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#1133 von mischka

Also Eier auf die Baerbock zu werfen ist keine Meinungsäußerung mehr, das geht nicht.

Ich will das auch in keinster Weise verharmlosen, aber wieso ist das gefährliche Körperverletzung?!?

Gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn:

1) Beibringung von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen
Das dürfte wohl nicht der Fall sein.
2) Waffe oder gefährliches Werkzeug
[...]
Keine gefährlichen Werkzeuge sind hingegen Körperteile wie Arme oder Hände.
Ist das hier etwa der Fall?
3) hinterlistiger Überfall
OK, das könnte sein, aber laut Beschreibung habe ich es eher so verstanden, dass der Angriff so hinterlistig ist, dass man den Angriff selbst nicht bemerkt, und ein Ei spürt man doch, oder?
4) mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich
Dazu wurde im Artikel nichts gesagt...
5) lebensgefährdende Behandlung
Haben wir eine Physiker hier, der die Wurfgeschwindigkeit berechnen kann, damit das Ei lebensgefährlich wird?

Link: [https://www.tagesschau.de/regional/nordrheinwestfalen/baerbock-wuppertal-101.html]
2 Punkt(e) bei 2 Reaktion(en)
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mischka
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Also wenn ich eine Faust in die Fresse kriege, ist es Körperverletzung, ein Ei ist gefährliche Körperverletzung?!? Wenn ich die Wahl hätte, würde ich die "gefährliche" Körperverletzung in Form eines Eis der Faust vorziehen...

Haben wir neben dem Physiker noch einen Juristen hier, der mir das erklären kann?!?

PS: Quelle für gefährlich Körperverletzung.

0
Geschrieben am
(Geändert am 9. Mai 2022 um 0:18 Uhr)
Klopfer
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Salmonellengefahr? :tjanun: Oder Gefahr fürs Augenlicht, falls Eierschalensplitter ins Auge gelangen?

Hinterlist dürfte nicht heißen, dass man den Angriff gar nicht bemerkt, sondern dass man ihn nicht im Vorfeld bemerken kann, bevor er beginnt. Wenn jemand sich die Fäuste reibt und von vorne auf dich zugeht, ist das nicht hinterlistig, wenn er hinter einer Ecke lauert und dir eine reindonnert, wenn du vorbeigehst, dann schon.

0
Geschrieben am
(Geändert am 9. Mai 2022 um 0:43 Uhr)
mischka
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Als hinterlistigen Überfall bezeichnet man einen Angriff, der planmäßig unter Verdeckung der wahren Absichten ausgeführt wird, sodass sich der Angegriffene nicht wehren kann.
An den Zeitpunkt, wo der Angriff läuft, also das Ei fliegt, sind die wahren Absichten doch aufgedeckt, oder? Man kann auch ausweichen, also kann man sich wehren (Siehe Bush, der hat den Schuh ja auch kommen sehen).

Und wenn jeder überraschende Angriff das Merkmal der Gefährlichkeit erfüllt, sind alle Angriffe gefährlich, weil keiner so blöd ist, und es so offensichtlich ankündigt, da damit die Chancen signifikant sinken, keine Faust in die Fresse zu kriegen.

0
Geschrieben am
(Geändert am 9. Mai 2022 um 14:16 Uhr)
tu[ks].
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Ich fühle mich von Frau Baerbock nach dem Konsum der Umstände des Vorfalls hinterlistig mit Blödsinnigkeit angegriffen. Bitte verhaften.

0
Geschrieben am
VargK
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Vielleicht war das Ei schon faul, dann ist 1) erfüllt.

0
Geschrieben am
ZRUF
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Oder ist Baerbock Veganerin? Vielleicht wäre ein Ei dann grundsätzlich als gesundheitsschädlich einzustufen? Oder ist es wegen dem hohen Cholesterin?

0
Geschrieben am
jck
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Da ist der Staatsanwalt ja noch zurückhaltend; wir haben sicher härtere Gesetze zum Einsatz biologischer Kriegswaffen.

Profi-Tipp: Die Staatsanwaltschaften in Deutschland sind nicht unabhängig. Von daher macht man sowas lieber mit Oppositionspolitikern.

0
Geschrieben am
Klopfer
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An den Zeitpunkt, wo der Angriff läuft, also das Ei fliegt, sind die wahren Absichten doch aufgedeckt, oder? Man kann auch ausweichen, also kann man sich wehren (Siehe Bush, der hat den Schuh ja auch kommen sehen).

Bush war mal Pilot eines Kampfflugzeuges, dem traue ich gute Reflexe zu. Ich schätze, die ein, zwei Sekunden, die so ein Ei im Flug braucht, zählen nicht als angemessene Vorwarnung.

0
Geschrieben am
jck
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Ergänzung: Wenn man einer Politikerin eine Rasierschaum-Torte ins Gesicht knallt und vor Gericht dann auch noch solz drauf ist, gibt das übrigens zehn (10!) Tagessätze wegen Beleidigung. Dazu muss man aber treffen; "versuchte Beleidigung" ist kein Straftatbestand.

Ich finde es im Übrigen vollkommen angemessen, Politiker mit Eiern zu bewerfen; wir haben hier leider nicht die politishce Diskussionskultur der -stan - Länder, wo die Politiker sich untereinander im Parlament prügeln; das ist gelebte Demokratie. In der europäischen Tradition kommen unbeliebte Politikerinnen im zivilisierten Frankreich unter die Guillotine; in Deutschland bauen wir traditionell Galgen. Das, nun wieder, ist übertrieben. Teern und Federn wäre angemessen.

1
Geschrieben am
ZRUF
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Ach einfach für jedes gebrochene Wahlversprechen einmal in die Jauchegrube stecken. Dann würden Lügen wenigstens stinken!

0
Geschrieben am
Klopfer
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Ich find's irgendwie proletenhaft. :tjanun:
Und es kommt ja auch drauf an, wieso man seine Politik ändert. Dass man keinen fundamentalen Pazifismus leben kann, wenn zwei Grenzen weiter ein Krieg tobt und jenes Land sich nicht mit lieben Worten und Fencheltee verteidigen kann, ist halt auch irgendwie nachvollziehbar.

1
Geschrieben am
jck
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Ich finde das auch "proletenhaft", auch wenn ich nicht weiß, ob @Klopfers Reply nun auf @ZRUF oder wegen mir war. Aus irgendeinem mir vollkommen unverständlichen Grund haben die von meinen und Deinen Großeltern ihre Großeltern gewählten Politiker dem Pöbel aber das Wahlrecht zugesprochen.

Unsere Großeltern bekamen dafür zwei 'Weltkriege - vor dem Wahlrecht für Frauen und jeden sonstigen Depp gab es sowas übrigens nicht. Und wir baden halt jetzt den neueren, zeitgenössischen Dreck unserer Großeltern aus.

Das ist fein für unsere Großeltern, die sind (in meinem Fall) nämlich tot. Ich darf das aber nicht mehr scheiße finden, weil das nicht politisch korrekt ist?

Ich kann meine Meinung problemlos von meinem "Teern und Federn" auf @ZRUFs "Jauche Tunken", ändern. Das wird aber alles, inklusive der Guillotine, niemand, der hier auch nur mitliest jemals machen.

Das echte Problem sind Leute wie Du, @Klopfer, Leute wie ich, und ganz sicher jeder, der das hier liest. Aber ich werde ganz sicher genau gar nichts dagengen tun - außer sowas hier zu schreiben.

1
Geschrieben am
mischka
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Ja, Frauenrechte sind schon scheiße. Wenn man ihnen auch noch das Auto fahren verbieten würde, gäbe es zudem viel weniger Staus...

Also ehrlich, die Weltkriege auf das Frauenwahlrecht bzw. das allgemeine Wahlrecht zu schieben ist schon etwas gewagt. Natürlich darf jeder Idiot wählen, aber was ist bitte den die Alternative?
Brauchen wir eine Idiotenkommission, die fest legt, wer wählen darf? Ich bin froh, in einer Demokratie zu leben. Ich finde es schade, dass Menschen wie du, sie zumindest in ihren Köpfen abschaffen wollen. Das führt letzten Endes zu solchen Eierwürfen und anderen Gewaltakten, weil manche Idioten das dann in die Tat umsetzen wollen.

Ich bin ehrlich gesagt geschockt, in diesem thread so viele antidemokratische Aussagen zu lesen, damit hätte ich nicht gerechnet. Von meinem geschätzten Freund ZRUF, dessen Meinung ich im allgemeinem sehr schätze und dem ich sehr oft zustimme, hätte ich das auch nicht erwartet. Gewalt- und Folterfantasien haben noch nie irgendwohin geführt, wo es gut ist.

Die Tatsache, dass ich der Tat die Gefährlichkeit abspreche, bedeutet keinesfalls, dass ich den Eierwurf verteidige. Ich hatte ehrlich auf GAST gehofft, der meiner Erinnerung nach Jurist ist, und mir das vielleicht erklären könnte. Und ich verteidige das nicht, obwohl die Frau mir auf den Sack geht und ich sie weder als Person leiden kann, noch ihre politischen Ansichten teile.

Sich damit rauszureden, dass es ja eh niemand machen wird, ist ein schwacher Trost, weil man es nicht weiß.

Ich vermisse die Zeiten, als man den Politischen Gegner noch als politischen Gegner wahr genommen hat, und nicht als Feind. Heute wird dem politischen Gegner grundsätzlich Dummheit unterstellt, und oft auch der Wunsch das Vaterland zu zerstören (besonders häufig von Donald Trump und hierzulande von der AfD geäußert). Sicher, manche Politiker sind dumm (@AfD: Der Landtag in SH wird sich bestimmt vermissen), aber das trifft nicht auf jeden zu, der meine Meinung nicht teilt.

Nehmen wir mal das Gendern.
Zunächst ein Mal: Ich finde es (das Gendern, nicht die Leute, die es vertreten, bitte differenzieren) dumm und bin dagegen. Fairerweise muss ich aber sagen, daß es Argumente dafür gibt.
Gleichzeitig gibt es Argumente dagegen, die für mich mehr wiegen, deswegen bin ich dagegen.
Politik sollte so eine Abwägung von Argumenten sein, nicht das negieren selbiger, wenn sie für einen unliebsam sind. Statt dessen stellt sich eine Seite hin und beleidigt die andere kollektiv als dumm, und überhaupt sind das alles Nazis. Und selbstverständlich sind alle Argumente gegen das Gendern frauenfeindlich, selbst wenn sie von Frauen kommen.
Die andere Seite ist aber auch nicht unbedingt besser. Ich erinnere an "Gendern bis der Arzt kommt", der von Klopfer gebannt wurde, und das muss man erst mal schaffen, die Mehrheitsmeinung so penetrant und beleidigend zu vertreten, das man bei allen mitsamt Klopfer unten durch ist. Man spricht auch hier der Gegenseite die Argumente ab und schiebt alles auf Dummheit oder zu wenig Geschlechtsverkehr, selbst ich wurde online schon als schlecht gefickte Fotze bezeichnet, einfach weil ich der Meinung war, es gäbe Argumente für das Gendern, die aber wenig stichhaltig sind.

Mit so einer Diskussionskultur kommen wir nicht weiter. Die Gegenseite hat oft auch Argumente für ihre Position. Frau Baerbock hat die ihre Positionen auch Argumente. Diese sollte man nicht einfach negieren, sondern ggf. anders als sie bewerten. Und deswegen kann man gerne mit ihr diskutieren, aber mit Eiern werfen, Teeren, Federn, in Jauchegruben stecken, Hängen und Köpfen geht gar nicht, auch nicht in der Vorstellung.

4
Geschrieben am
qwzt
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Da schließe ich mich mischka völlig an. Eierwerfen ist dumm und nutzlos und Demokratien führen im Zweifel dazu, dass Kriege schneller beendet werden oder gar nicht erst stattfinden. Als hätte es vor den Weltkriegen (die im Übrigen nicht von einem tatsächlich demokratischen Deutschland geführt wurden, das Frauenwahlrecht wurde erst 1919 erstmals ausgeübt (also nach dem ersten Weltkrieg) und Hitler wurde zwar pseudolegitim an die Macht gewählt, hat dann aber quasi sofort als Diktator geherrscht). Sehr gewagte These also.

1
Geschrieben am
jck
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@Mischka: Über den Idealzustand der Volksherrschaft haben sihc vor 2.000 Jahren schon ein paar mit guten Grund sehr angesehene Griechen Gedanken gemacht. Bei Aristoteles hieß die gute Form noch Politie, der fand eine Demokratie, wie wir sie haben, bereits die dem Untergang geweihte Zerfallsform; Polybios hat in seinem Verfassungskreislauf die Demokratie - als Herrschaft der Vernünftigen - umdefiniert und die Ochlokratie, also die Herrschaft des Pöbels, als Zerfallsform definiert.

Wir haben aber nun Wahlrecht für jeden Deppen, das ist freilich aristotelische "Demokratie", aber halt treffender Polybios' Pöbelherrschaft, und das nimmt sich im dem Punkt nichts, dass es nicht gut ist.

Wenn Du dann süffisant sowas schreibst wie "antidemokratisch" und so tust, als wären die Alternativen schlimmer, geht mir das eigentlich zu sehr am Punkt vorbei - Platons Politeia ist ein 3-Stunden-Hörbuch und beantwortet eigentlich all diese Fragen ausführlich, und das vor über 2.000 Jahren. Mir wäre niemand bekannt, der dem was gehaltvolles hinzugefügt hätte, seitdem.

Eine Diskussion darüber ist eigentlich müßig; wir haben beide nur in einer Zeit gelebt, in der wir die verderbenden Früchte geimeinwohlorientierter Aristrokratie als Demokratie-Simulation (Ludwig Erhard und so) noch genießen konnten; für die Diktatur (Tyrannis) davon nehme ich an, dass auch Du zu jung bist. Noch. Nach den toten Griechen ist die unausweichlich das nächste, was wir bekommen, und das ist seit 2.000 Jahren immer zutreffend.

Auf den Zerfall der (schlechten) Pöbelherrschaft folgt in Polybios Verfassungskreislauf eine Monarchie, also ein "guter" Alleinherrscher. Sieht man in der modernen Interpretation zum Beispiel an Donald Trump, oder an dem, was Joe Biden sagt. Dummerweise degeneriert jedwede gute Regierungsform (nach Ansicht der toten Griechen und der Realität) immer, hier dann in eine Tyrannis. Zu sehen an dem, was Joe Biden tut. Oder Putin. Oder Zelenskjy. Oder, für die Welt viel schlimmer, Xi mit der chinesischen jetzt Oligarchie statt der von Deng Xiaoping ersonnenen Aristokratie nach zwei Generationen beliebigen, maoistisch-marxistischen Mordens.

Ich habe da keine bessere Idee, und ich werde da ganz sicher nicht den billanten toten Leuten widersprechen, die das für unausweichlich halten, aber davon muss ich es nicht für prima halten. Und noch darf ich das sagen; sogar hier bei Klopfer, weil ich nicht nur meine Alice-Miller-Psychose im Internet auslebe.

Und Du magst ja Recht damit haben, dass "Gewalt- und Folterfantasien noch nie irgendwohin geführt" haben, aber in so ziemlich jeder Religion gibt es ein Konzept von "Hölle", was ganz genau dieses elementar menschliche Gerechtigkeitsempfinden praktiziert. Freilich, das ist Wunschdenken, und als nicht-religiöser Mensch sollte man sich das doch mit dem Galgen-bauen überlegen, wenn man wirklich eine bessere Welt will, aber Menschen sind halt so.

Und das schließt mich ein; ich fände eine bessere Welt auch prima, aber ich weiß, dass ich in der Minderheit bin, selbst hier, und wenngleich man nur 5% der Bevölkerung für eine Machtübernahme braucht (frag die Taliban), wüsste ich dann auch nicht, was ich machen soll. Ich bekomme realistisch Sarah Wagenknecht nicht dazu, sich mit Gottfried Curio zu unterhalten, und das macht mir mein Wunsch Kabinetts unmöglich. Und Franz-Josef Strauß ist tot.

Zu Deinen Ausführungen zum unsäglichen Gendern: Es gab in den 70ern den sog. Positivismusstreit; da gibt's v.a. einen gute Sammelband dazu, wo sich hauptsächlich Popper und Habermas intellektuell zerlegen; aber die Kurzfassung, nur weil Du "dumm" erwähnst, davon ist, dass die eine Seite die andere für dumm, und die andere die einen für Nazis hält. Das trifft auf Popper und Habermas nicht zu. Es haben sich da also schon intelligentere Leute als Du oder ich drüber Gedanken gemacht. Und die wurden sich definitiv nicht einig.

"Gewonnen" haben das (vor meiner Geburt) übrigens die Dummen, nicht die Nazis. Sonst würdest Du ein Wort wie "Gendern" gar nicht kennen. Unsere unsägliche "Diskussionskultur" hält ja nun unbegründete Anwürfe wie "Nazi" (außer bei gewissen ukrainischen Brigaden, wo sie zumindest weitestgehen zutreffend wären) oder "frauenfeindlich" für "Argumente".

Das hält aber die Vertreter von Schwachsinn, zu dem man kein Gegenargument braucht, weil kein ursprüngliches Argument kam, und daher ein einfaches "Nein" vollkommen hinreichend ist, nicht davon ab, den Quatsch weiter zu machen. Politikende und nicht wenige Lehrstuhlbesetzende and Universitätenden finden das ja super-wichtig. Weil - hm... kann schon sein, dass die nur zu wenig Geschlechtsverkehr haben. Ich bin seit 15 Jahren verheiratet; das war früher auch mal mehr.

Kann auch aber einfach sein, dass das zum "Erwachsen werden" dazugehört, dass ich Fragmente meines supi-tollen Manifests ins Internet tippe. weil meine Frau sich gerade von zwei Bürgermeistern anschreien lassen muss, beruflich, und ich daher keinen Geschlechtsverkehr habe. Das tut ihr aber halt auch nicht sonderlich gut.

Was mich an Deinem Traktat stört ist, dass die Unterstellung, dass einige Politiker das Land zerstört sehen wollen, eine solche sei. Ist "Deutschland verrecke" irgendwie anders interpretierbar als in diesem Sinn? Freilich, die Proponenten solchen selbstzerstörerischen Schwachsinns sind in der Regel schon am mittleren Baumschulabschluss gescheitert (man bemerke hier mein Argument, warum ich die für dumm halte), aber das sind halt Leute, die dann anderen mit intellektuellen Fähigkeiten jenseits meiner Katze oder gar mir "Respekt" abverlangen. Und da darf ich politisch korrekt nicht fragen "wofür"?.

Der Kaiser kann es nämlich nicht leiden, wenn man ihm sagt, dass er nackt ist, auch wenn das jedes Kind sieht. Erwachsenen kann man beibringen, so zu tun, als hätte er was an. Das ist Indoktrination. Ich darf, kann und werde das schlecht finden. Davon brauche ich keine "bessere" Alternative. Ich kann mir freilich einbilden, dass ich das besser könnte als das Gesocks in dem aktuellen Regime, egal welchem, egal wo, aber ich hab so eine gewisse Grundmoral und will nicht als der schlimmste Massenmörder der Menschheitsgeschichte unvergessen bleiben. Der Unterschied zwischen mit und den Politikenden ist aber, dass ich das deswegen nicht mache.

Und weil ich das selbst nicht praktiziere, kann ich ohne moralische Probleme Marie-Antoinette Habeck dafür verurteilen, wenn er öffentlich sagt "wenn sie kein bezahlbares Gas mehr haben, können sie ja einen veganen Nerzmantel anziehen". Und ich bin auch so ehlich, dass ich mir sicher nicht selbst die Finger oder mein Gewissen damit schmutzig machen werde, solchen Leuten das verdiente Ende von Marie-Antoinette zukommen zu lassen. Klatschen würde ich aber. Kurz.

Weil, Du hast da schon Recht, dass das jenseits des "demokratischen" "Diskurses" ist, aber ganz ehrlich hab ich da in den letzten 20 Jahren keinen gehört (Putins Rede im Bundestag war 2001; haben sie alle ignoriert). Ich halte das Pferd für tot. Da dagegenzutreten hilft ganz genau gar nichts. Und ich würde es vorziehen, nicht in einem globalen thermonuklearen Krieg zu sterben. Dazu müsste aber mal jemand mit Putin reden. Wen könnten wir da hinschicken? Annalena war da schon; deren Trampolinkünste waren offenbar unbeeindruckend. Scholz? Gute Güte, auch nur eine Minuten Scholz zuzuhören ist schlimmer als Waterboarding. Biden weiß nicht, welches Jahr wir gerade haben.

Scheiße.

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Geschrieben am
ZRUF
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Ich bin ehrlich gesagt geschockt, in diesem thread so viele antidemokratische Aussagen zu lesen, damit hätte ich nicht gerechnet. Von meinem geschätzten Freund ZRUF, dessen Meinung ich im allgemeinem sehr schätze und dem ich sehr oft zustimme, hätte ich das auch nicht erwartet. Gewalt- und Folterfantasien haben noch nie irgendwohin geführt, wo es gut ist.


Nanana, so ernst solltest du das mit der Jauchegrube aber auch nicht nehmen. Manchmal habe halt auch ich Spaß an Stammtischparolen. Grundsätzlich finde ich aber schon, dass Parteien und Politiker für gebrochene Versprechen zur Verantwortung gezogen werden sollten. Da wäre eine Amtsenthebung natürlich das demokratische Mittel. Die Jauchegrube für das Proletariat (um mal Klopfers Wortwahl zu nutzen) aber definitiv unterhaltsamer. Zumal das mit einer ausgiebigen Dusche ein wieder behobener Schaden wäre.

Und um meine Einstellung klar zu skizzieren:
Natürlich finde ich es richtig, dass die Grünen sich in der aktuellen Situation nicht als die idealistischen Pazifisten gerieren. Und sicherlich gibt es einen Teil unter ihren Wählern, die sie dafür "teeren und federn" wollen. Genauso finde ich es Okay, wenn man entgegen der Versprechung Schulden aufnimmt, weil die Situation (z.B. Wirtschaftskrise) es verlangt.
Aber wenn man z.B. breite Steuerentlastungen verspricht und vorher schon weiß, dass man das nicht finanzieren kann, dann ist das einfach böswillig und damit meiner Meinung nach auch sanktionswürdig.
Und ganz ehrlich: Politiker kommen meiner Meinung nach durchaus zu glimpflich davon, wenn man ihnen Rechtsbrüche nachweist. Und ich meine nicht solche Sachen, wie den Sohn mitfliegen zu lassen. Das ist für mich völlig Ok. Politiker haben auch Familien.
Was anderes ist es aber, wenn sie sich durch Betrug in ihre Position gebracht haben, sich als korrupt erweisen etc. Und da ist es häufig einfach mit einem Rücktritt getan, wo ich schon sage: Da stimmt einfach was nicht, wenn Politiker häufig einfach durch den Rückzug aus der Politik Absolution bekommen.

0
Geschrieben am
tu[ks].
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@jck:

in so ziemlich jeder Religion gibt es ein Konzept von "Hölle", was ganz genau dieses elementar menschliche Gerechtigkeitsempfinden praktiziert.


Im traditionellen Heidentum, einer der wenigen Diesseitsreligionen, übrigens nicht. Dort gibt es ein "Totenreich" und dorthin kommt man nach dem einzig relevanten Teil, nämlich dem Leben. Ob man derweil den Göttern gefallen hat oder nicht, ist dabei zweitrangig.

("Valhalla" ist ein christliches Konzept.)

0
Geschrieben am
qwzt
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Zu Platon ein Wort: Du scheinst da eine gekürzte Fassung gehört zu haben, meine Ausgabe ist über 700 Seiten lang (griechisch-deutsch), entsprechend müsste es (geschätzt am ersten Harry-Potter-Band der etwa 350 Seiten umfasst) ca. sieben Stunden dauern, nicht drei.
Zum Inhalt: Platon war sicherlich nicht überzeugt von der "klassischen" Demokratie, aber weniger, weil er das allgemeine Wahlrecht scheiße fand (im "idealen Staat" [von dem Platon selbst sagt, dass er nie realisiert werden wird] sind alle Bürger wahlberechtigt), sondern weil er nicht alle Personen für alle Ämter geeignet hielt. Trump z.B. wäre für Platon nicht für eine Führungsrolle in Frage gekommen. Er setzt da also an einer anderen Stelle an. (auch wenn das Wahlrecht stellenweise in den "Gesetzen" wieder relativiert wird)
Ansonsten schätzte Platon die Freiheit, die Demokratie nun einmal bringt, auch wenn er erkannte, dass Freiheit nicht ausufern darf, da sie eben sonst in die von dir erwähnte Tyrannei mündet. Und davon war Platon definitiv kein Freund. Der "gute" Alleinherrscher ist auch eher eine Utopie, gibt es nicht so oft in der Geschichte. Und vor allem hast du dann keine Kontrollinstanz, um den schlechten Alleinherrscher abzusetzen, das ist in einer Demokratie schon einfacher.


Valhalla ist nicht christlich, sondern ein besonderer Teil Asgards, wie das Elysium bei den Griechen. Das Totenreich bei beiden ist an sich weder negativ noch positiv, man wartet im Prinzip die Ewigkeit ab. Bei den Griechen gab es auch bereits den Tartarus als Konzeption der späteren "Hölle". Walhalla war allerdings nicht so beliebt wie man das heute in der Popkultur findet, da dort ja nur herausragende Krieger zugelassen wurden. Es reicht nicht mal in der Schlacht zu sterben, Odin wählt nur maximal die Hälfte der Gefallenen aus. Ergo verbringt man seine Zeit in Walhalla meistens nicht mit seinen Freunden und ganz sicher nicht mit seiner Familie.

1
Geschrieben am
Sajoma
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@qwzt: Ich nehme an, tu[ks] bezieht sich darauf, dass die Edda bereits im recht weit fortgeschrittenen Prozess der Christianisierung niedergeschrieben wurde und durchaus der berechtigte Verdacht besteht, dass einige christliche Konzepte eingeflossen sind. Wie gut die Quellenlage dabei ist, weiß er womöglich besser als ich.

So ganz allgemein finde ich den Fatalismus und die allgemeine Demokratieverdrossenheit in diesem Thread auch etwas bedenklich. Dass die Realität immer am Ideal scheitert, und das auch mal kräftig, ist die eine Sache. Dass man das zum Anlass nimmt, gar nicht mehr das Ideal anzustreben und das wortreich zynisch zu verbrämen, ist das Fundament einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. In die ausufernden, wenig inhaltsdichten Fabulierungen kann man dann auch leicht seine allgemeinen Vorurteile, von denen wir ja alle nicht frei sind, einfließen lassen. Ich möchte an der Stelle einen geschätzten Lehrer von mir zitieren:

"Seien Sie Teil der Lösung, seien Sie nicht Teil des Problems."

0
Geschrieben am

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