Klopfers Newsletter

Newsletter vom 9.6.2007

27. Newsletter von Klopfers Web/Leute mit Durchblick

Ich wünsche allen Abonnenten des Newsletters erst einmal ein schön sommerliches Wochenende, welches ihr sicherlich zu allem Möglichen nutzen werdet, nur nicht zum Lesen der Neuheiten auf Klopfers Web. Trotzdem: es gibt zwei neue Kolumnen (wobei eine sich eine eigene Seite erschlichen hat), eine Lästerei über den Film Matrix, drei neue Übersetzungen, neue LmD-Fragen, viele neue Fundsachen, eine neue Fanmail, neue Tipps für Guten Sex, den letzten Newsletter mit Kommentar und einen neuen Chat. Wie man sieht, ist es eine ganze Menge, auch wenn ich schon wieder fest damit rechne, dass irgendwer sich beschwert, weil kein Webmate dabei ist. Die Welt ist nicht gerecht.

Aber zumindest gibt sie sich manchmal Mühe, gerecht zu sein, wie wir bei Paris Hilton sehen. Die prominente Matratze war ja aufgrund "medizinischer Umstände" zunächst nach wenigen Tagen wieder nach Hause geschickt worden, um dort im Hausarrest ihre Strafe abzusitzen. Allerdings fand der Richter es gar nicht lustig, dass ein Sheriff auf eigene Faust Urteile umwandelt, und schickte die Millionenerbin wieder hinter schwedische Gardinen. Ich würde ihr ja einen Gürtel in die Zelle geben, damit sie sich aufhängen kann, wenn es psychisch wirklich zu schlimm werden sollte.

Immerhin wäre damit ja auch eine Quelle des so schädlichen Klimakillers CO2 ausgeschaltet. Um die Umwelt noch mehr in unseren Blickpunkt zu rücken, wird ProSieben am 7. Juli Al Gores "Eine unbequeme Wahrheit" senden. Am selben Tag finden weltweit "Live Earth"-Konzerte statt, darunter auch eines in Deutschland. Beim deutschen Konzert spielen neben deutschen Künstlern auch Chris Cornell und Snoop Dogg aus den USA und Maná aus Mexiko. Bin ich ein Arsch, wenn ich frage, wie viel CO2 in die Atmosphäre abgelassen wird, um diese Musiker über den großen Teich zu uns zu fliegen? Ich weiß, die Ticketpreise beinhalten eine CO2-Abgabe, aber soweit ich weiß, kann man Kohlendioxid mit Geld nicht davon überzeugen, aus der Luft zu verschwinden. RTL strahlt übrigens schon am 11. Juni um 22.15 Uhr "Der Klimaschwindel" aus. Schade, dass sie nicht auch ein Konzert organisiert haben.

Forscher haben nach einem Bericht des britischen Guardian Unlimited ausgerechnet, wie schwer das Internet ist, genauer gesagt, wie schwer die Elektronen sind, die das Internet ausmachen. Allerdings unterscheiden sich die Werte je nach Berechnungsmethode. Geht man über den Stromverbrauch und die Leistung der Serverprozessoren, kommt man auf einen Wert um die 60 Gramm. Andere Forscher gingen jedoch davon aus, dass ein Bit in einem Kondensator eines Chips aus 40000 Elektronen besteht. Das durchschnittliche Byte bestünde aus 4 1-Bits (und 4 0-Bits, die allerdings nichts wiegen), und multipliziert mit der angenommenen Datenmenge, die jederzeit im Internet kursiert (geschätzte 40 Petabyte), käme man auf eher bescheidene 6 Mikrogramm.

Weil ich mich mit solchen Nachrichten beschäftige, versinke ich vermutlich nicht in Mädchen. Hugh Hefner dagegen ist berühmt dafür, mit seinen Playmates zu schlafen und drei Freundinnen gleichzeitig zu haben. Eine von ihnen dürfte allerdings momentan schwer enttäuscht von dem alten Playboy sein. In einem Artikel der Zeitschrift Elle über Hef, seine drei Gespielinnen und ihre Fernsehshow "The Girls Next Door" charakterisierten sie Kendra Wilkinson als panisch, ausgestattet mit geringem Intellekt und Vokabular und einer Aufmerksamkeitsspanne, die wohl nicht einmal für diesen Satz hier ausreichen würde. Hugh beruhigte die junge Silikonbrustträgerin und versprach, er würde einen Beschwerdebrief an das Magazin schreiben. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: er schrieb tatsächlich einen Brief. Allerdings steht in dem Brief nur, dass der Zeitungsartikel der beste wäre, der je über die Show geschrieben worden wäre, und er wünscht den Autoren die Möglichkeit zur Veröffentlichung von weiteren Artikeln in renommierten Blättern wie der NY Times. Ich stelle mir gerade vor, wie die junge Dame vom Verrat ihres Freundes Wind bekommen hat. Muss ja nicht gerade einfach sein, unter den Playmates jemanden zu finden, der lesen kann.

Das zeigt einem mal wieder die Wichtigkeit von Bildung. In New York will Bürgermeister Bloomberg deswegen die Kinder zu besserem Lernen motivieren, und wie könnte das besser gehen als mit Geld? In Zukunft sollen Schüler der vierten und siebten Klasse, die die Einstufungstests mit voller Punktzahl abschließen, mit 25$ bzw. sogar 50$ belohnt werden. Schüler, die sich diesen Tests unterziehen, aber kein perfektes Ergebnis abliefern, sollen entsprechend geringere Geldsummen erhalten.

Es könnte allerdings zu spät sein, wenn man sich das Ergebnis einer Gallup-Umfrage für USA Today anschaut. In dieser Umfrage tendierten 53 Prozent der Befragten zu der Aussage, dass der Mensch ein Produkt von Millionen Jahren Evolution ist. Andererseits bestätigten 66 Prozent derselben Befragten, dass sie daran glauben, Gott hätte uns irgendwann in den letzten 10000 Jahren in unserer heutigen Form erschaffen. Ich bin mir nicht sicher, ob man dieses widersprüchliche Ergebnis jetzt mehr mit fehlender naturwissenschaftlicher Bildung oder einfach mit mangelndem Textverständnis der befragten Amerikaner erklären kann.

Mit dieser Frage möchte ich den Newsletter jetzt aber auch beschließen und wünsche euch viel Spaß mit dem neuen Update auf Klopfers Web und im sonnigen Juni.

Liebe Grüße
Christian/Klopfer
www.klopfers-web.de / www.leute-mit-durchblick.de
www.hasanova.de / www.hasinator.de
www.schneller-reichtum.de

Die Zeit bis zum nächsten Update wurde recht kurzweilig dank den Drohbriefen eines Herman Goller, dessen Ultimatum mich veranlasste, die Startseite von Klopfers Web ein wenig umzubauen. Außerdem gab es noch etwas Ärger wegen einer schurkischen Webseite, welche Auszüge aus "Leute mit Durchblick" ohne Quellenangabe als Powerpoint-Präsentation anbot und meine E-Mails ignorierte. Nach einer kurzen Mobilisierung der Klopfer Army (übrigens eine Anspielung auf die KISS Army), die grob geschätzt tausende Mails an die Diebe schickte, gab der Gegner klein bei und entfernte die Präsentation von der Seite, allerdings auch ohne ein Wort der Entschuldigung.

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