Frag den Hasen

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Klopfer, was hältst du von diesem Artikel, und könnte man den Inhalt auf deutsche Verhältnisse übertragen?
Interessanter Artikel. Ich weiß nicht genug über amerikanische Politik, um einschätzen zu können, wie zutreffend der ist (und man muss schon sagen, dass der Text stellenweise etwas umständlich formuliert ist).
Übertragen auf Deutschland... Ich denke, hierzulande hat bei den Linken (wobei ich nicht konkret die Partei meine) auch eine deutliche Entfremdung von ihrer ursprünglichen Klientel stattgefunden. Deutlich gesagt: Ein beträchtlicher Teil der Linken (gerade auch bei denen, die etwas zu sagen zu haben) hegt eine mehr oder weniger unterschwellige Verachtung für das Proletariat. Ein großer Teil von diesen Leuten kommt nämlich gar nicht aus der Arbeiterklasse und hat daher selbst kaum Erfahrung mit dieser Lebenswelt. (Norbert Blüm von der CDU ist als alter Opelaner näher an der Arbeiterklasse dran als die gesamte Führungsriege der Grünen.) Diese "neuen Linken" kommen größtenteils aus dem akademischen Umfeld und sind von ihrem Idealismus in die Politik getrieben worden. Die "Unterschicht" vor der Haustür ist ihnen fremder als die Nöte armer Menschen in Entwicklungsländern und der Dritten Welt. Viele sind selber ins Ausland gegangen, um sich dort das Elend anzugucken, und sie haben verinnerlicht, dass wir Industrieländer die Schuld an allem Übel in dieser Welt tragen. Der heimische Arbeiter? Ein bisschen Lippenbekenntnis, dass man auch für ihn und auch für seine Rechte kämpft, klar, so was geht immer, aber im Endeffekt hält man ihn für Abschaum, weil er so fixiert auf seine eigenen Probleme ist, obwohl er doch alles hat, was man zum Leben braucht, offenbar allerdings kaum Interesse für die Welt und die Probleme von Minderheiten. Ihm fehlt der Intellekt, und das nicht, weil er unterdrückt wird, und deswegen haben viele Linke für diese Leute eigentlich keinen Funken Respekt.
Er ist so anders als der noble Wilde, den man sich so gerne vorstellt in Afrika oder im Nahen Osten oder in Südostasien, der unter größten Anstrengungen herkommt und sich gerne die Finger blutig arbeiten will für etwas Wohlstand, den es in seiner fernen Heimat kaum gibt. Der Arbeiter ist auch so anders als diese akademischen, emanzipierten Mädchen, die voll unterdrückt werden dadurch, dass sie Plakate mit schlanken Frauen im Bikini auf dem Weg zum Gender-Studies-Seminar sehen müssen. Und erst recht ist er doch nicht so sympathisch wie der Typ, der gerne eine Frau sein möchte und somit der toxischen Maskulinität abschwört. Das sind die Leute, wo vielen jungen Linken das Herz aufgeht, denen möchte man doch eher helfen, nicht unbedingt den tumben Arbeitern. Die Arbeiter unterstützt man halt dann, wenn sie z.B. mehr Geld von ihren Arbeitgebern fordern, weil das natürlich gegen den Raubtierkapitalismus geht, der ja auch den Rest der Welt beutelt. Aber ansonsten richtet man den Fokus lieber auf echte gequälte Minderheiten, am liebsten mit einem Schuss Exotik.
Außer natürlich, die Minderheit wird vom Islam unterdrückt. Dann hat sie einen Scheiß.