Klopfers Link- und Lichtbild-Deponie


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Rakshiir (Profil)
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Scheinbar hab ich ne andere Meinung was "politisch absolut notwendig" ist.
Das hier ist Geldmacherei, und Attention whoring von den Teilnehmern und Klum in meinen Augen.

Vielleicht leb ich auch in meiner eigenen Welt, aber was im TV läuft, suggeriert schon ein bischen dass es normal wäre. Und sorry, normal ist da keiner. Nicht dass die Leute gefährlich wären oder so, aber ich bin eben der Meinung, man sollte ihnen nicht NOCH mehr Aufmerksamkeit geben. Das ist es nämlich, was sie in erster Linie wollen. Und für welche Agenda? Welche wirklich wichtige politische Meinung wird da denn vertreten?

3
Geschrieben am
Aglaija (Profil)
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Da muss ich dir widersprechen , nicht unbedingt auf die deutsche Show bezogen - eher auf das Original aus den USA: Das hat sehr wohl eine politische Haltung in Bezug auf Toleranz; Offenheit und Gleichstellung:

Es geht auch nicht darum, dass es als "normal" gesehen wird; so sehen sich die Teilnehmer nicht und wollen es auch nicht sein.

Es geht eben um eine sehr bunter Ergänzung der Normalität, die deswegen aber weder "abartig" noch in irgendeiner Weise zu verurteilen ist. Das Thema ist in den USA sicher wesentlich brisanter, aber wenn ich mir so manche Gegenden hierzulande anschaue, kann denen eine Erweiterung des eigenen Horizonts abseits der schwarz-weiss Schublade nur gut tun.

1
Geschrieben am
Klopfer (Profil)
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Wenn Heidi Klum in der Show warmherzig ist... warum ist sie das nicht bei GNTM? :fragehasi:

Außerdem:

Ihr neuer Mann und dessen Zwillingsbruder, die Stars der Band Tokio Hotel, haben ihrem Modegeschmack und ihrer Weltoffenheit gutgetan.

:kaputtlach: Sie ist ja jetzt offener und modischer, weil sie einen Ossi geheiratet hat, dessen Zwillingsbruder sich über lange Zeit angezogen hat wie ein Junkie, der aus den Mülleimern von Kate Moss frisst.

2
Geschrieben am
(Geändert am 15. November 2019 um 10:38 Uhr)
Rakshiir (Profil)
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Ich drücke es mal so aus:
Wenn das der Sinn der Show wäre, der primäre Sinn, dann könnte man mit mir drüber reden.
Ist es aber in meinen Augen nicht.

Das ist nun etwas stark überzogen aber: Der Krieg war auch nicht gut, nur weil er dafür gesorgt hat dass die Infrastruktur was Autobahnen angeht ausgebaut wurde.

Wenn der primäre Grund ist Geld zu machen, und dass Frau Klum mal wieder in aller Munde ist, dann ist der kleine Nebeneffekt mit mehr Toleranz ehrlich fürn Arsch.

Denn mit demselben Geld dass für diese Show ausgegeben wurde hätte man deutlich mehr für das Ziel machen können, wenn einem das WIRKLICH am Herzen liegen würde.
Und ich vermute, dass es in den USA dasselbe in Grün ist. Kann sein dass ich mich täusche, aber das is so mein Gefühl bei der Sache.

1
Geschrieben am
Aglaija (Profil)
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Wie gesagt, zur deutschen Show will ich da gar nicht viel sagen, die ist nun mal nur ein Abklatsch.

Natürlich ist die amerikanische Show in erster Linie Unterhaltungsprogramm, aber es werden tatsächlich in der Show immer wieder auch politische Themen wie gleichgeschlechtliche Ehe, homophobe Morde, der Stonewall Aufstand etc. thematisiert und ins Bewusstsein gerückt. Viele Teilnehmerinnen sind politisch sehr aktiv und geben das auch entsprechend in der Show wieder.

Es gibt sehr viele prominente Supporter, die sich eben auch zu den politischen Hintergründen äußern. Daher ist der gesamte Einfluß nicht zu unterschätzen und in meinen Augen auch absolut wichtig und richtig.

0
Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Ich hab ja beide nicht gesehen. Bei der Deutschen muss ich das glaube ich auch nicht, um es einzuschätzen.
Zumal:
Könnte an manchen Stellen mehr Toleranz da sein? Bestimmt, auch bei uns. Was Rechte und Toleranz angeht, im Großen und Ganzen gibts aber bestimmt schlimmere Orte.

Kommt halt drauf an, wie der Fokus angesehen wird. Gibt natürlich n Unterschied zwischen es wird ein Fokus draufgelegt und sagen wir mal die Frage zu Miss XY und die Antwort "Mehr Toleranz", und sonst passiert nix.

Mir geht es momentan ein bischen auf die Nerven, dass bestimmte Dinge so aufgebautscht werden, als wären sie das tollste seit Erfindung der Erde, obwohl es sehr offensichtlich ist, dass der Fokus woanders lag. Denn wenn man ehrlich wäre, sollte ein Artikel dann eher lauten:
Ganz nette Hintergrundgeräusche, aber man sollte wenn das darauf aufbauen, und nicht auf dem Kommerz, wenn man WIRKLICH etwas ändern will. Wenn nicht wirkt das auf mich eben immer wie Heuchlerei.

Auch wenn das hiermit nicht direkt was zu tun hat, aber die Gleichbehandlung von Dingen ist eben momentan einfach wenig vorhanden, in meinen Augen. Schön dass n Benefizkontert gemacht wird um auf Rechtsradikalismus hingewiesen wird nachdem Ausländer zu schaden kommen. Komisch aber, dass es sowas nicht gibt, wenn Einwanderer den Deutschen schaden. Ist das dann in Ordnung, muss man da nicht drauf hinweisen?

0
Geschrieben am
Aglaija (Profil)
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ich muss sagen, dass die von mir hoch verehrte Anja Rützel das wirklich schön zusammengefasst hat:

https://www.spiegel.de/kultur/tv/queen-of-drags-heidis-klum-neue-prosieben-show-a-1296482.html

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Allein bei der Überschrift denke ich:
Jep.

Also insgesamt denke ich ja, das ist definitiv ein besserer Beitrag zu dem Thema.

0
Geschrieben am
IdefixWindhund (Profil)
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Politisch Notwendig!?
Nein, ist Sie nicht. Eher missbraucht man die Gruppe Menschen, zur lustigen, bespaßende, Unterhaltung.

Warum ist allerdings dann Prinz Charming nicht auch eine politisch wichtige Show?

Ich will dann ne Show wo mir das neue Klimapaket der BRD schön geredet wird, dass ich nachher gerne mehr für Benzin bezahle.

Idee:
- Gute Fahrt, schlechte Fahrt
- Rote Rosen (an der Tanke)
- Sturm der Ökosteuer
- Alles was Zahlt
- Tankwart im Einsatz
- Tanke am Südring
- Autotausch
- Auto sucht Fahrer/in
...

2
Geschrieben am
(Geändert am 15. November 2019 um 17:11 Uhr)
Jan294 (Profil)
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Ich finde, daß die Kommentare zeigen, daß so eine Show offenbar tatsächlich notwendig ist. Denn wer ohnehin tolerant ist, dem ist es doch völlig egal, ob es um dürre oder normale Models, hetero- oder homosexuelle Junggesellen, Hobbyköche, Drag Queens oder was auch immer geht. Wie Aglaija es so wunderbar formuliert hat: oftmals geht es einfach um die Erweiterung des eigenen Horizontes. Nur weil sich irgendwer anders verhält als das, was ein Großteil im persönlichen Regionalgebiet als "normal" definiert hat, ist derjenige noch lange keine Ausschußmasse. Ich finde es sehr befremdlich, mit welcher Vehemenz viele Menschen ein ihnen nicht geläufiges Verhalten pauschal als unnormal abtun und abwerten. Selbstverständlich führt eine Sendung wie "Queen of Drags" nicht zu einem pauschalen Umdenken großer Personenzahlen, so etwas sind wohl eher schleichende Prozesse, die es aber eben nur deswegen gibt, WEIL bestimmte Themen in die Öffentlichkeit gerückt werden.

1
Geschrieben am
O.W. (Profil)
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@ IdefixWindhund

"Autotausch" gab es mal als Rubrik bei "auto motor und sport tv" oder "automobil". War eigentlich ganz lustig, wenn dann z.B. Daihatsu Cuore gegen Porsche 911 getauscht wurde (Ergebnis: der Daihatsufahrer war froh, sein praktisches Auto nach einer Woche zurück zu haben und der Porschefahrer hat sich einen E63 AMG T-Modell gekauft, weil er gesehen hat, dass ein Auto ohne Kofferaum manchmal reichlich blöd sein kann).
Wenn das als feature Sendung käme, da wäre ich sogar dabei. Das könnte spaßig sein.

0
Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Ich finde, daß die Kommentare zeigen, daß so eine Show offenbar tatsächlich notwendig ist. Denn wer ohnehin tolerant ist, dem ist es doch völlig egal, ob es um dürre oder normale Models, hetero- oder homosexuelle Junggesellen, Hobbyköche, Drag Queens oder was auch immer geht. Wie Aglaija es so wunderbar formuliert hat: oftmals geht es einfach um die Erweiterung des eigenen Horizontes.


Hm, Drag Queens passen da irgendwie nicht ganz so richtig in die Reihe. Das ist halt eine Kunstform, und einige können was damit anfangen und andere nicht, und viele von denen, die nichts damit anfangen können, lästern halt drüber, und solange es nicht menschenverachtend wird, ist das auch okay. Das ist auch bei Rapmusik so, bei Schlager, Volkstheater und sonstigem Krempel.
Ich fand's z.B. total albern, wie nach dem ESC-Sieg von Conchita Wurst solche Plattitüden wie "Das zeigt, dass man Menschen so nehmen soll, wie sie wirklich sind" im Hunderterpack verteilt wurden. Conchita Wurst war schließlich gerade ein Beispiel für einen Menschen, der sich anders darstellt, als er wirklich ist. Es war eine Kunstfigur (wie bei allen Drag Queens), und aus der oberflächlichen "Typ im Fummel"-Sache eine Toleranzbotschaft für Transpersonen abzuleiten, wirkte auf mich eher ein bisschen, als wenn das eine umgekehrte Immunisierung sein sollte, so in der Art von: "Wenn du nicht transphob bist, musst du Drag Queens gut finden!" Aber nee, muss ich nicht.

Ist bei "Prince Charming" auch ähnlich. Die Balz interessiert mich halt nicht, werde ich mir nicht angucken, bin aber auch nicht homophob. Da sehe ich auch wenig Wirkung auf die allgemeine gesellschaftliche Toleranz.

1
Geschrieben am
IdefixWindhund (Profil)
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O.W.
Echt!? Die Rubrik ist da völlig an mir vorbei gegangen.

Wobei ich mehr "Mein neuer Alter", und "Grip" früher gesuchtet hab.

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Geschrieben am
Jan294 (Profil)
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Ich denke, es wären eher die Hobbyköche, die in meiner Aufzählung nicht so recht passen, da alles andere (im weitesten Sinne) Castingshows sind. ;-)

Natürlich kann man drüber lästern, es würde ja sonst am Grundkonzept für deine ganze Seite fehlen. :-D

Was die Wirkung auf die gesellschaftliche Toleranz betrifft: ich sagte ja, daß das eher langfristige Effekte sind. Und Fernsehshows sind dabei nur ein Teil des ganzen, allerdings hilfreich, um einer breiteren Öffentlichkeit zu zeigen: seht mal, was es alles gibt, wofür Menschen sich interessieren. Oder bei anderen Formaten: seht mal, mit was für Problemen manche Menschen sich rumplagen müssen. Vergleiche doch mal, was vor 20 oder 40 Jahren in der Öffentlichkeit Akzeptanz erfahren hat und was heutzutage, da sind wir aber ganz sicher einige Schritte weiter.

Übrigens: ich habe Queen of Drag nicht geguckt. Auch keinen Prince Charming (mußte erstmal googeln, was das überhaupt ist) und auch kein GNTM, DSDS, Bachelor oder ähnlichen Kram. Das ist für mich Synapsenvergewaltigung. Trotzdem ergibt es für mich Sinn, wenn ich lese, daß die Sendung politisch sinnvoll ist.

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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@Klopfer
Ich sehe das ähnlich. Meiner Meinung nach tut man den Transgender, Homosexuellen, oder welcher Gruppe auch immer keinen Gefallen, wenn man sie über den gleichen Kamm schert wie die Drag Queens.

Ich würde die eher vergleichen mit Schauspielern, die eine Rolle spielen, wobei das auch nicht komplett passt.

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Geschrieben am
Jan294 (Profil)
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@Rakshiir
Wer schert denn LGBT über einen Kamm mit Dragqueens? Meist sind das doch heteros, quasi Schauspieler/Rollenspieler, wie du ja richtig erwähnst.

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Geschrieben am
(Geändert am 20. November 2019 um 15:51 Uhr)
Elena (Profil)
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Also ich habs gesehen.
Ich sehe es mir in erster Linie an, weil ich die Kostüme und den Aufwand schon irgendwie irre finde.
Genau wie bei manchen Musicals zb.

Natürlich ist das Ding eine Klum - Show, die dem Wurst auch mal wieder ne Möglichkeit gibt in der Öffentlichkeit zu stehen und dem Kaulitzding.
Ich glaube auch nicht, dass das Hauptaugenmerk irgendwie erstmal politisch sein soll, sondern eben Unterhaltung und Gewinn.

Aber, es sind 2 - 3 Leute dabei, die in ihren Interviewsequenzen LGBT - Themen ansprechen, auf ihre Wichtigkeit hinweisen und dass der Weg eben noch nicht gegangen ist. Man könnte also sagen, dass manche der Teilnehmer die Reichweite nutzen, um auch diese Themen ansprechen zu können und vll durch das eigene Auftreten dazu beizutragen der breiten Masse ein positiveres Bild zu vermitteln über Menschen, die eben bunter sind.

Das gilt nicht für alle, man findet natürlich auch die Klischeetucke, die super nasal säuselt und irgendwie dauerzickig ist. Aber das trifft nicht auf alle zu.

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Geschrieben am

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