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Kategorie: Gemotze

Ich bin erst nach sieben Uhr morgens ins Bett gegangen. uffarbeit.gif Warum? Weil am 13. Juni wegen einer EU-Richtlinie das Verbraucherrecht geändert wird und somit ab diesem Zeitpunkt jede Menge bürokratischer Scheiß in meinem Buchshop geändert werden muss, in erster Linie die Widerrufsbelehrung, mit der ich euch hochoffiziell darüber informiere, wie ihr die Bücher zurückgeben könnt, wenn sie euch wider Erwarten nicht gefallen. Ist noch nie passiert, also steht es eher da, um Abmahnungen zu vermeiden.

Was ist daran so kompliziert, dass ich mir die Nacht um die Ohren schlage, fragt ihr? Nun, das Bundesjustizministerium veröffentlicht immer auch eine Muster-Widerrufsbelehrung. Nett, nicht wahr? Vor einigen Jahren haben sie eine veröffentlicht, die aber quasi erst per Verordnung verwendbar wurde, weil (aufgrund der beschissenen Formulierung des Gesetzes) selbst die Juristen des Ministeriums es nicht auf Anhieb packten, den Text abmahnsicher zu gestalten. Wäre ja auch zu gründlich gewesen, das Gesetz sauberer zu formulieren.
(Stellt euch mal vor, es würden Kühlschränke eines Herstellers spontan explodieren, sobald man Leberwurst hineinlegt. Und anstatt die Kühlschränke zu reparieren, wird einfach erklärt, dass der Kühlschrank nicht für Leberwürste geeignet ist. Etwa so gehen die Gesetzgeber mit ihren Gesetzen um.)
Heutzutage ist die Muster-Widerrufsbelehrung noch komplizierter, weil je nach Anwendungszweck bestimmte Textbausteine eingefügt werden müssen. Nehmen wir zum Beispiel gleich die ersten beiden Sätze.

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag (1).

An die Stelle von (1) ist nun einer der folgenden in Anführungszeichen gesetzten Textbausteine zu setzen:

a) im Falle eines Dienstleistungsvertrags oder eines Vertrags über die Lieferung von Wasser, Gas oder Strom, wenn sie nicht in einem begrenzten Volumen oder in einer bestimmten Menge zum Verkauf angeboten werden, von Fernwärme oder von digitalen Inhalten, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden: „des Vertragsabschlusses.“;
b) im Falle eines Kaufvertrags:„, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen haben bzw. hat.“;
c) im Falle eines Vertrags über mehrere Waren, die der Verbraucher im Rahmen einer einheitlichen Bestellung bestellt hat und die getrennt geliefert werden:„, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die letzte Ware in Besitz genommen haben bzw. hat.“;
d) im Falle eines Vertrags über die Lieferung einer Ware in mehreren Teilsendungen oder Stücken:„, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die letzte Teilsendung oder das letzte Stück in Besitz genommen haben bzw. hat.“;
e) im Falle eines Vertrags zur regelmäßigen Lieferung von Waren über einen festgelegten Zeitraum hinweg:„, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die erste Ware in Besitz genommen haben bzw. hat.“

Die Punkte b), c) und d) decken die Fälle ab, in denen eine Bestellung entweder ganz oder in mehreren Teilen verschickt wird (und ob es sich um verschiedene Waren handelt oder um eine einzige, die aber häppchenweise versendet wird). Man soll sich also als Händler schon vorher darauf festlegen, ob man immer alles in einer Lieferung verschickt oder in mehreren. Nun könnte man ja auf die Idee kommen, einfach zu schreiben: "[...] die Waren bzw. im Falle mehrerer Teillieferungen die letzte Ware in Besitz genommen haben [...]", oder? So hätte man doch b) und c) gleichzeitig abgedeckt, oder?

Von wegen. Das wäre logisch, sprachlich korrekt und praktisch sowie theoretisch nicht misszuverstehen. Und so stehen die Anwaltskanzleien in seltener Einmütigkeit auf dem Standpunkt, dass das nicht gemacht werden darf. Warum? Weil in den Ausfüll-Anweisungen steht: "einer der [...] Textbausteine". Ich habe keine Ahnung, ob tatsächlich irgendein Richter der Meinung wäre, dass die von mir vorgeschlagene Formulierung den Verbraucher verwirren oder Wettbewerber benachteiligen würde. Aber allein die Tatsache, dass all diese Anwälte sich so an dem Wörtchen "einer" festhalten, bringt mich schon zum Kotzen, weil das natürlich heißt, dass es da draußen auch Anwälte gibt, die wegen so einer Sache eine dicke Abmahnung schicken würden. facepalm.gif

Nebenbei gibt es allerlei Informationspflichten, die bei näherer Betrachtung für Verbraucher so ziemlich nutzlos sind und für mich einfach nur Krampf. So muss ich euch zum Beispiel einen genauen Lieferzeitraum nennen, und zwar ab dem Zeitpunkt, ab dem ihr eure Zahlung geleistet habt. Ich habe keine Ahnung, wie lange das Geld dann zu mir braucht, ich habe absolut keine Ahnung, wie die Post gerade drauf ist (Büchersendungen werden langsamer verschickt) oder wie lange eine Büchersendung von Berlin nach Madrid brauchen würde. Aber wenn diese Frist irgendwie überschritten wird, hab ich auch die Arschkarte. Also kann ich nur einen Zeitraum nennen, der vermutlich deutlich länger ist als das, was in den allermeisten Fällen realistisch ist.

Die wesentliche Änderung für euch: In Zukunft müsstet ihr die Rücksendekosten auch bei einem Warenwert über 40 Euro tragen. Aber da Bücher keine Hosen sind, ist das auf Klopfers Web furchtbar schnurz. Und ihr müsst, falls ihr E-Books bestellt, mit einem Häkchen bestätigen, dass ihr auf das Widerrufsrecht verzichtet, sobald die Downloadcodes verschickt wurden. Und die meisten Änderungen in der Widerrufsbelehrung haben gar nichts mit diesen für euch relevanten Dingen zu tun.

Eine Übergangsfrist gibt es übrigens nicht: Theoretisch muss man all diese Änderungen um 0 Uhr in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni auf seiner Website einbauen. Zu früh, und man riskiert eine Abmahnung, weil die Gesetzesänderung noch nicht gilt. Zu spät, und man riskiert eine Abmahnung, weil man die neuen Regeln nicht erfüllt.

tl;dr: Ich ärgere mich mit bürokratischen Dreck herum, der angeblich Verbraucher schützen soll, aber eigentlich nur Abmahnanwälte interessiert.


Nuff! Ich grüße das Volk.
In der letzten Woche hab ich mal versucht, meinen Stammbaum anhand von Dokumenten zu erstellen, die ich so in Griffweite hatte (sowie aus Informationen meiner Eltern). Ich hab es nur bis zu meinen Urgroßeltern geschafft, anscheinend sind sie selbst aus dem Nichts gekommen; selbst auf Seiten, auf denen Tausende anderer Leute ihre Stammbäume reingestellt haben und allerlei historische Aufzeichnungen durchsucht werden können, gab es keinerlei Übereinstimmungen, was bei Namen wie Schröder und Schmidt doch extrem überraschend ist. (Bei den selteneren Namen wie Reifegerste, Bretschneider, Häber oder Mees könnte man ja meinen, dass man in der entsprechenden Region wiederum quasi zwangsläufig auf der richtigen Spur ist, wenn man überhaupt einen Treffer hat, aber auch das trifft nicht zu.) Und alte Ariernachweise sind auch nicht aufgehoben worden. Also muss ich mich wohl damit abfinden, dass ich da nicht weiterkomme.

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Außerdem habe ich in den letzten paar Tagen das Buch "Muss man wissen! - Ein Interview mit Dr. Axel Stoll" gelesen. Axel Stoll dürfte vielen sicherlich von den Youtube-Videos des Neuschwabenland-Forums bekannt sein. Er präsentiert sich als Naturwissenschaftler und Universalgelehrter, der die Meinung vertritt, dass die Reichsdeutschen im Zweiten Weltkrieg mit Flugscheiben umherflogen, eine Basis in der Antarktis unterhielten und bis heute heimlich Einfluss auf die Menschheit nehmen. Hier mal eine Art Best-Of.
Das Interview mit dem besagten Axel Stoll nimmt den größten Teil des Buches ein und ist recht originalgetreu übertragen worden, also nicht sprachlich geglättet, Halbsätze bleiben Halbsätze und so. Die Interviewer füttern Stoll mit Interviewfragen und Stichworten, aber geben ihm kein Kontra, kritisieren also weder Widersprüche noch falsche Darstellungen, wodurch Stoll Gelegenheit kriegt, seine recht wirre Gedankenwelt ungebremst in der ganzen Absurdität auszubreiten. Dafür werden ausgiebig kritische Fußnoten eingestreut, die Dinge korrigieren, erläutern und teilweise auf den Seiten mehr Raum einnehmen als der eigentliche Interviewtext. Die Fußnoten werden am Ende des Buches auch noch einmal wiederholt und zum Teil erweitert, wobei einiges auch ein bisschen wie Seitenschinderei aussieht. (Wer kauft sich so ein Buch und weiß nicht, wer Hermann Göring ist? wink.gif) Einige Passagen im Buch sind geschwärzt, da Stoll an diesen Stellen strafrechtlich relevantes Zeug sagt (etwa Holocaustleugnung oder so), was bei einer unzensierten Veröffentlichung auch den Verlag und die Autoren in Schwierigkeiten gebracht hätte. Das Interview lädt dennoch (wie die Videos) sehr ein zum Kopfschütteln und hilflosem Schmunzeln, weil man sich quasi dauernd fragt: "Und das glaubt wirklich jemand auch nur im Ansatz?" Zum Schluss des Buches gibt es noch eine psychologische Einschätzung, ob Stoll geisteskrank ist, weil das eine Frage ist, die unweigerlich aufkommt. Was mich am Buch (neben der tw. zu offensichtlichen Fußnoten) stört, sind die etwas amateurhafte Aufmachung und ein paar auffällige Rechtschreibfehler, die vermutlich aber in späteren Auflagen bereits korrigiert sind. Davon abgesehen ist es quasi ein Muss für alle, die die kruden Theorien aus dem reichsdeutschen Esoterik-Bereich mal gedruckt vorliegen haben möchten, ohne den rechten Spinnern selbst Geld in den Rachen zu werfen.

Was passiert ist:
Gelegentlich kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der sicherste Weg zum Reichtum ist, irgendjemanden in den USA für eine Lappalie zu verklagen. Oft muss man ja nicht einmal die Klage gewinnen, eine außergerichtliche Einigung kann schon das Gewinnerticket zur pompösen Villa in der Südsee sein. Allerdings könnte einem da ja Geld entgehen, welches man beim Durchfechten der Klage eventuell bekommen hätte. Anton Purisima hat jetzt jedenfalls eine Reihe von Unternehmen und Institutionen für eine Summe verklagt, die - vorsichtig gesprochen - recht optimistisch ist. Angeklagt sind unter anderem die Café-Kette Au Bon Pain, das Universitätsklinikum von Hoboken, die Stadt New York, deren öffentliche Verkehrsunternehmen und die Verwaltung des LaGuardia-Flughafens wegen allerlei verschiedener Versäumnisse und Übeltaten. So wurde ihm unter anderem von einem Hund in den Finger gebissen, in der Filiale der besagten Café-Kette am Flughafen wurde er angeblich beim Kaffeepreis übers Ohr gehauen... oh, und ein chinesisches Pärchen habe unerlaubt ein Foto von ihm gemacht. Und für all die daraus resultierenden Qualen möchte er jetzt einen Schadenersatz in Höhe von *räusper* 2 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 US-Dollar. In Worten: zwei Sextillionen Dollar. Das ist viel. Es ist nicht nur mehr Geld, als auf der Welt existiert. Es ist auch mehr als der Wert von allem, was wir seit der Menschwerdung auf der Welt an Werten erschaffen haben. Und wie Randall Munroe von XKCD hilfreich ausrechnet, würde auch eine Platinkugel mit dem Gewicht der Sonne nicht ausreichen, um diese Summe zu bezahlen, selbst wenn der Platinpreis davon nicht einbrechen würde. Falls der Anwalt des Herrn Purisima sein Honorar nach dem Streitwert berechnet, sollte er lieber auf einem kleinen Vorschuss bestehen. (Apropos, habt ihr schon das in ein paar Monaten erscheinende "What-If"-Buch von Randall Munroe auf Englisch oder auf Deutsch vorbestellt? Oder bin ich der einzige Irre? fragehasi.gif )

Mittlerweile ist es mehr als eine Vermutung, dass der Name einen messbaren Einfluss auf die Erfolgschancen in Schule und Beruf hat. Insofern hat jedes Elternteil die Pflicht, das eigene Kind mit einer Bezeichnung auszustatten, die in den Mitbürgern nicht den Reflex auslösen wird, ihm ein Hartz-IV-Antragsformular in die Hand zu drücken. "Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose", dieser Stoßseufzer unzähliger Lehrer sollte eine Warnung sein. Manche Eltern allerdings sind wirklich wirklich wirklich vollkommen schmerzbefreit. Wie eine Standesbeamtin aus Eschweiler letzte Woche in einem Artikel der Aachener Zeitung berichtete, bestand ein Elternpaar für ihr kleines Mädchen auf dem Namen "Schaklin". Und offenbar passiert so etwas derart häufig, dass das Standesamt für solche Fälle eigens ein Formular hat, auf dem die Eltern mittels Unterschrift bestätigen müssen, dass der Name falsch geschrieben wurde. Soll vermutlich verhindern, dass die Eltern später schamvoll überall herumerzählen, der bescheuerte Name wäre die Schuld eines inkompetenten Schreibstubenhengstes im Eschweiler Standesamt gewesen. Ich möchte hoffen, die Formulierung auf dem Schriftstück ist ungefähr so: "Wir, (Name 1) und (Name 2), im Vollbesitz zumindest unserer körperlichen Kräfte, bestätigen hiermit unsere unauslöschliche Abscheu auf das junge Leben, welches wir auf die Welt gebracht haben, und unseren unbedingten Willen, dem Kind mit dem Namen (Name des Kindes) das irdische Dasein zur Hölle zu machen. Uns ist vollkommen bewusst, dass wir damit die Chancen unseres Nachwuchses, jemals ein selbstbestimmtes Leben mit höherem Bildungsabschluss und ohne finanzielle Unterstützung vom Amt zu führen, auf das mathematisch mögliche Mindestmaß reduzieren. Wir nehmen ebenfalls zur Kenntnis, dass wir mit unserem Bestehen auf diesen Kindesnamen trotz aller Warnungen beweisen, dass wir absolut furchtbare Vertreter der menschlichen Rasse sind und es für das Kind am besten wäre, es zur Adoption freizugeben, damit es die Möglichkeit hat, bei Menschen aufzuwachsen, die tatsächlich zu Gefühlen wie Liebe und Mitleid fähig sind."

Eine der vergnüglichsten Beschäftigungen ist es, sich eine sympathische Person zu suchen und dann gegenseitig die Weichteile aneinander zu reiben. (Glaube ich jedenfalls, nach nunmehr zwei Jahren ist meine Erinnerung auch etwas verschwommen.) Die Voraussetzung für diese erfreulichen Spielchen ist jedoch, dass man auch jemanden findet, dem man die eigenen Weichteile zeigen will und der im Gegenzug ebenfalls seine Weichteile freudig entblößt. Das ist nicht ganz so leicht, wenn man zum Beispiel männlich ist, gerne möchte, dass die andere Person weiblich ist, aber dann überall nur Kerle rumlaufen. Dieses Problem plagt auch einen Tech-Blogger aus Seattle. Den stört diese Hosenwurmdominanz, die tatsächlich statistisch belegt ist: Am Ende des Jahres werden voraussichtlich auf 100 Frauen 130 Männer kommen. (Nicht so, ihr Ferkel! fluch.gif ) Und wer ist daran schuld? Amazon! Und selbstverständlich Boeing und Microsoft. Denn immer, wenn diese Firmen freie Arbeitsplätze anbieten, melden sich natürlich in erster Linie Männer dafür, denn komischerweise haben Frauen in Ländern, in denen sie wirklich das Recht auf freie Berufswahl haben, größtenteils überhaupt keinen Bock auf technische Berufe. (Und aus irgendeinem Grund haben Frauen meist auch keinen Bock auf die Geeks, die bei Amazon, Boeing und Microsoft arbeiten, was die Sache für die Männer in Seattle noch trauriger macht.) Ändern kann man sicherlich nichts an der Geschlechterverteilung, da eine Quotenregelung halt totaler Quatsch ist, wenn sich die bevorzugte Gruppe einfach nicht bewirbt oder nicht die erforderlichen Kenntnisse hat, um die Quote zu erfüllen. Aber es ist schon irgendwie traurig, dass man als junger Mann, der als Single für seinen Job nach Seattle zieht, auch verdammt miese Chancen hat, in absehbarer Zeit eine Familie zu gründen.

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Sollten selbstfahrende Autos ihre Passagiere töten dürfen? Das ist eine interessante ethische Frage: Was soll ein automatisch fahrendes Auto tun, sobald es feststellt, dass ein Unfall unvermeidlich ist? Sollte es die Priorität darauf legen, den Unfall möglichst sicher für die Insassen zu gestalten, auch wenn dabei wesentlich mehr Menschen außerhalb des Autos sterben werden? Oder sollte es lieber einen Weg einschlagen, der zwar die eigenen Insassen tötet, aber dafür andere rettet? Das ist sicherlich etwas, was in den ersten Generationen autonom fahrender Autos noch keine Rolle spielt, ganz einfach weil die Systeme vermutlich noch nicht in der Lage sein werden, die Position und Gefährdung von Personen außerhalb des Fahrzeugs zu bestimmen und zu berechnen.

Immer wieder schön, was für Klassiker man auf alten Festplatten findet. Ja, was da steht halt.

So, das war es auch mit den Links. huh.gif War ja wieder kurz.
Deswegen mal etwas außer der Reihe: Gaia Online hat ja jetzt einen Ab-18-Ableger namens Tentacl.com gestartet. Aber irgendwie waren die Designer wohl in lechzender Erwartung auf all die schweinischen Bilder, die die User da bald posten werden, total unfähig, eine übersichtliche und vernünftig zu navigierende Seite zu programmieren. unsure.gif Falls irgendwer die Seite schon ausprobiert hat: Schreibt mal eure Meinung in die Kommentare, ich bin neugierig, wie das bei euch ankommt. ^^


Guten Tag! Habt ihr kurz Zeit?
Ich möchte mal kurz meine Erfahrungen mit einem Computerspiel schildern, um das es einen mittelgroßen Hype gab, was mich dazu brachte, es endlich auch mal auszuprobieren und dann meine Meinung zu sagen, wenn sich schon längst niemand mehr einen Dreck für das Spiel interessiert. tropf.gif Moment, das klang in meinem Kopf irgendwie weniger deprimierend.

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Es geht um den Goat Simulator, auf dessen Verpackung dankenswerterweise als Untertitel auch noch "Der Ziegen-Simulator" steht. (Bei Amazon ist das Spiel übrigens derzeit über einen Euro billiger als direkt im Steam-Store. Steam ist dennoch Pflicht für das Spiel.) Der Name ist Programm: Man spielt eine Ziege, die durch eine winzige Kleinstadt rennt und Chaos anrichtet. Man rennt Menschen um, zerstört Zäune und Laternenpfähle, bringt Autos, Kraftstofftanks und Gasflaschen zur Explosion und kann an vielerlei Sachen auch lecken, wodurch diese an der Zunge hängenbleiben und durch die Gegend geschleppt werden können - oder umgekehrt, wenn das Massenverhältnis ungünstig ist. Auf der Karte verteilt sind auch Trampoline und große Ventilatoren, mit denen man versuchen kann, neue Höhenrekorde aufzustellen. Sterben kann die Ziege übrigens nicht, selbst wenn sie vom Laster überrollt oder von einer riesigen Explosion durch die Luft geschleudert wird.

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Dieser Feuerwerkskörper hält nur für kurze Zeit. Es gibt aber auch ein Jetpack.

Da das Spiel als reiner Gag programmiert wurde, bleibt jeder Bug im Spiel, der es nicht zum Absturz bringt. Das heißt einerseits, dass es manche amüsante Grafikfehler gibt und die Spielphysik so einige Eigenheiten hat, die interessantere Resultate als in der Realität hervorbringen, aber andererseits auch, dass man sich mit der hakeligen Steuerung und dem relativ häufigen Festhängen in der Spielumgebung arrangieren muss. So richtig geschmeidig kann man sich mit seiner Ziege nicht bewegen, und wenn man schmale Aufstiege oder Leitern erklimmen will, sorgt die Lenkung schon mal für leichten Frust und ungewollte Abstürze. Wer das Interieur eines Hauses verwüstet und dann in der vermüllten Abstellkammer (oder schlimmer: in der Zimmerdecke) festhängt, kann seine Ziege auf den Startpunkt im Garten zurücksetzen, aber das reißt natürlich dann auch aus dem Erlebnis heraus.

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Die Ziege ist nicht die einzige herzlose Mörderin im Spiel. Die Autofahrer sind nicht besser.

Am Anfang muss man oft mal schmunzeln, aber wirklich lange hält das nicht an. Andere Rezensionen des Spiels haben beklagt, dass nach etwa drei Stunden die Langeweile einsetzt. Das halte ich für optimistisch, ich hab mich nach einer Stunde schon gelangweilt. Dabei sind viele nette Ideen versteckt: Man kann mit einem großen runden Stein eine Grillparty vernichten, in einer Fabrikhalle gibt's ne hübsche Half-Pipe und für die Sprengung einer Tankstelle gibt es eine Michael-Bay-Auszeichnung. Und dennoch: Man stapft auf der kleinen Karte herum, stößt hier mal einen Arbeiter von einem Kran in die Tiefe, treibt dort Demonstranten auseinander, ruft sogar ein UFO und richtet mit Ballkanone und Jetpack Unsinn an, aber hat nach relativ kurzer Zeit nur noch die Reaktion: "Hm. Putzig. doofguck.gif" Wenn 500.000 Punkte erreicht werden sollen, man aber schon nach gut der Hälfte der Punktzahl beinahe alles gesehen hat, schleppt man sich nur noch so durch die Karte und fragt sich, ob der Witz jetzt schon auserzählt ist. Und nach zwanzig Minuten geht einem die Musik auch auf den Keks.

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Endlich werden diese ganzen Moralapostel fündig, die Computerspielen unter anderem gerne unterstellen, Rekrutierungswerkzeuge für Satanisten zu sein.

Wer also mit dem Gedanken spielt, sich den Goat Simulator zuzulegen: Als kleiner Spaß ist das Spielchen ganz nett, aber es ist ein sehr kurzes Vergnügen mit so manchen Frustmomenten.

So, und wo bleibt nun die Hasen-Simulation?


Nuff! Ich grüße das Volk.
Es ist gerade Dienstag Abend, meine Katze hat mich versehentlich gekratzt, als sie panisch weghüpfte, nachdem sie neben mir aufs Bett gekotzt hat, und ich muss versuchen, am Computer einen Hund zu malen. Die letzte Sache hat was mit Klopfers Web zu tun. Ich war nie ein besonders guter Hundezeichner, erst recht nicht am Computer, aber meine Ideen nehmen darauf keine Rücksicht, diese Arschlöcher.

Bevor ich es vergesse: Ich hab im Zuge einiger interner Umbauarbeiten an Klopfers Web ein paar kleinere Änderungen einprogrammiert, um später den Umstieg aufs neue System zu erleichtern. Ab jetzt könnt ihr also in den Kommentaren und bei Frag den Hasen BB-Code zum Verlinken einsetzen.

So, jetzt hab ich gerade kurz den Faden verloren, also hier ein Bild von einer Mutter, die liebevoll ihr Kind ertränkt.

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Süß.

Was passiert ist:
Man kann geteilter Meinung sein, was das Nachspielen von historischen Schlachten angeht. Für manche ist es eine Art, Geschichte lebendig zu machen, für andere ist es eine zynische Art, die brutalsten Momente der Menschheitsgeschichte als Laienschauspiel zu inszenieren. Oft spielt auch eine Rolle, welchen Krieg man nachspielt: Eine Schlacht aus den Befreiungskriegen gegen Napoleon ist sicherlich weitaus weniger kontrovers als ein Gefecht zwischen Alliierten und Achsenmächten aus dem Zweiten Weltkrieg. In englischen Barnsley sollte genau so eine Schlacht für wohltätige Zwecke nachgespielt werden. An sich hatte der Stadtrat auch nichts dagegen, abgesehen von einem kleinen, winzigen Detail: Manche der Akteure hatten vor, deutsche Uniformen zu tragen. Und obwohl das keine SS-Uniformen gewesen wären, war das dann doch etwas zu viel: Es sollten weder Hakenkreuze noch deutsche Soldaten zu sehen sein, sonst könnte es die Gefühle von Familien verletzen, die Angehörige im Krieg verloren haben. Die Veranstaltung wurde nun abgesagt, bis der Traditionsverein irgendeine Möglichkeit findet, eine europäische Schlacht des Zweiten Weltkriegs nachzuspielen, ohne den Gegner mit einzubeziehen oder auch nur zu erwähnen. facepalm.gif

Eigentlich könnte man meinen, den Banken ist im Prinzip das Privatkundengeschäft scheißegal. Mittlerweile wird nicht mal mehr überprüft, ob die Angabe in der Empfänger-Zeile einer Überweisung irgendwas mit der angegebenen Kontonummer zu tun hat. Aber auf eine Sache achtet man (gezwungenermaßen) doch, wie ein Münchner jetzt schmerzlich erfahren musste: Er hatte bei einer Überweisung an seinen Kumpel spaßeshalber in der Zeile zum Verwendungszweck "Bin Laden" angegeben - und landete jetzt prompt auf der Liste von Terrorverdächtigen und kann auch erwarten, in den nächsten zehn Jahren häufiger Scherereien dank irgendwelcher Antiterrormaßnahmen zu haben. Er hätte doch lieber beim Klassiker "Für sexuelle Dienstleistungen" bleiben sollen. Eine Frage drängt sich mir dann aber doch auf: Die Bin-Laden-Gruppe ist der größte Baukonzern der Welt, trotz des missratenen Verwandten. Ist es möglich, bei denen Rechnungen für Bauleistungen per Überweisung zu bezahlen, ohne dass einem in Zukunft an jedem Flughafen ein Sicherheitsmitarbeiter auf der Suche nach Bomben eine Hand in den Hintern schiebt? fragehasi.gif

Die erste Regel bei einem Raubüberfall ist, die ganze Sache schnell über die Bühne zu bringen. Aber was, wenn die Beute zu klein ist? Vor diesem Dilemma standen einige Räuber in Philadelphia, die eine Tankstelle überfielen. Keine Ahnung, ob es daran lag, dass es Montagmorgen war und deswegen kaum Geld in der Kasse war, die Räuber hauten dem Angestellten eine Pistole auf den Kopf, wobei sich auch noch ein Schuss löste, sperrten ihn im Waschraum ein und bemannten anschließend für einige Stunden selbst die Stationen. Sie boten den Autofahrern Preisnachlässe für Barzahlungen an, was ihnen nach einiger Zeit vermutlich genug Erlös einbrachte, um zufrieden zu verduften. Der Angestellte konnte sich schließlich befreien und die Polizei rufen, von den Räubern fehlt allerdings jede Spur. Und ich glaube, es gab noch nie so hart arbeitende Tankstellenräuber. huh.gif

Schulausflüge. Man muss sie einfach hassen, zumindest, wenn die lieben Kinder aus Kostengründen mit dem normalen ÖPNV durch die Gegend gekarrt werden und somit der restlichen mitfahrenden Bevölkerung vor Augen führen, dass Rudelhaltung bei Kindern ganz schlecht fürs Gemüt ist. Bei einer Schule in Japan hatte man dagegen vorausgeplant und für die über 300 Schüler in einem Reisebüro eigens elf Busse bestellt. Leider vergaß dann der Angestellte des Reisebüros, diese Busse auch zu organisieren, und merkte es erst am Tag vor dem geplanten Schulausflug. Nun hatte er allerdings auch nicht vor, sein Versäumnis irgendwie in die Öffentlichkeit zu tragen, also schmiedete er einen hervorragenden Plan: Er krakelte einen Zettel zurecht, auf dem ein Schüler drohte, Selbstmord zu begehen, wenn der Trip nicht abgesagt werden würde. Diesen Zettel trug er zur Schule und gab an, den irgendwo gefunden zu haben. Dummerweise handelt man an japanischen Schulen wohl nicht ganz so impulsiv, also befragte man sämtliche Schüler nach eventuellen Suizidvorhaben. Ich weiß nicht, ob sie konkret nach einem Zusammenhang mit dem Schulausflug fragten, kann ja sein, dass ihnen wichtiger war, dass auf den Ausflug selbst kein Schatten fällt. Jedenfalls hatte gerade niemand unmittelbar vor, sich umzubringen, also sagte man die Reise nicht ab und stellte am nächsten Tag fest, dass keine Busse auf die Schüler warteten. So kam der Angestellte doch nicht ungeschoren davon, und die Schule wird die Reise nachholen - mit einem anderen Reisebüro.

Für manche Menschen scheint es auf der Welt keine beängstigendere Vorstellung zu geben als die, dass zwei Kerle gerne gegenseitig ihre Lümmel in ihre Körperöffnungen stecken und sie dafür steuerlich gemeinsam veranlagt werden. (Bei ganz alten Leuten kann ich es ja ein bisschen verstehen. Als sie jung waren, kam man dafür ins Zuchthaus, jetzt ist es erlaubt, dann soll das Heiraten legal werden - die Alten haben einfach Angst, dass es irgendwann zur Pflicht wird.) Ein US-Bürger aus Florida, Chris Sevier, hat nun aus Protest gegen die Homo-Ehe vor Gericht verlangt, dass er auch sein mit Pornos vollgestopftes MacBook heiraten sollen dürfe, wenn andere Menschen ja offensichtlich auch jemanden heiraten dürfen, dessen Geschlechtsteile mit den eigenen nicht so recht zusammenpassen. Der Richter war allerdings nicht ganz überzeugt von der Argumentation und wies die Klage ab. Chris Sevier ist allerdings kein Neuling, was Gerichtsverfahren angeht, die sein MacBook betreffen: Im letzten Jahr wollte er Apple verklagen, weil die Firma es versäumt hat, ihn und sein MacBook wirksam vor Internetpornografie zu beschützen, und somit quasi unmittelbar für seine Pornosucht verantwortlich ist. Auch das war nicht erfolgreich, so wie sein 50-seitiger Versuch, ein Verfahren zur Homo-Ehe in Utah entgleisen zu lassen, indem er darauf hinwies, dass ihm schließlich auch eine Heiratslizenz versagt wurde, als er eine Maschine heiraten wollte (scheint ihm häufiger zu passieren), und es somit eine Ungleichbehandlung wäre, Schwulen und Lesben die Ehe zu erlauben, aber ihm und seiner Maschine nicht. Mir scheint, der Mann denkt eindeutig zu oft über Schwule nach. Will nicht wissen, was er da für Schmuddelkram auf seinem MacBook hat.

Links aus Klopfers Twitter-Feed:
Der neue Chief Operations Officer von Axel Springer heißt Jens Müffelmann. Mensch, dafür gibt's doch Namensänderungen!

Dieses Buch mit Pin-Up-Gemälden von Gil Elvgren ist erstaunlich. Ich hatte beim Preis von knapp 10 Euro ein kleines Format erwartet, aber das ist ein richtig großes, recht dickes Buch mit durchgehendem Farbdruck. Ein sensationelles Preis-Leistungs-Verhältnis.

Star Wars Girls. Ich hatte das etwas zu spät für den Star-Wars-Day gepostet, aber was soll's? ^^

Solche Krankenschwestern kriegen sicher nur Privatpatienten.

Die wirren Tweets von Will Smiths Sohn Jaden Smith ergeben einen Sinn - wenn man sie in Garfield-Comics einbaut. Ich find allerdings Garfield minus Garfield immer noch besser. Und ich bin durchaus immer noch der Meinung, dass Garfield-Cartoons doppelt so witzig sind, wenn man einfach nur Garfields Text herauslöscht. (Allerdings scheinen alle Seiten mit "Silent Garfield" inzwischen gestorben zu sein.)

Fensterfront in Wolkenkratzer kippt nach außen. Ich würde mich vermutlich vor Angst beschmutzen.

Vergeudete Entwicklungshilfe. Viele Afrikaner und Inder kacken lieber weiter in die Natur, obwohl mit viel Fördergeldern von der UN Toiletten gebaut wurden.

So, das war wieder ein sehr ergiebiger Wochenrückblick. ^^ Knuddelt eure Liebsten von mir, sagt ihnen, dass mir die Aktfotos von ihnen sehr gefallen haben, aber sie doch bitte bei Gelegenheit die Linsen der versteckten Kameras abstauben sollten. Dankö! happy.gif


Nuff! Ich grüße das Volk.
Wie man sieht, hab ich in der letzten Woche die Fundsachen abgearbeitet, außerdem einen Großteil der Fragen beantwortet, die sich bei FdH angesammelt haben. Und "Braindead Love 1" ist als E-Book-Version endlich auch im Google Play Store und bei KoboBooks erhältlich. Und da muss ich mit Google echt mal schimpfen: Im Vergleich zu Amazon und Kobo macht es Google wirklich kompliziert, E-Books in den Shop reinzustellen. Vor über einem Jahr hab ich frustriert aufgegeben, weil etwas nicht funktionierte und jede Änderung erst im Laufe des nächsten Tages überhaupt registriert wurde. Jetzt haben sie ein paar der schlimmsten Fallstricke entschärft, aber es war immer noch ein ganz schöner Krampf.

Der letzte Beitrag hat mir übrigens gezeigt, dass ich offenbar mehr Blogeinträge mit nackten Brüsten verfassen sollte. Zumindest auf Facebook war die Reichweite des Beitrags enorm. Wo immer ich dann auch Bilder herkriegen sollte, ohne dass mir irgendwann eine Abmahnung ins Haus flattert... kratz.gif

Was passiert ist:
Die Britin Kim Walmsley ist 49 Jahre alt, hat fünf Kinder und einen Ehemann. Das heißt: Sie hatte einen Ehemann. Der ist allerdings nicht abgehauen, nein, ihre Ehe wurde nach 23 Jahren schlicht für ungültig erklärt. Dabei war alles noch in Butter, bevor die Familie nach Australien auswanderte und für die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung die nötigen Papiere aus der Heimat anforderte, darunter auch eine Geburtsurkunde der Ehefrau. Und erstaunlicherweise ist sie laut der Geburtsurkunde ein Mann. gaaah.gif (Ihre Eltern hatten nach ihrer Geburt noch eine Urkunde gekriegt, auf der das Geschlecht korrekt verzeichnet war.) Simpler Fehler des Beamten damals und leicht zu korrigieren, nicht wahr? Falsch: Weil 1991 die Homo-Ehe nicht erlaubt war und es sich juristisch gesehen bei Braut und Bräutigam um zwei Männer handelt, ist die Ehe rechtlich ungültig und daher ordnungsgemäß annuliert worden. Und während die Behörden allesamt zwar begreifen, dass es sich um einen simplen Fehler von vor fast fünf Jahrzehnten handelt, sehen sie sich mangels entsprechender Gesetze außerstande, diesen Fehler zu korrigieren. uffarbeit.gif Die ganze Angelegenheit zwang die Familie, ihre Zelte in Australien abzubrechen und ins Königreich zurückzukehren. Die Ausgaben dafür und die entsprechenden Anwaltskosten summieren sich mittlerweile auf über 150000 Pfund, aber es gibt anscheinend nur einen einzigen Mann, der diese Angelegenheit regeln darf: der britische Premierminister David Cameron. Und da sage noch jemand, die deutsche Bürokratie sei die schlimmste auf der Welt.

Langsam glaube ich, Somalis haben eine Abneigung davor, Verkehrsmittel in der dafür vorgesehenen Weise zu benutzen. Nachdem wir in der letzten Woche von dem Teenager gehört haben, der sich im Radkasten einer Passagiermaschine versteckte und den Trip nach Hawaii nur knapp überlebte, ist es diesmal ein Erwachsener. Dieser Mann wollte am Hauptbahnhof in Rom einen Zug zum Flughafen erwischen, schaffte es aber nicht mehr, bevor sich die Türen schlossen. Kein Problem: Anstatt auf den nächsten Zug zu warten, kletterte der Mann auf den Zug und setzte sich rittlings auf die Kupplung. Die Polizei war weniger beeindruckt. Auch wenn man in Italien manche offiziell verbotenen Sachen eher locker sieht, dieser Ritt war für sie immer noch eine Störung des Bahnverkehrs, also holten sie ihn runter - und ignorierten sein Bitten, ihn doch zu seinem Flug nach Sizilien zu lassen. Ich will gar nicht wissen, wie er dann mitgeflogen wäre.

Links aus Klopfers Twitter-Feed:
Normale Menschen tun alles, um nicht operiert zu werden. Und manche Frauen bitten plastische Chirurgen, ihnen Zehen abzuhacken, damit die Mauken in die teuren Schuhe passen. Bei den Mondpreisen, die für Manolo Blahnik und Co. hingeblättert werden, ist es für mich als Mann schon unverständlich, wieso jemand angesichts dieser Kosten noch akzeptiert, dass die Schuhe nicht mal ordentlich an die Füße passen. Aber dass man dann auch noch lieber an den Füßen herumsäbeln lässt...

RTL-Programmchef gibt Bankrotterklärung ab. Nur nennt er sie nicht so. Aber im Endeffekt kommt's hin: Noch mehr Scripted Reality (nun auch als Telenovela!) noch länger! Und wenn jemand die Erfolgschancen von Game-Shows mit Normalbürgern als Kandidaten im Tagesprogramm danach bewertet, wie halbherzige Promi-Ausgaben im Abendprogramm gelaufen sind, dann frag ich mich schon, ob da nicht vielleicht jemand mal lobotomisiert wurde, als er seinen Job angetreten hat. (Ich weiß nicht, ob Gameshows tatsächlich eine Erfolgschance hätten. Aber das kann man sicherlich nicht aus den gelangweilten Reaktionen auf die immer gleichen Promifressen ablesen.)

Witze sind in Times New Roman witziger als in Arial. Ich nehme mal an, das hat mit den Serifen zu tun, insofern kann ich nur jedem empfehlen, der Klopfers Web nicht lustig findet, meinen Büchern trotzdem eine Chance zu geben. Garamond hat nämlich auch Serifen, also sind die Texte dann lustiger.

Offenbar habe ich ein "Resting Bitchface". Selbst meine Mutter, die mich ja nun wirklich am allerlängsten kennt, fragt mich gelegentlich, ob ich mies gelaunt bin, obwohl ich einfach nur mein Gesicht ausruhe. angsthasi.gif

Immer, wenn ich das Video sehe, möchte ich mir einen Plastikbecher besorgen und üben. Anna Kendrick mag ich, sie ist auch verdammt lustig. Die Anna in "Braindead Love" ist übrigens nach ihr benannt, weil Anna Kendrick auch Bellas Freundin in "Twilight" spielte. (Das war die, die dann mit Ödbert zusammenkam.) Andere kennen sie vielleicht auch als die Schwester von Scott Pilgrim.

Meine erste Buchlästerei schrieb ich nicht für Klopfers Web, sondern für Animestreet. Ein ganz furchtbarer Mangazeichenkurs. Der Autor hat später noch andere veröffentlicht, was mich zu der Erkenntnis verleitet, dass manche Verleger blind sind.

Dieses Dakimakura ist sicherlich hochoffiziell lizenziert worden. Oder auch nicht. (Wer es nicht weiß: Das Mädel ist aus der Serie "Sailor Moon", noch nicht mal in der Pubertät und die Lizenzgeber werden sich hüten, die Rechte für pornografische Produkte freizugeben.)

Ich hab es ausprobiert: Mit offenem Mund bin ich offenbar attraktiver als mit geschlossenem.

Eine Frau beim Joggen.

Der andere Christian Schmidt mit Hasenmaske. Das ist der Ex-Redakteur der "Titanic", bei dem meine Bücher in den Onlineshops oft automatisch einsortiert werden. Aber wenn ich das Cover so sehe, legt er es jetzt bewusst drauf an. biggrin.gif

So, ich denke, das reicht für diesen Rückblick. smile.gif
Oh, und ich hab bei dem Eintrag über die Infomercials die beiden nicht mehr funktionierenden Videolinks repariert. ^^ Und ihr dürft ja gern mal sagen, ob ihr noch so einen Eintrag lesen wollen würdet. smile.gif


Kategorie: Lästereien

Heute möchte ich mich besonders an die weiblichen Leser von Klopfers Web wenden, denn es geht um die Erweiterung der Kenntnisse der Menschheit! lehrer.gif Genauer gesagt, geht es um eure Brüste und um einen Artikel, den der Berliner Kurier vor vier Jahren druckte und den ich kürzlich wiederfand.

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Der italienische "Sexologe" Piero Lorenzoni will nämlich anhand der Brustformen herausgefunden haben, wie Frauen im Bett so ticken. Hierfür hat er ein Busen-Orakel erstellt und hofft, damit berühmt zu werden. Mischformen sind natürlich anhand dieser Aufstellung schwieriger zu bewerten, künstliche Hupen können die Auswertung gar ganz unmöglich machen, deuten aber immerhin auf mangelndes Selbstbewusstsein hin.
Nun muss aber jede wissenschaftliche Theorie auch überprüft und falsifiziert werden können, und deswegen bitte ich euch, liebe Damen, um eure Wortmeldung. Ich bitte euch, in den Kommentaren zu schreiben, ob eure sexuellen Vorlieben dem entsprechen, was Herr Lorenzoni anhand eurer Brustform vorhersagen würde. (Falls ihr nicht so recht wisst, wo eure Brust einzuordnen ist, biete ich mich natürlich uneigennützig für eine Begutachtung an. *hüstel*)

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Die große nackte Dame links im Artikel hat also eine Granatapfelbrust. Nun, liebe Granatapfelträgerinnen, mögt ihr es tatsächlich, wenn eure runden, festen und prallen Brüste mit beiden Händen geknetet werden? Und seid ihr tatsächlich treu? (Falls es nicht so ist, dürft ihr gerne einen Decknamen in den Kommentaren angeben. peinlich.gif ) Und steht ihr wirklich mehr auf mich als auf Machos? biggrin.gif

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Wer liebt sie nicht, die saftigen Birnen? Nun, genug von Obst geredet: Wie schüchtern seid ihr, liebe bezaubernde Birnenbrustbesitzerinnen? (Ich guck zu viel "Schwiegertochter gesucht", das mit den Alliterationen fällt mir viel zu leicht.) Und ist das Saugen an euren Nippeln tatsächlich so lustbringend, wie der "Sexologe" glaubt? Oder mögt ihr es mehr, wenn die Brüste mit beiden Händen geknetet werden, so wie angeblich bei den Granatapfelträgerinnen? fragehasi.gif

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Komisch, dass diese Brust offenbar nach einem Hund benannt ist und nicht nach Obst. Aber was soll's: Seid ihr tatsächlich so unsicher? Und mögt ihr Zärtlichkeiten und romantischen Kuschelsex lieber als das ungezügelte Rammeln auf der Motorhaube eines Opel Manta? Und wie sieht's bei euch mit Saugen und Kneten aus? lolly.gif

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Nun, liebe Besitzerinnen der Knabenbrust? (Blöder Name übrigens...) Seid ihr tatsächlich als die Sexgöttinnen entlarvt worden, die ihr seid? Oder ist das alles Quatsch und ihr mögt Geschlechtsverkehr nur zum Zweck der Fortpflanzung und auch dann nur in kompletter Dunkelheit mit eigens geschneiderter Beischlafbekleidung? Und falls nicht, wie versaut seid ihr wirklich? Erzählt mir bitte alles, es ist für die Wissenschaft! popcorn.gif

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Wo immer jetzt auch der Unterschied zur Birnen- oder Granatapfelbrust ist... huh.gif Nja, egal: Wie viele Dezibel schafft ihr so beim Sex? Und wie gern putzt ihr das Badezimmer, nachdem man euch da mit zärtlichem Geschmuse willig und bereit gemacht hat? Und es muss natürlich gefragt werden: Wollen eure Brüste geknetet werden? Und wenn ihr "Saugen" hört, denkt ihr da eher an eure Nippel, an versauten Sex oder an den Wohnzimmerteppich? fragehasi.gif

Ich bin sicher, ihr versteht die Relevanz unserer gemeinsamen Untersuchungen für den menschlichen Fortschritt und seid bereit für etwas Indiskretion im Namen der Wissenschaft. zufrieden.gif


Ich hab in der Vergangenheit immer mal wieder über Bücher geschrieben, und weil sich immer wieder neue Bücher bei mir stapeln (ich komme mit dem Lesen manchmal gar nicht hinterher), dachte ich mir, ich werde wieder mal meine Meinung über einige Werke ausscheiden, die sich in der jüngeren Vergangenheit vor meinem Auge befunden haben.


Der Text geht noch weiter! Hier klicken, um den ganzen Eintrag zu lesen

Nuff! Ich grüße das Volk.
Eigentlich hätte ich ja gar keine Zeit, um den Eintrag zu schreiben. Ich hab nämlich versehentlich das Upload-Formular für die Bilder auf der Website kaputt gemacht und sollte das jetzt reparieren, um endlich mal die angekündigten Fundsachen hochzuladen. Aber die paar Stunden kann es noch so bleiben. Denke ich.
Ansonsten hab ich noch an der neuen Version von "Guter Sex" gearbeitet. In Zukunft soll sich die Seite für jeden empfohlenen Artikel die aktuellen Preise von Amazon holen, außerdem gibt's zu jeder Empfehlung noch einen Beschreibungstext. Wird gut, hoffe ich. biggrin.gif

Einen der letzten Tage hab ich damit vergeudet, eine Klopfer-Münze zu entwerfen, obwohl ich mich derzeit weigere, so irrsinnig viel Geld für Werbemittel auszugeben. Die könnte man zwar prima als Einkaufswagenchips verwenden oder sich einfach so drin wälzen, aber ich müsste verdammt viele Bücher verkaufen, um das wieder reinzukriegen. (Wo wir gerade dabei sind: Will nicht noch jemand von euch mal was bei mir bestellen? Gerade "Braindead Love" haben viele von euch noch nicht, das weiß ich genau. wink.gif )

Was passiert ist:
Aus Kenia kommt eine gute Nachricht für alle Männer mit kleinen Lümmeln. Gut, unter den Lesern wird vermutlich keiner betroffen sein - jedes Mal, wenn sich Kerle im Netz bemüßigt fühlen, ihre Schwanzgröße anzugeben, kommt am Ende ein Durchschnittswert heraus, der fünf bis sieben Zentimeter über dem tatsächlichen europäischen Durchschnittspenis liegt. Jedenfalls: Ihr Männer mit kleinem Freund kriegt vielleicht keine Frau auf Dauer*, aber dafür habt ihr Chancen, sie als Liebhaberinnen abzukriegen. Wie eine kleine Studie unter Fischerfrauen in Kenia herausgefunden haben will, sind die Frauen von Männern mit großen Lümmeln eher bereit fremdzugehen. Der Grund: Das Ding tut ihnen weh, also suchen sie sich lieber einen Schwanz, der gnädiger zu ihrem Feuchtgebiet ist. Schon ein einziger Zoll mehr erhöht die Fremdfickbereitschaft von Kenianerinnen um das Anderthalbfache! Ist das nicht ein schöner Trost? ... Nein, ich weiß, es ist keiner. Einen Versuch war es wert. (Amüsant: Zwischen den selbst berichteten Penisgrößen der Fischer und den Maßen, die ihre Frauen für die gleichen Geräte angegeben haben, waren deutliche Diskrepanzen, wie die Forscher mitteilen. Höhö.)
* Wenn Frauen die gewünschte Penisgröße ihres Traumpartners angeben, liegen sie damit deutlich im überdurchschnittlichen Bereich. Mehr dazu im zweiten Band von "Sexpanzer und Babytod". biggrin.gif

Wer mich kennt, der weiß, dass ich relativ zurückhaltend dabei bin, die gezielte Ausrottung von Idioten zu fordern. Ich habe allerdings nichts dagegen, wenn sich Idioten durch ihre eigene Idiotie aus dem menschlichen Genpool entfernen. Aber Idioten haben oft auch Glück und schlagen Darwin ein Schnippchen, so wie ein Teenager in den USA. Der 15-Jährige war auf das Gelände des Flughafens von San Jose geschlichen und hatte sich im Radkasten eines Passagierflugzeugs versteckt. Wer nicht ganz doof ist, der weiß, dass die Radkästen nicht unter Druck stehen und auch nicht beheizt werden und es deswegen eine echt behämmerte Idee ist, dort mitzufliegen. Die Maschine flog nach Hawaii, und dort stolperte der Bengel noch aus seinem Versteck und fragte einen Flughafenangestellten nach einem Glas Wasser, bevor er zusammenbrach. Offenbar hatte die Kälte den letzten kümmerlichen Rest seines Gehirns eingefroren und sorgte so dafür, dass es nicht wegen Sauerstoffmangels komplett den Dienst quittierte. Nach einigen Tagen wurde auch das Motiv des Knaben klar: Der Kerl stammte aus Somalia, war scheiße in der Schule (klar, so als offensichtlicher Vollidiot) und hatte kurz vorher erfahren, dass seine Mutter entgegen der Angaben seines Vaters noch lebte. Also wollte er heimlich nach Afrika zurück. Dass er in ein Flugzeug nach Hawaii geklettert war, wusste er gar nicht. facepalm.gif Wollen wir wenigstens hoffen, dass seine Hoden bei der Eiseskälte abgestorben sind.

Manchmal trifft es einen wie ein Blitz: Plötzlich ist da vor den eigenen Augen jemand, der die Säfte in einem zum Kochen bringt und sofortige Pimperlust heraufbeschwört. Man kann seine Augen kaum abwenden, auf einmal dreht sich jeder Gedanke um wilden, schmutzigen, hemmungslosen Sex, ganz egal wo, man will einfach nur frei seine Triebe ausleben und schließlich in höchster Wonne explodieren. Kennt fast jeder (und jede, denk ich mal). Insofern hatte ein 28-jähriger Obdachloser aus San Francisco vielleicht auf etwas mehr Milde gehofft, als er kürzlich wegen unzüchtiger Entblößung vor Gericht stand. Ihn packte nämlich die Lust in einem Waggon der städtischen S-Bahn. Das Objekt seiner Begierde war allerdings ein wenig ungewöhnlich: Eine Lokführerin erwischte ihn nämlich dabei, wie er versuchte, einen leeren Sitzplatz zu ficken. Er trug dabei offenbar einen roten Tanga, man kann also nicht behaupten, er hätte sich keine Mühe gegeben, für den Sitz ähnlich erotisch auszusehen wie umgekehrt. Als sich die Paarung mit dem Sitz als unerwartet schwierig herausstellte, drehte sich der aufgegeilte Liebesfürst um, rauchte ein bisschen Crack und onanierte. Die Lokführerin bemerkte er allerdings erst, als er ausstieg. Bei dieser Gelegenheit entschuldigte er sich zwar fürs Rauchen, aber nicht für den Rest, obwohl seine Erektion noch deutlich sichtbar war. Richtig so: Ich finde, für reine Liebe muss man sich nicht entschuldigen müssen. Das Gericht sah es allerdings nicht so und verurteilte ihn; aufgrund der Anrechnung seiner Untersuchungshaft kann er nun aber weiter nach dem Sitz seiner Lüste suchen.

Links aus Klopfers Twitter-Feed:
Anspruchslose Studentin sucht nette Wohngemeinschaft. - Der Link ging ja rum wie Herpes, aber der Vollständigkeit halber muss ich ihn hier auflisten. Und ich zitiere einen späteren Tweet: "Ich wünsche der Welt, dass diese WG-Anzeige ein Fake ist. Es würde mich aber auch nicht wundern, wenn sie echt wäre. Und das ist traurig."

ProSieben darf, was ich nicht darf. Minderjährige im Badeanzug zeigen nämlich. Als ich ein 17-jähriges Webmate hatte, kam deswegen der Jugendschutz angeschissen. Pro7? Ach, da ist noch eine gehörige Prise Erniedrigung der Mädels im Fernsehen dabei, da ist das in Ordnung.

Wie Testvorführungen TV-Sendungen ruinieren. Ein kleiner Comic von jemandem, der an der Green-Lantern-Zeichentrickserie mitarbeitete und feststellen musste, dass der Moderator die Reaktionen der Testzuschauer so deutete, wie er es gerade brauchte.

Kunst! Mit Titten. Und Pimmeln. Gepostet hatte ich das eigentlich nur, weil mein Magen aus irgendwelchen Gründen streikte und ich meinen Followern ein ähnliches Gefühl in den Eingeweiden geben wollte, um sie teilhaben zu lassen.

ET in New Mexico gefunden. Als Anekdote wurde ja schon ewig davon erzählt, dass Atari nach dem amerikanischen Videospiel-Crash 1983 viele unverkaufte ET-Spiele für ihre VCS-Konsole in der Steppe verbuddelten, um Lagerkosten zu sparen. (Das Spiel war halt auch scheiße.) Das Komische: Obwohl schon damals von der Aktion berichtet wurde und später selbst ehemalige Atari-Mitarbeiter davon erzählten, wurde die Skepsis an der Geschichte in den letzten zehn Jahren immer größer; manche bezeichneten sie gar als urbane Legende. Nun haben Microsoft und einige Dokumentarfilmer die Müllkippe aufgebaggert und konnten bestätigen: Die Geschichte stimmt!

Nun, das war es für diesen Rückblick. Yay! Genießt den restlichen Tag der Arbeit und denkt an mich, wenn ihr Sex habt. powackel.gif Danke! ^^


Nuff! Ich grüße das Volk.
Das Update ist endlich da. Größtenteils. Fundsachen muss ich noch machen. *schnauf* Das Update davor war viel zu lange her, und es gibt vermutlich niemanden, den das mehr wurmt als mich. In den letzten elf Monaten sind viele Planungen über den Haufen geworfen worden, aus Gründen, die ich zum Teil gar nicht hier nennen will. Manche Projekte, die ich mir so schön für Klopfers Web ausmalte, stellten sich nach einiger Zeit und Vorarbeit als derzeit undurchführbar heraus, bei anderen sind mir schlicht die Helfer abgesprungen. Dazu jede Menge Bürokratie, die mit meiner Selbstständigkeit zu tun hatte. Und ganz wichtig: Ich hab überschätzt, wie viele Sachen ich gleichzeitig stemmen kann. Da muss ich mich echt besser organisieren. Immerhin hab ich es jetzt gepackt, das nächste Update schon halbwegs gut vorzubereiten, und die Recherche für "Sexpanzer und Babytod 2" ist bis auf winzige Details auch abgeschlossen und wird nicht mehr so viel von meiner Zeit fressen. Das heißt dann auch, ich kann bald wieder Fragen bei FdH beantworten. Die Pause in dem Bereich tat mir aber wirklich gut. smile.gif

Ich habe in der Zeitung übrigens folgende Anzeige gefunden:

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Wer ist so krank und bohrt den Bunnys in der Nase? urx.gif
Und möchte man tatsächlich Leute als Kunden gewinnen, für die das
Nasebohren die bisher einzige denkbare Verwendungsform von Sexy Bunnys war? kratz.gif

Aufgrund der Arbeitsbelastung sind die Wochenrückblicke ja ausgefallen, aber ich mach mir mal gar nicht die Mühe, hier für jede Woche etwas zu finden, sondern mach es einfach mal frei Schnauze. ^^

Was passiert ist:
Pornosternchen sind üblicherweise keine Personen, von denen man politische Meinungsäußerungen verlangt oder erwartet. Und andererseits wird man auch mit Verblüffung reagieren, wenn jemand, der politisch aktiv ist, sich mit blanken Möpsen zur Schau stellt. Nein, ich rede nicht von Anne Helm. Vielmehr geht es um Pornodarstellerin Kitty Blair alias Ina G. Diese Frau fühlte sich berufen, ihre deutschnationale Einstellung in der Öffentlichkeit zu vertreten, machte Werbung für die NPD und ist mit Neo-Nazis befreundet. Insofern war die Empörung in der NPD auch entsprechend groß, als jemand den Streifen "Kitty lernt das Sperma kennen" (trotz des Titels kein Bildungsfilm) sah und feststellte, dass sich besagte Kitty in dem Video redlich an einem dicken schwarzen Schwanz abmühte, um dem ebenfalls schwarzen Besitzer des besagten Schwanzes tiefste Gefühle inniger Wonne zu schenken. Schneller, als ein durchschnittliches NPD-Mitglied "Rassenschande" buchstabieren kann, landete Ina G. auf der Liste der in der NPD unerwünschten Personen. Sie selbst war offenbar sehr verletzt über diese Ächtung, war sie doch vorher gern gesehener Gast auf den privaten Partys der obersten Parteigenossen. So drohte sie dann auch, selbst den Mund aufzumachen (ohne ihn gleich mit einem Lustknüppel gestopft zu kriegen) und über die perversen Vorlieben diverser Parteimitglieder auszupacken. Ihre eigene berufliche Zukunft sieht indes auch nicht rosig aus: Nachdem allgemein bekannt wurde, in welche politische Richtung sie tendiert, möchte nun auch die Pornobranche nicht mehr mit ihr arbeiten. Auch dort hat man halt Standards.

Zum Thema "Rassenschande" hat auch Valeria Lukjanowa etwas zu sagen. Die als "menschliche Barbie" bekannte Moldau-Ukrainerin findet nämlich gemischtrassige Paare doof. Wenn die sich vermehren, sorgt das nämlich für eine Degeneration, die früher nicht da war, und die entstehenden hässlichen Kinder sind der Grund dafür, dass die Zahl der Schönheitsoperationen steigt. Sie selbst lag übrigens auch schon auf dem OP-Tisch - allerdings "nur" zum Aufpumpen ihrer Hupen. Der Rest ihres ehrlich gesagt ziemlich erschreckenden Looks ist allein Sport und einer Diät zu verdanken. Und was für eine Diät: Die 28-Jährige glaubt an Lichtnahrung und strebt danach, sich bald nur noch von Luft und Licht zu ernähren.

Eine wundervolle Nachricht aus Russland: Falls jemand von euch in Bälde nach Moskau fliegen will, um dort seinen Hodensack am Roten Platz festzunageln, der kann beruhigt sein. Wie sich im Fall eines "Aktionskünstlers" (=Vollidioten) herausgestellt hat, der deswegen verhaftet wurde, ist das Fixieren des eigenen Skrotums mit Nägeln auf diesem Platz keine Straftat! Der Mann wollte mit seiner Tat übrigens gegen die Polizeiherrschaft über die Gesellschaft protestieren. Bei früheren Protesten (z. B. gegen die Inhaftierung von Pussy Riot) nähte er sich bereits den Mund zu und wickelte sich nackt in Stacheldraht ein, was in mir den Verdacht hegt, dass ihm die Anlässe eigentlich scheißegal sind und er einfach nur gerne seine masochistischen Fantasien in der Öffentlichkeit auslebt.

Wer Pepsi Max trinkt, hat sicherlich kein leichtes Leben. Umso unglücklicher ist es, wenn man feststellen muss, dass der einzige Silberstreifen am Horizont durch einen Produktrückruf jäh verschwindet. Passiert ist dies in Schweden. Carlsberg füllte dort nämlich versehentlich in über 1800 Pepsi-Max-Dosen einen Alkopop ab und lieferte die Ladung an südschwedische Lidl-Filialen. Doch leider bemerkte man diese kleine Unachtsamkeit und rief die Dosen wieder zurück, wodurch sicherlich so manches Kind nun erst später die Verlockungen des Feuerwassers kennenlernen wird. Tragisch.

Mobbing ist ein verdammt ernstes Problem. Und als jemand, der in seiner Schulzeit gemobbt wurde, bin ich sehr froh darüber, dass man seit einiger Zeit beginnt, sich darüber klar zu werden, wie scheiße Mobbing eigentlich ist, wie es die Opfer womöglich ein Leben lang traumatisiert und dass man dagegen angehen muss. Umso wütender macht mich der Zettel, den eine Schule in Lincoln (Nebraska) ihren Schülern mitgegeben hat: als Ratgeber für Mobbingopfer. Der Wisch kann nur von einem Soziopathen geschrieben worden sein, der in seiner Kindheit selbst dauernd Schwächere gequält hat.

Regel 2: Behandle den, der gemein zu dir ist, so, als wenn er dir helfen will. [...]
[...]
Regel 4: Verteidige dich nicht verbal. [...]
[...]
Regel 6: Wenn dich jemand physisch verletzt, sage ihm nur, dass es dir weh tut, aber werde nicht wütend. [...]
Regel 7: Verrate die Bullies nicht. Das sorgt nur dafür, dass sie sich rächen wollen. [...]
Regel 8: Sei kein schlechter Verlierer. [...]
Regel 9: Lerne, über dich selbst zu lachen, und reg dich nicht über Hänseleien auf. Mach einen Witz darüber oder stimme zu.

Was. Zum. Fick. Da wird den Opfern allen Ernstes geraten, sich selbst noch zu demütigen, und das nur, damit sich die Erwachsenen nicht darum kümmern müssen. Kein Wunder, dass die Eltern im Dreieck gesprungen sind, als ihre Kinder mit dem Pamphlet nach Hause kamen. Die Schulleitung hat nun zwar einen neuen Ratgeber verteilt und sich bei den Eltern entschuldigt, aber die fragen sich natürlich, ob man den Kindern auch gesagt hat, dass der alte Zettel Müll war.

So, weil es keinen Sinn haben würde, die letzten paar Wochen an Twitter-Links nachzureichen, lass ich das an dieser Stelle mal. ^^ Bis denn, und viel Spaß mit dem Update!


Das Bundesministerium für temporale Phänomene und Erdbeerjoghurt gibt bekannt: Nachdem man auch im Bundeskabinett die Welle der Empörung über den Steuerfall Ulrich Hoeneß vernommen hat, wurde beschlossen, ein Exempel zu statuieren, um so zu zeigen, dass die Regierung und die Regierungsfraktionen bereit sind, Steuersünder mit allerhärtesten Mitteln zu verfolgen und ihnen das süße Leben mit Millionen unversteuerter Euros unter dem Kopfkissen so unangenehm wie möglich zu machen.

Aus diesem Grund wurde beschlossen, aus der kommenden Nacht eine Stunde zu entfernen. Somit wird Ulrich Hoeneß seine Haftstrafe im Landsberger Gefängnis sechzig Minuten früher antreten müssen, also ganze 3600 Sekunden. Die Bundesregierung erwartet, mit dieser Maßnahme ein Zeichen zu setzen und so andere Personen, die Abgaben im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich hinterzogen haben, zur Selbstanzeige und/oder kräftig geheuchelter Reue zu bringen. Sorgen, dass Ulrich Hoeneß aufgrund dieser zusätzlichen Härte der staatlichen Gewalt dazu gebracht werden könnte, in Landsberg ein Buch über seinen Kampf zu verfassen, seien aber unbegründet. So etwas wäre zumindest in den letzten 90 Jahren nicht passiert, gab die Leitung der JVA Landsberg bekannt.

Die Umsetzung der Maßnahme wird durch das BMtPuE verantwortet, welche die Hoeneß-Strafstunde auf die Zeit zwischen 2 und 3 Uhr gelegt hat. Alle Bürger, Geduldete und Abzuschiebende werden gebeten, die Entfernung dieser Stunde entsprechend durch Umstellung aller in ihrem Besitz befindlichen Chronometer zu würdigen, um die erzieherische Wirkung nicht zu gefährden.

Frühere Bekanntmachungen des Ministeriums:
Oktober 2010
März 2011
Oktober 2011
März 2012
Oktober 2012
Dezember 2012
März 2013
Oktober 2013