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Hier ist der dritte Teil meines Textes zur Urheberrechtsdebatte. Teil 1 - Teil 2

Verwertungsgesellschaften sind (meistens) hilfreich

Klar, auch ich bin sauer, wenn ich Videos auf Youtube nicht gucken kann, obwohl die Plattenfirmen selbst die Stücke dort veröffentlicht haben. Und die Verteilung von Geldern durch die GEMA ist einfach nur obszön. Dennoch haben Verwertungsgesellschaften, von denen die GEMA nur eine ist, wichtige Funktionen, denn sie sind Ansprechpartner für die, die fremde Werke aufführen, vervielfältigen oder nutzen wollen. Es wäre eine wahnsinnige Arbeit, wenn ein Radiosender jeden Künstler, von dem ein Lied gespielt wird, einzeln kontaktieren und um die Sendeerlaubnis bitten müsste. Deswegen haben Musikkünstler, die nicht bei der GEMA sind, oft Schwierigkeiten, ihre Lieder im Radio spielen zu lassen, weil das über die Pauschalzahlung an die GEMA nicht abgegolten wäre. Auch die Verwendung von fremden Bildern oder Texten wird über die Verwertungsgesellschaften vereinfacht. Und sicher, über Abgaben für Leermedien, Kopierer etc. wird auch versucht, den Urhebern die Existenz von Privatkopien ihrer Werke zu versüßen.

Wenn im Bemühen um ein reformiertes Urheberrecht die Urheber auf der Seite der Ausgebeuteten und die Verwerter sowie die Verwertungsgesellschaften auf der Seite der Ausbeuter verortet werden, dann wird auch hier nicht beachtet, dass wir Urheber viele Dinge einzeln ohne die Verwertungsgesellschaften nicht oder nur schwer schaffen würden. Wenn irgendwer Geld einnimmt, weil er fremde Lieder oder Texte vorträgt, dann dürfte es den meisten Menschen einleuchten, dass die Urheber (zumindest soweit die Werke nicht zu alt sind) auch ein Stück vom Kuchen verdient haben. Aber welcher Veranstalter will jedem einzelnen Künstler hinterherlaufen und das rechtlich abklären? Die Verwertungsgesellschaften bieten daher auch Rechtssicherheit für die, die fremdes Material verwenden.

Das soll natürlich nicht heißen, dass es keinen Änderungsbedarf gäbe. Gerade im Musikbereich liegt da vieles im Argen, und was ich über die Mitgliedsstruktur bei der GEMA und die Einflussmöglichkeiten der Mitglieder lese, lässt mich schaudern. Eine komplette Abschaffung der Verwertungsgesellschaften würde aber auch die kommerzielle Verwendung von Kunstwerken wahnsinnig verkomplizieren.

Die Kulturflatrate ist problematisch

Mehrere Parteien haben inzwischen die Kulturflatrate als Lösung für die zukünftige Vergütung der Urheber entdeckt, aber was die tatsächliche Umsetzung angeht, so hört man wenig konkrete Ideen. Mit gutem Grund: Während der normale Konsument mit der Zahlung seiner Kulturpauschale seine Pflicht getan hätte, so zeigt sich auf der anderen Seite das gigantische Problem der fairen Verteilung der Gelder. Soll jedes Werk bei gleicher Beliebtheit auch gleich vergütet werden, oder sollen Filmwerke einen größeren Anteil bekommen, weil sie auch aufwendiger zu realisieren sind? Welche Werke werden überhaupt abgedeckt? Sollen verwackelte Videos von kichernden Teenagern auf einem Bahnsteig genauso von der Kulturflatrate abgedeckt werden wie Kurzfilme? Und wie bestimmt man, wie beliebt welche Werke sind, um eine faire Vergütung zu gewährleisten?

Für die VG-Wort-Meldung von Texten im Internet muss ich bei jedem besagten Text einen Zählpixel einfügen und sowohl den Link dahin als auch den Text selbst bei der VG Wort angeben. Wenn aber alles frei kopiert werden darf und man sich nicht darauf verlassen kann, dass Zählpixel mitkopiert und die Adressen an die Urheber gemeldet werden, dann verzerrt das die Erfassung der Beliebtheit von Werken ungemein. Die Umsetzung der Kulturflatrate ist sowohl technisch als auch bürokratisch eine Mammutaufgabe, was natürlich die Frage aufwirft, wie viel Geld dieses Ungetüm dann eigentlich für die Urheber übrig lässt. Gerade wenn sich durch die Kulturflatrate das Nutzungsverhalten drastisch ändert, weil man plötzlich ohne Angst vor Abmahnungen Filme und Musik gratis aus dem Netz laden kann, und deswegen noch weniger im Laden oder über Online-Shops verkauft wird, muss man sich überhaupt fragen, inwieweit die Kulturflatrate überhaupt in der Lage ist, einen gerechten Ausgleich zwischen Privatleuten und Urhebern zu schaffen. Die einen wollen keine 100 Euro im Monat zahlen, die anderen haben nichts davon, wenn sie für jedes Werk insgesamt nur einen halben Cent bekommen.
(Bei Netzwertig.com findet man einen ausgiebigeren Text über die Probleme der Kulturflatrate.)

Flattr, Spenden und so weiter bringen zu wenig ein

Der CCC nennt es „Kulturwertmark“, im Endeffekt ist es das, was man in den virtuellen Hut wirft, den der Künstler nach erfolgtem Konsum vorzeigt. Während man früher Paypal-Buttons und Kontodaten veröffentlichte, gibt es heute mit Flattr einen Dienst, der so etwas bequemer ermöglicht. Das Problem ist nur, dass eine nachhaltige Finanzierung damit nicht möglich ist.

Ein persönliches Beispiel: Im Februar 2011 brachte Flattr mir 10,27 Euro, im März 2011 sogar 21,70 Euro. Im Februar 2012 waren es dagegen 3,27 Euro, im März sogar nur 91 Cent. Meine Lästerei zum ersten Twilight-Film wurde elf Mal geflattrt, die zum zweiten Teil überhaupt nicht, obwohl die Resonanz darauf ähnlich gut war. Leute spenden gerne etwas, wenn sie es neu entdecken. Bei den meisten schläft es aber ein, sobald der Reiz des Neuen weg ist, auch wenn sie weiterhin gerne die Werke lesen, anschauen oder hören. Es hat seinen Grund, warum die ganzen Hilfsorganisationen keine Spendenbüchsen mehr herumgehen lassen, sondern regelmäßig die Kohle vom Konto einziehen wollen, damit man sich als Spender Mühe geben muss, nicht mehr zu spenden.

Auch bei anderen stagnieren oder sinken die Einnahmen per Flattr. Taz.de hat im Februar des letzten Jahres über 1200 Euro per Flattr eingenommen, im Februar 2012 waren es unter 700 Euro. Eine Redakteursstelle kann man damit nicht bezahlen. Das Lawblog veröffentlicht keine Flattr-Einnahmen mehr, aber ich schätze, die 300 Euro monatlich, die im vorletzten Jahr reinkamen, sind auch nichts, was die Verfechter der „veralteten Geschäftsmodelle“ als ordentliche Finanzierungsgrundlage gelten lassen würden, und wir reden hier immerhin von einem der erfolgreichsten Blogs Deutschlands.

Auch carta.info diagnostiziert in den Flattr-Charts für Januar 2012, dass sich Flattr fast nur noch für Podcasts lohnt. Klar ist es nett, wenn man mit den Flattr-Einnahmen mal einen Hamburger im Monat kaufen kann. Aber man sollte nicht so tun, als würde in diesen freiwilligen Spenden die Lösung für eine nachhaltige Finanzierung von Urhebern liegen.

Ich sehe keine neuen Geschäftsmodelle

Es wird gerne davon geredet, dass die Verwerter und Urheber „veraltete Geschäftsmodelle“ schützen wollen, anstatt sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen und nach neuen Geschäftsmodellen zu suchen. Ich bin ja offen für alles, aber wo sind denn diese neuen Geschäftsmodelle? Das WWW boomt seit über 10 Jahren, inzwischen müsste es doch wenigstens ein paar Leute geben, die einige dieser neuen Geschäftsmodelle entdeckt haben? Stattdessen sehe ich nur alte Geschäftsmodelle, die die neuen Möglichkeiten der Kommunikation ausnutzen. Datenhandel à la Facebook gab es schon früher, man frage nur die GEZ, die schon lange so an Adressen kommt. Werbung überall hinzupflastern gab es auch schon vorher, und irgendwelche nützlichen Sachen gratis zu veröffentlichen, um dort dann Werbung für sich oder andere zu machen, ist ebenfalls keine neue Idee für alle, die vor fünfzehn Jahren kostenlose Bewerbungsratgeber von der AOK oder Gratis-Magazine der städtischen Clubszene gelesen haben. Versandhandel betrieb man früher ausschließlich per Katalog statt online, Auktionen veranstaltet man immer noch gerne vor Ort und nicht nur bei Ebay. Provisionszahlungen für vermittelte Aufträge sind ebenfalls keine Erfindung der New Economy.

Ein Geschäftsmodell muss immer noch sagen, wie man Geld einnimmt. Und das passiert wie früher entweder durch direkte Zahlungen der Nutzer, den Verkauf ihrer Daten oder durch den Verkauf von Werbeplätzen. Das grundlegende Geschäftsmodell von Google ist nicht „Suchmaschine sein“, sondern „Werbeplatz verkaufen“. Die Suchmaschine ist nur Mittel zum Zweck, weil man eine Plattform braucht, um die Werbung anzuzeigen. Der gerade von Facebook für eine Milliarde Dollar gekaufte Bildfilterhochladedingsbums-Dienst Instagram hat bisher gar kein Geschäftsmodell, auch wenn die Macher persönlich vielleicht das Geschäftsmodell „Wir verkaufen unseren Schuppen an eine reiche Firma und vergolden uns so die Eier“ im Hinterkopf pflegten. Das hatten wir aber alles schon mal in der Dot-Com-Blase, wo enorm viele Firmen auch kein tragfähiges Geschäftsmodell hatten, es aber vor lauter Begeisterung all den Investoren gar nicht auffiel.

Daher bitte ich einfach um Erleuchtung: Die Urheber sollen unter Umgehung von Verwertern direkt mit ihrem Publikum Geld verdienen. Bezahlschranken nerven und gefallen niemandem, Werbung wird von vielen durch Werbeblocker ausgeblendet. Wo ist das geheimnisvolle Geschäftsmodell, was uns allen Seelenheil verspricht? Und warum haben es selbst die Alphablogger nicht gefunden, die immer davon sprechen und dabei doch eher von anderen Jobs (womöglich sogar in der viel gescholtenen Totholz-Industrie) leben?

Teil 1 gibt es hier. - Teil 2 gibt es hier.
Fortsetzung in Teil 4

Mehr zu lesen:

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Hasenfestliches

Veröffentlicht am 19. April 2011 um 13:21 Uhr in der Kategorie "Meine Sicht der Welt"
Dieser Eintrag wurde bisher 61 Mal kommentiert.
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Wie kann man Klopfers Web unterstützen?

Text veröffentlicht im November 2017
Klopfer erzählt, wie man helfen kann, Klopfers Web zu erhalten und besser zu machen - sowohl ohne als auch mit Geldeinsatz. [mehr]

Secura
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Darf ichs bei facebook posten? also den link..

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Geschrieben am
Jonny
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Ich hab grad auch die ersten Teile gelesen und muss dir da einfach Recht geben.
Es gibt dafür irgendwie einfach keine Patendlösung, aber muss man erstmal jedem klar machen.

Dein Text ist auf jedenfall super, ich hab nur keinen Flattr Account. wink.gif

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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@Secura: Natürlich. smile.gif

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Geschrieben am
Bob Grey
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Was ich mich dabei immer wieder frage ist, warum wir in Deutschland nicht einen Dienst wie Hulu haben können?
Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich die Gema nicht mag: sie müssten "nur" ein funktionierendes Konzept kopieren und auf einmal wären Seiten wie kino.to nicht annähernd so beliebt. Und gerade bei Videos gibt es Möglichkeiten die Werbung zu erzwingen. Hulu hatte 2011 Einnahmen von 420 Millionen Dollar.

Das löst natürlich nicht alle Probleme auf einmal, aber ich bin mir sicher, dass zumindest die Filmbranche damit was anfangen kann.

Für Musik und Texte ist es da natürlich nicht so einfach, aber auch da gibt es Ansätze, Spotify zum Beispiel.

Und das Prinzip der Gema ist für mich zumindest OK, aber das was ich bisher über ihre Praktiken gehört hab klingt eher nach Mafia...

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Geschrieben am
mitha
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Ich persönlich habe nichts gegen so einen Generalverwerter wie die GEMA. Ich habe was gegen die GEMA. Dass selbst die Plattenfirmen sich schon wundern, warum der Verein das mit Youtube immer noch net auf die Reihe kriegt, spricht ja wohl Bände, oder?

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Geschrieben am
Michael
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Das Grundproblem ist, dass die jetzigen politischen und wirtschaftlichen Eliten/Entscheider in aller Regel das Internet in seiner sozialen und technischen Funktionsweise überhaupt nicht verstehen.

Geschäftsmodelle haben sich entwickelt. Beispielweise iTunes oder verschiedene andere Möglichkeiten, legal Musik herunterzuladen (Amazon o.ä.). Das Problem ist jedoch, dass sie von den "falschen" Firmen entwickelt wurden. Während die Verwerter in den letzten 10 Jahren das Internet verteufelt haben und alles daran gesetzt haben, ihre "alten" Vermarktungsstrategien (Album oder MaxiCD) zu schützen, haben andere Firmen (Apple, Amazon,...) ihre Chance erkannt, sich als Marktführer zu etablieren und, wenn auch spät, das geboten, was der Internetnutzer haben wollte.

Hätte das die Musikindustrie vor 10 Jahren gemacht, wäre das Raubmordkopieren niemals so in Mode gekommen.
Würde das die Filmindustrie machen, würden Seiten wie ehem. kino.to nicht in dieser Form exisitieren.

Haben sie aber nicht.
Und damit ist der Zug abgefahren. Die einfache illegale Möglichkeit hat sich so sehr etabliert, dass sie kaum zu stoppen sein wird. Und das Internet lässt sich allgemein auch nicht stoppen oder kontrollieren (Ausnahme: Iran..).

Gerade der Fall Mega-Upload zeigt doch, dass a)die Raubmordkopierer Geld haben und ausgeben und sich
b) Gewinne mit solchen Modellen generieren lassen.
Kim Dotcom "Schwitz" hat sich dumm und dusselig verdient, einfach nur damit, Server bereitzustellen. Mit mehreren Downloadtarifen. Tageweise, Wochenweise, Monatsweise etc. Es kann mir niemand erzählen, dass die Verwerter nicht (mit ggf. angepassten Preisen) damit auch Gewinn machen könnten. WENN sie wollten.

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Geschrieben am
Xaerdys
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Ab wann ist ein Geschäftsmodell eigentlich neu? Ich mein, wenn es ein Geschäftsmodell ist, dann geht es doch in jedem Fall darum, etwas zu verkaufen oder zu vermieten. Anders verdient man kein Geld. Die Frage ist doch wie man verkauft oder vermietet.
Flattr ist natürlich der Hut, das kann man niemals als Verkaufsersatz gedacht haben. Auf der anderen Seite sind digitale Videotheken und ähnliches ja durchaus denkbar. Die existierenden sind meist aber alles andere als praktisch. Ich weise deshalb mal auf http://www.fortressofdoors.com/2012/02/piracy-and-four-currencies.html hin. Lars Doucet, ebenfalls Urheber, beleuchtet da mit Blick auf die Computerspielindustrie einige Schwierigkeiten, die du quasi im ersten Teil mit angesprochen hast, sehr anschaulich mit seinem Währungssystem. Ich denke das hat was für sich und lässt sich im Grunde auch gut übertragen. Je schwerer es einem gemacht wird Geld auszugeben, desto weniger ist man geneigt und desto leichter wird das Gewissen. Da wäre doch zumindest an kommerzielle Portale zu denken, was auch eine Möglichkeit der Verwertung wäre, vielleicht sogar mit Flatrates :-D ...

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Geschrieben am
Michael
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und vielleicht noch ein kleiner Nachtrag zu den Kosten:
Woher nehmen die großen Firmen/Verwerter/Musikkonzerne eigentlich das "Recht" oder die "Gewissheit", jedes x% _Gewinn_ zu machen? Wo soll das Enden (Volker Pispers hat dazu mal ein schönes Beispiel gebracht)?
Dann gehts halt mal in die andere Richtung. Und auch "Künstler" zu sein, bedeutet nicht, für immer in Saus und Braus zu leben. Leider scheint dies schon Automatismus unter den "oberen 10.000" zu sein. Wieso haben diese fingierten (Pop-)Künstler das Recht, den Rest ihres Lebens wegen 1-5 im Tonstudio generierten Hits mit Koks in der Nase in der Luxusvilla zu sitzen?

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Geschrieben am
Xaerdys
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Ich muss an dieser Stelle mal kurz nachtragen:
@Michael: Kim Schmitz hat eben nichts dafür getan. Das ist aber auch Teil seiner Gewinnstrategie. Natürlich könnte man damit munter verdienen, aber wer das legal macht, müsste auch den Urhebern was abgeben. Damit wird die Gewinnspanne doch gesenkt. Dennoch wären ähnliche Dienste sicher denkbar, aber Kim Schmitz ist kein gutes Beispiel.

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Geschrieben am
Martin
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Ich finde es sehr lustig, wie einige Kommentatoren hier ihr Weltbild ausbreiten, das anscheinend in einer riesigen Verschwörung der raffgierigen "Eliten", "oberen 10.000" etc besteht.

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Geschrieben am
Siggi
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Eigentlich gab es doch noch NIE so viel Musik,Bücher,Filme, TV- und Radiosender wie heute. Mal ganz ehrlich ist da nicht irgendwo ein Überangebot. Die Leute kaufen halt nicht jeder 20 Bücher und 30 DVD im Monat. Auch Künstler müssen sich den Gesetzen des MARKTES fügen. Angebot/Nachfrage. Das ist eben Schwierig bei dem Einheitsbrei! Wer von euch kann sich erinnern wer vor einem Jahr an der Spitze der Charts stand? GENAU! Keiner weil das alles nur noch Fließbandproduktionen sind! Der MAINSTREAM ist dank der großen Labels auf einem Niveu angekommen das absolut zum schreien ist! Macht die Augen auf! DSDS ist keine Kunst es ist ein Werbeformat! Und zum Thema LABEL-STERBEN verschweigen ja die großen Label immer wieder wie das wirklich war. U2 und viele viele viele andere Künstler vermarkten sich lieber selbst. Warum nur? Die Künstler können auch rechnen. Und wo das Geld herkommt wissen sie auch! Von den FANS! Als im Jahre 2000 die ersten Tauschbörsen aufkamen wie wurde reagiert? Mit Klagen und Anwälten. Und wenn man als Sony Warner etc. über Jahre hinweg über 1 000 000 Personen in Deutschland mit Briefen beehren. Die im Schnitt 700,-€ gefordert werden. Nicht falsch verstehen es geht nicht um den Grund der Briefe sondern um die Summen die da verlangt wurden und noch werden! Das geht seit einem JAHRZEHNT! Und kaum schnallen die Piraten über 5% gibt es auf einmal Gesetztesvorschläge gegen den Abmahnwahn!? Was hatte denn die Musikindustrie entgegen zu setzten? NICHTS! Brauchbare Onlinetarife der GEMA, die wirtschaftlich Sinn machen,(!) gibt es seit 2 Jahren! Vorher sollte man jeden Downlaod mit 0,1278€ abrechnen. Wenn man sich die letzten 10 Jahre anschaut frage ich mich schon wo die angeblich Kraetiven sind. Ich habe gelernt die sitzen weder bei der GEMA noch bei den Labels. Schaut euch "Die Ärzte" an. Als alle Bands Abmahnungen verschicken ließen haben sie genau das Gegenteil gemacht! Sie haben fett auf ihre CD gedruckt "OHNE KOPIERSCHUTZ" und sich auf die Bühne gestellt und zum CD Brennen aufgerufen. Als Belohnung gab es Platz 1 der deutschen Single- und Albumcharts. Zu dem Zeitpunkt sehr kreativ! Bei der GEMA sind zehntausende sogenannte Künstler die damit beschäftigt sind Werbejingles zu komponieren. Unter "Kunst" verstehe ich da was anderes. Ich finde jeder Künstler sollte selbst entscheiden was wo zu sehen ist! Nicht die GEMA! Aber biste einmal in der GEMA kommste ein Leben nicht raus! Es gibt kein zurück! Das muss man doch mal reformieren.
Keiner hat die "digitale Wende" so gut bewältigt wie der deutsche Buchhandel. Die Druckereien und Autoren haben durch Amazon Umsätze erziehlt von denen man vor 20 Jahren nur geträumt hat. Für Einzelhändler sah es leider nicht so rosig aus. Aber unterm Strich war das Umverteieln aber mit einem Wachstum verbunden. Ach ja die armen Buchläden! Und die armen Dampfmaschinen Hersteller die tun mir leid! Und die Henker im Mittelalter die erst die sind jetzt alle Arbeitslos oder was? Was ist in dem Land eigentlich los? Eine Lehrerin die einen Text aus einem Buch kopiert um ihren Schülern etwas beizubringen ist eine "DIEBIN"!!! Aktuelles Gesetz! Ja genau Urheberechtsverletzung! Wenn man MALVORLAGEN im Kindergarten kopiert ist die Erziehrin eine DIEBIN! Aktuelles Urheberechtsgesetz! Wenn auf eine Beerdigung ein Lied aus GEMA Schutzrechten gespielt wird 15€! So eine Einzelkabine im Erotikgeschäft wo diese schönen Filme laufen kostet pro Kabine ~30€ im Monat! Dein Friseur zahlt für das Radio GEZ! Wenn er es anmacht zahlt er GEMA! Der Radiosender der läuft, zahlt ebenfalls GEMA damit er senden darf. Die Tonträger die der abspielt bekommt er von der GVL die wieder Gebühren will! Das müssen euch die Künstler doch mal Wert sein! REFORM! Fertig! Das System ist in schlecht! Nur ungerecht!

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Geschrieben am
Falk
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@ Xaerdys DOCH Kim Schmitz ist ein gutes Beispiel er wollte ein System namens MEGA-BOX. Die BETA lief schon. Du bekommst Wrbung auf deinem PC eingeblendet dafür bekommste "Credits" und die kannste gegen Musik tauschen! 90% der Einnahmen gingen an die Künstler! Und das DIREKT! Ohne Verwerter oder Label! Und Außerdem plante er damit den Börsengang! Der Zweitgrößte in diesem Jahr nach Facebook! Google ist dein Freund! Kann man mal suchen. Die Medien bahaupten Kim Schmitz lebte nur von illegalen Downloads. Warum wollten dann Disney, Warner etc Verträge mit ihm schließen? Warum hatten US Behörden Accounts? Warum Kellogs die noch WERBUNG damit machten!!! Oder 2000 andere Firmen? Google ist dein Freund! KIM SCHMITZ wurde abgesägt bevor er zu mächtig wurde!!! Das ist ein Fakt. Er war KREATIV und ihm gönnte man das Geld nicht... Schade Kim Schmitz hätte doch Schlagzeuger werden sollen. Da wäre die Welt wieder in Ordnung... Armes Deutschland.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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@Bob Grey: Es gab ja Bemühungen, so eine Art deutsches Hulu zu machen, aber das scheitert am Kartellrecht, weil die beteiligten Fernsehsender den Werbemarkt zu sehr dominieren würden. Hat also nichts mit dem Urheberrecht zu tun, warum es das nicht gibt.

@Michael: MegaUpload hat viel Geld gemacht, weil nichts an die Urheber abgegeben wurde. Diejenigen, die dafür bezahlt haben, haben aber auch viel heruntergeladen (sonst hätte es sich für sie ja nicht gelohnt). Würde man die Einnahmen auf die Urheber verteilen, dessen Kram dort heruntergeladen worden wäre, kämen wieder nur Bruchteile von Cents pro Film zusammen. Auch nicht fair.

@Falk: Glaub nicht jeden Müll, den du über Kim Schmitz und seine angeblich so tollen Geschäftsideen liest. Warner und Disney wollten Verträge mit Schmitz abschließen? Ja genau. Und ich hab dir einen großen Eisenturm in Paris zu verkaufen.

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Geschrieben am
Markus
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@Siggi:
Der Frieseur zahtl keine GEMA-Abgaben wenn er das Radio anmacht. Erst informieren dann rumbrüllen.
Und es gibt nur zwei Arten von Bands die sich selbst vermarkten: 1. Bands die zu unbekannt sind um irgendwo nen Vertrag zu bekommen und 2. Bands die so bekannt sind, dass es sich für sie tatsächlich lohnt auf Labels zu verzichten, und das sind wenige. Die meisten Bekannten Bands profitieren von Labels, und bekommen so erheblich mehr Geld als wenn sie das alles alleine machen würden. Ich bin selbst Musiker und hab mich deshalb mal stärker mit dem Thema auseinandergesetzt.
Auch weiß ich nicht wieso die GEMA entschiedet was wo zu sehn ist. Das solltest du evetuell mal genauer erklären.
Und ich wüsste gerne wann und wo die Ärzte offen zum Raubkopieren aufgefordert haben.

@Falk:
Es geht nicht um das was Schmitz bald gemacht hätte, sondern um das was er gemacht hat(!) Und zwar Filme auf seiner Homepage angeboten, ohne die Erlaubniss irgendeines Rechteinhabers zu besitzen. Da kann sein "MEGA-BOX" Modell noch so gut gewesen sein, bei MegaUpload hat er Illegale Sachen gemacht und ist dafür bestraft worden.

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Geschrieben am
Falk
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@Klopfer Du glaubst du die haben die Mails die hier veröffentlicht sind gefälscht? http://torrentfreak.com/entertainment-industry-was-eager-to-work-with-megaupload-120326/

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Geschrieben am
Zeddi
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Urheberrecht, bezahlung von Urhebern e.t.c. ist ein wahnsinnig komplexes Thema. Gerade im Bereich von GEMA und GEZ liegen sehr viele Dinge imho schief und scheinen, so zumindest viele Aussagen, in vielen bereichen auch Kreative auszubremsen.

Ich möchte deshalb nun gerne drei Bereiche kommentieren.

Teil 1 (die weiteren folgen Später ... schon allein dieser ist recht umfangreich)
Der erste ist der Teilabschnitt "Wenn künstlerische Arbeit nur noch als Hobby möglich wäre, gäbe es deutlich weniger Kunst"

Damit hast du, natürlich, völlig recht.
Viele, gerade umfangreichere Produktionen, aus den 3 Kategorien "Wort, Musik und Film" sind so garnicht möglich durch "Hobbyisten".

Aber:
Es gibt auch sehr viele sehr hochqualitative Beiträge die eher von Hobby-Autoren und Künstlern stammen, die mich unterhalten und berührt haben. Egal ob Blogs, Musik, Videos e.t.c. Und hierfür sehe ich flattr e.t.c. als eine schöne möglichkeit personen Geld zukommen zu lassen, die garnicht davon Leben WOLLEN, aber sich durchaus freuen.
Viele Einzelkünstler, Projekte e.t.c. leisten dabei Arbeit die in einem „Kommerziellen“ Umfeld so garnicht möglich wäre. Sei es weil die Idee zu gewagt ist, sei es weil die Kosten für eine vermarktung viel zu hoch wären, wenn die Arbeitszeit wirklich bezahlt werden würde u.s.w.
Manchmal finden diese Ideen anklang und es bildet sich eine kleine Fangemeinde.
Manchmal werden diese Ideen dann später sogar aufgegriffen von den „Großen“ und weitervermarktet e.t.c.
Somit halte ich es für gut, und du Klopfer glaube ich auch, das beides existiert.

Allerdings:
Manchmal werden durch unrealistisch hoch angesetzte Urheberrechtsabgaben Projekte und Künstler torpediert oder durch Anwaltskosten aus dem Boot gekickt.

Warum aber denken Menschen es könnte auch ausreichen wenn man nur die Hobbyisten ranlässt? Warum halten manche eine Kulturflatrate für sinnvoll?

Ich denke das Problem kommt Primär aus der Musikbranche.

Viele würden gerne das fördern von interressanten, querdenkenden und querspielenden Nachwuchs sehen. Würden sehen das sich die Branche für Kultur und Musik tatsächlich engagiert. Kleineren Künstlern eine Bühne zum spielen gibt. Da gäbe es Mannigfaltige möglichkeiten.

Tatsächlich sieht es anders aus. Schon seit gefühlten Ewigkeiten werden gecastete Pseude-Stars durch unmengen an Marketing hochgepusht. Sie werden in den entsprechenden Radiosendern gegen Geld plaziert. Sie werden durch Shows im Fernsehen hofiert.
Die Branche gibt das Geld nicht für Nachwuchs, für das weiterentwickeln von Musik (Das bleibt häufig den „kleinen“ Labels vorbehalten) für Kultur aus.
Sie gibt es eben nicht für die „100 unbekannten für einen großen“ aus, sondern Primär für das Marketing.
Mit den 100 unbekannten versuchen sich dann die kleinen Labels über wasser zu bleiben, versuchen durch das bedienen eines „kleinen“ Marktes ausreichend Gewinne zu erzielen. Diesen fehlt natürlich auch durch illegale Downloads teilw. das Geld. Aber noch mehr fehlt es ihnen durch die immer erdrückenderen großen Verlage, und durch dadurch immer weiter sinkendes Interresse an der Musik an sich. Musik verkommt dadurch zur reinen „Hintergrundbeschallung“.
Deshalb halten viele diese Verlage für Unsinnig, und schließen daraus das man den ganzen Mist abschaffen sollte.
Das ist natürlich Unsinn. Aber eine teilweise entmachtung der „Großen“ wäre schon ganz schön.

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Geschrieben am
Falk
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@Markus Bevor du selber rumbrüllst... Die GEZ zahlt der Friseur wenn er ein Radio hat! Das sind die Rundfunkgebühren! UND die GEMA zahlt er auch! Weil es öffentlich ist. Das geht nach Ladenfläche! Damit ist jeder Laden gemeint! Egal ob Friseur, Mode oder Spielzeugladen! Sobald Musik läuft ist das so! guckste mal hier: http://www.gutefrage.net/frage/muss-man-kleiner-teeladen-auch-gema-gebuehren-bezahlen-wenn-ab-und-zu-mal-das-radio-laeuft

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Geschrieben am
galaxycrawler
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Getreu nach dem Motto:"Ich habe keine Lösung, aber bewundere das Problem"

Bei der ganzen Sache handelt es sich um einen, in der Spieltheorie gut bekanntes, Prinzip der "Tragedy of the commons".
http://de.wikipedia.org/wiki/Tragik_der_Allmende
(Der englische Artikel ist allerdings viel besser)
Auf Deutsch, durch eine Handlung deinerseits hast du einen Gewinn auf Kosten der anderen. Jeder rationale Entscheider (und in diesem Fall sind Menschen ausnahmsweise mal rationale Entscheider) wird den persönlichen Gewinn wählen. Ich überlasse es auch auszusuchen, wer ihr den Gewinn wählt, der Verwerter oder der Runterlade.

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Geschrieben am
Tobi
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Ich glaube am wirkungsvollsten gegen die Maßen der Raupkopierer ist ein für alle beteiligten einfach zu nutzender Vertriebsweg. Am besten ohne DRM und aufwändige Kopierschütze die es meist unmöglich machen, die erworbenen Medien auf allen auf dem Markt verfügbaren Geräten abzuspielen, denen es technische möglich wäre. Hierfür wär ein Gesetz super das es ermöglicht ein Werk zurückzugeben oder um zu tauschen wenn es auf einem Gerät das technisch gesehen dazu in der Lage wäre nicht läuft Beispiel um ne DVD mit meinem PC zu schauen auf dem Linux installiert ist muss man erst illegal den Kopierschutz knacken.
Wenn es dann noch relativ unkompliziert ist Verträge für solche Vertriebswege abzuschließen, dann kommen vielleicht auch viele Geräte und Softwarehersteller auf die Idee diese Portale direkt zu integrieren. Und damit hat man die Leute bei ihrer Bequemlichkeit. Die meisten würden doch wenn sie mit 1 Klick einen Film für ein paar Euro legal kaufen und gucken können, dieses Modell einem illegalen vorziehen was unter Umständen noch komplizierter zu benutzen ist.
Gut finde ich dass durch den Erfolg der Piraten in der Politik hier eine Diskussion stattfindet und auch von etablierten Parteien sinnvolle Gesetzesentwürfe gibt, wie Beispielsweise die Deckelung der Abmahnungen.

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Geschrieben am
mawu
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Ich hänge auch der Meinung an, dass der Grund, warum sich kein effektiver Vertriebsweg gefunden hat, schlicht und einfach der ist, dass es der Markt nicht hergibt. In den meisten Fällen werden Sachen konsumiert, einfach weil sie frei verfügbar da sind. Würden sie was kosten, würden sie einfach nicht mehr konsumiert werden. Es gibt so viele Möglichkeiten im Leben zur Zerstreuung. Wenn Texte im Internet alle was kosten würden, würden die Menschen halt was anderes machen, vielleicht sich wieder mehr mit Freunden treffen?

Wenn man Musik macht, gerne Filme macht oder schreibt muss man sich einfach bewußt sein, dass man einer unter extrem vielen ist die hoffen, dass sie ihr Hobby zum Beruf machen können und da es so viele sind, können nur die wenigsten ein Einkommen erzielen was ausreichend ist. Von daher sollte man von vornherein die Sache als Hobby sehen eh man sich nicht erfüllbare Hoffnungen macht und am Ende frustriert ist, warum einem keiner Geld geben will.

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Geschrieben am
Andreas Denner
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Hast du mal versucht, einen solchen Text in einem der großen Printmedien veröffentlichen zu lassen? Hat man für sowas überhaupt eine Chance?
Gruß

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Geschrieben am
also...
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wenn nicht noch ein teil 4 kommt, bin ich doch ziemlich enttäuscht. alle haben irgendwie unrecht, aber selbst siehst du keine "neuen geschäftsmodelle", bist also anscheinend für den status quo, den du selbst allerdings als unzureichend erkennst?!

besonders lustig(nicht von klopfer):
"Jeder rationale Entscheider (und in diesem Fall sind Menschen ausnahmsweise mal rationale Entscheider) wird den persönlichen Gewinn wählen."

egoismus ist also neuerdings rational. biggrin.gif

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Geschrieben am
Xaerdys
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"egoismus ist also neuerdings rational"
Wieso neuerdings?

Im Übrigen liegen wohl einige Weiten zwischen der Behauptung es gibt keine neuen Geschäftsmodelle und die alten müssen überarbeitet werden. Die Widersprechen sich nicht.

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Geschrieben am
Michael
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@Klopfer:
Dass er die Urheber nicht beteiligt hat, ist klar und ebenso falsch. Aber wenn die ContentIndustrie das Modell übertragen würde, würde sie wahrscheinlich ähnliche Gewinne machen. Und dass die Künstler davon nicht viel abbekommen, ist doch im jetzigen System genauso. Wo ist da das Problem? Bei einer Umstellung auf einen Mega-Upload ähnlichen Dienst bliebe doch der so krampfhaft verteidigte status quo (ein Bruchteil geht an die Künstler, der Rest an die Verwerter) erhalten...Seit wann ist die Industrie fair?



Was mich in der Debatte stört ist, dass niemand versucht, eine dem "Informationszeitalter"/"Web 2.0" gerechte Lösung zu finden.
Die Industrie ist geistig in den 80/90er Jahren stehen geblieben und versucht mittels massiven Lobbying ihre alten Modelle zu erhalten.
Auf der anderen Seite siehts genauso aus.
Wenn man nur den status quo anpassen will, "reicht" das Kim Schwitz-Geschäftsmodell. Verwerter kassieren den Großteil, Künstler lassen sich ausbeuten...(Zeddi hat den Mechanismus gut beschrieben).
Möchte man was ändern, muss das im Kopf passieren. Internet nicht verteufeln, akzeptieren, Lösung finden.


Und, die Erwähnung von "politischen Eliten" hat nichts mit Verschwörung zu tun, sondern ist eine einfache Definition derjenigen Leute, die auf den Entscheidungspositionen sitzen...ein gängiger Begriff in der Politikwissenschaft/Elitenforschung..

0
Geschrieben am
SaschaP
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@Klopfer: Ein deutsches Hulu gibts derzeit nicht, weil RTL und ProSieben dafür Clipfish und MyVideo zusammenlegen wollten, von der Idee her. Das geht nicht, dass die TV-Sender selbst die Hände im Spiel haben.

Hulu dagegen ist eine von den TV-Sendern unabhängige Firma, die mit diesen dann Verträge hat, welche Serien sie onlinevermarktet. Das könnte es auch in Dland geben trotz Kartellrecht, es ist nur so dass es derzeit kein deutsches Videoportal gibt, das nicht einem der TV-Sender gehört.

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Geschrieben am
Wade Wilson
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Irgendwie finde ich den Text viel zu einseitig. Kein Wort über die Gema-Vermutung und auch die mehr als ungerechte Verteilung der Gelder durch die Gema wird nur ganz kurz erwähnt.

Ich will auch keine Kulturflatrate, aber es dürfte doch nicht so schwer sein, eine Portal zu schaffen, wo ich für einen angemessenen Preis das bekomme was ich will. Teilweise gibt es so was ja schon, aber ich würde mir das ganze noch im Film und Spielebereich wünschen.

Zum Thema neue Geschäftsmodelle: Wie ich schon sagte, gibt es so etwas bereits. Amazon, iTunes, Simfy, Spotify, Steam-Shop ... das alles sind für mich Möglichkeiten die Sachen nicht im Laden zu kaufen sondern sofort zu bekommen. Das Problem, gerade bei Musik, ist doch das, dass man im Offline-Handel gezwungen ist 20 oder mehr lieder zu kaufen, für vllt 2 - 3 die einem gefallen. Von der Verfügbarkeit ganz zu schweigen.

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Geschrieben am
Wade Wilson
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Zur Gema hab ich noch vergessen zu erwähnen.

Meiner Meinung nach hat die Gema ihren schlechten Ruf beim Kunden zu Recht. Denn, das Erheben von Gebühren auf externe Datenträger ist schlicht weg abzocke. Außerdem haben die ehrlichen Käufer in den letzten Jahren so viel Mist ertragen müssen, den u.A. die Gema verzapft hat, wie z.B. DRM geschützte Musikdateien und andere Kopierschutzmaßnahmen die teilweise das Abspielen der CDs unmöglich machten. Das ist Kundengängelung und richtet sich genau gegen die ehrlichen Käufer.

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Geschrieben am
Ketzu
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Manchmal hab ich das Gefühl, die Kommentatoren haben die Texte gar nicht gelesen, sondern "OH! Es geht um Urheberrecht und es ist nicht meine Meinung!" gedacht und ihren Standardrant runtergetippt.

Welche Erwartungshaltung hatte man an die (bisher) 3 Teile? Spätestens nach der Einleitung von Teil 1 sollte klar sein: Eine Lösung wird nicht präsentiert. Klopfers Darstellung unterscheidet sich allerdings von den "normalen" Debatten zu dem Thema. Auf der einen Seite die Gruppe mit der Wunderlösung Kulturflatrate, "neue Geschäftsmodelle" und "ihr hasst doch das Internet" Slogans, auf der anderen Seite für die ich keine tolle sarkastische Beschreibung habe. Nämlich das der Status quo nicht besonders gut ist aber das die Lösungsvorschläge keineswegs so gut sind wie sie dargestellt werden und das von allen Seiten eine gewisse Verzerrung der Realität vorgenommen wird.

Andere möchten da ihre persönlichen Wunschvorstellungen verwirklichen: Endlich kein Justin Bieber mehr, kein Avatar (egal welchen man nun nicht mochte) und bitte neue PC Spiele für <10€, bei Steam geht das ja auch!!! Das damit die Herstellung nicht finanziert werden kann, geschweige denn neue Titel mit vorfinanziert werden könnten ist dabei nicht so relevant, denn die Sachen würden sich bestimmt 10 mal häufiger verkaufen wenn man den Preis auf 1/10 setzt.

Aber da ist dieser eine kleine Haken: Ein haufen Leute MÖGEN Justin Bieber, "Mainstream" und selbst die Legende von Aang hatte so viele Zuschauer das sich seine Produktion gelohnt hat, einige davon sollen den Film sogar mögen.

Ach ich hab vergessen was ich schreiben wollte :/ damn.

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Geschrieben am
Micha
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Hmmm, ich möchte das mal aus meiner Sicht etwas differenzieren. Raubkopien im Wort-Bereich? Also ich mach mir nicht die Mühe und kopiere ein Buch... , bleiben also nur noch Zeitungen und Onlineschriften. Dazu kann ich wenig sagen, da ich das relativ selten konsumiere.

Raubkopien im Musikbereich... ja, die wird es so lange geben, bis von den Anbietern ein sinnvoller Online-Vertriebsweg zur Verfügung steht. Ich würde mir auch gerne meine Musik legal im Internet herunterladen - nur wüsste ich bis dato keinen Anbieter, wo das möglich ist. Bisher habe ich nur welche gefunden, die mir gegen Geld komprimierten und bestenfalls noch DRM-geschützen Mist angeboten haben. Sobald ich jemanden finde, der mir echte wav-Dateien für nen Euro pro Song anbietet, sind wir im Geschäft. Aber ich bezahle definitiv kein Geld für Musik, bei der ein Großteil der Originalinformationen wegkomprimiert wurden. MP3 taugt in meinen Augen nur, um sich den Song erstmal anzuhören und zu beurteilen, ob ich ihn mir wirklich kaufen möchte. Und nur dafür nutze ich das. Was ich für gut befinde, landet nach wie vor als CD in meinem Schrank.
Kompliziert wird es in meinen Augen nur bei Filmen. Dafür, das ich einen Film meist maximal 1-2mal schaue, gebe ich keine 30-50 Euro für ne BR aus. Ältere Filme gibts ja manchmal schon für 5-7 Euro - dann kaufe ich die auch. Das lässt sich online aber auch nicht besser gestalten. Ein Filmdownload in 1080p dürfte demnach max. 5 Euro kosten, damit sich das überhaupt rechnet. Ob damit so ein Film dann noch zu produzieren wäre, weiß ich nicht.

Generell hat zumindest die Scheiben pressende Industrie schon seit Jahrzehnten das Problem, das sie die Originalware einfach so überteuert anbieten, das es sich für kaum einen Privatmenschen rechnet, diese Scheiben zu kaufen - egal ob nun Musik oder Film.
Wir haben schon zu Zeiten, wo Raubkopie noch "Privatkopie auf Tonband/Kassette" hieß, gesagt, das die CDs einfach billiger werden müssten, um das Problem zu lösen. Das ist wie bei Software - ab einem bestimmten Preis lohnt sich das Kopieren nicht mehr ;-)

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Geschrieben am
firesky
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Ich fände ja eine Art Kombination aus GEZ und Google System interessant. Soll heißen am Anfang des Jahres bezahlt jeder eine fixe Gebühr und die wird dann entsprechend der Seitenaufrufe an die jeweiligen Urheber verteilt. Quasi: Ein Kolumnenaufruf auf Klopfersweb ist ein Zugriff und die Gebühren werden entsprechend der Anzahl an Zugriffen ausgezahlt.

Das Problem dabei wäre die Identifikation. Wenn jemand mehrmals auf ein und das selbe zugreift, dass das nicht mehrmals ausgezahlt wird.

Würde ev. mit einer Art Bürgerkarte fürs Internet funktionieren. Jedoch wären wir dann wieder beim Datenschutz angelangt... :/

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Geschrieben am


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