubertät gekommen, rasierte sich mit fünf Jahren die Beine und terrorisiert seine Umwelt offenbar nun als Neunjährige mit Wutanfällen. Mir tut das Mädchen ja Leid. Wenn's Abi macht, wird es extreme Schwierigkeiten mit den Wechseljahren haben.
Weil's grad passt: Unterstützt halbnackte Schüler(innen)! Die Leute von Jugendschutz.net gucken aber lieber weg, sonst ärgern sie sich schwarz, weil sie da nicht motzen dürfen.
Der Film "Keinohrhasen" mit Til Schweiger ist momentan ja Anlass zu Diskussionen, weil die FSK-Freigabe ab 6 Jahren erteilt wurde, obwohl Wörter wie "ficken" und "blasen" darin vorkommen. (Herrlich übrigens im Bild-Artikel das Zitat: "Mein Sohn (12) und meine Tochter (9) wollten am Ende erklärt haben, was 'einen blasen' bedeutet." Mit 12 sollte man eigentlich schon eine gewisse Idee haben, was 'blasen' sein könnte, zumindest wenn man nicht in einem Kuhkaff aufwächst.) Mich hat eher die FSK-Freigabe eines ganz anderen Films erstaunt. "Frauenarzt Dr. Prätorius" von Curt Goetz ist 1950 erschienen und wird auch immer mal wieder im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt (ein recht amüsanter, geruhsamer Streifen). Ich hab den Film auf DVD als Geburtstagsgeschenk für meine Mutter gekauft und war sehr erstaunt über die Freigabe ab 16 Jahren - dabei kommt nicht mal das Wort "ficken" vor. Dafür (für die 50er Jahre provokante) Themen wie Abtreibungen, Todesstrafe und die "Mikrobe der menschlichen Dummheit". Wenn's ne FSK-Freigabe gibt, die dringend geändert werden sollte, dann wohl die.
Kleiner sinnloser Fakt: China umfasst geographisch zwar fünf Zeitzonen, offiziell und praktisch wird aber nur eine Zeitzone benutzt. Daher ist uns in Mitteleuropa jede Stadt in China und Taiwan unabhängig von ihrer Lage sieben Stunden voraus (sechs Stunden, wenn wir Sommerzeit haben).
Geschrieben am 15.1.2008 um 15:01 Uhr
Kategorie: Belanglose Gedanken
Gedankenstrom
Irgendeine Sau hat auf meine Uhr geniest, wenn ich die Flecken richtig deute. Allerdings weiß ich nicht wer, da meines Wissens keiner in meiner Nähe war. Allerdings erinnere ich mich gerade, dass ich gestern geniest habe. Schlussfolgerung: Als ich gestern nieste, muss sich ein skrupelloser Schurke in mein Zimmer geschlichen haben, während ich von meinem eigenen Nieser verwirrt war, und verteilte dann seinen Rotz auf meinem Chronometer. Eine Schweinewelt ist das.
Straßenbahnen ermöglichen tolle Beobachtungen. Beispiel: ahnungslose Hobby-Fremdenführer. Ein Kerl stammte offear nicht aus Berlin, erzählte seiner alten Mama aber dauernd was über die Stadt, wobei er gelegentlich eine einheimische Bekannte nach dem weiteren Verlauf der Fahrt fragte, ansonsten aber total falsche Sachen über Berlin von sich gab. "Die mussten direkt neben die Weltzeituhr ja unbedingt ein dummes Gebäude stellen. Dumme Berliner." Genau. Das Haus wurde in der Weimarer Republik gebaut, die Weltzeituhr zu DDR-Zeiten. Dumme Vorkriegsberliner.
Ich sitze in der Uni. Links neben mir quasseln zwei Erbfeinde ununterbrochen in ihrem romanischen Idiom, rechts neben mir sitzt ein Gothpunk, der sein Bein an mir reibt. Hilfe.
Die Luft ist stickig. Leider liegen keine Steine auf dem Boden, mit denen ich ein Fenster einwerfen könnte. Notiz: Zukünftige Hörsäle mit Steinen ausstatten, um bei Bedarf das Raumklima zu verbessern.
Raumklima ist ein interessantes Wort. Klimaforscher weisen darauf hin, dass Klima und Wetter verschiedene Dinge sind. Wenn ich also ein Fenster einschmeiße, ändere ich dann das Raumklima oder das Raumwetter? Und gibt es das Wort Raumwetter überhaupt? Und wenn nicht, warum hat man zuerst das Wort Cerealien erfunden und nicht eher das Wort Raumwetter (oder Plüschmöse, wenn wir schon mal dabei sind, wobei Plüschmösen durch Steinwürfe vermutlich nicht besser werden)?
Durst. Ein Hörsaal ist eigentlich nicht viel anders als eine Wüste, wenn man von den vielen Menschen sowie architektonischen, geografischen und meteorologischen Gesichtspunkten absieht. Jedenfalls kann man an beiden Orten Durst haben und schwitzen. Und es regnet an beiden Orten nicht. In einer Wüste hampelt aber kein Gothpunk neben einem herum und reibt seine Beine an unschuldigen Klopfern.
Das Tippen auf dem PDA strengt ganz schön an. Heute abend gibt es aber nen normalen Eintrag.
Geschrieben am 13.1.2008 um 0:38 Uhr
Kategorie: Meine Sicht der Welt
Scheibenkleister
Der Umzug ist ja nun zwei Monate her. Damals haben wir einen Schrank gekauft, den wir zusammenbauen mussten. Der Schrank sollte zwei Türen mit Glasscheiben haben. Beim damaligen Zusammenbau gab es Probleme, weil die Scheiben fehlten und zwei linke Türen geliefert worden waren. Okay, reklamiert. Irgendwann kam ein großes Paket, in dem laut Aufkleber eine Tür und zwei Scheiben drin sein sollten. Tatsächlich waren zwei Türen und eine Scheibe drin. Gut, wieder reklamiert. Nach Weihnachten kam dann ein Paket mit der fehlenden Scheibe, allerdings hatten wir im Feiertagsstress kaum Gelegenheit, einmal reinzuschauen, ob das denn stimmte. Vor ein paar Tagen wollte ich dann die Schranktüren endlich zusammenbauen. Ich hab schön die Holzteile zusammengezimmert, Löcher vorgebohrt, die Scharniere festgeschraubt - ich war richtig stolz auf meine handwerklichen Fähigkeiten. *hüstel* Dann die erste Scheibe rausgeholt, die zweite Scheibe rausgeholt... Moment... kann das richtig sein, wenn die Scheiben zweier eigentlich nur spiegelverkehrten Türen einen Höhenunterschied von über 5 Zentimetern haben? Ein weiterer Blick bestätigte dann, dass eine der Scheiben gar nicht zu dem Schrank gehörte. *seufz*
Falls es übrigens jemand wissen will: Ich gucke "Ich bin ein Star, holt mich hier raus". Ich find's lustig und auch recht spannend, anders als Big Brother oder so ein Mist. Und die Kommentare von Sonja und Dirk sind toll, so. Unterschichtenfernsehen juchhe!
(Ich weiß nicht, ob wieder einer der Kandiaten Hoden fressen muss, aber ich würde zumindest nicht ablehnen, wenn Lisa Bund meine sanft leckte.)
Die britische Regierung hat eine Petition abgelehnt, in der darum gebeten wurde, die Haltung von Elefanten als Haustiere zu erlauben. Die Initiative ging von einem 12jährigen aus und betonte, wie viel gerade Kinder über Elefanten lernen könnten, wenn sie diese als Haustiere halten dürften. Trotz der 655 gesammelten Stimmen meint die britische Regierung, dass Elefanten nicht artgerecht in Privathäusern gehalten werden könnten und darüber hinaus gefährlich wären. Ich bin gespannt, wie viele Eltern schon in gespannter Erwartung Elefanten besorgt haben und sie nun im Tierheim abgeben müssen. Spielverderber.
Die Eltern der vermissten Madeleine McCann sind schockiert, schockiert, sage ich, weil eine englische Doppelgängeragentur nach Doubles für Maddie sucht. Klar, kann ja auch nicht angehen, dass man aus diesem Vermisstenfall Profit schlägt. Der Anlass für diese Suche ist übrigens, dass die McCanns über eine Verfilmung verhandeln und nebenbei auch ein Buch veröffentlichen wollen. Ich zitiere mal Jesus, denn schöner kann man's wohl nicht sagen: "Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, doch den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr?"
Apropos Jesus: In England regt sich eine christliche Gruppe über eine Jesus-Statue in einer Ausstellung in Gateshead auf, weil der Heiland dort mit einer enormen Erektion dargestellt wird. Und damit meine ich eine Runke von epischen Ausmaßen. (Bild in der Quelle) Ich kann die Aufregung nicht nachvollziehen. Da wird endlich mal ein konkreter Grund zum Anbeten gezeigt. "Jesus Christus, Sohn Gottes, König der Juden, der gute Hirte und Träger der großen Fleischlanze" - das klingt doch nach etwas.
Die oberste Merkelin hat zur Mäßigung aufgerufen. Also die SPD, die mit der Kritik gegen den ziemlich angebräunten Roland Koch ungeahnte Chuzpe bewiesen hat. Die Leute in der eigenen Partei würde die Merkel nie zur Mäßigung aufrufen, weil sie Schiss hat, dass diese ihr dann das Messer ins Kreuz rammen und sie absetzen. Jedenfalls war ich besonders beeindruckt davon, dass der Struck auf Anfrage nach Entschuldigung nur meinte: "Die CDU kann mich mal." Ich hätte nie gedacht, dass jemand in der SPD nochmal seine verdammten Eier entdeckt. Leider befürchte ich, dass man am Ende doch wieder einknickt, so wie immer.
Kleine Anmerkung zu den "Terrorwarnungen" in Berlin: Ignoriert die einfach. Kennen wir doch von den Bombendrohungen aus der Schulzeit. Vermutlich will jemand einfach am Montag nicht zur Sitzung ins Justizministerium. Ach ja, der nächste Journalist, der die Phrase "Deutschland ist im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus" benutzt, sollte öffentlich ausgepeitscht werden. Gebt euch wenigstens Mühe beim Schreiben und reiht nicht einfach abgedroschene Wortgruppen aneinander.
Kleiner sinnloser Fakt: Der sonnennächste Stern ist Proxima Centauri in etwa 4,2 Lichtjahren Entfernung. Allerdings wird der kleine Stern Gliese 710 in etwa 1,4 Millionen Jahren in nur 1,1 Lichtjahren Entfernung an der Sonne vorbeifliegen und dabei die Oortsche Wolke durchqueren, die als Quelle vieler unserer Kometen gilt. Momentan ist Gliese 710 noch 63 Lichtjahre entfernt.










