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© 2015 Christian Schmidt

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Geschrieben am
Kategorie: Lästereien

Hallo, liebe Kinder! Seid ihr alle da?
Ich höre euch nicht!
Gut, das ist prinzipbedingt, also könnt ihr auch aufhören, euren Computermonitor anzubrüllen; die Leute glauben sonst, ihr wärt auf Drogen.

Für manche von euch sind Pixi-Bücher sicherlich der Inbegriff für kindgerechte Literatur. Nicht für mich, ich bin in der DDR aufgewachsen und hatte keinen Zugang zur kapitalistischen Schundliteratur, die der Indoktrinierung des deutschen Nachwuchs mit imperialistisch gefärbten Ideen von der Dominanz amerikanischer Banker, Kriegstreiber und Ausbeuter der Arbeiterklasse diente. *lufthol* Oder so. (So einige Leute in der DDR hatten eine recht blühende Fantasie, was den Subtext diverser Westmedien für Kinder anging. Ich kann mich erinnern, dass eine meiner Lehrerinnen mal empört in einer Folge "Hallo Spencer" eine Allegorie auf die deutsch-deutsche Teilung zu erkennen glaubte, wobei die angebliche Personifizierung der DDR als besonders gefährlich dargestellt wurde, zweifellos nur, um in den westdeutschen Kindern eine Angst vor dem in Bälde bevorstehenden Sieg des Sozialismus zu schüren.)

Pixi-Bücher gibt es jedenfalls immer noch. Und man kann sie sogar kaufen! Und damit meine ich nicht nur, dass man beim Buchhändler seines Vertrauens ein Exemplar gegen bare Münze eintauschen kann; wer genug Geld auf den Tisch legt, darf sich sogar sein eigenes Pixi-Buch machen lassen. Die Deutsche Bahn tat dies im Jahr 2004 mit dem Öko-Thriller "Oli hilft Prima und Klima".

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Prima und Klima sind die Pinguine auf dem Cover. (Motzi und Fotzi hatten gerade keine Zeit.) Sie leben am Südpol, was für Pinguine zugegebenermaßen nicht ganz ungewöhnlich ist. Jedenfalls ist ihnen warm. Das ist wiederum relativ unüblich. Also beschweren sie sich telefonisch in Deutschland bei ihrem "Freund" Oli. Gut, sie hätten auch bei den Chinesen anrufen können, die blasen mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre, aber erstens können sie wohl kein Chinesisch und zweitens würden die Gelben sie vermutlich einfach essen. Oli jedenfalls lädt das Federvieh prompt zu sich ein, als wenn wir nicht schon genug Probleme mit der Integration von Immigranten hätten.

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Wenn ihnen am Südpol schon warm ist, werden sie bei uns verdampfen.

Pinguine haben ja bekanntlich keine reguläre Möglichkeit der Einreise in die EU, weil sie unsere Zukunft ruiniert haben. Also springen Prima und Klima auf eine winzige Eisscholle, um sich an die deutsche Küste treiben zu lassen.

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Ach, Klima, die alte Witzesau. Immer am Scherzen, immer vergeblich. facepalm.gif

Wenn die mit dem Eiswürfel bis an die deutsche Küste gekommen sind, scheint es mit der globalen Erwärmung ja doch nicht so schlimm zu stehen. Ich weiß allerdings nicht einmal, wo diese Küste sein soll, denn offenbar ist die nächste Stadt Berlin, die sich im Wesentlichen dadurch auszeichnet, dass sie nicht am Meer liegt und keine Flughäfen bauen kann.

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Der Schaffner der Deutschen Bahn ist natürlich sehr unrealistisch dargestellt; normalerweise müsste er den Bengel allein an irgendeiner Milchrampe mitten in der Walachei absetzen, weil Oli keinen Fahrschein hat. Stattdessen freut er sich vermutlich über seine allmorgendlichen Pillen, weil die ihm inzwischen anscheinend schon so lustige Halluzinationen über Pinguine in der Bahn bescheren.

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Nach der Fahrt ist den Pinguinen natürlich sehr warm, weil in deutschen Zügen die Klimaanlage genau dann den Geist aufgibt, wenn es warm genug ist, um sich eine Klimaanlage zu wünschen. Also setzen sie sich erst mal in den Kühlschrank eines Eisverkäufers am Bahnhof, bis Klima seine Kumpanen wegen der Energieverschwendung rügt.

Bei Oli wird kräftig gehirnstürmt, wie man die Leute in Deutschland nun endlich dazu bringen könnte, weniger Energie zu verbrauchen, weil wir allein für den warmen Südpol verantwortlich sind. (Oder aber wir sind das einzige Fleckchen auf der Erde, bei der die Benutzung von Zügen der DB möglich ist, um den ökologischen Fußabdruck zu verringern.) Da sprechende Pinguine in Deutschland natürlich einfach keinerlei mediale Aufmerksamkeit bekommen würden, werden Auftritte im Zirkus und im Fernsehen ebenso abgebügelt wie das umweltverschmutzende Verteilen von Flugblättern. Also backt man kleinere Brötchen: Oli will auf den Spielplatz!

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Kinderfreundliches Deutschland: Um auf den nächsten Spielplatz zu kommen,
muss man entweder mit dem Auto fahren oder mit der S-Bahn.
Wenn die S-Bahn denn überhaupt fährt. rolleyes.gif

Ich bezweifle ein wenig, dass Eltern gerne das tun werden, was irgendein dahergelaufener Südländer im Frack ihren Kindern auf dem Spielplatz erzählt hat, aber ich bin ja auch ein unverbesserlicher Zyniker.

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Bei der bemerkenswerten ethnischen Vielfalt der Kinder stellt sich besagter Zyniker die Frage, warum Oli, Prolli und Kolli eigentlich auf den Spielplatz eines Asylantenheims gegangen sind; schließlich kriegt man als Asylbewerber ja nicht genug, um irgendwas davon zu verschwenden. Nicht mal Energie. Aber egal, die Großföten verstreuen sich in alle Winde, um ihren Eltern die Rettung der Pinguine aufzubürden. Der Anblick des Plans von Prima und Klima weckt in mir allerdings gewisse Zweifel, ob man sich damit dem Abschmelzen der Pole tatsächlich wirksam entgegen stemmt.

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Einige Wochen später schneit es. Und obwohl Oli noch kurze Zeit zuvor mit T-Shirt am Strand herumgelaufen ist, findet er das gar nicht komisch, weil es doch Winter ist. Und plötzlich schlägt der Blitz der Erkenntnis beim Leser ein. Woher kennt Oli Pinguine vom Südpol? Warum haben die Pinguine einen Telefonanschluss und Olis Nummer? Warum können sie sprechen? Warum wundert sich niemand darüber, dass Oli mit zwei großen Vögeln durch die Gegend läuft? Ganz klar: Oli ist geisteskrank. All das spielte sich nur in seiner Fantasie ab. Oli baute sich eine kleine, heile Welt auf, in der Pinguine sprechen, die Bahn problemlos funktioniert, Fahrkarten erschwinglich sind und in der er nicht seine Eltern an einem schicksalhaften Nachmittag brutal mit einer Axt abgeschlachtet hat, um schließlich von den Nachbarn lachend in der Badewanne voller Blut gefunden zu werden. Das tragische Schicksal eines kleinen, wahnsinnigen Jungen.

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Vielen Dank an Vera für den Hinweis und die Fotos! ^^


Geschrieben am

Wie sagte der Hase bei Alice im Wunderland? "Ich bin zu spät!" Immerhin war mir schon klar, dass ich diesen Wochenrückblick nicht mehr am Sonntag schaffen würde. Wenn Abgabetermine drohen, geht es halt nicht anders. Unter anderem habe ich von "Mirai Nikki" Abschied genommen, einer Manga-Serie, die ich nicht nur als Redakteur betreuen durfte, sondern auch als Fan durchaus liebgewonnen habe. Nun ist (von meiner Seite aus) der zweite Zusatzband auch fertig, und was da jetzt noch in Japan als neuer Manga kommt, wird man eventuell nicht nach Deutschland holen können. schnueff.gif (Ich weiß, es gibt hier unter den Lesern nicht so viele Manga-Fans, aber ich hoffe, ihr könnt mir diese gelegentlichen Schwärmereien nachsehen.)
Ansonsten hatte ich in dieser Woche mal die Gelegenheit, mit Canon-L-Objektiven zu knipsen. Die L-Objektive sind für den Profi-Einsatz gedacht und kosten üblicherweise ab 600 Euro aufwärts. sabber2.gif ("Nach oben gibt's keine Grenze, das ist so im Westen", möchte ich mal meinen ehemaligen Physiklehrer zitieren.) Gegen solche Objektive stinkt das Stück Glas, was in der Packung der Kamera war, natürlich total ab. Aber vielleicht kann ich mit dem Teil ja mal ein langweiliges Stück Fluss fotografieren und krieg dann auch einige Millionen Euro dafür, damit ich mich mit den Edel-Objektiven eindecken kann. biggrin.gif

Was passiert ist:
Der Hund soll der beste Freund des Menschen sein. So, wie sich Menschen allerdings öfter mal benehmen, muss man sich schon fragen, was bei Hunden nicht stimmt, wenn die mit solchen Leuten befreundet sein wollen. Nun, vielleicht haben sie auch einfach nur Hintergedanken. Ein von der Hüfte abwärts gelähmter Mann aus Arkansas hat es jedenfalls bitter bereut, einen kleinen, struppigen Streuner aufgenommen zu haben. Dieser Mann nämlich schläft gerne nackig, und als er eines Morgens wegen eines brennenden Schmerzes aufwachte, musste er feststellen, dass der Wuffi ihm eine Klöte abgefressen hatte. Schweinehund. Vielleicht hätte man ihn vorher beim Tierarzt auf etwaige Hodenfressertendenzen oder sonstige Krankheiten untersuchen müssen. Am Tier selbst wurde mittlerweile die Todesstrafe vollstreckt; zweifellos als eine Warnung an all die Frauen, die daran denken, die Genitalien ihrer Männer aus Rache oder Wut zu verstümmeln.

Wer vermutet, dass im amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis Guantanamo auf Kuba gefoltert wird, darf sich jetzt vermutlich bestätigt fühlen: Die Insassen kriegen "50 Shades of Grey" zu lesen. Lange Haft macht allerdings vermutlich auch verzweifelt und sorgt für weiches Hirn, denn der langweilige SM-Porno für gefrustete Muttis ist sogar das beliebteste Buch in der Knastbibliothek, die immerhin auch Star-Trek-Romane und "Die Tribute von Panem" bietet. Wer weiß, vielleicht fühlen sich die Insassen auch nur kulturell von dem Buch stark angesprochen, weil es darum geht, Frauen zu verhauen.

Links aus Klopfers Twitter-Feed:
Müdes Häschen. So geht's mir auch oft. Also die Müdigkeit; ich schlafe nicht auf einer großen Hand.

Microsoft wirft sich selbst Copyright-Verletzung vor. facepalm.gif Gut, das ist nicht die ganze Wahrheit: Microsoft hat eine Firma damit beauftragt, Seiten mit illegalen Kopien von Microsoft-Programmen zu finden und dann bei Google dafür zu sorgen, dass diese Seiten aus dem Suchindex verschwinden. Dummerweise hat diese besagte Firma auch nur ein automatisches Programm laufen lassen und prompt die Websites von Microsoft selbst gefunden - und natürlich automatisch bei Google verpetzt. Anstelle von Microsoft würde ich die Firma plattmachen. MS ist eine der größten Softwarefirmen der Welt; ein Programm hätten sie auch selbst entwickeln und starten können. So eine Firma zu engagieren, lässt sich ja eigentlich nur damit rechtfertigen, dass man eben nicht nur einen Computer mit der Aufgabe betrauen wollte, sondern echte Menschen. Aber nee, die ganze IT-Dienstleistungsbranche ist ja verseucht von Vollpfosten, Betrügern und Dampfplauderern.

Disney-Prinzessinnen mal realistisch. Diese Fotoretuschen wirken wie Gemälde. Vielleicht ist das der Grund, weshalb der Spagat zwischen Realismus und Disney-Stil so gut gelingt, man erkennt in jedem Gesicht den Charakter, der verkörpert werden soll, aber gleichzeitig auch einen Menschen, dem man irgendwann begegnen könnte.

Die Netzexpertin der "Alternative für Deutschland" ist angeblich die "Mitbegründerin des deutschen Internet". Fehlte nur noch, dass der Energieexperte der Truppe die Erfindung des deutschen Stroms für sich beansprucht. Aber immerhin wisst ihr jetzt, bei wem ihr euch beschweren könnt, wenn euch irgendwas im deutschen Internet nicht gefällt. (Ist mir lieber, als wenn ihr bei den Jugendschutznazis petzt.)

So, das war es mit der letzten Woche. Und nicht vergessen: Der Beitrag kam ausnahmsweise später, heute ist nicht Sonntag, also achtet auf eure Arbeitszeiten, bevor ihr einfach nach Hause geht.


Geschrieben am

So, dann schauen wir mal, ob ich diesen Beitrag beenden kann, bevor mein Laptop überhitzt und sich abschaltet. Oder ob ich überhitze und mich selbst abschalte. (Nachtrag: Okay, der Laptop ist zuerst ausgestiegen. X_x )

Was passiert ist:
Schwere Bildungskrise an zwei Schulen in Sambia: Die männlichen Lehrer drohen mit Arbeitsverweigerung aus Gründen, die irgendwo zwischen Esoterik und Erotik liegen. Ihren Aussagen nach werden sie seit gut drei Wochen nachts von unsichtbaren Hexen zum Sex gezwungen! Schändlich, wozu diese Kreaturen inzwischen fähig sind. Auch bei den Frauen sind merkwürdige Dinge passiert. Eine wachte morgens nackt auf, ihr Nachthemd lag neben dem Bett. Und da ihr Ehemann (vermutlich breit grinsend) seine Unwissenheit beteuert, bleibt nur die einzig logische Schlussfolgerung, dass auch sie von übersinnlichen Wesen nachts ohne ihr Wissen missbraucht wird. Der Häuptling des Stammes, dem die Opfer angehören, rief die Betroffenen zur Ruhe auf und bat die Regierung um Hilfe, um diese Vorfälle rücksichtslos aufzuklären. facepalm.gif Und so ein Quatsch von Lehrern.

Nicht nur Geister sticht bei diesem Wetterchen der Hafer, auch "normale" Menschen werden frivol. In Aschaffenburg konnten eine 70-jährige Frau und ein 43-jähriger Mann im Park nach dem Genuss von geistigen Getränken ihre Lust nicht mehr zügeln und trieben wilde Unzucht. Und wenn man Spaß hat, lädt man ja gerne noch seine besten Freunde ein, und wer ist der beste Freund des Menschen? Richtig, der Hund. Also durfte Struppi auch mitknattern, was - seien wir ehrlich - vermutlich gar keine so schlechte Alternative ist, wenn man sonst nur bei einer 70-Jährigen aufreiten kann. So viel Liebe überall! lolly.gif Nicht ganz so viel Spaß hatten zwei Mütter, die zur gleichen Zeit mit ihren Kindern im Park waren und sich offenbar daran störten, dass sie bei ihren Leibesfrüchten im Alter zwischen vier und elf Jahren die Unterhaltung über die Blumen, die Bienen und die Hunde situationsbedingt ein wenig eher als geplant führen mussten, weil die Kleinen alles mit ansehen konnten. Also kam die Polizei und beendete das Schäfer(hund)stündchen. Dem Paar drohen jetzt Anzeigen wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, Erregung öffentlichen Ärgernisses und sexuellen Missbrauchs von Kindern. Und bei aller solidarischen Übelkeit mit den Eltern und den Kindern: Letzteres ist ein Vorwurf, den ich ungerechtfertigt finde. Der entsprechende Paragraf im Strafgesetzbuch war sicherlich gedacht, um diejenigen belangen zu können, die sich gezielt vor Kindern einen herunterholen, weil sie es geil finden, nicht um diejenigen zu bestrafen, die sich ein bisschen gehen lassen und dabei zufällig von vorbeigehenden Kindern gesehen werden.

Links aus Klopfers Twitter-Feed:
Polizisten haben Angst vor totaler Überwachung. Ja, während wir alle fröhlich von NSA, BND und so weiter bespitzelt werden, probt man bei der Hamburger Polizei den Aufstand, weil die Einsatzfahrzeuge nun mit GPS-Sendern ausgestattet werden sollen, um sie leichter entsprechend ihrer Position den Einsätzen zuordnen zu können. Im Rettungswesen ist so etwas schon lange Standard, aber bei Polizisten ist das offenbar ein nicht hinzunehmender Eingriff in die Privatsphäre. Wenn die normalen Bürger überwacht werden, ist die Sachlage natürlich anders, da geht es ja schließlich um die Sicherheit. facepalm.gif Manchmal glaube ich, die wollen uns nur trollen.

Unternehmen vermissen Fachkenntnisse bei Bewerbern - Immer mehr offene Stellen. Übersetzt heißt das: "Diejenigen, die was können, sind uns nicht billig genug, oder wir wollen vier Experten in einem haben, um Personalkosten zu sparen." Wie absurd die ganze Sache ist, zeigt sich auch an den (minder erfolgreichen) "Blue Cards", den Aufenthaltsgenehmigungen für hoch qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland. Bewerber müssen nämlich eine Zusage für einen Arbeitsplatz mit einem Jahresgehalt von über 46400 Euro nachweisen - es sei denn, man arbeitet in einem "Mangelberuf", da liegt die Grenze bei 36200 Euro. Wenn die Fachkräfte da so selten und heiß begehrt wären, sollten die Jahresgehälter doch höher und nicht niedriger sein, gell?

Alles nur Fakes, boah. Neun Bilder, die man ohne Probleme für Fotos halten könnte, aber in Wirklichkeit komplett am Computer gerendert wurden. Und in zehn Jahren gibt es dann die ersten Blödmänner mit "Pixar did 9/11!"-Videos auf Youtube.

CDU-Abgeordneter ist begehrter Geschäftspartner der Pharmaindustrie. Und er unterhält angeblich sehr enge Kontakte zu einer Pharma-Lobbyistin. Problem? Ach was: "Das sei Privatsache, so der CDU-Politiker. Er könne Berufliches und Privates sauber trennen." Seht ihr? Er kann das trennen! Er entschließt sich halt bloß, das nicht zu tun. tozey.gif

Otto Schily hält die Angst vorm Überwachungsstaat für paranoid. Die wahre Gefahr sei der Terrorismus. Der Mann ist 1932 geboren. Während seiner Lebenszeit gab es auf deutschem Boden zwei überwältigende Beispiele dafür, was ständige Überwachung von Seiten des Staates für eine Auswirkung auf die Freiheit seiner Bürger hat. Der Mann war RAF-Anwalt und gründete die Grünen. (Später ging er zur SPD, passt aber eigentlich eher in die CDU.) Und dieser Mann, der eigentlich am besten wissen sollte, dass die totale Überwachung erstens immer mit Terrorismus gerechtfertigt wurde und zweitens die falsche Antwort darauf ist, verteidigt die Schnüffelei auch noch. Da kann man nur noch kotzen. Man sollte sich immer das Ziel von Terrorismus vor Augen halten: Angst verbreiten. Je weniger man sich von Terroristen treiben lässt, desto weniger effektiv ist er. Wer im Kampf gegen den Terrorismus Freiheiten enorm einschränkt, die Bevölkerung unter Generalverdacht stellt und wahnsinnige Summen dafür aufwendet, gibt den Terroristen einen Einfluss auf die Politik und die Gesellschaft, den sie nicht verdienen. Deswegen ist das ständige Speichern aller Verbindungsdaten Quatsch. Deswegen ist die blöde Sicherheitsschleuse vor dem Reichstag Quatsch. Deswegen ist das Verbot von größeren Flüssigkeitsmengen im Flugzeug Quatsch. Denn all diese Dinge sagen den Terroristen, dass sie etwas bewegen können. Und genau diese Genugtuung sollte man ihnen nicht geben.

So, das war es für diese Woche. Bin ich froh, wenn die Temperaturen in der Wohnung unter 30 Grad fallen. ^^;


Geschrieben am
Kategorie: Lästereien

E-Books machen reich. Gut, nicht mich, das Interesse an den E-Book-Versionen meiner Bücher ist doch sehr überschaubar. Simone Kaplan vermutlich auch nicht, die wird ihre Bücher nur los, wenn sie sie verschenkt. Aber es gibt ja auch andere Geschichten von Autoren, die regelmäßig neue E-Books auf den Markt werfen und nun wie Dagobert Duck mit erigiertem Bürzel in ihr Geld hineinspringen können.

Logisch, wenn man zu hässlich ist, um auf den Strich zu gehen, dann lechzt man danach, sich diese bequeme Art des Geldverdienens zu eigen zu machen. Aber worüber soll man schreiben, wenn man keinen blassen Dunst hat und auch nicht so ein begnadeter Wortschmied ist? Soeren Gelder, selbst ernannter „Appreneur, Autor, Speaker“, eilt zur Rettung. Der Mann hat auf Amazon 70 Titel (zumeist E-Books) veröffentlicht, die eine erstaunliche Bandbreite an Themen abdecken. Und das könnt ihr auch!!!11elf

Ihr braucht dafür nur das E-Book mit dem schnittigen Titel „Wie Sie innerhalb von 48h ein eBook bei Amazon Kindle hochladen, ohne dass Sie ein Thema fuer das eBook haben“. Und auch keine Umlaute, die gibt’s im ganzen Buch nicht. Amazon gibt den Umfang mit opulenten acht Seiten an, dafür möchte der Herr trotzdem noch 93 Cent haben. Ich sage es mal gleich im Voraus: Das Grundprinzip erfährt man schon aus der Leseprobe, der Rest ist auch keinen roten Heller wert.

Ich werde hier nicht um den heissen Brei herumreden (-schreiben) und Sie mit 100erten von Seiten betoeren von denen Sie dann am Ende nicht wirklich wissen, was Sie zu machen haben.

Ich komme direkt zum Punkt.

Es geht los.

So wie er schreibt, kann er niemanden betören. Warum er die ganze Kacke auch noch zentriert schreiben muss (das ganze „Buch“ über), weiß er vermutlich selbst nicht, aber auf seiner Website sieht’s genauso aus.

Also gut, was ist denn der Punkt, zu dem der Autor kommt?

  1. Kauf dir ein, zwei Zeitschriften zu deinem Wunschthema. (Aber ich hab doch keins!)
  2. Notiere dir die wichtigsten Dinge.
  3. Installiere eine Textverarbeitung.
  4. Formuliere deine Notizen um (wegen Copyright, is ja klar) und schreib mindestens 5 Kapitel zu je einer A4-Seite; in Schriftgröße 20-28 wohlgemerkt, man will ja schließlich nicht wirklich Arbeit investieren. Das Buch sollte in 5 Stunden fertig sein!
  5. Schieß irgendein Foto, was zu deinem Thema passt, und schneide es in MS Paint so zu, dass du es als Cover verwenden kannst. (Offenbar gibt es keine Fotos, die zum Thema E-Book passen; deswegen hat das Ding hier kein echtes Cover.)
  6. Meld dich bei Kindle Direct Publishing an und lad deinen Kram hoch.
  7. ?
  8. Profit!

Was ich hier als Punkt 7 bezeichne, umfasst gut ein Drittel des E-Books und besteht nur aus Eigenwerbung. Wie man sein E-Book bekannt macht, erfährt man auf der Website des Autors. (Bestimmt nicht gratis.) Und wie man daraus gratis ein gedrucktes Buch mit ISBN macht, ebenfalls. (Ich ruiniere mal sein Geschäftsmodell und verrate es so: www.createspace.com)

Ich glaube allerdings, dass er sich mit diesem E-Book hier selbst in den Fuß geschossen hat. Immerhin hat er damit zugegeben, dass seine über 50 E-Books nur billig zusammengestümpert wurden und er kein eigenes Expertenwissen vermitteln kann.

Vielleicht ist dieser Gedanke aber auch müßig, weil eigentlich schon seine Website ausreicht, um jeden Anschein von Professionalität in eine dunkle Ecke zu zerren, brutal zu verprügeln und Handyvideos davon im Internet hochzuladen. Die Seite sieht aus, als hätte man eine Geocities-Homepage von vor 15 Jahren in die Gegenwart geholt. Wenn Soeren Gelder für jede auffällige Designsünde einen Schlag kriegen würde, sähe er aus wie eine umgekrempelte Kuh. Für jemanden, der angeblich so viel Geld mit dem Internet verdient, dass er anderen erzählen kann, wie man das macht, kann er sich offenbar nicht mal einen Grafiker leisten (der nicht mit MS Paint arbeitet): http://www.soerengelder.com/FuerInternetanfaenger01.html (Achtung, da plärrt gleich ein Youtube-Video los. Noch ein verdienter Schlag für Soeren Gelder.)

Das E-Book hat auf Amazon übrigens neun Bewertungen mit 4 oder 5 Sternen. Unter anderem meint jemand, dass ihm dieses Geschreibsel sehr bei der Veröffentlichung seines Romans geholfen hätte, obwohl die Methode im E-Book nur für Sachbücher anwendbar ist. Gekaufte Rezension, ick hör dir trapsen … Könnte es sein, dass wir hier schon das Geheimnis entschlüsselt haben, wie man sein E-Book bewerben kann? Hm … wink.gif


Geschrieben am
Kategorie: Lästereien

Das britische Königshaus hat am Abend mit größtem Bedauern vermeldet, dass Herzogin Catherine heute trotz aller Gebete und Hoffnungen leider doch nur einen normalen Engländer zur Welt gebracht hat. Die Welt nahm diese Nachricht mit Erschütterung auf, hatte man doch nach all der überwältigenden Berichterstattung durch die Medien (inklusive der tagelangen Belagerung des Krankenhauses, noch bevor die werdende Mutter überhaupt ihren Hintern in das Gebäude bewegte) erwartet, dass uns allen ein Messias geschenkt wird.


Geschrieben am

Die Sonne scheint, ich hab Mittag gegessen, liege träge herum und fühl mich sexy. cool.gif (Gut, ich hab Kopfschmerzen und Schlafprobleme, aber das interessiert wohl niemanden. O_o )

Was passiert ist:
Die Direktorin einer britischen Schule hat den Pädagogen der Welt gezeigt, wie man mit Rebellen und chronischen Regelbrechern umzugehen hat: Sie schickte während einer Klassenfahrt eine 11-Jährige nach Hause. Die schändliche Tat der jungen Delinquentin? Sie aß einen Schokoriegel, diese unmenschliche Ausgeburt des Teufels! Die junge Dame wurde allerdings nicht auf frischer Tat ertappt, vielmehr dachten sich die Lehrer: "Was unser Geheimdienst kann, können wir auch!", und lasen die Briefe der Schüler an ihre Eltern. Natürlich musste sichergestellt werden, dass die gemeingefährliche Schokoladenhexe nicht noch mehr von dem Schmuggelgut besaß, also durchsuchte man auch prompt ihr ganzes Gepäck und öffnete selbst das Futteral ihres Koffers. Fast hat man den Eindruck, die Leute wollten alle eigentlich mal zur Drogenfahndung und haben die erste Gelegenheit ergriffen, ihren ursprünglichen Berufswunsch doch mal auszuleben. Jedenfalls: Das hat man davon, wenn man darauf hört, was Jamie Oliver zum Essen an der Schule zu sagen hat.

Sie sind die längsten kontinuierlich laufenden Experimente der Welt: die Pechtropfenversuche. Im Wesentlichen bestehen sie darin, dass man ein Stück Pech in einen Trichter packt und dann darauf wartet, dass sich Tropfen formen und herunterfallen. Das passiert so ungefähr in jedem Jahrzehnt einmal, und bisher konnte niemand den tatsächlichen Fall beobachten. Das erste dieser Experimente steht seit 1927 im australischen Queensland. Dort "fiel" der letzte Tropfen im Jahr 2000, aber damals versagte dort die Kamera. Im Trinity College in Dublin läuft seit 1944 das gleiche Experiment, und nun klappte es endlich: Nach 69 Jahren haben wir endlich einen fallenden Pechtropfen im Bild einfangen können! Fick ja, Wissenschaft! victory.gif Gut, so wahnsinnig große wissenschaftliche Erkenntnisse wird es nicht bringen, aber dafür bekamen die australischen Leiter des Experiments im Jahr 2005 den Ig-Nobelpreis für wissenschaftliche Leistungen, die zum Lachen und zum Nachdenken anregen.

Links aus Klopfers Twitter-Feed:
Chinesisches Museum muss schließen - fast alle Stücke gefälscht. Besonders schön: Eine Vase aus der Qing-Dynastie soll mit modernen Comic-Charakteren bemalt gewesen sein, ohne dass es zunächst jemandem auffiel. So ganz kann ich die Schließung allerdings nicht nachvollziehen. Die ältere chinesische Geschichte kann man in dem Museum wohl nicht lernen, aber als Symbole für die jüngere Geschichte sind die chinesischen Fälschungen ideal prädestiniert.

Geklaute Gemälde im Wert von 18 Millionen Euro vermutlich verbrannt. Als ich einen Tag später davon in der Zeitung las, schrieben die schon etwas von 50 Millionen Euro. Jedenfalls sind Werke von Picasso, Monet und Matisse im Feuer gelandet, weil die Mutter von einem der rumänischen Räuber dachte, sie könnte so die Verurteilung ihres Sohnes verhindern. Man macht ja viel für seine Kinder, aber manchmal sollte man doch überlegen, ob man ihnen wirklich einen Gefallen tut, wenn man ihre Verbrechen deckt - erst recht, wenn man dabei noch mehr Schaden anrichtet. Kurz: So eine dumme Nuss.

Wissenschaftler suchen seit 20 Jahren den einsamsten Wal der Welt. Schnief. Der arme Wal spricht sein Walisisch auf einer anderen Frequenz als die anderen Wale und kriegt daher nie eine Antwort. Wer den Großen da nicht einfach mal tröstknuddeln will, hat kein Herz. schnueff.gif

Vollkommen korrekte Behandlung eines Räubers. Spoiler: Er kriegt ordentlich was auf die Mütze. Und da gibt's auch kein Mitleid von mir, egal wie sehr irgendwelche Hippies die kriminelle Karriere dieser Typen mit schlechter Kindheit und Armut rechtfertigen wollen. Es gibt immer einen anderen Weg, niemand MUSS andere Menschen überfallen.

Mit manchen Autos möchte man einfach Sex haben. Das Original - ein Fiat 500 Abarth Cabrio - macht mich ja nicht so wirklich an. Die Version aus zwölf nackten Frauen hingegen finde ich ganz nett. Klar, ist mindestens genauso wartungsintensiv wie das Original, aber fährt auch nicht schlechter als jedes andere italienische Auto, zumindest nach einigen Jahren.

Asiatische Frauen in Uniform - mit jeder Menge Feuer unterm Hemd. Zwei chinesische Verkehrspolizistinnen kloppen sich auf offener Kreuzung, sehr zur Unterhaltung der Filmenden. Ich würde ja zu gern wissen, was das später für einen epischen Anschiss auf der Polizeiwache gab. biggrin.gif

Taliban: Malala soll endlich ihre Schmutzkampagne gegen die Taliban aufgeben. facepalm.gif Malala ist das Mädel, was vor einiger Zeit von den Taliban niedergeschossen wurde, weil es auf eine normale Schule gehen wollte und findet, dass alle Mädchen auch das Recht dazu haben sollten. Kürzlich hielt sie eine Rede vor der UN und hat damit den Zorn der Taliban wieder angefacht, die sich ganz unfair dargestellt fühlen. Schließlich ginge es den Taliban ja gar nicht darum, Mädchen die Bildung zu versagen, nein. Wenn die Mädchen sich darauf beschränken würden, den Koran zu lernen, wäre ja alles in Butter. Aber diese satanische westliche Bildung, die rechtfertigt ja wohl eine Kugel im Kopf, nicht wahr? Einfach nur widerlich, was der Obertaliban da ausgekotzt hat. Wie soll man mit diesen Leuten dann eine friedliche Lösung finden?

Da will ich auch mal hin. Allerdings dürfte es auch eine unheimliche Qual für die Tiere sein, wenn die Touristensaison vorbei ist und das Futter knapp wird. Ich kann mir vorstellen, dass da viele der Hoppel auf qualvolle Weise verhungern. Außerdem sieht man im Video keine nackten Frauen, die die Nuffels streicheln. Artgerecht ist das nicht. angsthasi.gif


Geschrieben am
Kategorie: Gemotze

Ich bin bei meinem Webspace-Provider offenbar ein sehr geschätzter Kunde und darf darauf vertrauen, dass mein im Jahr 2005 bestelltes Webspace-Paket immer eine gute Wahl bleibt. huh.gif

Und deswegen informierte mich gestern eine Mail darüber, dass mein Paket bald total toll aufgerüstet wird.
Dann kann ich in Zukunft zum Beispiel die "Apps", die ich schon jetzt per Klick im Kundenmenü installieren kann (z.B. Wordpress) von kastrierten Versionen in vollfunktionale Versionen umwandeln! victory.gif Ich benutz den Kram gar nicht. tozey.gif Und wenn ich ihn benutzen würde und mir die Einschränkungen nicht gefallen würden, dann hätte ich vermutlich schon die richtigen Versionen per Hand installiert.

Mehr "Web Apps" gibt's dann auch, z.B. mit eingebundenen Thumbnails von meinem Picasa-Webalbum, wenn ich denn eins hätte. Oder einen Skype-Button, damit jeder weiß, dass ich in Skype so gut wie niemals online bin. Im Prinzip also nur Kram, den ich auch selbst einbauen kann, wenn ich auf die entsprechenden Websites gehe und mich ein bisschen durch die Dokumentationen wühle. tozey.gif

Auch neu: Backups der Dateien auf dem Webspace, nicht älter als sechs Tage. Nett. Habe ich nur nie gebraucht, weil ich meine Backups regelmäßig per Hand ziehe. tozey.gif

Ebenfalls neu: ein Sicherheitsprogramm, das "bis zu 25 Unterseiten" auf Sicherheitslücken und Malware prüft. Ah ja. Dann hab ich quasi die Garantie, dass "bis zu 25" Seiten auf Klopfers Web sauber sind. Das beruhigt euch sicher. tozey.gif

Nun fragt ihr euch vermutlich, warum ich so gehässig bin. Das liegt an dem kleinen Detail am Ende der so strahlend formulierten E-Mail. Mein Provider ist nämlich entzückt, all den oben erwähnten Krempel besonders günstig anbieten zu können, und zwar für 1,90 Euro mehr im Monat! victory.gif Das ist nicht mal die ganze Wahrheit, mit Mehrwertsteuer sind's 2,26 Euro mehr. tozey.gif
Ich hab jetzt zwar vier Wochen Zeit, auf das supertolle Angebot zu verzichten, aber ich find's schäbig, den Leuten auf so eine hinterfotzige Weise eine Preiserhöhung unterjubeln zu wollen. Wenn man den Leuten ins Gesicht kacken will, sollte man ihnen nicht erzählen, dass sie sich auf Schokoladenpudding freuen können.


Geschrieben am
Kategorie: Lästereien

Oje, ist das ruhig hier. blush.gif Die Woche an sich war aber wieder arbeitsreich für mich, was ja auch ganz erfüllend sein kann. Im Hintergrund plane ich auch was, was ebenfalls eine regelmäßige (wöchentliche) Rubrik werden soll, aber weil ich das alleine nicht hinkriege, bin ich vom Zeitplan anderer abhängig, insofern: Schauen wir mal, wann das etwas wird. peinlich.gif Wenigstens hab ich jetzt auch wieder ein Thema für eine Kolumne gefunden, Zeit für ein Update wird es ja langsam. ^^

Ich schaue nebenbei die erste Folge von "Catch the Millionaire", der neuen Reality-Show auf ProSieben, die am Donnerstag Premiere hatte (da hatte ich es leider verpasst). Und es ist wieder einmal herrlich, wie hier sämtliche Klischees des Genres bestätigt werden. biggrin.gif
Die Prämisse ist ja schon klassisch. Ein Haufen Frauen findet an Männern am wichtigsten, dass die etwas Dickes in der Hose haben, nämlich das Portemonnaie. Also werden all die Prosti Romantikerinnen nach Italien in eine Villa gekarrt, damit sie dort um die Gunst dreier Millionäre kämpfen und sich nebenbei episch anzicken können. Der Haken: Nur einer von den Kerlen ist tatsächlich stinkreich, die anderen tun nur so; vorgeblich, um so herauszufinden, ob es den Frauen nur um die Kohle geht, was natürlich eine blöde Frage ist. Wenn es nicht um die Kohle ginge, hätten wir all die Schnitten schließlich schon bei "Bauer sucht Frau" gesehen. biggrin.gif Einer von den gefälschten Millionären ist übrigens promovierter Politologe und eigentlich arbeitslos. Wieder so ein Fach, bei dem mit dem Abschluss gleich ein Taxischein dazu geliefert wird.
Die üblichen Standards werden natürlich auch erfüllt: "Ich bin nicht hier, um Freundschaften zu schließen, sondern um zu gewinnen", Intrigen, gehässige Bemerkungen über die vermeintlichen körperlichen Makel der Konkurrentinnen... All die Sachen halt, die Männer bei Frauen eigentlich total abregend finden. biggrin.gif
Es gibt nur eine Sache, die mich tief enttäuschen würde: Wenn am Ende wider Erwarten doch eine Beziehung herauskommen würde.


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Ein herzliches Nuff zu dieser Ausgabe von "Was haben wir diese Woche gelernt?"
Ich hab gestern zum ersten Mal GTA IV ausprobiert; es war überhaupt das erste Mal, dass ich ein GTA mit dieser Perspektive gespielt habe. (Die ersten GTAs hatten nur eine Draufsicht.) Wirklich geschaffen bin ich für das Gangsterleben wohl nicht. Ich hab mich nach dem Einsteigen in ein Auto erst einmal gefragt, welches die Buttons für die Betätigung des Blinkers sind. Erst später ging mir auf, dass man eine Art Taxifahrer spielt und deswegen die Blinker gar nicht braucht. peinlich.gif
Ganz widerlich übrigens: Fürs bloße Speichern muss man sich extra einen Windows-Live-Account zulegen. WTF? motz.gif Auch wenn ein reines Offline-Konto möglich ist: Was soll der Müll? fluch.gif

Was mich ansonsten (wieder einmal) genervt hat: Ich hab im Media-Markt in der Kamera-Abteilung eine Spiegelreflexkamera in die Hand genommen, weil ich mal ausprobieren wollte, ob ich mich an einer Nikon zurechtfinden würde, und kaum berührte ich das Gerät, sprang mich gleich einer der Ladenlakaien an. "Hallo?" "Uhm, ja?" "Kann ich helfen!?" "Nein." "Wirklich nicht!?" facepalm.gif Ich weiß, den Leuten wird von oben vorgegeben, sofort über jeden Kunden herzufallen, weil irgendein Vollidiot das für Kundenservice hält, aber das ist so etwas wie Einpacker an der Supermarktkasse: Deutsche wollen das nicht, verdammte Axt! fluch.gif Und wenn diese behämmerten Berater-Ärsche und Chefsesselfurzer nicht so viel Zeit im Ausland verbringen würden, wüssten die das auch! *hrmpf*

Was passiert ist:
Der amerikanische Sender SyFy hat vor einigen Tagen einen Katastrophenfilm ausgestrahlt, der vermutlich von nun an die Krone der bescheuerten Katastrophenfilme tragen wird: In "Sharknado" geht es, wie der Name bereits andeutet, um einen Tornado, der im Pazifik jede Menge Menschenfresserhaie aufsaugt und sie dann auf dem Festland ablädt, wobei die Tiere verständlicherweise enorm angepisst sind und sich daran machen, die Menschen (an Land!) zu killen. Männlicher Hauptdarsteller ist Ian Ziering, manchen vielleicht noch bekannt aus der ursprünglichen "Beverly Hills 90210"-Serie. In einer Szene des Films springt er mit eingeschalteter Kettensäge ins Maul eines Hais. Stark. Die weibliche Hauptrolle hat Tara Reid ("Eiskalte Engel", "American Pie"), die offenbar auch dringend Geld brauchte. Die Zuschauer in den USA hatten jedenfalls viel Spaß dabei, während des Films Twitter und Facebook mit lästernden Bemerkungen zu fluten. (Produziert wurde der Film übrigens von der Firma "The Asylum", die auch "Mega Shark vs. Giant Octopus" und "Titanic 2" verbrochen hat.)

Es gibt wieder eine verrückte Schönheitskur, und zwar aus *würfel* Japan! Die neue Kur ist ein Schnecken-Facial, das heißt, man lässt lebendige Schnecken über seine Fratze kriechen und hat dann hoffentlich nachher eine schönere Haut. Es gibt auch Schönheitsprodukte mit Schneckenschleim, falls man keine Zeit hat, sich von den Viechern die Visage massieren zu lassen. Hm, vielleicht sollte ich doch nach Japan auswandern; hierzulande scheint meine Beauty-Therapie (die ebenfalls ein Facial mit einer etwas schleimigen Flüssigkeit beinhaltet naughty.gif ) keine körperbewussten Damen anzulocken, obwohl die Behandlung trotz meines persönlichen Engagements bis zur körperlichen Erschöpfung fast geschenkt ist.

Links aus Klopfers Twitter-Feed:
Qualitätsjournalismus. Cracked.com listet sechs Fälle auf, in denen angeblich professionelle Journalisten unschuldige Menschen verdächtigt haben, Gesetze gebrochen zu haben, teilweise sogar hin bis zum Mord. Klar, dass solche Anschuldigungen für die Betroffenen gar keine lustigen Konsequenzen haben. Man sollte sich auch gar nicht der Illusion hingeben, das wären nur sporadische Einzelfälle in fremden Ländern, auch bei uns passiert so etwas immer wieder.

"Das Leben des Brian" am Karfreitag öffentlich zeigen? Nicht in Nordrhein-Westfalen! Wer das Gesetz so in Ordnung findet, kann sich eigentlich nicht über ähnliche Zensur in islamischen Ländern beschweren. (Aus ähnlichem Grund finde ich es albern, dass in jedem Bundesland ein öffentliches Tanzverbot am Karfreitag gilt.) Eigentlich sollte es doch klar sein: Jeder, der einen kirchlichen Feiertag begehen will, sollte das in Ruhe tun dürfen. Aber diejenigen, die es nicht tun wollen, auch dazu zu zwingen, ist einfach nur Stuss.

Plötzlich: ein Auto! Und es passiert offenbar häufiger. Ich hätte mir fast vor Schreck in die Hose gepinkelt, als ich das erste Video gesehen habe. Am erschreckendsten finde ich, dass man - egal wie gut man fahren kann - in so einem Fall keine Möglichkeit hat, den Zusammenstoß zu vermeiden. Dass (zumindest beim ersten Video) die Insassen des getroffenen Autos alle mit dem Leben davongekommen sind), ist so ein wahnsinniges Glück, dass die Familie vermutlich ihr Glückskontingent für die nächsten 20 Jahre aufgebraucht hat und nicht mehr Lotto spielen sollte.

Ich werkel am Design der Lästereien-Übersicht fürs neue KW herum. Bei den Lästereien bin ich so schon ganz zufrieden damit, aber bei den Kolumnen (bei denen es ähnlich aussehen soll) weiß ich noch nicht so genau, welches Bildchen ich links anzeigen soll, wenn es in der Kolumne keines gibt, aus dem sich ein entsprechendes Thumbnail machen lässt.


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Viele Kriege wurden aus Ehrgeiz und Machtstreben begonnen, aber noch keiner wegen Faulheit. Insofern glaube ich, dass Faulheit ungerechtfertigt einen schlechten Ruf hat, zumindest die Faulheit, die andere nicht negativ beeinträchtigt. Wenn der Lümmel an der Fresstheke sich also lieber die Eier krault und auf seinem Handy herumtippt, statt die Bestellungen der hungrigen Meute aufzunehmen, hat er meiner Meinung nach immer noch den Rohrstock verdient. Es gibt aber andere Posten, bei denen es vermutlich ganz vorteilhaft wäre, wenn sie viel fauler wäre. In erster Linie denke ich an Politiker.

Ja, ich weiß, manche werden jetzt erstaunt die Augen aufreißen, nach Luft schnappen, ein rotes Gesicht kriegen und gurgelnde Geräusche von sich geben. Sollte das der Fall sein: Geht zum Arzt, das klingt nicht gesund. Aber im ersten Moment erscheint es sicher komisch: Da beschwert man sich eigentlich dauernd über das faule Politikerpack, und jetzt kommt der Klopfer an und meint, Politiker wären nicht faul genug. Donnerknispel!

Peer Steinbrück hat auf einer Wahlkampfveranstaltung erwähnt, dass er in seinem Keller jede Menge französischer Glühbirnen gebunkert hat, weil er dank des EU-Verbots von Glühbirnen sonst nicht weiß, ob er in fünf Jahren noch entsprechendes Leuchtobst für seine französische Funzel finden wird. Und Altkanzler Helmut Schmidt hat 200 Stangen Menthol-Zigaretten gehortet, weil die EU solche Kippen vermutlich bald verbieten will und der Altpolitiker sichergehen will, dass er zumindest bis zu seinem 100. Geburtstag noch den Lungenkrebs füttern kann. Und wenn es danach keine Mentholfluppen mehr gibt, lohnt sich das Weiterleben sowieso nicht mehr.

Nun ist es beruhigend zu wissen, dass man als Politiker (anders als das Stimmvieh) genug Geld hat, um die negativen Folgen eines solchen Verbots mittelfristig abzufedern, eigentlich prangerte Steinbrück aber die Regulierungswut der EU-Kommission an, die einfach rücksichtslos jeden Kleinscheiß kontrollieren und einengen will. Man denke nur an das ursprünglich geplante Verbot von Olivenöl-Karaffen in Restaurants, welches erst zurückgenommen wurde, als Europa kollektiv mit "Seid ihr bescheuert?" auf die Pläne reagierte. Der Ärger über die Wasserprivatisierungspflicht ist ein weiteres Beispiel. Nun, anders als es Nicht-EU-Politiker andeuten, kommt man auf EU-Ebene eher selten auf solche Ideen wie die Jungfrau zum Kinde. Einerseits steht natürlich oft eine wahnsinnige Lobbyarbeit von Unternehmen und Organisationen dahinter, andererseits werden solche Ideen gelegentlich auch in der nationalen Politik geboren und dann - mangels direkter Umsetzungsmöglichkeit im Land - über den Umweg EU zur Pflicht für alle durchgeprügelt. (Man hätte Steinbrück ja auch mal fragen können, ob er seinem Parteikollegen Gabriel wenigstens mal die Meinung gegeigt hat, weil der auch dieses Glühbirnenverbot durchgedrückt hat.)

Und warum kommt ein Politiker auf so eine Idee? Weil er unbedingt der Meinung ist, er müsste etwas tun. Er müsste etwas bewegen. Man kommt neu in sein Amt, voller Tatendrang, die Ärmel werden hochgekrempelt und jetzt werden Probleme gelöst, jawoll! Und wenn man dann feststellt, dass sich die wichtigen Dinge nicht so schnell und einfach lösen lassen, guckt man sich halt jede Kleinigkeit in seinem Aufgabenbereich an und wenn man die Augen ganz fest zukneift, erkennt man vielleicht sogar ein Problem, welches sich ganz simpel mit einem Verbot oder einer Verpflichtung lösen lässt. Juhuu! Man hat was getan, was so richtig politisch ist, und die Bürger können sehen: Ja, der tut was!

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"So, was muss ich verbieten, damit ich nicht ständig meinen Chip im Einkaufswagen vergesse?"

Dieser Aktionismus tritt nicht nur auf EU-Ebene auf, das geht bis runter auf die kommunale Ebene. Man kennt das auch in der Privatwirtschaft: Kaum ist ein neuer Manager da, MUSS er einfach irgendetwas Neues einführen und so seine Duftmarke setzen, ansonsten könnte man ja auf die Meinung kommen, dass er schwach oder nicht durchsetzungsfähig wäre. Also lieber erst mal etwas einreißen, was funktioniert oder keinen gestört hat, selbst wenn man dann nur Scheiße baut.

Es ist quasi ein grundsätzliches Problem: Man erschafft Posten, die Probleme lösen sollen, aber wenn keine echten Probleme da sind, die sich lösen lassen (bzw. so lange Zeiträume zum Lösen brauchen, dass die Inhaber dieser Posten sich die Lösung nicht mehr selbst als Erfolg ans Revers heften können), basteln sie sich ihre eigenen Probleme, die sie dann lösen können. Auch wenn wir in einer Star-Trek-Utopie leben würden, mit gesunder Umwelt, gesunden, glücklichen und satten Menschen und Kühen, ohne Energie- und Müllprobleme: Volksvertreter und Regierung müssten, um ihre eigene Existenz zu legitimieren, ständig neue Dinge finden, die sie regulieren können.

Und deswegen, liebe Leute, plädiere ich für faulere Politiker. Leute, denen es schlicht zu anstrengend ist, sich zu profilieren, die lieber damit zufrieden sind, in ihrem Büro herumzusitzen, Papierflugzeuge zu falten und bei dem ganzen Scheiß, den ihre arbeitssamen Kollegen durchdrücken wollen, einfach mit "Nö!" zu stimmen. Natürlich könnte man so auch Kosten sparen: Wer im Dienste des Volkes so faul ist, braucht auch keine Dienstreisen und nur sehr wenig Mitarbeiter. zufrieden.gif

So, Klopfer hat wieder ein Problem gelöst. Perfekt. victory.gif