Klopfers Link- und Lichtbild-Deponie


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Rakshiir (Profil)
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Ja, diese massive Ungleichheit, die muss sich ändern.
Absolut!

... Aber geht doch vorher mal Shoppen und verbessert euern sowieso schon hohen Lebensstandard, den ihr euch ja garnicht leisten könnt weil euer Gehalt so mies ist.

Moment... irgendwas daran klingt komisch :kratz:

1
Geschrieben am
Elena (Profil)
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Irgendwie zeigt es sehr schön die zwei Wege, auf denen Frauen großteilig in der Öffentlichkeit dargestellt werden.
Entweder als Girly, deren Lebensinhalt daraus besteht modisch, hübsch, hip und biegsam zu sein oder aus Emanzen, die bei jedem Scheiß anfangen die "Gerechtigskeitspeitsche" zu schwingen, auch wenn diese Gerechtigkeit nichts mehr mit Gleichberechtigung zu tun hat.
Oh...oder als Opfer versteht sich.

Mir geht Mode und Lifestyle am Allerwertesten vorbei. Und was ist bei denen überhaupt mit "Kunst" gemeint?
Und ja, man wird nicht gleich entlohnt. Das hat - mMn - mehr Scheingründe als echte Bewandtnis, aber am Ende muss ich selbst mit meinem Vorgesetzen eben verhandeln und eben etwas dafür tun, dass ich das Gehalt bekomme, welches ich eben haben will.

Und nein, shoppen steigert nicht die Chance auf guten Lohn!

3
Geschrieben am
Smash Tiger (Profil)
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am Ende muss ich selbst mit meinem Vorgesetzen eben verhandeln und eben etwas dafür tun, dass ich das Gehalt bekomme, welches ich eben haben will.


Absolut korrekt!
Kleine Annekdote aus meinem Leben:
In meinem Büro sind wir zu zweit. Wir haben beide zur gleichen Zeit angefangen und erledigen die gleiche Arbeit in etwa gleich gut. Wir wurden von Anfang an gleich (schlecht) bezahlt.
Nach einiger Zeit bin ich zu meinem Chef gegangen und hab ihm gesagt, dass ich ein anderes Angebot habe und dass ich gehe, wenn er mich nicht besser bezahlt. Ende vom Lied: Schöne Gehaltserhöhung.
Meine Kollegin hat nie etwas gefordert und wird noch immer so mies bezahlt wie zu Beginn.
Der uninformierte Außenstehende schreit da gleich nach Gender Pay Gap, aber in der echten Welt ist es nunmal so, dass man sich seinen Teil einfordern muss. Wer immer nur darauf wartet, dass ihm alles schön hinten rein geschoben wird, der bleibt irgendwann auch der Strecke und jammert dann, wie unfair alle anderen seien.

1
Geschrieben am
Daje (Profil)
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Huh da macht ihr es euch etwas zu einfach finde ich. Ja die Darstellung der Frau am sich ist oft klischeebehaftet, aber die der Männer ja nun auch. Darauf reagieren unser aller Rezeptoren nun Mal. Was das Gehalt angeht gibt es mmn 3 große Probleme und Punkte:

1. Frauen arbeiten eher in sozialen und schlechter bezahlten Berufen.
- das suchen sich die Frauen selbst aus. Maßnahmen dagegen wären sicherlich bessere Förderung der Frauen in Naturwissenschaften aber die Wirksamkeit halte ich für sehr begrenzt. Mehr Lohn in Pflege etc ist sicherlich auch sehr wichtig, dennoch denke ich es ist richtig dass eine Ingenieurin und eine Kindergärtnerin nicht das gleiche Gehalt beziehen.

2. Frauen arbeiten öfter Teilzeit.
- Es muss noch viel in den Köpfen passieren, hier besonders in den Köpfen der Männer. Haushalt und Kindererziehung gehört gleichmäßiger aufgeteilt, so dass gewollt ist. Aber ehrlich Jungs, ich kenn kein paar wo der Mann annähernd die Hälfte im Haushalt macht. Und noch ehrlicher: ich kenne keine Frau die das geil findet.

3. Frauen machen seltener Karriere uns kommen schwerer in Führungspositionen.
- liegt oft daran dass Arbeitgeber sich scheuen junge Frauen einzustellen: die Gefahr von 1-x Schwangerschaften verbunden mit hohen Ausfällen ist wirtschaftlich einfach hässlich. Ich kann verstehen warum viele Arbeitgeber trotz anderweitiger Beteuerungen lieber Männer einstellen wenn sie können. Außerdem gibt es die guten Jobs selten in Teilzeit.
Auch da muss sich viel mehr an Punkt 2 bewegen. Aber ich habe auch kein komplettes sorglospaket an Ideen um das zu beheben :(

2
Geschrieben am
Kitschautorin (Profil) (Website)
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"dennoch denke ich es ist richtig dass eine Ingenieurin und eine Kindergärtnerin nicht das gleiche Gehalt beziehen."

Wieso das denn bitte?

"Aber ehrlich Jungs, ich kenn kein paar wo der Mann annähernd die Hälfte im Haushalt macht. Und noch ehrlicher: ich kenne keine Frau die das geil findet."

Kitschautorin, angenehm.

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Geschrieben am
Smash Tiger (Profil)
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Du findest es geil, dass dein Mann nicht annähernd die Hälfte im Haushalt macht?
Weird flex but ok.

1
Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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@Kitschi
Nunja, dass es Gehaltsunterschiede gibt zwischen Berufen war schon immer so, und wird sich nie ändern. Ob die Unterschiede immer passen? Schwierig.
Viele soziale Berufe sind unterbezahlt, aber je nachdem was ein Ingenieur (wie aus dem Beispiel) macht, isses möglicherweise angebracht, je nach Auswirkung bei Fehlern in der Tätigkeit.
Wenn wir der Meinung sind dass alle Berufe gleich bezahlt sein sollten, würd ich sofort meinen Beruf wechseln, weil ich in anderen 100% weniger stress und Zeitdruck abbekomme, bei gleichem Gehalt wär das also der bessere Deal.

Zum Thema Haushalt:
Ich weiss nicht ob man Tätigkeiten unbedingt so einschätzen kann. Ich koche z.B. öfter, mach häufiger Wäsche, Staubsauge aber seltener. Mach ich nun aber mehr oder weniger? Schwierig.

Woran macht man das fest? Wie angenehm eine Aufgabe ist? Wie lang man dafür braucht?

1
Geschrieben am
Kitschautorin (Profil)
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Ich gebe dir insofern Recht, als viele soziale Berufe definitiv unterbezahlt sind. Man hat dort eine Riesenverantwortung. Das sollte sich bemerkbarer machen. Ich weiß nicht, ob man bspw. Erziehern das gleiche Gehalt wie Ingenieuren geben sollte, aber sie sollten definitiv mehr als jetzt bekommen.

Edit:
Smash Tiger, du hast mich komplett falsch verstanden. Mein Mann und ich teilen uns die Verantwortung im Haushalt genau auf, und ich finde das gut.

0
Geschrieben am
(Geändert am 28. März 2019 um 10:31 Uhr)
qwzt (Profil)
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Meine Freundin und ich teilen uns den Haushalt auch ziemlich genau auf. Finden wir beide gut so, ist ja auch das einzig sinnvolle wenn man ungefähr gleich viel Zeit mit Arbeit verbringt.

0
Geschrieben am
Klopfer (Profil)
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Übernehmt ihr die gleiche Arbeit oder habt ihr die Aufgaben aufgeteilt? :fragehasi:
(Ich find's interessant, das über die Zeit zu rechnen, weil ja gerade die "typischen Frauenarbeiten" durch technische Entwicklungen heutzutage oft sehr viel weniger Zeit beanspruchen als früher, durch Waschmaschine, Geschirrspülmaschine, Trockner, elektrisches Bügeleisen, Elektro- oder Gasherd, etc. ^^ Meine Mama kannte noch das Waschen mit einem Waschbrett.)

0
Geschrieben am
(Geändert am 28. März 2019 um 11:08 Uhr)
Daje (Profil)
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Grr alles weg weil das Handy haben bleibt also noch Mal:

@kitschaitorin: thats what i said. Mehr Gehalt muss definitv sein, die Differenz muss auch nicht so hoch sein. Aber die Arbeit ist ätzender und die Ausbildung zum ein Vielfaches anspruchsvoller daher mmn mehr Gehalt gerechtfertigt.

Schön, dass das mit dem Haushalt bei euch allen gut klappt, ich weiß nur bei uns im Freundeskreis ist es ständig Streitthema und bei uns klappt es auch nicht immer so wie ich das will, was ein bisschen an der Erziehung meines Mannes liegt fürchte ich :ach:

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Geschrieben am
Kitschautorin (Profil) (Website)
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Ob es ätzend ist oder nicht, ist wohl immer auch Sache des eigenen Empfindens. Den Job des Erziehers kenne ich allerdings gut genug, um zu wissen: es kann sehr ätzend werden. (Und die "Arbeitsobjekte" darf man nicht mal anschreien.)

1
Geschrieben am
Smash Tiger (Profil)
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@ Kitschautorin
Stimmt, ich wusste nicht, dass du dich nur auf den ersten Teil des Satzes beziehst. Scusi.

Im Übrigen bin ich auch der Meinung, dass soziale Berufe besser bezahlt werden sollten. Insbesondere im Pflegebereich wird uns ansonsten in einigen Jahren vieles um die Ohren fliegen.

In den meisten Fällen richtet sich die Bezahlung ja leider danach, wie ersetzbar eine Arbeitskraft ist.
Brauche ich z.B. einen Nukularphysiker im Unternehmen, dann muss ich den auch mit Geld und Nebenleistungen bei Laune halten, weil ich nicht an der nächsten Straßenecke einen neuen finde.
Wenn aber der Minijobber, der 2x in der Woche die Einfahrt fegt, plötzlich mehr Geld will, dann ist er mit einem Anruf bei der Leiharbeitsfirma ausgetauscht. Es warten eben noch dutzend Andere, die das gleiche können.
Fair oder menschlich ist das natürlich nicht.

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Geschrieben am
Kitschautorin (Profil) (Website)
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In den meisten Fällen ist das so, das stimmt. Schulassistenzen werden aber auch ziemlich kacke bezahlt und das, obwohl die definitiv Mangelware sind^^

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Irgendwo muss das Geld aber nun mal auch herkommen. :schulterzuck: Gerade im Pflege- und Erziehungsbereich hast du halt ein Dilemma: Zahlst du zu wenig, kriegst du nicht genug Arbeitskräfte. Zahlst du zu viel Gehalt, wird das alles so extrem teuer, dass sich entweder die Gesellschaft oder die Nutznießer selbst das nicht alle leisten können.
Gibt ja ein paar Pflegekräfte, die einen Stundenlohn von 45 Euro oder mehr haben. Aber da müssen die Gepflegten (bzw. ihre Familien) auch Tausende Euro monatlich abdrücken. Wer kann das schon?

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Geschrieben am
Mandarine (Profil)
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Solange Frauen statistisch eher nach oben heiraten, und damit dem Verdienst ihres Mannes wesentlich größere Bedeutung für die Familie als ihrem eigenen verschaffen, sollte man sich auch über die Verteilung von beispielsweise der Erziehungsleistung nicht wundern. Auf solche Gehälter kommt man halt nicht, wenn man nicht auf die Karriereleiter bedacht ist.

@Daje Welche zusätzliche Förderung (über das derzeitige Maß hinaus) würde denn Frauen in die Naturwissenschaften bringen?

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Geschrieben am
qwzt (Profil)
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@Klopfer: Wir haben uns die Aufgaben geteilt. Sie bügelt und kocht (speziell bügeln macht ihr Spaß, da würde sie niemanden anderen dran lassen) und putzt das Bad ich mache den Rest. Sie kommt wahrscheinlich auf etwas mehr Stunden im Monat, aber dafür macht ihr das bügeln und kochen Spaß. Das kann ich über meine Tätigkeiten nicht sagen^^

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Geschrieben am
Veria (Profil)
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Kollegen verdienen. Ich war mir immer extrem unsicher, was eigentlich angemessen ist und ob die andern jetzt eigentlich grad mehr oder weniger kriegen als ich. Aber über Geld redet man ja nicht.

Mein Mann und ich teilen den Haushalt übrigens nach wer-macht-was-lieber auf. Ich hantiere z.B. extremst ungern mit dreckigem Geschirr, für ihn ist das dafür Kleinkram.

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Geschrieben am
Veria (Profil)
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(Und jetzt noch der Anfang. Am Phon im Gebirge klappt nur die Hälfte.)

Es würde viel helfen, wenn man offen kommunizieren würde, was die Kollegen verdienen.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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@Mandarine: Viele Frauen müssen ja auch nicht so viel verdienen. In Ehen bestimmen Frauen oft mehr über die Verwendung des Haushaltseinkommens als die Männer, also wenn der Mann genug nach Hause bringt, dann muss sie sich bei den Kaufentscheidungen nicht so einschränken, wie es ihr eigenes Einkommen eigentlich erwarten lassen würde. :schulterzuck:

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Geschrieben am
Daje (Profil)
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@mandarine
Schon in der Schule bequemen sich viele Mädchen einfach zu: Mathe? Physik? Kann ich nicht, mag ich nicht. Da muss das schon ansetzen. Dazu waren denke ich kleinere Klassen, etwas zusätzlich sensibilisierte Lehrer und zb Projekte sinnvoll. Aber wie schon gesagt patentrezepte habe da sicherlich die profis. Das ist nur das was ich so miterlebe. Es schickt sich nicht für ein Mädchen gut in Informatik oder Mathe zu sein und das ist ja schon blöd an sich.

@kitschautorin
Oha, Profi am Werk :D ich weiß auch was du meinst ich hab 7 Jahre in der Pflege gearbeitet. Daher, ja der Job gehört aufgewertet aber wir Klopfer auch sagt, die Bezahlung des Vorhabens ist nicht leicht. Dazu wäre eine komplette Umstrukturierung der Steuer- und Pflege- und mmn auch Rentensysteme nötig und das sprengt den Rahmen hier. Ich denke allerdings, dass das ohne groß teurer zu werden möglich wäre. Man bräuchte nur Mal vernünftige Politik die nicht nur gelähmt durch Kompromisse kosmetik am Kosmetik reiht.

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Geschrieben am
Kitschautorin (Profil) (Website)
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Daje, da bin ich bei dir. Aber das wird halt nichts, solange wir Leute wie den Spahn da oben sitzen haben und das Bildungswesen weiterhin so schändlich vernachlässigt wird.

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Geschrieben am
Mandarine (Profil)
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Es schickt sich nicht für ein Mädchen gut in Informatik oder Mathe zu sein und das ist ja schon blöd an sich.


Das ist, angesichts der wesentlich besseren Schulnoten von Mädchen (auch bei gleichen Leistungen), schon erstaunlich. Komischerweise kenne ich auch keine Eltern, die sich je über die guten Noten ihrer Töchter erregt hätten, wobei das jetzt arg subjektiv ist, und damit natürlich kein wirkliches Argument darstellt.

Fakt ist jedenfalls, dass ausgerechnet Berufe im produzierenden Gewerbe sehr viel besser bezahlt werden, als solche außerhalb davon (allein im Tiefbau kann man als Facharbeiter schon unmittelbar nach der Ausbildung bessere Gehälter einfordern, als die Mehrheit der Akademiker nach dem Studium). Und zufälligerweise sind das noch viel stärker die Berufe, in denen man praktisch keine Frauen findet, obwohl man dort keine Edit: höhere Mathematik braucht. Und angeblich gibt es ja keine physischen Unterschiede zwischen Frauen und Männern, mit denen sich die Jobwahl begründen lassen würde, also wundert mich der erstaunlich geringe Drang von Feministen, dort eine Frauenquote einzuführen - die soll es nämlich lustigerweise immer nur für gutbezahlte, trockene, und angenehme Bürojobs geben...

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Geschrieben am
(Geändert am 28. März 2019 um 17:48 Uhr)
qwzt (Profil)
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Meiner Erfahrung nach gelten Mädchen die gut in Mathe oder gar Informatik sind schneller als Nerds und langweilig (wobei das stärker von Mädchen ausgehen zu scheint als von Jungs). Ist ist natürlich schwachsinnig, aber ich habe das schon öfter mitbekommen.

Generell scheinen sich Mädchen aber auch weniger stark für technische Berufe zu interessieren. Da man aber als Arbeitgeber nach außen kommunizieren muss, dass man nicht sexistisch ist, führt das dazu das eine Klassenkameradin von mir mit einem miserablen Abi einen Job bekommen hat weil sie die einzige weibliche Bewerberin war. Ergo wurde ein Mann abelehnt, der deutlich besser qualifiziert war. Und das wiederrum führt dann dazu, dass eine Freundin von mir das Gefühl hat sie müsse dreimal so gut sein wie alle andern damit niemand denkt, sie hätte den Job nur weil sie eine Frau ist. Das sie in unserem Jahrgang drittbeste im Abi war ist dabei Nebensache.

Wie man das Interesse von Frauen an Informatik steigern könnte weiß ich nicht. War vor einiger Zeit nicht mal was geplant um den Unterricht weniger "männlich" zu machen? Klopfer hatte da glaube ich was dazu geschrieben. (Die Autokorrektur wollte aus "Klopfer" "Ölopfer" machen. Was ist ein Ölopfer?)

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Geschrieben am
Kitschautorin (Profil) (Website)
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"Was ist ein Ölopfer?"

Diverse verklebte Vögel zum Beispiel.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Meiner Erfahrung nach gelten Mädchen die gut in Mathe oder gar Informatik sind schneller als Nerds und langweilig (wobei das stärker von Mädchen ausgehen zu scheint als von Jungs). Ist ist natürlich schwachsinnig, aber ich habe das schon öfter mitbekommen.

Hm, aus meiner persönlichen Umgebung war es bei Mathe schlicht egal (bei den Mädchen war Mathe neben Englisch der meistgewählte LK), und bei Informatik wurde auch jeder Junge als Nerd abgestempelt, der da richtig gut und interessiert war. :schulterzuck: Und dass das nicht gerade toll fürs Ansehen (gerade auch bei Mädchen) ist, muss ich wohl nicht erklären.
Wie bei vielen Sachen stellt sich mir also die Frage, ob man da nicht auch einfach gerne etwas ignoriert, dass Jungs da ebenfalls nicht dauernd bestärkt werden und sich auch durchbeißen müssen, anstatt alles auf dem Silbertablett serviert zu bekommen.

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Geschrieben am
qwzt (Profil)
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Was ich damit meinte ist, dass Jungs die gut darin waren in meiner Klasse durchaus ansehen genossen. Mädchen wurden dagegen eher als seltsam betrachtet. Das muss natürlich nicht überall so sein, ist nur halt in meinem begrenzten Erfahrungsschatz so, dass Mädchen von dieser "Abwertung" stärker betroffen sind.

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Geschrieben am
Daje (Profil)
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@Qwzt: das ist auch meine Beobachtung gewesen und auch sonst sehr ich oft Mütter die sagen ach ist nicht schlimm wenn du da nicht kannst. Kann ich auch nicht.
Die Interessenlage für Mädchen was Tiefbau angeht ist mäßig das stimmt 😅
Ich glaube ganz wird man das Problem nicht lösen können und: Frauen die sich pauschal darüber ärgern können oft selber ganz viel daran tun dass es für sie anders wird.

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Geschrieben am
Diiter (Profil)
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Mal ein paar provokante Fragen, die mir spontan in den Sinn kamen, als ich diese Diskussion gelesen habe:
Mädchen interessieren sich im Durchschnitt weniger für Technik, aber warum soll das ein Problem sein? Warum muss das unbedingt "gelöst" werden?
Ist es nicht egal, ob zB der Ingenieur, der die Brücke gebaut hat, über die ich gerade fahre, ein Mann oder eine Frau ist?
Woher kommt dieses innere Bedürfnis, in jedem Bereich unserer Gesellschaft eine 50/50 Aufteilung hinbekommen zu wollen? Und was versprechen sich die Leute davon, wenn es irgendwann einmal Realität sein sollte?

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Das ist keine provokante Frage.
Das ist eine absolut logische Frage und kann eigentlich nur beantwortet werden mit: Das Geschlecht einer Person ist egal, solange sie eine Funktion erfüllt die kein bestimmtes Geschlecht verlangt.
Deshalb ist auch Frauen (und theoretisch auch Männerquote) in Berufen totaler Humbug. Es sollte immer die am Besten qualifizierte Person eingestellt werden. Geschlecht, sexuelle Neigung, unwichtige Einschränkungen (aka Behinderungen) sind in den Fällen absolut egal.

Es ist traurig, dass wir Firmen haben, die in die eine Richtung fallen (aka: ich stelle eine schlechter qualifizierte Person ein, um ne Quote zu erfüllen), genauso wie es sicherlich immernoch Firmen gibt die jemanden nicht nehmen, WEIL die Person ein bestimmtes Geschlecht, sexuelle Neigung oder Einschränkung hat.

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Geschrieben am
mischka (Profil)
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Also ich teile mal meine Erfahrung als Informatik Lehrer zum hier ein paar Missverständnisse zu beheben. Aktuell habe ich eine fünfte, eine sechste, eine achte und eine zehnte Klasse in Informatik.

Mit der 5.,6. & 8. programmiere ich mit scratch, mit der zehnten HTML, CSS & Javascript.

In der fünften Klasse sind zwei Mädchen die Klassenbesten. Ein arabisches Mädchen und eine deutsche. (Wenn ich das arabische Mädchen nicht ran nehme wenn sie sich meldet, guckt sie immer so böse, was bei süß aussieht und ich hab Probleme nicht zu kichern.) Die Klasse - Jungs und Mädels - beneidet die beiden. Sie genießen durch ihre Leistungen mehr ansehen.

In meiner sechsten ist eine Überfliegerin drin, die eigentlich von mir eine null bekommen müsste. Als ich sie nach 4Stunden Informatik aufgefordert habe ein Dreieck auf dem Rechner zu zeichnen (vorher hat sie ein Quadrat gemacht) hat sie selbst eine Funktion programmiert, die ein regelmäßiges n-Eck zeichnet, für den Fall, dass später ein 5-Eck oder so dran kommt. Sehr beeindruckend. Auch sie genießt dadurch Respekt und Ansehen.

In der achten stinken die Mädels übelst ab, in dem alter ist es tatsächlich uncool. Da ist aktuelle Bestnote der Mädels ne 3. Aber in der zehnten Klasse sind die Mädels im Schnitt 1,2 Noten besser als die Kerle. Von den Jungs sind zwei recht gut. Von den Mädels 4. Auch hier gilt, dass die Jungs und auch die Mädels, die gut sind, dafür beneidet werden und einen Ansehenszuwachs durch ihr Talent erfahren.

Alles in allem ist das meiner Erfahrung nach nur eine Phase in der 7. und 8. Klasse, wo Mädels als uncool gelten, wenn sie in Informatik gut sind. Da hatte ich letztes Halbjahr sogar ein Mädel dabei, die absichtlich den Test vergeigt hat, um keine 1 zu erhalten.

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Geschrieben am
Daje (Profil)
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@Mischka
Toll, so etwas zu lesen du scheinst einen sehr guten Job zu machen, dem sowas hängt auch immer ein bisschen vom Lehrer ab, ob er es schafft, alle mitzunehmen! Meine Erfahrungen sind halt nicht ganz so rosig. Auch bei mir in der Uni sind wir Mädchen noch echte aliens in den Ingenieursstudiengängen

@diita
Da hast du Recht, es muss nicht anders sein. Das sind aber die Berufe in denen man Geld verdient, und es ging darum, ob und wie man diese Lücke verkleinern kann. Und ich finde durch sowas wie girlsday und ähnliches sollten Mädchen schon an Technik und MINT heran geführt werden, damit sie sich nicht aufgrund von Vorurteilen, sondern freu und aus Interesse für einen Bildungsweg entscheiden.

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Geschrieben am
ObsidJan (Profil)
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2. Frauen arbeiten öfter Teilzeit.
- Es muss noch viel in den Köpfen passieren, hier besonders in den Köpfen der Männer. Haushalt und Kindererziehung gehört gleichmäßiger aufgeteilt, so dass gewollt ist. Aber ehrlich Jungs, ich kenn kein paar wo der Mann annähernd die Hälfte im Haushalt macht. Und noch ehrlicher: ich kenne keine Frau die das geil findet.

Warum in den Köpfen der Männer?
Wenn Punkt 1. "Frauen arbeiten eher in sozialen und schlechter bezahlten Berufen" zutrifft und Frauen ihre Berufswahl selbst zu verantworten haben, ist es doch logisch, dass Männer mit im Durchschnitt höheren Löhnen und höherer Stundenzahl (nichts anderes sagt ja der unbereinigte "Gender" Pay Gap aus) bei der Familiengründung die sind, die seltener in Teilzeit gehen. Das Argument mit der Teilzeit lese ich oft, aber manchmal erweckt es den Anschein, als seien die Männer irgendwie Schuld daran. Tatsächlich glaube ich aber, dass die meisten Paare das zusammen und gleichberechtigt entscheiden und sich dabei gut überlegen, in welcher Konstellation sie finanziell am besten dastehen. Dann kommen sie nämlich zu dem Schluss, dass sie besser über die Runden kommen, wenn (um jetzt mal geschlechtstypische Berufe rauzupicken) die Sozialpädagogin oder die Bürokauffrau in Teilzeit geht als der leitende Angestellte oder Maschinenbauer. Zumal die Ausgaben ja nicht geringer werden, sondern eher noch höher durch die Kinder.

Und wenn der Mann nach 45 oder vielleicht 50 Wochenstunden in leitender Position geschafft nach Hause kommt, während die Frau Teilzeit arbeitet oder vielleicht 35-37 h/Woche Kinder betreut oder einfache Bürotätigkeiten macht, sorry, dann kann frau nicht erwarten, dass die Hausarbeit dann auch noch 50:50 aufgeteilt wird.

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Geschrieben am
(Geändert am 1. April 2019 um 1:44 Uhr)
ZRUF (Profil)
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@ObsidJan

Genau so ist es am Ende. Ich hätte kein Problem damit Teilzeit zu arbeiten und mich mehr um die (nicht vorhandenen) Kinder zu kümmern. Aber beim Blick auf den Gehaltszettel bleibt nur die Schlussfolgerung, dass eher meine Frau Teilzeit machen müsste, weil wir uns sonst nichtmal mehr unsere Wohnung leisten könnten.
Und Teilzeit als Führungskraft ist nunmal auch schwierig.
Wenn es andersrum wäre, dann wäre ich der erste, der sagt: Schatz, wenn du weiter Karriere machen willst, dann gehe ich in Teilzeit. Würde mich auch nicht im geringsten stören.

Generell hatte ich letztens erst einen Beitrag gesehen, bei dem es darum ging, dass in Ländern in denen die Frauenrechte am besten sind, die MINT-Studentinnen sogar die wenigsten sind. Eben weil sie dort die Freiheit haben zu wählen.
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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Japp, das wird irgendwie jedes Jahr aufs Neue bestätigt: Geschlechtsunterschiede manifestieren sich in gleichberechtigten Gesellschaften deutlicher.

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Geschrieben am

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