Klopfers Link- und Lichtbild-Deponie



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#889 von mischka

Deutschland könnte in Richtung „Deutschland über alles“ oder „Deutschland first“ à la Trump gedeutet werden.
Ähm, ich würde mich nicht wirklich als Patriot bezeichnen. Ich bin nicht stolz darauf, deutsch zu sein, einfach weil ich nur auf die Dinge stolz bin, für die ich was geleistet habe. Aber ich bin verdammt froh, deutsch zu sein. In Nigeria z. B. hätte ich wohl deutlich weniger Chancen im Leben erhalten. Vielleicht wäre ich dann einer dieser Wirtschaftsflüchtlinge, weil ich als Bauer nichts tauge.

Aber: Jemand, der meint, dass Wort Deutschland könne negativ assoziiert werden, sollte definitiv nicht an der Regierung beteiligt werden, eigentlich nicht mal am Parlament.

Übrigens: Natürlich erwarte ich zu Recht, daß die deutsche Regierung die deutschen Interessen an die erste Stelle setzt. Nicht so dumm wie Trump, sondern intelligenter, aber die deutschen Interessen sollten für die Bundesregierung schon an erster Stelle stehen.

Die Grünen: unwählbar

Link: [https://www.tagesspiegel.de/politik/wort-kann-negativ-assoziiert-werden-300-gruene-wollen-deutschland-aus-dem-wahlprogramm-streichen/27166512.html]
3 Punkt(e) bei 9 Reaktion(en)
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mischka (Profil)
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Umweltschutz ist mir eigentlich sehr wichtig. Es wäre toll, wenn es eine Partei gäbe, die für Umweltschutz eintritt, ohne dabei so verstrahlt zu sein, wie die Grünen. Und ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass diese Partei in Berlin besonders bescheuert ist.

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Geschrieben am
(Geändert am 7. Mai 2021 um 9:38 Uhr)
Klopfer (Profil)
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Wie ich gestern einer Freundin zu dem Thema gesagt hab: Das ist, als wenn man sich als Vorsitzender für den Dackelclub bewirbt und dabei sagt, dass man Dackelclubs eigentlich voll scheiße findet. Absolut unverständlich.

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Geschrieben am
(Geändert am 7. Mai 2021 um 7:45 Uhr)
the_verTigO (Profil)
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Zitat: "Ich hätte nicht gedacht, dass sich die anderen Parteien so intensiv mit unserem Programm beschäftigen."

Was hat sie denn erwartet?
Oder kann man nun entsprechend davon ausgehen, dass die sich mit den Wahlprogrammen der anderen Parteien auch nicht wirklich auseinandersetzen?

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Wie dämlich sind die Grünen eigentlich. Da hat man die Chance stärkste Kraft zu werden und dann kommen solche Anträge... Unglaublich...

Aber die Grünen schaffen es doch immer sich unwählbar zu machen.

Umweltschutz ist wohl den meisten Menschen heute wichtig. Aber die Grünen verkörpern den für mich nicht mehr als jede andere Partei. Sie sind im Prinzip die Partei der wohlsituierten Großstädter wie Sarah Wagenknecht schon schrieb. Da gebe ich ihr voll recht. Die Grünen Wähler,die ich kenne kommen auch alle aus gutem Hause, haben einen akademischen Abschluss und weit überdurchschnittlich hohes Einkommen. Und die Meinung, dass die Leute die nicht in solchen Kreisen wie den ihren verkehren eher zu den Querdenkern gehören. Ziemlich traurig, meiner Meinung nach. Und das sind Freunde von mir. Nur habe ich halt Freunde aus allen gesellschaftlichen Schichten.

@vertigo
Wundern würde es mich nicht. Also, wenn die Grünen nur auf sich selbst schauen. Das mag im Sport klappen aber halt nicht in der Politik.

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Geschrieben am
mischka (Profil)
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Wobei ich ehrlicherweise noch anerkennen muss, dass die Grünen in BW ganz in Ordnung sind. Irgendwie sind die im Osten besonders verstrahlt... Warum ist das so?

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Die Grünen Partei ist vermutlich eine der Parteien die ich mittlerweile am Wenigsten wählen würde.
So Weltfremd wie die sind, das ist schon nicht mehr lustig.

Ich vermute dass die Leute, die sie wirklich noch wählen einfach hoffen, dass die Umweltdinge umgesetzt werden und der Rest von ihrer Dummheit einfach keinen zu großen Schaden anrichten wird. Anders kann ich mir kaum erklären warum man sie wählt.
Ausser man hasst Deutschland auch... aber warum ist man dann noch hier? Böse Zungen würden behaupten: wahrscheinlich weil es einem in dem Land immernoch ziemlich gut geht.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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@mischka
Ja unter Kretschmann in BW sind die Grünen aber auch bald konservativer als die CDU.
Da scheinen mehr realos in der Partei zu sein.

@Rakshiir
Viele Grünen Wähler wollen ja nur das Thema Umweltschutz. Der Rest interessiert nicht wirklich.
Ich kann dir sagen, dass aus meinem Freundeskreis keinen der Genderscheiß interessiert. Aber Grünen wählen ist richtig und wichtig. Fridays for Future ist toll etc.
Der Rest wird einfach als Nebenrauschen abgetan.

Und man hat halt schon immer Grün gewählt...

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Naja, man muss fairerweise sagen, dass Wahlprogramme immer ein sammelsurium sind und ich noch nie eine Partei gewählt habe, bei der ich 100% zu allem stehe, was in deren Wahlprogramm steht (außer vielleicht bei der PARTEI). Da muss man manchmal entscheiden, was einem wichtig ist und das entsprechend gewichten und ob man mit den anderen Sachen leben kann. Und wenn die Ökologie für einen das dringenste Thema ist, muss man sich umschauen, wer das abdeckt. Es gibt aber noch andere Öko-Parteien als nur die Grünen, die haben das Thema nicht für sich allein gepachtet.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Klar. Das ist immer eine Abwägung zwischen was vertritt die Partei von dem was mir wichtig ist und was vertritt sie, das für mich gar nicht geht.

Bei den Grünen ist für mich aber auch die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit besonders groß. Von daher für mich einfach nicht wählbar.

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Geschrieben am
Grunty (Profil)
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Für mich sind die Grünen schon seit Jahren die Partei unter den Etablierten, die ich am wenigsten wählen würde. Mir grauts sowohl vor den Bundestagswahlen als auch vor den nächsten Landtagswahlen in Bayern.
Ich kenne auch einige Leute, die Grüne wählen und auf die trifft mein Bild, das ich vom durchschnittlichen Grünen Wähler habe auch zu.
Gehobene Mittelschicht. Irgendwo ein Reihenhäuschen im Vorort. Umwelt ist voll wichtig und so, aber 3x im Jahr in Urlaub fahren, davon 1x irgendwohin auf 'nen anderen Kontinent.
Außerdem isses ja voll wichtig, dass wir Frauen in der Firma einstellen. Immerhin ist das bisher nur ein Nebenrauschen und die Qualifikation einer Person spielt noch die größte Rolle, unabhängig von äußeren Merkmalen.

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Geschrieben am
Sir of Toastland (Profil)
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Es ist albern, absolut richtig. Das sind aber auch nur 300 Unterstützer aus mehr als 100k Mitgliedern - Also weit unter einem Prozent; Und es geht lediglich um den Titel. Das entschuldigt nicht, aber entschärft das ganze meiner Meinung nach schon. Wenn ich jetzt die unsinnigen 1% anderer Parteien groß rausbringe, dann gewinnt nur die Nichtwähler-"Partei". Knallköppe findet man schließlich überall.
An diesem Antrag seine Wahlentscheidung festzumachen fänd ich ehrlich unsinnig; Ich hoffe jeder hier, der Grün nicht wählen will, hat größere Differenzen mit denen (das sollte ja nicht all zu schwer fallen).

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Geschrieben am
(Geändert am 7. Mai 2021 um 12:57 Uhr)
ZRUF (Profil)
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@Sir of Toast land
Das sind ja nur 300 die das unterschrieben haben. Wie viele das wirklich unterstützen weiß man aktuell ja gar nicht.

Die 300 haben ihrer Partei einen Bärendienst erwiesen. Mir persönlich soll's Recht sein, da wie oben geschrieben die Grünen für mich eh unwählbar sind.

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Geschrieben am
mischka (Profil)
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@Sir of Toastland: Der Maaßen ist der Knallkopp aus der CDU, und der muss ich sich von der Parteiführung durchaus Kritik anhören. Die Knallköppe der anderen kriegen zu hören, dass sie Knallköppe sind, während man bei den Grünen so was nicht hinbekommt (safe space nennen die das, oder?). Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Baerbock mal laut auf den Tisch haut und sagt: "Heult leise, ihr Bekloppten, das ist eine dumme Idee."

Was unwählbarkeit angeht:

Die Grünen Partei ist vermutlich eine der Parteien die ich mittlerweile am Wenigsten wählen würde.
Also ich denke nicht, daß sie Grünen am wenigsten wählbar sind.

Bei mir sieht es so aus:
CDU
FDP
- lange nichts -
- noch länger nichts -
- wirklich lange nichts -
SPD
- könnt ihr euch an das nichts von oben erinnern? -
- hier kommt noch ein viel größeres Nichts hin -
- wirklich lange, lange, lange, lange nichts -
- lange Zeit kommt hier absolut gaaaaaaaar nichts hin -
Linke
Grüne
- hier kommt jetzt so viel nichts hin, dass das viele nichts als schwarzes Loch dienen kann. -
- Astronomen könnten mehrere Leben damit verbringen, diese schieren unendlichen Weiten an nichts zu studieren -
- Das ist so viel nichts, dass es wieder etwas ist (jetzt werde ich philosophisch) -
- Es ist so viel nichts, dass ich nicht weiß, wie man dieses nichts noch beschreiben kann -
- Es ist so viel nichts, dass nicht mal Chuck Norris dieses nichts begreifen kann -
- Ernsthaft, nicht mal nach einem Schlaganfall könnte ich jemals dieses große nichts überschreiten -
AfD

Aber ehrlicherweise werde ich mich wohl zwischen Union und FDP entscheiden.

Ich mochte mal die FDP, aber was sie in letzter Zeit über Corona bringen, regt mich auf.

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Geschrieben am
Diiter (Profil)
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@sir of Toastland: Dieser Antrag reiht sich ja aber in eine lange Liste von ähnlichen Aussagen anderer Parteimitglieder in teilweise hohen Positionen ein. Diese Denkweise ist bei den Grünen salonfähig, wenn nicht gar mehrheitsfähig, auch wenn dieser Quatsch hier bisher "nur" 300 Unterstützer hat.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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@mischka
Bei mir ist's auch eher die FDP. Die Union ist nicht mehr konservativ und irgendwie das geworden, was die SPD früher war mit etwa grünem Anstrich.
Damit fehlt für mich die konservative Partei bei der ich ggf. mein Kreuz machen könnte.
Aber bevor ich die AFD als wählbar anerkenne hacke ich mir auch lieber die Hand ab.
Eventuell waren da noch die freien Wähler... Aber die kommen halt nicht über die 5% und damit wäre die Stimme verschenkt.

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Geschrieben am
mischka (Profil)
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Ich wähle auch realistisch, d. H. Es kommen nur Parteien in Frage, die auch realistische Chancen auf eine Regierungsbeteiligung haben (danke Lindner, eine der Stimmen war von mir).

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Tut mir Leid, aber die Union ist mir zu korrupt. Ich meine nicht Merkel, wirklich nicht, die hat weder ihren Titel noch Geld ergaunert. Ich halte für menschlich äußerst integer.

Und die FDP... was war das denn bei der letzten Wahl? Man kann sich doch nicht um die Regierungsverantwortung drücken. Echt nicht. Nicht mal mit schwarz-grün. Das ist doch zum Mäusemelken, gerade in diesen Zeiten, wo wir etwas Liberalen Geist durchaus gebrauchen könnten.

Ein Traum wäre ein Kandidat wie Ludwig Erhard, zweiter Kanzler. Der war ja nie wirklich in der CDU (er hatte keinen unterschriebenen Mitgliedsausweis, keien Beitrittantrag oder ähnliches), nach dem Krieg wollte er zu den Liberalen, deren Chef riet ihm ab und meinte, in der CDU könnte er der liberalen Sache einen größeren Dienst erweisen. Und Erhard hatte gute Ideen, hat sich aber in Fragen wie der Rente nicht gegen Adenauer durchsetzen können. Erhard wollte keinen Generationenvertrag, sondern dass jeder seine Rente selbst zahlt (über den Staat), genialer Zug, Rente wird damit unabhängig von der demografischen Entwicklung. Adenauer hat abgelehnt, "die Leute werden immer Kinder kriegen" hat der gute Katholik verlauten lassen. Aber Lachet, Söder, Merz... alles keine Erhards.

Ich vermisse massiv Führungspersonal. Auch bei der SPD, wo sind die denn hin? Ein Kevin Kühnert ersetzt doch keinen Franz Müntefering. Und auch Scholz, obwohl Hamburger, hat nicht das Format eines Schmidt. Es ist doch zum Weinen.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Naja, ob man Lindner den großen Vorwurf machen kann?
Er war halt der erste, der aufgestanden ist und gesagt hat, so wird das nichts.
Rückwirkend ein Fehler und er hätte sagen müssen: Das, das und das muss passieren, sonst machen wir nicht mit. Wir bleiben also solange sitzen, bis ihr geht oder ihr kommt zustimmt.

Dann wären wahrscheinlich die Grünen irgendwann aufgestanden. Aber scheinbar hat man bei Grünen und Union die FDP nur als Steigbügelhalter gesehen. Und da ist man dann schnell der, der als erstes aufsteht und dann als der Verlierer dasteht.

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Geschrieben am
Sir of Toastland (Profil)
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Ich hätte jetzt eher sowas wie Altmaier Knallkopp genannt, "Ich stimme aus Prinzip gegen Anträge der Linken"; Eitelkeit über potentiell sinnvolle Vorschläge stellen, ist genauso vaterlands-, zusätzlich aber demokratieverratend wie dieser Vorschlag. Oder Scheuer. Ich sehe auch ehrlich nicht, wie man nach 16 Jahren und u.a. ständig neuen Vorfällen von Steuergeldverschwendung und Korruption bei der Union diese Partei soweit oben sieht.
Die Union ist ein Vampir - zapft dem Koalitionspartner alle Ideen ab, verkauft sie als eigenen Erfolg und lässt ihn bei der nächsten Wahl untergehen. Darum verstehe ich Lindner mittlerweile besser, warum er keinen Bock auf ein zweites 2013 hatte.
Ich find ja die Humanisten ganz gut, aber ich fänd es auch gut, wenn sich meine Stimme in der Sitzverteilung niederschlägt. Es ist schon demotivierend, "strategisch/realistisch" wählen zu müssen...

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Geschrieben am
(Geändert am 7. Mai 2021 um 18:27 Uhr)
Gast (Profil)
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Die Union ist auch sehr stark von Lobbies beeinflussbar. Wenn ich an die Geschichte mit dem Verbot von bleihaltiger Munition denke. Über Jahre hat die EU einen Abstimmungsprozess mit dne Mitgliedstaaten geführt, um bleihaltige Munition bei der Jagd in Feuchtgebieten zu verbieten. Das braucht man technisch nicht mehr und verschossene Munition wird nicht mehr gefunden und bleibt als Giftstoff in der Umwelt zurück, etwa eine Millionen Vögel vergiften sich jedes Jahr und sterben teils qualvoll dran. Braucht kein Mensch. Ewig langes Verfahren, alles geklärt, kommt zur Abstimmung, wer ruiniert entgegen den vorherigen Zusagen als einziger die Abstimmung? Julia Klöckner als Landwirtschaftsministerin. Und bringt Argumente die keine sind.
https://www.spektrum.de/news/naturschutz-wird-bleihaltige-jagdmunition-endlich-verboten/1744688

Am Ende hat sich letten September doch zugestimmt, aber der ursprüngliche Vorschlag wurde aufgeweicht, Grenzen herabgesetzt, eine effektive Kontrolle verhindert und eine großzügige Übergangszeit festgelegt.
https://www.faz.net/aktuell/wissen/forschung-politik/verbot-von-bleimunition-weg-frei-fuer-die-bleifreie-jagd-16953792.html

Ich bin kein Jagdgegner, aber Blei muss doch nun wirklich nicht mehr sein.

Und die CSU... sollen wir wirklich davon anfangen, wie sehr die uns schaden? Man denke an den Scheuer, der aus reiner gekränkter Eitelkeit Millionen von Euros sinnlos verbrennt:
https://www.sueddeutsche.de/politik/scheuer-oesterreich-pkw-maut-1.5048979

Und die ganzen Bereicherungen an Masken in der Pandemie... ich kann mich mit der Union nicht anfreunden.

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Geschrieben am
Balthasar (Profil)
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Da kommen einige Grüne mit einem Antrag, der politisch eher egal ist, keinerlei Auswirkungen auf irgendwas hat und den ich argumentativ eher irgendwelchen Splittern der Linken zugetraut hätte, und das macht dann die Partei "unwählbar"?
Sorry, aber das ist doch albern. Es gab weit über 3000 Anträge und dann stützt man sich in seiner Kritik auf den einen, der nicht inhaltlich ist, aber Klicks und Aufmerksamkeit bringt, wow.
Wenn man die Grünen kritisieren will, dann gibt es wesentlich bessere Punkte, an denen man sich inhaltlich abarbeiten kann.
Und auch wenn ich die Grünen in absehbarer Zeit nicht wählen werde, wären mir die trotzdem lieber als CDU/CSU/FDP – selbst ohne "Deutschland" im Parteiprogramm.

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Geschrieben am
Diiter (Profil)
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@Balthasar: Wenn ein Land von Leuten regiert wird, die dieses Land ablehnen, ist das wohl kaum "politisch eher egal" oder hat "keinerlei Auswirkungen auf irgendwas". Ich will mir nich ausmalen, wie sehr sich dieses Land international über den Tisch ziehen lassen wird, wenn diese Leute tatsächlich darüber entscheiden dürfen.

Was eine übertriebene Angst vor einer Politik, die man als "Deutschland first" fehlinterpretieren könnte, anrichten kann, hat man ja beim Impfstoffbeschaffungsdebakel beobachten können: Während rational handelnde Regierungen versuchen, genug Impfstoff für ihr Land ranzuschaffen, und dafür mittlerweile mit großen Schritten zur Normalität zurückkehren können, setzt Deutschland, bräsig wie eh und je, aus ideologischen Gründen auf eine EU-weite Lösung, das Ergebnis ist bekannt. Und während man nicht mal genug Impfdosen für die eigenen Risikofälle hat, diskutiert man in der Öffentlichkeit schon, wie unfair es doch ist, dass wir im Vergleich zu Afrika doch so viel Impfstoff bekommen.

Wie das alles abgelaufen wäre, wenn das eine Partei entschieden hätte, deren Vorsitzender nach eigenen Angaben mit diesem Land "noch nie etwas anfangen" konnte, kann man sich vorstellen.

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Also wenn ich das hier lese;
https://www.tagesspiegel.de/politik/300-gruene-wollen-deutschland-streichen-die-angst-vor-dem-zweiten-veggie-day-desaster/27171428.html

Dann sieht es eher nicht so aus, als würden die Grünen Deutschland streichen, die Parteiführung steht dazu, der Antrag geht auf die besonders speziellen Berliner-Grünen zurück. Gibt in der Partei noch andere, wie dort geschrieben, Habeck macht sich seit über 10 Jahren dafür stark den Begriff Heimat positiv zu bestzen. Man muss die Grünen nicht wählen, aber die Initiative einer Midnerheit, deren Ausgang wir noch gar nicht kennen, jetzt schon als Anlass zu nehmen... ich denke, da gibt es inhaltliche Gründe, die mehr zählen sollten.

@Diiter, was die Impfstoffbeschaffung angeht, naja, wissenschaftlich gesehen bringt ein Impfnationalismus tatsächlich wenig gegen eine Krankheit, die global verstreut ist. Als Extrembeispiel, wenn wir in Deutschland alle geimpft hätten, in Polen aber niemanden, weil wir den hier produzierten Impfstoff auch hier behalten, dann steht die Wahrscheinlichkeit nicht schlecht, dass sich in Polen irgendwann eine Mutante entwickelt, gegen die die Impfung nichts hilft. Sich zumindest EU weit abzustimmen, das macht schon Sinn. Ich stimme aber definitiv zu, die Regierung und die EU hätten letzten Herbst einfach mehr Impfstoff ordern sollen, also das stand ja in keiner Verteilungskonkurenz, will sagen, auch eine EU Lösung hätte einfach mehr bestellen können. Die Risikogruppen sind aber inzwischen auch bei uns geimpft, wir liegen bei eienr Impfquote von über 20% und inzwischen kann Priogruppe 3 sich Termine holen und wird geimpft.

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Geschrieben am
Sir of Toastland (Profil)
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@Diiter
Du übergehst auch gönnerhaft, dass die Leute, die das fordern, nicht diejenigen sind, die regieren würden, sondern eine kleine Gruppe von Idealos. Und dass es ebenso Leute von Rang und Namen in der Partei gibt, die zu dem Begriff stehen und klar sagen, dass Deutschland Heimat und Volk ist, dass man regieren will.
Ich finde es schön, wie du das Impfdebakel benennst. Und jetzt bedenke bitte, wer in der Nation regiert und wer die Opposition bildet. Und es ist nicht so, dass schwarz geführte Bundesländer da konsequent besser wegkamen als der Bund.
Dass man nicht streng national denkt, hängt einfach mit der Erkenntnis zusammen, dass bei freiem Kapital und Outsourcing keine nationale Sozial- und Arbeitsrechtpolitik betrieben werden kann ohne sich ständig ins Knie zu schießen; Und wenn man mittels der EU (geführt von, ach ja, Ursula, der alten Extinction Klima Gutmenschgrünen. Oder?) clever Impfstoff besorgt hätte, wäre das ein dringend nötiger Kompetenzbeweis gewesen. Eine überzeugte europäische Bevölkerung stemmt gemeinsam mehr.
Impfnationalismus würde diesen Boost nicht nur verhindern, sondern womöglich gleich umkehren. Bei der Freizügigkeit unseres Binnenmarktes käm man aber auch nicht besser durch die Pandemie, wenn große Differenzen bei den Impfquoten herrschen.

Niemand ist gezwungen, irgendwen zu wählen. Aber ich würde wirklich, wirklich gerne verstehen, warum ihr die CxU für fähig und gut für Deutschland haltet, immerhin substantiell besser als die Grünen. Ich find die ja nichtmal selbst gut, aber eure Rankings sind... erschreckend.

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BJ68 (Profil)
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[...]um bleihaltige Munition bei der Jagd in Feuchtgebieten zu verbieten. [...]

@Gast: Du weißt, dass "die" inzwischen schon einen Schritt weiter sind?

https://www.all4shooters.com/de/jagd/munition/echa-plant-ein-vollstaendiges-verbot-von-blei-in-munition-in-allen-umweltbereichen-der-eu/

bj68

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Gast (Profil)
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@bj68, was heißt denn da weiter? Noch liegt kein Gesetzesvorschlag auf dem Tisch, und selbst wenn einer formuliert wird, wie man an dem bisherigen Prozess sieht, dauert es Jahre, dann wird einiges noch geändert usw. Dänemark hat schon ein Verbot, habe nicht gehört, dass deswegen in Dänemark nicht mehr gejagt wird.

Die von Dir verlinkte Seite hat natürlich auch ein gewisses Interesse, das sollte man dazu sagen. Auch die dort verlinkte Seite https://www.leadinammunition.com/ ist wohl nicht ganz unparteiisch, zumal dort gar kein Impressum zu finden ist, so dass man sich kein genaues Bild machen kann, wer diese Seite betreibt. Dass bleihaltige Munition ungiftig ist, soll dort anhand von Studien nachgewiesen werden. Meine Kritik daran ist erstens, dass die offiziellen Studien der EU, die dort verlinkt sind, sich über Bleinaufnahme beim Menschen beschäftigen, die über die nicht-Wild Nahrung sicherlich viel bedeutender ist als über das Wild. Allein schon weil wir wenig Wild verzehren. Aber richtig, wenn man nur auf die Lebensmittelsicherheit schaut, bräuchte man sich um bleihaltige Munition wenig Gedanken machen. Wen die Sorge ernsthaft umtreibt, esse halt kein Wild.

Eine der Begründungen bleihaltige Munition in Feuchtgebieten einzuschränken, liegt ja darin begründet, dass zum Beispiel Vögel sich vergiften und qualvoll verenden. Denn so etwas wie eine Bleivergiftung gibt es ja wirklich. Und da geben die Studien auf leadinammunition keine wirklich entkräftung. Ich sehe dort Studien zu Greifvögeln, die je nach Typ mit 1% bis 3% der Population betroffen sind, aber keine Studie zu Wasservögeln, wie Enten oder Gänsen, die durch grundeln die Bleinkugeln aufnehmen. Eine Greifvogelpopulation wird nicht durch bleinhaltige Munition aussterben, und ich gehe davon aus, selbst bei einer Millionen toter Wasservögel, sind auch diese nicht vom Aussterben bedroht. Trotzdem muss man sich schon fragen, ob überhaupt ein Tier an einer Bleivergiftung sterben muss. Also wofür? Es gibt auch nicht bleihaltige Munition. Wir fahren ja auch keine Autos mehr mit verbleitem Benzin. Ich weiß nicht was die Vorteile waren, aber irgendeinen Grund wird es schon gegeben haben, dass das Benzin verbleit wurde. Ich streite nicht ab, dass bleihaltige Munition Vorteile hat gegenüber nicht-bleinhaltiger Munition, aber wie schwer wiegen die?

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mischka (Profil)
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Aber ich würde wirklich, wirklich gerne verstehen, warum ihr die CxU für fähig und gut für Deutschland haltet, immerhin substantiell besser als die Grünen.

Naja, ich suche mir das geringste Übel.
Fangen wir einfach mal an:

AfD: Eigentlich muss man nicht viel über diese Partei sagen, sie ist in großen Teilen rassistisch, und die, die nicht rassistisch sind, haben kein Problem mit den Rassisten.
Sie sind wissenschaftsfeindlich und glauben weder an den Klimawandel, noch an Corona, womit sie ihren geistigen Offenbarungseid öffentlich geleistet haben.
Alle Politiker lügen häufig, aber sie haben die Lüge zum Stilmittel erklärt, und lügen eigentlich immer, wenn sie den Mund aufmachen oder auf einer Tastatur abrutschen in der Nähe einer Tastatur sind.
Ferner sind sie noch menschenfeindliche Schwätzer, die keine Alternative anbietet, sondern nur kritisiert.
Von der Realitätsferne will ich gar nicht anfangen. Beispielsweise wäre es eine wirtschaftliche Katastrophe, wenn ein Land wie Deutschland zur D-Mark zurück kehren würde.

Linke & Grüne: Beide Parteien können nicht rechnen. Folgendes Statement kommt von den Linken, die Grünen haben da eine ähnliche Meinung:
Der einzig gangbare Weg zu einer langfristig sicheren, umweltfreundlichen und bezahlbaren Energieversorgung führt über erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparung. Eine große Unabhängigkeit von Öl- und Gasimporten sowie ein Ausstieg aus der Atomwirtschaft sind zudem bedeutsame friedenspolitische Investitionen.

Achso, na dann, rechnen wir mal aus, wie viel Energie Deutschland denn so braucht.

Gas: 982 TWh
Kohle: 638,89 TWh (2,3 Exajoule umgerechnet)
Heizöl: 127,222 TWh
Diesel: 419,4546 TWh (Einheit umgerechnet)
Benzin: Mind. 187 TWh (Einheit umgerechnet)

Falls ich keinen relevanten Energieträger vergessen habe, kommen wir also auf einen Energiebedarf (Jahr: 2019) von knapp 2355 TWh, oder 2,355 PWh.

Und nun schauen wir mal, wie viel Energie wir so durch erneuerbare Energien gewinnen...
Solarzellen brachten uns 2020 51,4 TWh und Windkraft 105 TWh. Insgesamt erzeugen wir mit den erneuerbaren Energien also 156,4 TWh. Zur Erinnerung: Wir brauchen 2355 TWh. Das sind gerade mal 6,6%. Selbst wenn wir es also in kurzer Zeit schaffen, die Anzahl der Solarzellen und Windräder zu verzehnfachen, was mehr, als nur ambitioniert ist, haben wir gerade ein mal zwei Drittel der benötigten Energie.

Sind wir realistisch: Wenn wir Ansprüche an die Raumtemperatur, die Wirtschaft und unsere Mobilität haben, können wir uns schlichtweg aktuell keine Ansprüche an die Energie leisten. Deutschland wird für die nächsten Jahrhunderte (hoffentlich) auf Energielieferungen aus dem Ausland angewiesen sein. Dazu existiert nun mal faktisch keine Alternative, außer, dass wir ein Bauernstaat werden und das will ja keiner. Natürlich sehe ich den Klimawandel als Bedrohung an, aber es hilft nicht, sich etwas unmögliches zu wünschen, damit es wahr wird.
Sowohl Grüne, als auch Linke sind dagegen, Energie von Despoten und Autokraten zu kaufen.
Frage: Wo denn sonst?!? Wenn wir nur noch von Demokratien kaufen, können wir die Lichter ausschalten. Das wird auch in Zukunft nicht klappen.
Meiner Meinung nach, sollten wir die gesamte Sahara zukleistern mit Solarthermie (nicht Solarzellen). Damit könnte man genügend Methanol und/oder Wasserstoff herstellen um Europa und ggf. mehr mit Energie zu versorgen. Ferner wären Unterwassergleichstromkabel möglich, um auch Strom direkt in die EU zu transportieren (zwar mit größerem Verlust, dafür aber grün). So hätten wir grüne Energie. Die müssten wir aber natürlich auch importieren, weil wir so doof waren, und unser Land nicht am Äquator gebaut haben. Und deswegen, liebe Grünen und Linken, brauchen wir verdammt noch mal Energieimporte. Sind wir mal realistisch: Unsere heimischen erneuerbaren Energien reichen nicht mal dafür, alle Haushalte zu heizen, sollen wir uns dann im Winter geschlossen bei 16°C den Arsch abfrieren?!?
Und diese Realitätsverweigerung haben die Linken und Grünen mit der AfD gemeinsam. Man träumt etwas (D-Mark, keine Energieimporte) und will das entgegen jeder Realität durchsetzen, weil es im Traum so toll ist.
Dazu kommt, dass beide Parteien asozial sind, weil sie die Energiewende auf Kosten der ärmeren durchziehen. Nehmen wir mal den CO2-Preis: Gut, Benzin, Diesel und Heizöl ist teurer geworden. Mein Gehalt ist nicht schlecht, es ärgert mich etwas, aber ich verbrauche kein bisschen weniger im Vergleich zu vorher. Die, die wenig haben, müssen jetzt frieren. Meine Mutter hat im Winter nur noch auf 16°C geheizt, weil sie Angst vor der Rechnung hat. Toll gemacht! Wenn man das damit eingenomme Geld wieder an die Bevölkerung anteilig auszahlen würde, wäre es sinnvoller, so ist es Klimaschutz komplett auf dem Rücken der Armen, das finde ich schäbig. Gut, dafür konnten die beiden Parteien jetzt nichts, aber die haben die CO2-Bepreisung durchaus befürwortet.

Zusätzlich geht mir das SJW-Tum in beiden Parteien gehörig auf den Sack, von der Genderei mal ganz abgesehen. Bei beiden Parteien habe ich zudem den Eindruck, dass die Deutschland und das wofür Deutschland steht, nicht leiden können. Sie müssen jetzt keine Superpatrioten à la USA werden, aber sie sollten das Land schon mögen. Beim Thema Gleichberechtigung sind sie völlig daneben, weil i.d.R. zwei Frauen antreten dürfen, zwei Männer aber nicht. Immer muss ein Spitzenkandidat aus dem Osten und einer aus dem Westen sein. Wo kämen wir da hin, wenn die nach Qualifikation, statt nach dem Vorhandensein eines Penis bzw. dem Geburts- oder Wohnort ausgewählt würden?!?

Bei den Linken kommt noch die total weltfremde pazifistische Grundeinstellung dazu. Warum hat Russland / die Sovietunion Deutschland seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr besucht? Weil sie guten Herzen sind? Frag mal die Tschechen. Oder die Ukraine heute. Was glauben die Linken denn, warum Lettland, Litauen und Estland, etc in die Nato wollten?!? Weil die Schiss hatten, dass Russland mit Ihnen irgendwann das macht, was Russland gerade in der Ukraine anstellt. Wenn Deutschland aus der Nato austritt, keine Waffen mehr exportiert (was bedeutet, dass die Produktion und Entwicklung sehr unrentabel werden, was wiederum bedeutet, dass die Bundeswehr sich kaum noch ausrüsten kann, ohne zu importieren), etc, wer oder was soll einen sauren Putin daran hindern, sich Ostdeutschland zurück zu holen, oder damit zu drohen?
Wie zum Henker soll man ohne Militär die Piraten am Horn von Afrika davon abhalten, unsere Handelsschiffe anzugreifen? Gesprächstherapie oder was?!? Also ne, das ist schlichtweg weltfremd. Fakt ist: Wir brauchen die Bundeswehr. Und wir brauchen schlagkräftige Waffen. Ganz einfach, weil Russland auch eine Armee und schlagkräftige Waffen hat.
Da den anderen Parteien das klar ist, wird die Linke an keiner Regierung beteiligt, weshalb Stimmen für die Linke ohnehin verschwendet werden. Warum soll ich für eine Partei stimmen, die ihre Interessen ohnehin nicht durchsetzen kann. Und an eine absolute Mehrheit der Linken glaubt ja wohl niemand, oder?!?

Kommen wir zur SPD: Ihr habt eure eigenen Wähler verraten. In der Bildungspolitik verkackt die SPD regelmäßig. Das fängt schon damit an, dass laut SPD die Förderung von schwächeren Schülern viel mehr forciert wird, als die Förderung der starken. Wir brauchen beides!
Die Arbeiterschicht geht der SPD am Arsch vorbei und ehrlich gesagt frage ich mich, wofür wir diese Partei eigentlich brauchen. Vor 20 Jahren hätte ich als Teenager noch beantworten können, heute weiß ich es nicht mehr. Dazu kommt, dass der Scholz mitreißen kann, wie ein Sack Reis, aber das ist nicht weiter schlimm.

Und leider bleibt da nur noch Union und FDP, mit denen ich nicht glücklich bin, die aber unter den bekloppten im Bundestag die am wenigsten bekloppten sind. Daher wird meine Stimme wohl an eine der beiden Parteien gehen. Alle anderen nicht genannten Parteien haben eh keine Chance auf Regierungsverantwortung, und daher wäre es eine Art der Stimmenverschwendung.

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Geschrieben am
(Geändert am 10. Mai 2021 um 13:32 Uhr)
ZRUF (Profil)
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Was die Linken und die Grünen anbelangt, bin ich ganz bei mischka.
Zu seinen Ausführungen würde ich höchstens noch hinzufügen, dass Ideen von Menschen, die nicht der Grünen / Linken Ideologie entsprechend, grundsätzlich schlecht sind, während man selbst für alles Toleranz einfordert. Das ist meiner Meinung nach zutiefst undemokratisch.

Über die AfD braucht man ja eigentlich wirklich nicht reden. Hauptsache dagegen... damit gewinnt man zwar die Stimmen der Unzufriedenen, trägt zum Wohle des Landes aber nichts, absolut gar nichts bei.

SPD: Auch hier gehe ich d'accord mit mischka, dass ihnen die Arbeiterschicht am Arsch vorbei geht. Da war BLM auf einmal wichtiger als das wohl ihrer Stammwählerschaft. Der Grund warum die SPD so in der Wählergunst verloren hat ist eben nicht nur die Agenda 2010 von Schröder, sondern, dass sich die SPD seit rund 10 Jahren immer mehr von ihren Stammwählern entfernt. Seien wir mal ehrlich. Den typischen SPD-Wähler interessiert, dass er auch in Zukunft einen sicheren Arbeitsplatz hat, seine Familie ernähren kann und er vielleicht ab und er sich vielleicht ab und an auch mal einen Urlaub leisten kann. BLM geht ihm am Arsch vorbei. Nicht weil er was gegen Schwarze hätte, aber weil sich in seinem Bekanntenkreis kaum ein Schwarzer findet (weniger als 1% der Einwohner in Deutschland ist schwarz). Das sind keine Rassisten, aber eben auch keine SJWs und die wollen auch keine SJWs, die ihnen vorturnen wie schlecht sie doch sind, weil sie das nicht interessiert. Oder auch, dass Identitätspolitik für die SPD von heute ein wichtiges Thema ist... das interessiert den Arbeiter nicht. Schlimmer noch, der empfindet das als elitären Schwachsinn, den man ihm jetzt mal wieder von Oben aufzwingt. Die SPD hat also wirklich vollständig Verrat an ihrer Kernwählerschaft begangen. Daher kein Wunder, dass die aus ihrem Tief nicht rauskommen. Und solange jeder neue Parteivorsitzende immer noch linker wird, wird sich daran nichts ändern. Hmm, vielleicht besser formuliert immer mehr die "neulinken" Interessen vertritt. Weil Links von heute hat nicht mehr viel mit dem Links von vor 20 Jahren oder früher gemein. Wer heute mit linken Forderungen von vor 20 Jahren kommt, darf froh sein, wenn er nicht als rechter oder Reichsbürger abgetan wird.
Die SPD hat es halt nicht verstanden, dass die Arbeiter in aller Regel nicht so progressiv sind, wie viele Funktionäre das gerne hätten.

Zur CxU: Die haben auch nichts mehr mit einer konservativen Partei zu tun, womit sie den Aufstieg der AfD erst ermöglicht haben. "Die neue Mitte" hat sie dazu gebracht das zu tun, was die Linkeren Parteien gefordert haben. die Merkel-Union hat immer wieder Felder besetzt, die von den linken Parteien vorher besetzt waren. Damit ist sie aber selbst deutlich weiter nach links gerückt. Nicht grundlegend ein Problem. Hat nur viele Konservative heimatlos zurückgelassen. Dann kommen noch Skandale dazu und schon ist man hinter den Grünen... einfach nur dämlich.
Aber dadurch, dass die Union selbst nimmer weiß wer sie ist, ist sie für mich auch nicht wählbar.

Bleibt also für mich nur die FDP von den "größeren". Das ist für mich aktuell das geringste Übel.

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mischka (Profil)
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Zu seinen Ausführungen würde ich höchstens noch hinzufügen, dass Ideen von Menschen, die nicht der Grünen / Linken Ideologie entsprechend, grundsätzlich schlecht sind, während man selbst für alles Toleranz einfordert. Das ist meiner Meinung nach zutiefst undemokratisch.
Achja, stimmt, das hatte ich ganz vergessen, wobei dieses Virus in letzter Zeit zu Politikern aller Parteien verbreitet wird.

Wenn eine gute Idee von einem AfD-Mann vorgebracht wird, werden alle diese Idee ablehnen (Bsp: Grenzen schließen als Corona angefangen hat, auch ein blindes, geistig zurück gebliebenes Huhn findet mal ein Korn). Diese unsägliche Dreckspartei AfD hatte in ihrer ganzen Parteigeschichte ein einziges Mal eine einzige gute Idee (siehe Klammer oben). Das hatte ich damals so auch gesagt (im privaten Gespräch mit einem Kollegen während meiner Aufsicht) und zack, direkt am nächsten Tag hatte ich eine Grüne Kreistagsabgeordnete in der Schule, die mich maßregeln wollte, warum ich AfD-Gedankengut verbreite. Viel interessanter fand ich, warum ihr Sohn unser Gespräch belauscht hat.

Auf meinen Einwand, dass ihr Sohn da wohl ein privates Gespräch belauscht hatte, meinte sie, dass sei eine Verleumdung und Beleidigung und nach §185 BGB (sic) strafbar. Im selben Gespräch hat sie mich als Faschisten, Nazi, Rassisten und Pädophilen bezeichnet. Da musste ich an einen sehr weisen Hasen denken, der mal schrieb:
Beleidigungen sind illegal - es sei denn, man beleidigt mich.


Ich glaube, wenn die AfD vorschlagen würde, den Klimawandel zu stoppen, wären Linke und Grüne definitiv die ersten, die schreien, dass wir zu wenig fossile Brennstoffe verbrennen.

Deswegen mag ich die Wissenschaft. Eine Theorie kann diskutiert werden, ohne auf den Autor einzugehen.

PS: Zu der Grünen-Politikerin: Seither hat sie mich konsequent mit Herr Hitler und den Kollegen, mit dem ich das Gespräch geführt hatte, mit Herr Himmler angesprochen. Wir haben jeweils einen Anwalt beauftragt, ihr mal einen Brief zu schreiben, dann hat das aufgehört...

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(Geändert am 10. Mai 2021 um 15:08 Uhr)
Gast (Profil)
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Naja, die SPD macht schon noch Politik für die Arbeiter, Rente ab 63 oder Mindestlohn sind Kernthemen und haben mit SJW nichts zu tun. Ebenso, dass man für die Pflege von Angehörigen wie für die Erziehung von Kindern sich eine gewisse Zeit frei nehmen kann und vom Staat dabei unterstützt wird, genereller Anspruch auf Kinderbetreuung, oder jetzt mehr HomeOffice, das alles stärkt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Grundsätzlich ist es aber auch so, dass der SPD ihre Stammwählerschaft demografisch ausstirbt, der klassische Arbeiter aus der Industrie, den gibt es immer weniger. Die Dienstleistungsgesellschaft hat das Proletariat geschrumpft und ein Prekariat aufgebaut. Also muss sich die SPD schon etwas neu orientieren. Warum sich dann allerdings als neues Feld ausgerechnet Identitäspoltik aussucht, welches schon die Grünen besetzen... fragt mich nicht. Ich hätte der SPD ja empfohlen zu den Wurzeln zurückzukehren. Ja, eine Strömung ist die Arbeiterbewegung unter Ferdinand Lasalle gewesen, die auch dem Sopzialismus udn dem Kommunismus nahesteht. Aber gerade die deutsche Sozialdemokratie ist fruchtbar gewachsen aus den Turnvereinen und Schrebergärten, als dem Vereinswesen, aus dem sozialen Miteinander. Und ich würde die kühne These wagen, dass wir in Zeiten von Annonymität, wachsenden Großstädten und einer Verlagerung des Lebens ins Digitale, die Ideen des Miteinander und Füreinander (Solidarität!) dringender brauchen als je zuvor. Hätte wahrscheinlich auch integrierende Effekte.

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Klopfer (Profil) (Website)
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@ZRUF:

Der Grund warum die SPD so in der Wählergunst verloren hat ist eben nicht nur die Agenda 2010 von Schröder, sondern, dass sich die SPD seit rund 10 Jahren immer mehr von ihren Stammwählern entfernt. Seien wir mal ehrlich. Den typischen SPD-Wähler interessiert, dass er auch in Zukunft einen sicheren Arbeitsplatz hat, seine Familie ernähren kann und er vielleicht ab und er sich vielleicht ab und an auch mal einen Urlaub leisten kann. BLM geht ihm am Arsch vorbei.

Erinnert mich an das, was Ingo Appelt dem Kevin Kühnert bei Lanz gesagt hat.

@Gast
Naja, die SPD macht schon noch Politik für die Arbeiter, Rente ab 63 oder Mindestlohn sind Kernthemen und haben mit SJW nichts zu tun. Ebenso, dass man für die Pflege von Angehörigen wie für die Erziehung von Kindern sich eine gewisse Zeit frei nehmen kann und vom Staat dabei unterstützt wird, genereller Anspruch auf Kinderbetreuung, oder jetzt mehr HomeOffice, das alles stärkt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

DIe SPD ist halt beschissen dabei, das zu kommunizieren, weil sie so bescheuert ist und rhetorisch den Grünen und den neuen Linken hinterherläuft, anstatt etwa den Weg der dänischen Sozis zu gehen. (HomeOffice dürfte allerdings für die meisten Beschäftigten auch eher kein Herzensthema sein, da für sie gar nicht relevant oder wünschenswert.)

Grundsätzlich ist es aber auch so, dass der SPD ihre Stammwählerschaft demografisch ausstirbt, der klassische Arbeiter aus der Industrie, den gibt es immer weniger. Die Dienstleistungsgesellschaft hat das Proletariat geschrumpft und ein Prekariat aufgebaut. Also muss sich die SPD schon etwas neu orientieren.

Das höre ich oft, überzeugt mich aber nicht. Denn auch wenn der Dienstleistungssektor größer geworden ist: Es war ja nie so, dass die SPD nur den Industriearbeiter angesprochen hat, da waren die Dienstleister ebenso dabei, die sind ja in derselben Klasse. Und zwischen Kfz-Schrauber bei VW, Verkäufer bei Lidl oder Callcentersklave dürften sich die ideologischen Unterschiede in Grenzen halten. Es ist also gar nicht so, dass die eigentliche Zielgruppe der SPD kleiner geworden ist, auch wenn sich deren innere Verteilung zwischen Industrie- und Dienstleistungssektor geändert hat.

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Gast (Profil)
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Die Sozialdemokraten in Skandinavien haben wohl allgemein den besseren Kurs gewählt. Es gab in den 70ern/80ern einige Sozialdemokratisch regierte Länder in Europa, Olof Palme in Schweden, Brandt und dann Schmidt in Deutschland, Kreisky in Österreich... die haben alle gute Politik gemacht. Schröder hat halt Gewerkschaften vergrault, das geht als SPD gar nicht und über den Ausstieg der WASG, die mit der PDS zur Linken fusionierte, überhaut erst die Linke in Westdeutschland wählbar werden lassen. Stimmen, die der SPD schmerzlich fehlen. Und wenn man das Thema Umwelt früher angepackt hätte als SPD, gäbe es heute vielleicht gar keine Grünen...

Der Dienstleistungssektor ist deshalb ein Problem, weil er von den Gehältern klar zur Arbeitershaft zählt, die Leute sich im Kopf aber zum Bürgertum zählen. Das Problem ist schon Adorno und Horkheimer in den 1930ern aufgefallen, die mit bemerkenswerter Klarheit den Wahlsieg der NSDAP voraussagten, durch eben jene Menschen, die zwar durch die SPD oder KPD besser vertreten worden wären, sich aber der NSDAP zuwandten. Die beiden emigrierten in der Schlußfolgerung übrigens ziemlich rechtzeitig in die USA. Also ja, die SPD hätte ein großes Wählerpotential, sie müsste es nur viel besser ansprechen.

Man könnte aber auch diesen Wählern Klimaschutz sinnvoll verkaufen. Es wird immer heißer im Sommer, und länger trocken. Der Klimawandel wird Nahrungspreise in die Höhe treiben, Häuser werden vielleicht nicht mehr ohne Klimaanlage auskommen, das werden alles Kosten sein, die höher ausfallen als die CO2 Abgabe. Und der Migrationsdruck wird zunehmen, je mehr Gegenden in der Welt unbewohnbar werden.

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ZRUF (Profil)
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@Klopfer

Ja, das von Ingo Appelt trifft's auch ganz gut.

@Gast
Ja, das mit der Rente mit 63 stimmt zum Beispiel. Mindestlohn ist selbst unter den Arbeitern häufig nur ein theoretischer Bonus. Denn viele der Kernwähler sind auch Gewerkschaftsmitglieder. Und dort wo es gewerkschaftlich ausgehandelte Löhne gibt, ist der Mindestlohn deutlich unter dem Tariflohn.
Leider wird der Mindestlohn durch Subunternehmertum etc. ja nach wie vor ausgehebelt. Also für viele Augenwischerei. Hier könnte die SPD übrigens ansetzen.

Und ja, der klassische Arbeiter stirbt aus. Aber nur, weil man hier von Arbeitern und dort von Angestellten spricht ändert sich an den Problemen nicht viel. Den einfachen Lohnsklaven gibt es weiterhin. Nur ändern sich die Branchen. Ja, die Kumpel werden weniger, dafür gibt es wie von Klopfer bereits korrekt angemerkt mehr Callcenter-Sklaven. Man müsste also nur schauen, wer eigentlich die jüngere Klientel ist und schon würde man merken, dass sich die Probleme der jüngeren sich gar nicht so sehr von denen der alten Stammwähler unterscheiden.

Das Problem, das für mich die meisten Parteien haben ist, dass sie den gutgebildeten Großstadtbürgern hinterherhecheln. Damit fühlen sich die weniger Privilegierten nur noch mehr im Stich gelassen. Und das "die da oben" und "wir hier unten" wird nur noch schlimmer...

Das ist übrigens auch was, was man bei vielen der priviligierten Wählern sieht. Die da unten sind eh an die AfD verloren. Da fragt man sich auch manchmal, was für Meinungen die Menschen voneinander haben, bloß, weil nicht jeder eine gleichwertige Bildung wie man selbst genossen hat.

@mischka
Wenn etwas von der AfD kommt, dann ist es für wirklich alle Parteien "Pfui-Pfui!". Ich sag schon immer, wenn die schlau wären, dann würden die jetzt Forderungen stellen, welche die anderen Parteien selbst schon gestellt haben und dazu in den Parlamenten Gesetzesentwürfe einbringen. Dann könnte die AfD, die anderen super vorführen, weil die reflexartig dagegen stimmen würden.
Gut, dass die AfD nicht schlau ist...

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Klopfer (Profil) (Website)
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Man könnte aber auch diesen Wählern Klimaschutz sinnvoll verkaufen. Es wird immer heißer im Sommer, und länger trocken. Der Klimawandel wird Nahrungspreise in die Höhe treiben, Häuser werden vielleicht nicht mehr ohne Klimaanlage auskommen, das werden alles Kosten sein, die höher ausfallen als die CO2 Abgabe. Und der Migrationsdruck wird zunehmen, je mehr Gegenden in der Welt unbewohnbar werden.

So wie das momentan betrieben wird, können die Parteien das gar nicht glaubwürdig vermitteln.
Ich kann nicht vor einem steigenden Migrationsdruck warnen und gleichzeitig ständig Signale liefern, dass ich doch eigentlich ganz gerne all die Leute reinhole und alimentiere und gerne noch mit #wirhabenplatz "Hier, wir nehmen sie!" rufe, während die, die schon hier leben (Einheimische und länger hier lebende Migranten) Probleme haben, Wohnungen und Jobs zu finden. (Zudem ist der Migrationsdruck aktuell und in mittelfristiger Zukunft eher auf das gigantische Bevölkerungswachstum in den entsprechenden Gebieten zurückzuführen als auf den Klimawandel.)
Ich kann nicht erzählen, dass die Kosten des Klimawandels doch viel höher wären und die CO2-Abgabe gar nicht so schlimm ist, wenn die Leute dank EEG-Umlage sowieso schon die höchsten Strompreise der Welt zahlen und deswegen abkotzen, während die Nutznießer dieser Umlage recht wohlhabende Hausbesitzer sind. Ganz zu schweigen davon, dass alles, was wir hier in Deutschland machen, total für den Arsch ist, wenn China mehr Klimagase ausstößt als alle anderen Industrieländer zusammen.
Und vor allem kann ich nicht vor irgendwelchen Problemen warnen, die in X Jahrzehnten auftreten werden, wenn sich die aktuellen Probleme für die Leute viel größer darstellen. Muss man einfach realistisch sehen: Klimawandel ist für die meisten normalen Leute nicht die dringendste Baustelle, und diejenigen, denen das Thema so furchtbar wichtig ist, die wählen in erster Linie dann eben die Grünen, da gibt's für die anderen Parteien nicht viel zu holen.

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Der Böse Watz (Profil)
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Die Grünen sind "unwählbar" weil sie ein paar Bekloppte in niedrigen Positionen haben und weil sie utopische Pläne zu erneuerbaren Energien hegen. Die CDU, ah, Korruptions-Schworruptions-Skandal! Ist doch bis zur nächsten Wahl wieder vergessen! Immerhin gendern die nicht, das ist doch was wirklich zählt! Und natürlich die FDP, die wahre Partei des kleinen Mannes. Kubicki hat auch immer gute Steuertipps parat hab ich gehört.

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mischka (Profil)
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@Watz: Viele Pläne der Grünen sind utopisch, bei den erneuerbaren Energien habe ich es mal vorgerechnet.

Das Problem bei so einem Quatsch ist ja letzten Endes, dass ich den Grünen durchaus zutraue beispielsweise alle Kohlekraftwerke zu schnell zu schließen, weil es in die Ideologie passt.

Ebenso traue ich ihnen zu, die Gasverträge mit Russland zu kündigen, was verheerend für Deutschland wäre.

Das Problem ist ja, dass die ihre utopischen Ideen versuchen durchzusetzen und dabei einiges kaputt machen können. Daher hoffe ich, dass für den Fall dass die Annalena Baerbock Kanzlerin wird, wenigstens die Union der Koalitionspartner wird, sodass die doch noch etwas korrigiert werden können.

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Gast (Profil)
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Die SPD könnte wirklich was tun, Finanztransaktionssteuer udn europäischer Vorstoß zur Austrocknung von Steueroasen, auf die die EU Zugriff hat. Dass sich EU Mitgleider gegenseitig darin überbieten, Unternehmen keine Steuern abzunehmen ist halt daneben. Das so gewonnen Geld Multinationaler Konzerne muss natürlich über einen schlüssel unter dne EU Ländern verteilt werden. Kann nicht sein, dass Angetsellte udn Arbeiter ihre Steuern schon vom Lohn abgezogen bekommen udn die Unternehemn zahlen nix. Steuerhinterziehung könnte generell viel stärker verfolgt werden. Da haben "die kleinen" Leute nix zu befürchten, würde aber Geld in die Staatskasse spülen.

Die EEG Umlage wurde von Altmaier reformiert, dabei hat das Umweltbundesamt dagegen votiert. Dabei sind die vielen Ausnahmen für Stromintensive Betriebe es, die den Preis in die Höhe treiben, zusammen mit den Kosten für nicht abgenommenen Strom, der durch den Vorrang der erneuerbaren Energien zustande kommt. Wir vergolden uns die Kapazitäten zum Beispiel im Bereich der Kohlekraftwerke. Das sidn Dinge, die wurden während der großen Koalition beschlossen, insofern, ja, ist schwierig, wenn man als SPD Gesetzte mitgetragen hat, die die eigentliche Klientel schlechter stellen und vor allem Großverdienern genutzt haben.

Ich denke das große Dilemma der deutschen Politik fing im Jahr 2013 an, die Wahl, in der FDP nicht in den Bundestag einzog. Damals wäre Schwarz-Grün drin gewesen oder eben Rot-Rot-Grün. Ich denke beides hätte was für sich gehabt, auf jeden Fall hätten sich CDU/CSU und SPD wieder klarer gegeneinander positionieren können. In dieser Zeit erstakte dann auch die AfD und 2017 hat es dann ja Schwarz-Gelb-Grün nicht hinbekommen, dieser Kuschelkurs der beiden Volksparteien hat keinem der beiden gut getan. Könnten jetzt auch einfach fusionieren zur Partei "Die Mitte" und fertig. Die kommen ja zusammen schon nicht mehr auf die Werte, die die CDU/CSU einst hatte. Man muss sich nur vorstellen, nach der nächsten Wahl hat die GroKo keine Mehrheit. Wo sind wir denn da gelandet?

Der Klimawandel passiert nicht in der Zukunft, er passiert jetzt. Die Tigermücke ist in Süddeutschland überwinterfähig geworden, wir haben erste Gebiete, da könnte Dengefieber ein Problem werden. Die Afrikanische Reisenzecke ist auch schon da und überhaupt ist über die Hälfte Deutschlands bereits FSME Gebiet. Heimische Baumarten sind durch die trockenen Sommer bedroht, in Brandenburg kann man eigentlich schon Olivenhaine anlegen.
Der Klimawandel ist in vollem Gange:
https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/zwei-grafiken-zeigen-den-weg-zu-15-grad/

Und ja, China befeuert ihn mehr als alle anderen zusmamen. Auch das ist das Fatale, egal was wir tun, wir können ihn nur aufhalten, wenn wir China mit im Boot haben. Leider steuern wir eher auf einen kalten Krieg zwischen China und den USA zu und ich weiß nicht, ob das auch nur eine der beiden Seiten bewegen wird, die notwendigen Schritte zu tun. Also ja, selbst wenn wir morgen alles abschalten und Bauern werden, wenn China so weiter macht, sind wir im Arsch. Aber China wird sich sicherlich nicht bewegen lassen, wenn wir so weitermachen und selbst keine Anstrengungen vorweisen können.

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Klopfer (Profil)
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Der Klimawandel passiert nicht in der Zukunft, er passiert jetzt. Die Tigermücke ist in Süddeutschland überwinterfähig geworden, wir haben erste Gebiete, da könnte Dengefieber ein Problem werden. Die Afrikanische Reisenzecke ist auch schon da und überhaupt ist über die Hälfte Deutschlands bereits FSME Gebiet. Heimische Baumarten sind durch die trockenen Sommer bedroht, in Brandenburg kann man eigentlich schon Olivenhaine anlegen.
Der Klimawandel ist in vollem Gange:
https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/zwei-grafiken-zeigen-den-weg-zu-15-grad/


Klar passiert der Klimawandel jetzt (sonst wüssten wir ja nichts davon), aber die jetzigen Auswirkungen sind noch keine Katastrophe. Dass wir hier Temperaturen kriegen könnten, für die viele Leute sonst in den Urlaub fahren, ist für die meisten Menschen nicht wirklich bedrohlich. Die Trockenheit ist auch eher ein Problem als die Temperatur, aber das ist auch nichts, was die Leute mehr besorgt als "Scheiße, ich weiß nicht, ob ich mir nächstes Jahr noch meine Wohnung leisten kann". (Man kann auch überlegen, ob es bei uns nicht im Endeffekt wieder kühler werden könnte, wenn der Golfstrom endgültig weggeht.)
Typisch tropische Krankheiten würden auch zuerst in Südeuropa auftreten, noch ist das nicht der Fall. Das mit den FSME-Risikogebieten hat auch mehr mit der Neudefinition von Risikogebieten in Deutschland zu tun; wenn du dir mal eine Karte anguckst, welche Länder alles Verbreitungsgebiete sind, dann stellst du fest, dass Südeuropa gar nicht dabei ist, das Virus wird in hauptsächlich durch den Gemeinen Holzbock übertragen und nicht durch afrikanische Zecken.

Um für einen Großteil der Bevölkerung als Wahlalternative attraktiv zu werden, musst du die Leute halt da abholen, wo sie sind, anstatt drauf zu bauen, dass du ihnen klar machen kannst, wie wichtig dein Herzensthema ist, und sie dann mit deinem Konzept zu diesem Herzensthema zu überzeugen.

Also ja, selbst wenn wir morgen alles abschalten und Bauern werden, wenn China so weiter macht, sind wir im Arsch. Aber China wird sich sicherlich nicht bewegen lassen, wenn wir so weitermachen und selbst keine Anstrengungen vorweisen können.

Das ist das Spiel, das wir seit Jahrzehnten spielen. "Wir machen XYZ, dann sind wir das Vorbild für die anderen!" Und seit Jahrzehnten gucken wir doof in die Wäsche, weil die anderen nur sagen: "Hm, okay", aber nicht dran denken, es uns nachzumachen. (In Sachen Energiewende schaut sowieso schon jeder auf uns, als wären wir total behindert.)
Wir sind im Umweltschutz jetzt schon weiter als die Chinesen. Woher kommt der Glaube, dass die Chinesen ausgerechnet darauf schielen, ob der deutsche Abstand zu ihnen im Umweltschutz noch größer wird? Die werden Umweltschutzmaßnahmen nicht deswegen einführen, weil wir ihnen das ans Herz legen, sondern weil sie selbst erkennen, dass sie was machen müssen, und der Meinung sind, dass sie sich das dann leisten können, ohne sich wirtschaftlich total abzusägen.

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(Geändert am 11. Mai 2021 um 1:20 Uhr)
Sir of Toastland (Profil)
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Ich bin ehrlich irritiert, dass Leute hier das eigene Zurückhalten von Reformen und gesellschaftlichem Wandel mit China kreditieren wollen. China erreicht ja nicht aus Jux und Dollerei diese Ausstoßwerte - die erreichen die, weil sie a) eine Menge Mäuler zu füttern haben und b) sich zur Werkbank der Welt mauserten. Aufgeschlüsselt nach Kopf und Verbraucherland sieht der Ausstoß nämlich schnell anders aus (leider nicht die neuesten Datensätze, aber nicht völlig vorbei; vgl. auch hier).

Mitnichten dauert es noch "X Jahrzente", bis der Klimawandel hier gefährlich Fuß fasst, wie Gast schon andeutete. Anekdotisch und landwirtschaftlich ist er das bei dem aktuellen Wetter schon, das läuft ja nicht im Geheimen Mikrokosmos ab - Diese Probleme sind jetzt da. Viele Städte hatten letztes Jahr Engpässe bei der Trinkwasserversorgung, und die Depots haben sich nicht ausreichend erholen können. Unsere fruchtbare Schicht auf den Äckern nimmt seit Jahren ab. Innenstädte sind nach wie vor zu staubbelastet und grau, um im Sommer die nötige Kühle zu bieten. Wenn die Leute sich darum keine Sorgen machen, entschuldigt dass keinesfalls politische Untätigkeit. Stattdessen hält man bei Nullzins an schwarzer Null fest, obwohl unsere Infrastruktur nicht annähernd resistent genug ist. Selbst wenn man keine Schulden aufnehmen möchte und Steuern lassen will, wo sie sind; Einsammeln will die Union sie nicht.
Wenn die Politik wenigstens gefördert hätte, dass nicht all unsere Fortschritte und Effizienzsteigerungen direkt in den Rebound gingen, dann müsste man heute nicht so laut über Konsumverzeicht streiten. Dazu ist aber leidlich spät geworden.

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Geschrieben am
(Geändert am 11. Mai 2021 um 1:39 Uhr)
Gast (Profil)
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Die Zahlen sidn noch klein, aber tropische Krankheiten gibt es schon in Südeuropa. In Spanien, Griechenland und Italien sind letztes Jahr ca. 300 Personen an West-Nil-Fieber erkrankt, 40 starben. Denge wurde letztes Jahr aus Frankreich, Spanien und Kroatien gemeldet. Und - mein Fehler - die afrikansiche Reisenzecke überträgt seit 2019 auch in Deutschland das Fleckfieber. Die hemischen Zecken bringen uns FSME und das immer weiter nördlich.

Das sind sicherlich alles keine Zahlen, um in Panik zu verfallen, aber über eine frühzeitige Bekämpfung sollte man sich schon Gedanken machen. Und ich denke, man kann schon kommunizieren, dass man in Deutschland keine Tropenkrankheiten will udn deswegen beim Klimawandel gegensteuern muss. Ich denke, man sollte die Leute auch nicht unterschätzen, die kriegen schon mit, dass sich da was wandelt und dass das bös enden kann, wenn man nix tut.

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BJ68 (Profil)
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@Gast....

Bleihaltige Munition in Feuchtgebiete ist das eine....da bin ich sogar auch mit dabei...aber die ECHA geht da noch weiter: https://echa.europa.eu/-/consultation-on-the-restriction-proposal-of-lead-in-outdoor-shooting-and-fishing
Blei soll aus Munition komplett verschwinden...auch auf Ständen wie z.B. Schiessanlage Albisgütli.

bj68

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Geschrieben am
mischka (Profil)
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@BJ: verzeih mit meine Unwissenheit, aber warum braucht man bleihaltige Munition überhaupt? Ist es so ein Opfer, darauf zu verzichten?

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Gast (Profil)
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Wenn ich es richtig verstanden habe, dann hat Blei eine sehr hohe Dichte, eine Bleikugel somit ein höheres Gewicht als eine Stahlkugel vergleichbarer Größe und damit beim Einschlag ins Ziel eine höhere kinetische Energie. Oder um es kurz zu sagen, sie ist tödlicher. Das kann man durch ein größere Projektil aber ausgleichen. Oder was sidn die anderne Gründe abseits von der Tradition?

Nun bin ich kein Chemiker, ob ein Senkblei in der Fischerei Blei an die Umwelt abgeben kann, weiß ich nicht. Andererseits sollte es auch ein Stahlgewicht tun, solange die Dichte höher ist als die von Wasser, sollte es wohl untergehen.

Ich denke, wo keine Gefährdung nachweisbar ist, muss man es nicht übertreiben, auf der anderen Seite, wo man ein hochgiftiges Metal durch ein nicht giftiges ersetzen kann, sollte man das tun.

Ich sehe, bj68 hat Recht, die ECHA ist an einer Verschärfung dran. Andererseits ist das ihr Job als "Chemie-Ministerium" der EU. Es gibt dazu aber einen demokratischen Prozess, mit Anhörung usw. da kann man sich engagieren, Studien einbringen, die die Ungefährlichkeit belegen, wenn es denn solche gibt, usw.

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BJ68 (Profil)
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@mischka
Ist halt ein Preis- und Konstruktionsproblem...da hängt bezüglich Schusswaffen, wenn sie zum Sport eingesetzt werden, ein ziemlicher Rattenschwanz dran...klar kann die "ist das jetzt so ein großes Opfer"-Frage gestellt werden, nur IMHO wird damit ein Fass aufgemacht, wo sehr viele Dinge hineingepackt werden können...mir kommen da z.B. Autos mit vielen PS in den Sinn, Formel I, Ski-Pisten, Fleischkonsum usw. usw. Aus der Sicht hab ich da mit dieser Argumentationsweise gewisse Probleme, auch wenn ich z.B. einem Sportwagen nicht viel abgewinnen kann.

@Gast
Uran 238 würde ich auch anbieten ;-)

Zu den Senkbleien....Blei kommt in der Natur auch gediegen vor...und nach allem was ich vom Angeln weiß....ist das Senkblei da kein Wegwerfgegenstand...gibt allerdings auch "Senkbleie" aus Wolfram...
Nachtrag: Die Sache ist allerdings komplexer vgl. https://www.blinker.de/angelmethoden/angeln-allgemein/angeltipps/bleifrei-angeln-funktioniert-das/ allerdings wird dort auch betont, dass von einem verlorenen Senkblei wenig Gefahr ausgeht, sofern es nicht im Vogelmagen landet....und damit wäre das ein Fall für "muss man es nicht übertreiben" (meine Meinung und Vögel-gängiges Metall mal ausgeklammert).

[...]Andererseits ist das ihr Job als "Chemie-Ministerium" der EU. Es gibt dazu aber einen demokratischen Prozess, mit Anhörung usw. da kann man sich engagieren, Studien einbringen, die die Ungefährlichkeit belegen, wenn es denn solche gibt, usw.[...]

*Hüstel*

Es wurde da eine Behörde geschaffen, die viele Leute sprichwörtlich am Scheißen hält und den Weg aller Bürokratien geht....und sorry da sind zwangsläufig politische Interessen* dahinter....ich darf mich mit dem Mist an mehreren Stellen beschäftigen. Unnötig zu erwähnen, dass z.B. die USA sowas wie REACH nicht kennen und auch keine derartigen Restriktionen....

*= https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Umwelthormone-Nur-ein-moderner-Mythos/Sorry-REACH-ist-Scheisse/posting-29846774/show/
und dort die Sache über Borax, ab "Der Komplex geht auch noch weiter..." und wie ich dort geschrieben habe REACH hat durchaus auch positive Seiten....aber mutiert halt meiner Meinung nach zu einem ziemlichen bürokratischen Wasserkopf....

Btw. der Referent in meiner Fortbildung zum Erhalt der Erlaubnis (große Sachkunde ChemVV) meinte auch woher soll ein Betrieb xyz wissen was durch REACH alles verzapft wird....und im gleichen Atemzug, weil TÜV-Süd, dass sich die KMUs in Bayern glücklich schätzen können, dass die Gewerbeaufsicht nicht gleich so scharf schießt....und Strafen/Bussen was die Chemikaliensanktionsverordnung erlaubt sparsam einsetzt.

bombjack

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Sajoma (Profil)
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@BJ68: Ohne all deine Quellen gelesen zu haben, möchte ich ganz unreflektiert auf dein Argument reagieren, dass Blei ja nun nicht schlimmer ist als Formel I bzw. schnelle Autos im allgemeinen, Fleischkonsum und so fort. Ja. Und? Bestimmte Dinge kann man schwer vergleichen, was die negativen Konsequenzen angeht, und man muss auch nicht alles auf eine perfekt abgestufte Priorisierungsliste packen. Ich denke, man sollte an allen Problemen ansetzen; einige kann man nicht ad hoc lösen, einige vielleicht sogar nie, und viele sind sehr unterschiedlich geartet, aber irgendwie vergleichbar wichtig. Wenn man sich jedes Mal fragt, ob das Problem jetzt wirklich schon dran ist, tut man am Ende nichts (außer sich in Diskussionen rot zu reden, dass das jetzt aber nicht das allerwichtigste Problem ist. Erinnert mich irgendwie an bestimmte Ausuferungen der Impfpriorisierung). Sicherlich müssen wir Rationieren, wenn unserer Ressourcen in einer Sache begrenzt sind - also überall, aber in unterschiedlichem Maße -, aber es sagt ja auch niemand, dass wir beispielsweise für das optimale Gesundheitssystem in Zukunft den sozialen Wohnungsbau einfach komplett sein lassen sollten, weil ja Gesundheit viel wichtiger ist als Wohnung. Es wird Kompromisse für alle Themen geben, und einige Probleme werden schneller gelöst als andere. Aber anpacken muss man's.

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BJ68 (Profil)
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@Sajoma

Lies mal genauer....denn diese Beispiele bezogen sich auf die Argumentationsschiene "Warum braucht man xyz überhaupt? Ist es so ein Opfer, darauf zu verzichten?" und diese lässt sich halt bei einer Menge anderer Dinge die u.U. Dir wichtig sind auch anwenden...

Auf das wollte ich da hinaus...und nicht vergleichen...

bombjack

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Geschrieben am
(Geändert am 11. Mai 2021 um 14:24 Uhr)
Gast (Profil)
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Uran 238 würde ich auch anbieten ;-)


Also je nachdem, was kostet denn bei dir das Kilogramm? Nimmst Du auch Paypal und verschickst Du auch mit Sendungsnummer? ^.~

Ich denke da fehlt ein "s" irgendwo, aber der Witz lag so nahe, ich bin quasi drüber gestolpert.

Also das klassische Senkblei macht eher selten Probleme. Hatte ich mir fast gedacht. Andererseit steht ja im Artikel auch, dass man das gut durch Steine ersetzen kann und in Dänemark udn Großbritannien gilt eh schon Bleiverbot. Beide Länder sind mir durch eine große Freude am Angeln und Jagen bekannt udn wenn das Bleiverbot dort nicht zum Einbruch dieser Hobbies geführt hat, wird es das bei uns auch nicht tun. Ich finde das mit dem Schrott in Feuchtgebieten richtig, da ist mir die Lage klar, Schrottkugeln sind klein, ihre Verwendung schließt ein gewissen Streuverlust ein und sie werden von Wasservögeln aufgenommen. Würde man sich auf eine Mindestgröße von Senkblei einigen, hätte man den Fall wohl auch erledigt. Es gibt aber sinnvolle Alternativen zum Senkblei, wird ja im Artikel auch erwähnt. Also warum nicht? Wo ist der technische Vorteil von Blei? Den sehe ich nicht. Es ist ja mitnichten diesselbe Diskussion wie Fleisch vs. Tofu, wo man noch sagen kann, das eine schmeckt aber besser. Solange das bleifreie Senkgewicht dasselbe tut wie ein Senkblei, in derselben Qualität, sehe ich keine Einschränkung und erst Recht kein Opfer. Oder irre ich mich?

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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@BJ68: Verstehe das Problem nicht. Natürlich sollten die anderen Probleme auch angegangen werden, auf unterschiedlichen Ebenen: persönlich wie gesellschaftlich bzw. politisch. Sprich, wenn Blei ein erwiesenes Problem ist und Rennautofahrer in verkehrsberuhigen Bereichen desgleichen, muss für beides eine politische Lösung geschaffen werden. Beim Fleischkonsum würde ich zwar die Einhaltung der bestehenden Gesetze begrüßen, aber davon abgesehen halte ich das eher für einen Bereich, bei dem persönliche Entscheidungen legitim sind. Sprich, ich verwende kein Senkblei, um keine Wasservögel zu vergiften, UND ich esse besagte Wasservögel (wie auch ihre gezüchteten mehr oder minder nahen Verwandten) nicht, weil ich das für ökologisch unwertvoll halte.
In jedem Fall hängt irgendeine Form von Konsequenz mit der Erkenntnis zusammen, dass etwas ein Problem ist, ja. Du nennst es einen Rattenschwanz, aber es liegt in der Natur der Dinge, dass sie nur dann problematisch sein können, wenn sie irgendeine Form von Konsequenz zeitigen können. Sachverhalte ohne Konsequenzen sind wahrscheinlich nonexistent, definitiv aber nicht problematisch.
So oder so sollte und kann man also nicht eine Entscheidung, die aufgrund der bestehenden Verhältnisse getroffen werden sollte, verweigern, da sie eine Veränderung bewirken wird. WIE man sie trifft, und welche Kompromisse man dabei eingeht, ist wieder ein anderes Thema.

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Aber natürlich verhindert die CDU nicht nur härtere Regeln für Munition, auch bei der Steuerpoltik ist man gerne mal dagegen, wenn es den großen Konzernen nicht gefällt:
https://taz.de/Steuervermeidung-von-Grosskonzernen/!5767297/

Ich finde es spannend, es geht aktuell nicht mal direkt um die Besteuerung, nur darum, dass offengelgt wird, wer wo wie viele Steuern zahlt. Schon das scheint nicht möglich zu sein. Ich mache Amazon und Consorten keinen Vorwurf, dass die Steuern sparen, das würde jeder machen, der kann. Da ist nichts illegales dabei. Aber das die Politik es nicht mal schafft, dass da transparenz hergestellt wird, dass die Anständigen wenigstens freiwillig mehr dort versteuern, wo sie ihre Gewinne machen... das ist schon... bedenklich.

Und wenn wir schon in die Parteienlandschaft schauen, die FDP verhält sich undemokratisch:
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/fdp-delegierte-stimmen-kurzzeitig-fuer-liberalere-drogenpolitik-17343362.html

Der Parteitag will eine liberalere Drogenpolitik, die Parteispitze nicht, also wird mal eben so abgestimmt, dass es passt. Da kann man zu stehen wie man will, also zur Drogenpolitik, wenn die Mehrheit der Partei diese Richtung einschlagen möchte... ich finde den Vorschlag ja in der Sache nicht schlecht und von der Idee her passend zu einer liberalen Partei.

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(Geändert am 18. Mai 2021 um 0:50 Uhr)

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