Wettbewerbsbeiträge

Zu meinem Wettbewerb "Klopfers Ego muss noch größer werden", den ich im April und Mai 2011 veranstaltete, gab es nicht nur Bildbeiträge. Auch ein paar Texte landeten in meiner Inbox, und hier zeige ich sie (nach und nach).

Zuerst ein Beitrag von Seraphim (erstaunlich, wie viele sich diesen Namen geben XD ):

Hase von Tronje

Ein Poetischer Liebesbeweis für den Hasinator, seine Werke und das falsch verstandene Hasentum

In den Hauptrollen
Klopfer: Der Hasi von Tronje.
Sieguin: Der im Drasenblut gebadete Pinguin. (Drase: hasisch; großer, roter, Feuer speiender Hase)
Der König von Käfig
Brunnhasi: Die jetzige Frau des Königs und Klopfers wahre Liebe.

1. Kapitel und Schluss

Im Jahre 2 des Großen Hasen, so begab es sich, dass grasend
der Große Rammler Klopfer, so edel, toll und tapfer
genüsslich in der Sonne lag, und an `ner Karotte nagt.
So lieget er wie wunderbar schon eine ganze Weile da.

Er besiegte schon so manchen Feind, von dumm bis blöd und Christenheit.
Die Zunge scharf wie hundert Schwert, was rauskommt ist noch viel mehr wert!
Doch Sieguin, der Pinguin aus Xanten, der brachte den Has´ zum Wanken.
Jeder findet das Vieh knuddelig und fluffig süß, dabei ist das Ding mega-bös!

Da schnappt er sich die Jugendlieb, wie ein unverfroren Dieb.
Da tötet er das Drasentier, und labt sich in dem Blut bis vier!
Der König mag den Pinguin sehr, welcher macht‘s dem Hasen schwer
Doch Klopfer entscheidet sich fürs Glück, und lässt den Pinguinkram zurück:

Als der König kam mit neuem Weib, mit weichem Fell und engelsgleich
War‘s ums Hasi schnell geschehn, so was toll`s noch nie gesehn
. Auch die Hold, Brunnhas´ genannt, war von Klopfer wie gebannt.
Nur im Weg war der dumme Ar***, welcher war der Monarch!

Auch im Weg der Pinguin, das trieb den Helden in Ruin.
Doch hat der helle Kopf schon einen Plan, die dummen zwei gingen ihm ins Garn
So stahl er in `ner dunklen Nacht, seine tolle Hasenpracht.
Lies die andern ganz allein, welche spielten Ringelreih‘n (mit Anfassen).

Jetzt hat er eine tolle Frau und ´nen schönen Hasenbau.
Auch die Weltherrschaft, die ist nicht fern, so hat es der Hasi gern.


Und hier eine kleine Actiongeschichte von Till:

Ein ganz normaler Tag

Klopfer erwachte mit einem langen Gähnen. Der Mann mit dem Playboyhasengesicht streckte sich und gab den beiden peruanischen Schönheiten einen Klaps auf den wohlgeformten Hintern.
„Aufstehen meine Lieben, es gibt Arbeit für euch zwei...“
Die Frauen in den roten Tangas drehten sich um und lächelten Klopfer auf eine wunderbare Art an, während ihre prallen Obrigkeiten barbusig dalagen. Klopfer grinste verschlagen: „Los ihr beiden, ihr räumt jetzt erst einmal auf, hier sieht es ja aus wie bei euch in der Heimat, und das können wir ja keinem zumuten, nicht wahr?“
Die Frauen nickten verstehend. Klopfer war nämlich intelligenter als sie, da er erstens ein Mann und zweitens auch noch ein besonders intelligenter Mann war. Glücklich ließ unser aller Hase sich in sein daunenweiches Bett zurücksinken (es war von chinesischen Kindern handgeknüpft worden, da nur diese solch wundervoll akkurate Finger besaßen, um aus den winzigen Seidenblüten ein gigantisches Spiel- und Schlafgestell zu fertigen).
Es war eine lange Nacht gewesen, und Klopfer hatte sie vom Anfang bis zum Ende genossen. Inzwischen waren die beiden Hübschen fertig mit dem Säubern von Klopfers Schlafzimmer und kuschelten sich nun begierig an Klopfer, bis… ein ohrenbetäubender Alarm losging.

Klopfer sprang auf, während sich die beiden Frauchen ängstlich hinter ihm unter einer gemeinsamen Decke verkrochen, und warf einen Blick auf den Computer.
Auf dem Display zeigte sich, wie ein mit einer braunen Hasenmaske maskierter Mensch versuchte, den Tresor zu öffnen, in dem Klopfer seine geliebten Möhrenvorräte aufbewahrte.
„Heiliger Hase!“ fluchte Klopfer und warf sich schnell einen weiten Mantel über um seine (durchaus beeindruckende) Blöße zu bedecken.
Der dunkel maskierte Mensch war nämlich niemand geringeres als der wahnsinnige Dr. Schräuble, Klopfers Erzfeind. Dieser versuchte seit jeher, Klopfers gigantischen Möhrenvorrat zu stehlen, um daraus einen extrem preiswerten Möhrensalat herzustellen und die Weltwirtschaft damit in die Knie zu zwingen.
Klopfer schnappte sich seine Armbrust, überprüfte, ob ein Bolzen schussbereit im Lauf lag, und spurtete los. Dabei drehte er sich noch um und warf den beiden sich in Angst zusammengekuschelten Frauen einen beruhigenden Blick zu. „Bin gleich wieder da Ladies, fangt schon mal ohne mich an…“ Dann war er weg.

Dr. Schräuble brannte inzwischen mit einer sehr gefährlich und nicht besonders stabil aussehenden Kombination aus Feuerzeug und russischem Rasierwasser Löcher in die Titanium-Stahltür, fluchte dabei aber, da die Tür ihm anscheinend zu langsam zerschmolz.
„Gib auf Schräuble, es ist vorbei!“ sprach Klopfer ihn lässig an.
Schräuble fuhr herum und ein Feuerstrahl schoss auf Klopfer zu. Dieser wich jedoch mit einer für Playboyhasen gerade so typischen doppelten Pirouette aus und richtete die Armbrust auf Dr. Schräuble. „Letzte Durchsage an Dr. Hirntod: Verschwinde und komm nie wieder !“
Schräuble fauchte wie ein Tier und schleuderte Klopfer die Flasche russisches Rasierwasser entgegen, während er selbst die Flucht antrat. Der Hasinator schoss dem Fliehenden einen Bolzen Richtung Oberschenkel und streifte diesen, sodass Schräuble vor Schmerzen aufschrie und wie ein betrunkener Pole Richtung Ausgangstür humpeln musste.
Die näherkommende Flasche Rasierwasser stellte schon eine größere Bedrohung dar. Doch Klopfer schleuderte ihr seinen Mantel aus Hermelin entgegen. Dieser war, wie alle Hermelinmäntel, feuerfest und umhüllte die Flasche komplett, sodass das gefährliche Russengesöff ohne Wirkung verpuffte.
Der nun nackte Klopfer verschloss die Eingangshalle und wandte sich seiner eigentlichen Aufgabe zu. Nämlich den beiden Schönheiten in seinem Schlafzimmer.