Frag den Hasen

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#37339
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Hm, ich habe die Diskussion bisher mehr oder weniger genau verfolgt und für mich scheinen sich zwei Seiten heraus zu kristallisieren:
1. Geh arbeiten, wenn du dir was kaufen willst.
2. Nein, geht nicht, mein Studium kostet mich 60+ Stunden die Woche.

Ich kann jetzt nur aus eigener Erfahrung sprechen, aber mein Studium hat glaube ich nicht annähernd soviel Zeit verschlungen bzw. kann ich das nicht auf einzelne Wochen herunter pauschalisieren. Zur Info: ich bin jetzt kurz vor der Bachelorarbeit im Studiengang Wirtschaftsinformatik.
Anfangs hat man uns auch gepredigt: "Ihr Studium wird sie pro Modul X Stunden kosten, da werden Sie kaum Zeit haben, nebenbei zu arbeiten oder gar Lebensfreude zu entwickeln! Das werden jetzt drei Jahre Stress für Sie!"
Alles Quark. Genau wie viele meiner Kommilitonen, hab ich mehr Zeit in Kneipen und auf Parties verbracht, als in Vorlesungen. (Man muss auch nicht zwangsläufig jede Veranstaltung jedes Mal besuchen. wink.gif) Manche Module haben hohe Anforderungen bzw. Belastung und andere sind halt so klassische Rumpimmelfächer. Liegt häufig auch am Dozenten und dessen Motivation.

Je näher man dem Prüfungszeitraum rückt, desto mehr war man dann mit Lernen beschäftigt, begleitet von dem "Verdammt, ich hätte früher anfangen sollen!"-Gefühl. Egal, hat bisher trotzdem gut geklappt. (Ich frage mich bei diesen "Jeden Tag pendle ich X Stunden und lerne dann Zuhause noch Y Stunden"-Aussagen immer, was lernt dieser Mensch alles? Gerade am Anfang des Semesters, wenn man die Anforderungen der Module noch nicht kennt, weiß man doch i.d.R nicht, was wichtig ist und was nicht. Wie kann man da so pauschale Aussagen treffen?)
Bitte nicht falsch verstehen, ich pendle auch ~4 Stunden (Hin- und Rückweg zusammen) und finde es ätzend.

Worauf ich hinaus will, ist, dass die Arbeitsbelastung im Studium sich nicht über das Semester verteilt, sondern gegen Ende immer höher wird. In den Semesterferien ist logischerweise meist nichts los.
Es ist natürlich auch schwierig, dann einen geregelten Job zu haben. Viele arbeiten zu Beginn des Semesters mehr und nehmen sich zur Prüfungszeit frei. Natürlich kann man sich in den Semesterferien Reserven erarbeiten.

Allerdings vertrete ich die Meinung, dass auch ein Student ohne Nebenjob seine Lebenserhaltungskosten decken können sollte. Es kann nicht sein, dass Kommilitonen von mir zwei Nebenjobs haben, weil sie aus irgendeinem Grund kein BAFöG bekommen, obwohl ihre Eltern genauso arm respektive reich sind, wie meine. :/
Ein Azubi bekommt ja auch eine (egal wie niedrige) Vergütung für seine Arbeit.
Dasselbe gilt für den Unterhalt: Wenn man seine Eltern verklagen muss, damit man seinen (gesetzlichen) Anspruch bekommt, dann unterstütze ich das sogar. Ein Freund von mir musste vor einiger Zeit auch seine Mutter verklagen. (Bzw. das Studentenwerk hat sie verklagt.)

Es hängt vermutlich auch vieles vom Studiengang und dem individuellen Lernverhalten ab. Ich habe das Glück, dass ich i.d.R relativ schnell lerne und daher nicht so oft Dinge wiederholen muss. Hängt aber auch oft vom Fach bzw. meinem Interesse ab. Klar hab ich auch schon Klausuren verhauen, weil ich nicht genug bzw. rechtzeitig gelernt habe. Andererseits gibt es Leute, die sich auch weit vor der Prüfungsphase nicht das geringste bisschen Freizeit gönnen, um dann im Schnitt 0,3 besser abzuschneiden als ich. xX Da muss man einfach Aufwand und Ertrag vergleichen, finde ich. Die Studienzeit wird häufig als beste Zeit des Lebens beschrieben und das sollte man auch irgendwo ein Stück weit genießen dürfen. wink.gif

Noch was zu meiner Situation: Ich bekomme BAFöG, mein Kindergeld und Unterhalt von meinem Vater und komme damit auf etwa 880€/Monat, was ausreicht, um (WG-)Miete, Lebenserhaltung und auch etwas Freizeit zu finanzieren.
Dazu habe ich die letzten Semesterferien am Fließband verbracht und arbeite mittlerweile nebenberuflich als Entwickler für ein Unternehmen auf 400€-Basis.
Im Sommer kommt dann, wenn alles klappt, noch ein Praktikum bei einem anderen Unternehmen dazu. Ich hoffe doch, dass Klopfer mir dafür die Daumen drückt! smile.gif
Ich drück dir alle meine Hasenpfoten. smile.gif

Der Zeitaufwand hängt sehr vom Studiengang ab. Chemie dürfte einer der schlimmsten Studiengänge überhaupt sein, glaub ich.
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