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Wie stehst du zum Thema Brexit? Glaubst du, dass die Flüchtlingskrise in Europa stark zum Ergebnis beigetragen hat?
Es gibt noch mehrere Brexit-Fragen, da versuche ich mal, die Antwort darauf in dieser hier zusammenzufassen.
Der Brexit-Wahlkampf war sehr emotional geführt worden, gerade von der Leave-Kampagne, mit relativ wenig Hingabe an die Wahrheit. Die Remain-Kampagne dagegen konnte nicht viel anderes bieten als: "Wenn wir rausgehen, wird es ganz schlimm", anstatt irgendwie drauf hinzuweisen, wie super die EU für die Briten war. Das ist natürlich schon ein dicker Hemmschuh.
Wenn man sich anschaut, dass Rupert Murdoch, der mit seinen Boulevardzeitungen sehr offen Brexit-Werbung gemacht hat, mal sagte, er wäre deswegen gegen die EU, weil man in 10 Downing Street macht, was er sagt, aber sich in Brüssel für ihn nicht interessiert, wäre sicherlich ein bisschen Skepsis von Seiten der einfachen Arbeiter, die größtenteils für den Brexit waren, angebracht, denn Murdoch ist sicherlich kein Anwalt der Arbeiterklasse. Viele fühlten sich von der Globalisierung abgehängt und schoben das auch zum großen Teil auf die billigen Arbeitskräfte aus Polen, die aufgrund der EU-Freizügigkeit ins Land kamen. (Das war allerdings auch im Interesse vieler Unternehmer, die jetzt so für den Brexit geworben haben, weil die neuen Beschäftigten dann nicht wählen konnten, da sie ja die britische Staatsbürgerschaft nicht haben, und somit auch nicht für Parteien stimmen konnten, die sich für mehr Arbeitnehmerrechte einsetzen.) Die Flüchtlingskrise als solche wird ein bisschen zum Ergebnis beigetragen haben, gerade durch die vertuschten Vergewaltigungsfälle in Rotherham und anderen britischen Städten, außerdem als Befürchtung, dass man von der EU welche von den Flüchtlingen aufgedrückt kriegt und außerdem viele Kosten tragen müsste. Der große Fokus bei dem Anti-Immigrations-Wahlkampf lag aber auf der Freizügigkeit für EU-Bürger, das ist da noch größeres Thema, auch weil GB ja nicht zum Schengen-Raum gehört und somit schon mehr Kontrolle über seine Grenzen hat als andere EU-Länder und somit Nicht-EU-Bürger leichter ausfiltern kann.

Der Brexit selbst ist wirtschaftlich und logisch total beknackt. Großbritannien profitiert davon, dass es Zugang zum EU-Binnenmarkt hat und auch bei den Entscheidungen mitreden kann. Die Finanzwirtschaft in der City of London, die überproportional viel zur britischen Wirtschaft beiträgt, mag diesen Standort zum großen Teil, weil sie von da aus Zugriff auf den europäischen Finanzmarkt hat und GB in Europa die gemeinsame Gesetzgebung über die Finanzmärkte beeinflussen kann (und da die Banken so extrem wichtig für GB sind, hat eben auch die britische Regierung einen großen Anreiz, im Sinne der Banken die Gesetze und Richtlinien zu beeinflussen). Die werden zum großen Teil nun abwandern nach Paris und Frankfurt/Main.
Die Wissenschaft in Großbritannien wird auch stark leiden, denn sie profitierte sowohl von EU-Geldern als auch von der einfachen Möglichkeit der Zusammenarbeit mit anderen europäischen Forschern. Britische Forscher können bislang leicht in europäischen Forschungsinstituten arbeiten, europäische Forscher leicht in britischen. Das geht nun in die Binsen, und die Bedeutung des Königreichs in der aktuellen Wissenschaft wird schwinden.
Dann sind natürlich Investitionen stark gefährdet. Wer eine Fabrik bauen und mit der Produktion den gesamten europäischen Markt abdecken will, wird vornehmlich da produzieren, wo er ohne viel Papierkram Zeug in die europäischen Länder schaffen kann. Das wird er nun eher nicht in GB machen. Wie das mit Kooperationen wird (z.B. bei Airbus, das in Großbritannien die Flügel für ihre Flugzeuge produzieren lässt), wird sich auch erst zeigen müssen, aber man kann darauf wetten, dass es in Zukunft weniger neue Kooperationen dieser Art mit dem Königreich geben wird. Da sind die britischen Arbeiter auch gefickt. Großbritannien ist über die EU an 33 Freihandelsabkommen mit über 80 Ländern beteiligt. Auch da wird es alles neu und einzeln verhandeln müssen, um britischen Unternehmen den Freihandel mit diesen Ländern zu ermöglichen.
Auch z.B. für Pharma-Unternehmen wird es komplizierter: Momentan kann ein Medikament eine EU-weite Zulassung kriegen, wenn es über eine europäische Behörde (die noch in London sitzt) zertifiziert wird. In Zukunft wird es wohl für GB eine gesonderte Zulassung benötigen.
Ein weiterer Aspekt sind die Dienstleistungen. Derzeit ist es kaum ein Problem, in Deutschland eine Dienstleistung von einem britischen Anbieter in Anspruch zu nehmen (abgesehen von ein bissel Umsatzsteuermurks). Das wird in Zukunft auch anders sein (und in reinen Freihandelsabkommen wird dieser Bereich auch meistens kaum abgedeckt). Britische Unternehmen verlieren mit dem EU-Austritt also den leichten Zugang zu einem riesigen Kundenkreis. (Mit Dienstleistungen sind auch Downloads von E-Books und Software gemeint.)
Natürlich kann man alles mit Einzelverträgen wieder hinbiegen. Aber - was die Leave-Kampagne gerne unter den Tisch fallen ließ - wer wie z.B. Norwegen Zugang zum europäischen Binnenmarkt haben will, muss sich an fast alle EU-Regeln halten (was die Briten ja gerade mit dem Votum abgelehnt haben) und auch die EU-Freizügigkeit für Arbeitnehmer akzeptieren (wogegen die Leave-Kampagne ja gerade protestierte). Und man muss in den EU-Topf einzahlen (was die Briten ja offenbar nicht wollen). Wenn man den Briten-Rabatt und was die Briten von der EU an Geldern zurückkriegen einrechnet, zahlt jeder Norweger pro Kopf wohl ungefähr so viel in die EU ein wie jeder Brite, vll. sogar ein bisschen mehr. Und die EU hat kaum einen Anreiz, Großbritannien in den Verhandlungen besonders entgegenzukommen, schon weil sie den verbleibenden EU-Mitgliedern kein Signal geben wollen, dass man die Vorteile der EU abschöpfen kann, ohne was dafür leisten zu müssen. Kurz gesagt: Das Königreich müsste all die Kröten schlucken, wegen der die Briten aussteigen wollen, aber hätte kein Mitspracherecht mehr.

Außenpolitisch ist das Königreich auch gevögelt. Die USA haben klar gesagt, dass die Briten für sie deswegen so wertvolle Partner waren, weil sie über die Einfluss auf die EU nehmen konnten. Das heißt, sie können sich nicht drauf verlassen, dass die Amis weiterhin so gerne mit ihnen kuscheln, anstatt sich lieber an Deutschland und Frankreich ranzuschmeißen. Für Deutschland ist der Austritt GBs wirtschaftlich natürlich mies, weil wir z.B. viel an die Briten verkaufen (gerade Autos). Es heißt aber auch: Deutschland wird nun noch bestimmender in der EU und muss eine Führungsrolle einnehmen, die es eigentlich gar nicht will (nicht meine Einstellung, aber wenn man sich die Regierung anguckt, wird es ziemlich klar).
Gleichzeitig verschiebt sich das wirtschaftliche Gleichgewicht in der EU in Richtung der Länder, die wirtschaftlich insgesamt schwächer sind. Das könnte für Deutschland noch sehr ungemütlich werden, wenn diese Länder mit ihrem nun besseren Kräfteverhältnis neue Verteilungskämpfe anstrengen. Man muss außerdem damit rechnen, dass durch den Brexit noch weitere Länder mit dem Austritt liebäugeln, gerade die Niederlande, was besonders beschissen wäre, weil da der größte Seehafen Europas ist. Dänemark könnte auch wegfallen. Im Endeffekt muss nun dafür gesorgt werden, dass die EU nicht noch weitere starke Mitglieder verliert, auch durch eine harte Linie gegenüber den Briten.

Innenpolitisch wird das Vereinigte Königreich wohl nicht mehr lange vereint bleiben. Die Schotten werden wieder über die Unabhängigkeit abstimmen, und diesmal werden sie rausgehen.

Natürlich muss die EU reformiert werden. Es gibt wohl niemanden, der behauptet, die EU wäre nicht zu bürokratisch und zu undemokratisch. Aber der beste Weg wäre dann wohl, sie von innen zu reformieren, anstatt sich zu verpissen und damit seine eigene Wirtschaft und Wissenschaft zu verkrüppeln.
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Kloper, es reich langsam!

Ich will endlich lernen wie schwer es ist, ein Baby zu zersägen!
Du wirst es bestimmt bald erfahren, wenn du regelmäßig auf Klopfers Web gehst! nick.gif
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Deine Meinung zu diesem Beitrag?
Sehr interessant, das mal so zusammengefasst zu lesen, danke! smile.gif
Das deckt sich mit den Beobachtungen meinerseits, die jungen Linken sind wirklich kaum mehr in der Lage, sich mit den konkreten, handfesten Problemen der einheimischen Arbeiterklasse zu identifizieren oder auch nur zu sympathisieren.
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Hätte Deutschland die Sowjetunion besiegt, hätten die Amerikaner den Russen keine Waffen geliefert?
Ich glaube nicht. Militärisch ist so ein großes Land mit konventionellen Waffen kaum zu besiegen, weil bei so viel Raum die verteidigende Macht die Angreifer einfach so lange ins Leere laufen lassen könnte, bis denen die Puste ausgeht und ihre Versorgung zusammenbricht. Das hat schon Clausewitz festgestellt.
Die einzige Chance wäre wie 1917 ein politischer Umbruch gewesen, aber der war (obwohl Stalin ihn erwartete, als er die Nachricht vom Einmarsch der Deutschen bekam) im weiteren Kriegsverlauf in weiter Ferne. Die Sowjets waren fest entschlossen, den Angreifer zu besiegen, und sie standen dafür auch fest hinter ihrer Führung. Auch wenn die technische Unterstützung der Amerikaner hilfreich war, den größten Teil der Anstrengung hat die Sowjetunion selbst gestemmt. Außerdem war wohl keine Waffe, die die Amerikaner lieferten, so entscheidend wie die, die die Russen selbst entwickelten, wie etwa den T-34 oder die Katjuscha.
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Hat sich in Deutschland jemand von offizieller Seite dazu geäußert?
Ich hab irgendwo als Entgegnung gelesen, dass das nur eine relativ kleine und unbedeutende Organisation mit ideologischen Wurzeln sein soll, aber ich kann mich nicht mehr erinnern, ob das ne deutsche Seite war oder nicht. kratz.gif
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#42508
Ich frage mich echt, ob manche Leute überhaupt noch nachdenken bevor sie fordern; Wenn der ausländische Ladenbesitzer die deutsche Sprache nicht beherrscht, wie soll er denn die Bestellung entgegen nehmen?! Kann mir das mal einer erklären?
Niemand hat Bock in einen Fress-shop zu gehen und sich mit dem Verkäufer rumzuschlagen, der wegen der Sprachbarriere nicht versteht was der Kunde will. Das den Kunden anzulasten finde ich schon krankhaft.
Und ich sehe genauso wie Du Klopfer; Dieses Bebashe gegenüber Deutsche ist nicht nur mies, sondern auch unfair; Manche Jobs werden deshalb von Ausländer besetzt, weil sie einfach billiger sind. Wer Deutsche in diesen Zusammenhang beschuldigt, faul und bequem zu sein, der stößt nicht nur die hart arbeitenen Deutschen (zu den auch die mit Migrantenhintergrund zählen) vom Kopf, sondern billigt auch das Ausbeuten von ausländischen Billigarbeiter.
Ist das was ihr wollt? Ernsthaft jetzt, das möchte ich mal gerne wissen.
Übrigens ich hab auch kein Schwarzen hinter einer Theke stehen sehen, der Döner verkauft. Einen Deutschen schon. Soviel dazu.

Ich hoffe, mein Post klingt nicht so aggressiv. Wenn ja, dann tut es mir leid, aber dieses Bebashe nervt einfach -_-
Es gibt mehr als genug deutsche Familien, die einfach nur froh sind überhaupt über die Runden zu kommen, darum ist die Story um den wohlhabenden Deutschen nur ein Mythos. Das sollten mal einige Einheimische mit bestimmter Idio(t)logie endlich kapieren.
Der einzige Bereich, bei dem ich die Klagen über die Deutschen tatsächlich bestätigt gesehen habe, ist der der Erntehelfer, Spreewaldgurken, Spargel, Erdbeeren und so Kram.
Der ganze andere Schmonzes, den man uns auch in der Schule erzählte, stimmt gar nicht. (Besonders idiotisch war in meinem Fall, dass uns unser Politiklehrer damals in Potsdam ohne mit der Wimper zu zucken erzählte, dass ohne die Türken unser Müll nicht abgeholt werden würde, weil die Deutschen sich zu fein für solche Jobs wären. In Potsdam gibt's aber kaum Türken, nicht mal bei der Müllabfuhr. Und auch da ist der Ausländeranteil recht überschaubar.)
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#42507
Beruhigt es Dich denn nicht, wenn der Erzfeind aller Hasen, der Fuchs, zubereitet und verspeist wird? Ein Fuchs weniger, der einem Hasen nach dem Leben trachten kann...
Aber so ein Fuchs ist ja auch nur ein Mensch. unsure.gif
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#42508 Ich denke, das eigentliche Problem ist die Gettoisierung, Da haben dann Türken nur mit Türken zu tun, Russen nur mit Russen (was auch auf Deutsche im Ausland zutrifft, wobei die teilweise sogar schlimmer sind und verächtlich auf diese "drekigen Ausländer" herruntersehen) etc. DAS ist eine riesen integrationsbremse, zumal diese dann auch fast ausnahmslos fast Fernsehen Zeitungen etc aus ihrem Heimatland konsumieren.

P.s.: Klopfer, Fuchs ist in China eine Delikatesse, da gab es ja auch den Skandal, dass das Fuchsfleisch, dass man ihnen verkauft hatte in Wirklichkeit vom Esel stammte.
Ja, aber die Ghettoisierung geht ja Hand in Hand mit der Sprachbarriere. Wer die Sprache nicht kann, ist dazu verdammt, unter seinesgleichen zu bleiben, und wer ständig unter seinesgleichen bleibt, kann auch die Sprache nicht lernen. Das ist wie eine Feedbackschleife.

Und Chinesen sind schon immer kulinarische Barbaren gewesen. biggrin.gif
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#42507
Leute, die aus dem Ausland kommen und hier arbeiten wollen und dürfen, aber nicht grade nen Universitätsabschluss vorweisen können, dazu noch sprachlich nicht grad extrem bewandert sind, gehen doch vorwiegend in die "Gastronomie" Vermutlich weil ihnen kaum anderes übrig bleibt. Die meisten lernen während dessen die Sprache ganz gut. Wenn da nun ne Stadt daherkommt und meint es sollten nur noch Menschen mit Deutschkenntnissen einen Imbiss führen dürfen, wirds in Teilen Deutschlands schnell sehr kahl aussehen, nehm ich an. Der typische Imbissbetrieb mit Bratwurst, Pommes, Currywurst und Frikadellen konnte sich in den vergangenen Jahren fast nirgendwo mehr halten. Wir sollten akzeptieren, dass hier Asiaten und Südländer die Schirmherrschaft über Fastfood und Essen zum Mitnehmen mit attraktiven, abwechslungsreicheren Angeboten übernommen haben. Hinzu kommt, dass das wohl eh kein Deutscher mehr machen will. Ich kenne nen Schwarzen der in der Dönerbude arbeitet, aber keinen Deutschen der sich an den Spieß stellt. Ist ja auch kein Wunder bei den Arbeitszeiten von oft 15 Stunden/Tag, 7 Tage die Woche. Da sollten wir uns über mangelnde Sprachkenntnisse wirklich nicht beschweren. Wenn die Leute hinter der Theke irgendwann wirklich nur noch Zeichensprache verstehen, dann sind wir daran hunderprozent selber schuld.
Jeder, der unbegrenzt in einem Land leben will, sollte die Sprache des Landes lernen, das gebietet einfach der Anstand. Und da komme man mir bitte auch nicht mit Sprachbegabung, jeder kann eine Sprache lernen, wenn er dauernd von ihr umgeben ist. Und ich sehe auch nicht, dass man diese Verantwortung irgendwie verliert, nur weil das, was man sonst leistet, von der einheimischen Bevölkerung gerne angenommen wird. Da führt kein Weg dran vorbei: Wer hier leben will, soll gefälligst wenigstens etwas Deutsch lernen. Wer in Mallorca leben will, soll gefälligst Spanisch lernen. Wer in Frankreich leben will, soll gefälligst Französisch lernen. Und wer in die USA oder UK auswandert, soll auch Englisch lernen. Warum wird diese Selbstverständlichkeit ständig relativiert? Eine Sprachbarriere ist eine Integrationsbremse.
Dass die Deutschen auch keinen Bock mehr auf Gastronomie hätten, sehe ich auch nicht. Ich sehe immer noch ganz schön viele Würstchen-, Hähnchen- und Pommesverkäufer deutscher Herkunft (auch viele, die neu eröffnen), hab auch schon Deutsche in Dönerbuden arbeiten sehen (aber keinen einzigen Schwarzen). Und ich muss auch sagen, dass ich diese Unterstellung, dass jeder Job, den Ausländer ausfüllen, ja nur deswegen da wäre, weil die Deutschen zu faul und zu verwöhnt wären, ihn zu machen, sehr mies finde.
Gastronomie heißt aber auch: 50% der Betriebe überleben keine zwei Jahre.
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Was hälst Du eigentlich von der Sache mit der Vietnamesin und ihrem
Restaurant?

Einerseits finde ich es ziemlich schuftig, der Dame den Laden dicht zu machen, weil sie kein Wort deutsch spricht. Andererseits finde ich es auch ziemlich schuftig von ihr, das sie seit Jahren in Deutschland immer noch kein Wort deutsch spricht.
Ich find's nicht richtig, dass man da versucht hat, ihren Laden dichtzumachen. Es wäre aber schon angebracht, dass sie versucht, etwas Deutsch zu lernen, einfach aus Respekt dem Land gegenüber, in dem man lebt.

Was mir aber in der Linkleiste rechts aufgefallen ist: Fuchs zubereitet - Behörde schließt Asia-Imbiss in Magdeburg
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#42502
Also man muss dem Prof zu Gute halten, dass er der Studentin direkt hinter her ist, um sich zu entschuldigen, aber den Erzählungen derer, die draußen waren nach, ist sie auf dem Damenklo verschwunden, wo der Prof nicht mehr folgen konnte. Er hat sich in der Vorlesung bei allen Studenten ausdrücklich entschuldigt, und man konnte ihm sein schlechtes Gewissen (ggf. seine Angst vor Strafe, glaub ich aber nicht) irgendwie anmerken.

Zum Thema, dass es für sie schwer wird, in die Vorlesung zu gehen: Wenn sie nicht kommt, wird sie Ihren Abschluss nicht bekommen, weil es ein Pflichtmodul im Studium ist. Ist also nicht so, dass sie eine Wahl hätte.

Aus diesen Grunde wird sie folgendes Angebot erhalten: Ein Mitarbeiter des Profs spricht mit ihr 4h/Woche die Vorlesungsfolien durch, sodass sie nicht mehr in die VL muss (der Mitarbeiter arbeitet auch in einem anderen Fach mit, wo ich Tutor bin, daher weiß ich das), dafür aber Einzelbetreuung hat.

Ehrlich gesagt bin ich neidisch, ich will auch Einzelbetreuung!
Ist schon mal vernünftig, dass versucht wird, die Sache besonnen zu regeln, dass sie eine Chance hat, ihren Abschluss zu machen, und dass der Prof weiß, dass er da Mist gebaut hat.
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Diese Kolumne interessiert dich vielleicht: Link

#42502
Ich hab gelacht. Ich bin gemein. sad.gif

#42501
Was hältst du von Racial Profiling? Ist das nicht eigentlich vollkommen vernünftig?
Danke für den Link! Ist ja echt deprimierend zu lesen, wie diese Expertenkommissionen durch Inzucht komplett von Rationalität freigehalten werden können. X_x

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass man da lacht, wenn man nicht betroffen ist. Aber objektiv gesehen ist das halt schon ganz schön fies.

Racial Profiling kann viel Schaden anrichten, wenn man sich nur davon leiten lässt und dabei sehr restriktiv und vorverurteilend wird. Auf der anderen Seite ist es natürlich klar, dass man in gewissen Umständen Ressourcen besser nutzen kann, wenn man nicht ganz blind gegenüber dieser Sache ist. Wenn die Polizei in Grenznähe nach illegalen Einwanderern sucht, dann ist es vollkommen logisch, dass sie größere Erfolgschancen haben, wenn sie sich nicht mit blauäugigen Blondschöpfen aufhalten und sich eher auf die konzentrieren, die dunklere Haut, Haare und Augen haben. Daher fand ich es auch weltfremd, dass ein Gericht das vor einigen Wochen untersagt hat.
Ich finde, darauf sollte man nicht verzichten, auch wenn das natürlich behutsam eingesetzt werden muss.
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#42492 Also vergewaltigen sich Frauen, die Hilfsmittel zur Masturbation benutzen, selber?

Alibifrage: Was würdest du davon halten, wenn dir jemand nach Jahren sagt, dass er mal in dich verliebt war, damals aber zu feige war, das zu sagen (vor allem wenn er wusste, dass man auch in ihn verliebt ist)? Irgendwie finde ich sowas leicht unglaubwürdig
Ja, zweifellos tun sie das. Und wer ist daran schuld? Der Mann natürlich. biggrin.gif

Ich würd's wohl nicht unglaubwürdig finden, aber ich würde mich fragen, warum mir diese Person das jetzt sagt. Was soll man Jahre später mit dieser Information anfangen? Man hätte vor Jahren evtl. mal glücklich sein können, wenn eine Person (ob man selbst oder die andere) mutiger gewesen wäre? Was bringt einem das, wenn's zu spät ist? fragehasi.gif
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Gibt es eigentlich Punkte für mich, wenn ich meine Freunde nötige sich ebenfalls hier anzumelden? biggrin.gif
Sympathiepunkte, aber keine, mit denen du was anfangen könntest. biggrin.gif Ist schließlich schwer zu überprüfen, ob das nicht Fake-Anmeldungen sind oder ob die dann überhaupt aktiv sein werden. ^^
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Hey, ich brauche mal deinen juristischen Sachverstand:

Folgende Situation: Eine Studentin hat 4 mal in einer Pflichtverantstaltung gefehlt, und beim Prof. das mit ihrer Schwangerschaft begründet. So weit so gut. Nun ist sie nicht die schlankeste und bei weitem nicht die hübscheste, hat schon recht unansehnliche Hautprobleme und wäscht sich nicht so oft (mein Eindruck). Naja, zurück zum Thema: Der Prof notiert sich das als entschuldigtes Fehlen schnappt sich sein Mikro um mit der Vorlesung zu beginnen, und murmelt, ohne darüber nachzudenken, dass das Mikro an ist, folgendes vor sich hin.

"Schwanger, nicht zu fassen, dass die jmd. ficken wollte."

Studentin rennt weinend aus dem Saal und erwägt eine Anzeige wg. Beleidigung.

Nun zur Frage: Ist das eine Beleidigung? Soweit ich das sehe, muss eine Beleidigung absichtlich erfolgen, während er nur was vor sich gemurmelt hat, was versehentlich 300 Studenten per Mikro mitbekommen haben. Kann man jmd. so unabsichtlich beleidigen? Welche Konsequenzen drohen dem Prof und findest du es richtig, wenn er Ärger bekommt?
Ja, das ist meiner Einschätzung nach eine Beleidigung. Sie war auch öffentlich (ob sie nun durch Versehen öffentlich wurde, ist unerheblich; sie hat ja keine private Äußerung belauscht), es ist auch nicht so, dass man die Äußerung nur mit Mühe als Beleidigung interpretieren könnte oder es eine andere, schmeichelndere Interpretation gäbe, die naheliegender wäre. Nach Strafgesetzbuch kann bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder Geldstrafe verhängt werden.
Ob das jetzt nötig wäre, vor Gericht zu gehen, darüber kann man streiten (ich bin kein Freund davon, Beleidigungssachen vor den Kadi zu zerren), aber auf den Deckel sollte der Prof schon was kriegen. Die Studentin ist quasi gezwungen, in der Vorlesung zu sein und den Prof zu ertragen, sie ist vor 300 Studenten öffentlich beleidigt worden, und zwar von jemandem, zu dem ein erhebliches Machtgefälle besteht, das darf einfach nicht passieren, welche persönlichen Defizite sie auch haben mag. Ich kann mir vorstellen, dass es extrem schwer für sie wird, diese Vorlesung wieder zu besuchen oder eine Veranstaltung bei diesem Professor zu haben, weil sie nicht das Gefühl haben kann, mit dem Respekt behandelt zu werden, der ihr nun mal zusteht.
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Bist du ein bedrohlicher, weißer Hetero-Mann, Klopfer?
Aber total! Kleine Kinder winseln, wenn sie mich schon aus der Ferne sehen. zufrieden.gif

Die Argumentation find ich auch so interessant, weil dieselben Leute, die darin kein Problem sehen, sie in leicht anderen Zusammenhängen kategorisch ablehnen würden.
In den USA gibt es fünfmal mehr Weiße als Schwarze. Dennoch haben Schwarze zwischen 1980 und 2008 mehr Morde begangen als die Weißen. 93 Prozent der schwarzen Opfer wurden auch von Schwarzen umgelegt, während 84 Prozent der weißen Opfer auch von Weißen umgebracht wurden. Nach der Logik des Artikels ist somit grundlegende Vorsicht gegenüber Negern angebracht.
Oder schauen wir nach Deutschland: Wir haben derzeit ungefähr einen Ausländeranteil von ungefähr 9 Prozent an der Bevölkerung. In den Kriminalitätsstatistiken beträgt der Ausländeranteil bei den Tatverdächtigen für 2015 aber 27,9 Prozent (ausländerrechtl. Vergehen nicht mitgerechnet). Laut dem PKS-Jahrbuch 2014 war der Ausländeranteil der Tatverdächtigen bei Mord/Todschlag, Vergewaltigung/sexuelle Nötigung, Raubdelikten und Diebstahl bei über 30 Prozent. Nach der obigen Logik müssen Ausländer also zwingend unter Generalverdacht gestellt werden.
Bei Zuwanderern ist es (nach den Statistiken von 2015) übrigens noch schlimmer: Die sind bei Straftaten gegen das Leben fünf Mal krimineller, als sie eigentlich laut Bevölkerungsanteil sein dürften. Am besten zieht man gleich Stacheldraht um die Flüchtlingsheime und stellt Wachtürme drumherum auf.
In Berlin sind über 30 Prozent der Tatverdächtigen bei Taschendiebstahl aus Rumänien, also höchstwahrscheinlich Roma. Nach der Logik des Artikels ist es voll korrekt, Zigeuner grundsätzlich wie Aussätzige zu behandeln. (Der Gesamtanteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei Taschendiebstahl liegt in Berlin übrigens bei 86,7 Prozent.)
Boah, da kann man so richtig abhitlern, wenn man sich diese Denkweise erst mal gemein gemacht hat. tozey.gif
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Kannst du mir bitte einmal die Organe und die Gesetzgebung innerhalb der Europäischen Union erklären. Was hälst du davon das die Gesetzte von einer Kommission "gemacht" werden, die nicht von den Bürgern gewählt ist?
Öhm... Alles kann ich nicht erklären, da ist das Thema zu umfangreich.
Aber kurz: Die Europäische Kommission ist die Regierung. Sie initiiert Gesetzgebungsverfahren und macht die ersten Vorschläge für neue Gesetze. Jedes Mitgliedsland entsendet einen Kommissar in die Kommission, die dann vom EU-Parlament abgenickt wird. Oft genug werden abgehalfterte Politiker nach Europa geschickt, deswegen haben wir für Deutschland da gerade den Öttinger sitzen, der von seinem Fachgebiet ungefähr so viel Ahnung hat wie
Das Europäische Parlament wird alle fünf Jahre in den Europawahlen vom Volk gewählt. Gesetzentwürfe können üblicherweise vom Parlament abgeändert werden und unterliegen üblicherweise auch der Abstimmung.
Daneben gibt es den Rat der Europäischen Union, der die Regierungen der Mitgliedsländer repräsentiert (und somit ein bisschen dem Bundesrat in Deutschland entspricht). Auch der kann üblicherweise Gesetzentwürfe der Kommission ändern und muss am Ende über so einen Gesetzentwurf abstimmen, wobei ein Entwurf als angenommen gilt, wenn 55% der Mitgliedsländer, die mindestens 65% der EU-Bevölkerung präsentieren, zustimmen. Sollte sich der Rat der Europäischen Union nicht einig sein, kann er den Europäischen Rat anrufen, in dem die Staats- und Regierungschefs versammelt sind und in dem die dann auskaspern können, wofür sie eigentlich sind. Man sollte aber den Rat der Europäischen Union und den Europäischen Rat nicht mit dem Europarat verwechseln. Der ist nämlich eine eigenständige Organisation und gehört nicht zur EU.

Nund hab ich "üblicherweise" geschrieben, weil das das normale Gesetzgebungsverfahren ist. Es gibt aber auch noch zwei besondere Gesetzgebungsverfahren. Beim Anhörungsverfahren kann das Parlament nur eine Stellungnahme abgeben, aber es entscheidet allein der Rat der EU, wobei jedes Mitgliedsland (unter Angabe von Gründen) auch ein Veto-Recht hat.
Beim Zustimmungsverfahren kann das Parlament seine Zustimmung verweigern, darf aber nichts ändern. Sollte er seine Zustimmung geben, entscheidet der Rat der EU, wobei auch der nur den Vorschlag der Kommission ändern kann, wenn er es einstimmig tut.

Dass ich das derzeitige Prozedere zur Zusammensetzung der EU-Kommission nicht gut finde, ist wohl aus der Antwort zur letzten Frage klargeworden.
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Momentan prügelt ja so ziemlich jeder auf die EU ein, UK wird sich wohl verdünnisieren, die Schweiz will nicht mehr und viele glauben nun, dass es eine scheiß-Idee war. Was wären deine Ideen, um sie zu verbessern?
Institutionell muss die Europäische Kommission anders bestimmt werden. Dass die Mitglieder jeder einen Kommissar bestimmen und das Parlament das abnickt, das geht so nicht. Das sollte einzeln gewählt werden mit jeweils verschiedenen Kandidaten. Gesetzesinitiativen sollten nicht nur von der EU-Kommission, sondern auch vom Parlament eingebracht werden können.
Bei der EU-Kommission muss auch mal geguckt werden, welche Kommissare man überhaupt braucht. Wir haben einen Kommissar für den "Digitalen Binnenmarkt", einen Kommissar für "Digitale Wirtschaft und Gesellschaft", einen für den "Binnenmarkt (und Industrie und Unternehmertum)", einen für "Handel"... und wenn man gleich dabei ist, zählen wir doch den für "Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten" und den für "Wettbewerb" auch noch dazu - wobei wir bei letzterem evtl. noch gucken müssen, dass wir den Kommissar für "Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit" nicht vor den Kopf stoßen.
Das ist einfach nur Murks, da überschneiden sich die Kompetenzbereiche so weit, dass man glauben könnte, das hätte sich ein Komiker ausgedacht. Aber es stimmt!

Ganz wichtig: Die EU sollte sich zurückhalten und sich nicht in jeden Scheiß einmischen wollen. Die ganze EU-Sache sollte erst einmal auf wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusammenarbeit konzentriert werden, also Sachen, was wirtschaftliche und polizeiliche Zusammenarbeit angeht, Produktsicherheit und so Kram. Die EU sollte sich lieber verkneifen, Regeln vorzugeben, die je nach Land unterschiedlich sein sollten, weil die Voraussetzungen andere sind, z.B. was Jugendschutz, Soziales, Gleichstellungskrempel, Bildung und Kultur angeht. Es wäre auch gut, wenn sie Sachen einfach mal laufen lassen würde, anstatt ständig eine neue Sau durchs Dorf zu jagen, weil man ja irgendwas ändern müsse, nur um sich zu legitimieren.
Die EU muss aufhören, die Leute erziehen zu wollen, sie muss lernen, der Bevölkerung zu überlassen, in welchem Tempo die europäische Einigung voranschreitet.
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Deine Meinung zu diesem Musikvideo? biggrin.gif
Ich fühl mich grad ein bisschen so: 047352f3.gif
Die "Musik" ist ja schon an sich Körperverletzung, aber dass man ein Video voller nackter Weiber so unerotisch machen kann, ist schon eine ganz besondere Gemeinheit. vomitplz.gif
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Leben wir in der Endzeit?
Nein.
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Was hälst du eigentlich von einer Demokratie, wo sich eine Mehrheitsmeinung umgehen lässt wenn sich andere Partein zusammenschließen und sich gegenseitig Posten zuklüngeln nur um auf Teufel komm raus an die Macht zu kommen?

Alibifrage, was kann ich eigentlich mit den Punkten machen die ich seit meinem Login angezeigt bekomme machen? smile.gif
Was soll ich davon halten? Wie soll man's vernünftig verhindern?

Die Punkte kann man für ein paar Tage Premiummitgliedschaft eintauschen, da gibt's einen entsprechenden Unterpunkt unter "Dein Profil".
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Nach all den politischen Fragen mal wieder was Leichtes: Klopfer, kennst du die "Empowered"-Serie von Adam Warren? Ich muss sagen, es ist das niedlichste und zugleich coolste, was mir bisher aus der westlichen Comic-Szene über den Weg gelaufen ist...
Nein, bisher nicht. smile.gif
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Deine Meinung zu diesem Beitrag?
Schwach argumentiert.
"Erstaunlich: Denn das wäre eine Differenz von 15 Prozentpunkten. In anderen europäischen Ländern beträgt die Differenz nur 5 Prozentpunkte."
In welchen anderen Ländern? Liegt es vielleicht am allgemeinen Lohnniveau? (Schließlich ist auch in Ostdeutschland die angebliche Gehaltslücke geringer, weil das Lohnniveau geringer ist.)

"Umfragen zeigen jedoch, dass dies für viele nicht ihre eigene, freie Entscheidung ist, sondern auch das Resultat einer unzureichenden staatlichen Infrastruktur für Kinderbetreuung."
Dann ist das Problem aber nicht die Bezahlung, sondern die Kinderbetreuung. Das kann man den Firmen nicht ankreiden, wenn die Frauen wegen fehlender oder zu teurer Kindergärten nicht Vollzeit arbeiten wollen.

"Aber auch bei diesem Argument ist es falsch, die Verantwortung auf die Frauen zu schieben. Wissenschaftliche Studien zeigen: Wenn Frauen in den vergangenen Jahrzehnten in traditionelle Männerberufe vorgedrungen sind, entwickelten sich die Löhne in diesen Branchen besonders schwach."
Angebot und Nachfrage. Zusätzlich zu den Männern in den jeweiligen Berufen drängen auch noch Frauen rein, natürlich kann sich das auf das Lohnniveau auswirken. Und der Mann will Ökonom sein? Und sind die Löhne für die Frauen in diesen Männerberufen tatsächlich so viel geringer, dass es die 6% anerkannten Unterschied übersteigt?

"Auch hier zeigen Studien, dass Frauen selten die gleichen Karrierechancen haben, auch wenn sie die gleiche Motivation und Qualifikation für Führungsaufgaben haben wie Männer. Deutschland schneidet beim Anteil von Frauen in Führungspositionen im internationalen Vergleich besonders schlecht ab. Deutschland sollte sich ein Beispiel an den skandinavischen Ländern nehmen, die zeigen, wie kluge Politik Frauen Karrieremöglichkeiten eröffnen kann."
Sind die Unternehmen aber auch tatsächlich signifikant erfolgreicher? Gibt es diese gläserne Decke nicht auch für Männer? Sind die Anforderungen an die Führungspositionen in Skandinavien aufgrund bestimmter Regelungen anders als bei uns, was z.B. Arbeitszeiten angeht? Betrifft das überhaupt so viele Frauen, dass das so ein vordringliches Problem ist? Würde sich das überhaupt auf die Lücke auswirken, wenn sich das ändern würde. Wie viele Frauen sind tatsächlich so blöd, Top-Manager werden zu wollen?

"Das IW Köln behauptet, eine Lohndiskriminierung von 6,6 Prozent sei nicht "statistisch signifikant". Gemeint ist: Der Wert beträgt nicht mit absoluter Sicherheit 6,6 Prozent, er könnte mit einer geringen Wahrscheinlichkeit auch bei 0 Prozent liegen.[...] Denn die statistische Unschärfe gilt in beide Richtungen. Die Lohndiskriminierung könnte mit einer geringen Wahrscheinlichkeit auch das doppelte, also 13 Prozent, betragen."
Ist das tatsächlich das, was das IW Köln meint, oder hat sich dieser Herr das irgendwo hergeleitet, dass damit eine statistische Unschärfe gemeint wäre?

"Selbst eine Lohndiskriminierung von 6,6 Prozent würde bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 41.000 Euro bedeuten, dass eine Frau 2700 Euro weniger an Gehalt erhält als ein Mann mit ähnlichem Job und Qualifikationen. Sind 2700 Euro wirklich so gering, dass sie keine Rechtfertigung für ein staatliches Eingreifen sind?"
Ob 41.000 Euro oder 38.300 Euro, das ist immer noch etwa das Doppelte vom Median-Nettoeinkommen eines Singles in Deutschland.
Klar: Je höhere Zahlen man ansetzt, desto beeindruckender klingt die Lücke. "Stellt euch vor: Wenn einer eine Milliarde im Jahr verdient, wären 6,6 Prozent schon 66 Millionen Euro! Sind 66 Millionen Euro etwa keine Rechtfertigung für staatliches Eingreifen?!"

Außerdem: Es sind keine Machowissenschaftler. Ähnliche Erklärungen und Untersuchungen gibt es von genug anderen Instituten auf der Welt - oft genug sind Frauen selbst die Autoren solcher Studien.
Und auf die Preisfrage ist er gar nicht eingegangen: Wenn Frauen tatsächlich die gleiche Arbeit leisten, qualitativ und quantitativ, aber 20 Prozent weniger kosten, warum stellt ein Betrieb dann nicht nur Frauen ein und sorgt so für einen enormen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz?
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Glaubst du in Deutschland könnte je wieder eine Revolution wie 1848 stattfinden? Vielleicht in diesem Jahrzehnt?

Warum waren solche Ereignisse damals so blutig? In Berlin starben über 100 Menschen und es gab tausende Verletzte. Kann es sein das es vielleicht so blutig sein muss?
Ob es je wieder zu einer blutigen Revolution kommen könnte, wage ich nicht vorherzusagen. Wir haben 1989 eine unblutige Revolution gehabt, auf die die DDR-Bürger auch tatsächlich stolz sein können (woanders ging es ja nicht so friedlich zu, etwa in Rumänien).

Es muss also nicht so blutig sein. Die Revolution von 1848 war ja im Wesentlichen deswegen so blutig, weil die Obrigkeit darauf bestand, mit Härte und äußerster Gewalt durchzugreifen, und dabei die Truppen das auch mitmachten. Ich glaube, massenhaft mit scharfer Munition in demonstrierende Menschenmassen zu ballern, da gäbe es auch innerhalb der Polizei enorme Widerstände. Selbst in der DDR hatten die Befehlshaber der bewaffneten Organe eingeschätzt, dass sie eine gewaltsame Niederschlagung nicht für möglich halten, weil die Truppen den Gehorsam verweigern würden.
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#42483 "Zwangsvergewaltigung" Gibt's etwa auch noch ne andere Art Vergewaltigung, ohne Zwang?
Wenn man gewisse Feministinnen fragt, ist jeder Sex zwischen Mann und Frau eine Vergewaltigung... ich weiß nicht, ob das dann welcher ohne Zwang wäre. biggrin.gif
(In einem Buch habe ich gelesen, dass auch Lesben ganz miese Frauenfeindinnen wären, wenn sie beim Sex Dildos oder Vibratoren benutzen, weil sie ihre Partnerinnen damit auch vergewaltigen. Hm. kratz.gif )
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#42483 Jup, hat es ^^°
Ich hab bisher mit Antifa keine guten Erfahrungen gemacht. Mit deren Gegenstück übrigens auch nicht, aber die sind ja gesellschaftlich geächtet (zum Glück).
Ja, geächtet wird die linke Seite kaum. Dabei finde ich es sehr interessant, dass bei den politisch motivierten Gewalttaten mehr von links kommt als von rechts. Insofern wäre es wohl gut, wenn auch dort Gewalt gesellschaftlich geächtet wäre. Aber solange es wie im "Neuen Deutschland" Kolumnen gibt, in denen steht, wie angebracht Gewalt gegen rechts doch ist, weil Hitler auch nicht mit geworfenen Wattebäuschen besiegt wurde, ist es wohl noch weit entfernt.
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#42479
Das mit dem "sichtbar sein" ist ein zweischneidiges Schwert. Klar, bei vielen Aktionen fragt man sich schon, was sie einem damit genau sagen wollen, gerade, wenn es Sachen sind, die der Einzelne auch einfach aus Spaß an der Sache mitmacht und nicht aufgrund der politischen Aussage. (Mit dieser Begründung haben zB Rammstein mal die Mitwirkung an "Rock gegen Rechts" abgelehnt und haben dafür wieder die üblichen Vorwürfe bekommen.)

Allerdings hört man in letzter Zeit aus rechten Kreisen ja doch häufiger die Ansicht, dass eigentlich das ganze Volk nur zu eingeschüchtert ist, um "die Wahrheit" zu sagen und es ja insgeheim jeder feiert, wenn irgendwo ein Flüchtlingsheim angezündet wird. (Und manche Ausländer berichten auch, dass sie in den letzten Jahren - seit Sarrazin und noch mehr seit letztem Sommer - immer häufiger angefeindet werden in einer Art, die man sich eigentlich nur erklären kann, dass die Leute irgendwie einen Rückhalt in der Bevölkerung vermuten.) Und vor diesem Hintergrund zeigt man sich eben nicht nur gegenseitig, sondern auch den Nazis (und nicht zuletzt den Betroffenen Flüchtlingen und anderen Ausländern), dass deren Meinungen eben doch nicht von einer Mehrheit geteilt werden.
Mit den Lichterketten gegen die Golf- oder Jugoslawienkriege sollte den verantworlichen Politikern gezeigt werden, dass sie sich nicht auf eine breite Bevölkerungsmehrheit stützen können. (Das klappt natürlich nur, wenn auch entsprechend viele bei der Demonstration dabei sind)

Bei den Protesten gegen Castortransporte war glaube ich die Strategie: Wir machen die Transporte so teuer, dass die Atomkraft sich insgesamt nicht mehr rechnet.
Dass es einen Unterschied zwischen privater und veröffentlichter Meinung ist, ist ja nicht nur eine Fabel der Rechten, auch wenn daraus natürlich nicht folgt, dass die Bevölkerung es super findet, wenn Asylantenheime brennen.
Aber die allermeisten Demonstrationen kranken eben auch daran, dass sie nicht die Größe erreichen, um irgendwas zu signalisieren (wenn in Berlin 50.000 auf die Straße gehen, ist das angesichts von über 3 Millionen Einwohnern nüscht). Insofern wird auch die Signalwirkung an die Rechten ausbleiben, zumal die Radikalen, die Heime anzünden, sowieso nicht aufhören werden, weil sie plötzlich mitkriegen: "Moment, die Bevölkerung will das gar nicht." Das ist eine naive Ansicht.

Die Lichterketten in Deutschland waren gerade beim zweiten Golfkrieg ganz besonderer Stuss, weil Deutschland ja gar nicht mitmachte.

Der Atommüll bleibt ja trotzdem. Das ist was, was die ganzen Atomkraftgegner offenbar immer noch nicht begriffen haben, wenn sie ihre supertolle "Wir machen Atommülltransporte teurer"-Strategie fahren: Der Müll ist da, und egal wie man zur Atomkraft steht, man wird sich um ihn kümmern müssen, ihn transportieren und lagern müssen.

Und es ist da auch egal, wie lange die Kernkraftwerke noch laufen, weil der Müll mengenmäßig ziemlich wenig ist; wer eine Lösung für den Müll der ersten fünfzig Jahre Atomkraft hat, der hat diese Lösung auch für den Müll weiterer fünfzig Jahre.
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#42476 Ich wusste nicht, dass du schon was dazu geschrieben hattest, ich hatte nach "afd" in den Fragen gesucht, aber es wurde nichts angezeigt...fragehasi.gif

Alibifrage:
Verfolgst du die EM?
AfD ist wohl zu kurz als Suchbegriff. unsure.gif In der Datenbank ist voreingestellt, dass Suchwörter eine gewisse Mindestlänge haben müssen, damit der Such-Index nicht zu groß wird und der Server zu stark belastet wird.

Ich guck die Spiele nicht wirklich, aber ich achte schon auf die Ergebnisse und hoffe, dass Deutschland möglichst weit kommt. smile.gif
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#42452

also nach der Video-Analyse muss ich sagen, dass sie im letzten Clip beiden klipp und klar zu verstehen gibt, dass sie das nicht will!

Allein der Ton ihrer Stimme des "Hör auf", was sie zu beiden sagt, sagt mir, dass sie das eben nicht wollte. Vielleicht hast du nicht alle Fragmente gesehen (Link zensiert im letzten Clip bei Sekunde 15,16,17 sagt zunächst zu dem ersten Arsch, er soll aufhören und später zu Arsch Nummer 2, zensier den Link ggf.).

Und hier stimme ich eben nicht mit dir überein! Wenn Sex einvernehmlich beginnt und dann einer der beiden Partner nicht mehr will, hat der andere gefälligst aufzuhören. Tut er das nicht, ist das halt keine charakterliche Eigenheit, sondern eine - zugegebenermaßen minderschwere - Vergewaltigung und gehört bestraft. Dass es Unsympathen gibt, die das nicht tun, mag sein, aber dazu gibt es Gesetze um sie zu bestrafen!

Und das sage ich als Mann, der auch gegen die kathegorische "Nein ist Nein" Richtlinie ist. Das alleine schon deswegen, weil ich letzte Woche keinen Bock auf Sex hatte, meine Frau aber schon. Ich habe nein gesagt. Kurz drauf hat sie mich auf's Bett geschupst, sich auf mich gesetzt und wir hatten Sex. Irgendwie fühle ich mich dennoch nicht als Opfer, im Gegenteil ;-) Wenn ich wirklich in letzter Konsequenz nicht gewollt hätte, hätte ich mich gewehrt, oder durch meine Stimme bzw. Stimmlage klar zum Ausdruck gebracht, dass ich das immer noch nicht will.

Dabei sollte eine weinende Stimme selbst dem dümmsten Proleten klar machen, dass die Frau das absolut nicht will, insofern gibt es in diesem Einzelfall keine Entschuldigung.

Statt eines Gesetztes "Nein heißt nein" sollte den Gerichten überlassen werden, die Einzelfälle zu prüfen. M.M. sollte jeder Sex strafbar sein, wenn einer der Partner selbigen offensichtlich nicht möchte. Was offensichtlich ist, soll im Einzelfall von Gerichten geprüft werden.

Wie ist deine Meinung zu meiner Meinung? Was hältst du vom letzten Video-Clip?
Äh, den Clip hab ich auch beschrieben. Und ich weiß nicht, woher du die Gewissheit nimmst, dass sie das erste zu dem Typen gesagt hat, der sie gerade vögelt. Und wie lange Arsch Nummer 2 weiter versucht, ihr den Lümmel in den Mund zu stecken, obwohl sie nicht will, sieht man nicht. Wenn er aufhört, sobald er merkt, dass sie es ernst meint, kann man ihm zumindest in der Hinsicht nicht viele Vorwürfe machen. (Ob die Stimme weinend war, darüber kann man auch streiten.)
Die Staatsanwältin und die Richterin haben übrigens wohl aufgrund von 11 Videos entschieden, die nicht alle veröffentlicht wurden, und auch die waren sich nicht sicher, ob die Gina-Lisa nicht nur das Filmen gemeint hat.

"Wenn Sex einvernehmlich beginnt und dann einer der beiden Partner nicht mehr will, hat der andere gefälligst aufzuhören."
Hab ich was anderes gesagt? Hab ich nicht. Aber trotzdem kannst du nicht außer Acht lassen, dass der andere eine gewisse Reaktionszeit haben wird, gerade wenn er nicht damit rechnet, und dass diese Reaktionszeit auch davon abhängig sein wird, was für ein Typ er ist. Das wird man auch durch Gesetze und so nicht aberziehen können. Und für eine Vergewaltigung ist es nun mal meiner Meinung nach erforderlich, dass der Täter böswillig den Willen des Opfers ignoriert, keinen Sex zu haben. Wenn er aber eine Weile braucht, um zu merken, dass das Opfer nicht will, dann ist das keine Vergewaltigung.

Von daher: Ich kannte den Clip, und ich finde immer noch, das Gericht hat korrekt entschieden.
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#42479
Wer mit Hunderttausenden demonstrieren geht, demonstriert damit doch auch ganz gut, dass 80 Millionen nicht mitdemonstrieren, von daher lache ich mich über die Außenwirkung immer nur kaputt. Die paar Krawallmacher auf der Straße sollten einen Politiker doch eher in seinem Handel bestärken. Und die allermeisten der Demonstranten haben wenig bis keine Ahnung davon wie es unter den Leuten, die sie ansprechen wollen-beispielsweise den Politikern-eigentlich zugeht. Sonst würden sie nicht auf die Straße gehen sondern zu denen hin. Gesetzesinitiativen werden in Deutschland nicht selten an der Biertheke auf den Weg gebracht. Als Abgeordneter richtet man sich doch eher nach Leuten, die einem symphatisch sind, als nach irgendwelchen Clowns auf der Straße, die mich noch weniger mögen als ich sie.
Politiker bewegen sich ja meistens in einem Milieu, in dem der Durchschnittsbürger so gar nicht vorkommt. Da ist man meistens in der Gesellschaft von anderen Politikern, erfolgreichen Unternehmern, Lobbyisten... Da ist eh klar, dass es da zu einer gewissen Entfremdung kommt.
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#42481 - weißt du, wie interessant es auch zu sehen ist, dass du selbst nach 8 Jahren die Sache mit dem 1. Mai noch als "die Abschaffung der Gewerkschaften versüßen" bezeichnest? Den gleichen Wortlaut hast du auch in deiner Kolumne erwähnt. ^^
Die Kolumne habe ich letztens mal verlinkt und dafür nochmal durchgelesen. Liest du manchmal dein eigenes Zeug erneut? Im Sinne von "Wie habe ich damals das geschrieben? Enthält der Text Dinge, die ich heute anders machen würde?"?
Ich les meine älteren Sachen recht selten noch mal, gerade weil ich befürchte, dann zu viel das Gefühl zu haben, dass ich manche Sachen nicht mehr (so) schreiben würde. Dann hätte ich das Bedürfnis, es umzuschreiben oder zu löschen, aber ich bin auch kein Fan davon, lange nachträglich irgendwas zu verändern und so zu tun, als wäre ich damals schon so wie heute gewesen. ^^
Also versuche ich, es zu vermeiden. Manchmal les ich aber schon einige alte Sachen, und weil es dann so lange her ist, muss ich selbst gelegentlich lachen. Das gefällt mir dann.
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Und wieder ein Star Trek Schauspieler Tod. Allerdings diesmal einer aus der neuen Riege. Anton Yelchin ist mit gerade mal 27 Jahren gestorben. Ich bin ganz ehrlich, ich kannte ihn auch wirklich nur aus Star Trek. Aber seine Rolle als Chekov hat er, meiner Meinung nach, sehr gut gespielt.

War er Dir vorher schon bekannt?
Nein, ich kannte ihn auch nur aus ST und fand ihn da auch gut. (Das Problem bei den Star Treks waren ja eh nie die Schauspieler, sondern die Drehbücher.)
Ist schon traurig, weil er ja noch eine Karriere vor sich hatte, und offenbar war er auch ein wirklich sehr lieber Kerl, den alle mochten.
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#42479
Wenn die Castortransporte verteuert werden, dann ist das etwas, das bewirkt wird. Soweit ich das verstehe, wollen die, das der Atommüll woanders hin kommen (wo es vielleicht dann ohne Proteste billiger wird) oder die sind grundsätzlich gegen die Atomkraft (die dann als ganzes verteuert wird).
Lichterketten sind dann schon weniger nützlich, schaden aber vermutlich nicht.
Aber die sagen ja nicht, wo der Müll hin soll, und auch wenn sofort mit der Atomkraft aufgehört wird, muss der Müll ja trotzdem irgendwohin und auch dahin transportiert werden.
Stattdessen sorgen die nur dafür, dass der Castor etwas länger in der Botanik rumsteht und die Landschaft aufheizt.
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#42479
Das ist alles nur selbstgefällige Masturbation, für die sie dann auch noch Anerkennung erwarten.

Word!
Ich kann die Antifa nicht ausstehen weil sie sich als bessere Menschen aufspielen, aber genauso intolerant sind wie die, die bekämpfen.

Und: Warum soll ich eine Organisation gutheißen, die für Zwangsvergewaltigung an Frauen sind, nur weil diese zufällig Deutsche sind? Vorallem; Wie krank sind die eigentlich? Sind die wirklich so beschränkt, dass sie keine Vorstellung haben was sie damit Frauen antun wollen? Und wenn eine Antifaschistin Opfer einer Vergewaltigung wird, würden die dann auch ungefähr sowas sagen "Das geschieht dir recht, du dreckige Nazihure?"

Neben dieser verdrehten Einsichten sind die auch ganz schön dumm; Sie sind gegen den Staat und Polizei, und wollen sie am liebsten ganz abschaffen. Dabei übersehen eins: Gibt es keinen Staat und keine Polizei, dann sind die Gesetze nicht mehr gültig, weil es niemanden gibt, der die Einhaltung der Gesetze überwacht und Gesetzebrecher zur Verantwortung zieht. Es würde Anarchie herrschen, und gerade die, die Schutz brauchen (die Schwachen und Unschuldigen) wären in erster Linie die Opfer.
Wer soll die Bevölkerung dann beschützen? Etwa die?!?! Na, da frage ich mich, wer beschützt die Bevölkerung von diesen (Selbst)Gerechtigkeitsspinnern. Ich bezweifle auch, dass sie, selbst wenn sie es wollen, überhaupt in der Lage sein werden, weil sie selbst genug zu tun haben werden, nicht selbst Opfer von Übergriffen zu werden.

Vorallem scheinen den Antifaschisten nicht ganz klar zu sein: Ohne Polizeischutz wären einige von denen längst Opfer von Nazis bei deren Demos geworden. Nur dank der Polizei, die ihren Kopf bei Demos hinhalten, können die nur große Töne spucken. Von solchen Leuten soll man sich sagen lassen, man solle verrecken, weil man zufällig Deutscher ist?

Dann fangt mal bei euch an, Leute. Ihr seid schließlich auch Deutsche und damit nach eurer Logik auch nicht lebenswert.

Überhaupt diese Einstellung des unwertigen Lebens kommt mir furchtbar bekannt vor; War da nicht was in den dreißigern, vierzigern Jahren, wo man auch einige Völkergruppen ihr Recht auf Leben abgesprochen hat?

Es ist eine tolle Sache gegen Faschismus zu kämpfen, aber warum sollte ich auf Seiten von Leuten sein, die genau so faschistisch sind wie die, die sie bekämpfen?
Das nicht mehr den Teufel mit dem Beezelbub auszutreiben, sondern schon den Teufel mit dem Teufel.
Sicher, ich mache mich nicht beliebt mit meiner Aussage und ob ihr mir glaubt oder nicht, Rassismus ist mir auch zuwider. Aber man bekämpft den Rassismus nicht, wenn man ein Volk pauschal als Rassisten abstempelt und das Recht auf ihre Existens absprechen will. Eher fördert man das, was man verhindern will.

Anm: Ich möchte darauf hinweisen, dass das meine Meinung ist, ich betrachte sie als mein gutes Recht (so wie jeder das Recht auf seine Meinung hat), aber sie ist KEINESFALLS allgemeingültig.
huh.gif Da hat sich bei dir ganz schön was angestaut, was?

Man muss allerdings auch bedenken, dass die Antifa keine homogene Gruppe ist.
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Ich hab keinen Twitteraccount und auch keine Lust mir einen anzulegen, deswegen frage ich jetzt einfach hier: Gibt es dann demnächst eine After Earth-Lästerei?
Wieso es bisher keine gibt, ist mir auch schleierhaft wink.gif Jaden Smith, die Scientology-Anleihen, diese pseudotiefen Dialoge - der ganze Film wartet nur auf deine Besprechung biggrin.gif
Ist bisher nicht geplant. ^^ Ich muss auch sagen, ich reiß mich nicht unbedingt drum, Jaden Smith zu sehen. biggrin.gif
Wenn mir jemand die DVD/Blu-Ray schickt, könnte ich es mir evtl. überlegen.
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#42480 - am besten verlinkst du einfach deine eigene Kolumne. happy.gif
Volksaufklärung
Stimmt, die gibt's ja auch noch. biggrin.gif
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Gab es irgendwas, was die Nazis richtig gemacht haben, und man hinterher erhalten hat? (Gesetzgebung, Ideen für die Wirtschaft oder Soziales)
Das bekannteste Beispiel ist sicherlich der Mordparagraf im Strafgesetzbuch, der im Sinne der Tätertypenlehre formuliert ist und immer noch so ist wie damals im Dritten Reich eingeführt. Da kann man aber streiten, ob die das richtig gemacht haben. Wohl eher nicht.

Was aber sicherlich ein Fortschritt war, in Gesetzen teilweise bis in die 70er so galt und auch heute noch darauf aufbaut: Tier- und Naturschutz.
Tierquälerei war bis zum Tierschutzgesetz des Dritten Reiches in Deutschland nicht verboten (ledliglich, wenn daraus ein öffentliches Ärgernis wurde), und das Reichsnaturschutzgesetz führte den Schutz von bedrohten Pflanzen und Tieren ein und legte die gesetzliche Grundlage für Natur- und Landschaftsschutzgebieten. (Das Gesetz wurde nur leicht verändert sogar in Vorarlberg in Österreich in den 60er Jahren noch mal verabschiedet und galt so bis Ende der 90er Jahre.)

Außerdem: Der 1. Mai wurde erst von den Nazis zum arbeitsfreien Feiertag gemacht. (Damit wollten sie die Abschaffung der Gewerkschaften versüßen.)
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Was hältst du von der Antifa? (Antifaschistische Aktion)
Ich kann dem grundsätzlichen Ziel zwar was abgewinnen, aber trotzdem ist mir die Antifa nicht wirklich sympathisch. Es gibt da zu viele, die gewaltbereit sind, es gibt viel zu viele, die die Rechte von anderen nicht respektieren, ich mag die antideutschen Tendenzen in Teilen der Antifa nicht, ich mag auch die Vorgehensweise nicht, die weniger auf Aufklärung und mehr auf Zurschaustellung von Protest basiert, so eine Art "Schaut her, wie voll Anti-Nazi wir sind!", auch wenn dadurch kein einziger Mensch weniger rechtsradikal wird, ich finde diese selbstgerechte Haltung, die nicht mal versucht, die andere Seite und ihre Motivation zu verstehen, total kontraproduktiv.

Was das Zurschaustellen angeht, ist das aber generell ein sehr breites Problem. Viel zu viele Organisationen sind der Meinung, es würde was bringen, einfach nur da und sichtbar zu sein. Heute soll z.B. in fünf Städten (u.a. Berlin) eine Menschenkette gegen Rassismus gebildet werden. Wow. Super. Wir halten alle Händchen, und es gibt keinen Rassismus mehr? Nein, das ist einfach nur eine Aktion, damit sich die Teilnehmer super fühlen und so tun können, als hätten sie wirklich was getan und bewirkt. Aber es ändert nichts, und im Endeffekt ist das so effektiv, als würde man bei Facebook ein "Gefällt mir" anklicken. Ist wie mit den Lichterketten gegen den Golfkrieg oder den Jugoslawienkrieg oder den anderen Golfkrieg.
Oder auch wie mit den Protesten gegen Castortransporte. Die Leute machen mit ihren Demonstrationen den Transport unheimlich teuer, aber alternative Lösungsvorschläge, was man mit Atommüll machen soll, haben sie auch nicht.
Occupy war auch so ein Hirnfurz. Die wussten alle, wogegen sie waren, aber was sie nun eigentlich stattdessen wollten, das konnten sie nicht vermitteln. Vermutlich wussten sie es nicht mal.
Das ist alles nur selbstgefällige Masturbation, für die sie dann auch noch Anerkennung erwarten.
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Schmumpf ist ein tolles Wort und du solltest es häufiger verwenden! Danke

Alibifrage: Hättest du Lust noch mal zu studieren? Ich bin gerade dabei und könnte mir durchaus vorstellen, mein ganzes Leben in diesem wunderbaren Zustand zu verbringen wink.gif
Stimmt, ich hab in den letzten Jahren viel zu selten das Wort Schmumpf benutzt. ^^

Studieren... Ich hätte zwar schon Lust, mal wieder was Neues zu lernen und mich dafür auch in Vorlesungen und Seminare reinzusetzen, aber ich hab keinen Bock auf Hausaufgaben, Klausuren und Prüfungen, von daher würde ich wohl nicht wieder studieren. ^^
Wenn man Vollzeitstudent ist, dann gibt's natürlich ab 30 auch das Problem der Krankenversicherung, daher ist auch der finanzielle Aspekt ein gewisser Hemmschuh.
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Hältst du ein Verbot von Schächtung und ein Verbot der Beschneidung von Jungen für antisemitisch?
Nein. Im Gegenteil halte ich es für fatal, wenn wir aus religiösen oder kulturellen Gründen Ausnahmen machen, was den sonst für alle geltenden Schutz von Tieren und Kindern angeht. Wenn wir Juden und Moslems erlauben, Kindern ohne medizinische Notwendigkeit Teile vom Penis abzuhacken, mit welcher Begründung sollen wir dann Afrikanern verbieten, die Klitorisvorhaut kleiner Mädchen abzusäbeln, wie es bei denen auch seit Ewigkeiten Tradition ist?
Wer glaubt, sein Gott würde ihn dafür bestrafen, dass er irreversible körperliche Eingriffe an Kindern nicht vornimmt, sollte sich einen anderen Gott suchen, basta.

Generell finde ich, ein Gesetz kann nur dann gerecht sein, wenn es eben keine Ausnahmen für Traditionen und Religion gibt.
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Mit der Befürchtung eine Riesendiskussion loszutreten... Würdest du die AfD wählen? Warum (nicht)?
Nein. Ich halte das Grundsatzprogramm für bunt zusammengewürfelten, realitätsfremden Quark, ich mag nicht, dass breite Teil der AfD sich offen an Rechtsradikale ranwanzen, ich hab kein Vertrauen darin, dass sie eine positive Politik gestalten würden und könnten, und ich sehe auch keine gestalterische Vision für Deutschland. Kurz gesagt: Ich sehe nicht, dass sie wirklich eine Alternative sind.
Ihr einziger positiver Punkt ist, dass sie den Finger in die Wunde legen, was die Unfähigkeit der etablierten Parteien in den Punkten Flüchtlings- und Einwanderungspolitik angeht. Aber das reicht halt nicht. Dass CDU/CSU/SPD/GRÜNE/LINKE sich da nicht clever und teilweise sogar extrem beknackt anstellen, das seh ich auch so, da brauch ich die AfD nicht.
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#42466
Also ich hab 1 feindselig und 0,63 wohlwollend.

Habe aber auch sehr extrem gewählt, dennoch wars meine Meinung. Frauen gehören nicht verhätschelt, aber ich denke schon, dass uns Männern ohne Frauen auch was fehlen würde (und umgekehrt).
Wir sind halt eine Spezies mit zwei sehr unterschiedlichen Ausprägungen^^

#42471
Das habe ich ebenfalls mit "strongly disagree" beantwortet und es scheint auch die Antwort für den geringsten Feminismus Wert zu sein wink.gif
Im Endeffekt kann man nur sagen: Der Test ist voll für den Arsch.
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#42470
Du musstest in den Brutkasten?

Liebe Grüße
Kitschi
Ja, ich war eh zu klein (2370 Gramm bei meiner Geburt) und offenbar hatte sich die Nabelschnur um meinen Hals gewickelt, da wurde ich per Kaiserschnitt rausgeholt, in den Brutkasten gelegt und mit Schläuchen beatmet und so. Da gab es wohl noch ne Weile die Befürchtung, ich könnte durch den Sauerstoffmangel bei meiner Geburt eine geistige Behinderung mitgenommen haben. Vielleicht stimmt es ja, wer weiß, wie genial ich sonst wäre. 154218d4.gif
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Deine Meinung zu diesem Artikel?

Glaubst du es wird ein Völkermord an den Europäern begangen, durch massive Immigration und Sabotage der traditionellen Familie? Gewisse Leute (aus dem 'progressiven' Spektrum) freuen sich ja über den "Volkstod".

Sollte wieder auf eine völkische Politik umgeschwenkt werden, mit ethnisch homogenen Nationalstaaten ?
Als Völkermord würde ich das nicht bezeichnen, ein Völkermord passiert ja mit Vorsatz. Was wir hier beobachten, ist halt das Zusammentreffen von zwei Phänomenen, die aus Geiz und Inkompetenz entstehen.

Die eine Sache ist, dass das Umfeld für Familiengründungen immer schlechter geworden ist. Das hat zum Teil finanzielle Gründe. Ein Kind ist immer noch ein Armutsrisiko, dank sinkender Reallöhne reicht oft auch ein Einkommen nicht aus, weswegen beide sich nicht leisten können, lange dem Arbeitsmarkt fernzubleiben, Kinderbetreuung ist ein großer Faktor, zudem auch noch die Unsicherheit, was den Arbeitsplatz angeht. Kann man dem Kind auch noch in zehn Jahren was bieten? Diese Antwort fällt einem heute sehr viel schwerer als 1980. Es ist aber auch so, dass das traditionelle Familienmodell (was ich persönlich immer noch für am besten halte, was die ausgewogene Aufzucht und Pflege menschlicher Brut angeht) zwischendurch sehr aus der Mode geraten ist, da hatte man ja den Eindruck, dass sich gerade Frauen dafür schämen müssten, wenn sie einen Mann heiraten, eine Familie gründen und dann Mutter sein wollen, anstatt karrieretechnisch mit dem Mann mithalten zu wollen und Kinder nicht wenigstens auf die Zeit kurz vor den Wechseljahren zu schieben. Ich hab auch das Gefühl, dass man Trennungen heute leichter vornimmt, anstatt zu versuchen, Probleme erst einmal innerhalb der Beziehung zu lösen. Es passiert irgendwie sehr oft, dass ein Partner nach Hause kommt und feststellt, dass der andere einfach weg ist und vll. höchstens einen Abschiedsbrief hinterlassen hat, ohne dass dem Zurückgebliebenen wirklich klar war, dass da so ein ernsthaftes Beziehungsproblem bestand. Oder es ist so, dass der eine Partner dem anderen wie aus heiterem Himmel sagt, dass er nicht mehr will. Das macht es natürlich nicht leichter, sich für ein Kind zu entscheiden. Liegt vielleicht auch an den Unterhaltungsmedien, die Beziehungsprobleme immer als Sargnagel für die Beziehung darstellen und gleichzeitig vermitteln, dass da immer noch jemand da draußen ist, der besser zu einem passt.

Die andere Sache ist, dass zu wenig versucht wurde und wird, Neuankömmlingen unsere Lebens- und Denkweise zu vermitteln und sie so einzubinden, dass sie sie weitgehend übernehmen. Ob jetzt aus falsch verstandener Toleranz oder Gleichgültigkeit, man hat zu viel zugelassen, dass sich Parallelgesellschaften entwickeln können, dass sich Menschen nicht assimiliert haben oder sich nicht assimilieren durften, dass sich Inkompatibilitäten zwischen unseren und fremden Werten und Gewohnheiten so aufstauen konnten, dass sich daraus gesellschaftlicher Sprengstoff ergibt, weil die fremden Eigenheiten von genug Leuten vertreten werden, dass sie nicht von selbst verschwinden. Das müssen nicht mal besonders ideologische Sachen sein, das kann auch einfach sein, dass man nachts um 2 noch laut im Wohngebiet Musik spielt, nur weil die Familie feiern will. Oder dass man sich in der Öffentlichkeit mit einer Lautstärke unterhält, die direkt proportional zur Heißblütigkeit des Gesprächsthemas ist. Das muss man aber eben auch gesellschaftlich regeln und fördern und leichten Druck ausüben, bis dann jeder Einwanderer nach drei Jahren weiß, dass man gefälligst auch da tapeziert, wo später ein Kleiderschrank stehen wird. zufrieden.gif Und der Druck muss dann eben auch stärker werden, wo es wirklich um die öffentliche Ordnung geht: Es geht nicht, dass einfach die Großfamilie zusammengezogen wird, um Krankenwageneinsätze zu verhindern, wenn jemand angefahren wird. Es geht nicht, dass Recht durch private Familienrichter arabischer Clans gesprochen wird. Und es geht nicht, dass Kinderehen vermittelt und geschlossen werden. Und es ist auch nicht in Ordnung, wenn muslimische Kinder z.B. Sport- oder Schwimmunterricht nicht mitmachen. Gleiches Recht und gleiche Pflichten, das muss eindeutig klar sein. Da haben sich die Politiker (und auch einige Organisationen) aber nicht mit Ruhm bekleckert, aber eben auch, weil sie den Eindruck vermittelten, wer gerne an seiner Lebensweise festhalten will, wäre irgendwie rückständig oder gar ein Nazi, was zu einem gespaltenen Bewusstsein führte. Einerseits wollte man gerne so weiterleben, wie man es gewohnt war, andererseits machte man sich des Rechtsradikalismus verdächtig, wenn man von Neuankömmlingen erwartete, dass sie sich anpassen.
Diese ganze Diskussion um die deutsche Leitkultur führte im Endeffekt ja nur dazu, dass große Teile der Politik verkündeten, es gäbe sie ja gar nicht, nur weil man sie nicht fest definieren könne. Wer aber im Ausland unterwegs war, wird schon feststellen, dass es eben doch gewisse deutsche Eigenheiten gibt, auch wenn man Schwierigkeiten hat, sie irgendwie in Worte zu fassen. Das war aber eben auch ein Bärendienst für die Integration, weil keiner so recht sagen mochte, wo eigentlich das Ziel der Integration liegt, wenn es angeblich keine deutsche Leitkultur gäbe. Das geht aber sicherlich Hand in Hand mit dem Ziel, welches viele Euro-Visionäre hatten, die Nationalstaaten überflüssig zu machen. Das ist allerdings vorerst illusorisch.

Ein Völkermord erwächst aus diesen Dingen nicht, gerade in Deutschland sind die Deutschen dann eben doch zu zahlreich. Da müssten Länder wie Ungarn oder Österreich, die 10 Millionen Einwohner oder weniger haben, sich schon mehr sorgen, wenn das denn drohen würde. Ich fänd's aber gut, wenn wir selbst wieder für mehr Kinder sorgen würden, auch wenn ich mit Klopfers Web bisher nur indirekt dazu beitragen konnte.

Dass wir "völkischer" werden müssten, gefällt mir so nicht, an dem Begriff hängt so viel Ballast dran. Ethnisch homogen muss es auch nicht sein, das lässt sich sowieso nicht hinkriegen und ist auch nicht erstrebenswert. Warum sollten Leute aus dem Land geworfen werden, die super integriert sind, nur weil ihre Haare oder ihre Haut dunkler sind? Außerdem: Ich mag die Vietnamesen im Haus. happy.gif
Dass es wieder eine größere Hinwendung zu Nationalstaaten und Patriotismus geben wird (und wohl auch geben muss), ergibt sich einfach daraus, dass wir unsere Nationen offenbar als verbindende Klammer brauchen, um zum Beispiel konfessionelle Unterschiede zu überwinden und uns gemeinsam für das große Ganze zu engagieren, so wie "Deutschland über alles" im Lied der Deutschen ja auch gemeint war. So ein Großprojekt wie die Mondlandung hätten die Amis ja auch ohne ihren Patriotismus nicht hingekriegt.
Da sich herausgestellt hat, dass Europa als Klammer derzeit einfach zu schwach ist, um all die EU-Bürger für sich einzunehmen, muss da einfach wieder die kleinere Unterteilung her. Natürlich sind wir alle Europäer, aber ich denke, für die allermeisten EU-Bürger kommt das eigene Land noch vor Europa. Ich bin EU-Bürger und bin auch dafür, dass die EU eine starke Stellung in der Welt einnimmt. Aber ich würde lügen, wenn ich sagte, ich würde mich mit einem Katalanen genauso eng verbunden fühlen wie mit einem Schwaben. (Ehrlich gesagt fühle ich mich mit einem Schweizer mehr verbunden als mit einem Katalanen, weil die Deutschen und die Schweizer sich dann doch ähnlicher sind.)
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#42466 Erste Frage: "Many women have a quality of purity that men don't posess." ...Ne, sorry. Ich bewerte Menschen hauptsächlich nach dem gezeigten Charakter, das ist und bleibt für mich unabhängig vom Geschlecht.
Ja, aber das wird auch mit den folgenden Fragen nicht besser.
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#42466
Ich hab das auch mal gemacht...
3.00 feindselig, 0.83 benevolent.
Eigentlich dachte ich immer, ich wäre ein ziemlich starker Verfechter von Gleichberechtigung und so weiter (und ich dachte auch, dass meine Antworten das repräsentieren).
Scheinbar bin ich das nicht.
Gut, dass ich das jetzt weiß...

Wenn ich z.B. somewhat damit disagree, dass Frauen eine Reinheit haben, die nur wenige Männer besitzen, ist das dann nicht gerade NICHT sexistisch?

Und wo liegt das Problem dabei, wenn ich strongly damit disagree, dass Männer ohne Frauen nicht komplett sind oder ihr eigenes Wohl opfern sollten, um finanziell für die Frau in ihrem Leben zu sorgen?

Gleichberechtigung! Jeder kann sein eigenes Geld verdienen!

Wieso habe ich das Gefühl, dass man bei diesem Test gar nicht nicht sexistisch sein kann?

Gruß
the_verTigO

PS: Sorry für das Denglisch. biggrin.gif
Nun ja, da man bei diesen Fragen nie sagen kann, dass man weder zustimmt noch ablehnt, kann geschlossen werden: Wenn du (in welchem Maß auch immer) zustimmst, dass Frauen eine Reinheit haben, die nur wenige Männer besitzen, dann bist du positiv sexistisch. Wenn du diese Aussage abstreitest, bis du negativ sexistisch.
Kurz gesagt: Du bist immer ein ganz fieser Shitlord. biggrin.gif
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#42466
Das stimmt, die Fragen erfordern das wirklich. Hab den Test spaßeshalber auch mal gemacht.

Alibifrage: Wann hast du das letzte Mal n EKG machen lassen?

Liebe Grüße smile.gif
Kitschi
Bewusst noch nie. kratz.gif Kann sein, dass mal welche gemacht wurden, als ich noch im Brutkasten lag, aber das kann ich nicht wissen.
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#42466 Ha! 3,5 feindselig und 3,17 benevolent - Feministinnen kriegen Schnappatmung, wenn sie mich sehen! biggrin.gif
(Auch wenn ich bei manchen Fragen nicht verstehe, wie sich daraus was über sexistische Einstellungen ableiten läßt.)
Auf jeden Fall aber interessant, daß Männer und Frauen im Durchschnitt fast gleich benevolent sexistisch sind.

#42456 Danke für den Link mit den 30%, sehr lesenswert! Offenbar ist es so, daß eine nicht geringe Anzahl Frauen trotz mangelndem Hintergrundwissen und schlechter Recherche meint ihren Senf zu Themen wie Vergewaltigung/Diskriminierung/Sexismus etc. auf allerlei Kanälen raushauen zu müssen (Twitter/Tumblr/Youtube...) und/oder einfach irgendwas Aufgeschnapptes ungeprüft nachplappert. Das führt dazu, daß solche Tumblrinas und Youtuberinnen einfach weniger kompetent sind und ihre Meinung ganz objektiv weniger wertvoll bzw. relevant ist. Denn mal ehrlich, was zählt schon die Meinung dieses oder irgendeines anderen Mädels auf Youtube, das höchstwahrscheinlich weder das Gutachten im Fall Gina-Lisa gelesen, noch das entsprechende Video angesehen hat? Jetzt sag als Mann mal, daß die im Prinzip keinen Plan von nix haben und ihre Meinung entsprechend von geringem Wert ist; schon bist du wieder sexistisch as fuck. Ein Teufelskreis... teufel.gif
(Als Mann sichtet man ja wenigstens pflichtbewusst - zu Recherchezwecken, versteht sich - zuerst mal auf einer einschlägigen Website das Videomaterial, um das es hier geht, ne? biggrin.gif)
Gerade bei konkreten Fällen fällt's oft auf, dass Leute (auch viele Männer) sich eine Meinung aufgrund von emotional aufgeladenen Medienberichten bilden, sich dann daran festhalten und weniger emotionale Einschätzungen mindestens als herzlos, oft jedoch als offen frauenfeindlich abkanzeln.
Gerade bei dieser Gina-Lisa-Sache fragt man sich, wie viele der Leute, die ganz fest der Meinung sind, dass der Freispruch der Männer ein Skandal wäre, eigentlich das Video gesehen haben und auch genau darauf achteten, wann "Hör auf!" eigentlich gesagt wurde. (Auf vielen Video-Seiten fehlt aber auch der Teil, wo sie am Anfang noch mit dem einen Typen knutscht, was auch ein anderes Licht auf die Sache wirft.)
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#42466

Wie hast du das denn nur so neidrig hinbekommen?
Ich bin formvollendeter Gentleman und hab 4,86 und 3 rausbekommen biggrin.gif
Du primitives Tier! XD.gif
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#42463
Man sollte bei dme ganzen "der Osten ist ja so rechts" Gerede eins nicht vergessen. Als die Mauer fiel gab es keine organisierte nationalistische BEwegung. Da hat die DDR Führung schon für gesorgt. Im Machtvakuum hbaen sich Neonaziverbände aus Westdeutschland damals auf den Osten gestürzt und massiv Nachwuchsarbeit betrieben. In Rostdock 1992, das waren nicht alles Ostdeutsche Neonazis, nee, die kamen aus der ganzen Republik dahin gefahren.

Das Problem mit den Neonazis in Ostdeutschland liegt nicht an der DDR (höchstens an ihrem Scheitern) und siene Wurzeln reichen bis tief nach Westdeutschland.
Das ist auch ein Aspekt, der da reinspielt, ja.
Die DDR hatte zwar mit Nationalismus nichts am Hut, war aber (wie alle Länder des Ostblocks) sehr patriotisch. In der Bundesrepublik wiederum wird Patriotismus oft in die rechte Ecke gestellt. Da ist der Sprung zu "Wer sein Land liebt und stolz auf dessen Leistungen ist, ist eher bei den Rechten willkommen" auch nicht so weit.
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