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#1187 von Klopfer

Nein, wer konnte das nur ahnen? Da lässt man seinen Körper verschandeln, um auszusehen, als wäre man Hauptdarsteller in Alpträumen, und überraschenderweise findet man dann keinen regulären Job! Nein! Doch! Oh! :shock:

Bald zertrümmert sich noch jemand die Beine und beschwert sich dann, dass keiner ihn als Marathonläufer sponsern will. :facepalm:

Link: [https://www.bravo.de/alien-mann-ich-finde-keinen-job-401688.html]
Bild 10051
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Gast
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Das mit den Beinen steht wohl noch an, im Artikel wird gesagt, dass er sich die Beine amputieren lassen möchte. An der Hand hat er schon en kleinen und den Ringfinger entfernen lassen.

Es sieht schon krass aus. Am ende soll ja jeder mi seinem Körper machen was er will, aber dass man sich funktionierende Gliedmaßen ohne Not entfernt... uff... Also Kellnern kann man so bald nicht mehr. Weiß ja nicht, was für ein Job ihm so vorschwebt.

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Geschrieben am
Klopfer
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Das ist doch einfach eine extreme Form selbstverletzenden Verhaltens, der ist psychisch absolut nicht gesund. Und ich find's schon etwas bedenklich, wenn solche Artikel diesen Aspekt überhaupt nicht beleuchten. Ich meine, Selbstmordabsichten akzeptieren wir ja auch nur (und dann auch nur mit Mühe), wenn die Alternative ein endloses Leiden wäre. und nicht, weil jemandem halt gerade so ist und es sein Körper ist. Find's auch unmöglich, so jemanden als Model zu beschäftigen, da kann man auch einen Zirkus aufmachen, in dem man Teenagermädels beim Ritzen zuguckt.

2
Geschrieben am
(Geändert am 23. Juli 2022 um 0:24 Uhr)
mischka
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Tja, was der Mensch erntet genau das, was er vorher gesäht hat.

@Klopfer: Das Bundesverfassungsgericht sieht das anders:

Die Entscheidung, das eigene Leben zu beenden, ist von existentieller Bedeutung für die Persönlichkeit eines Menschen. Sie ist Ausfluss des eigenen Selbstverständnisses und grundlegender Ausdruck der zu Selbstbestimmung und Eigenverantwortung fähigen Person.
Weiter heißt es:
Das Recht auf selbstbestimmtes Sterben ist als Ausdruck personaler Freiheit nicht auf fremddefinierte Situationen beschränkt. Das den innersten Bereich individueller Selbstbestimmung berührende Verfügungsrecht über das eigene Leben ist insbesondere nicht auf schwere oder unheilbare Krankheitszustände oder bestimmte Lebens- und Krankheitsphasen beschränkt.
(Hervorhebung von mir)
Die Richter ergänzen, dass
die eigenverantwortliche Entscheidung über das eigene Lebensende keiner weiteren Begründung oder Rechtfertigung bedarf.
.

Dennoch feiern wir niemanden ab, der sich selbst töten will, und den Typen sollten wir auch nicht abfeiern. Man sollte ihn definitiv nicht als Vorbild installieren, also sollte er definitiv nicht für Modelaufträge gebucht werden.

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Geschrieben am
Diiter
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Erschreckend, wie der Artikel hier die Rollen versucht zu tauschen: Die blöde, verklemmte Gesellschaft ist einfach noch nicht bereit für den armen Individualisten, der völlig unverschuldet so ein schweres Leben hat.
Sowas sendet ein sehr fragwürdiges Signal an die Zielgruppe.

@mischka: Gesellschaftliche und rechtliche Akzeptanz sind eben zwei paar Schuhe.

1
Geschrieben am
(Geändert am 23. Juli 2022 um 11:34 Uhr)
Klopfer
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@mischka: Das ist die rechtliche Bewertung, aber die kümmert sich ja nur darum, ob irgendwas strafbar oder rechtswidrig wäre. Tatsache ist nun mal: Wenn jemand suizidal ist, ist das für die Gesellschaft üblicherweise etwas Beunruhigendes und man arbeitet darauf hin, ihn aus dieser Suizidgefahr herauszuholen. Ansonsten würde man niemanden wegen Suizidgefahr zwangseinweisen oder in Gefängnissen nicht extra eine Bewachung anordnen, wenn die Befürchtung besteht, dass sich der Gefangene das Leben nimmt.

0
Geschrieben am
(Geändert am 23. Juli 2022 um 15:06 Uhr)
Sir of Toastland
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Die Zwangseinweisung mag ein Argument sein, aber in Gefängnissen sehe ich da weniger empathische Gründe. Wir sind als Gesellschaft zu dem Punkt gekommen, dass das Absitzen einer Strafe gerechter und angemessener als die Todesstrafe gilt (völlig zurecht) - und der Freitod wäre in diesem Kontext eine Flucht, die wir nicht dulden.

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Geschrieben am
Klopfer
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Find ich zu zynisch, den Richtern und Justizbeamten zu unterstellen, dass ihnen das schlicht scheißegal wäre, ob sich jemand umbringt, wenn da nur nicht das Ausbleiben der Genugtuung wäre, dass jemand seine Strafe nicht voll absitzen könnte. Zumal das ja nun auch keine Seltenheit ist, dass Haftstrafen reduziert werden.

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Geschrieben am
Gast
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Für alle, die sich beim Thema Suizid getriggert fühlen:
08001110111 ist die 24h Hotlin der Telefonseelsorge.

Und nun zum Thema zurück:
Rechtlich ist ja auch die Frage. wie soll man denn einen Suizid bestrafen? Ist ja nicht so wie in den USA, wo einer sich vor den Zug schmeißen wollte, dann hat's nicht geklappt und danach wurde er deswegen zum Tode verurteilt...

Was will man denn juristisch machen? Jemand, der sich umbringen wll, den wird ja auch keine Strafe abhalten zumal ihm das bei Erfolg auch herzlich egal sein kann.

Also rechtlich ist da nicht viel zu holen, aber das Töten auf Verlangen steht unter strafe, und auch einem Suizid beizuwohnen kann auf unterlssene Hilfeleistung hinauslaufen. Also ganz so locker ist der Suizid im Strafrecht nun auch nicht.
Und auch gesellschaftlich und politisch lässt uns das nicht kalt. Deutschland hat sich bei der WHO verpflichtet mehr gegen Suizide zu tun.

1
Geschrieben am
Sajoma
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Dass die Bravo sich nicht dafür zu schade ist, solche Leute in einer Teeniezeitschrift zu idolisierten, ist bitter.
Ich erinnere mich noch an eine Diskussion, die ich mal im Internet geführt habe, in der ich den Standpunkt vertrat, als Arzt würde ich mich weigern, Menschen beispielsweise die Klitoris zu entfernen, damit sie in ihrer SM-Beziehung noch unterwürfiger sein können. Mir wurde dann vorgeworfen, ich sei intolerant und solche Menschen dürfte es in der Medizin nicht geben.
Bei diesem Fall frage ich mich, wer sich tatsächlich dazu herablässt, Geld dafür zu nehmen (und wahrscheinlich nicht zu wenig), um einen mit hoher Wahrscheinlichkeit psychisch nicht gesunden Menschen zu verstümmeln, der ein hoffnungsloser Pflegefall wird, sobald der Medienhype nicht mehr ausreicht, ihn zu finanzieren (was ja immer mal sein kann, wenn die Sensationsgeilheit der Leute nachlässt - spätestens, wenn keine Gliedmaßen mehr zum Amputieren übrig sind).

@Gast: Lob für die Telefonnummer. Gerade dieses Wochenende wieder mit beschäftigt...

1
Geschrieben am
Klopfer
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Ich erinnere mich noch an eine Diskussion, die ich mal im Internet geführt habe, in der ich den Standpunkt vertrat, als Arzt würde ich mich weigern, Menschen beispielsweise die Klitoris zu entfernen, damit sie in ihrer SM-Beziehung noch unterwürfiger sein können. Mir wurde dann vorgeworfen, ich sei intolerant und solche Menschen dürfte es in der Medizin nicht geben.

Ich hätte nicht gedacht, dass es Frauen gibt, die sich freiwillig aus so einem Grund beschneiden lassen wollen. :wtfomg:
Und schon seltsam, dass es Menschen gibt, die das auch noch für unerhört halten, dass man sich da weigern würde. Gehört es nicht zu den Grundlagen ärztlicher Ethik, seinen Patienten nicht unnötig zu schaden? :kratz:

Aber ich hab auch immer den Kopf geschüttelt über die Ärzte, die plastische OPs bei Michael Jackson, den Bogdanoff-Brüdern oder Jocelyn Wildenstein vorgenommen haben, längst nachdem der Punkt der Verbesserung des Aussehens überschritten war.

1
Geschrieben am
Gast
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Schwieriges Terrain, ab wann ist es nur eine Veränderung und wo fängt die Verstümmelung an? Also bei dem Alientypen ist die Grenze längst überschritten. Wer Geld hat, findet wohl jemanden, der es macht, aber ja, wenn man als Arzt seinen Eid ernst nimmt, sollte man auch auf Verlangen einem Menschen ohne Not nichts amputieren. Also ohne medizinische Indikation. Ich kann mir ja nicht mal einen gesunden Blinddarm präventiv entfernen lassen. Solange der nicht entzündet ist, werden die mich im Krankenhaus (zu Recht) nach Hause schicken.

Aber hier sehen wir auch Extreme, die Grenzfälle fangen doch bei den größeren Brüsten, kleineren Nasen und der gebleichten Rosette an. Wer braucht sowas und warum und wo hört'S auf noch okay zu sein und fängt die Fragwürdigkeit an? Wie heißt es so schön: Die meisten, die eine OP wollen, brauchen keinen Schönheitschirugen, sondern einen Psychater... Der Alientyp versucht auch von außen etwas zu verändern, was sich bei ihm innen ändern müsste...

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Geschrieben am
Klopfer
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Schönheits-OPs an sich haben einen sehr schlechten Ruf, was ich so auch nicht verdient finde. Bei den meisten Menschen steigert eine Schönheits-OP messbar dauerhaft die Zufriedenheit, und seien wir ehrlich: Viele Nasen und Brüste profitieren optisch durchaus von den OPs, die an ihnen vorgenommen werden. Zu viel wird's sicherlich, wenn sich aus den OPs auch abseits der üblichen Operationsrisiken gesundheitliche Schwierigkeiten entwickeln (etwa Rückenprobleme, weil sich eine Frau zwei Medizinbälle randengeln lässt; will mal wissen, wie Naomi Wu damit auf Dauer zurechtkommt; ein anderes Beispiel wären Atemprobleme durch Nasen-OPs). Gesellschaftlich zu viel... dafür müssten wir so ehrlich sein und sagen: Wenn's dem gesellschaftlichen Schönheitsideal deutlich entgegenläuft, dann ist es schädlich. Aber viele dürften nicht den Mut haben, das zu sagen, zumal wir eh ein Problem damit haben zuzugeben, dass Attraktivität ein unheimlich großer Erfolgsfaktor ist und es ebenso legitim ist, die Schönheit zu verbessern, wie es das bei Fähigkeiten oder Selbstbewusstsein ist. (Dazu kommt noch, dass gerade Frauen von anderen Frauen extrem angefeindet werden, wenn sie sich attraktiver machen, z.B. auch durch Schönheitsoperationen.)

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Geschrieben am
(Geändert am 24. Juli 2022 um 22:50 Uhr)
Gast
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Kommt halt stark auf die OP an. Wenn es sich nicht weit vom eigentlichen Körper entfernt, also nicht auffällt, macht's wohl nix. Also wenn ma das Potential nutzt, dass der Körper anbietet. Ich denke, deswegen scheinen uns einige der OPs so übertrieben, weil man merkt, das passt gar nicht mehr zu dem Körper.

Trotzdem wäre es schön, wenn die Leute sich einfach so mögen, wie sie sind. Klar, es gibt Fälle, da hilft die OP auch wieder ein normales Leben zu führen, wenn man z.B. durch einen Unfall entstellt wurde. Und wenn wir über Vorurteile sprechen, etwa ein Fünftel der Brust-OPS in Deutschkand dienen der Brustverkleinerung! Eine große Brust kann zu herben Rückproblemen und Haltungsschäden führen, da kann die Verkleinerung sogar medizinisch angezeigt sein.

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Geschrieben am
Rakshiir
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Eigentlich solltest du so Leuten keine Aufmerksamkeit schenken.
Das ist in jeder Hinsicht falsch. Andere könnten dadurch "inspiriert" werden, plus die Person könnte dann denken dass sie weitermacht weil sie ja Aufmerksamkeit bekommt. Dass der Typ auch das will ist relativ offensichtlich.

Wie dem auch sei, ich denke schon in der heutigen Zeit wirds nötig dass Menschen mal ganz direkt lernen dass Konsequenzen existieren. Dumm gelaufen, würd ich mal meinen

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Geschrieben am
ObsidJan
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Sehe ich da etwa rassistisches Blackfacing?! :unerhoert:

Und:

Bei diesem Fall frage ich mich, wer sich tatsächlich dazu herablässt, Geld dafür zu nehmen (und wahrscheinlich nicht zu wenig), um einen mit hoher Wahrscheinlichkeit psychisch nicht gesunden Menschen zu verstümmeln, der ein hoffnungsloser Pflegefall wird, sobald der Medienhype nicht mehr ausreicht, ihn zu finanzieren (was ja immer mal sein kann, wenn die Sensationsgeilheit der Leute nachlässt - spätestens, wenn keine Gliedmaßen mehr zum Amputieren übrig sind).
Was davon trifft eigentlich auf sogenannte "Geschlechtsumwandlungen" (einschließlich der Gabe von Pubertätsblockern, Cross-Sex-Hormonen und Amputation von funktionierenden Geschlechtsmerkmalen in sehr jungen Jahren) nicht zu?

1
Geschrieben am
(Geändert am 29. Juli 2022 um 14:21 Uhr)

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