Klopfers Blog


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Nuff! Ich grüße das Volk.
Ich bin unfähig. Zumindest wenn es darum geht, für einen Text vom nächsten Update einen lumpigen Hund am Computer zu malen. Nun habe ich sowieso seit Ewigkeiten nichts mehr gezeichnet, also darf ich mir jetzt auf die Schnelle wieder ein bisschen beibringen. biggrin.gif Wenigstens hab ich ein bisschen Zeit; während der WM macht es vermutlich nicht so viel Sinn, ein größeres Update zu fahren. unsure.gif

In meinem immerwährenden Bestreben nach Reichtum habe ich geschaut, was auf Klopfers Web in den vergangenen 12 Monaten am erfolgreichsten war, um auf dieser Basis neue Einnahmemöglichkeiten zu finden. Und ich glaube, ich habe genau das gefunden, wonach ihr alle lechzt:

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Ich meine nicht Asu (obwohl vermutlich viele auch nach ihr lechzen), sondern Itönetie-Halsketten aus feinstem Sterling-Silber! *_* Dafür würdet ihr doch sicher gerne zwei-, dreitausend Euro ausgeben, oder? biggrin.gif Ich meine, guckt euch bloß an, wie das Schmuckstück den Bereich zwischen Gesicht und Brötchen betont! happy.gif

Was passiert ist:
Während viele Leute in der Heirat von Homosexuellen einen unverzeihlichen Affront gegen die Heiligkeit der Ehe sehen, arbeitet Sat.1 nach Medienberichten daran, der Vorstellung von der Heiligkeit der Ehe zwischen Heterosexuellen einen Gnadenschuss zu geben. Angeblich will der Sender im Winter nämlich eine deutsche Version der dänischen Kuppelshow "Married at first sight" ausstrahlen. In der Sendung geht es darum, dass eine Reihe von "Experten" (Pastor, Paartherapeuten, was man halt so kaufen kann) aus allen Bewerbern vier Pärchen zusammenstellt, die dann heiraten sollen. Die zukünftigen Ehepartner lernen sich allerdings erst vor dem Altar kennen. Wenn man sich also gegenseitig schon nach einem Tag zum Kotzen findet, hat man ein bisschen Pech, denn eine Scheidung ist nach deutschem Recht natürlich erst nach einem Jahr möglich. In Dänemark war die Sendung ein voller Erfolg: Alle Pärchen haben sich bereits getrennt. victory.gif

Der Koitus ist eine der bedeutendsten Triebfedern menschlichen Handelns. poppen2.gif Daher wundert es nicht, dass schon die Aussicht auf Geschlechtsverkehr den Blick auf eventuelle Gefahren vernebeln kann und man somit plötzlich eifersüchtigen Partnern, unerwünschten Zuschauern oder einem unerwarteten Penis gegenübersteht. (Thailand, du bist so grausam.) Aber auch die Physik kann sich als Risiko herausstellen, wie ein Pärchen in London erfahren durfte. Ein 18-Jähriger war mit seiner 19-jährigen Geliebten auf einer Party im sechsten Stock eines Wohnhauses, als beide eine unbändige Lust nach Unzucht packte. Prompt verkrümelten sie sich auf den Balkon und begannen dort, ihre Trieben nachzugeben. Mehr oder weniger interessierte Nachbarn schilderten den weiteren Verlauf: Um das Feuchtgebiet des Mädchens auf eine für die Penetration geeignete Höhe zu bringen, wuchtete der Typ seine Holde aufs Geländer des Balkons. Der eigentliche Geschlechtsakt war jedoch dann so heftig, dass beide das Gleichgewicht verloren und sich rasch in Richtung Südpazifik bewegten, wobei die Reise recht schnell und abrupt durch unseren Heimatplaneten gebremst wurde. Die beiden Turteltäubchen überlebten den Sturz nicht, aber immerhin hatte der Typ vermutlich recht, als er ihr erzählte, er wolle ihr unter Zuhilfenahme seines Gemächts den Himmel zeigen.

Für die meisten Menschen gibt es eine prominente Person, die man gerne mal treffen, besser kennenlernen und dann flachlegen würde. Oder wie ein sehr zurückhaltender Mann mal über seinen Promischwarm sagte: "Ich würde meine nackten Eier zehn Kilometer durch Glasscherben schleifen lassen, nur um [Name] durch ein Walkie-Talkie furzen zu hören." Die meisten Leute dürften jedoch auch bestimmte Grenzen in ihrer Promi-Verehrung haben. Nicht so der 25-jährige Japaner Kazuki Fukumoto. Der ist nämlich ganz vernarrt in Synchronsprecherin und Pop-Idol Nana Mizuki. Aber ach - sie war so fern und unerreichbar. Doch eine Promo-Aktion eines Knabberkram-Herstellers versprach Hilfe: Mit etwas Glück konnte man mit einem Code auf Kartoffelchips-Packungen einen von zehn Backstage-Pässen für ein Konzert der Dame im August gewinnen. Fukumoto musste diese Chance unbedingt ergreifen. Und dabei klotzte er so richtig ran: Er kaufte Kartoffelchips für etwa 300.000 Yen (etwas über 2100 Euro), insgesamt 89 große Kartons, um die 1000 Chipstüten. Nun ist sicher jedem Leser klar: Über 200 Kilo Kartoffelchips kann ein Mensch unmöglich vor dem Verfallsdatum fressen, erst recht, wenn man für seine Angebetete rank und schlank sein möchte. Anstatt damit aber Waisenkinder und Obdachlose zu füttern, schmiss er die vielen Chips nach dem Ausschneiden der Mitmachcodes im Zeitraum von zweieinhalb Wochen an verschiedenen Orten der Präfektur in die Gegend. Die Polizei erwischte ihn auf frischer Tat und nahm ihn fest. Chancen auf den Backstage-Pass hat er wohl nicht mehr, wenn er nicht gerade rechtzeitig aus dem Knast kommt. (Wenn er das Geld für eine Nutte ausgegeben hätte, die so aussieht wie die Sängerin, hätte er sicherlich mehr Spaß gehabt, als er jemals mit Nana Mizuki hätte haben können.)

Links aus Klopfers Twitter-Feed:
Was für eine nette Fanmail. O_o

Dürre in Nordkorea - Kim Jong-un sucht die Schuld bei unzuverlässigen Wettervorhersagen. Wenn man danach geht, was über die Kim-Familie immer dann gesagt wird, sobald einer aus der Sippe die Hufe hochreißt, macht der jeweils verantwortliche Kim das Wetter selbst. huh.gif

Angebliches Steinzeitgebäck erweist sich als Kothaufen. So ähnlich ging es mir auch schon in manchen Restaurants.

DAS neue Trend-Accessoire für alle Zeichner: eine süße kleine Eule! Aaaaw.

Die PC-Games-Chefredakteurin über Assassin's Creed: Unity und den Sexismus-Vorwurf gegen Ubisoft. Wer es nicht mitgekriegt hat: Im Multiplayer-Modus von AC: Unity wird es keine spielbaren Frauenfiguren geben. Ubisoft begründete das mit zu hohem Aufwand für die Animation der weiblichen Körper. Ich persönlich halte das auch für eine Ausrede. Ob das jetzt wirklich ein strahlender Beweis für eine sexistische Grundeinstellung ist oder man es bei Ubisoft einfach nicht für so wichtig hielt, darüber kann man sicher streiten, aber es ist bei fast jedem Shitstorm auch mal schön, mehrere Wortmeldungen zu lesen.

Banken senken Dispo-Zinsen - um 0,1 Prozent. tozey.gif Die werden sich bei dieser Selbstaufopferung noch zu Tode wirtschaften. Gigantische Dispo-Zinsen, miese Guthaben-Zinsen, Strafgebühren für das Abheben an bankfremden Geldautomaten, versuchen einem dauernd Versicherungen anzudrehen ... Warum nur haben Banken in Deutschland so einen miesen Ruf? Es ist einfach ein gottverdammtes Rätsel.

Wat? emot-what.gif

3D-Druck mit Nutella. Gebt den Leuten einen Nobelpreis! lehrer.gif


In den 80er Jahren hatte man in der BRAVO-Redaktion die schlechte Angewohnheit, einfach bei irgendwelchen Lesern anzurufen und sie nach ihrer Meinung über irgendwelche Dinge zu fragen, die sie in der aktuellen BRAVO behandeln wollten. Das ist natürlich nicht zuletzt deswegen relativ dämlich, weil der besagte Leser über das Thema nur das wissen kann, was ihm der BRAVO-Redakteur zu erzählen geruht. Wollen wir uns doch mal anschauen, wie so etwas dann in Ausgabe 33/1980 aussah.

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Boah, diese engstirnigen Sesselfurzer in den Betrieben! Lehnen einfach einen armen Jungen ab, nur weil er ein paar Tätowierungen hat? Unmöglich, dieses verkrustete Schubladendenken! motz.gif Nieder mit diesem konservativen Geschmeiß, der Junge braucht eine Chance! fluch.gif
(Mich irritiert übrigens "in diesem BRAVO"... Hab bisher noch nie jemanden gehört, der nicht "die BRAVO" sagte. kratz.gif)

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(Ich hab seine Tätowierungen mal verpixelt. Soll ja eine Überraschung werden.)

Das ist Klaus. (Nur heißt er nicht wirklich Klaus, weil sein Name von der Redaktion geändert wurde, aber bleiben wir einfach bei Klaus.) Klaus ist der besagte Junge, der keinen Job kriegt. Klaus hat aber seine Tätowierungen nicht von Geburt an. Klaus war aggressiv, demolierte Gartenlauben und knackte in einer Nacht 15 Autos. Dabei wurde er erwischt und wanderte in den Bau. Und weil in der U-Haft nur Tätowierte waren, tauschte Klaus flugs Tabak und Kaffee gegen Nadel, Tusche und Bindfaden und fing an, sich selbst zu tätowieren. Und was hat sich der junge Mann denn nun gekonnt auf die Griffel und die Arme tätowiert?

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Jupp. Hakenkreuz, SS-Rune, "NSDAP", "Susi" und "Gudrun". Und das, obwohl Susi und Gudrun voll die Asi-Schlampen sind, ey.
Fassen wir also zusammen: Klaus ist ein aggressiver Typ, der im Knast saß (und das nicht wegen Bagatelldelikten), so leicht beeinflussbar, dass er schon in der U-Haft anfing, sich zu tätowieren, weil die anderen ja auch dort tätowiert waren, hat offenbar ein paar Nazitendenzen (worauf der BRAVO-Artikel interessanterweise überhaupt nicht einging) und ist so strunzdoof, dass er keine Sekunde daran gedacht hat, dass die "Kunstwerke" mal ein kleines Problem sein könnten, wenn er wieder draußen ist, und er sie deswegen vielleicht nicht dahin stechen sollte, wo sie jeder sehen kann. facepalm.gif

Kann gar nicht verstehen, warum die Betriebe lieber andere Bewerber vorgezogen haben. tozey.gif


Im Jahr 1972 wurde bekanntermaßen eine BRAVO wegen eines Artikels über Selbstbefriedigung auf den Index für jugendgefährdende Schriften gesetzt, weil der Text die Masturbation nicht dämonisierte. In der Indizierungsbegründung fand sich der inzwischen berühmte Satz: "Die Geschlechtsreife allein berechtigt noch nicht zur Inbetriebnahme der Geschlechtsorgane." kicher.gif

Dennoch hatte die BRAVO keine Angst, sich später wieder diesem Thema zu widmen, zum Beispiel im Jahr 1980 in der Aufklärungsreihe von Doktor Korff.

Ist Selbstbefriedigung schädlich?
Würde die Antwort ja lauten, hätten sie dann so ein für damalige männliche Teenager sicherlich ziemlich aufreizendes Bild genommen? biggrin.gif

Ganz nebenbei erfüllt dieser Artikel auch den Zweck, die Tittenquote zu erfüllen, der sich anscheinend jede Bravo bis in die 90er Jahre hinein zu beugen hatte. mops.gif Und die Leute wundern sich, warum ich die jetzige BRAVO nicht mag, tse.

Eine der authentischen Fragen, die Doktor Korff bekam, finde ich aber doch sehr amüsant:

Weibliche Masturbation ist blödes Gerede, oder?

Natürlich ist das blödes Gerede! Frauen sind gerade mal mit etwas Augenzwinkern als Menschen zu bezeichnen, wer würde sich denn so weit aus dem Fenster lehnen, ihnen auch noch sexuelles Lustempfinden zuzugestehen? duschelm.gif

Doktor Korff kann aber immerhin Entwarnung für alle geben, die befürchten, Selbstbefriedigung wäre Todesursache Nummer 1 unter Jugendlichen:

Alkohol ist gefährlicher als Onanieren

"Aber Onanieren ist nicht ungefährlich!", scheint diese Überschrift zu brüllen. Nette Ablenkung für die BPjS, während man dann im Text versteckte, dass das vollkommen ungefährlich ist. Scheint prima funktioniert zu haben, ich glaube, diese Ausgabe ist nicht indiziert. Vielleicht hatte man aber auch inzwischen nur in den Gremien der BPjS auch ein paar geschulte Wichser. happy.gif

Hinterher bist du allein

Danke, Hauptmann Offensichtlich! tozey.gif Man kriegt fast den Eindruck, als wenn das nur deswegen reingeschrieben wurde, um das Onanieren dann doch ein bisschen deprimierend darzustellen. heul.gif

Und als Rausschmeißer noch eine schwierige Frage aus einer anderen BRAVO aus demselben Jahr.

Dürfen deutsche Mädchen mit Ausländern gehen

Tja, die immer noch aktuelle Frage: Dürfen deutsche Mädchen mit Ausländern gehen? Und wie immer ist klar, dass Millionen deutscher Väter vehement sagen: "Ein Holländer kommt mir nicht ins Haus! mad.gif"

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Nuff, es ist getan! victory.gif

Ich hab den Buchshop jetzt an die neue Gesetzeslage angepasst. Die wichtigsten Änderungen:

  • Der Widerruf muss jetzt ausdrücklich erklärt werden, dafür gibt's auch ein Widerrufsformular, was in der Widerrufsbelehrung verlinkt ist.
  • Die Kosten für die Rücksendung trägt generell der Kunde, unabhängig vom Warenwert.
  • Wer ein E-Book bestellt, muss nun per Häkchen bestätigen, dass der Widerruf nach dem Versand des Downloadlinks ausgeschlossen ist.

Bisher hat in all den Jahren, in denen ich meine Bücher verkaufe, noch nie jemand den Kauf widerrufen, insofern sind das alles eher theoretische Änderungen. kratz.gif Ist ja nicht so, als würde ich Klamotten verkaufen.

Daneben gibt es noch weitere Änderungen. Die schönste ist die hier:

Buchhäschen

Dieses Buchhäschen von Lenka, die vor Urzeiten auch das Cover von "Böses Hasi!" gezeichnet hatte, wird fortan die Seite verschönern, mit der die erfolgreiche Absendung der Bestellung bestätigt wird. Die sah mir nämlich vorher immer vieeel zu trist aus.

Die letzte wichtige Neuerung ist natürlich die zusätzliche Zahlungsmethode: PayPal.
Die Bestellung läuft dabei so ab wie bisher, allerdings bekommt man nach dem Abschicken der Bestellung (auf der Seite mit dem Hasi :3 ) dann gleich einen PayPal-Button, über den man bezahlen kann. (Wer das dann doch nicht gleich erledigen will, bekommt einen entsprechenden Bezahl-Link in der Mail mit der Bestellkopie. Die Bezahlung muss dann aber binnen eines Tages erfolgen!)
Wenn man nach der Bezahlung über den von Paypal bereitgestellten Link zurück auf Klopfers Web geht, wird die Bestellung sofort als bezahlt registriert. Das ist insbesondere für die E-Book-Besteller interessant, weil die dann auch gleich ihren Downloadlink bekommen, sowohl auf der Seite als auch per Mail.
Wenn die Bezahlung bei Paypal aber ausdrücklich abgebrochen wird (durch einen Klick auf den "Abbrechen und zurück zu Klopfers Web"-Link), wird die Bestellung auch sofort storniert.

Falls euch irgendwelche Fehler auffallen oder ihr unerwartete Schwierigkeiten beim Bezahlen habt, meldet euch bitte hier oder per Mail bei mir. happy.gif


Nuff! Ich grüße das Volk.
Es sollte heute in Berlin etwa um die Mittagszeit regnen. Über drei Liter pro Quadratmeter angeblich. Pustekuchen. Man hat die einzelnen Tropfen auf der Straße noch erkennen können, und nach drei Minuten war alles schon wieder vorbei und die Straße wieder trocken. Tse. dry.gif Ansonsten kann man wenigstens sagen, dass bei diesem Wetterchen authentisches Brasilien-Gefühl aufkommt, selbst wenn man mit der Fußball-WM gar nichts am Hut haben will. Ich musste übrigens bei der prallen Sonne an eine Werbung aus einer 80er Bravo denken:

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Hautkrebs aus der Plastikflasche, jawoll! awesome.png Damals konnte man tatsächlich noch damit werben, dass da KEIN Sonnenfilter in der Suppe ist, die man sich da auf die Pelle schmieren soll, sondern nur Öl, Kakaobutter und allerlei anderes Zeug, das vermutlich nur dafür sorgt, dass das in der Sonne gebrutzelte Fleisch besonders lecker riecht.

Was passiert ist:
Passend zu der Werbung eben: Ein Schulbezirk im texanischen San Antonio hat Schülern verboten, beim Wandertag Sonnencreme mitzunehmen. Eine Mutter ist darüber verdammt sauer, weil ihre Tochter von so einem Wandertag mit einem höllischen Sonnenbrand zurückkam. Die Begründung der Schule: Kinder könnten die Sonnencreme essen oder sie ins Auge kriegen. Mir scheint, sie haben nicht viel Vertrauen in die geistigen Fähigkeiten ihrer Schützlinge. Die besagte Mutter ist ebenfalls nicht überzeugt, zumal ihr Vater selbst erst kürzlich an Hautkrebs gestorben ist. Die Sprecherin des Bezirks verteidigt jedoch das Verbot; Sonnencreme sei als Medizin einzustufen und dürfe nur mit einem ärztlichen Attest benutzt werden. Und wenn die Eltern keine verbrannten Kinder wollen, sollen sie sie halt schon eingecremt zur Schule schicken. Ist ja nicht so, als müsste Sonnencreme nach relativ kurzer Zeit neu aufgetragen werden. rumms.gif

Wenn man den alten Nazis nur etwas Positives zugestehen will, dann dies: Sie haben der Welt unheimlich viele kernige Zitate geschenkt, so auch im Bereich der Jugend. Deswegen wissen wir, dass die deutschen Jungen "flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl" sein sollten, was darauf hindeutet, dass der Adolf aus der deutschen Jugend Autos bauen wollte. Das würde auch den Namen Volkswagen erklären, eine Rinderroulade ist schließlich auch aus Rind.
Dummerweise kann man die Zitate aufgrund ihrer Herkund heute auch nicht mehr ironiefrei benutzen. Das hat nun eine christliche Jugendhilfe aus Alabama festgestellt, die auf einer Werbetafel mit fünf putzigen Kindern und Hitlers Worten "Nur wer die Jugend hat, hat die Zukunft" für Unterstützung warb. Und falls jemand glaubt: "Oh, na ja, da hat jemand gepennt und nicht gewusst, woher das Zitat stammte", den muss ich enttäuschen. Der Name des Führers stand nämlich mit auf dem Plakat. facepalm.gif Nachdem dann aber doch jemand Gnade hatte und ihnen erklärte, dass das wohl keine gute Idee ist, für Jugendhilfe mit dem alten Adolf zu werben, haben sie es immerhin abnehmen lassen. Würde mich aber nicht wundern, wenn sich bei so einer massiven Zurschaustellung akuter Dussligkeit jeder zweimal überlegt, ob er diesem Verein Geld spenden will.

Wer einen kleinen Lümmel hat, hat eigentlich zwei Probleme. Einerseits ist der Lümmel klein, andererseits ist der Pimmel auch nicht groß. Und das gibt Spott von Männern und weniger Erfolg bei den Frauen. So ist es kein Wunder, wenn der Handel mit Produkten zur Vergrößerung männlicher Genitalien floriert. Von Salben über Vakuumpumpen bis hin zu Gewichten gibt es vermutlich kaum etwas, was noch nicht probiert wurde. Und die meisten Versuche sind meistens leider zum Scheitern verurteilt oder gar gefährlich für die Standfestigkeit. Insofern sollte ein Mann aus Malaysia vielleicht sogar froh über das sein, was er nach seiner 100-Euro-Bestellung eines Penisvergrößerers bekam: eine Lupe. Der einzige Sicherheitshinweis zur Verwendung des "Geräts" war: "Nicht bei Sonnenlicht benutzen", und das ist ja angesichts der oft einschüchternd langen Beipackzettel für Medikamente, Haushaltsgeräte oder Fahrzeuge regelrecht beruhigend. Vermutlich hatte aber auch der Versender nicht damit gerechnet, dass sich einer ihrer Kunden bei den Behörden beschweren würde. So kann es nun also jeder wissen: Ong aus Seri Kembangan hat einen kleinen Penis. (Oder glaubt es zumindest so sehr, dass er 100 Euro ausgibt, um das zu ändern.)
(Kleine Anmerkung zu der "Frauen mögen große Lümmel"-Sache: Die Forscher haben den Frauen schlaffe Eumel gezeigt, was natürlich ziemlich unfair ist für Leute mit einem Blutpenis. Deswegen meine Frage: Liebe Damen, wer von euch hat schon mal von Fleisch- und Blutpenissen gehört? fragehasi.gif )

Die Wut einer Frau ist legendär. Die Kraft von Wirbelstürmen ebenso. Daher wundert es mich überhaupt nicht, was eine neue Studie herausgefunden haben will: Hurricanes mit weiblichen Namen töten mehr Menschen als die mit männlichen Namen. Das soll kein Zufall sein, aber auch nicht einfach den Grund haben, dass sich durch den Namen eine weibliche Boshaftigkeit in den Wetterphänomenen manifestiert (ich nenne das meine "Schwiegermutter-Hypothese"). Die Erklärung einer Mitarbeiterin an der Studie: Durch den weiblichen Namen tendieren Menschen unbewusst dazu, den Sturm für harmloser zu halten, als er ist, und vernachlässigen deswegen ihre Sicherheit. Der mit 1800 Opfern tödlichste Sturm mit Mädchennamen war Katrina im Jahr 2005, der tödlichste männliche Sturm Floyd forderte 1999 lediglich 56 Opfer. Aber selbst wenn man die beiden größten Frauenstürme herausrechnet, sollen Hurricanes mit weiblichen Namen in Durchschnitt fast dreimal mehr Opfer fordern. Ob da tatsächlich etwas dran ist, bleibt wohl umstritten: Andere Forscher kritisieren die Erkenntnisse dieser Studie.

Links aus Klopfers Twitter-Feed:
Türsteher in Angst vor Tanz-Katze. Sie hat halt einfach den Tanz im Blut, das können die Schergen der Öffentlichkeit nicht unterdrücken!

Im Norden Kolumbiens vögeln Jungs und Männer Esel. Der Grund: Die katholischen Mädels lassen die Kerle einfach nicht so leicht ran, deswegen müssen die Esel dran glauben. Aber wie ein älterer Herr es in der verlinkten Doku sagt: "Eine Frau ist besser, denn eine Frau kann deinen Schwanz lutschen und ein Esel nicht." Romantik, ick hör dir trapsen!

Rihannas Kleid erinnert mich irgendwie an "Des Kaisers neue Kleider". Nicht, dass ich mich beschweren würde, meinetwegen hätte sie den Schlüpfer auch weglassen können.

Indischer Minister: "Manchmal sind Vergewaltigungen richtig." Was für ein blödes Arschloch. Meine Mutter meinte nur: "Der macht's vermutlich selbst." Würde mich nicht wundern.

Langweilige Postkarten. Manche sind so öde, dass es schon wieder Kunst ist. biggrin.gif

So, endlich gab es mal wieder ein paar mehr Links. victory.gif

In der Nacht vom 12. zum 13. werde ich dann den Buchshop an die neue Gesetzeslage anpassen und dabei (sofern nichts weiter schief geht) auch gleich die Paypal-Zahlung ermöglichen. Also nicht wundern, wenn das Bestellformular eventuell eine Weile nicht verfügbar ist, ich teste dann noch ausgiebig, ob alles funktioniert. Drückt mir die Daumen, dass alles klappt. ^^


Nuff! Ich grüße das Volk.

Ich hab mir diesmal etwas mehr Zeit gelassen, weil ich gehofft hatte, dass der letzte Eintrag noch etwas Kommentarliebe bekommt, aber offenbar wollt ihr nicht. Tja. angsthasi.gif *sniff*
Ach ja, ich werde (evtl. schon beim nächsten Update, mal sehen) eine neue Rubrik mit dem Titel "Klopfer erklärt die Welt" starten. Dort will ich einige Sachen erklären, die sich für Kolumnen oder Blogeinträge nicht eignen, aber trotzdem vielleicht mal auf klopferige Art gesagt werden sollten. In erster Linie zeichnen sie sich dadurch aus, dass sie keine persönlichen Meinungsäußerungen sein sollen, sondern tatsächlich erklären sollten, wie etwas ist. Ein paar Texte hab ich schon geschrieben dafür, aber falls ihr irgendwelche Themen habt, die euch interessieren würden, schlagt sie doch bitte in den Kommentaren vor. ^^ (Die bisher geplanten Themen sind "Schwarze Löcher", "Wo kommt eigentlich Geld her" und "Kennedy und sein Kopfschuss". Ihr merkt, es soll schon amüsant werden.)

Was mich derzeit sonst noch beschäftigt: Mein Notgroschen sollte nicht auf dem Girokonto versauern, deswegen dachte ich daran, ein Tagesgeldkonto zu eröffnen. Und dann lese ich das hier und frage mich, ob das überhaupt noch Sinn hat. Ich will den Notgroschen aber auch nicht in Aktien stecken, das sollte man nur mit Geld machen, bei dem es einen nicht groß juckt, wenn die Kurse mal abschmieren. Irgendwelche Ideen?

Was passiert ist:
Zunächst eine Kurznachricht: In Phoenix, Arizona, ist das Verbrechen weiter auf dem Vormarsch. Jüngstes Opfer: der Polizeichef, dem nun die Uniform geklaut wurde. facepalm.gif

Ein familiäres Grillen kann sehr gemütlich sein, insbesondere wenn alle Generationen miteinander Zeit verbringen, ihre Bindungen stärken und sich gegenseitig ihre Hobbys zeigen. Bei einem kleinen Barbecue in Florida sorgte jedoch ein kleines Missgeschick für einen leichten Schatten auf dem freudigen Beisammensein. Juan Manuel Martinez junior zeigte nämlich seinem Papa stolz seine Kalaschnikow. Der spielte nur kurz mit der geladenen Waffe herum und legte sie dann unbeaufsichtigt auf einem Tisch ab. Das war eher suboptimal. Denn prompt griff sich der sechsjährige Enkel des Letztgenannten die AK-47 und ... nein, keine Bange, er hat sich nicht verletzt. Ach was. Das wäre ja zynisch, wenn ich so locker flockig darüber schreiben würde. Nein, er hat nur seinen Opa erschossen.
Als Waffenbesitzer wurde Martinez junior dann verhaftet; die Polizei gab ebenfalls bekannt, dass Alkohol und Kokain bei dem Unglück eine Rolle spielten. Und dennoch sollten wir uns zurückhalten, nach einm Schuldigen zu suchen, denn wie der Verhaftete sagte: "Die Familie versucht nicht, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen. Es war einfach ein tragisches Ereignis. Wir können nicht sagen, es wäre meine Schuld, die Schuld meines Neffen oder die meines Vaters." Da habt ihr's: Es konnte niemand was dafür. schulterzuck.gif

Für manche Leute verläuft der Alterungsprozess gnädiger als für andere. So ist es kein Wunder, wenn man bei manchen alten Menschen nicht so ganz sicher ist, ob der Verwesungsprozess bereits eingesetzt hat und der Körper sich bisher einfach weigert, das anzuerkennen. Bei einem hinduistischen Guru aus dem indischen Bundesstaat Punjab beschäftigt die Frage inzwischen allerdings die Gerichte. Seine Heiligkeit Shri Ashutosh Maharaj soll im Januar gestorben sein, sagt seine Familie. Seine Anhänger wiederum sind davon überzeugt, dass er nur ganz tief meditiert. Vermutlich glauben sie auch, dass er sich nach den norwegischen Fjorden sehnt, denn sie haben seinen Körper in einer Kühlkammer eingelagert, damit er frisch bleibt, bis der Guru geruht, wieder mal zu erwachen. Die Familie würde den Alten nun aber doch mal gerne einäschern und begraben, und angesichts der ärztlichen Bestätigung, dass der Mann definitiv zu seinen Ahnen abgeritten ist, sollte das nicht einmal eine Formalie sein. Da sich die Gläubigen aber weigern, den Steifen herauszurücken, und auch die Polizei nur schulterzuckend meinte, dass sie ja die Gläubigen nicht zwingen könnten, an den Tod ihres Religionsführers zu glauben, muss jetzt doch ein Gericht entscheiden, ob der Mann denn wirklich nur meditiert oder ob er nun doch langsam mal unter die Erde sollte.

Lust auf Flausch? In Schweden kein Problem: Dort gibt es immer mehr Möglichkeiten, sich Kaninchen zu mieten. Während vor zehn Jahren das Interesse noch gering war, kommen nun immer mehr Farmen und Tierläden auf die Idee, die kleinen Wuschel für einen kleinen Obolus zu verleihen. Ein Anbieter verlangt 70 Kronen (7,75€) pro Tag und Häschen, 900 Kronen (etwa 100 Euro) beträgt die Monatsrate. "Das Verleihen ist großartig, weil man so ausprobieren kann, bevor man sich fest bindet", erzählt eine Anbieterin. Und aus den gleichen Gründen sollte man Prostitution nicht verbieten. biggrin.gif Ich hoffe aber, dass irgendwann jedes Kaninchen ein liebevolles, dauerhaftes Zuhause findet.

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Links aus Klopfers Twitter-Feed:
Spiegel berichtet über Fotos von Fotografensohn. Der 17-Jährige hat jetzt ne eigene Ausstellung gekriegt in Frankfurt am Main. Gerahmt kosten seine Bilder 1200 Euro. Und niemand würde sich dafür interessieren, wenn sein Vater nicht als Fotograf bekannt wäre. Das ist leider die harsche Wahrheit, zumal seine Bilder zwar okay, aber eben auch nichts Besonderes sind. (Und er muss noch den Haken für "Objektivkorrekturen anwenden" in Lightroom finden.)

Zeit für etwas Werbung! happy.gif

So, nächste Woche gibt's aber mehr Links. Denke ich. kratz.gif


Schon seit Beginn ihrer Existenz haben Jugendzeitschriften versucht, die leicht zu beeindruckenden, formbaren Jugendlichen in die Richtung persönlicher Verbesserung zum Dienste der Gesellschaft zu lenken. Regelmäßige Leser werden sich zum Beispiel an die äußerst fruchtbaren Tipps zur Stärkung der Schlagfertigkeit aus der "BRAVO Girl!" erinnern. Aber woher soll man wissen, ob man diese Tipps überhaupt nötig hat? Keine Angst, die Redaktionen sind Experten in der Kunst der Psychoanalyse, deswegen wurde schon im Jahr 1982 im Fachblatt BRAVO ein entsprechender Test veröffentlicht.

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Der Text geht noch weiter! Hier klicken, um den ganzen Eintrag zu lesen

Kategorie: Persönliches

Ich werde heute Abend ins Theater gehen und erst nach Mitternacht zurückkehren. Und ich gebe zu: Ich hab ein mulmiges Gefühl, wenn ich nachts allein unterwegs bin. Wahrscheinlich wird nichts passieren, aber das Gefühl ist trotzdem da. Ich werde auf meinem Heimweg mit der U-Bahn fahren müssen, also wenn etwas in den U-Bahnhöfen passieren sollte, wird zwar kein Sicherheitspersonal da sein, um einzugreifen, aber dafür wird man ein paar schöne Videoaufnahmen von meinem Dahinscheiden haben. Macht sich gut beim Prozess später.
Diese Angst beschränkt sich nicht nur auf mich. Wenn ich weiß, dass Freundinnen oder Freunde, die nicht wie ein Schrank aussehen und jegliches gegnerische Aggressionspotenzial mit einem scharfen Blick vernichten können, nachts alleine unterwegs sind, gebe ich ihnen meistens ein "Lass dich nicht wegfangen" auf den Weg mit und frage nach einiger Zeit per SMS/WhatsApp, ob sie schon heil angekommen sind. (In anderen Nachrichten: Es ist anstrengend, mit mir befreundet zu sein.)
Nur: Es passiert nichts. (Meine Erfahrungen mit Räubern und Schlägern draußen habe ich auch alle am helligten Tag gemacht.) Wenn ich den letzten Kilometer bis zur Wohnung laufe, weil die Straßenbahn zu lange braucht, schlägt mein Herz schneller, wenn ich den Schritt einer anderen Person hinter mir höre. Und dann bemerke ich, wie diese Person abbiegt oder an meinem Hauseingang vorbeiläuft, und ich kriege ein schlechtes Gewissen. Diese Person war harmlos. Sie hat nichts verkehrt gemacht. Sie hat auch nichts getan, was meine Angst rechtfertigen würde, außer dass sie eben da war, und das kann man niemandem übel nehmen, gerade wenn man selbst einfach nur da ist.

Ich kann also verstehen, wenn Frauen Angst haben, nachts alleine unterwegs zu sein. Aber heute gab es eine Diskussion auf Twitter darüber. Ich habe dabei angemerkt, dass auch viele Männer nachts allein Bammel haben. Die Gegenfrage war: "Aber wohl nicht davor, in ein Gebüsch gezerrt zu werden?"
Damit habe ich ein Problem. Lasst mich das erklären: Frauen haben Angst davor, sexuell belästigt oder vergewaltigt zu werden. Klar. Männer allerdings werden häufiger Opfer von Gewalttaten. Sie werden häufiger verdroschen und sind häufiger Opfer tödlicher Gewalt. Es ist also nicht so, dass Frauen per se gefährdeter wären als Männer. (Und bei weitem nicht jeder Kerl, der einen anderen Mann vermöbelt, würde genauso selbstverständlich eine Frau in der Öffentlichkeit verhauen. Da ist doch noch ein großes Tabu in den meisten Männern drin.) Im Endeffekt ist es also so: Böse Menschen tun anderen Menschen böse Dinge an. Egal, was man zwischen den Beinen hat oder zu welchem Geschlecht man sich zählt, man ist nicht besonders geschützt vor Gewalttaten.
Mein Problem mit der oben genannten Frage ist also, dass sie sehr stark andeutet, dass die Angst von Männern weniger "wert" oder weniger gerechtfertigt wäre als die von Frauen. Und ich finde, das kann nicht im Sinne der Gleichberechtigung sein, dass die Gefühle eines Geschlechts als weniger relevant angesehen werden.

Ob Mann oder Frau, die meisten Menschen werden feststellen, dass diese Angst unbegründet ist und der Heimweg dann doch total unspektakulär war. Angst davor zu haben, nachts draußen zu sein, ist in erster Linie ein persönliches Problem. Der Grund für die Angst ist, dass es ein paar böse Menschen gibt. Diese sind das gesellschaftliche Problem. Frauen sollten nicht sagen: "Ich habe Angst davor, nachts draußen herumzulaufen", wenn sie eigentlich meinen: "Es gibt zu viele Männer, die Frauen belästigen und keine Grenzen akzeptieren." Denn diese sind ja der Knackpunkt, nicht die Nacht oder die Menschen, die dann unterwegs sind. Vermutlich hatte auch schon mal eine Frau Angst vor mir. Der Gedanke gefällt mir nicht, aber ich werde keine Verantwortung übernehmen oder mich schuldig fühlen für andere Menschen, die sich nicht benehmen können und zufällig auch einen Penis haben. Und ich habe die Hoffnung, dass alle Frauen, denen ich mal durch meinen bloßen Spaziergang durch die nächtlichen Straßen Berlins Angst gemacht habe, sich auch eher denken: "Oh, ich hab ihm unrecht getan", und nicht: "Puh, noch mal Glück gehabt." Denn der erste Gedanke ist der, der die Angst vielleicht ein bisschen verkleinert.

So, jetzt muss ich aber los.


Nuff! Ich grüße das Volk.
Die Sache, wegen der ich mich bereits aufgeregt habe, ist noch über zwei Wochen von ihrer Gesetzeskraft entfernt. Und das ist auch gut so, ich feile immer noch an einigen Formulierungen in meinem kleinen Bücherladen. Und weil ich eh so einiges umbauen muss, habe ich beschlossen, als zusätzliche Zahlungsmethode dann auch Paypal anzubieten. (Ich hoffe, dass dann so viele Leute mehr bestellen, dass mir die Paypal-Gebühren nicht ganz so leid tun.) Jetzt nur noch die Daumen drücken, dass keine dicken Programmierfehler dieses Vorhaben nach hinten verschieben.
Ach ja, glatt vergessen: Inzwischen gibt es auch meine ersten drei Bücher endlich als E-Book bei Kobo.

Gestern waren noch größere Wahlen, vielleicht habt ihr es ja so nebenbei mitgekriegt. Wenn man vor einem halben Jahrhundert den Alliierten erzählt hätte, dass gerade bei den Deutschen radikale Parteien eher zu den politischen Randerscheinungen zählen werden, während in allerlei anderen großen europäischen Ländern die extremen Parteien zweistellige Prozentbeträge erlangen, hätte man vermutlich ungläubiges Kopfschütteln geerntet. Ansonsten war aber die mediale Nachbearbeitung ab 18 Uhr wieder mal unerträglich: Bis auf die FDP- und CSU-Vertreter fand so ziemlich jeder Politiker, dass man erstklassige Arbeit geleistet und ein tolles Ergebnis erreicht hätte. tozey.gif CDU: "Wir haben eindeutig gewonnen!" SPD: "Wir haben starke Zugewinne und ein besseres Ergebnis als letztes Mal." Grüne: "Wir haben unser Tief überwunden und sind erneut dritte Kraft in Deutschland!" Die Linke: "So ein starkes Ergebnis bei einer Europawahl hatten wir noch nie!" AfD: "Wir sind die neue Volkspartei!" (Und das, obwohl die FDP auch mal mehr hatte und trotzdem auch dann eher als Klientelpartei angesehen wurde.)
Deswegen auch mein Tweet gestern:

man sollte nach wahlen keine politiker interviewen. ist doch, als wenn jemand nach dem wichsen erzählt, wie toll er sich fand.

DIE PARTEI hat es nach reichlich Fingernägelkauen auch ins Europaparlament geschafft. Bin gespannt, ob das Rotationsprinzip umgesetzt wird. Die AfD wiederum hat ja nicht wirklich mehr Wähler gehabt als bei der Bundestagswahl (und wie SPIEGEL Online schreibt, haben sie sich einen Teil der Wähler von anderen Parteien geholt, während zahlreiche Ex-AfD-Wähler gar nicht mehr wählten). Mit Lucke im Europaparlament wird es evtl. auch schwerer für sie, auf Bundesebene für sich zu werben. Mal sehen.

Was passiert ist:
Bei Asterix freute sich so mancher Römer darauf, wenn er in den Zirkus durfte. Für die Tiere allerdings ist das Zirkusleben wahrscheinlich nicht so überragend. Besonders schlimm erwischte es kürzlich einen tierischen Darsteller des Sowjetischen Zirkus (offenbar gibt es den noch...), allerdings nicht während einer Vorstellung. Der Zirkus war nämlich unterwegs in eine andere Stadt, und Fedya, das zwei Meter lange Krokodil, fuhr im Kleinbus mit. (Das würde eigentlich schon reichen für eine bizarre News-Meldung. kratz.gif ) In einer scharfen Kurve geschah jedoch das Unglück: Die 120 Kilogramm schwere Buchhalterin, die nicht angeschnallt war, fiel von ihrem Sitz direkt auf das arme Reptil. Fedya blieb zwar unverletzt, aber erlitt so einen schweren Schock, dass es drei Stunden lang kotzte. Die Buchhalterin wurde auch nur leicht verletzt, allerdings sollte das vielleicht ein kleines Zeichen sein, endlich mal ernsthaft mit einer Diät anzufangen.

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Die australische Tourismusbehörde bietet häufiger mal den "besten Job der Welt" an, aber nun gibt es eine Stellenanzeige aus China, die eine ernsthafte Konkurrenz darstellt: Das Pandabären-Schutz- und Forschungs-Zentrum sucht nämlich nach Panda-Pflegern, die laut Jobbeschreibung nur eine Aufgabe haben: 365 Tage im Jahr für die Pandajungen da zu sein und mit ihnen Freud und Leid zu teilen. Heißt: Es gibt Geld fürs Pandaknuddeln. Die Pandaknuddler bekommen 200.000 Yuan Gehalt im Jahr (~23.500 Euro), freie Unterkunft, Verpflegung und ebenso kostenlose Fahrten zur Arbeitsstelle. Bewerbungen werden bis zum 15. Juli angenommen; das Mindestalter beträgt jedoch 22 Jahre. Und vermutlich sollte man Chinesisch können. Sorry, dass ich eure Hoffnungen angeheizt habe.

Beim vorletzten Wochenrückblick habe ich euch ja von den Tankstellenräubern erzählt, die die Tankstelle gleich selbst noch einige Stunden lang bemannten und das Geschäft am Laufen hielten. Wie es scheint, sind noch mehr Kriminelle eigentlich auf der Suche nach einem Arbeitsplatz: Ein 30-Jähriger in New York soll letzten Montag um drei Uhr früh den Lieferwagen der Grimaldi's-Bäckerei geklaut haben - und machte sich dann daran, sämtliche bestellten Brötchen, Brote und Baguettes an die Kunden auszuliefern. Kleine Abzüge gibt es allerdings in der Eigendarstellung: Offenbar erledigte der Mann alles in seiner Unterwäsche. (Trotzdem positiv anzumerken: Es hätte ja fremde Unterwäsche sein können.) Geschnappt wurde er schließlich, weil er mit dem Lieferwagen zu dicht auf eine Limousine auffuhr. Auch hier gibt es anscheinend noch etwas Nachholbedarf, aber man kommt dennoch nicht umhin, sein Pflichtbewusstsein zu bewundern. (Er hatte es sicherlich schwer im Leben. Sein Name ist David Bastar. Oder wie er in vielen Listen stehen dürfte: Bastar, D.)

Das amerikanische Justizministerium hat fünf hochrangige chinesische Militärs der Militär- und Wirtschaftsspionage beschuldigt. Die Männer sollen für Hackerangriffe auf die Firmen Westinghouse Electric, US Steel, SolarWorld, United Steel Workers Union, Allegheny Technologies und Alcoa verantwortlich sein, die aus Shanghai heraus ausgeführt wurden und bei denen riesige Mengen von Daten über industrielle und strategische Pläne erbeutet wurden. "Die hohe Bandbreite der Handelsgeheimnisse und anderer sensibler Geschäftsinformationen in diesem Fall ist signifikant und verlangt nach einer aggressiven Reaktion", sagte der Generalstaatsanwalt Eric Holder, ohne sofort an einer Ironie-Überdosis zu sterben. facepalm.gif

Links aus Klopfers Twitter-Feed:
Neonazis bei der bayerischen Polizei? Wen überrascht das? Vielleicht sollte man auch mal bei der Polizei in Sachsen gucken, ob bei denen nicht auch einige Aufkleber gelandet sind.

Jeff Bezos wurde zum "Schlimmsten Chef der Welt" gewählt. Und zwar auf dem Weltkongress Internationalen Gewerkschaftsbund. Und ich finde das Ergebnis sehr merkwürdig. Man mag die Arbeitsbedingungen bei Amazon stark kritikwürdig finden, natürlich. Aber ist Jeff Bezos tatsächlich schlimmer als z. B. der Betreiber der Kohlenmine in Soma? Oder als die Bosse von Foxconn? Oder was ist mit den Sklavenhaltern in Indien, China und anderswo? Ein bisschen sollte man sich ja schon schämen, wenn man so einen Titel verleiht und damit eigentlich nur sagt: "Schaut euch an, wie unangenehm die Arbeit in den Lagerhäusern eines westlichen Einzelhandelskonzerns sein kann! Scheiß doch auf das braune Pack und die Schlitzaugen, die überall woanders auf der Welt unter menschenunwürdigen Bedingungen malochen müssen." Ich bin mir nicht mal sicher, ob Amazon überhaupt realistisch als schlimmster großer Arbeitgeber in USA und Europa durchgehen würde; Wal-Mart hätte da vermutlich doch die Nase vorn.

Nanu? Wieder so wenig Links. kratz.gif
Wegen Steuererklärung wird es übrigens vor Juni nichts mehr mit dem Update, aber hättet ihr vll. wieder Lust auf irgendwas aus einer alten Bravo? fragehasi.gif


Kategorie: Gemotze

Ich bin erst nach sieben Uhr morgens ins Bett gegangen. uffarbeit.gif Warum? Weil am 13. Juni wegen einer EU-Richtlinie das Verbraucherrecht geändert wird und somit ab diesem Zeitpunkt jede Menge bürokratischer Scheiß in meinem Buchshop geändert werden muss, in erster Linie die Widerrufsbelehrung, mit der ich euch hochoffiziell darüber informiere, wie ihr die Bücher zurückgeben könnt, wenn sie euch wider Erwarten nicht gefallen. Ist noch nie passiert, also steht es eher da, um Abmahnungen zu vermeiden.

Was ist daran so kompliziert, dass ich mir die Nacht um die Ohren schlage, fragt ihr? Nun, das Bundesjustizministerium veröffentlicht immer auch eine Muster-Widerrufsbelehrung. Nett, nicht wahr? Vor einigen Jahren haben sie eine veröffentlicht, die aber quasi erst per Verordnung verwendbar wurde, weil (aufgrund der beschissenen Formulierung des Gesetzes) selbst die Juristen des Ministeriums es nicht auf Anhieb packten, den Text abmahnsicher zu gestalten. Wäre ja auch zu gründlich gewesen, das Gesetz sauberer zu formulieren.
(Stellt euch mal vor, es würden Kühlschränke eines Herstellers spontan explodieren, sobald man Leberwurst hineinlegt. Und anstatt die Kühlschränke zu reparieren, wird einfach erklärt, dass der Kühlschrank nicht für Leberwürste geeignet ist. Etwa so gehen die Gesetzgeber mit ihren Gesetzen um.)
Heutzutage ist die Muster-Widerrufsbelehrung noch komplizierter, weil je nach Anwendungszweck bestimmte Textbausteine eingefügt werden müssen. Nehmen wir zum Beispiel gleich die ersten beiden Sätze.

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag (1).

An die Stelle von (1) ist nun einer der folgenden in Anführungszeichen gesetzten Textbausteine zu setzen:

a) im Falle eines Dienstleistungsvertrags oder eines Vertrags über die Lieferung von Wasser, Gas oder Strom, wenn sie nicht in einem begrenzten Volumen oder in einer bestimmten Menge zum Verkauf angeboten werden, von Fernwärme oder von digitalen Inhalten, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden: „des Vertragsabschlusses.“;
b) im Falle eines Kaufvertrags:„, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen haben bzw. hat.“;
c) im Falle eines Vertrags über mehrere Waren, die der Verbraucher im Rahmen einer einheitlichen Bestellung bestellt hat und die getrennt geliefert werden:„, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die letzte Ware in Besitz genommen haben bzw. hat.“;
d) im Falle eines Vertrags über die Lieferung einer Ware in mehreren Teilsendungen oder Stücken:„, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die letzte Teilsendung oder das letzte Stück in Besitz genommen haben bzw. hat.“;
e) im Falle eines Vertrags zur regelmäßigen Lieferung von Waren über einen festgelegten Zeitraum hinweg:„, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die erste Ware in Besitz genommen haben bzw. hat.“

Die Punkte b), c) und d) decken die Fälle ab, in denen eine Bestellung entweder ganz oder in mehreren Teilen verschickt wird (und ob es sich um verschiedene Waren handelt oder um eine einzige, die aber häppchenweise versendet wird). Man soll sich also als Händler schon vorher darauf festlegen, ob man immer alles in einer Lieferung verschickt oder in mehreren. Nun könnte man ja auf die Idee kommen, einfach zu schreiben: "[...] die Waren bzw. im Falle mehrerer Teillieferungen die letzte Ware in Besitz genommen haben [...]", oder? So hätte man doch b) und c) gleichzeitig abgedeckt, oder?

Von wegen. Das wäre logisch, sprachlich korrekt und praktisch sowie theoretisch nicht misszuverstehen. Und so stehen die Anwaltskanzleien in seltener Einmütigkeit auf dem Standpunkt, dass das nicht gemacht werden darf. Warum? Weil in den Ausfüll-Anweisungen steht: "einer der [...] Textbausteine". Ich habe keine Ahnung, ob tatsächlich irgendein Richter der Meinung wäre, dass die von mir vorgeschlagene Formulierung den Verbraucher verwirren oder Wettbewerber benachteiligen würde. Aber allein die Tatsache, dass all diese Anwälte sich so an dem Wörtchen "einer" festhalten, bringt mich schon zum Kotzen, weil das natürlich heißt, dass es da draußen auch Anwälte gibt, die wegen so einer Sache eine dicke Abmahnung schicken würden. facepalm.gif

Nebenbei gibt es allerlei Informationspflichten, die bei näherer Betrachtung für Verbraucher so ziemlich nutzlos sind und für mich einfach nur Krampf. So muss ich euch zum Beispiel einen genauen Lieferzeitraum nennen, und zwar ab dem Zeitpunkt, ab dem ihr eure Zahlung geleistet habt. Ich habe keine Ahnung, wie lange das Geld dann zu mir braucht, ich habe absolut keine Ahnung, wie die Post gerade drauf ist (Büchersendungen werden langsamer verschickt) oder wie lange eine Büchersendung von Berlin nach Madrid brauchen würde. Aber wenn diese Frist irgendwie überschritten wird, hab ich auch die Arschkarte. Also kann ich nur einen Zeitraum nennen, der vermutlich deutlich länger ist als das, was in den allermeisten Fällen realistisch ist.

Die wesentliche Änderung für euch: In Zukunft müsstet ihr die Rücksendekosten auch bei einem Warenwert über 40 Euro tragen. Aber da Bücher keine Hosen sind, ist das auf Klopfers Web furchtbar schnurz. Und ihr müsst, falls ihr E-Books bestellt, mit einem Häkchen bestätigen, dass ihr auf das Widerrufsrecht verzichtet, sobald die Downloadcodes verschickt wurden. Und die meisten Änderungen in der Widerrufsbelehrung haben gar nichts mit diesen für euch relevanten Dingen zu tun.

Eine Übergangsfrist gibt es übrigens nicht: Theoretisch muss man all diese Änderungen um 0 Uhr in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni auf seiner Website einbauen. Zu früh, und man riskiert eine Abmahnung, weil die Gesetzesänderung noch nicht gilt. Zu spät, und man riskiert eine Abmahnung, weil man die neuen Regeln nicht erfüllt.

tl;dr: Ich ärgere mich mit bürokratischen Dreck herum, der angeblich Verbraucher schützen soll, aber eigentlich nur Abmahnanwälte interessiert.