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Elena (Profil)
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Wow...das nenn ich mal kontraproduktiv.

0
Geschrieben am
Klopfer (Profil)
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Eine "Feminist Killjoy" vereint damit alle denkbaren frauenfeindlichen Vorurteile auf sich. Sie ist kleinlich und pedantisch, hat keinen Humor, ist zickig und nachtragend. Und sie versteht einfach nicht das große Ganze, in dem die kleine Episode, der politisch inkorrekte Witz, doch gar keine Rolle spielen.

Sind dann wohl nicht nur Vorurteile. Und wenn wie in dem Artikel dann auch dafür plädiert wird, so zu sein, also diese "frauenfeindlichen Vorurteile" zu bestätigen, dann stell ich mir die Frage, ob man die überhaupt als frauenfeindlich bezeichnen kann. :kratz: (Zudem war diese Stelter-Sache überhaupt nicht sexistisch.)

Diese Art Feminismus macht alle unglücklich. Die Feministen selber, weil die nicht nur ständig alles hinterfragen und auf die schlimmste Art interpretieren müssen, anstatt es zu genießen, und sich dabei ständig unterdrückt fühlen, obwohl diese Unterdrückung nur in ihrem Kopf stattfindet, und alle anderen, weil sie entweder auf Eierschalen laufen müssen (und selber keine Witze genießen können) oder selber als Arschlöcher gelten.

4
Geschrieben am
(Geändert am 28. Februar 2019 um 14:23 Uhr)
Rakshiir (Profil)
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Ich gebe zu dass das ernsthaft weh tut. Dass es Realität ist, sehen wir derzeit mehr als genug.

Das, was Feminismus vor einiger Zeit zu etwas gemacht hat, was nicht nur Frauen unterstützt haben wird derzeit komplett ins Lächerliche gezogen.
Bei zu vielen wird der Wert auf unwichtigen Kleinkram gelegt, auf Dinge, die unwichtig sind, oder - was noch besser ist - es werden Dinge gefordert, die ein Ungleichgewicht in die andere Richtung auslösen würden.

Ehrlich, ich bin der Meinung dass viele von diesen "Feministen" sogar den Frauen schaden. Wer nimmt so etwas denn ernst? Irgendwann keiner mehr, und dann stehen wir vor einem viel größeren Problem als der Frage ob es nun der oder die Salzstreuer heisst.
Mal davon ab, dass sie sich definitiv mal auf Länder und Missstände konzentrieren könnten, wo wirklich noch Nachholbedarf besteht. Wo wirklich was gemacht werden könnte und sollte. Aber so etwas würde tatsächlich Einsatz bedeuten, Arbeit. Ich hab echt das Gefühl diese Personen meckern lieber über Kleinkram, regen sich da künstlich auf, als WIRKLICH mal was zu tun.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil)
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@Rakshiir: Das ist ja auch so. Das liegt daran, dass in der heutigen "intellektuellen" Gesellschaft ein Opfer einen höheren Status kriegt als ein Held. Opfer stehen über ihren Unterstützern, die wiederum über Feuerwehrleuten, Medizinern, Polizisten etc. stehen. (Das erklärt auch diesen Jussie-Smollett-Hoax in den USA: Er hat einen rassistischen, homophoben Angriff auf sich fingiert, weil er davon ausging, dass er am meisten profitieren kann, wenn er ein Opfer ist.)
Nur ist das halt blöd, wenn es einem eigentlich ganz gut geht (und es geht Frauen im Allgemeinen ja sehr gut bei uns). Um weiterhin diesen wertvollen Opferstatus zu haben, muss man sich daher immer absurdere Petitessen suchen, von denen man angeblich furchtbar unterdrückt wird. Deswegen ist es auch Quatsch, dauernd auf diese Leute zu hören, denn die werden nie zufrieden sein. Die suchen sich dann einfach etwas anderes, über das sie sich aufregen können, weil sie ihre eigene Wichtigkeit nur daraus ableiten, dass sie Opfer (bzw. Unterstützer von Opfern) sind. Sie dürfen ihren eigenen Erfolg gar nicht anerkennen.

3
Geschrieben am
(Geändert am 28. Februar 2019 um 17:34 Uhr)
ZRUF (Profil)
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Am Anfang des Artikels war ich noch nicht Mal sicher, in welche Richtung das wirklich tendieren sollte. Je weiter ich den Artikel dann gelesen hatte, desto größer wurde das Kopfschütteln.

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Geschrieben am
simcity (Profil)
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Die Salzstreuerin. So ein Scheiß wollen die. Das kostet ja auch was. Das ist als würde man sterbenden Leuten ins Gesicht sagen: Tja, für die Forschung zu deiner Krankheit ist kein Geld da. Aber der Salzstreuer heißt bald Salzstreuerin.
Ist aber mal jemand aufgefallen, das die das bei sich selbst nicht machen? Es heißt ja DER Feminismus

0
Geschrieben am
O.W. (Profil)
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Ja, der derzeitige Feminismus.

Mann, wenn ich an den Feminismus denke, der noch was schaffen musste (und geschafft hat), dann finde ich es schon von der Wortbedeutung her eine gewaltige Spreizung des Begriffs.
Früher, als Frauen echt diskriminiert wurden, traten mutige und kluge Frauen vor und zeigten der Gesellschaft, dass sie einen Punkt hatten, der nicht auf Dauer ignoriert werden konnte. Damit habe sie Dinge erstritten wie das Frauenwahlrecht, die Unabhängigkeit der verheirateten Frau von der schriftliche Zustimmung des Ehemannes für alles oberhalb von Naseputzen (überspitzt), freie Berufswahl für Frauen und, und, und.
Und da waren dann auch nicht nur Frauen dabei. Die Frauen konnten, weil sie gute Argumente hatten, auch jeden Mann der nicht beim Schuhe Zubinden geistig am Drehzahlbegrenzer hing, erreichen. Klar, einige haben so getan als hätten die Frauen keinen Punkt und Gegenargumente erfunden, aber andere haben schon garnicht mehr auf das Geschlecht geschaut, als es sogar noch Gesetz war. Ein wunderbares Beispiel hier ist David Hilbert, der, als Emmy Nother aus fadenscheinigen Gründen die letztlich auf die Notwendigkeit einer Geschlechtertrennung hinausliefen eine Mathematikprofessur in Göttingen verweigert wurde, seinen berühmten offenen Brief schrieb, in dem er den preußischen Kultusminister fragte, ob dieser die Universität mit einer Badeanstalt verwechsele, in der das Argument mit Wohlwollen noch stichhaltig sein könne. Damals siegte noch die patriarchalische Weltsicht, was zeigt, dass auch im 20. Jhd Feminismus nötig war.

Und heute? Feminismus hat in der westlichen Gesellschaft kaum noch echte Beschäftigungsfelder. Ich sage bewusst "kaum noch", weil es immer noch einige institutionelle Diskriminierungen von Frauen gibt und jede einzelne eine Sauerei ist. Aber das sind Themen, die nicht wirklich gut in den Medien ankommen, also lassen die heutigen "Feministinnen" diese aus oder verzerren sie bsi zur Unkenntlchkeit. Eines meiner Lieblingsbeispiele ist diesogenannte gender pay gap. Statistisch ist die immer "sauber" nachgewiesen, wobei man jede dieser Statistiken kritisieren muss, weil es eben nicht sauber ist, wenn man Dinge wie unbezahlte Übertunden, Krankheitstage, Teilzeit und andere Kleinigkeiten einrechnet. Auf einmal ist der Wert fast weg. Und "fast" ist das Problem, denn es gibt einige Branchen, in denen Frauen immer noch systematisch benachteiligt werden, zum Beispiel Köche. Und da müsste was getan werden. Nur, man kommt halt in die Medien, indem man einem harmlosen Komiker vorwirft Sexist zu sein, nicht, indem man Restaurants, die nachweislich unfair bezahlen, diese Praktik vorhält.
Und genau darum geht es den meisten "Feministinnen" doch heute: Aufmerksamkeit.

Und wieviele Frauen sehen sich als Teil der Bewegung? Immer weniger. Ich sehe als Lehrer die "Girlies", die am liebsten Märchenprinzessin wären und nichts tun würden außer auf ihren Prinzen zu warten. Ich sehe Mädchen und Frauen, die ganz selbstverständlich ihr Ding machen und sich von niemandem reinquatschen lassen. Natürlich gibt es dazwischen ein breites Spektrum an Zwischentönen. Was ich nicht wirklich sehe, das sind Mädchen und Frauen, die sich noch für Frauenrechte interessieren.
Das mag daran liegen, dass ich an einem Berufskolleg unterrichte und solche "Feminist-Killjoys" mehr an Gymnasien vorkommen. Mag sein.
Aber wenn ich mir die höchsten Klassen die wir haben anschaue (Fachschule mit Abschluss als staatlich geprüfter Techniker Maschinenbautechnik, niveaugleich mit Bachelor), dann haben die Frauen in diesen einen ganz einfachen Ansatz zur Gleichberechtigung: Wenn Du mir weniger zahlst als einem Mann gleicher Qualifikation, dann gehe ich woanders hin. Und die Männer in den Klassen? Die akzeptieren jeden und jede nach den Fähigkeiten, denn das Programm ist so stramm, dass ich noch keinen gesehen habe, der meinte, das alleine bewältigen zu können. Wer sich da abgrenzt, der grenzt sich von allen ab und fällt dann im Allgemeinen auch durch. Und da sehe ich dann wahre Gleichberechtigung. Übrigens funktioniert das bei uns am Berufskolleg nicht nur bezüglich Frauen, sondern auch bezüglich Ethnien. Und witziger Weise auch nur in der Fachschule, die für eigentlich alle barbarisch schwer ist, in dieser Weise. Je einfacher der Bildungsgang, desto mehr Platz finden die Schülerinnen und Schüler für Diskriminierung, bis hin zu antisozialem Verhalten.

Was wäre also eine gute Idee? Die Leute mal in eine Situation zu bringen, wo sie nicht schwätzen können, sondern machen müssen und sehen, wie viel Patriarchat übrig bleibt. Meine These ist, dass es sehr wenig sein wird. Und da kann, darf und muss man dann auch politisch rangehen.

Sorry, für meinen langen Beitrag, ich habe mich ein bisschen in Rage geschrieben, lasse das aber mal so stehen.

1
Geschrieben am
Klopfer (Profil)
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Wie Christina Hoff Sommers auf Twitter schon geschrieben hat: Wenn die Feministinnen was am Gender Pay Gap ändern wollen, dann sollten sie besser MINT-Fächer studieren als feministische Tanztherapie. Kam natürlich gar nicht gut an. :tjanun:

Ich glaube, in der Hinsicht ist ein Problem auch, dass gewisse Kreise aus "Frauen können alles erreichen" irgendwann schlossen "Frauen können alles gleichzeitig erreichen" und merkten, dass die Realität das einfach nicht erlaubt. Man muss sich halt oft entscheiden: Kümmere ich mich um die Familie oder um meine Karriere? (Und viele Frauen entscheiden sich - aus total nachvollziehbaren Gründen - für ihre Familie und auch für mehr Zeit für sich und ihre Kinder statt für die Arbeit.) Und anstatt das zu akzeptieren, konstruiert man daraus eine Unterdrückung.

0
Geschrieben am
(Geändert am 28. Februar 2019 um 22:38 Uhr)
KainAutor (Profil)
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Hach. Der Gender Pay Gap, dessen bereinigter Wert bei 6% ungeklärter Ursache liegt. (Wenn ich mich richtig entsinne. Irgendwas um den Dreh. Auf jeden Fall einstellig.)
"Ungeklärt" heißt dabei übrigens einfach "Ungeklärt". Sicher steckt da auch Diskriminierung mit drin, aber nicht ausschließlich.
Und was die systematische Diskriminierung angeht ... Ich stelle mir jetzt mal vor ich wäre ein mittelständiger Arbeitgeber, den rote Zahlen nicht nur wie ein großes Unternehmen schmerzen, sondern existeziell bedrohen. Nun habe ich da zwei Bewerber (m/w/d) ( :facepalm: ), einer davon eine Frau im Gebärfähigen Alter. Ich muss damit rechnen, dass sie im Zuge ihrer Beschäftigung mindestens ein Kind bekommt. D.h. 1) Sie könnte bis zu 3 Jahre in Elternzeit gehen und ich muss ihr den Platz solange mit einer befristeten Vertretung freihalten. 2) Sie fällt mir auf jeden Fall mindestens 14 Wochen aus (Mutterschutz) in denen ich ihren Lohn zumindest Anteilig fortzahlen muss. Und beides gilt pro Schwangerschaft.
Da werde ich mir schwer überlegen, ob ich nicht lieber den anderen Bewerber ohne Uterus nehme, oder - falls doch die Frau - ihr nicht weniger bezahle, was ich dann auch während des Mutterschutzes spare.

Bitte nicht falsch verstehen: Elternzeit und Mutterschutz sind wahnsinnig wichtig und richtig, machen Frauen aus AG Sicht aber unattraktiver. Und während die Elternzeit auch von Männern beansprucht werden kann (und zunehmend wird, zumindest die zwei Mindestmonate), ist das mit dem Mutterschutz aus rein biologischen Gründen unwahrscheinlich.

Noch wesentlich interessanter als den bereinigten finde ich aber den unbereinigten Gender-Pay-Gap. Der sagt ja aus, dass ein nicht unerhebliches Lohngefälle dadurch entsteht, dass Frauen öfter Teilzeit und in Branchen mit schlechter Bezahlung (Pflege und Erziehung) arbeiten. Abgesehen davon, dass ich es zum heulen finde, dass die wahrscheinlich wichtigsten Berufe unserer Zeit derart miserabel bezahlt werden, zeigt sich damit nur: Ich kann Geld oder Lebenszeit (= Zeit mit meiner Familie) haben. Beide Parameter verhalten sich antiproportional zueinander, bzw. je mehr ich von dem einen haben will, umso mehr muss ich auf das andere verzichten. Und in dieser Fragestellung scheinen Frauen (auch aus biologischen Gründen) öfter die Familienzeit zu wählen und der Mann in der Konsequenz öfter das Geld. (Irgendwoher muss es ja kommen. Und ja dieser Effekt verstärkt sich selbst: Der Mann bleibt öfter Vollzeit im Beruf weil er mehr verdient und verdient mehr weil er seltener aus familiären Gründen ausfällt.) Damit wirkt der Gender-Pay-Gap auch umgekehrt: Frauen bekommen weniger Geld und Männer haben weniger Zeit für ihre Familie. Das ist in meinen Augen keine einseitige Diskriminierung, sondern für beide Geschlechter gleichermaßen kacke.

Was ich nicht sagen will: Dem GPG liegen keinerlei ungerechtfertigte Vorurteile zugrunde, gegen die es sich nicht lohnen würde, vorzugehen. (Irgendwo in den ungeklärten 6% des Bereinigten steckt das sicher mit drin.)

Was ich sagen will: Wer sich beim Thema Gleichberechtigung auf den monetären Aspekt des GPG versteift, wird keine Freude haben denn ganz beseitigen lassen wird er sich nie. (Zumindest solange Männer keine Kinder gebären können.) Stattdessen wäre es vernünftiger, unsere Gesellschaft dahingehend zu wandeln, dass er keine Rolle mehr spielt. Ich halte es für einen Gefährlichen Irrweg, persönlichen Wohlstand an finanziellen Wohlstand zu koppeln und sich damit als Gesellschaft einem wirtschaftlichen Wachstumsparadigma zu unterwerfen, das nur im Kollaps enden kann.

2
Geschrieben am
(Geändert am 1. März 2019 um 6:43 Uhr)
mischka (Profil)
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Die Argumentation mit der Schwangerschaftsrisikoeinpreisung (manchmal liebe ich die deutsche Sprache) darfst du als AG nie laut sagen, sonst wirst du in Grund und Boden geklagt. Aber die AG werden das wohl im Kopf haben.

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Geschrieben am
KainAutor (Profil) (Website)
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Herrlich, wenn gute Absichten auf die Realität treffen, wie Seifenblasen auf einen Kaktus.

Nur dass die Seifenblase nie auf die Idee käme, den Kaktus zur verklagen. Sie platzt einfach, wie es sich gehört.

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Geschrieben am
Kitschautorin (Profil) (Website)
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Ich bin sehr froh, dass *mein* Arbeitgeber mir keinerlei Probleme gemacht hat, als sich Nachwuchs ankündigte. Aber wie viele haben dieses Glück?

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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@Klopfer
Geb ich dir Recht. Wobei das nicht nur bei uns so ist. Frauen in westlichen Ländern (wie man das so schön nennt) geht es ziemlich gut (Nicht nur denen, ich fands spannend was Morgan Freeman zum Thema Schwarze in Amerika zu sagen hatte). Selbst die Gehaltsargumente die oft geliefert werden wurden ja schon oft genug auch widerlegt. Genauso hab ich eine ganz gute Erklärung gelesen warum Männer häufiger in hohen Positionen sind - und das liegt zwar tatsächlich zum Teil am Geschlecht, aber nicht so, wie die es gerne darstellen.

Persönlich frage ich mich ein wenig, wann die große Blase dieser Opfermentalität platzt. Dadurch dass es immer mehr wird (und sich einige ja schon irgendwie ein Leben darauf aufgebaut haben, oder es versucht haben), ist es nur wahrscheinlich dass es irgendwann kippt. Die Frage ist nur: wie lange dauert das noch.
Und ich meine damit nicht nur den "third wave Feminismus" (es gibt auch noch durchaus realistische Feministinnen, die faktisch arbeiten, gegen die hat glaube ich niemand was), sondern die ganze SJW-Schiene die momentan von vielen unheimlich gerne gefahren wird. (Die größten Beispiele aktuell sind denke ich Captain Marvel und der Gillette Werbespot)

Und ganz egal was davon du anschaust, diese Mentalität über etwas nicht vorhandenes ein so großes Thema zu machen schadet am Ende denen, die tatsächlich Opfer ähnlicher Dinge sind.

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Geschrieben am
KainAutor (Profil)
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@Kitschi
Naja, das dürfen die AG ja gar nicht. Ab dem Zeitpunkt, zu dem du deinen AG von einer bestehenden Schwangerschaft unterichtest (die dein FA dir attestiert hat) bist du nahezu unkündbar. Und die Mutterschutzleistungen sind ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben. Auch die Beschäftigungsverbote sind absolut bindend.
Dein Glück fängt (als Frau im gebärfähigen Alter) also eigentlich bei deiner Einstellung und deinem Gehalt an - sofern du mit letzterem zufrieden bist.

Mir ist auch im Freundes- und Bekanntenkreis kein Fall bekannt, wo es da Probleme mit dem AG gegeben hätte. Wie mischka schon indirekt gesagt hat; wenns um schwangere Frauen geht, halten die den Ball so flach wie möglich. Am besten noch etwas Luft aus dem Ventil raus, damit er nicht springen kann.

Das einzige wo ein AG sich - theoretisch - quer stellen könnte, ist die Elternzeit. Und hier sind meiner Erfahrung nach eher Männer als Frauen betroffen. Mein Schwager wurde z.B. von seinem AG dazu genötigt, sich keine Elternzeit zu nehmen. Also er hätte sie sich nehmen können - sie steht ihm ja zu - aber mit Karriere und Aufstieg wärs dann halt rum gewesen. Bei mir wars zum Glück kein Thema. (Gut, ich hab auch keine Aufstiegsambitionen mehr. Im Gegenteil. :popel: )

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Geschrieben am
(Geändert am 1. März 2019 um 8:04 Uhr)
ZRUF (Profil)
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Das große Problem sind tatsächlich die Einstellungen bei Frauen im gebärfähigen Alter.
Selbst im öffentlichen Dienst, die ja eigentlich mit gutem Beispiel voran gehen sollten, ist es so, dass intern die Frage gestellt wird, ob jemand wirklich entfristet werden soll, weil sie eine Frau im gebärfähigen Alter ist.
Das wäre auch wirklich etwas worum sich Feministinnen kümmern könnten.
Es gibt also durchaus Themen, die auch in Deutschland noch problematisch sind. Nur diese Clickbait-Themen sind die auf die sich der 3rd / 4th wave Feminismus stürzt.

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Geschrieben am
KainAutor (Profil)
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Eine herrliche Ergänzung was das Suhlen in der Opferrolle angeht, liefert - wer hätte es gedacht - schon wieder bento.

Hach das Leben muss geil sein, wenn man sonst keine Sorgen hat. :adorable:

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Geschrieben am
(Geändert am 1. März 2019 um 14:01 Uhr)
Klopfer (Profil) (Website)
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Meine Cousine ist mit ihrer Physiopraxis pleitegegangen, weil gleich vier, fünf Mitarbeiterinnen kurz nach der Einstellung schwanger geworden sind und sie die Gehälter weiter zahlen musste, auch wenn die nicht mehr arbeiteten. (Sie hat selbst Kinder, ist also nicht so, dass sie die Perspektive der Schwangeren nicht kennt, aber als AG ist so was halt auch eine starke Belastung.)

@KainAutor: Bento mal wieder. :rumms:

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Geschrieben am
KainAutor (Profil) (Website)
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Und wenn man dann sagt "Mit Männern wär ihr das nicht passiert" ist man ein zynischer frauenfeindlicher Arsch.

Nein, der größte Feind des Feminismus ist die Biologie, durch die sich ein Mindestmaß an Ungleichheit zwischen den Geschlechtern nunmal nicht vermeiden lässt. Die geltenden Mutterschutz-Gesetze tragen neben dem Kindswohl eben auch dem rein physiologischen Nachteilen einer Schwangerschaft Rechnung. "9 Monate kommts, 9 Monate gehts", heißt es bei den Hebammen. Da reichen die gegebenen Mutterschutzfristen gar nicht aus. Aus gesundheitlicher Sicht sollten selbst Frauen, die unmittelbar nach der Mutterschutzfrist ohne EZ wieder arbeiten gehen zumindest für die Teilnahme an Rückbildung-Kursen * freigestellt werden. Das würde sie aber natürlich für AG noch unattraktiver machen.

* Für jeden, der damit nix anfangen kann, bitte mal "Rektusdiastase" googeln. Für mich ein ziemlich unumstößlocher Beweis für die Evolutionstheorie. So einen Scheiß kann sich keiner ausdenken.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Irgendwie sollten sich Bento und Gillette zusammentun. Ich glaube, da könnte der größte Irrsinn des Jahrzehnts bei rum kommen

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Geschrieben am
IdefixWindhund (Profil)
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Ist "Feminist Killjoy" eigentlich eine Anspielung auf den Simpsons Pfarrer Reverend Lovejoy?

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Geschrieben am
ObsidJan (Profil)
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Der sogenannte "Gender Pay Gap" beträgt bereinigt je nachdem, welche Quelle man befragt, zwischen 2 Prozent und <5 Prozent. Dieser geringfügige Unterschied zwischen den Löhnen könnte sich auch problemlos durch individuelles Verhandlungsgeschick (= selbst schuld), die Tendenz von Frauen, sich ein bisschen unter Wert zu verkaufen (=selbst schuld) und (aus Arbeitgebersicht) das Risiko einer Schwangerschaft und darauffolgenden Mutterschutz erklären lassen. In Bezug auf den letzten Punkt sind 5 oder von mir aus sogar 6 Prozent weniger Lohn sogar noch ziemlich arbeitnehmerfreundlich, finde ich.

@O.W.: Wie kommst du darauf, dass Köchinnen für gleiche Arbeit weniger verdienen würden als Köche und das strukturelle, geschlechtsbezogene Ursachen hat?

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Geschrieben am
(Geändert am 14. März 2019 um 16:11 Uhr)

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