Klopfers Link- und Lichtbild-Deponie



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#1223 von mischka

Also wenn sie Tagesschau ihren Ruf ruinieren möchten, machen sie gerade alles richtig...

Ich weiß nicht, welchen Aspekt ich an schlimmsten finde:

1) Jana Genth (die Autorin) hat wissentlich und willentlich gelogen, als sie schrieb, die Technologie wurde von Wissenschaftlern geprüft. In Wirklichkeit hatte sie, wie sie selbst zugibt, keinen Kontakt zu den Wissenschaftlern. Hat sie auf der Relotius-Schule gelernt?
2) Der Original Artikel wurde einfach gelöscht, statt korrigiert. Fehler sollte man nicht einfach so unter den Teppich kehren.
3) Im Tagesschau Artikel wird gesagt, dass der böse Rassismus Schuld ist, dass die Erfindung keinen Anklang findet. Ohne Nachweis wird wie immer Rassismus postuliert.
4) Offenbar prüft die Redaktion die Artikel höchst schlampig, wenn sie ins Weltbild passen.
5) Was ist bloß los mit unserer Bildung im MINT-Bereich? :drama:
6) Es gibt zu wenig Arbeitslose, nirgendwo steht, daß Jana Genth jetzt arbeitslos ist, das stört mich.

Was findet ihr am schlimm?

Link: [https://www.stern.de/digital/-tagesschau--geht-angeblichem-erfinder-auf-den-leim-32735784.html]
4 Punkt(e) bei 6 Reaktion(en)
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Klopfer
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Ich hab so mit dem Kopf geschüttelt, als ich das auf Twitter mitbekommen hab. (Deutsche Welle hat auch über diese Wunder-Erfindung berichtet.)
Und ich hab mich gefragt: "Habt ihr in der Redaktion wirklich niemanden, der nicht in Physik gepennt hat?" :rumms:

Dabei gibt's ja gerade in afrikanischen Medien häufiger solche Meldungen, und keine davon kann man für bare Münze nehmen.

1
Geschrieben am
Klopfer
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Uff, und schon der nächste Klopper, diesmal direkt aus Deutschland: Erfinder aus Hennef entdecken neue Energiequelle

(Erinnert mich daran, wie mein Physiklehrer uns damals fragte: "Wenn Wärme Energie ist, warum kann ich dann nicht mein Bier als Energiequelle für mein Auto verwenden, eine Runde fahren, und wenn ich das Bier dann rausnehme, ist es schön kalt, weil all die Wärme fürs Autofahren entnommen wurde?" Und dann hat er uns Entropie erklärt.)

2
Geschrieben am
Gast
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MAn kann schn durch Wellen Energie übertragen, siehe Induktionsherde oder im Industriebereich werden ja an schlecht zugänglichen Stellen auch gerne mal Leuchtstoffröhren verbaut, die man per Induktion zum Leuchten bringt, die also nicht extra ans Stromnetz angeschlossen werden. Auch Handys und den neuen Gamboy kann man kontaktlos laden. Geht ja alles. Kostet aber halt auch entsprechend Energie das zu tun. Energie aus dem Nichts kriegt man halt nicht.

0
Geschrieben am
Klopfer
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Na ja, diese Anwendungen sind allerdings auf extrem kurze Distanz; eine Energieübertragung über nennenswerte Strecken durch die Luft (wie das bei dem Fernseher nötig wäre) ist zwar Gegenstand der Forschung, aber so nur für extrem kleine Verbraucher praktikabel (schon weil die Stärke mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt), Fernseher sind dafür schon zu energiehungrig.

0
Geschrieben am
(Geändert am 19. September 2022 um 6:34 Uhr)
ZRUF
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Aus dem WDR-Artikel:

"Immer, wenn es auf der Welt ein Problem gibt, gibt es auch eine Lösung."


Ich korrigiere Mal: Immer wenn etwas zu gut klingt um wahr zu sein, ist es auch nicht wahr.

Das Traurigste an solchen Artikeln ist leider, dass sie denen helfen, die nur noch Lügenpresse rufen, weil das echte Beispiele sind, die sie nennen können.

1
Geschrieben am
Gauss
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Die bekannteste Form der Energiegewinnung durch Magnetfelder sind RFID-Chips, die teilweise keine eigene Energiequelle haben und nur durch einen Funkempfänger in der Lage sind Daten zu übertragen.

0
Geschrieben am
Parias
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Das Traurigste an solchen Artikeln ist leider, dass sie denen helfen, die nur noch Lügenpresse rufen, weil das echte Beispiele sind, die sie nennen können.


Yup, da hat die Tagesschau sich wirklich einen Bärendienst erwiesen.

Aber ebenso wird es Leute geben, die es revalidieren werden.

Also Plus Minus Null.

0
Geschrieben am
(Geändert am 19. September 2022 um 17:29 Uhr)
Gast
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So klein müssen die Distanzen nicht sein, wer eine Leuchtstoffröhre unter einer Hochspannungstrasse hochhält, kann die auch zum Leuchten bringen:
https://www.youtube.com/watch?v=-sgSMTU0kts

Aber das ist eben auch eien Hochspannungsleitung und ich weiß nicht wie viele Menschen freiwillig ihr Häuschen unter der Hochspannungsleitung errichten, nur um etwas Strom zu sparen...
Also man kann schon über gwisse Distanzen auch größere Mengen übertragen, aber der Aufwand rechtfertigt das eigentlich nicht.

0
Geschrieben am
Klopfer
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Die Mythbusters haben das mal getestet, die konnten zwar die Leuchtstoffröhre zum Leuchten bringen (allerdings wesentlich schwächer, als sie normal leuchten), aber als sie versucht haben, da nennenswert Strom von einer Hochspannungsleitung abzuzapfen, kamen sie auf ein paar Millivolt, garantiert nicht genug für einen Fernseher. Im Endeffekt bräuchte man eine Spule aus ein paar Tonnen Draht, um tatsächlich genug Strom für was Sinnvolles da rauszukriegen.

0
Geschrieben am
(Geändert am 20. September 2022 um 2:07 Uhr)
the_verTigO
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Vielleicht offenbare ich hier nun mein mangelndes Physikwissen, aber ich tatsächlich eine solche Spule aus ein paar Tonnen Draht, um tatsächlich genug Strom für was Sinnvolles da rauszukriegen, in meinem Haus hätte, müsste ich dann nicht tunlichst vermeiden, selbst nah da ranzugehen/zwischen der Spule und den empfangenden Geräten durchzugehen, um keinen Stromschlag zu kriegen?

(Und ja, ich habe "Spule aus ein paar Tonnen Draht, um tatsächlich genug Strom für was Sinnvolles da rauszukriegen" gecopypastet!)

0
Geschrieben am
BJ68
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War die Idee von Tesla damit die Energieversorgung zu revolutionieren...hakt aber meines Wissens an den enormen Verlusten die man da hat....in der kleinen Ausführung durchaus möglich vgl. das letztew Bild in https://illumina-chemie.de/viewtopic.php?p=73280#p73280 und wie dort geschrieben mein Samsung S6 fand das fotografieren da gar nicht lustig.

bj68

0
Geschrieben am
the_verTigO
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0
Geschrieben am
(Geändert am 20. September 2022 um 12:46 Uhr)
BJ68
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Naja....da stell ich mir dann halt doch die Frage wie es mit der naturwissenschaftlichen Bildung der Dame aussieht und selbst wenn die Mau ist, sollte sie als Journalistin dann halt doch ihre Quellen und die Äußerungen des Erfinders (wurde von US-Wissenschaftlern überprüft, wenn ja welche?) auf Glaubwürdigkeit abchecken...wäre für mich das journalistische 1x1.
Allerdings war ja auch der Tenor des Artikels mal wieder der böse Rassismus der Weißen...in der Antwort der Tagesschau ist er über archive.org und die Wayback-Maschine verlinkt...könnte es also sein, dass der Dame wegen moralischer Empörung etwas der Gaul durchgegangen ist.....wäre mal eine Vermutung von mir....

bj68

0
Geschrieben am
ZRUF
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Ist ja gut, dass man den Fehler eingesteht. Aber nichts zum Thema, dass man sich vor lauter Wokeness hat mitreißen lassen. Oh, da wird wieder einer vom bösen weißen Patriachat unterdrückt. Das MUSS unbedingt gebracht werden. SOFORT!

Man journalistische Sorgfalt wäre schon etwas schönes. Das sieht man leider aber überall. Nicht nur beim ÖRR. Was man heutzutage an Artikeln liest, die keine Artikel, sondern nicht gekennzeichnete Meinungen sind... Was da als Fakten verkauft wird...
Ein Trauerspiel... Wahrscheinlich waren die Artikel von Relotius da im Vergleich fundierter.

1
Geschrieben am
Klopfer
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Ist auch irgendwie ein bisschen schofelig von der Tagesschau, da einfach nur die Autorin vorzuschicken. Ich erwarte gar nicht, dass in einer Stellungnahme der Tagesschau so was Ehrliches kommt wie "Wir sind einfach deswegen total auf die Meldung angesprungen, weil wir auf Rassismusvorwürfe gegen westliche Länder so reagieren wie der Masochist auf die Reitgerte, da wir so woke sind", aber dass da einfach Texte ungeprüft veröffentlicht (und eingesprochen) werden, weil die davon ausgehen, dass Korrespondentenberichte sowieso schon geprüft sind, ist schon ein extrem heftiges Armutszeugnis.

1
Geschrieben am
Gast
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Die Microwelle überträgt auch Energie durch Wellen und macht mein Essen warm. Gibt es,a ebr wie gesagt, es gibt hier und da sinnvolle Anwendungen, für einen Hauptgebraucht taugt es aber nicht, die Verluste sind immens. Und wo ist das Problem, den Fernseher in die Steckdose zu stecken? Dafür haben wir ein Kabelgebundenes Stromnetz und Normen, was Spannung, Stärke und Steckverbindungen angeht. Manche Erfindungen sind einfach so gut, da gibt es wenig dran zu verbessern.

@Vertigo, Du kannst ja auch unter der Hochspannungsleitung stehen, ohne, dass Dir was passiert. Es kommt immer auf die Wellen an. Bei Microwellen solltest Du nicht im Weg stehen, die bringen Wassermolekühle zum Schwingen und Du bestehst halt vor allem aus Wasser. Indukstionsströme, die auf magnetisierbare Materialien ausgelegt sind, sollten für Dich harmlos sein, solange Du eben kein entsprechendes Metal im oder am Körper trägst.

Ständig wirst Du von Wellen durchdrungen, oder Deine Kleidung/Haut wehrt sie ab. Sonnenlicht, was auch Lichtwellen sind, gehen ja auch nicht durch Dich durch. Es hängt einfahch von der Welle ab.

0
Geschrieben am
mischka
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Falls jemand den Artikel lesen möchte, gibt es dafür die wayback Maschine.

Ob der tagesschau bewusst ist, dass das Internet niemals vergisst?!?

0
Geschrieben am
(Geändert am 20. September 2022 um 23:48 Uhr)
the_verTigO
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@Gast
Danke für die Erklärung.

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Geschrieben am
ZRUF
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@mischka

Da wird dann das Persönlichkeitsrecht der Autorin rausgeholt und Google verboten das noch anzuzeigen...

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Geschrieben am
mischka
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@ZRUF: Ich bin kein Jurist, aber wenn ich etwas veröffentliche, muss ich auch damit rechnen, dass es gelesen wird...
Und zwar auch dann, wenn der Autor es nicht mehr will...

0
Geschrieben am
ZRUF
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@mischka

Mit dem Recht auf Vergessenwerden ist der Artikel selbst vielleicht schwierig aus den Suchergebnissen zu entfernen. Die personenbezogenen Daten der Autorin allerdings ggf. schon.
Für den Artikel selbst gilt allerdings auch noch das Urheberrecht, welches problematisch sein könnte.

Bin aber selbst natürlich auch kein Jurist, so dass ich das in diesem gesonderten Fall entsprechend schlecht beurteilen kann, ob das Recht auf Vergessenwerden hier wirklich angewandt werden könnte.

0
Geschrieben am
ObsidJan
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Es ist ganz offenkundig der Relotius-Effekt: die Story vom armen, schwarzen Düsentrieb, dessen geheimes Wissen rassistisch unterdrückt wird, passte zu gut ins eigene Weltbild, um kritisch hinterfragt zu werden. Kontrollmechanismen versag(t)en aufgrund der ideologischen Monokultur. Offensichtlich betrifft dieses Problem aber auch private Medien (siehe Spiegel/Relotius), insofern muss ich hier tatsächlich ausnahmsweise mal den ÖRR in Schutz nehmen gegen Kritik, das sei ein ÖRR-spezifisches Problem. Dass man gezwungen ist, diesen Mist zu bezahlen, macht es lediglich unangenehmer.

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Geschrieben am
ZRUF
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Nein, kein ÖRR spezifisches Problem. Allerdings bekommen die halt eher den Stempel Staatsmedien aufgedrückt. Von daher haben die eigentlich noch mehr Verantwortung als die privaten.

1
Geschrieben am
Klopfer
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Gerade die ÖR präsentieren sich aber auch immer als die unbestechlichen Faktenchecker, die die Wahrheit verteidigen und somit unabdingbar für die Demokratie sind. Damit malt man sich eine dreimal so große Zielscheibe aufs Kreuz, und wenn man dann ein paar richtig dicke Böcke schießt, kommt man schnell in Erklärungsnot, mehr als die anderen Medien.

2
Geschrieben am
Gast
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Naja und die Öffentlich-rechtlichen haben eben auch einen Bildungsauftrag und eine besondere Verantwortung, die ein Privates Unternehmen so erstmal nicht hat. Die Privaten sollten einem Ehrenkodex folgen, aber erstmal sind sie privat, der Kunde kann sie dann immer noch abstrafen, wenn er die Grütze nicht mag, die ihm serviert wird.

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Geschrieben am
ObsidJan
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Sprich, von einer Auflösung und Privatisierung des ÖRR würde auch der ÖRR profitieren, weil ihm dann die schwere Bürde dieser besonderen Verantwortung abgenommen würde. Ich sage mal, Win-Win für alle Beteiligten. 🤗

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Geschrieben am

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