Klopfers Link- und Lichtbild-Deponie



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#1161 von mischka

Moin, ich denke ihr habt alle vom Zensus gehört, oder. Da ich in Elternzeit bin, darf ich nur ehrenamtlich was dazu verdienen, der Zensus ist ehrenamtlich, d. H. Man zahlt kenne Steuern oder Sozialabgaben.

Meine Erfahrungen:

Das erste Gebiet war ein Hochhaus, ich habe 9 Stunden dort gearbeitet und Menschen befragt und insgesamt 984€ dafür bekommen. Mein zweites Gebiet hat mich 19 Stunden gekostet, für 1159€, ich bin also auf 98,40€ bzw. 61€ Stundenlohn gekommen. Und das netto. Ich habe jetzt mein drittes Gebiet bekommen, mal sehen, wie das läuft.

Nun will ich nicht einfach damit angeben, ich wollte das teilen, weil viele Kommunen trotz des attraktiven Gehalts keine Leute finden können und deswegen teilweise noch immer Leute gesucht werden (nicht umsonst hat man mir 3 Gebiete gegeben).

Wenn also jemand leicht verdientes Geld verdienen will, ja an er oder sie ja mal bei der Kommune anfragen, ob noch was frei ist. Ich jedenfalls bin mega happy damit.

Link: [https://www.zensus2022.de/]
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mischka
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Wenn man lesen und schreiben kann, hat man alle Einstellungsvorraussetzungen erfüllt.

Da wo ich wohne werden die Interviewer mittlerweile gebeten mehrere Gebiete zu bearbeiten, weil nicht genug Leute da sind, daher denke ich, dass die gerne auch neue Leute nehmen würden.

2
Geschrieben am
Klopfer
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Wie war deine Erfahrung mit den Leuten? Ich hab Bedenken, dass so manche hier ziemlich ungehalten sein werden, wenn man da klingelt und sie befragen will. :angsthasi:

1
Geschrieben am
mischka
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Ein Mann hat nackt geöffnet...
Eine Frau (22) hat im Tanga, der fast durchsichtig war, und oben ohne geöffnet.
Ein Mann hat mich als Systemnutte bezeichnet, aber als er raus gefunden hat, wie hoch das Bußgeld werden wird, war er plötzlich auskunftsbereit.

Alle anderen waren ganz lieb, das ging alles problemlos.

Man kündigt sich ja an, die meiste Wut entlädt sich zwischen Ankündigung und Termin, sodass es problemlos ging.

Niemand hat verweigert und ich habe ausnahmslos alle angetroffen (deswegen habe ich so viel Geld bekommen, man soll ca 800-850€ bekommen, das richtet sich aber danach, wie viele Interviews geführt werden. Wenn niemand verweigert und man alle antrifft, gibt es mehr Geld.

3
Geschrieben am
mischka
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Ps: Man stellt ja kaum Fragen, ich frag, wie die heißen, wann sie geboren wurden, welche Staatsangehörigkeit sie haben und den Rest können sie online eintragen....

Viele denen man anmerkt, das ihnen das gehen den Strich geht, sind auch ruhig, wenn man ihnen sagt, dass es ehrenamtlich ist. Die denken dann, ich krieg da nichts für und haben Mitleid, statt Wut im Bauch...

3
Geschrieben am
(Geändert am 11. Juni 2022 um 16:16 Uhr)
ObsidJan
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Bei dem Stundenlohn ist das mit der Nutte gar nicht so weit hergeholt... :hehehe:

Jaja, ich weiß wo die Tür ist. 🏃🏻‍♂️

Trotzdem: so viel Geld für so eine nicht allzu schwere Tätigkeit ohne große Qualifikationsanforderungen? :hm: Stimmt es eigentlich, dass in diesen Interviews exakt 1:1 das abgefragt wird, was die Leute vorher schon online eingetragen haben? Wo wäre dann der Mehrwert?

1
Geschrieben am
(Geändert am 11. Juni 2022 um 16:44 Uhr)
mischka
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Vorher tragen die Leute online gar nichts ein. Die bekommen beim interview erst die Zugangsdaten. Aber bei der Ankündigung liegt ein Musterfragebogen bei. Viele füllen den schon aus, aber ich brauch die Daten auf meinem Fragebogen, weil dort ein Strichcode ist, der im Muster fehlt.

Aber es werden nur wenige Fragen gestellt, das geht innerhalb von 5 Minuten. Das ausfüllen später dauert dann ca 20 Minuten ist aber nicht mehr mein Problem, weil die Leute das online machen.

Wenn jemand es online nicht kann, bekommt er von mir einen frankierten Umschlag und den ausgedruckten Fragebogen.

2
Geschrieben am
mischka
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Ps: Es gibt Leute, die weniger pro Stunde verdienen, wenn sie ihre Arbeit nicht gut organisieren. Z. b. Arbeiten einige die Bögen in der Reihenfolge an, in der sie die erhalten haben. Ich hingegen habe es optimiert, sodass die Wege zwischen den Häusern möglichst kurz sind. Auch das Ausdrucken der etiketten hat mir einiges an Zeit gespart. Man kann es professionell angehen, dann kriegt man echt ein beachtlichen Stundenlohn, man kann es aber auch idiotisch angehen, dann kriegt man weniger. Wenn man die Interview Termine vormittags ansetzt, sind viele nicht zu Hause und das kostet alles Zeit.
Ich habe z. B. die Termine vor das EL-Finale von Frankfurt gelegt. Mich hat es nicht so sehr interessiert, aber alle waren zu Hause.

Folgendes kostet viel Zeit:

1) Alle Formulare ausfüllen (Etiketten sind geil)
2) Unnötige Wege, daher bedenke man den traveling salesman
3) Leute die nicht zu Hause sind, nimm also Termine, wo sie Leute wahrscheinlich zu Hause sind. Zumal jeder Mensch, der verweigert, oder hat nicht angetroffen wird, von Gehalt abgezogen wird.

Meine Frau und ich haben schon je 2 Gebiete fertig, der schlechteste Stundenlohn war 61€ und der beste bei einem Gebiet meiner Frau mit 101€.

Die Berechnung geht so:
45€ sind fest garantiert, selbst wenn ich die Unterlagen annehme und direkt danach zurück gebe, weil ich es mir anders überlegt habe (Ehrenamt sei Dank, verpflichtet man sich zu nichts, man kann jederzeit abbrechen).
2€ kriege ich für jede Terminankündigung, die in Briefkasten landet. Die werden zu Hause bedruckt und einfach eingeworfen, das geht schnell.

Wenn niemand von der Familie zu Hause ist, kriegt die Familie eine neue Ankündigung für einen neuen Termin. Ich kriege dann weder die neue Ankündigung noch den erfolglosen Besuch vergütet, deswegen sollte das vermieden werden.
Wenn die Familie beim neuen Termin ebenfalls nicht zu Hause ist, krieg ich schon wieder nix und hab den ganzen Blödsinn für 2€ gemacht, das ist Mist.

Wenn ich aber jemanden erreiche, so bekommt dieser die Zugangsdaten für die ganze Familie. Pro Person kriege ich dann noch mal 8€. Bei einem Ehepaar also 16+2=18€. Für den einwurf plus 5 Minuten interview.

Eine marokkanische Familie bestand aus 8 Mitgliedern, d. H. es gab 64+2=66€ (Kinder, die nach dem 15.05.22 geboren wurden zählen mit, auch wenn sie noch nichts ausfüllen können, dann machen das halt die Eltern). Gut fürs erfassen habe ich dann etwas länger als 5 Minuten gebraucht, aber nach 10 Minuten war ich trotzdem fertig. Dumm sind nur so Leute wie Klopfer, wer allein lebt bringt nur 10€, das lohnt sich weniger. Je größer die Familie, desto mehr Euros Rollen in meine Richtung.

2
Geschrieben am
(Geändert am 12. Juni 2022 um 9:51 Uhr)
Klopfer
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Hab gerade mal für Berlin nachgeguckt, da suchen sie nur noch Interviewer für entweder eher spärlich besiedelte Gegenden oder für Orte, die ziemlich weit weg von mir sind, das macht sich leider nicht so gut. :kratz: Bei uns ist aber die Aufwandsentschädigung wohl auch gedeckelt auf 1000 Euro.

Als meine Familie noch in Potsdam gewohnt hat, waren wir dauerhaft im Zensus und wurden jedes Jahr befragt. (Es werden immer ein paar Haushalte ausgewählt, die immer wieder befragt werden, um Änderungen auch zwischen den großen Zensus-Jahren nachverfolgen zu können.) Damals ging noch gar nichts online, das dauerte also schon gut 20 Minuten, bis wir immer durch waren. :kratz:

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Geschrieben am
(Geändert am 11. Juni 2022 um 17:48 Uhr)
mischka
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für entweder eher spärlich besiedelte Gegenden
OK, das ist mir den Motorrad sehr leicht, aber mit den Öffis so richtig scheiße.

Orte, die ziemlich weit weg von mir sind
Naja du kannst davon ausgehen, daß du ca 4 mal hin fahren muss:
1) Terminankündigung
2) Termin
3) Zweittermin für die Leute, die den ersten verpasst haben.
4) Irgendein Sack gönnt die keinen dreistelligen Stundenlohn und kann nur zu einer einzigen Uhrzeit, sodass du ihn nicht auf Termin 3) legen kannst. Wenn die Leute angerufen muss man Termine gemeinsam planen, da geht es nicht, die einfach vorzugeben. Dieser Sack wohnt dann auch noch alleine, sodass du gerade mal 10€ dafür kriegst. Der ruiniert deinen Schnitt.

Angenommen du brauchst ne Stunde ins Gebiet, dann macht das 8 Stunden Fahrt.

Mit meinen obigen Beispielen wären das dann 984€ für 17 Stunden, also 57,88€/Stunde oder 1.159€ für 27 Stunden, was immer noch knapp 43€ pro Stunde ist, insofern fände ich das nicht so schlimm. Die Gehälter sind nach wie vor sehr sehr gut.

Bei uns ist aber die Aufwandsentschädigung wohl auch gedeckelt auf 1000 Euro.
Hier auch, aber insofern, daß kein Gebiet so groß sein sollte, daß man mehr als 1000€ bekommt. Wenn die Jungs und Mädels aber zu blöd für Mathe sind, ist das nicht mein Problem, ich kriege trotzdem die komplette Aufwandsentschädigung, diesbzgl. Hatte ich extra nachgefragt.

1
Geschrieben am
mischka
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Achja: Normalerweise muss man ehrenamtliche Tätigkeiten ab 850€ p.a. versteuern, aber für diese Tätigkeit gilt eine Ausnahme, die ist in unbegrenzter Höhe nicht steuerpflichtig.

1
Geschrieben am
(Geändert am 12. Juni 2022 um 9:09 Uhr)

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