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#359 von Mandarine

Die BPB hat auch 'ne ganze Menge Kool-Aid getrunken. Ich glaube den Inhalt sollte sich jedx*_ selbst antun, sonst glaubt es mir ja doch keinx*_...

Link: [https://www.bpb.de/apuz/211047/feministische-kapitalismuskritik-und-postkapitalistische-alternativen?p=all]
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Klopfer (Profil) (Website)
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So viel Geschwurbel...

Die Naturalisierung von Geschlecht,[7] das heißt die Interpretation der Geschlechterdifferenz als eine naturgegebene Tatsache, stellt ein grundlegendes Problem für die feministisch-ökonomische Analyse und Praxis dar: Zum einen wird durch diese Naturalisierung die Geschlechterordnung zu einem außerökonomischen Faktum erklärt, zum anderen verstärkt die These von der Einbettung ökonomischer Prozesse in soziale Institutionen den nicht-ökonomischen Charakter der Geschlechterordnung.

Tja, zu doof, wenn echte Wissenschaften immer mehr zeigen, dass da tatsächlich viel angeboren ist...

Sorgekompetenzen seien Frauen "von der Natur" in die Wiege gelegt, sie bräuchten nicht erlernt und entwickelt und damit auch nicht bezahlt zu werden. Sie werden als selbstverständlich vorausgesetzt – und de facto wäre keine Gesellschaft, kapitalistisch oder nicht, überlebensfähig ohne die Arbeit von Frauen für die Soziale Reproduktion.

Indirekt wird diese Arbeit durchaus bezahlt (auch wenn auf Twitter immer gejammert wird, dass das alles unbezahlt wäre, obwohl es Kindergeld, Pflegegeld, Anteil am Erwerbseinkommen des Mannes usw. gibt) - allerdings kann das naturgemäß nicht sonderlich viel sein, weil sich nicht direkt ein (großer oder überhaupt vorhandener) geldwerter Gewinn daraus ergibt, derartige Tätigkeiten schlecht skalieren und jeglicher Lohn dafür zusätzlich von anderen in Tätigkeiten erarbeitet werden muss, die sich direkt finanziell lohnen.
Allerdings erzählt die Frau ja später selber, dass 90% der Ökonomie nicht monetarisiert wären.

Die ReProduktivität[15] des weiblichen Körpers ist es, die Feministinnen im Kern beschäftigt. Wie soll mit diesem grundsätzlichen Unterschied – dem einzigen sozial und ökonomisch relevanten biologischen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Körpern – analytisch und politisch umgegangen werden?

Diese Frau sollte sich vielleicht mehr mit richtigen Wissenschaftlern unterhalten, bevor sie so einen Stuss schreibt.

3
Geschrieben am
Mandarine (Profil)
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Ich finde ja den Teil hier sehr spannend:

Entsprechend muss die Forderung aus einer feministischen Perspektive lauten: Verkürzung der Erwerbsarbeitszeit und Ausweitung der Arbeitszeit von Männern in der Sphäre unbezahlter Arbeit, damit die Verantwortungs- und Sorgearbeit für das Wohlergehen anderer Menschen nicht länger eine quasi exklusive Anforderung an Frauen ist.


Es soll also weniger produktiv, und mehr "reproduktiv" gearbeitet werden - gänzlich ungeachtet, dass genau diese produktive Tätigkeit überhaupt erst die moderne Form der "reproduktiven Tätigkeiten" geschaffen hat, in Form von (übrigens ausschließlich männlich entwickelten) Waschmaschinen, Geschirrspülern, und anderen Haushaltsgeräten, von Medizintechnik (die sich ja ausschließlich mit dem Wohlergehen von Menschen beschäftigt) ganz zu schweigen.

Freiheit entsteht für das bürgerliche männliche Subjekt durch die Befreiung von Abhängigkeit von der Natur und natürlichen Prozessen. Die Spaltung in Kultur und Natur, Produktion und Reproduktion, Männlichkeit und Weiblichkeit durchzieht die Entwicklungsgeschichte des Kapitalismus.


Gut, die Autorin kann gerne wieder Beeren pflücken gehen, wenn sie sich durch die Annäherung an die Natur freier fühlt. Für den Menschen als Spezies bedeutete technologischer Fortschritt aber praktisch durchgängig steigende Lebensqualität und -quantität, weil wir im Winter eben nicht mehr frieren müssen, uns mit 40 nicht mehr die Zähne im Mund verfaulen, und wir mit 50 nicht mehr an Altersschwäche sterben, von der hohen Kinder- und Jugendsterblichkeit mal ganz zu schweigen. Die Trennung des Menschen von der Natur als herrschende Kraft ist das, was uns seit der Erfindung des kontrollierten Feuers beherrscht, und uns seitdem eben von den Tieren trennt - wir können unsere "Natur" überwinden.

Grundsätzlich durchzieht den gesamten Text aber wieder das alte Problem: Der Feminismus wird als eine kontrollierte und kontrollierbare Argumentationsgrundlage betrachtet, und eben nicht anerkannt, dass die unterschiedlichen Subgruppierungen eben nicht alle übereinstimmen:

Ähnliche Vorstellungen verbinden sich mit dem Konzept der sustainable livelihoods, eine Formulierung, die von feministischen Umweltbewegungen als Gegenbild zum dominanten Diskurs der Nachhaltigkeit geprägt wurde. Das Leitbild von sustainable livelihoods umfasst eine Abkehr vom dominanten westlichen Konzept von Entwicklung und ökologischer Modernisierung, ein Modell, das als Grundlage der globalen Umweltzerstörung abgelehnt wird.[30] Es wurde 1991 auf dem World Women’s Congress for a Healthy Planet formuliert und gilt seither als Bezugsrahmen feministischer Wachstums- und Kapitalismuskritik.


Hier wird sich nicht mal mehr die Mühe einer Fußnote gemacht, plötzlich haben alle feministischen Kapitalismuskritiker diese eine Meinung. Warum? Vielleicht, weil die Autorin hier nur diejenigen Quellen zitiert, die ihr gerade genehm sind?

Grundsätzlich findet in dem gesamten text keinerlei Auseinandersetzung mit den zitierten Stellen statt. Sie werden zitiert, weil sie passen, und sie passen, weil sie richtig sind, und sie sind richtig, weil sie zitiert werden. Diese Kreislogik durchzieht den Text von vorne bis hinten, ohne jegliche Verarbeitung der genannten Autoren oder gar analytischer Betrachtung ihrer Aussagen.

Darum hat der Text inhaltlich ungefähr genauso viel Aussagekraft, wie Loriots leere Rede, nämlich keine. Warum haben die zitierten Autoren denn angeblich Recht mit ihren Aussagen, mit ihren Analysen? Das wird nicht erläutert, es wird einfach nur zitiert, weil es geschrieben wurde. Das wirkt so, als wenn jemand mal wissenschaftliche Texte gelesen hat (mit Quellen), und das ohne jegliche Kenntnis über wissenschaftliche Arbeit auch versucht hat. Und das Ergebnis ist dann ein angeblich wissenschaftlicher Text, der in Wirklichkeit eine Kolumne mit ganz vielen Querverweisen ist, ohne irgendetwas zu erklären oder zu begründen.

Neulich hatte ich hier ja auf das Dokument des Umweltministeriums verlinkt (wenn ich mich recht entsinne), in dem es um eine sehr ähnliche Thematik ging. Und genau das gleiche Problem tauchte dort auch auf. Es wurde viel zitiert, und viel Meinung geschrieben, aber es fand keinerlei Auseinandersetzung statt. Warum wurden die anderen Autoren zitiert? Weil sie "Recht" hatten. Warum hatten sie Recht? Weil sie zitiert wurden. Und diese Krankheit sieht man allerorten in diesen "wissenschaftlichen" Texten, und sie beginnt sich auch anderweitig auszubreiten (mittlerweile findet man in der Mathematik ähnliches Geschreibsel, welches ohne Sinn und Verstand Fußnote and Fußnote reiht, ohne inhaltlich mit den Zitaten irgendwas anzufangen).

Beachtenswert ist übrigens, wie sich die Zuweisung angeblich männlicher Qualitäten (im Text stets als Objektivität und Neutralität benannt) und weiblicher Qualitäten (Subjektivität) durch den gesamten Text zieht, was für eine angeblich sexualbefreiende Position bemerkenswert geschlechtsspezifische Pauschalisierung ist.

Zu beachten ist dabei natürlich der fast schon befremdlich anmutende Verweis auf Religion:

Die ökofeministische Subsistenzperspektive versteht Freiheit vor allem als Befreiung vom Konsum, die eben nicht als Verzicht, sondern als "Einforderung eines anspruchsvolleren, glücklicheren, gesünderen, heiteren Lebens" verstanden wird: "Konsumbefreiung bedeutet eine Verbesserung der Lebensqualität, nicht bloße Askese."


Daher rührt dann auch der gesamte Grundgedanke an die konsumbefreite Lebensweise, der Natur wird die Heilkraft zugeschrieben, was im Kontext moderner Medizin einen unfreiwillig lächerlichen Standpunkt darstellt - dank so wunderbarer Naturbefürworter haben wir hier mittlerweile wieder Masernepidemien, nur mal so als Anmerkung.

P.S.: Und natürlich ist die Autorin, wie hätte es auch anders sein können, Professorin an der Humbold-Universität. Da hat man mit Gegenargumentation natürlich sofort verloren, weil die entsprechende Gegenseite einem sofort Dunning-Kruger unterstellen wird. Ungeachtet der Tatsache, dass es sich dabei um einen Appeal to Authority handelt.

3
Geschrieben am
(Geändert am 26. Januar 2019 um 19:22 Uhr)
Gast (Profil)
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@Mandarine, wo in der Mathematik findet man denn solches Verhalten? Zu meiner Zeit (aber das ist zehn Jahre her, dass ich in einem Studiengang Mathematikveranstaltugnen zu verantworten hatte) galt allein der logisch-zwingende Beweis etwas. Es war ein wenig Bourbakistisch geprägt, Definition - Satz - Beweis ( - Korrolar, udn vielleicht mal ein Lemma...) und das mag in seiner vollen Strenge sehr trocken rüberkommen, aber es führt zu einer klaren Struktur, zu gut ausformulierten Gedankengängen, die immer richtig und stets nachvollziehbar sind. Ich sagte immer, dass die Mathematik die demokratischste aller Wissenschaften ist, jeder muss sich nur seiner Verstandes bedienen, eine andere Autorität gibt es nicht, und es ist die diktatroischste aller Wissenscaften, denn nur was logisch ganz sauber und ohne Zweifel richtig ist, das ist auch richtig.

An diesem ehernen Gebäude, dass mindestens seit den Griechen Bestand hat, da wird ernsthaft gerüttelt? Von Fußnotenschreibern, die Nonsens verzapfen?


Zum Text an sich will ich nichts sagen, dafür müsste ich ihn lesen, aber da ist mir meine Zeit gerade zu schade für, habe dne ersten Absatz gelesen... Nur soviel, Reproduktionsarbeit verrichten in der westlichen gesellschaft auch Männer. Lange Zeit war zum Beispiel der Lehrerberuf sehr männlich geprägt, der Wandel zu einem fast reinen Frauenberuf ist relativ neu. Ärzte übernehmen auch Care-Tätigkeiten. Ebenso Psychologen und Psychater in der Seelsorge, und wo wir bei Seelsorge sind, Priester übernehmen auch Care-Tätigkeiten. Und wenn wir es auf die Spitze treiben wollen, dann übernehmen auch Landwirte Reproduktionstätigkeiten, denn ohne das Essen, was sie anbauen würden wir alle verhungern. Udn die Leute auf dem Bau, die Häuser bauen, damit wir ein Dach über dem Kopf haben, ist das nicht ein kümmern um die Sicherstellung menschlicher Grundbedürfnisse? Udn Polizisten, die stellen sicher, dass die öffentliche Ordnung eingehalten wird und auch Verbrechen gegen Frauen möglichst nicht stattfinden. Auch das ist eien Form von kümmern.

Man sollte seine Perspektive ein bisschen erweitern, vieles wird getan, damit eine Gesellschaft funktioniert, ja, Nachwuchs gebären und aufziehen ist wichtig, ihn kleiden, ernähren, beschützen, unterrichten aber auch. Und ja, einige Aufgaben werden schlecht bezahlt, andere sogar gar nicht. Und sicherlich ist es sinnvoll hier über einen gerechten Ausgleich nachzudenken. Andererseits gibt es mehr als nur Geld als "Bezahlung". Ich bin ehrenamtlich in einem Verein tätig, meien Zeit mit den Kindern und Jugendlichen, die ich da zubringe, bezahlt mir keiner, die werden mir nicht auf meine Rente angerechnen oder sonst was. Aber ich habe da Spaß dran, ich tue das gerne, und viele meiner Ehemaligen kennen mich auch Jahre später noch und wir können uns über die tolle Zeit unterhalten, die wir gemeinsam erlebt haben. Ist auch was Wert, weil sich Mensch-sein eben nicht nur über Geld definiert. Wer damit anfängt, hat vielleicht doch eine zu große Nase vom Kapitalismus genommen?

2
Geschrieben am
Mandarine (Profil)
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@Gast Schau Dich mal in der Logik um, also genau dem Übergang zwischen Wissenschaftsphilosophie und Mathematik. Eben weil man das nicht so klar trennen kann, vertraten die Griechen das Konzept des Universalgelehrten - nur wer alle Disziplinen beherrscht, kann das tun, was wir heutzutage als interdisziplinäre Wissenschaft beschreiben. Monodisziplinare Wissenschaftler wie heutzutage üblich wären von Sokrates und Konsorten kurzerhand ausgelacht worden.

Ausgerechnet die Mathematik ist außerhalb der Algebra und Analysis (sowie der Felder, die sich daraus ableiten) die weichste aller Naturwissenschaften, und genau da, wo es dann eben schwammig wird, gibt es genau solche Leute wie dieses Beispiel hier auch.

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Okay, ich war in der Mathematik auch nur in der reinen Mathematik unterwegs, Mengentheorie, Graphentheorie, Topologie, Analysis und ein bisschen Algebra... naja, und ein wenig Kombinatorik, denn man gönnt sich ja sonst nichts. In den genannten Disziplinen ist mir jedenfalls wenig wischi-waschi untergekommen. Ich meien klar, bei manchem Beweis denkt man schon, ob das so stimmt? Aber letztlich kann man ja alles nachvollziehen, bzw. weiter aufdrösseln usw. Wer einen Beweis führt, muss mir notfalls jeden Schritt genau darlegen, warum das genauso folgen muss und gar nicht anders geht, bzw. eine Fallunterscheidung machen. So viel Zeit muss sein in der Mathematik.

Mathematik als eigenes Gebiet ist ja auch eine junge Entwicklung. (Und auch ein eigenes Schulfach Mathematik, vormals Rechnen, hat lange gebraucht, um sich zu etablieren). Viele große Mathematiker bis in die Aufklärzung hinein, waren ja von Beruf was anderes, oft genug sogar Juristen. Lange Zeit hat man studiert, ja, aber kaum ein bestimmtes Fach, da gab es noch die sieben (?) Künste usw. Lange Zeit war Mathematik nur ein Spiel für den Geist, ästhetisch aber nutzlos, um damit seine Brötchen zu verdienen. Ja, die Griechen würden staunen, was heute so abgeht. Trotzdem ist Euklids Elemente ein Buch, in dem geometrische Beweise logisch begründet sauber dargelegt werden.

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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Ist mir ja (fast) alles gerade zu lang und deprimierend zum Durchlesen, aber die Spülmaschine hat meines Wissens eine Frau entwickelt...

1
Geschrieben am
ObsidJan (Profil)
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Sajoma hat recht: der Geschirrspüler wurde von einer gewissen Josephine Cochrane erfunden.

Unabhängig davon finde ich es aber ein bisschen müßig, bestimmte Erfindungen oder Leistungen in der Vergangenheit Männern oder Frauen zuzuordnen. Letztlich ist es ja so, dass harte, produktive Arbeit von Männern und Frauen, die ordentlich Steuereinnahmen abwirft, diese bequemen Arbeitsplätze, auf denen faule Nichtsnutze feministisch herumschwurbeln können, querfinanziert und dadurch erst ermöglicht. :schulterzuck:

1
Geschrieben am
Mandarine (Profil)
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Stimmt, die Spülmaschine stammt von einer Frau, mea culpa!

Es ging mir aber auch nicht um bestimmte Erfindungen oder die Einzelpersonen dahinter, sondern um die Gesamtbetrachtung. Viele Tätigkeiten die wir hierzulande als selbstverständlich erachten (in den Supermarkt zu gehen, und stets gefüllte Regale zu finden) gehen auf technologischen Fortschritt zurück (im Beispiel des Supermarkts: vollautomatisierte Inventur und Bestellvorgänge, die s.g. Autodispo). Impfungen sind - noch - für uns selbstverständlicher Teil unseres Gesundheitswesens. All diese Dinge, die es in der Natur nicht gibt, und dennoch sind sie fürsorgende Erfindungen.

Die Autorin begeht wieder mal den gleichen Fehler, den die Grünen schon vor ein paar Jahrzehnten machten: Die Idee vom edlen Wilden. An der Natur ist aber neutral betrachtet gar nicht so viel Leben schenkendes, sondern vielmehr zahllose Möglichkeiten den Menschen qualvoll umkommen zu lassen - das geht in der klischeehaften Zuweisung von "Natur, weiblich, gut" und "Technologie, männlich, schlecht" komplett unter.

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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@Mandarine: Kein Thema. Ich wollte damit auch eigentlich ausdrücken, was ObsidJan so schön gesagt hat: produktive Arbeit von Männern und Frauen kann von der Zerstörungswut anderer Männer und Frauen unter dem Deckmantel diverser Dogmen vernichtet werden. Feminismus ist dabei eigentlich beinahe eher selbst ein Opfer, denn mit den ursprünglichen Prinzipien des Feminismus haben diese Leute enorm wenig zu tun. (Auch über die Ursprünge kann man natürlich streiten.)

3
Geschrieben am
Gast (Profil)
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Letzendlich ist jede Erfindung, die das Leben besser machen soll, eine die aus Fürsorge gemacht wird. Selbst als der Mensch die ersten Waffen erfunden hat, um sich gegen wilde Tiere zu verteidigen, oder einfacher Nahrung zu beschaffen, ist dies im ersten Schritt eine fürsorgliche Handlung gegenüber der Gruppe. Dass man damit auch andere Menschen verletzen und töten kann, ist eine andere traurige Realität. Gut, bei einem Maschienengewehr oder Panzer versagt auch bei mir die Fantasie zur Fürsorge, bei einem Jagdgewehr aber schon nicht mehr.

Eine Dimension die auch gerne vergessen wird, der Familienvater, der mit seinem Job die Familie ernährt, der Geld zurücklegt für die Ausbildung seiner Kinder und wenn er denn früher stirbt als seien Frau, ihr ein abbezahltes Haus und das Familienvermögen hinterlässt, handelt auch fürsorglich. Das ist eine Rolle, die immer wenige reingenommen wird und das soll nicht der Standard sein/werden, aber diese Fälle gibt es eben auch. Es können auch auf Augenhöhe Beziehungen geführt werden, wo einer der Erwerbsarbeit nachgeht und einer sich um Haushalt und Familie kümmert und der Erwerbstätige teilt das Geld, dass er nach hause bringt fair durch zwei, weil jemand anders dafür ja die andere Arbeit macht. Soll es alles geben. Ich will nur sagen, man sollte Lebensmodell nicht per se verurteilen sondern genau hinschauen, wie sie ausgestaltet werden und fragen ob die daran Beteiligten damit glücklich sind. Problematisch wird es ja vor allem dann, wenn einer eben nicht glücklich ist mit dem Modell, der andere ihn da aber nicht rauslässt, bzw. nicht bereit ist, sich auf Änderungen einzulassen.

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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Problematisch ist es auch, wenn eigentlich beide das Modell so gewählt haben, und der eine dann dem anderen Jahre später vorwirft, nur zu Hause rumgelungert zu haben...
(Dasselbe funktioniert natürlich auch mit völlig anderen Argumenten, beispielsweise "Du hast dich nie um die Kinder/den Abwasch/unsere Spinnensammlung gekümmert!")

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Geschrieben am
Mandarine (Profil)
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Zahlt der Staat wenigstens ein wenig finanzielle Unterstützung pro Spinne?

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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Leider ist Spinnensammeln, obwohl der Nutzen für die Gesellschaft und den Planeten ja mannigfach hat bewiesen werden können, nach wie vor völlig untersubventioniert. :<

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Untersubventioniert.. wenn es nur das wäre! Das gezielte körperliche misshandeln von Spinnen, wie es noch heutzutage Vielerorts von Menschen jeder Altergruppe und gesellschaftlichen Schicht praktiziert wird - ohne Einschreiten durch umstehende Augenzeugen - ist nicht mal im StGB als Tatbestand geführt! Skandal! Aber Krötentunnel, die kann man bauen! Obwohl erste Studein bereits nachgerwiesen haben, dass es eine stark ausgeprägte Korrelation gibt zwischen dem Ansteig an Krötentunneln und der Anzahl der vergewaltigten Kröten durch freche Frösche, die im Schutze der Dunkelheit die Kröte von hinten besteigen udn dann unerkannt entkommen. Die Dunkelziffer dürfte dabei - wie immer - erheblich höher liegen. Man ist geneigt von einem sprunghaften Anstieg zu reden. Wie in diesem Land Unrecht Vorschub geleistet wird, ist schon fast als systematisch zu bezeichnen. Und da sind wir nur bei den Tieren, mit Gemüse fange ich jetzt lieber gar nicht erst an...

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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@Gast: Deine Kreativität kann nur dadurch logisch erklärt werden, dass du heimlich an Kröten leckst, also wohl nur deshalb den Fröschen ihren Vorsprung missgönnst, weil es nicht der deine ist. Schäm dich!

Davon abgesehen finde ich es aber ernsthaft unmenschlich und kacke, wenn Leute Spinnen regelrecht verfolgen und quälen. Ich habe leider eine beinahe stereotype Angst vor bestimmten Spinnen, aber das hat mich nicht dazu verleitet, sie mit Deo zu besprühen und anzuzünden. Und das nicht nur deshalb, weil ich kein Sprühdeo besitze.

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Geschrieben am
qwzt (Profil)
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Es gibt Leute die das machen? o_O

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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Aber ja. Oder einzelne Beine ausreißen und dergleichen. Aber schon zerquetschen finde ich unnötig, das Viech kann ja nunmal nichts dafür, dass wir es nicht niedlich finden, und nützlich ist es obendrein.

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Geschrieben am

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