Klopfers Link- und Lichtbild-Deponie


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#376 von Klopfer

Stell dir vor, du bist so verstrahlt, dass du wirklich nur noch Nazis in Sachsen siehst und dann sogar ein Promo-Bild von "Ein Käfig voller Helden", das ein Karnevalsverein für seine Werbung benutzt, deswegen öffentlich anprangerst. :rumms:

(Danke an Saya für den Hinweis. Ich glaube, sie macht das nur, um meinen Blutdruck nach oben zu treiben.)

Link: [http://www.maz-online.de/Nachrichten/Politik/Jahnsdorf-in-Sachsen-Kritik-an-Karnevalsplakat-mit-Wehrmachtsuniform]
Bild 7123
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KainAutor (Profil)
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Wahrscheinlich zeigen diese strammen Burschen auf ihrer FaschoFaschingsfeier auch diesen alten NS Propagandastreifen "Der große Diktator". :facepalm::

3
Geschrieben am
(Geändert am 13. Februar 2019 um 4:41 Uhr)
KainAutor (Profil) (Website)
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Wobei ich sagen muss, wenn man das Plakat mal ausklammert, ist es schon ziemlich geschmacklos, ne Party in Wehrmachtsuniform zu veranstalten. Als Mottoparty fühlt sich das Thema irgendwie fehl am Platz an, selbst für Karneval. Und in einer Gemeinde, in der ein NPD-Kandidat 25% und die AfD fast 30% geholt hat, hat so ein Motto schon ein Geschmäckle. :angsthasi:

1
Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Und wo nimmst du jetzt her, dass Wehrmachtsuniformen einen wesentlichen Bestandteil der Party darstellen sollen? Das Motto ist "Uniform", nicht "Wehrmachtsuniform". Die Leute dürften ja eher noch NVA- oder Bundeswehr-Uniformen im Schrank haben, zusätzlich vll. Feuerwehr und Polizei. Und das Plakat zeigt auch eine Uniform der US Army Air Force, und ich würde auch nicht drauf wetten, dass so eine da auftauchen wird. :kratz:

0
Geschrieben am
KainAutor (Profil)
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Nein, das steht nirgendwo. Ist aber aus dem Kontext anzunehmen. Tatsächlich wäre es ziemlich lustig, wenn da der ein oder andere in Polizei- oder Flugbegleiter-Uniform auftaucht.

Wenn ich die Quellen aus dem Artikel ein bisschen nachverfolge, finde ich eigentlich keinen der sich über die Figuren aufregt. Den Witz mit der Serie scheinen schon alle geschnallt zu haben, es geht eher um die Wahl des Mottos an sich. Der Vorwurf der Geschmacklosigkeit ist in meinen Augen daher nicht so aus der Luft gegriffen, wie es auf den ersten Blick scheint. Heißt nicht, dass ich mich darüber so abfucken würde wie so mancher Twitter-Kommentator, aber ich kann die Kontroverse zumindest nachvollziehen.

Edit:

Vorab wolle der Karnevalsverein auch noch mal darauf aufmerksam machen, dass "Uniformen" alles von Ärztin bis Polizist bedeuten kann – aber Nazi-Uniformen trotz der eindeutigen Einladung jetzt doch nicht mehr erwünscht sind.

- bento

Zeigt ja schon ein bisschen, dass die Annahme, dass die Veranstalter ursprünglich indirket zum Tragen einer Wehrmachtsuniform auffordern wollten, nicht so weit hergeholt ist. Oder anders gesagt: Wenn ich will, dass die Leute als Feuerwehrleute, Polizisten und Krankenschwestern kommen, hätte ich auch einfach Feuerwehrleute, Polizisten und Krankenschwestern auf dem Plakat abbilden können - und keinen Stacheldraht.

0
Geschrieben am
(Geändert am 13. Februar 2019 um 6:56 Uhr)
Rakshiir (Profil)
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Wundert einen doch nicht.
Wenn man ehrlich ist, sind gefühlt so viele Menschen und auch Politiker momentan weit links eingeschlagen, dass sogar ne neutrale Haltung schon als Nazi beschimpft wird.

Dass es doppelt traurig ist wenn man nichtmal erkennt wo das her ist, nunja, das is nochmal n anderes Thema. Aber hey... Ignorance is bliss...

0
Geschrieben am
Nova (Profil)
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Nein, da ist nichts aus dem Kontext anzunehmen. Ist doch viel wahrscheinlicher, dass sich da jemand ein Motto für eine Veranstaltung überlegt hat und dann dachte "In dieser Serie hatten die Leute auch Uniformen an, und die ist voll lustig. Das nehmen wir!"

Bei deinem Bento-Link sollte man übrigens vorsichtig sein. Die Seite ist bekannt dafür, Bullshit zu schreiben. Würde mich nicht wundern, wenn dieses "doch nicht mehr erwünscht" von denen erfunden wurde bzw. auch "aus dem Kontext erschlossen" wurde.

Jetzt mal wieder das Thema als AfD-Unterstützung anzusehen ist natürlich die Spitze...

0
Geschrieben am
KainAutor (Profil)
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@Nova
Ja, bento als Quelle hinkt.

Aber "Lass uns eine vollkommen unverfängliche Uniform-Party machen. Was packen wir aufs Plakat? Stacheldraht? Au ja!" überzeugt mich auch nicht.

BTW: Auch innerhalb des betreffenden Karnevalsvereins war die Entscheidung kontrovers. Der Vorsitzende ist zurückgetreten, weil er übergangen wurde. Finde nicht, dass man da die unschuldigste und blauäugigste Erklärung als uneingeschränkt wahrscheinlichste heranziehen sollte.

0
Geschrieben am
(Geändert am 13. Februar 2019 um 7:24 Uhr)
KainAutor (Profil)
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@Nova

Addendum: Warum unterstellst du mir, ich würde das Thema als AfD-Unterstützung ansehen? Ich sage nur, dass es sich in einer Gemeinde abspielt, an deren Wahlergebnissen sich eine überdurchschnittliche nationalistische Gesinnung zeigt. Das nennt man Kontext (den du ja offenbar ignorieren willst).
Es kann bedeuten, dass linke Karnevalsmitglieder die ortsansässigen Rechten trollen wollen. Es kann bedeuten, dass rechte Karnevalsmitglieder ihre Ideologie absichtlich hinter einer harmlosen Satire-Anspielung maskieren wollen. Natürlich kann es auch einfach ohne jeden Hintergedanken gewählt sein, wie du sagtest. Ist mit Hinblick auf die Situation vor Ort in meinen Augen nicht unbedingt das wahrscheinlichste Szenario und ändert nichts an der Geschmacklosigkeit, die kritisiert wird. Die wäre dann halt nur nicht beabsichtigt.

Das ist wie mit dem H&M Hoodie ("Coolest Monkey in the Jungle", getragen von einem schwarzen Jungen). Auch wenn ichs persönlich ein wenig albern finde, kann ich nachvollziehen, wenn sich da jemand verletzt fühlt. Das rechtfertigt ausdrücklich NICHT den Shitstorm, den die Aktion verursacht hat, die resultierenden Ausschreitungen in H&M Filialen und die Drohungen gegen die Familie des Jungen.

Auch im vorliegenden Fall mit den Uniformen finde ichs persönlich etwas albern, kann aber durchaus verstehen, wenn sich da Leute auf den Schlips getreten fühlen.

Ich finde es immer verdammt einfach, mit Headlines um sich zu werfen und zu sagen "Schaut euch diese Trottel an". Deswegen versuche ich oft, mich auch in den Standpunkt der Betroffenen hineinzuversetzen (auch wenn das nicht unbedingt mein eigener ist). Wenn alle Menschen wirklich so dumm wären, wie sie es sich im Internet pausenlos gegenseitig unterstellen, wäre unsere Spezies längst ausgestorben. Ich glaube aber, das jeder Mensch plausible Beweggründe für sein Verhalten hat. Sehr oft ist das, was mir"dumm" erscheint, einfach nur "nicht nachvollziehbar" für mich. Also versuche ich, es so neutral wie möglich nachzuvollziehen.

1
Geschrieben am
(Geändert am 13. Februar 2019 um 7:50 Uhr)
Askat (Profil)
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@Rakshiir dieses ständige "die sind voll links, weil sie mir den Mund verbieten wollen" ist einfach falsch.
Das ist geboren aus political correctness und tritt in jeder politischen Einstellung in unterschiedlichen formen auf.

Es mag hier in Deutschland stark mit links verknüpft werden, weil einige Schreihälse sich in dieser Partei eingenistet haben, aber unterstützt wird so was dann von SPD/CDU/Grünen, die alle definitiv nicht als links einzuordnen sind.

Zu NS Zeiten hat ein Kommentar meiner oma zu Hitler sie und meinen Vater ins KZ befördert. Beide Beschneidungen der freien Meinungsäußerung muss man bekämpfen, aber blind gegen eine politische Richtung meckern, nimmt einem schnell die nötige Objektivität.

0
Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Nunja, sobald jemand der ne noch recht neutrale, und selbst wenns eine leicht rechte Aussage tätigt als Nazi betitelt wird, fällt derjenige der das Ruft für mich definitiv aus der neutralen Mitte.
Zumal:
Ich würde aktuell die Grünen beispielsweise auch nicht mehr in die neutrale Mitte sortieren.

Aber die Politik momentan polarisiert definitiv. Angst ist gefährlich, und es gibt ne menge Leute (denke ich zumindest) die momentan ne Menge davon haben.

1
Geschrieben am
O.W. (Profil)
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Das ganze sieht zumindest unglücklich aus. Wenn ich Leute in Wehrmachtsuniform auf einem Plakat habe, dass eine Mottoparty "Uniform" bewirbt, dann muss ich mich nicht wundern, wenn das auch Leute anzieht, die sowas eher ironiefrei tragen. Wenn ein Wirt auf einem Plakat für eine Grillparty ein dickes Steak habe, dann wird das wohl auch nicht primär Veganer zu seiner Kneipe holen.

0
Geschrieben am
Klopfer (Profil)
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Nun sind die Leute, die auf dem Plakat zu sehen sind, aber auch nicht gerade Mustervertreter der NS-Ideologie (im Gegenteil, die Serie macht ziemlich klar, dass beide nicht viel von Hitler halten). Ich hab eher das Gefühl, hier wird nachträglich versucht zu rechtfertigen, warum man sich im Namen des Kampfes gegen rechts über eine Lappalie aufgeregt hat.
Es ist doch so: Wenn du dir als Motto "Uniform" aussuchst (und das ist ja durchaus legitim) und du ein Bild zur Illustration nehmen willst, welches sagt: "Hey, lustig!", da hast du nicht viel Auswahl. Da hast du "Ein Käfig voller Helden" und du hast "M*A*S*H" (weil Bilder vom rheinländischen Karneval mit Humor nun auch gar nichts zu tun haben und wegfallen), und beim Käfig voller Helden ist durch die deutsche Synchro von Oberst Klink auch noch ein direkter Bezug zu Sachsen.

Auch dass irgendwer zurücktritt, würde ich nicht als Schuldeingeständnis sehen. Es werden dauernd irgendwelche Leute in Rücktritte gezwungen oder gedrängt, auch wenn objektiv gesehen kein Grund dazu besteht.

1
Geschrieben am
(Geändert am 13. Februar 2019 um 14:32 Uhr)
IdefixWindhund (Profil)
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Ach Kinners,
könnt ihr mal im Internet aufhören in allen, und jeden, irgendwas negatives rein zu interpretieren.

Mittlerweile muss man sich ja schon 3x überlegen, ob man ein Bild, Video, Text, ... veröffentlicht da es immer eine Gruppe gibt, die selbst im harmlosesten irgendwas finden. :frust:

2
Geschrieben am
KainAutor (Profil) (Website)
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@Klopfer
Oder, ganz verrückte Idee: Ich stecke drei Vereinsmitglieder in beliebige Uniformen, lasse sie lustige Grimassen machen und mache ein Foto. Dann müsste ich auch keine Gesichter schwärzen, um Copyright-Probleme zu umgehen. Das Plakat wäre nen Tick individueller und nicht unmotiviert und unkreativ zusammenkopiert. Aber das wäre ja viel zu naheliegend. :awesome:

2
Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Karneval und Kreativität sind nun nicht gerade die besten Freunde. :D (Würde mich nicht wundern, wenn sie das zuerst versucht haben und dann feststellten, dass das scheiße aussieht, wenn ein paar Laien versuchen, mit einer alten Cybershot-Kamera für dreifuffzig ein Plakatmotiv zu fotografieren. :kicher: )

0
Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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@KainAutor: Möglich. Kann mir aber auch vorstellen, dass nicht alle Leute ihre Visagen auf Plakate gedruckt haben wollen - vielleicht wollte sogar niemand! -, und wenn doch, dass die Plakate dann doch sehr selbstgemacht ausgesehen hätten, mit eher unfotogenen Gesichtsausdrücken und Posen.
Aber mir ist die Sache auch einfach egal, ob sie nun absichtlich oder unfreiwillig provoziert haben.

0
Geschrieben am
KainAutor (Profil)
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@Sajoma
Klar. Ich wollte nur klarstellen, dass es für ein "Uniform" Motto mitnichten nur die zwei Optionen gibt, Figuren aus M*A*S*H oder Hogans Heroes zu fotokopieren. Wenn meine Vereinsmitglieder alle zu schüchtern sind für Fotos (im Karnevalsverein :kicher: ) könnte ich ja immer noch was malen oder mir Stockfotos von Polizisten und Feuerwehrleuten zusammenkopieren.

Edit: Bei uns im Dorf ist nahezu jedes derartige Plakat von den betreffenden Vereinen selbstgemacht. (Feuerwehr, Karneval, Gesangsverein. Jaa, hier steppt der Bär. :klarerfall: ) Entweder mit eigenen Fotos oder halt bunt gemalt. Ganz oft auch ohne Bild und einfach nur verzierter Text. Sieht mal mehr mal weniger professionell aus. Hat den jeweiligen Veranstaltungen aber noch nie nen Abbruch getan. :schulterzuck:

1
Geschrieben am
(Geändert am 14. Februar 2019 um 4:35 Uhr)
Diiter (Profil)
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SPD/CDU/Grünen, die alle definitiv nicht als links einzuordnen sind.

SPD und Grüne sind definitiv nicht links? Hab ich was verpasst?

1
Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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@Diiter
Ich hab da auch ne andere Meinung, was aber nicht schlimm ist.
Ich glaube du könntest sagen dass die Parteien ursprünglich nicht als links geplant waren bzw. gestartet sind... bei der Meinung vieler Politiker in den Parteien? Anderes Thema.

0
Geschrieben am
Mandarine (Profil)
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Die SPD ist nichts links gestartet? Was genau, wenn nicht links, ist denn die traditionelle Sozialdemokratie?

Und bei den Grünen ist vielleicht keine Sozialdemokratie zu finden, aber seitdem man über den Status der Ein-Thema-Partei hinausgewachsen ist, befindet man sich dort mit deutlicher Mehrheit in sozial-, bzw. linksliberaler Gesellschaft. Dass man das dort gerne aus dem Elfenbeinturm betrachtet, weil man selbst eben nicht betroffen ist (gemäß dem Motto: Jemand, der sich kein eigenes Dach über'm Kopf leisten kann, macht sich keine Gedanken über die fehlende Solarzelle darauf), geschenkt. Ändert aber nichts an der Ausrichtung.

2
Geschrieben am
Askat (Profil)
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@Einordnung der Parteien:
Ich beurteile die gesamt Gesinnung einer Partei nicht anhand ihrer aussagen, sondern der tatsächlich abgeschlossenen Politik und da sehe ich auch SPD und grüne inzwischen nur noch Mitte/liberal/kapitalistisch.

Von echter sozialer Politik sind die beiden Parteien sehr weit entfernt.

Abgeschaffte Vermögenssteuer, Überwachung(nein, das ist nicht der moderne linke Gedanke), Abbau von Sozialleistungen, aufweichung des Arbeitnehmerschutzes ist alles mit der Beteiligung mindestens einer der beiden Parteien entstanden. Beispiele für soziale Politik fallen mir leider gerade nicht ein...

1
Geschrieben am
(Geändert am 15. Februar 2019 um 9:28 Uhr)
ObsidJan (Profil)
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Nicht zu fassen. :urx: Solche linksextremen Aussagen bestätigen das, was Rakshiir oben geschrieben hat:

Wenn man ehrlich ist, sind gefühlt so viele Menschen und auch Politiker momentan weit links eingeschlagen, dass sogar ne neutrale Haltung schon als Nazi beschimpft wird.
Wenn dir nicht mal die Grünen links genug sind, was wäre denn z.B. die FDP in deinen Augen? Rechtsextrem-nationalistisch? :hihi:

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Geschrieben am
(Geändert am 18. Februar 2019 um 1:50 Uhr)
Diiter (Profil)
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Ich beurteile die gesamt Gesinnung einer Partei nicht anhand ihrer aussagen, sondern der tatsächlich abgeschlossenen Politik und da sehe ich auch SPD und grüne inzwischen nur noch Mitte/liberal/kapitalistisch.

In der Politik geht es um weit mehr als nur um Wirtschaft und Umverteilung von Vermögen.
Die Flüchtlingspolitik von SPD und Grünen ist eindeutig links. Ihre Gleichstellungspolitik ist eindeutig links. Ihre Einstellung zu homo- trans- usw.sexuellen ist eindeuting links. Ihre Energiepolitik ist eindeutig links. Und doch, gerade auch die Überwachungs- und Zensurbestrebungen sind eindeutig moderner links-akademischer Zeitgeist.

0
Geschrieben am
Askat (Profil)
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@Diiter wtf what?
Du scheinst bei den zensur- und Überwachungswünschen nicht so sehr auf die Partei zu achten. XD

Die die da immer fordern sind CDU, CSU, Polizei, BKA und sonstige. Die grünen und SPD fordern selten, sind aber meist dabei das abzusegnen. Ich komme aus der links-akademischen Gruppierung und nein, hier ist so gut wie niemand dafür oO
Wie kommst du zu dieser Aussage? Kannst du dafür irgendwelche belege geben? Hat eine uni was in der Richtung gefordert? Oder die linke? Wäre interessant zu wissen.
Und ja, ich glaube im Sachsen oder so, wurde das von der linken mitgetragen. Wenn das jedoch Deutschland weit usus wäre, würde mich das überraschen.

Es ist ein bisschen schizophren die Überwachung der DDR auf die linke zu Münzen und dann die Offenheit gegenüber Flüchtlingen ebenfalls. Die DDR war wohl bedeutend weniger offen als die BRD xD

Nichtsdestotrotz ist in der politischen Richtung der hilfsgedanke deutlich ausgeprägter als in der rechten Ecke. Die Flüchtlinge aufzunehmen war aber keine echte politische Entscheidung, sondern unabwendbar, wie man auch daran gesehen hat, dass sogar die CDU alles durchgewunken hat. Was hätten sie auch machen sollen. Wie jetzt mit den Flüchtlingen umgegangen wird ist ziemlich dämlich und wenn man als extreme nur sieht: abschieben vs keinerlei AnpassungAnpassungsforderungen stellen (rechts vs "links") dann sind die Parteien in der Frage links. Ich würde diese Haltung aber nicht als links einstufen, sondern als weltfremd und dumm. Ich weiß leider gar nicht genau, was die Parteien im ganzen zu der Thematik sagen und welche Vorschläge bisher von welcher Partei kamen, außer die Blockade/Abschiebung von CSU/AFD. Kann also nicht beurteilen, was neben den laut schreienden tatsächlich politische Parteimeinung ist.

Wenn Gleichstellung für dich links ist, dann gibt es in deinen Augen keinerlei politische Mitte. Das die Parteien immer die falschen zahlen verwenden, finde ich, unabhängig von der Partei, immer extrem schlimm. Die Gender pay gap zum Beispiel ist statistisch korrekt betrachtet bei ca 2% und damit fast schon mit weniger aggressiven Gehaltsverhandlungen von Frauen erklärbar.

Auch die homo ehe hat für mich in einer aufgeklärten Gesellschaft keine linke Tendenz, sondern ist klar Mitte der Gesellschaft. Genau wie Menschenrechte.

0
Geschrieben am
Diiter (Profil)
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Bei Zensur-und Überwachungsbestrebungen denke ich an soziale Aktivisten aus dem Dunstkreis von Böhmermann, Kahane-Stiftung und Netz-DG Befürwortern. Letzteres wurde vor allem auch lautstark von der SPD beworben, einfaches Absegnen sieht für mich anders aus.

Dass die CDU in der Flüchtlingskrise alles durchgewunken hat, ist viel eher ein Symptom des Linksrucks innerhalb der Partei, der schon vor 2015 begann (dass man 2015 auch ganz anders hätte reagieren können, bestätigen die aktuellen Aussagen von de maziere, so alternativlos wie du das hier darstellst, war das also nicht).

Auf Gleichstellung und Homoehe gehe ich jetzt nicht weiter ein, ich schrieb nämlich von linker Gleichstellungs_politik_, das impliziert keineswegs dass Gleichstellung per se links ist.

Es fällt auf, dass du hier an Leute und Parteien deinen ganz persönlichen Maßstab, was links ist und was nicht, anlegst. Alle, die da rausfallen aber von der Allgemeinheit als links gesehen werden, sind dann eben "No true scotsmen".
Die Allgemeinheit sieht diese Leute aber ganz klar als links an und sie beeinflussen den gesellschaftlichen Diskurs entsprechend. Dass sie dabei nicht deiner Definition von links entsprechen, ändert aber nichts an der gesellschaftlichen Realität.

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Geschrieben am
Askat (Profil)
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Moment, ist jetzt deine Meinung Allgemeinheit? Woher nimmst du das recht meine Meinung als persönlichen Maßstab zu definieren und deine als allgemeingültig?

Wenn du Böhmermann als Befürworter von Überwachung angibst, hätte ich da gerne eine Quelle für... Das würde so ziemlich allem widersprechen, was ich bisher von ihm wahrgenommen habe.

Dann nenn mir doch bitte ein paar linke Entscheidungen der CDU, damit wir da auf einen Nenner kommen, was links ist und was nicht. Mir fällt da nichts ein.
Die Flüchtlinge an der Grenze aufzuhalten wäre übrigens nicht mit den von Deutschland akzeptierten Menschenrechten und gültiger Moral möglich gewesen, wofür der gerade erst abgelaufene Konflikt an der US/Mexiko Grenze ein gutes Beispiel ist.
Wo wäre da deiner Meinung nach die Alternative gewesen?

0
Geschrieben am
Diiter (Profil)
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Es geht hier nicht um meine Meinung, sondern um die allgemeine Wahrnehmung. Und da sind Vereine wie die Antonio-Amadeu-Stiftung links, genau wie die SPD oder die Grünen. Das hat nichts mit meiner eigenen Meinung zu tun, die werden in jeder mindestens mittelgroßen Zeitung und von jedem Journalisten so bezeichnet und sind auch nach ihrem Selbstverständnis links.

Ich habe nicht Böhmermann selbst als Zensurbefürworter genannt, sondern Leute, die in seinem Dunstkreis unterwegs sind, wie diese Reconquista-Internet-Aktivisten. Wenn man sich ein wenig in dem Thema auskennt, weiß man doch, welcher Typ Mensch damit gemeint ist.

Zu linken Entscheidungen der CDU: Atomausstieg, Flüchtlingskrise, Homoehe.
Bei all diesen Punkten hat die CDU klar konservative Positionen verlassen, und das in einer Weise, die wenige Jahre vorher undenkbar gewesen wäre.
Die Alternative hat unser ehemaliger Innenminister vor kurzem bekannt gegeben, das kann man ganz einfach googeln. Man hat sich dann dagegen entschieden, weil das "unschöne Bilder" gegeben hätte.
Kein Menschenrecht und keine Moral verpflichtet irgendein Land dazu, fremde Menschen völlig ohne Kontrolle und Plan über seine Grenzen zu lassen.

0
Geschrieben am
Klopfer (Profil)
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@Askat: Welche Menschenrechte wären das konkret? :kratz:

(Böhmermann hat im Rahmen von Reconquista Internet Social-Media-Accounts von tatsächlichen oder vermeintlich rechten Personen veröffentlicht, um sie mit "Liebe und Vernunft" zu überschütten oder sie zu blockieren. Natürlich ist er kein Idiot, er weiß genau, dass das Mobverhalten begünstigt, wenn er diese Leute quasi als legitimes Ziel markiert. Und es wurden ja tatsächlich dann Leute u.a. bei ihren Arbeitgebern denunziert, weil sie auf diesen Listen standen. Leute per Mob dazu zu bringen, sich nicht mehr in sozialen Medien zu äußern, indem man ihnen zeigt, wie es ihnen ergehen kann, wenn sie es trotzdem tun, das ist für mich eine Form der Zensur. Da kann man sich auch nicht feige dahinter verstecken, dass Zensur ja staatlich sein müsse (was so auch nicht stimmt, weil das nur eine bestimmte Form der Zensur ist), im Endeffekt bewegt man sich auf derselben Ebene wie diverse Diktaturen, die Angriffe auf bestimmte Personen als Volkszorn abtaten, für den sie selbst ja gar nichts konnten. Gerade von jemandem, der den Schwanz einziehen musste, weil Erdogans fünfte Kolonne ihm wegen seines Gedichts gerne die Eingeweide verknotet hätte, hätte ich mehr Klasse erwartet.)

2
Geschrieben am
(Geändert am 22. Februar 2019 um 19:25 Uhr)
Askat (Profil)
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Was die öffentliche Wahrnehmung angeht, hast du wohl absolut Recht. Ist zwar sehr erstaunlich für mich, aber hey, die Leute halten WLAN auch für Internet. xD

Ich habe die Aktivitäten der Reconquista nicht verfolgt, nur Böhmermanns Aufruf für ein freundlicheres Internet mitbekommen. Öffentliche Tweets zu sammeln und an Verlage zu schicken (der erste Treffer bei der kurzen Recherche) sollte noch klar gehen. Die waren auch alles andere als harmlos.
Mit Zensur hatte das aber wenig zu tun, denn viele dieser Aussagen sind auch durch unsere existierenden Gesetze verboten. Das Mobverhalten derart zu fördern, halte ich auch für falsch und hätte eine Anzeige wegen Volksverhetzung für angemessener gehalten.

Seit wann ist eine Nicht-konservative Haltung eine linke Haltung? Ich verstehe diese Einordnung nicht.
"Die Linke" wird ständig mit der UDSSR in einen Topf geworfen und deren Politiker waren ziemlich sicher erzkonservativ.
Der Atomausstieg hatte nichts mit einer linken Entscheidung zu tun, sondern entstand aus der Fukushima-Katastrophe. Da hat die CDU einfach ihr Fähnchen in den Wind gehalten und der Angst der Bevölkerung nachgegeben.
Ich habe es schon einmal erwähnt, aber auch die Homoehe hat in der heutigen Gesellschaft meines Erachtens nach, nichts mit links oder rechts zu tun. Mit dem Konservatismus, ja! Aber Konservatismus != links/rechts. Ein interessantes Beispiel sind die schwulen Konservativen in den USA, die aus Überzeugung die Republikaner wählen und dennoch die Homoehe wollen/wollten.

Nun zur Flüchtlingskrise (auch @Klopfer):
Ich nehme nicht alles, da es spät ist.
Artikel 1: "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. ..." - Geflüchtete, die über Wochen in Zeltlagern mitten in Europa zusammengepfercht werden, besitzen weder die gleiche Würde, noch die gleichen Rechte wie ein Europäer.
Artikel 3: "Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person." - Die Sicherheit war für viele Frauen in den Flüchtlingslagern ein Witz. Vergewaltigungen waren da wohl ziemlich üblich, ich wäre sicherlich auch geflohen. Männer die anders waren(zB schwul), wurden wohl auch häufiger verprügelt, wenn das raus kam. Die Sicherheit wurde in meinen Augen allein schon durch die Unterbringung in riesigen unkontrollierbaren Lagern gefährdet.
Artikel 7: "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. ..." - Wenn diese Menschen es hierher geschafft haben und um Asyl gebeten haben, muss das eben geprüft werden.
Artikel 13.2.: "Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren." - Die Flüchtlinge hatten also das Recht jedes Land das sie durchquerten zu verlassen. Was die "Einreise" betrifft, gehts weiter mit
Artikel 14.1: "Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen." - Hier ist nicht festgelegt, dass sie im ersten Land anhalten müssen, in dem nicht mehr gekämpft wird.

Hier höre ich mal auf, man würde vermutlich mehr finden. Mir ist bewusst, dass diese Menschenrechte im Widerspruch zu einem Haufen Gesetze stehen, auch hier in Deutschland, aber so sind sie formuliert und daher sehe ich meine Aussage da als passend an.

Was die Moral angeht... Wie will man zehn-, hundertausende verzweifelte Menschen daran hindern über eine Grenze zu gehen, die keine Mauer und keinen Zaun hat? Gewalt wäre ein Weg, aber wie viel Gewalt will man anwenden? Viele dürften damals so verzweifelt gewesen sein, dass sie auch versucht hätten an Schlagstock und Wasserwerfer vorbei zu kommen. Als von der AFD der Vorschlag des Schusswaffengebrauchs gemacht wurde, gab es einen Aufschrei in Deutschland und ich denke hier sollten wir uns einig sein, dass das die damals vorherrschende Moral war, dass auf die Flüchtlinge nicht geschossen wird. Ich würde ziemlich viel darauf setzen, dass dies auch heute noch so ist.
Die Moral hat uns nicht dazu verpflichtet diese Menschen aufzunehmen, aber die Moral hat uns die Hände gebunden, sie an der Einreise in unser Land zu hindern.

1
Geschrieben am
Diiter (Profil)
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Zum ersten Teil: Atomausstieg und Homoehe sind für mich klar linke Anliegen, was sich unter anderem daran zeigt, wer diese in den letzten Jahr(zehnt)en vertreten hat. Aber ich denke das haben wir nun zur Genüge durchgekaut, um sagen zu können, da werden wir uns nicht einig.


Zum Teil mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte:
Nichts für ungut, aber man merkt, dass du keine Ahnung von der Materie hast.
Erstens ist die AEMR lediglich Orientierungsrahmen für Staaten und rechtlich nicht bindend, es sind also keine Menschenrechte sondern lediglich Empfehlungen. Diese ganze Liste, die du da aufgeführt hat, entfaltet also für keinen Betroffenen irgendeinen Rechtsschutz, auf den er sich berufen könnte.
Zweitens hat auch das Grundrecht auf Asyl, wie nahezu jedes andere Grundrecht, Grenzen.
Das sind aber komplexe Rechtsfragen, die den Rahmen hier sprengen würden, also geh ich darauf mal nicht weiter ein. So einfach wie "ich hab hier einen Artikel im Grundgesetz gefunden in dem steht aber dass ich das-und-das darf also muss das jetzt auch gelten!" ist es auf jeden Fall nie. (Fast) jedes Menschen- oder Grundrecht wird durch andere Gesetze präzisiert oder eingeschränkt, so funktioniert eben unser Rechtssystem. Somit ist es also nicht egal, ob sie "im Widerspruch zu einem Haufen Gesetze stehen".


Und zum letzten Teil:
Ich habs bereits zweimal geschrieben; die Bundespolizei hat unserem damaligen Innenminister Pläne vorgelegt, wie man die illegalen Grenzübertritte hätte zumindest bedeutend reduzieren können. Dass die sicher nicht jeden hätten aufhalten können: Geschenkt, hundertprozentige Sicherheit gibt es nie.
Aber das wäre letztendlich auch eine Signalwirkung für die Menschen gewesen, die zu Hause in den Startlöchern standen, und wer weiß, wie viele Tote im Mittelmeer man hätte verhindern können, wenn der Anreiz durch weit offene Grenzen nicht so groß gewesen wäre.

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Geschrieben am
Askat (Profil)
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"Ich habs bereits zweimal geschrieben; die Bundespolizei hat unserem damaligen Innenminister Pläne vorgelegt, wie man die illegalen Grenzübertritte hätte zumindest bedeutend reduzieren können. Dass die sicher nicht jeden hätten aufhalten können: Geschenkt, hundertprozentige Sicherheit gibt es nie."

Zitier dich mal bitte selbst, ich finds nicht xD

Du glaubst den Scheiß echt, oder? Die Menschen waren bestimmt ganz versessen darauf ihr wundervolles Leben in den Flüchtlingslagern aufzugeben, um im Mittelmeer abzusaufen und hier von den goldenen Straßen zu futtern... Echt, mir fällt dazu nichts mehr ein, ich bin raus.

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Geschrieben am

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