Klopfers Link- und Lichtbild-Deponie


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Klopfer (Profil) (Website)
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Bild 8494

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Geschrieben am
IdefixWindhund (Profil)
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Google übersetzt, mit dem Google Chrome Plug In, diesen Satz aber folgend:

Das beim Sex am gleichen erwachten Orchester


OK, selbst ohne Übersetzer Plug In, bleibt es Deutsch, macht aber noch weniger Sinn.

Aber interessanter ist, wieso übersetzt Google deutsches, in deutsch?

1
Geschrieben am
(Geändert am 14. Mai 2020 um 14:24 Uhr)
qwzt (Profil)
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Ist beim Sex den überhaupt ein Orchester erwünscht?

2
Geschrieben am
Elena (Profil)
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Naja, Leute, die beim Küssen die Glocken läuten hören, wollen vielleicht dann beim Sex ein ganzes Orchester....

1
Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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Und in meiner Jugend witzelte man noch, man sänge dabei "Klingglöckchen". Das hier ist natürlich kultivierter.

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Geschrieben am
Daje (Profil)
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Okay das Check ich auch nicht. Orchester mit viel Phantasie jo, aber was zum Henker hat das Fagott verbrochen?
Xylophon ist ja wie Blockflöte, wenn man das beim Sex hört denkt man wahrscheinlich nur scheiße ich dachte die Kinder schlafen schon..

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Geschrieben am
IdefixWindhund (Profil)
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OK, hier meine Playliste (Ja, bei einigen sind nicht alle, oder keines der hier aufgeführten Instrumente beteiligt):
Le Carnaval des Animaux - Aquarium für das berühmte erste Mal.

Greg Nash - Requiem for a Dream fürs warten auf das Ergebnis des Schwangerschaftstests

Bach: Toccata and Fugue in D minor, BWV 565 beim betreten des BDSM Studios

Craig Armstrong - Hanging Escape bei Erektionsstörungen (nicht dass ich je irgendwelche gehabt hätte!)

Rednex - Cotton Eye Joe während dem Sex

Strauss - Also sprach Zarathustra beim Orgasmus, von wem auch immer.

1
Geschrieben am
Stone (Profil)
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Ich finde ja Tittenmaus von den Ärzten lustig. Aber nach dem Joko und Klaas Video bzgl. Männerwelt bin ich mir echt unsicher, ob das nicht zu offensiv ist. Das Video hat mich echt ganz schön mitgenommen, obwohl ich noch nie in meinem Leben ein Dickpick verschickt habe, etc.

0
Geschrieben am
IdefixWindhund (Profil)
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Ich hab mich schon gefragt wann #Männerwelten #JKLive auch hier zum Thema wird.

Am Ende war ich geschockt, die eine Frau mit ihrem rosa (oder roten) Pyjama, wo Sie mit 8, 9, 10, 11, und 13 Jahren, sowie 17 Jahren vergewaltigt wurde. Da war ich echt sprachlos.

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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Äh, ja. Wie gut, dass ich davon noch nie gehört habe. Darf eigentlich auch so bleiben.

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Für Menschen ohne TV Konsum.... wovon reden wir hier eigentlich?

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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@Gast: Nicht fragen, sonst kriegst du eine Antwort! D:

1
Geschrieben am
IdefixWindhund (Profil)
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@Sajoma schön dass du es gut findest, vor allem als Mensch des weiblichen Geschlechtes, dass du davon noch nichts gehört hast. Natürlich darfst du dir jenes Video nicht anschauen, brauchst es auch nicht gut finden.

Es ist aber als Mann, schon lustig zu sehen, dass es (auch) Frauen gibt, die von Frauenrechte, Feminismus, und sexuelle Belästigung von Frauen, und Vergewaltigung von Frauen nichts wissen wollen. Make my day :trollface:

https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=uc0P2k7zIb4&feature=emb_title

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Geschrieben am
(Geändert am 16. Mai 2020 um 8:11 Uhr)
Sajoma (Profil)
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@IdefixWindhund: Lustig zu sehen, dass mein Desinteresse bezüglich einer Gegebenheit, die ich - ohne mehr darüber zu wissen - nur für eine aktuell medienrelevante Twitterlawine halten kann, direkt bedeuten soll, dass mir Menschen- oder Frauenrechte egal wären. Ich kann dir versichern, dass man humanistisch veranlagt sein kann, ohne sich Feminismus auf die Fahne schreiben zu müssen, und dass es letztlich relevanter ist, was man im echten Leben tut, als welchen Hashtag man teilt.
Ich empfinde echtes Mitleid mit jedem Menschen, dem Gewalt angetan wird, und ich habe beruflich genug mit echtem Leid zu tun, als dass ich mich darüber hinausgehend noch daran beteiligen mag, wie diese oder jene persönliche Verletzung von Menschen durch die Medien gezogen wird. Ich finde es gut und wichtig, wenn im Rahmen des Rechtsstaats nach Gerechtigkeit gestrebt wird, aber ich sehe den Nutzen von Medienpräsenz dabei oft nicht. Im Gegenteil, mir scheint, oft wird dadurch mehr Leid verursacht als Präventionsarbeit geleistet.

3
Geschrieben am
Gast (Profil)
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Ich hab's jetzt gesehen. Ist das traurig, wenn ich sagen muss, dass mich da leider nix wirklich überrascht hat? Ich frage natürlich bei vielen Dingen, warum? Warum verschickt man Bilder von seinem Penis? Nimmt man wirklich an, dass das einer sehen will? Dass die angeschriebene sich dann meldet und vögeln will? Ernsthaft? Ebenso diese Chatverläufe. Was erwarten die Leute denn, wenn sie wildfremden Frauen ein "Ficken?" schreiben? Begeisterungsstürme? Oder ist das die Macht der Masse? Funktioniert das einmal in tausend Fällen? Also immer fleißig weiter anschreiben?

Und das bei Vergewaltigungen nicht die Kleidung eine Rolle spielt, wer stellt denn solche Zusammenhänge überhaupt her? Es geht um Machtausübung, nicht um Attraktivität. Selbst Delphine vergewaltigen andere Delphine, um Dominanz zu zeigen, nicht weil sie geil sind.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Es geht um Machtausübung, nicht um Attraktivität.

Dachte ich früher auch, aber Wissenschaft sagt nein.

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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Gut, ich hab meine Bildungslücke jetzt auch aufgeholt. Fand jetzt auch nichts davon wirklich überraschend, hätte nur gut Lust, Daten bezüglich sexistischer Kommentare unter Videos männlicher wie weiblicher Produzenten zu sammeln und zu vergleichen...
Generell fühle ich mich in der Opferrolle unwohl, und ich finde es stets bezeichnend, wenn unter einem Video, das Missbrauch thematisiert, Männer von ihren Erfahrungen schreiben und dann geantwortet wird "das ist ein völlig anderes Thema, hier geht es um den Missbrauch an Frauen; hoffe, du siehst das ein". Nein, verdammt. Sehe ich nicht.

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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@Klopfer: Quelle? Interessiert mich.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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@Sajoma: Ich suche mal und hoffe, ich finde den Artikel wieder. War ein Aufsatz, den ich vor vier, fünf Jahren mal zufällig gelesen habe.

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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@Klopfer, die Quelle dazu würde mich auch interessieren. So hab ich das früher mal gelernt, ist aber auch ne Weile her.

Wenn "züchtige" Kleidung Vergewaltigungen verhindert, dann dürften ja verschleierte Frauen nie Probleme damit haben. Und obwohl ich dazu keine Statistik zur Hand habe, zweifele ich das mal grob an. Überhaupt all die Jahrhunderte, in denen Frauen hochzugeknöpft gekleidet waren, soll es nicht zu Vergewaltigungen gekommen sein? Also zugespitzt: Vergewaltigungen gibt es erst seit dem Minirock? Wohl kaum.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil)
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Genau denselben Artikel von damals habe ich nicht gefunden, aber hier ist einer mit Verweisen auf wissenschaftliche Arbeiten und hier noch ein Artikel von zwei Professoren, der etwas rarer mit Quellen ist.
Wenn man einen Vergleich zu soziosexuellem Dominanzverhalten im Tierreich ziehen würde, wäre es rätselhaft, wieso beim Menschen Vergewaltiger sich üblicherweise auf ein Geschlecht beschränken (also etwa Hetero-Männer auf Frauen und schwule Männer auf Männer) und warum sie es bis zum Orgasmus durchziehen.

@Gast: Ich bin gar nicht auf die Kleidungssache eingegangen, aber du darfst die Sache nicht zu simpel sehen und dir damit einen Strohmann basteln, den du dann leicht abkanzeln kannst.
Ich zweifle nicht daran, dass attraktiv gekleidete Frauen häufiger Opfer von sexuellen Übergriffen gerade durch Fremde oder eher flüchtige Bekannte werden. Wohlgemerkt: häufiger. Das heißt überhaupt nicht, dass sehr konservativ gekleidete Frauen gar keine Probleme damit hätten.
Es spielt (neben der "normalen" Wirkung, dass es sexuell anziehend ist, viel vom Körper einer wohlgeformten Person des bevorzugten Geschlechts zu sehen) nonverbale Kommunikation mit hinein, und die kann dummerweise oft sowohl dank kultureller als auch individueller Hintergründe missverstanden werden. Wenn eine Frau einem Mann mehr Haut zeigt, ist das in einigen Kontexten ein Zeichen für sexuelles Interesse, in anderen Kontexten nicht. Die drastische Interpretation hat man z.B. in einigen muslimischen Ländern, wo der Gedanke weit verbreitet ist: "Sie trägt einen Minirock, sie ist eine Hure oder sonstwie promiskuitiv." (Kommt bei uns auch vor, aber weniger.) Wenn man die Kleidung (bzw. das Fehlen der Kleidung) als sexuelles Signal auffasst, entwickelt sich bei einigen Männern neben sexueller Erregung auch die Erwartung, dass diese Person offen für die Annäherung ist. Ich sage nicht, dass das gut ist, ich sage auch nicht, dass das der einzige Aspekt ist, der da reinspielt, aber es ist schon etwas naiv zu sagen: "Also ihre Kleidung hat ganz sicher nichts damit zu tun, dass sie als Opfer ausgesucht wurde und nicht die nächste Frau." Das ist so, als wenn man sagen würde: "Ein fehlendes Fahrradschloss spielt keine Rolle dabei, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Fahrrad gestohlen wird." Man darf sich da nicht daran aufhängen, dass dem Opfer irgendeine Schuld zugeschoben würde (denn das trifft nicht zu), es geht nur darum, dass Risiken nun mal nicht fair und gerecht verteilt sind und man nicht einfach die Risikofaktoren ignorieren kann, nur weil einem die Implikation nicht gefällt, dass potenzielle Opfer selbst Einfluss auf ihr Risiko haben.

2
Geschrieben am
(Geändert am 16. Mai 2020 um 23:25 Uhr)
Klopfer (Profil) (Website)
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So, jetzt hab ich mir das Filmchen auch mal angeguckt. Es spricht wichtige Themen an, gerade in den letzten 5 Minuten, aber es ist auch manipulativ und in einigen Punkten - finde ich - nicht ganz ehrlich oder versucht, eine Sache, die im Prinzip beide Geschlechter betrifft, als besonderes Frauenproblem hinzustellen.

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Zwei spannende Artike, witzigerweise ist unter dem ersten gleich dieser Artikel verlinkt:

https://www.psychologytoday.com/gb/blog/psychoanalysis-unplugged/201711/sexual-assault-is-about-power

Ich dneke, wir müssen hier scharf trennen. Wenn der erste Artikel nennt, dass in Beziehungen auch zur Bestrafung des Partners vergewaltigt wird, dann ist ein klares Machtverhalten. Dazu auch die Kleiderkiste, wenn in Beziehungen vergewaltigt wird, würde ich nicht davon ausgehen, dass die Kleidung eine signifikante Rolle spielt. Wie in dem Film zum Beispiel diejenige, die von ihren Vorgesetzten vergewaltigt wurde, in ihrer Arbeitskleidung. Und - auch wenn uns das etwas zu weit weg führt - wenn Kinder Missbraucht werden, wird man das kaum damit erklären können, dass sie aufreizend gekleidet waren. Da spielen ganz andere Faktoren eine Rolle.
Da muss man schauen, was heißt Machtausübung? Im Artikel wird kritisiert, dass fast ausschließlich junge Menschen Opfer einer Vergewaltigung werden. Ja, aber entweder werden sie es, weil ein Machtgefälle ausgenutzt wird (siehe MeToo Debatte) und andererseits lässt sich auf junge (unerfahrene) Menschen auch leichter Macht ausüben.
Vielleicht liegen Macht und Sex auch einfach dicht beeinander? Sex haben zu können, wann man will, ist definitiv ein Zeichen von Macht. Im zweiten artikel wird ja beschrieben, die meisten Vergewaltiger sind ältere Männer, erklärt wird das dadurch, dass idese auf junge Frauen stehen, bei diesen aber keine Chance mehr haben und sich dann mit Gewalt nehmen, was sie wollen. Aber ist das nicht auch Machtausübung? Ich hole mir den Sex, den ich will? Weil ich es kann?
Vielleicht ist die Beziehung auch dualistisch. In einem der Artikel wird ja beschrieben, wie durch Experimente nachweisbar ist, dass Vergewaltiger deutlich stärker durch Szenen Sexueller Gewalt erregt werden als andere Männer. Also macht die das Ausüben von Macht wiederum geil? Ich finde das alles nicht so klar, aber klar ist auch, es geht wohl nicht ausschließlich um Macht.

Was die Kleidung angeht hast Du Recht, da habe ich einen Strohmann gebaut. Ich denke aber Vergewaltigungen in Beziehungen werden nicht so stark durch die Kleidung als mehr das Verhalten gesteuert. Udn die Frage der Polizei, wenn ein Opfer Anzeige erstatt "Was haben Sie getragen?" ist einfach unwichtig für den strafrechtlich relevanten Fall. Die Frage führt dazu, dass Opfer sich schämen und sich am Ende eine Mitschuld geben. Schuld hat der Täter. Und solange die Kleidung nicht wichtig ist, um den Täter festzunehmen und den Fall zu lösen, kann man ja auch einfach auf diese Frage verzichten.
Wobei ich auch einschränken muss, anschauen ist keine Vergewaltigung. Wenn man Körperpartien durch die Wahl der Kleidung den Blicken freigibt, dann muss man damit leben, dass Menschen da auch hinschauen. Jeder hat das Recht nicht angefasst, aber keiner das Recht nicht angeschaut zu werden

1
Geschrieben am
Klopfer (Profil)
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Sex und Macht sind sicherlich miteinander verbunden. Da sollte man aber auch bedanken, dass der Grund, warum Männer Macht wollen, auch der ist, dass man dann leichter Sex kriegt. :kratz:
Und ich denke durchaus, dass die Initialzündung bei einer Vergewaltigung von einer sexuellen Erregung ausgeht und nicht davon, dass man sich denkt, dass man die Person unbedingt unterwerfen will, und dann auf die Idee mit dem Sex kommt. (Ich glaube auch nicht, dass Kindesmissbrauch deswegen geschieht, weil der Täter sich so mächtig fühlen will, sondern weil er einfach geil ist.)

Udn die Frage der Polizei, wenn ein Opfer Anzeige erstatt "Was haben Sie getragen?" ist einfach unwichtig für den strafrechtlich relevanten Fall.

Find ich überhaupt nicht. Immerhin kann die Kleidung ein Beweismittel sein, weil Spuren des Übergriffs darauf vorhanden sind oder z.B. Risse. Es kann helfen, Zeugen zu finden. Ein Kleidungsstück kann aber auch eine Aussage belegen oder entkräften. (Drastisches Beispiel: Wenn sie sagt, dass ihr jemand einfach so in den Schlüpfer gegriffen hat, sie aber zu der Zeit einen geschlossenen Ganzkörperoverall trug, dann kann das zumindest nicht die ganze Wahrheit sein.) Immerhin müssen für ein faires Verfahren belastende und entkräftende Hinweise gesammelt werden. Wenn bei einem sexuellen Übergriff nicht nach der Kleidung gefragt würde, dann fänd ich das seltsam.

3
Geschrieben am
(Geändert am 17. Mai 2020 um 1:41 Uhr)
Gast (Profil)
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Ja, würde zustimmen, dass Männer nach Macht streben unter anderem, weil es sexuell attraktiver macht. Vielleicht müsste man die These "es geht um Macht" umdeuten zu, Macht begünstigt einen Übergriff? Der Täter kann de facto Macht ausüben, um sein sexuelles Verlangen zu befriedigen. Sei es durch brachiale Gewalt, oder durch ein Machtgefälle, dass er ausnutzt. Und je mächtiger er ist, umso weniger Konsequenzen hat er zu befürchten. Sieht man ja an "grab them at the pussy"-Trump. Wobei es natürlich immer wieder spektakuläre Fälle gibt, wie den ehemaligen Präsidenten des IWF.

Ich halte Kindesmissbrauch für einen speziellen Fall, die Täter ticken da ja generell etwas anders, aber ich hatte das mehr erwähnt um die Kleidungsthese abzuschwächen. Kidner kleiden sich in der Regel nicht besonders aufreizend. Dass der Täter erregt wird von Kindern, das ist so, aber nicht wegen der Kleidung.

Und Sex hat in Beziehungen häufig auch was mit Macht zu tun, auch sich dem Partner zu verweigern kann Machtausübung sein. Siehe Lysistrata. Ich sage nicht, dass das gut und richtig ist, nur dass esvorkommt.

Die ganz generelle Sache dahinter ist ja, der Mensch hat Bedürfnisse. Essen, Trinken, Schlafen, Wohnen, Sex usw. Macht erlaubt es einem, diese Bedürfnisse zu befriedigen. Es gibt Grundbedürfnisse, wenn die verletzt werden, wird es häßlich. Als Gesellschaft haben wir uns mal darauf geeinigt, dass Grundbedürfnisse für alle Bürger durch den Staat gesichert werden. Niemand muss verhungern, jeder kann eine Wohnung bekommen (zumindest theoretisch). Das stiftet ja auch sozialen Frieden. Ohne eine Grundsicherung wie Harzt IV würde sonst irgendwann der Mob durch die Straßen ziehen und plündern. WEr viel Geld hat kann velleicht besser essen als jemand mit weniger Geld, aber mehr als satt werden kann auch ein reicher Mensch nicht.
Die große Frage ist, wie man Sex hier einordnet. Grundbedürfnis? Luxusgut? In der Rechtsprechung werden ja "eheliche Pflichten" anerkannt, die Partner haben sich zur wechselseitigen Befriedigung zur Verfügung zu stehen. Nur kann dieses Recht nicht eingeklagt und durchgesetzt werden. Es kann aber in Fällen von Scheidungen durchaus relevant sein.
Könnte also sein, dass Menschen, die ein Bedürfnis nach sexueller Befriedigung haben, anstatt eine ihrer Hände dafür zu nehmen oder sich das einzukaufen, ihre Macht dafür einsetzen, um dieses Bedürfnis (mit Gewalt) an einem anderen zu befriedigen.
In diesem Sinne, ja, es hat was mit Sex, aber auch mit Macht zu tun.

0
Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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Ich persönlich ordne Sex unter die Grundbedürfnisse ein. Weniger, weil es in so essentieller Weise notwendig ist wie Atmen oder Nahrung, aber es steht doch außer Frage, dass ein unbefriedigter Sexualtrieb reichlich quälend sein kann und einige Aufmerksamkeit beansprucht. Nicht zuletzt sieht man die destruktive Kraft dann, wenn jemand ein ungesundes oder gefährliches Ventil dafür benutzt.

0
Geschrieben am
Gast (Profil)
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Ja eben mit dem essentiell wichtig tue ich mich schwer. Unbestritten müssen wir alle Atmen, Essen und Trinken, um am Leben zu bleiben. Und in der Tat ist ein unbefriedigter Sexualtrieb ziemlich quälend. Nur hat den ja nicht mal jeder (wohl aber die meisten). Auf der anderen Seite ist es ja auch so, dass selbst das Bedürfnis nach Gemeinschaft, sozialer Teilhabe, so wichtig ist, dass Menschen ohne dieses einfach eingehen. War es nicht F. B. Skinner, der getestet hat, wie Babys aufwachsen, die zwar gefüttert und gewicket werden, zu denen aber jegliche sonstige Form der menschlichen Interaktion unterbleibt? Heute dürfte man sowas gar nicht mehr machen...Will nur sagen, es gibt auch Grundbedürfnisse, die haben nichts mit der biologischen Überlebesfunktion zu tun. Insofern ja, kann ich Sex als Grundbedürfnis anerkennen. Aber das ist wiederum eins, dessen Erfüllung der Staat nicht sicherstellen kann, ohne andere Rechte zu verletzen.

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Aber zum Beitrag von Joko und Klaas zurück, der war auch schon deswgeen keien Überraschung, weil Klopfer einiges bereits vor vielen Jahren im Selbstversuch herausgefunden hat:

https://www.klopfers-web.de/kol132.php

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Geschrieben am
Elena (Profil)
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Sexuelle Übergriffe finden aus den verschiedensten Gründen statt, einer ist natürlich das Erleben eines Machtgefühls, aber auch unterdrückter Trieb, Gruppendynamik o.ä. können jemanden zum Täter werden lassen.

Dann gibt es da noch essentielle Unterschiede, ob es eine einmalige Tat ist, innerhalb einer Beziehung oder Täter, die immer wieder straffällig werden. Und auch einige Täter waren selbst einmal selbst Opfer.

Naja, im Grunde find ich es durchaus wichtig, dass auch über öffentliche Medien immer mal gezeigt wird, dass Dinge nicht OK sind. Angefangen von "Kleinigkeiten" wie Dickpicks, bei denen viele Versender sicherlich von selbst gar nicht auf die Idee kommen, dass das belästigend bis belastend sein kann und sogar strafbar. Genauso wenig ok fänd ich allerdings auch Frauen, die andere mit Vaginabildern belästigen. Ich glaube nur, dass das nicht sooo verbreitet ist.

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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@Gast: Es ist eine andere Art von Grundbedürfnis, genau, und nein, ich glaube auch nicht, dass der Staat es verpflichtenderweise stillen sollte. Allerdings sollte er dafür Sorge tragen, dass die Gesellschaft Optionen für verschiedene Lebenssituationen und Bedürfnisse bereithalten kann. Wenn ich richtig informiert bin, hat die katholische Kirche vor wenigen hundert Jahren lediglich ausgewählte Positionen gutgeheißen, das ist beispielsweise wenig förderlich. ;)
Einsamkeit und Langeweile, die man in dieser Zeit leider ja oft im Selbstversuch erfahren muss, kratzen auch an den menschlichen Grundbedürfnissen.

Ich befürworte an dieser Stelle sehr, dass die niederländische Regierung sich auch um das sexuelle Wohl ihrer Bürger bemüht zeigt. ^^

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Was macht denn die niederländische Regierung? Die Niederländer waren aber auch schon immer etwas liberaler, in quasi jede Richtung...

Ja, es sollte möglich ein, dass jeder nach seiner Facon glücklich wird heutzutage. Mit der Ehe für alle usw. sind aber schon einige Schritte erfolgt.

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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Sie haben empfohlen, man möge sich als Single einen "seksbuddy" suchen, damit man mit nur einem Menschen Verkehr hat und das Coronavirus nicht weiter verbreitet. ^-^

Inzwischen haben sie sich von dieser Formulierung aber auch wieder distanziert, die Feiglinge. x)

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Ist doch generell ne gute Idee, sich so jemanden zu suchen ^_^

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Geschrieben am
Klopfer (Profil)
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Klar, findet man auch so leicht. :tozey:

Und Sex hat in Beziehungen häufig auch was mit Macht zu tun, auch sich dem Partner zu verweigern kann Machtausübung sein. Siehe Lysistrata. Ich sage nicht, dass das gut und richtig ist, nur dass esvorkommt.

Das ist aber tatsächlich etwas, was fast nur Frauen wirkungsvoll einsetzen können. Jeder Streik ist nutzlos, wenn der Bestreikte problemlos andere finden kann, die die "Arbeit" erledigen. Und Frauen haben weitaus weniger Schwierigkeiten, jemanden für Sex zu finden.

Ich erinnere mich da auch an eine Szene aus der Sitcom Frasier, wo eine Frau und er darüber reden, dass Frauen Sex benutzen, um das zu kriegen, was sie wollen. Sie beschwert sich dann, dass Männer das auch tun würden.
Frasier: Wie können Männer Sex benutzen, um das zu kriegen, was sie wollen, wenn Sex das ist, was sie wollen?!

Und da hat er durchaus recht.

Restliche Gedanken zu Männerwelten:
Was so diese Belästigungen angeht: Ich glaube, gerade viele dieser eher harmlosen Belästigungen beruhen einfach auf Missverständnissen. Männer sind echt beschissen darin, korrekt einzuschätzen, ob eine Frau an ihnen interessiert ist. Und wer nur danach geht, was ihm selbst gefallen würde, der schickt dann eben auch mal Schwanzbilder, weil er schließlich von Mösenbildern auch selbst erregt wird und sich drüber freuen würde. Da muss man auch nicht so tun, als wenn da irgendein Sexmonster lauern würde. Es einfach ein Trottel.

Was so Kommentare in sozialen Medien angeht, war das auch ein Teil, bei dem ich das Gefühl hatte, dass man mich manipulieren will.
1. Die Mehrzahl der negativen Kommentare übers Aussehen direkt bei diesen Postings (Instagram-Bildern) kommt von anderen Frauen, die stutenbissig sind. "Männerwelten"?
2. Männliche Influencer kriegen nie sexistische Kommentare? Ernsthaft? Kein männlicher Influencer kriegt je Kommentare darüber, dass er hässlich ist, einen kleinen Pimmel hat, ein Wichser wäre oder ganz bestimmt keine Frau abkriegen oder befriedigen könnte? Ich bin nicht mal Influencer und krieg solche Botschaften. Wenn ich meine Argumente hier aus den Kommentaren bei Twitter posten würde, könnte ich sicher damit rechnen, einige solche Botschaften zu kriegen - mindestens zur Hälfte von Frauen.
3. Es ist natürlich ein Kunstgriff, dass man sich hier auf sexistische Kommentare beschränkt, statt insgesamt Hasskommentare zu betrachten. Frauen kriegen sicherlich mehr sexistische Kommentare, aber sämtliche andere Formen von Hasskommentaren kriegen eher Männer (und auch insgesamt zahlenmäßig deutlich mehr als Frauen). Das hat auch was damit zu tun, was derjenige annimmt, womit er die andere Person am meisten trifft. Gibt es irgendein sachliches Argument, warum man sich da konkret auf sexistische Kommentare beschränken soll? Richtet eine Bemerkung über die Titten einer Influencerin mehr Schaden an als eine Morddrohung an Drosten? Da hat man sich sehr darauf konzentriert, Frauen als reine und einzige Opfer hinzustellen.

Ich würde gerne wissen, was am Ende die Erwartung ist. Wenn einige Männer lernen, ihr Verhalten zu ändern, schön. Aber ich finde es strunzdumm, wenn sich jetzt irgendwelche Kerle geißeln mit "Ich schäme mich, ein Mann zu sein" und so einen Schwachsinn. Wir sind doch alle nur für unsere eigenen Handlungen verantwortlich, und Männer treffen sich auch nicht, um sich zu unterhalten, wie viele Dickpics sie jetzt wieder verschickt haben und welchen Frauen sie in jüngerer Zeit ungefragt an die Möpse gepackt haben. Ich erwarte von Frauen ja auch nicht, dass sie sich kollektiv dafür schämen, nicht mehr gegen Kindstötungen zu unternehmen.
Aber na ja. Emotion ist der Feind jedes rationalen Gedankens und der Film war natürlich sehr emotional aufgezogen. Die Triggerwarnungen waren weniger dazu da, Zuschauer tatsächlich zu warnen, sondern um sie emotional schon zu prägen, damit das Gezeigte noch schockierender wirkt. Einfach und effektiv.

4
Geschrieben am
(Geändert am 18. Mai 2020 um 4:06 Uhr)
ZRUF (Profil)
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Jetzt habe ich mir das Video auch endlich angeschaut.
Da soll natürlich ganz klar ein Problem angesprochen werden, weshalb da auch nicht differenziert wird. Ist in so einem Rahmen für mich auch recht gut vertretbar.
Klopfer hat allerdings trotzdem Recht, wenn er sagt, dass durch die Triggerwarnungen der Rahmen schonmal gesetzt wird. Auch die Präsentation gibt die Richtung vor. Ich denke aber auch, dass Joko und Klaas durchaus die Fraktion der Dickpic-Versender in der Zielgruppe ihrer Sendung haben, die da mal etwas den Spiegel vorgehalten bekommen haben.
Vielleicht haben sie damit sogar bei dem einen oder anderen etwas bewirkt.

Es wurde aber einfach auch bewusst mit Stilmitteln gearbeitet, die den Zuschauer mit einem beklemmenden Gefühl zurücklassen sollen.

Und Klopfer hat auch Recht, wenn er sagt, dass natürlich Kommentare eingesetzt werden, die in den Augen des Verfassers die stärkste Wirkung entfalten. Und Frauen sind häufig sehr empfindlich, wenn es um ihr Äußeres geht. Bei Männern bieten sich da andere Dinge an. Und hey, es ist durchaus auch sexistisch, wenn es heißt: "Du impotentes Stück Scheiße", "Der bekommt nie eine ab", "Dein Schwanz ist so klein, der kann gar nicht hängen" etc.
Auch solche Kommentare habe ich schon gesehen.
Auf der anderen Seite auch "positiven" Sexismus, wenn die Mädels sich in deinem Beisein nur über deinen Knackarsch unterhalten z.B.
Der Unterschied ist, dass Frauen vieles nicht so offensiv betreiben. Beim Beleidigen sind sie meiner Meinung nach aber wirklich nicht viel besser. Ob jetzt der Mann sagt: "Schlampe" oder die Frau: "Du wertloses Stück Scheiße", ich weiß jetzt nicht, ob da irgendwas von besser ist.

Das Vergewaltigungsthema ist natürlich nochmal ein ganz anderes. Zum einen wie jemand gekleidet ist sollte für die strafrechtliche Beurteilung keinen Unterschied machen. Was genau das Opfer getragen hat, ist aber eben aus den von Klopfer genannten Gründen durchaus relevant.

1
Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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Ich bin auch unschlüssig, ob ich das mutmaßlich bezweckte "Aufrütteln" gut finde, oder ob es mich zu sehr stört, dass es in einem emotionalen Wirbel versandet, weil man sich dann wieder wunderbar an seinen Feindbildern betätigen kann, statt das Problem anzugehen. Und das Problem beschränkt sich eben nicht auf das ungefragte Versenden von Nacktfotos, welche in einen Topf zu werfen mit Kindesmissbrauch auch keine wirkliche Rationale hat, sondern letzteren höchstens abschwächt, um dem allgemeinen Gefühl, man sei im Patriarchat unterdrückt, Aufschwung zu verleihen. Das finde ich wenig konstruktiv und in seiner emotionalen Manipulation auch ziemlich widerlich, obwohl beziehungsweise gerade weil ich absolut dafür bin, dass so etwas wie Missbrauch aus unserer Gesellschaft verschwindet (auch, wenn das ein frommer Wunsch ist und wohl niemals eintreffen kann).

2
Geschrieben am
Gast (Profil)
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Aber wenn der Beitrag dafür gut war, den Trotteln mit den Dick-Pics mal deutlich zu sagen, dass man das nicht macht, war's doch für was gut.

0
Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Man muss halt nur vorsichtig sein, denke ich.
Das Thema als grosses hat nunmal extrem viele Facetten.
Ich weiss nun nicht wie verbreitet das Dick-Pic Problem ist. Man kann sicher blocken, aber wenn das dauernd vorkommt hilft es halt nur bedingt. Einzelnes Problem gelöst, aber die Ursache nicht bekämpft - erinnert mich an die komische Idee damals mit den Kinderporno Seiten, dieses tolle Stop Schild bullshit. Hilft nix gegen das eigentliche Problem.
Der Punkt ist nur: wenn ich zuviel durcheinanderwerfe schade ich im Endeffekt mehr, wenn ich damit vielleicht "nur" dem einen Trottel (wie du ihn genannt hast) was beigebracht habe (falls das überhaupt der Fall wäre).
Ich hab allgemein das Gefühl dass diese ganze Thematik nur selten richtig angegangen wird. Einige winken es mit "passiert doch eh nie" ab, was falsch ist. Einige der "neuen" Feministinnen gehen von der anderen Seite falsch dran und stellen mal alle als potentielle Triebtäter da.
Die gesunde Mitte liesst man nicht so oft - zumindest ist das mein Eindruck.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Das ganze Video hat einen mit einem sehr beklemmenden Gefühl zurückgelassen. Von daher kann ich Sajoma wirklich gut verstehen. Von der Wirkung her die wohl effektivste Herangehensweise gewesen. Für den "neutralen" Zuschauer, der mit sexueller Belästigung, Dickpics oder Vergewaltigung nix zu tun hat, ist das Ganze aber eben nur verstörend und es zeigt eben auch keine Perspektive auf. Es prangert nur an.

Und ja, das Versenden von Dickpics oder die missglückten Chatverläufe mit Vergewaltigung in Verbindung zu bringen finde ich durchaus auch überzogen. Und gerade der letzte Fall, mit als ich 8,9,12 und 17 war (oder wie genau die Altersstufen waren) passt nicht in den Kontext mit den anderen, weil gerade in dem Fall (Im Pyjama) davon ausgegangen werden muss, dass es leider jemand aus dem engeren Umfeld war, der vergewaltigt hat. Diese letzte Aussage war also wirklich nur zur Wirkverstärkung eingebaut und nicht um die Diskussion um das Thema produktiv voranzubringen.

Von daher sehe ich das eben ziemlich ambivalent. Das Positive, weil ich eben denke, dass es unter den Joko und Klaas Schauern, genau das passende Klientel geben könnte (und nein, ich halte nicht grundsätzlich die Konsumenten dieser Show für doof). Das Negative ist dafür ganz klar die Emotionsschinne auf der der Beitrag läuft. Vor allem, eben, weil er einen genau in diesem beklemmenden Zustand zurücklässt, dass zur Effektmaximierung Dinge verknüpft werden, die nicht miteinander verknüpft gehören. Darüberhinaus wird durch die Kennzeichnung als "Männerwelten" der Eindruck verstärkt, dass die Probleme generell auf alle Männer zutreffen.

Und hey, klar denke ich mir manchmal: Man was für eine Hackfresse. Aber das hat nix mit dem Geschlecht zu tun. Man sagt es halt nur nicht oder schreibt es in den Kommentaren unter Youtube, Instagram etc. Postings.
Was manche Leute da für ein Problem haben, dass sie meinen es interessiert auch nur irgendeinen, wen sie hässlich oder schön finden, oder wie sie es jemand anderem besorgen wollen.

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Geschrieben am
(Geändert am 18. Mai 2020 um 13:50 Uhr)
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Ein bissche ist natürlichs chon die Frage, ob nicht eine gewisse Akzeptanz der Dick-Picer den Nährboden für andere schafft. Ein bisschen wie mit der AfD und dem Attentat in Halle oder Hanau. Schafft eine breitere öffentliche Akzeptanz für eine abgeschwächte Form gewissermaßen eine Ermutigung für extremere Formen? Das Sagbare und das Machbare liegen dicht beieinander. Kann man an der NS Zeit gut sehen, der Vernichtung der Juden lief eine sprachliche Vorbereitung voraus. In diesem Sinne, hilft es vielleicht auch, wenn Dick-Pics geächtet werden. Also nicht nur, aber es gehört irgendwie dazu. Aber insgesamt gibt es Ecken im Netz, die echt nicht schön zu lesen sind. Das trifft Männer und Frauen. Am Umgangston im Netz muss halt weiter kontinuierlich gearbeitet werden.

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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Ich habe den Eindruck, dass der Schuss vielleicht nach hinten losgeht, wenn man die wahrscheinlich wenig böswilligen Sender dieser Fotos mit Vergewaltigern in einen Topf wirft. Wie sollen sie das als konstruktive Kritik wahrnehmen? Oder geht es uns darum, den gesellschaftlichen Druck so zu verstärken, dass Dickpics versenden geächtet wird? Kann man versuchen, halte ich aber nicht für effektiv oder wertschätzend. Wir können nicht einen erklecklichen Anteil der männlichen Population einfach zu schlechten Menschen erklären und ignorieren und hoffen, dass damit das Problem verschwindet, weil sie dann von plötzlicher Selbsterkenntnis geläutert werden.
Ich verstehe, dass es unangenehm ist, wenn einem das passiert. Ich habe in meinem Leben bestimmt auch schon zwei, drei Mal sowas bekommen - allerdings auch nicht sehr viel öfter. Vielleicht, weil ich bestimmte Medien weniger nutze, aber andererseits war ich war ich auch nie sonderlich schüchtern. Ich habe außerdem in meinem Leben sehr viele nackte Menschen gesehen, und ein Abbild eines männlichen Genitals kann mich zwar nerven und mir das Gefühl geben, mein Gegenüber nimmt mich nicht ernst und sexualisiert mich, aber ganz gewiss fühle ich mich dadurch nicht wie ein hilfloses Opfer einer digitalen Vergewaltigung.
Übrigens hilft auch hier der Umgang. Einerseits bekommt man dadurch vielleicht sogar initial weniger solcher Fotos, und definitiv ist es immer hilfreich, über unkreativen Beleidigungen zu stehen. Ich für meinen Teil muss gestehen, dass ich das Ganze sogar recht amüsant finden kann, wenn ich in der Stimmung dafür bin, mich mit einem solchen Idioten anzulegen. Sind schon gute Gespräche draus entstanden, manchmal lohnt sich das wirklich. Denn man darf nicht vergessen: auch hinter dem unästhetischsten Penisbild steckt irgendwie noch ein menschliches Gegenüber.

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Gast (Profil)
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Gesellschaftlich verschieben sich schon Grenze. Ich würde mal behaupten vor 20 Jahren wurden noch nicht so viele Penisbilder verschickt und auch die Hasskommentare im Netz waren weniger. Was man sagen darf, wo das Tabu liegt, das ist ja immer im Fluss. Es gibt natürlich auch immer Übertretungen, aber wenn genügend Leute dann als Korrektiv auftreten, wird entgegengesteuert. Was empfinden Menschen als in Ordnung, was als noch tragbar.
Wohlgemerkt ist das Dickpic ja nicht das Problem, sondern die dahinterstehende Grundannahme, dass die Dame das auch sehen will. Insofern würde ich auch sagen, ist es hilfreich, wenn man darauf antwortet und sich ein Dialog ergibt, nur so kann es ja zu einem Umdenken kommen, durch Feedback.

Natürlich darf man Dickpic Schicker nicht mit Vergewaltigern in einen Topf werfen, da tut man ihnen ja wirklich Unrecht. Man kann ja auch nicht jemanden, der andere beleidigt mit Leuten in einen Topf werfen, die andere krankenhausreif schlagen. Walter Lübcke (CDU, Regierungspräsident von Kassel) wurde erschossen, weil er sich für Flüchtlinge eingesetzt hat. Dieser Tat ist sprachlich Pegida und die AfD vorausgegangen, Morddrohugnen, Schmähungen und Beleidigungen. Natürlich hatte nicht jeder, der Walter Lübcke im Netz den Tod gewünscht hat, das auch vor umzusetzen, und man kann nicht sagen, diese Leute wären alle Mörder. Aber es hat ein Klima geschaffen, in dem eine solche Tat denkbar wurde und auch Zustimmung fand.

Man kann Stimmungen nicht von oben verordnen, das ist Unsinn. Aber durch solche Beiträge kann man vielleicht den Fluss ein bisschen steuern.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil)
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Gesellschaftlich verschieben sich schon Grenze. Ich würde mal behaupten vor 20 Jahren wurden noch nicht so viele Penisbilder verschickt und auch die Hasskommentare im Netz waren weniger.

Na ja, gut, 1910 gab's auch viel weniger Autounfälle, aber das heißt nicht, dass die Leute da viel umsichtiger gewesen wären, sondern einfach, dass die meisten kein Auto hatten.
Das würde ich jetzt nicht auf einen vermeintlichen Niedergang der gesellschaftlichen Moral schieben, sondern einfach darauf, dass nun die technischen Möglichkeiten für jeden verfügbar sind, sich spontan für jeden sichtbar zu äußern oder zu entblößen. Ich konnte vor 20 Jahren keine Dickpics per Handy verschicken, selbst wenn ich gewollt hätte.

Aber es hat ein Klima geschaffen, in dem eine solche Tat denkbar wurde und auch Zustimmung fand.

Da habe ich auch meine Zweifel, dass das wirklich sooo ein relevanter Faktor ist. Für solche Taten braucht es nicht viel Rückhalt. Es reicht ein Typ mit einer Waffe. Und Nazis, die bereit waren, Leute umzubringen, die ihnen irgendwie auf den Schlips getreten waren, hatten wir auch schon, als Kohl noch Kanzler war. Es wird immer so getan, als würden Nazis alleine nichts hinkriegen und müssten von einer riesigen Welle der Solidarität getragen werden, um irgendwas Böses anzustellen. Nö, muss gar nicht. Es reicht, in seinem stillen Kämmerlein oder in seiner 10-köpfigen Wehrsportgruppe radikalisiert zu werden.
Ich wäre sehr vorsichtig, jedes Mal bei Einzeltaten eine Kausalitätslinie zu ziehen, das kann nämlich auch schnell zum Bumerang werden, wenn man dieselben Maßstäbe woanders ansetzt.

Woanders hatte ich auch einen Kommentar gelesen, der meinte, man könnte im Prinzip auch einen "Muslimwelten"-Film im Männerwelten-Stil machen, ohne eine einzige Lüge zu erzählen, aber da würde natürlich sofort Widerspruch kommen, weil das einfach keine faire Darstellung wäre.

Einen gewissen faden Beigeschmack hatte die "Männerwelten"-Sache natürlich auch, weil Joko und Klaas in der Hinsicht ja auch nicht unbeleckt sind und das gar nicht reflektiert wurde. Stattdessen kriegen sie jetzt großen Applaus und entsprechenden Statusgewinn dafür, dass sie voll selbstlos ihre Sendezeit geopfert haben. Ich glaube nicht, dass sie das damals böse gemeint haben, aber es illustriert halt gut, wie man manchmal einfach durch nicht genaues Nachdenken irgendwas tut, was bei näherer Überlegung nicht so toll ist. Viele Menschen können froh sein, dass sie nicht in einer Zeit groß geworden sind, wo jeder Furz sofort und für lange Zeit öffentlich verfügbar war und ihnen vorgehalten werden konnte.

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(Geändert am 19. Mai 2020 um 3:22 Uhr)
Sajoma (Profil)
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@Gast: Du findest die Grundannahme problematisch, dass der notgeile Typ am anderen Ende der Leitung denkt, er täte jemandem damit etwas Gutes? Das beruhigt mich eher. Wenn er das tatsächlich als aggressiven Akt gegen Frauen täte, fände ich das sehr viel bedenklicher. So kann ich es für mich als die Handlung eines in diesem Moment vermutlich zerebral Minderperfundierten abtun.
Die zentrale Frage bleibt, wollen wir über das Klima, also in diesem Fall gesellschaftliche Ächtung, etwas bewirken, oder wollen wir die betroffenen Herren zu mehr Selbsterkenntnis leiten? Wäre letzteres der Fall gewesen, hätte man das Video ganz anders aufgezogen. Da hätte sich dann auch eine Reflexion des von Klopfer verlinkten Vorfalls gut gemacht, wohingegen sie in dieser Situation eher die Autorität untergrübe.

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Geschrieben am
DavidB (Profil)
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Als mir eine Bekannte erzählte, dass sie schon unerwünschte Dödelfotos bekam, war ich überrascht. Danach fragte ich, warum sie den Sack damit nicht erpresst. Danach kam indirekt raus, dass sie ihm vorher schon obszöne Fotos geschickt hat, mit denen sie nicht im Gegenzug erpresst werden wollte.
Da wusste ich dann auch nichts weiter drauf zu sagen.

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ZRUF (Profil)
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Selbst bei den Dickpic-Sendern muss man wahrscheinlich differenzieren. Zwischen denen, die sich daran aufgeilen, dass sie Frauen ihren Schwanz schicken (Exhibitionismus auf digital halt) und denen, die denken, dass eine Frau das vielleicht antörnend findet. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar ziemlich gering, aber man kann auch Frauen auf der Straße fragen, ob sie Sex wollen und damit eventuell Erfolg haben. Allerdings ist die offene Frage nach Sex irgendwie auch weniger problematisch - in meinen Augen, als das unaufgeforderte senden von Penisbildern.
Deswegen fand ich auch den WhatsApp Chatverlauf in dem Video ziemlich deplatziert. Das war nur eine klare Angabe wohin das Interesse des Typen führt. Klar hätte er auch erst mit dem Thema Kaffee trinken, ins Restaurant gehen etc. kommen können und romantischer sein. Ich wäre jetzt auch nicht der Typ, der so direkt ist, aber er hat seine Interessen ehrlich dargelegt. Finde ich weniger verwerflich, als irgendein geheucheltes Interesse, um die Dame ins Bett zu bekommen und sich danach dann doch nicht mehr zu melden.

@Sajoma
Joko & Klaas sind jetzt für mich auch nicht gerade der Inbegriff der Selbstreflexion. Vielleicht war das ja deren Versuch der Wiedergutmachung.
Wie gesagt, ich fand den Beitrag ziemlich bedrückend und manche Stilelemente einfach nur drüber und nicht zum eigentlichen Problem passend.
Dann noch der Teil, dass sie das Problem nur anprangern, aber keine Perspektive ins Spiel bringen war zwar eben vom Effekt her sehr effizient, lässt aber den Zuschauer eben irgendwie im Wald zurück.
Es war halt an einigen Stellen auch durchaus manipulativ. Also Gehirnwäsche für das Volk.

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ZRUF (Profil)
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@DavidB

Das ist dann tatsächlich auch noch eine Möglichkeit und vermutlich auch kein Einzelfall. Erst wird der Typ angetriggert durch freizügige Bilder und dann will der Kerl nicht zurückstehen und schickt ihr halt ein Bild von seinem Dödel. Auch wenn sie nur nach Komplimenten fischen will, oder so sein Interesse wachhalten will.
Die Frage ist nur, ob man das noch als unaufgefordert werten kann?

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DavidB (Profil)
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@ZRUF

Ob das noch als "unaufgefordert" wertbar ist, wusste ich auch nicht. Rein technisch forderte sie ihn nicht auf, aber rein moralisch würde ich das nach Kants Kategorischen Imperativ bewerten - wer anderen Nacktfotos schickt, soll sich nicht wundern, selbst welche zu bekommen. Oder so ähnlich, habe seit Schulschluss Kant nicht mehr gelesen.

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Sir of Toastland (Profil)
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Oh je, daraus ein allgemeingültiges Gesetz nach Kant formulieren...

"Wird eine Akt-Aufnahme an den Fremden gerichtet, so sei eben dieser Fremde angehalten, gesetzt jene [d.h., die Aufnahme] ist willkommen, diese zu erwidern, vornehmlich sei die Frau initiativ."

Aber das ist noch lesbar. Bietet das jemand Kant-verschachtelter?

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Elena (Profil)
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Ich glaube gerade bei Dickpics sind eher Damen angesprochen, die mehr oder minder in der Öffentlichkeit stehen und diese Bilder eben nicht "mal" von eben einem Deppen bekommen, sondern täglich von mehreren, Wildfremden.
Und das ist dann, glaube ich, absolut nicht mehr lustig, geschweige denn in einem Rahmen, in dem man noch bereit ist auch noch das Bild mit einem Gespräch zu belohnen.

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Rakshiir (Profil)
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Ich glaube es funktioniert nie, wenn man breit um sich schlägt und alle als etwas bezeichnet, was sie nicht sind. Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen. Wenn ich höre dass alle Männer ja potentielle Triebtäter sind, find ich nicht witzig, wo ich mich bemühe mich ordentlich zu verhalten. Auch kann man diese verschickten Bildchen ja nicht generell ächten. In Beziehungen/Ehen mag sowas ja sogar erfreulich sein. Selbst ausserhalb gibt es Personen die da nicht abgeneigt sind sowas zu bekommen. Kommt eben immer auf das "will Person X ein Pic oder nicht" an. Ungefragt is das ein anderes Thema, denke ich. Genauso wenn man die Person garnicht kennt. Sowas find ich geht das garnicht.

Und wenn man selbst erst sexy/freizügige Bilder schickt sollte man nicht verwundert sein, eine Antwort zu bekommen. Zugegeben isses vermutlich oft so, dass Frau nich unbedingt das Ding vom Kerl sehen will, sondern vielleicht eher was anderes, meiner Erfahrung nach je nachdem wie Mann vom Körper gebaut ist dürfte Oben ohne sogar interessanter sein, oder der Hintern.

Ich mein, wenn ich als Kerl hautenge Klamotten anziehe sollte ich mich auch nicht wundern wenn jemand mir auf den Arsch glotzt. Genauso bei Frauen und tiefem Ausschnitt oder auch kurze Röcke oder Ähnliches. Genauso eben wenn ich zuerst was verschicke. Wirklich beschweren kann ich mich dann nicht.

Deswegen sag ich ja, es ist glaube ich ein ziemlich schwieriges Thema weil es nicht verallgemeinern kann und es viele Facetten gibt, denke ich zumindest.

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Geschrieben am
(Geändert am 19. Mai 2020 um 9:41 Uhr)
Gast (Profil)
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Naja, wollte auch die Dick-Picer nicht verteufeln. Letztlich machen die sich ja selbst angreifbarer als diejenigen, denen sie das schicken. Man kann es ja auch einfach löschen, oder jedes davon mit nem fiesen Kommentar veröffentlichen.

Trotzdem finde ich die Grundhaltung, "der tue ich damit was Gutes" schon problematisch. Hat sowas von "die will das doch". Gibt ja auch Leute, die glauben, sie tun ihren Kindern was gutes, wenn sie sie schlagen... wer die Rute schont verdirbt den Knaben und so. Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Absichten.
Aber das positive daran, mit dieser Einstellung kann man arbeiten, weil dann Betroffene sagen können, nee, ist gar kein Gefallen, mir gefällt XY.

Natürlich ist die Gesellschaft nicht in den letzten 20 Jahren plötzlich verlottert, obwohl ja früher alles besser war... aber die techischen Möglichkeiten sidn schon länger da. Fotohandys gibt es seit 2001, Youtube ging 2005 ins Netz. Aber ultimativ würde ich sagen, hat das Smartphone den Durchbruch gebracht. Ich denke, früher wurde vielleicht so Sache, wie sie heute unter Videos stehen, einfach am Stammtisch der Kneipe gesagt und blieben dann halt dort. Keine Schauspielerin oder Moderatorin hat erfahren, wenn einer in die Runde sagte, was für ein heißer Feger die ist und dass er die nicht von der Bettkante schubsen würde. Warum man das heute der ganzen Welt mitteilen muss, sei mal dahingestellt. Also nein, ich denke einerseits haben sich die Leute nicht so sehr geändert, nur ihre Kommunikation und die Reichweite dessen was sie sagen. Andererseits hätte niemand vom Stammtisch dass den betroffenen jemals ins Gesischt gesagt oder öffentlich auf dem Marktplatz herausgeschrien, weil es eben eine Grenze gab, die da geachtet wurde, denn es wäre unvorteilhaft auf einen zurückgefallen. Und diese Grenze haben wir schon ein Stück weit verloren. Ich denke aber auch, die meisten haben solche Grenzen noch und es fallen halt immer die auf, die sie nicht einhalten. Dass sie uns noch auffallen ist vieleicht auch ein gutes Zeichen. Nur jetzt können die sich gegenseitig vernetzen und bestärken. Siehe die Incel Bewegung, die irgendwann eine seltsame Abbiegung genommen hat.

Und ich denke schon, dass wenn Bundestagsabgeordnete sagen, dass man Flüchtlinge an der Greze erschießen sollte, sich dann vielleicht schon die Jungs in der Wehrsportgruppe angesprochen und aufgefordert fühlen, ihr jahreslanges Training endlich anzuwenden.

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Anne Bonny (Profil)
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Das ist aber tatsächlich etwas, was fast nur Frauen wirkungsvoll einsetzen können. Jeder Streik ist nutzlos, wenn der Bestreikte problemlos andere finden kann, die die "Arbeit" erledigen. Und Frauen haben weitaus weniger Schwierigkeiten, jemanden für Sex zu finden.


Nein. Oh nein. Das will ich so nicht stehen lassen.
Sagen wir mal: Schöne, sportliche und wohlgeformte Menschen haben weniger Schwierigkeiten, an einen Sexpartner zu kommen.

Als Frau, die niemals den Ansprüchen des größten Teiles der Männerwelt genügt hat, kann ich dir sagen, dass es unmöglich war, jemanden zu finden.
Ich weiß wie es ist, wenn man sich fragt, was mit einem nicht stimmt. Warum einen niemand will. Und damit meine ich wirklich niemand.
Bin ich so abstoßend? So häßlich? Offensichtlich schon. So oft verliebt und so oft so mies zurückgewiesen worden. Das macht bitter.

Mit etwas Abstand (immerhin gab es EINEN Mann, der mich wollte und sogar geheiratet hat) kann ich sagen: Ich war nicht wirklich häßlich (obwohl ich mich heute gern als fetten Brückentroll bezeichne), aber eben nicht hinreißend genug. Wie Tausende und Abertausende da draußen. Inzwischen weiß ich, wie viele Männer und Frauen unfreiwillig ohne Sex und ohne Partner leben müssen. Es mag sein, dass Männer da betroffener sind? Vielleicht, aber ich kenne eben auch die vielen Frauen, die sich täglich fragen, was mit ihnen nicht stimmt. Ich war lange genug eine davon.

Viellecht habt ihr (die unfreiwilligen Singles) aber auch schon die Erfahrung gemacht, dass dann doch jemand sexuelles oder sogar partnerschaftliches Interesse an Euch bekundet hat und derjenige so gar nicht "Euer Typ" war. Habt ihr es trotzdem versucht? Demjenigen eine Chance gegeben? Immer? Oder hat auch mal Einer (oder Mehrere) von Euch die selbe Abfuhr bekommen, wie ihr selbst von Anderen zuvor?

Ich finde es immer ein sehr zweischneidiges Schwert. Man möchte selbst eine Chance, möchte keinen Korb bekommen, auch mal Erfolg beim erhofften Mann (oder Frau), doch nimmt man selbst ja auch nicht Jeden.

Boah, Menschen!

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Geschrieben am
the_verTigO (Profil)
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Geschrieben am
Elena (Profil)
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@Anna Bonny:
Ich gehöre zu den eher unfreiwilligen Singles, und ja, die Frage hab ich mir durchaus auch schon gestellt. Allerdings verpflichtet mich das ja nicht, deswegen jeden nehmen zu müssen. Auch wenn ich optisch daneben liege, ich hab auch zumindest ein bisschen Grips und Niveau.
Und bevor ich mich in eine Beziehung werfe, nur um eine Beziehung zu haben, bleibe ich absolut lieber Single. Ich veräppel mich doch sonst auch nur selbst.

Ich glaube allerdings trotzdem, dass das Versagen von Sex eher als (völlige bescheuerte) weibliche Waffe funktioniert, das liegt daran, dass meiner Erfahrung nach (eigene Erfahrung, was man so im Umkreis mitbekommt) Männer einfach mehr Sex wollen und mehr Schwierigkeiten mit dem Verzicht haben. Aber das ist schon sehr subjektiv.

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Geschrieben am
Anne Bonny (Profil)
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Ich habe auch die Erfahrung gemacht, das Männer öfter und mehr Sex brauchen. Sogar in für uns Frauen völlig bescheuerten Situationen. Vielleicht kann man das ausnutzen? Ich denke dieses absichtliche Erpressen geht aber auch nur, so lange die Frau sich des Mannes absolut sicher sein kann.

Es ist wirklich traurig und erschütternd, aber ich habe von meinen Tanten, meiner Mutter und meiner Großmutter noch beigebracht bekommen, dass man dem Mann zur Verfügung zu stehen hat, auch wenn man keine Lust hat. Wenn man es nicht tut, dann sucht er sich ja viellicht ne andere. Klar ist das bescheuert, aber man muss sich mal überlegen, wie viele Generationen sich aus Angst vorm Verlassenwerden dazu gezwungen haben.

Und ganz davon frei sprechen kann ich mich auch nicht. Im Hinterkopf ist immer noch, dass das ein berechtigter Grund für den Mann ist, einfach zu gehen.

Und das liegt m.E. auch eben daran, dass ich als Frau ja erlebe, wie viel wichtiger dem Mann die Befriedigung ist und wie viel häufiger er sich diese wünscht. Und da wir Frauen ja alle Tratschtanten sind, weiß ich von anderen, das es ihnen genau so geht. Mann will öfter als Frau und Frau hat Angst zu oft Nein zu sagen, weil das für sie ein berechtigter Trennungsgrund für ihn wäre.

Menschen!!! Aaaaarrgh!

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Geschrieben am
Diiter (Profil)
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Mann will öfter als Frau und Frau hat Angst zu oft Nein zu sagen, weil das für sie ein berechtigter Trennungsgrund für ihn wäre.

Gibt es denn unberechtigte Trennungsgründe?
Und warum sollte sexuelle Unzufriedenheit kein "berechtigter" Trennungsgrund sein?

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Elena (Profil)
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Da muss man wohl erst die Frage stellen, wie wichtig einem Sex ist und wo dieser anfängt.

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Naja ich war lange Zeit unfreiwillig Single, und hab mir ähnliche Fragen gestellt.
Die machen einem wirklich wenig Spaß. Einfach weil das Selbstbewusstsein auch darunter leidet. Und wenn man eins weiss: Selbstbewusstsein ist sexy (nicht zu verwechseln mit selbstverliebt sein. Das ist in den seltensten Fällen positiv)

Naja, die Libido von Menschen ist halt unterschiedlich. Ich denke schon dass es Frauen gibt, die häufiger Sex wollen als manche Männer, aber auf die breite Masse gesehen denke ich, dass Männer tendenziell mehr Sex wollen. Auch wieder ne Frage von Hormonen und Biologie, denke ich.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Die Frage ist auch, wie stark die Pille da bei vielen Frauen mit reinspielt. Bei vielen Frauen ist die Libido doch mehr oder weniger beeinträchtigt, wenn sie die Pille nehmen.

Aber ja, das Problem der Unsicherheit und Selbstzweifel kenne ich auch nur zu gut. Der Witz war, dass ab dem Moment, ab dem ich beim Weggehen gesagt habe, ist mir doch scheiß egal, ob ich eine finde, ich will einfach nur meinen Spaß haben, die Mädels ständig in meiner Nähe waren, so dass sich ein Kumpel von mir zu dem Kommentar genötigt gefühlt hat, dass ich ein Frauenmagnet sei.
Das Problem ist nur gewesen, dass ich ja trotzdem, dank meiner Erfolglosigkeit in der Vergangenheit einfach zu unfähig war etwas daraus zu machen :angsthasi:

Naja, heute bin ich glücklich verheiratet, also sind die ollen Kamellen eh nicht mehr wichtig. Aber es ist schon spannend, wie sich sowas entwickeln kann. Vom Mobbingopfer in der Schule zum Frauenmagnet, der aber zu blöd ist, daraus ernsthafte Kontakte zu knüpfen. (Was auch daran liegt, dass ich einfach unfähig bin Smalltalk zu führen)

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Gast (Profil)
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Smalltalk für Anfänger ist ziemlich einfach, frag einfach interessiert nach dem letzten was Dein Gegenüber gesagt hat. So bleibt das Gespräch im Gang und Dein Gegenüber erzählt vielleicht was, woran Du auch inhaltlich für ein tieferes Gespräch anknüpfen kannst.

Ich finde es legitim nicht mit Partner zu schlafen, wenn man keine Lust hat. Ich finde es aber auch legitim, wenn der Partner dann mit wem anders Sex hat, der Lust drauf hat. Warum denn nicht? Ist doch ne gute Lösung für alle Beteiligten.

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Geschrieben am
qwzt (Profil)
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Solange alle beteiligten davon wissen und damit einverstanden sind, ist es sicherlich legitim.

Mein Problem mit Smalltalk ist gar nicht so sehr das aufrecht erhalten des Gesprächs, sondern der Einstieg in ein solches. An der Uni geht das noch einigermaßen, da findet sich schon ein Einstieg. Aber sonst finde ich das sehr schwierig.

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Die Arbeit? Hobbies? Kinder? Das Wetter???


"Was hast Du so in letzter Zeit gemacht?"

"Ich habe mein Aquarium saubergemacht."

"Du hast ein Aquarium?"

"Ja."

"Du magst also Tiere."

"Jein, eigentlich nur Fische."

"Nur Fische?"

"Ja, ich hab ne Tierhaarallergie."

"Eine Allergie?"

"Ja, ziemlich schlimm sogar, kann nicht mal mit ner Katze in einem Raum sein, ohne zu niesen."

usw. usw.

Da ist man vielleicht nicht für geboren, ber man kann es üben, wenn man das will. Würde aber auch sagen, gibt wichtigeres im Leben als Smalltalk zu können...

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Geschrieben am
Elena (Profil)
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Ich mutier zu ner 14jährigen, wenn mir jemand gefällt und der Interesse zeigt. Ich kann da auch absolut nix gegen machen, man könnte meinen ich hätte noch nie mit einem männlichen Wesen irgendwie interagiert....was vieles ist, aber nicht gerade sexy, wenn man tatsächlich halt schon Mitte 30 ist.
Oder ich merke nicht, dass sich jemand für mich interessiert. Das kann auch sehr gut passieren. Ein Ex von mir meinte mal, dass bei mir der Wink mit dem Zaunpfahl nicht ausreiche, man brauche den Zaun, den Weg zum Haus und das Haus und dann müsse man noch Glück haben, dass ich nicht gerade da stehe, wo das Fenster offen ist.

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ZRUF (Profil)
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@Elena

Da bin ich aber ähnlich gut. Bei mir muss man auch mit rot blinkenden Pfeil auf mich deuten und mit einem Megafon meinen Namen grölen, damit ich auch nur überlege, ob ich gemeint sein könnte.

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Elena (Profil)
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@ZRUF: Ich fühle mich verstanden <3

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Mir selbst wurde das noch nich so direkt gesagt, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass ich Zeichen auch oft missverstanden habe. Tatsächlich auch in beide Richtungen. Mal angenommen jemand hat interesse, wos vielleicht nur Freundlichkeit war.
Und eben die Zeichen nicht gesehen die da waren.
Ich bin mir nichtmal sicher ob das heute so viel besser wäre.

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Zjm Thema Männerwelten:

https://www.sueddeutsche.de/bayern/nuernberg-haeusliche-gewalt-maenner-caritas-1.4907588

Ja, manchmal sehen die auch so aus.

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ZRUF (Profil)
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@Gast

Das ist aber ein Thema, das kaum Aufmerksamkeit findet, weil Männer ja das starke Geschlecht zu sein haben.
Ganz ehrlich, selbst, wenn ich stärker wäre... wenn du dich körperlich gegen eine Frau wehrst und die geht dann zur Polizei... dann hast du als Mann in aller Regel verloren, weil der Mann im allgemeinen als Agressor gesehen wird. Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass es gar nicht so selten passiert, dass Männer Gewalt durch ihre Partnerin erleben.

Auch, dass man nicht zur Polizei geht, aus Scham ist dann durchaus verständlich. Die Wahrscheinlichkeit nicht ernst genommen oder gar ausgelacht zu werden dürfte so gering nicht sein.

Vor einigen Jahren hatte ich sogar mal von einem Urteil gelesen, dass Männer von einer Frau gar nicht vergewaltigt werden könnten, weil sie ja ohne sexuelle Erregung keine Errektion bekommen und es damit nicht zur Penetration kommen könnte.

Leider finde ich da auf die Schnelle nichts mehr zu.

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Gast (Profil)
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Ich will die Themen nicht gegeneinander ausspielen, Frauen erleben Gewalt durch Männer, Männer durch Frauen, und Frauen durch Frauen und Männer durch Männer sowieso. Scheiße ist es allemal, Menschen sollten keine Gewalt gegen Menschen anwenden, das ist pfui und macht man nicht, sollten die Eltern ihren Kindern mal beibringen, vielleicht ohne dabei Gewalt zu verwenden.

Ich sehe es aber ähnlich, Männer, die durch die Partnerin Gewalt erfahren, haben weniger Anlaufstellen und zusätzliche Probleme. Im Artikel kommt s ja etwas raus, der betrofene Mann war in einer ähnlichen Lage wie Frauen, die Gewalt erfahren: er war wirtschaftlich abhängig von der Partnerin, es gab eine Sprachbarriere und die eigene Kultur in der er groß wurde, stand ihm im Wege.

Egal ob Männer oder Frauen, Sichere Rückzugsmöglichkeiten und Beratungsstellen tun Not und sollten unterstützt werden.

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Rakshiir (Profil)
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Also meine Wahrnehmung ist tatsächlich auch: wird ne Frau zuhause geschlagen, ist der Aufschrei groß.
Sagt ein Mann er wird geschlagen, ist die Reaktion "Komm heul nich" - auch/gerade von anderen Männern.
Aber viele (zumindest die ich kenne) würden sich nicht wehren, weil sie keine Frau schlagen, oder generell Gewalt ablehnen (ja, die meisten Menschen die ich kenne sind so erzogen) - ich würde mich da mit reinzählen.

Es ist eben beides falsch. Beides kommt auch nicht gleich oft vor. Aber die Reaktion ist so unterschiedlich, das wird gerne mal vergessen - gerade von denen Menschen, die so gerne die Meinung "Frauen geht es viel schlechter in der Gesellschaft" vertreten
Ist eben nicht alles schwarz weiss..

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Geschrieben am
Elena (Profil)
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Ohne das Problem kleiner machen zu wollen als es ist, denn ja, Männer haben Schwierigkeiten, wenn sie Opfer sind und nicht Täter, das ist absolut wahr. Absolut wahr ist aber auch, dass es wesentlich mehr weibliche Opfer als männliche gibt, das hat die verschiedensten Gründe. Es ist daher natürlich nicht richtig einen Mann weniger ernst zu nehmen als eine Frau, aber auch Polizisten sind nur Menschen und es ist vielleicht nachvollziehbar, dass man da erstmal hellhöriger wird.
Was bei männlichen Opfern unfairer Weise auch noch eine gar nicht mal kleine Rolle spielt ist, ob die Täterin als allgemein attraktiv empfunden wird oder nicht. Das wird besonders deutlich, wenn es um sexuelle Belästigung geht und es ist schon traurig, dass man da scheinbar als "hübsche" Frau relativ einfach mit durch kommt.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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@Gast
Ich wollte das auch nicht gegeneinander ausspielen. Bitte nicht falsch verstehen.

Ansonsten kann ich dir und Rakshiir hier nur zustimmen.

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Sajoma (Profil)
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@Elena: Ich meine mich zu erinnern, dass wir die Diskussion schonmal hatten und dass Männer durchaus nicht seltener Opfer sind, sondern nur eben häufiger auch Täter (bei Gewalttaten wenigstens).

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Gast (Profil)
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@ZRUF, hatte ich auch nicht so von Dir verstanden, wollte das nur nochmal betonen, dass das übergreifende Thema eigentlich sein sollte, bestimmte Menschen üben Gewalt gegen andere aus. Und da gibt es Gemeinsamkeiten, die das begünstigen, egal ob Frau oder Mann. Wie gesagt wirtschaftliche Abhängigkeit, also zumindest das Gefühl zu haben, ohne den Partner mittellos auf der Straße zu stehen und hungern zu müssen. Da kann jemand seine Machtposition leicht ausnutzen. Das ist auch wieder so ein Fall, wo eine anständige Grundsicherung helfen kann. Aber derjenige muss natürlich davon wissen und auch wie man sie bekommt. Es bleibt dabei: Anlaufstellen und Beratung....

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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@Gast: Und offene Augen für das Thema, egal, wo und wer man ist. Nicht alle diese Betroffenen sind ja völlig ohne Außenkontakt (in meinem Beruf ist das toll, fast jeder kommt mal ins Krankenhaus.) Man sieht nur, was man kennt, und ich denke, da gibt es noch Potential, damit wenigstens der ein oder andere Fall entdeckt wird, ehe es so schlimm ist, dass der Betroffene (generisches Maskulinum) sich selbst Hilfe holt, oder es anderweitig offenkundig wird, dass Gewalt geschehen ist.

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