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Geschrieben am 27.2.2012 um 21:58 Uhr

Kategorie: Belanglose Gedanken

20120227215509.jpg

Für den 1. März wurde wieder mal zum Tankstellenboykott aufgerufen. Ich habe das eigentlich bloß mitbekommen, weil die entsprechende Facebook-Seite vor einigen Tagen mysteriöserweise verschwunden ist und das einen kleinen Aufruhr auf diversen Websites auslöste, aber nichtsdestotrotz bin ich immer wieder überrascht, dass genug Leute doof genug sind, bei so etwas mitzumachen und dies auch noch stolz zu verkünden.

In den 30er Jahren wurde ein Boykott schon mal mit staatlicher Führung organisiert, im jüngeren Deutschland hat sich der Boykott von Seiten der Bevölkerung als Mittel zur Durchsetzung bestimmter Interessen erst wieder so richtig etabliert, nachdem 1995 ein Boykott als Folge einer von Greenpeace gelenkten Medienkampagne gegen Shell und Esso es schaffte, die Versenkung der Ölplattform Brent Spar zu verhindern. Im Nachhinein stellte sich zwar heraus, dass Greenpeace dreist gelogen hatte, was die Chemikalien und ihre Schädlichkeit an Bord des schwimmenden Öltanks anging, und die Entsorgung an Land tatsächlich die Umwelt mehr belastete als eine Versenkung in der Nordsee, aber seit diesem Sieg der Hysterie glaubt man hierzulande wieder an die Macht des Verbrauchers.

Und trotzdem sind diese periodisch wiederkehrenden Boykottaufrufe gegen Tankstellen wegen hoher Benzinpreise absoluter Mumpitz. Wer am 1. März kein Benzin kauft, kauft dann halt am 29. Februar oder am 2. März. Niemand wird dauerhaft auf sein Auto verzichten, viele werden nicht einmal darauf verzichten können, also geht kein Kunde verloren. Die Ölkonzerne verkaufen nicht einen Liter weniger als sonst, deswegen kümmert es sie einen feuchten Dreck, ob die Zapfsäulen an diesem einen Tag im Jahr seltener benutzt werden. Wer bei diesem albernen Tankstreik mitmacht, der opfert eventuell seine eigene Mobilität für nichts, wenn er denn überhaupt was opfert – viele dürften sowieso nicht vorgehabt haben, an diesem Tag zu tanken.

Die Teilnehmer des Tankstellenboykotts tun also nichts gegen hohe Spritpreise. Allzu mies fühlen müssen sie sich aber nicht, es gibt andere, die ebenfalls im Glauben, etwas Gutes zu tun, sich einfach nur selbst ins Fleisch schneiden. Dazu gehören zum Beispiel die, die bei ihrem Stromversorger einen teuren Ökostromtarif abgeschlossen haben. Die deutschen Stromkonzerne sind dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes schließlich sowieso dazu verpflichtet, sämtlichen hier erzeugten Ökostrom (teuer) zu kaufen. Es gibt also in Deutschland überhaupt keine Photovoltaikanlagen oder Windkraftwerke am Netz, die ihren Strom ohne die gutgläubigen Ökostromkunden nicht loswerden würden. Man steigert gar nicht die Nachfrage nach Ökostrom, man bezahlt nur freiwillig mehr für Strom, den der Energieversorger eh schon hat und normalerweise andere dafür bezahlen muss, ihn auch abzunehmen. Man sieht: Gut gemeint, bringt aber rein gar nichts.

Aber jetzt entschuldigt mich, ich muss unbedingt bei einer Lichterkette gegen das syrische Regime mitmachen ...

Link zum Beitrag: http://klwb.de/9B2208

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64 Kommentare


JuGra
Gepostet am 27.2.2012 um 22:09 Uhr

Hab mich schon oft gefragt, was es bringen soll, wenn alle Leute an einem Tag nicht tanken. Dann müssen sie vorher oder am nächsten Tag tanken. Beruhigt mich, dass ich nicht die einzige bin, die das so sieht. Wenn schon dann müssten alle an diesem Tag keinen Sprit verbrauchen, aber das können viele nicht, weil sie arbeiten müssen. Andere wollen das gar nicht, weils denen schainbar egal ist und sie trotzdem (sinnlos) durch die Gegend cruisen, weil sie es können. Gut gedacht, schlecht gemacht. Danke für diesen Beitrag :-)


Benne
Gepostet am 27.2.2012 um 22:23 Uhr

Ja Sinn machts halt nur, wenn man sich vornimmt ab 01.März dann, sagen wir mal 3 Monate lang, nicht mehr allein mit Auto fährt (Fahrgemeinschaft), wirklich fast ausschließlich öffentlichen Nahverkehr nimmt oder sich aufs Fahrrad setzt.
Daaaaannn wird für die Monate ein bisschen weniger getankt - aber nur ein kleiner Prozentsatz, denn es fährt trotzdem noch die überwältigende Mehrheit so wie vorher und die LKWs etc ja auch.
Aber vielleicht bleiben ein paar von der Million Spritboykottierer dann auf dem Rad sitzen oder lassen das Auto öfter mal stehen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt


Justus
Gepostet am 27.2.2012 um 22:24 Uhr

Danke Klopfer für den Zusatz mit dem Ökostrom...
Freunde und Bekannte von mir leben fast unbeirrbar in dem Glauben die Umwelt zu retten... ein weiteres schlagkräftiges Argument dagegen hast du jetzt geliefert.


Nochn Ich
Gepostet am 27.2.2012 um 23:02 Uhr

na lass sie doch, sie fühlen sich besser, weil sie was gegen die "bösen" Konzerne gemacht haben ^^

Was mir beim Ökostrom nicht einleuchten will ist, wie das technisch machbar ist. Wenn die ihren Strom nicht in Batterien nach hause geliefert bekommen, können die doch nicht beeinflussen ob der Strom für die Glotze nun vom Windrad oder AKW kommt ^^


Justus (ein anderer aber :P)
Gepostet am 27.2.2012 um 23:10 Uhr

Aber eines sollte beim Ökostrom nicht vergessen werden:
Der Stromanbieter wird beim Abschluss von Ökostromversträgen dann gezwungen, einen gewissen Anteil des im Netz eingespeisten Strom aus regenerativen Quellen zu erreichen/gewährleisten.
Sprich: Je mehr Personen einen Ökostromvertrag haben, desto höher muss der Anteil des Ökostoms am im Netz eingespeisten Stroms sein.
Also ist das nicht ganz so nuzlos wie der Boykott^^


Klopfer (Webseite)
Gepostet am 27.2.2012 um 23:20 Uhr

@Justus: Das Problem ist dabei nur: Wenn die Windkraftwerke und PV-Anlagen Strom liefern, ist dieser Anteil schon überschritten, weil es so viel davon gibt (hat ja einen Grund, weswegen er dann ins Ausland verkauft werden muss).
Wenn sie keinen Strom liefern (was auch nicht selten vorkommt), dann können die Energieversorger den Ökostrom nicht hervorzaubern. Im Prinzip müssen sie dann teuer Ökostrom z.B. aus Norwegen kaufen. Und die Norweger verkaufen gerne ihren Strom teuer und decken ihren Eigenbedarf billig aus schwedischen AKWs. Stupid German money. wink.gif
Es bringt also wirklich nichts.


Klopfer_verdreht_alles
Gepostet am 27.2.2012 um 23:43 Uhr

Also beim besten Willen, aber dein konzept hat einen HArken. Beim Kauf von ökostrom gehst du den vertrag ein für normalen Strom mehr zu zahlen und als Gegenleistugn versichert dir der ANbieter, dass er die Mehreinnahme nutzt um mehr regenerative Energieanlagen zu bauen. D.h. es ist nicht nutzlos, sondern nur ein ewiger und langwieriger Prozess, der eh keinem etwas nutzt, da Atomstrom und Fusionsenergie eh die Zukunft sind.
Weil sind wir doch mal ehrlich. Wer zahlt den schon bitte freiwillig mehr, wenn die AKWs eben nicht vor der Haustür stehen....


Praeriebaer
Gepostet am 27.2.2012 um 23:49 Uhr

Wenn alle mitmachen würden, dann würden einige Tankstellen evtl. Lagerschwierigkeiten bekommen, wobei sie entweder schon am Tag vorher leer getankt wären oder auch am 1.März der Tankwagen kommt, aber die Fässer noch voll sind.

Neulich habe ich ne rational denkende Ökofaschisten am Obsthändler getroffen, die für Atomkraft und gegen CO2 Produktion aufgrund von Klimawandel war.

Naive Menschen können also doch nen eigenen Gedanken haben!


Karkinos
Gepostet am 27.2.2012 um 23:56 Uhr

Ich find's toll, wenn man deine Kommentare so zusammenfassen kann: http://images.cheezburger.com/completestore/2010/12/9/1b3d6733-504e-41e5-a7c9-89ca739e85d2.jpg
Lese ich immer gerne.


Praeriebaer
Gepostet am 28.2.2012 um 0:00 Uhr

Deutschland bezieht einen erheblichen Teil seines Energiebedarfs aus Wasserkraft. Für Windstrom oder gar Solarstrom interessieren sich weder deutsche Konzerne geschweigedenn die Ausländer. Wenn dus verkaufst, musst dus auch liefern und das ist bei Wind und Solar nicht garantiert!

Müllverbrennungsanlagen zählen übrigens auch zu den Erneuerbaren und die verheizen außer Müll auch gern mal tausende Liter Diesel pro Stunde.

Wer was für die Umwelt tun will demonstriert gegen die Verbauung des Niedersächsischen Wattenmeers mit Windmühlen und Seekabel!


Klopfer (Webseite)
Gepostet am 28.2.2012 um 0:11 Uhr

@Klopfer verdreht alles: "Beim Kauf von ökostrom gehst du den vertrag ein für normalen Strom mehr zu zahlen"
Nö. Bei Vattenfall steht bei den Ökostromtarifen: "100% Naturstrom aus Wasserkraftanlagen in Norwegen"

Dass das Geld für den Bau von regenerativen Energieanlagen verwendet wird, ist eher irreführend bzw. durchschaubares Marketinggeschwätz, weil es andeutet, die Konzerne würden sonst kein Geld dafür ausgeben. Und das ist ja Unsinn, die investieren natürlich schon seit Jahrzehnten auch in regenerative Energiequellen. Die Wasserkraftwerke in Norwegen sind schließlich auch nicht vom Himmel gefallen, und dass z.B. Eon in große Solarkraftwerke in Spanien investiert, ist einfach eine normale Investition, aus der sie natürlich Gewinn schlagen wollen. Wenn es irgendwie sinnvoll ist und billiger als Kohle aus der Erde zu kratzen oder Gas/Öl zu kaufen, wird man als Stromkonzern natürlich Geld reinstecken. Die Energieversorger werden in regenerative Energien und die Forschung darin investieren, wenn es Gewinn für sie verspricht, aber das werden sie nicht wirklich davon abhängig machen, dass sie von den Ökostromkunden fünf Cent mehr pro Kilowattstunde abknöpfen.

@Präriebär: Also 3-4% an der Bruttostromerzeugung würde ich ja nicht unbedingt als erheblich bezeichnen. unsure.gif Und Müllkraftwerke als Quellen für erneuerbare Energien? Link dazu?


Praeriebaer (Webseite)
Gepostet am 28.2.2012 um 0:29 Uhr

"Die Erneuerbaren Energien haben von Januar bis Juni 2011 mit rund 57,3 Milliarden Kilowattstunden zur Stromversorgung in Deutschland beigetragen. Damit lag ihr Anteil bei 20,8 Prozent. Zum Vergleich: im ersten Halbjahr 2010 waren es 50,4 Milliarden Kilowattstunden oder 18,3 Prozent. Die Windenergie bleibt mit einem Anteil von 7,5 (2010: 6,6) Prozent die wichtigste Erneuerbare Energie. Es folgt Biomasse mit 5,6 (5,4) Prozent. Die Photovoltaik konnte ihren Beitrag durch einen erneut starken Zubau von Anlagen sowie sonnenreiche Frühjahrsmonate nahezu verdoppeln und die Wasserkraft vom dritten Platz verdrängen. Insgesamt lieferten Photovoltaikanlagen 3,5 (2,0) Prozent des Stroms. Der Beitrag der Wasserkraft zur Stromerzeugung lag aufgrund der Witterungsverhältnisse bei 3,3 (3,6) Prozent, teilte der BDEW mit. Der Anteil regenerativen Stroms aus Müllkraftwerken sowie sonstigen Erneuerbaren betrug unverändert 0,8 (0,8) Prozent."

Müllverbrennungsanlage Bremerhaven wurde geplant als man noch mit Zuwanderung und mehr Müllaufkommen gerechnet hat, es wird aber weniger und deshalb verfeuern die da jetzt fast ALLES.

Die 3-4% sind so gut wie immer vorhanden. Hingegen gibts mal Sonne und mal Wind. Ich komm von der Küste und weiß auch hier es gibt auch mal weder Wind noch Sonne, aber Wasser bewegt sich immer. Diesen Sommer wars ja extrem trocken und daher halt nur 3%

Wasserkraftstrom kannst du zumindest verkaufen. Wind und Sonne kannst drauf hoffen, dass der da ist, wenn der Franzose ihn will, aber wenns den dann nicht gibt musst trotzdem irgendwas liefern.


Klopfer (Webseite)
Gepostet am 28.2.2012 um 0:52 Uhr

Ja, das ist klar. Ich halte es auch für verfehlt, in Deutschland auf Wind und Solar als bedeutende Energielieferanten zu setzen. Ich finde halt nur, dass Wasserkraft in Deutschland keinen wirklich großen Anteil an der Energieversorgung hat. (Ich bezweifle allerdings auch, dass die geografischen Gegebenheiten in Deutschland einen erheblichen Ausbau der Wasserkraft möglich machen.)


The M
Gepostet am 28.2.2012 um 1:07 Uhr

Also zum Thema Ökostrom:
Verschiedene Umweltschutzorganisationen wie zb. Greenpeace raten auch davon ab Ökostrom von den großen Anbietern wie zb. EON zu kaufen weil das, aus naheliegenden Gründen nichts ändert. Wenn man allerdings bei einem kleinen Anbieter der nur Ökostrom anbietet Kunde ist, dann wird nicht nur nur Ökostrom eingespeist, sondern auch in nur in Ökostrom investiert. Und das macht auf jeden Fall sinn.


Klopfer (Webseite)
Gepostet am 28.2.2012 um 1:37 Uhr

Hm, da bin ich skeptisch, ob die kleinen Firmen tatsächlich selbst die Anlagen betreiben und nicht einfach nur Ökostrom weiterverkaufen, den sie an der Strombörse gekauft haben.


Elliz
Gepostet am 28.2.2012 um 2:12 Uhr

»Gut gemeint, bringt aber rein gar nichts.«
Hm. Richtig heißt es doch nach Bert Brecht: Gut gemeint ist das Gegenteil von Gut. Das Gegenteil von Gut ist aber schlimmer als nur Nüscht.

Oder anders: Die Grünnasen, die an den Erfolg eines Tankstellenboykotts glauben, belügen nicht nur Dumpfbacken, sondern verarschen sich auch noch selber. Und nach dieser Selbstverarsche stehen die Grünnasen vor lauter Glücksgefühlen taumelnd wirklichen Aktionen auch noch im Weg...

(Nachtrag. Mit Grünnasen sind nicht die wirklichen Grünen gemeint. Die unterscheiden sich dadurch, das sie auch grün denken und nicht nur ne grüne Spitze präsentieren...)


Deckel
Gepostet am 28.2.2012 um 2:49 Uhr

Ich habe kein Auto also kann ich nichts boykottieren. schnueff.gif


sathomaso
Gepostet am 28.2.2012 um 3:17 Uhr

"Wenn es irgendwie sinnvoll ist und billiger als Kohle aus der Erde zu kratzen oder Gas/Öl zu kaufen, wird man als Stromkonzern natürlich Geld reinstecken."

Genau dieser marktwirtschaftlich sinnvolle Gedanke ist ökologisch gesehen ne Katastrophe.

Zum Thema: Vielleicht wäre es sinnvoller, wenn der Verbaucher anfangen würde, die großen Benzinschleudern dauerhaft zu boykottieren (und die spritsparenden Autos tatsächlich sparsam einzusetzen, Fahrgemeinschaften etc.). Das ist vielleicht der einzige Weg, um Auto- und Ölindustrie zum umdenken zu zwingen.


freis
Gepostet am 28.2.2012 um 4:39 Uhr

manchmal hab ich das gefühl, klopfer ist ein sprechrohr der industrie...


ArmedWombat
Gepostet am 28.2.2012 um 6:49 Uhr

@ Deckel:
Wo ist denn für den Anbieter der Unterschied zwischen keinem Bedarf und Boykott? Nirgends. Er verkauft so oder so nichts. So gesehen boykottiere ich zum Beispiel auch die Kaffee- und die Tabakindustrie. Yeah, ich zwinge die Schweine in die Knie! Muhahaha! biggrin.gif


Zielfinder
Gepostet am 28.2.2012 um 7:50 Uhr

@Päriebär:
Ich muss mich Klopfer anschließen: Nur ein sehr geringer Teil des deutschen Energiebedarfes wird über Wasserkraft erzielt.
Aber selbst wenn man gezielt auf Wasserkraft setzt, muss man die dazugehörigen Kraftwerke auch dahin setzen wo diese sinnvoll sind und da bietet sich das Meer am ehsten an.
Aber auch wenn wir jetzt das Wattenmeer mit Kraftwerken zupflastern bleibt weiterhin das Hauptproblem der Energietransport.
Wie soll die erzeugte Ernergie von der Nordsee nach Bayern kommen?
Ich arbeite im Bereich der Energietechnik und kann daher sagen das es nicht einfach zu realisieren ist.
Hinzu kommt das es ja nicht nur die Erzeugung der Energie ist die bewerkstelligt werden muss, sondern auch die ständige Verfügbarkeit muss gewährleistet sein.
Wenn ein Stahlwerk seinen Hochofen anschmeißt und anfängt zu schmelzen, fangen die Drehstromzähler aber an zu tanzen.
DIe sind bestimmt nicht begeistert wenn die Produktion zum erliegen kommt :-/


Jerry (Webseite)
Gepostet am 28.2.2012 um 8:03 Uhr

Ich denke, der implizite Nazivergleich in dem Artikel ist unnötig und disqualifiziert ihn, trotz ansonsten denkenswerten Inhalten. Es hilft wirklich, auf dieses rhetorische Mittel nur dann zurückzugreifen, wenn es unvermeidlich ist.


Extremdehnung
Gepostet am 28.2.2012 um 9:03 Uhr

Es geht weniger darum die Umsätze der Ölkonzerne mit einem tankfreien Tag zu schmälern.
Viel mehr um zu zeigen, dass nicht jeder Wucherpreis einfach so hingenommen wird.


Praeriebaer
Gepostet am 28.2.2012 um 9:07 Uhr

3% sind 3%

Deutschland ist eines der sonnenärmsten Länder der Erde und trotzdem stehen hier wie ich irgendwo mal gelesen habe, etwa die Hälfte aller Solaranlagen. Diese Solaranlagen bringen bei extremer Sonneneinstrahlung problemlos die Hälfte unseres Gesamtstrombedarfs. Nur so ist zu erklären, das man den Anteil der Solaranlagen an unserem Strom übehaupt beziffern kann. Nachts als auch wenns zu Dunkel ist, bringen die Dinger so gut wie kein Strom. Bei Windkraft das selbe.

Am meisten Strom wird in den Morgenstunden gebraucht und da bringen Solaranlagen wenig bis garnischts.

Wasserkraftwerke sind denkbar geeignet pausenlos Strom zu produzieren. Atomkraftwerke müssen oft gewartet werden.


Kiba
Gepostet am 28.2.2012 um 11:39 Uhr

@ Extremdehnung: Aha. Und wieso geht das nur am 1. März? Warum gibt es keine Demos/Boykotts gegen die hohen Sprit-/Strompreise an anderen Tagen im Jahr? Sind die Sprit-/Energiekonzerne an dem Tag durch kosmische Strahlen und verschiedenste Planetenkonstellationen empfänglicher für solche Dinge oder wie?


SaschaP
Gepostet am 28.2.2012 um 12:51 Uhr

@Praeriebär: Bei den Solaranlagen gehts doch grade darum, dass auch Ökostrom im Süden hergestellt werden kann, damit die Zahl der nötigen Leitungen vom Norden nach Bayern geringer wird. Vor allem da bei Solarenergie zum Glück gilt: Kleinvieh macht auch Mist. Jede einzelne Anlage bringt zwar nur ein paar kW an Strom, aber insgesamt erspart es uns an sonnigen Tagen schon ein ganzes AKW.

Nebenbei ist es nicht so, dass in Deutschland zuwenig Sonne scheint: Zum einen reicht für einen positiven Output schon Bevölkung (ka wieso alle ewig glauben, Solaranlagen würden nur bei 30 Grad und Sonnenschein funktionieren), zum anderen gibt es spannenderweise zwei Energiespitzen: Morgends und Abends, wo es bekannterweise recht windig ist, im Winter (auch sehr windig) und im Hochsommer (sehr heiß = Klimaanlagen). Das sind die Zeiten, in denen auch Windkraftwerke und Solaranlagen sehr guten Output haben.

Und ja, es sind alles schwankende Energieträger, für eine wirklich nachhaltige Ökostrom-Versorgung bedarf es mehr Geothermie, die ist immer gleichbleibend, so schnell kühlen wir den Erdboden nicht aus. Und gute Speichermöglichkeiten, für die wind- und sonnenlosen Stunden.

Zum Thema: Boykotte sind zumeist echt Blödsinn. Erstens interessieren sie 90% der Menschen nicht, 5% freuen sich darauf (weniger Umsatz = am 1. März ist das Benzin billiger als am 29. Feb. und 2. März), und die anderen 5% glauben, sie wären die Mehrheit und ärgern sich über die Nichtwirkung ihrer Handlung biggrin.gif


Praeriebaer
Gepostet am 28.2.2012 um 16:39 Uhr

Und für die 100 Leute die draufgehn, weil sie die Windmühlen mangels Alternativen im Schneesturm vom Eis befreien mussten, interessiert sich niemand. Es ist ja kein Atomkraftwerk explodiert...


Thomas
Gepostet am 28.2.2012 um 18:32 Uhr

Mich persönlich treibt es regelmäßig die Wände rauf, wenn ich etwas von "Zeichen setzen" höre oder lese. Ist halt bequem, kostet nichts - und dem Gewissen geht's gleich viel besser. Ernsthafte Änderungen wären ja mit Anstrengung, Gefahr und/oder Verzicht verbunden. Irgendwo in der Dritten Welt werden ein paar hundert Leute abgeschlachtet? Macht nix, zünden wir halt eine Kerze an. In Nordkorea werden Menschen gefoltert? Denen geht es sicher gleich viel besser, wenn wir hier eine Menschenkette um den nächsten Dorfplatz bilden. Tsunami auf den Philippinen? Dagegen hilft eine Facebook-Gruppe...
Sorry, wenn das polemisch rüberkommt, aber diese Selbstbeweihräucherung ist nicht zum Aushalten. Könnten die Leute nicht einfach wahlweise etwas /tun/ oder alternativ die Klappe halten?

Um mal zum Topic zurückzukommen: am 1. März nicht zu tanken dürfte ungefähr so sinnig sein wie drei Minuten die Luft anzuhalten, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren - für den Moment hilft's, aber an der Gesamtbilanz ändert sich exakt nicht, man atmet halt anschließend um so heftiger. Und wer auf das Auto angewiesen ist (das dürfte inzwischen der Großteil der Leute sein - aus Jux und Tollerei gibt das Geld heute kaum noch einer aus), tankt halt einen Tag eher oder später. Weil ihm nichts anderes übrig bleibt. "Cheffe, ich kann heute nicht in die Firma kommen - ich müsste tanken, aber wir haben ja den 1. März!" setzt sicher ein Zeichen.

Oder mal am Beispiel der bitterbösen Energiekonzerne: vor ein paar Tagen ging die Nachricht herum, daß die Solarstromförderung mal wieder gekürzt werden soll (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,816974,00.html) - und prompt geht ein Aufschrei durch's Land, daß private Solaranlagen nun plötzlich keine 10..15% Rendite mehr erwirtschaften. Hallo? Wo bleibt denn da plötzlich der Altruismus und der Umweltgedanke? Ist die Fixierung auf den Gewinn nicht genau das, was man den großen Energiekonzernen vorwirft? So lange die heimische Solaranlage kein reales Verlustgeschäft ist (und selbst dann, wenn man es ernst meint), dürfte das doch eigentlich keine Rolle spielen - schließlich geht es um die Umwelt und man will ein Zeichen setzen. Oder?

Ich für meinen Teil reagiere auf "Zeichen setzen!"-Leute inzwischen jedenfalls genau so allergisch wie auf Vertreter an der Haustür oder Telemarketing. Und bevor ich mich endgültig in Rage schreibe: aus die Maus...


Paranoides o.O
Gepostet am 28.2.2012 um 19:26 Uhr

auhja, Boykott von Tankstellen an EINEM Tag...sehr sinnvoll^^
Thema Strom:
Ich hab Ökostrom, nur hab ich den Vertrag zu den Zeitpunkt geschlossen als das hier bei uns alles recht günstig war und somit bezahle ich nur 20 Cent pro kwh. Nächstes Jahr im April läuft der Vertrag aus und ich schau mal was dann billiger ist wink.gif


Magni
Gepostet am 28.2.2012 um 19:52 Uhr

Mir ist das Tanken am 1.März völlig egal. Nur tanke ich möglichst nicht mehr bei den Multis. Bei uns in Augsburg gibt es einige Freie Tankstellen, Tankstellen kleiner Ketten und Supermarkttankstellen. Die sind meist sogar billiger. Wenn DAS mal auf Dauer einige mehr machen würden, hätten die Großen Fünf sicher bald Panik. Aber solange Leute wie mein Vater weiterhin bei z.B. Shell tanken, weil sie mit ihrer ADAC-Karte dort zahlen können und (glaub ich) 5ct sparen...

Aber mein Dienstwagen verbraucht nun mal fast 15 liter Diesel...


SaschaP
Gepostet am 28.2.2012 um 20:12 Uhr

Ganz ehrlich, das traurige ist ja, dass die alle mit BENZINWUT kommen... ich hätte nix dagegen, wenn der Staat noch mal 2 Euro auf den Benzinpreis draufsetzt. Nicht um abzukassieren, sondern um das Geld dann in neue Züge und billige Tickets zu investieren. Deutschland ist immerhin so ein Entwicklungsland, in dem sie es nach 2 Jahren immer noch nicht geschafft haben, die Sbahnen in Berlin wieder im normalen Takt fahren zu lassen.

Gibt andere Länder wie Japan, wo der Benzinpreis viel weniger von Belang ist. Dafür aber umso mehr dass die Züge immer pünktlich und im Minutentakt kommen (und ehe jemand sagt: Aber ich kommt aus Neubrandenburg und müsste dann ja eine Stunde reinfahren: Die Japaner fahren bis zu 3 Stunden nach Tokyo rein. Und eine Stunde Autofahrt ist mit garantie stressiger als eine Stunde Bahnfahrt wäre (wenn die Züge so oft fahren würden, dass sie nicht überfüllt sind).

@Magni: Mein Dienstwagen verbraucht entweder 50 Liter oder (je nach Bauart) auch mal mehrere Kilowatt/100 Km... aber gut, ich fahr ja auch zumeist nicht allein, sondern mit der Fahrgemeinschaft "SVV" biggrin.gif (wobei ich abends oftmals eine Mercedes-Limousine mit 25 Sitzen für mich alleine habe, um 21:30 wollen so wenig Busfahren sad.gif )


Praeriebaer
Gepostet am 29.2.2012 um 0:10 Uhr

Es ist nunmal so, dass sämtliche öffentliche Verkehrsmittel, egal ob Bus, Zug oder Flugzeug in Deutschland eine lächerliche Zuverlässigkeit haben. Darauf kann sich niemand verlassen und auf dem Dorf verlassen sich so wenige drauf, dass in den letzten Jahren ganze Buslinien eingestampft wurden.

Immer weniger Nachfrage schafft auch immer weniger Angebot. und die hohen Ausfalluoten von Zügen und Flugverkehr sorgen dafür, dass in Zukunft die KFZ-Rate pro Kopf steigen, statt fallen wird.


serapis
Gepostet am 29.2.2012 um 0:22 Uhr

es nutzt nur eben nichts, wenn der staat kassiert und privatisierte Unternehmen, wie die Deutsche Bahn was leisten sollen oO die gehören halt eh zu den größten Abzockern es ist eine Teufelsspirale, die hier in Deutschland wohl eher nicht zu brechen ist (wenige Fahrgäste--> teurere Preise --> weniger Fahrgäste...) alles was die Bahn wirklich kann, ist koorperierende Mittelständige Unternehmen in den Ruin treiben.


Knallcharge
Gepostet am 29.2.2012 um 8:17 Uhr

Nun, mit dem Tankstellenboykott könnte es klappen, aber nur wenn die ganzen Idioten mit ihren Protz-SUV (auch Hausfrauenpanzer genannt) mit dem geringen Verbrauch von 2-3 Ölfeldern einfach mal ihre Protzkiste (Penisprotese?) stehen lassen und den Kleinwagen von Mama nehmen, der nur 4 Liter verkostet.
Wenn diese Idioten endlich einsehen, dass es nicht sinnvoll ist, einen Wagen zu fahren, der soviel auf 100 Kilometer verbraucht, wie mein Wagen im Jahr, dann könnten den Mineralölmultis, die ihre Preise garantiert nicht absprechen - NEEEEIIIN - einige Tankstellen dicht machen.


Praeriebaer
Gepostet am 29.2.2012 um 8:57 Uhr

Ouh ja, das müssen zweifelsfrei Idioten sein, die sich ein Auto für 50.000€ leisten können und nebenher eine Familie haben. In Deutschland fahrn nur die allerwenigsten nen SUV, wenn sie den Platz nicht brauchen. sei es beruflich, im Hobby oder eben Familie.

Sooo viel mehr als ein normaler Mercedes verbrauchen die Dinger auch nicht, eher weniger. Manche lassen sich schon mit 8 Litern fahren.

zitat:
"Deren Geld, deren Leben, aber Deine Meinung"O_o


Praeriebaer (Webseite)
Gepostet am 29.2.2012 um 9:07 Uhr

http://www.focus.de/auto/fahrberichte/tid-19377/fahrbericht-vw-touareg-3-0-tdi-motor-und-verbrauch_aid_537369.html

Dieser SUV verbraucht unterm Strich weniger als meine Karre. Und ich fahre Peugeot 306 Baujahr 97!!!


Knallcharge
Gepostet am 29.2.2012 um 9:45 Uhr

Nun Praeriebaer,
es mag ja sein, dass es den einen oder anderen Fahrer eines SUV gibt, der das Ding fährt, weil er so ein Schlachtschiff auch braucht. Doch die meisten wollen nur mit so einem Ding protzen. Ich sehe da so einen Schnösel vor meinem geistigen Auge, er wohnt bei mir in der Nachbarschaft, dicken Q7 in der Garage, wohnt bei Mutti, und kann kaum das Geld für die Raten und die laufenden Kosten für die Karre aufbringen. Aber dickes Auto zum herumprotzen, damit er die kleinen Mädels beeindrucken kann.
Nun, sein Nachbar, ein älterer Herr, Witwer, hat sich auch so ein Teil gekauft, aber nur weil Porsche als Penisprothese verschrieen ist, der Wagen steht die ganze Woche in der Garage, nur am Wochenende wird er bei schönen Wetter herausgeholt, weil er gewaschen werden soll. Einmal im Jahr geht es dann auch zur Inspektion in die Werkstatt.
Nun, wer so einen Wagen wirklich (ich meine WIRKLICH!) braucht, der soll so ein Teil fahren. Alle anderen sollten sich nach einem vernünftigen Statussymbol umsehen und, liebe Rentner und Nutznieser von Lebensversicherungen, kauft euch einen 911'er, wir wissen, warum ihr so einen Wagen braucht wink.gif.
Ach ja, und da ist noch etwas. Die Fahrer von diesen Q7 und X7- Dingern haben meistens ein massives Problem mit dem Erkennen von Verkehrsregeln, vor allem, was den richtigen Abstand und Geschwindigkeiten angeht. Man muss nicht in einer Kolonne so dicht auffahren, dass die Stoßstange an meine Anhängerkupplung hängen bleibt, es geht nicht schneller voran, da sind noch 30 andere vor mir! Achso, da fällt mir noch ein, auch für SUV's gibt es Freisprecheinrichtungen und, ganz was Tolles, einen BLINKER!


Praeriebaer
Gepostet am 29.2.2012 um 11:37 Uhr

naja jut, du hast halt 2 extrem bekloppte Beispiele direkt in deiner Nachbarschaft. Aber wenn ein SUV die neue Zuhälterkarre sein soll, dann bin ich wohl wirklich schon verdammt alt. Wie du auch schon gesagt hast, ist hier vllt. ein Porsche Cayman für HÖCHSTENS den selben Preis und Spritverbrauch, wohl weitaus sinnvoller. Zumal auch der Werterhalt eines Q7 stark zu wünschen übrig lässt.


SaschaP
Gepostet am 29.2.2012 um 12:37 Uhr

Nö, Q7 macht halt mehr her als ein Porsche, außerdem sind die auch schwerer anzuzünden wink.gif Wir reden von Berlin.

Und Praeriebaer, es gab mal eine Zeit, da fuhr in jedes Kaff die Bimmelbahn und die Bahn war das Haupttransportmittel. Dann bildeten sich die Politiker in Stadt und Land ein, dass Deutschland "autofreundlich" sein solle...und das Ergebnis sieht man in HH, Straßenbahnen abgeschafft, Ubahnen wurden nie erweitert, und mit Einführung der Dieselbusse ein Einbruch um 80% auf den ehemaligen Straßenbahnstrecken...

Der Fehler liegt also beim Auto! Wenn das nicht von Mensch und Politiker hofiert würde, würde es uns besser gehen. Aber der faule Affe von heute sitzt ja lieber alleine in einer 5x2m Kiste statt auf einem 1x1m Sitzplatz mit Mitfahrern.


Skavengarf
Gepostet am 29.2.2012 um 12:55 Uhr

Hmm Schade ich kann auch nichts boykottieren da ich nur mit Rad und Öffis unterwegs bin.

Und 1x1m Platz in den Öffis? Das wäre schön, eingequetscht wie Sardinen in der Büchse trifft wohl eher zu...


Thomas
Gepostet am 29.2.2012 um 13:08 Uhr

@Knallcharge:
"aber nur weil Porsche als Penisprothese verschrieen ist"

Das erinnert mich einen Heckscheibenaufkleber, den ich unterwegs mal gesehen habe: "Ja, ich versuche mit meinem Auto mein Genital zu kompensieren!" - an einem Seat Marbella... Herrliche Idee, das. biggrin.gif


Praeriebaer
Gepostet am 29.2.2012 um 13:25 Uhr

Ich glaube kaum, dass ein Porsche Cayman mit konsequentem Leichtbau leichter entzündlich ist, als ein SVU-Plastikmonster in dem vermutlich das dreifache an Verkabelung eingebaut ist und die Sitze aus hochbequemen Omasitzbezügen gemacht sind.

Wenn ich nun jungen Mann in einem SUV sitzen sehe, gehe ich als Frau doch entweder davon aus, dass der Kinder hat, oder dass das nicht sein Wagen ist. Bei einem 2-Sitzer ist die Außenwirkung gleich ne vollkommen andere.


Saya
Gepostet am 29.2.2012 um 14:27 Uhr

Also ich geh morgen DEFINITIV nicht tanken!




Ich hab nämlich kein Auto.


williams
Gepostet am 29.2.2012 um 14:29 Uhr

Natürlich bezieht man als Ökostromkunde den gleichen Strom wie alle anderen. Aber der Mix im Gesamtstrompool ändert sich.


Knallcharge
Gepostet am 29.2.2012 um 14:54 Uhr

@Thomas
Auf eine Seat Marbella ist der Aufkleber echt gut. smile.gif
Nun, manchmal glaube ich, dass SUV's die neuen Penisprothesen sind, da einige "Herren" meinen, dass sie in so einer Karre besonders gut aussehen.

Aber zu bem Tankboykott, ich werde mich daran beteidigen, aber nur, weil ich noch genug Sprit im Tank habe. So ein Boykott würde erst etwas bringen, wenn man einen Multi einen Monat lang missachtet und zur Konkurenz fährt. Ich bevorzuge da eine freie Tankstelle, die liegt fast auf meinem Heimweg und ist immer 2 - 3 Cent preiswerter, als die Multis. Also, einen Monat lang nur bei den freien Tankstellen tanken, dann sehen auch die Multis, dass man Geld nicht fressen kann. (da die Multis sich aber nie absprechen, warum erhöhen die von einem Tag auf den anderen gleichzeitig die Preise um 12 cent? - DAS SIND ÜBRIGENS FAST 24 PFENNIG!!! Vor dem Teuro hätte man die Tankstellenpächter zur Abschreckung an der Anzeigetafel aufgehangen!)

Und eine Anmerkung habe ich noch:

Erst wenn der letzte Liter Benzin verfahren ist
und die letzte Tanke geschlossen hat

werdet ihr sehen, dass Greenpeace morgens um 3 kein Bier verkauft!


Praeriebaer
Gepostet am 29.2.2012 um 15:58 Uhr

Woher beziehen deiner Menung nach die Freien denn ihren Sprit?

Sie kaufen ihn teuer bei den Multis. Den Multis ist es egal wo sie ihren Kram verticken. Die Tankstellenwärter der Shelltankstellen und co. sind die Gelackmeierten. Zudem ist der Sprit bei Esso hier viel billiger als bei fast allen Freien ausgenommen Kaufland. Aber Kaufland kann sich nicht als Moralapostel präsentieren.


hucki
Gepostet am 29.2.2012 um 18:39 Uhr

Seid froh', dass sich einige "spritfressende Protzautos" kaufen, denn je weniger Sprit verbraucht wird, um so teurer wird dieser. Oder habt ihr gedacht, die Multis verzichten auf ihren Gewinn, nur weil weniger verkauft wird. Ist doch immer so - was viel verkauft wird ist günstiger als das, was weniger verkauft wird. Hat dann sogar noch einen Vorteil für die Multis, das Öl reicht länger.


Autofahrer
Gepostet am 29.2.2012 um 19:12 Uhr

Zu den tollen Kommentaren, die die öffentlichen Verkehrsmittel anpreisen:

Ich fahre täglich ca. 100 km zur Arbeit ohne Fahrgemeinschaft. Bin ich ein Sünder? Nein, mir bleibt nichts anderes übrig!
Ich arbeite Schicht und suche zur Zeit verzweifelt nach einer Fahrgemeinschaft, habe anscheinend das Pech, dass niemand bei mir aus der Gegend kommt, der so arbeiten muss wie ich.
Öffentlich Verkehrsmittel kann ich nicht nutzen, da die nicht so früh fahren, dass ich zur Frühschicht pünktlich auf der Arbeit eintreffen würde. Nach der Spätschicht geht das übrigens auch nicht.

Und jetzt sagt mir, dass mir etwas anderes übrig bleibt, außer kündigen.


Tadaa
Gepostet am 29.2.2012 um 22:36 Uhr

Hey
Wollte zu dem Spritstreik morgen was auf Facebook posten - kann ich da dein Bild verwenden? Ist zwar im Internet eher unüblich, bei sowas zu fragen, aber im gegensatz zu einigen piraten finde ich urheberrechte nicht grundfalsch smile.gif


SaschaP
Gepostet am 1.3.2012 um 0:26 Uhr

@autofahrer: Habs doch selbst geschrieben, dass die Politik und die Industrie der letzten Jahrzehnte dran schuld ist, dass viele aufs Auto angewiesen sind, wenn man allein mal schaut, wie viele Bahnnebenstrecken still gelegt wurden und die Gleise entfernt wurden... heutzutage mit modernen Triebwägen würde sich die Strecke wieder lohnen... aber: Liegen ja keine Schienen mehr da, oftmals wurde schon irgendwas in den Weg gebaut, ergo wird da nie wieder ein Zug fahren...

@sklavengarf: ka wie breit du bist, aber die Sitze in Bussen sind eigentlich Standardgrößen. Und Deutschland ist da sogar noch komfortabel, schau dir einmal eine Tokyoter Ubahn in der Rush Hour an und du weisst, was Ölsardine bedeutet. Bei so einer überfüllung würde bei uns der Zug nimmal mehr losfahren.

@tadaa: finden piraten auch nicht, sie wollen nur neue Vorgehensweisen beim Urheberrecht, z.b. das Fair Use Prinzip der Amerikaner, und hoffen halt darauf dass viele ihre Werke unter Lizenzen stellen, die ein namentliches Kopieren erlauben.


Magni
Gepostet am 1.3.2012 um 6:26 Uhr

Es mag gut sein, daß die Freien ihren Treibstoff bei den Multis kaufen. Aber es ist auch eine Buchhaltungssache. Wenn die Firma Aral weniger Umsatz macht, aber dafür die Freien, die auch bei BP-Raffinerien kaufen, dann ist das schlecht für Aral. Und da muß Aral reagieren. Sicher ist die eine oder andere Jet-Tankstelle in Augsburg billiger als die Pinoil bei Kaufland, aber da muß man eben die Zähne zusammenbeißen...

Über 3 Millionen wollen bei dem Tankboykott heute mitmachen. Ich frag mich, wieviele davon überhaupt ein Auto haben. Oder auch nur einen Führerschein... Wieviele über 18 sind...


Kami
Gepostet am 1.3.2012 um 11:49 Uhr

Also bisher hab ich nur Aufrufe gesehen, die dazu auffordern nur EINE Tankstellenkette zu boykottieren. Anfang März nun Aral. Und wenn man konsequent erstmal eine Kette bestreikt... dürfte die schon enorme Einbußen haben.


Steffi
Gepostet am 1.3.2012 um 14:38 Uhr

Man! Ich bin der Retter der Welt!
Ich kann nachweisen, dass ich meinen Strom aus reiner Wasserenergie beziehe.
Unser pfurziges Kuhkaff hat doch tatsächlich sein eigenes Wasserwerk und daraus resultierend seine eigene pfurzige Enegiegesellschaft.
Mit mir braucht keiner zu diskutieren- ich rette die Welt...
http://www.unterneukirchen.de/htmls/unterlink_wirtschaft/wasserkraftwerk.html


Sam
Gepostet am 1.3.2012 um 20:19 Uhr

Manche können nicht aufs Auto verzichten. Ich seh's ja bei meinem Vater. Er arbeitet nicht mal sooo weit weg, aber halt in einem kleinen Ort, wo kaum Busse hinfahren, dazu der Einkauf für fünf Leute... Das wäre ohne Auto schon eine Zumutung. Falls es überhaupt ginge.

Aber es wird auch immer noch viel unnötig gefahren. Ich bin im Moment in der 13. Klasse und bei ganz, ganz vielen aus meinem Jahrgang muss ein eigenes Auto schon aus Coolnessgründen sein. Egal, ob man extra dafür noch neben der Schule arbeiten muss, egal, ob man mit dem Bus bequem mehrmals pro Stunde fahren könnte, egal, dass die Parkplatzsituation um die Schule eine Katastrophe ist. Weil Bus oder Bahn ja aus Prinzip unzumutbar ist. Zumindest die, die mit so einer Einstellung rumlaufen - und das sind viele - sollten sich über den Benzinpreis nun wirklich nicht beschweren.


Praeriebaer
Gepostet am 2.3.2012 um 9:59 Uhr

Die haben dann Vielleicht unnötigerweise ein Auto. Aber ob sie damit auch viel fahren ist ne andere Frage. Wer bloß 30km am Tag fährt, hat im Monat Spritkosten von ca. 100€. Ist also auch nicht viel teurer als ein Busticket.


Kami
Gepostet am 2.3.2012 um 12:01 Uhr

@Praeriebaer:

Naja dazu noch Versicherung, Steuern und Evtl. Reparaturen...
Auto is schon Teuer.


Praeriebaer
Gepostet am 2.3.2012 um 13:47 Uhr

Ich weiß dassn Auto verdammt teuer ist.

Aber wenn man weniger Kilometer fährt, kann es durchaus Sinn machen sich früh ein Auto zu kaufen. Wie stark die Versicherungprozente jährlich sinken, ist nämlich unabhängig von gefahrenen Kilometern. Was die Versicherung jährlich kostet hängt aber unmittelbar mit den vorraussichtlich in dem Jahr gefahrenen Kilometern und der Wohnsituation zusammen.

Wenn die Eltern bei der slben Versicherung sind, kommt man mit 95% statt mit 225% rein. Für 9000kilometer zahlt man ca. die Hälfte wie für 19000.

Je mehr die Versicherungsprozente also gesunken sind, bevor man anfängt wirklich viel zu fahren, umso mehr kann man sparen.

Steuern sind selten weit über 100€/Jahr. Die merkt man garnicht.


Praeriebaer
Gepostet am 2.3.2012 um 13:50 Uhr

Die Prozente sinken übrigens jährlich ca. 5% Vorrausgesetzt man hat nichts was man bezahlen lässt. Leider sind vor allem bei unter 21 und 24jährigen die Versicherungen sehr teuer, das hat aber viel mir Verhandlungsdingen zu tun.


Sam
Gepostet am 2.3.2012 um 19:03 Uhr

@Praeriebaer: 100 € im Jahr merkt man nicht? oO Also ich wüsste nicht, wo ich die hernehmen soll... Es sei denn, ich würde neben der Schule noch arbeiten, was aber sinnlos wäre, weil das jede Zeitersparnis, die man durchs Auto vielleicht hat, doppelt und dreifach auffressen würde. Auch so eine Sache, die viele nicht bedenken. ^^


Praeriebaer
Gepostet am 2.3.2012 um 19:17 Uhr

Als Schüler kannst du noch Brutto komplett in die eigene Tasche arbeiten.

Son Auto kostet schon alles in allem 200€ im Monat. Aber wenn das Busticket die Eltern übernehmen, könn die ja auch genausogut die Versicherung mit 50€ im Monat übernehmen und der Rest ist als Schüler mit nem relativ gut bezahltem Job schnell verdient.


Sam
Gepostet am 2.3.2012 um 19:26 Uhr

Danke für den Tipp. smile.gif Aber ich denk mal, das ist Typsache. Ich bin nicht so ein Energiebündel, deshalb bin ich mit Schule, im Haushalt helfen und Freizeit schon ganz gut ausgelastet. Macht aber auch nix. Ich mag Bus und Bahn ganz gerne, finde ich sehr entspannend. Sieht ja auch nicht jeder so. wink.gif


Meata
Gepostet am 6.3.2012 um 18:54 Uhr

@ Magni: es ist egal ob du bei Aral, die ja zu BP gehören tankst oder bei der freien Tankstelle, die BP Benzin hat. Die Preise kommen von BP. Deshalb sind auch immer nur 1 -2 Cent Unterschied.
Egal wo man tankt es kommt immer bei den großen Konzernen an. Da hilft auch einen Tag nix tanken nix. Und nix Einkaufen an der Tankstelle für einen Tag schädigt nur den Pächter, der auch keinen Einfluss auf den Benzin-Preis hat.
Es bleibt halt nur Autofahren zu vermeiden.

@ Klopfer: hast du Links zu der Sache mit Versenken/auf Land zerlegen? Ich finde nur die Greenpeace-Aussagen und nix wirklich vernünftiges.


Oppi
Gepostet am 7.3.2012 um 3:10 Uhr

@hucki : "Ist doch immer so - was viel verkauft wird ist günstiger als das, was weniger verkauft wird."

Normalerweise beeinflussen sich Nachfrage/Angebot und Preis aber gegenseitig, sodass sich das ganze irgendwann einpendelt. (zu teuer -> Leute kaufen nicht -> Preis sinkt -> Leute kaufen wieder -> Hersteller will Gewinn abschöpfen -> Preis steigt -> irgendwann wieder zu teuer)
Dummerweise sind wir beim Sprit (wie auch beim Strom und sowieso allen infrastrukturrelevanten Gütern) in der perversen Situation, dass wir keine andere Wahl haben, als zu kaufen. Die Alternative wäre, nicht zur Arbeit zu kommen, oder in die Stadt zum einkaufen (bzw die Einkäufe zu Fuß mehrere Kilometer schleppen zu müssen), oder überhaupt irgendwohin. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind in Deutschland einfach keine Alternative, jedenfalls nicht wenn man nicht direkt in der Großsstadt wohnt. Mangelnde Zuverlässigkeit, ewig langer Takt, nach 22 Uhr gar keine Züge mehr, ewig weit verstreute Haltestellen, so sieht in Vororten und Kleinstädten die Realität aus.
Und damit hat das Ölkartell die alleinige Kontrolle über ein Gut, dass die moderne Gesellschaft quasi zum Überleben braucht. Und aus genau dem Grund steigt der Preis wenn weniger konsumiert wird. Weil die ihren Schnitt machen, notfalls mit Gewalt, denn sie wissen dass sie fast jeden Preis durchsetzen können.

Und genau aus dem Grund gehören sämtliche Infrastrukturaufgaben (Straßen, Sprit, Strom, Wasser, Gas, öffentliche Verkehrsmittel) ausschliesslich in staatliche Hände. Wenn die Regierung damit dann ähnliches Schindluder treibt, kann man sie zumindest noch abwählen.


St0nemender
Gepostet am 11.3.2012 um 23:32 Uhr

Weil ich da von berufswegen ein bissel drinstecke:

Das interessante ist doch, dass die Ölmultis in den letzten Jahren reihenweise deutsche Raffinierien dichtgemacht haben. Warum? Weil sie nicht in der Lage sind so preiswert Benzin zu produzieren, dass die Ölmultis damit noch Gewinn machen können.

Unterm Strich schreiben alle deutschen Raffinerien grad rote Zahlen und das geht auch schon eine ganze Weile so. Der extreme Preiskampf tut da noch sein Übriges. Das es überhaupt noch deutsche Raffinieren gibt, liegt wohl eher daran, dass es sauteuer ist, so eine Raffinerie zu schließen.

Falls jetzt jemand aufschreit, dass die Ölkonzerne doch Milliarden machen würden. Das stimmt. Aber auch Ölkonzerne differenzieren zwischen Upstream und Downstream. Oh - und für all diejenigen die glauben, die Ölkonzerne würden die hohen Ölpreise diktieren: 95% allen Öls wird von Ländern gefördert, nicht von den Ölmultis - und diese Länder machen auch den Preis.


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