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Hier beantworte ich Fragen, die mir die Besucher gestellt haben, die aber nicht häufig genug sind, um im FAQ aufzutauchen. Insgesamt wurden bisher 40829 Fragen gestellt, davon sind 18 Fragen noch unbeantwortet.
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Was ist eigentlich die maximale Punktzahl, die ein reguläres Mitglied (also deine Accounts zählen nicht) je erreicht hat? Kriegen wir eine Rangliste? biggrin.gif
Ich weiß nicht, wie hoch der jemals erreichte Betrag ist, weil maximale Punktstände nicht gespeichert werden. kratz.gif
Momentan auf Platz 2 (nach mir) ist jemand mit etwas weniger als 9000 Punkten, Plätze 3 und 4 sind Mitglieder mit knapp über bzw. knapp unter 4000 Punkten.
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Hast du als Kind in den 80ern schon mal ein Care-Paket aus dem Westen erhalten? Was war damals da eigentlich üblicherweise so drin (Kaffee und Bananen sind ja das Klischee, aber darüber hinaus)?
Ich muss sagen, dass ich einige heutige Ostprodukte richtig gut finde (Beelitzer Spargel, Thüringer Bratwurst, Erfurter Born-Ketchup und Senf, Bautzner Senf, Stralsunder Störtebeker-Bier...) und, wenn ich vor der Wende gelebt hätte, mit einem Care-Paket ausm Osten mit diesen Sachen sicher was hätte anfangen können. biggrin.gif Gabs diese Dinge damals schon und waren die immer so gut? Falls nicht, welche DDR-Produkte waren wirklich top und im Westen schwer zu bekommen?
Wir haben nie Westpakete bekommen. Meine Mutter hat mal erzählt, als sie noch kleiner war, hatte ihre Tante aus dem Westen mal ein Paket geschickt, aber da die Tante auch nur Krankenschwester war und nicht viel verdient hatte, war darin wohl auch nur ein Päckchen Kaffee und Nylonstrümpfe, die aber ironischerweise Exportware aus DDR-Produktion waren.
Beelitzer Spargel, Thüringer Bratwurst, Born-Senf und Bautz'ner Senf gab es schon so. Born-Ketchup ... ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, der kam erst nach der Wende raus. (Wir hatten Ketchup in der DDR, aber ich erinnere mich dabei nur an den Werder-Ketchup, der auch gut ist.) Die Stralsunder Brauerei gab es auch zu DDR-Zeiten, aber die sagen selbst, dass ihr Bier zu DDR-Zeiten schlechter war. (Kann ich nicht beurteilen, ich war ja noch so klein. biggrin.gif)
Viele Ostprodukte heute haben auch ihr Rezept geändert, wie Nudossi, Bambina, Schlager Süßtafel... (Nudossi und Bambina liebe ich auch heute.) Die Hallorenkugeln wiederum schmecken so wie damals (jf. die Ur-Sorte; jetzt gibt es da auch mehrere Geschmacksrichtungen, wobei ich die Eierlikörsorte am meisten mag).
Was weitere Ost-Süßigkeiten angeht, findet man viel heute bei Zetti (siehe Bambina-Link oben), zum Teil so wie damals. Knusperflocken mochte ich zu DDR-Zeiten mehr als heute, Cocosflocken in zartbitter werden heute noch gerne bei uns weggefressen.
Ein Klassiker im Knabber-Bereich ist natürlich Russisch Brot, außerdem würde ich zu Wurzener Waffelblättchen raten. Wikana Butterkekse find ich immer noch ziemlich lecker, Grabower Schaumküsse sind meiner Meinung nach besser als Dickmann's. greatjobplz.gif

So einige Leckereien gab es im Westen sogar leichter als im Osten, weil die größten Kontingente dann eher für den Export produziert wurden. Salzwedeler Baumkuchen wäre so ein Beispiel. (Eine Dresdner Schokoladenfabrik hatte übrigens für die Bundesrepublik im Auftrag auch Lübecker Marzipanbrote produziert.)
Woran erinnere ich mich noch? Pfeffi und Zitro sind kleine Bonbons (halt Pfefferminz- bzw. Zitronenbonbons), die auch unverändert produziert werden. Ich hatte zu Studienzeiten einem Kommilitonen aus dem Westen ein paar davon angeboten, und der konnte gar nicht mehr genug davon bekommen. biggrin.gif

Um mal von dem Süßkram wegzukommen: Eberswalder Würstchen und Britzer sind auch ziemlich unverändert und werden heutzutage noch gerne im Hause Schmidt vertilgt. Im Sektbereich ist Rotkäppchen ja sicher kein Geheimtipp mehr. ^^;

Wie man sieht, war ich damals im Wesentlichen an Süßigkeiten interessiert. XD.gif
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Was muss man in Tokyo/Osaka unbedingt besichtigt oder gemacht haben, wenn man zwar Teilzeitotaku ist, aber weder das nötige Kleingeld noch den nötigen Platz im Koffer hat, um sich mit Mangas, Animes und Videospielkrempel einzudecken? fragehasi.gif (Also statt Shopping mehr in Richtung Sehenswürdigkeiten, Kulturelles & Aktivitäten)
Hm, in Osaka war ich noch nie. kratz.gif
In Tokyo... Ich würd zum Tokyoter Rathaus in Shinjuku gehen und mir dort von der Aussichtsplattform Tokyo von oben angucken, dann einige Tempel und Schreine (im Yoyogi-Park z.B., oder in Asakusa), wenn man zumindest ein bisschen Geld ausgeben will, sind Tokyo Tower und/oder der Skytree eventuell noch einen Trip wert. Dann würd ich Odaiba besuchen, das ist eine künstliche Insel dort, hat ein großes Riesenrad. Und auch ohne Geld sollte man sich Akihabara mal ansehen.
Du kannst ja hier in meinem alten Tokyo-Reiseblog auch mal schauen, ob du da vll. was Interessantes bemerkst.
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Glaubst Du, kann man schwarze Magie, oder überhaut Magie erlernen? Habe eine Seite gefunden, die genau das verspricht:
http://magie-erlernen.jigsy.com/
Oder ist es Unfug?
Ich glaube nicht an Okkultismus.
Die James-Randi-Foundation hat bis 2015 (über 50 Jahre lang) ein Preisgeld (schließlich ne Million Dollar) für den geboten, der eindeutig beweist, dass er übersinnliche Fähigkeiten hat, und keiner von den angeblichen Magiern hat sich das Geld geholt (nicht mal, um es hungernden Kindern zu spenden). Das bestärkt mich in meinem Glauben, dass da nichts dran ist.
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Eine Frage, die dich als Autor ebenfalls betreffen könnte: Was ist Kunst wert, wenn niemand sie sich anschaut?
Bilder, Musik, Spiele, Bücher, die zwar gut sind, für die sich aber keine Sau interessiert, weil die Erschaffer nicht die richtigen Connections oder nicht ausreichend Geld/das fehlende Ehrgefühl haben, um was zu reißen?
Der finanzielle Wert hat natürlich was mit der Nachfrage zu tun. Das ist aber (wie man an van Gogh sieht) auch eventuell sehr wechselhaft. Und in einigen Fällen ist es dann ein einziger Mensch, der den Wert nach oben treibt. Wenn einer für ein Bild zwei Millionen Euro bezahlt, dann ist es zunächst egal, dass es keinen zweiten gibt, der so viel Geld hinblättern würde, offiziell hat das Bild dann den Wert von zwei Millionen Euro. Und auf der anderen Seite kann ein Bild, dessen Druck pro Exemplar vll. 10 Euro kostet, insgesamt auch zwei Millionen wert sein, wenn der Druck von genug Leuten gekauft wird.
Den ideellen Wert hingegen legt jeder für sich fest, und zwar nicht nur der Künstler, sondern auch der, der das Werk sieht und sich davon berührt fühlt (oder eben nicht). Da gibt es natürlich auch eine gewisse Rückkopplung, was andere von dem Werk halten, aber man sollte diesen ideellen Wert nicht unter den Tisch fallen lassen und sich nur auf den finanziellen Wert konzentrieren. Wenn ein Künstler sein Werk mag, ist es auf jeden Fall nicht wertlos.
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Auf Twitter hast du einen Beitrag geteilt, wo eine seit vier Tagen ihre kleine Schwester (14) sucht und sich angeblich irre Sorgen macht, und von Paris bis Tokyo sollen alle die Vermisstenanzeige teilen usw.

Ihr nächster Tweet lautete sinngemäß "Wurde heute auf der Convention super oft fotografiert, supiiii <3<3<3<3<3".

Hab sie gefragt, ob sie nicht mehr besorgt ist und bin jetzt geblockt. Meine Frage nun.. Ist das miteinander vereinbar oder ein ganz neues Level attention whoring?
Ich glaube, man kriegt über Twitter kein komplettes Bild davon, wie ein Mensch ist oder wie er sich fühlt. Auch wenn man sich um einen Verwandten sorgt, geht man ja keine Verpflichtung ein, sich über gar nichts mehr zu freuen oder sich nicht von den Sorgen ablenken zu lassen. Vielleicht möchte man auch einfach nicht dauernd zeigen, wie sehr man innerlich aufgewühlt ist, eventuell will man auch auf seinem Twitter-Kanal ein bisschen Normalität vermitteln, um sich selbst Halt zu geben. Insofern würde ich jetzt deswegen keine voreiligen Schlüsse ziehen.
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Trump hat entschieden, dass die USA aus dem Pariser Abkommen aussteigen. Alle finden das nun ganz doof. Was hältst du davon? Und um was ging es im diesem Abkommen?
Das Pariser Übereinkommen besagt, dass die unterzeichnenden Staaten (fast alle auf der Welt) sich verpflichten, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren, damit die Erde sich nicht um mehr als 2 Grad Celsius (verglichen mit vorindustrieller Zeit) erwärmt. Außerdem sollen Maßnahmen ergriffen werden, um die Länder an sich verändernde klimatische Bedingungen anzupassen (z.B. durch Änderungen in der Landwirtschaft oder durch Bau von Deichen gegen ansteigenden Meeresspiegel) und um Finanzströme so zu lenken, dass klimafreundlichere Investitionen finanziert werden.

Trumps Austritt war zweifellos bescheuert. Es ist ein blödes Signal an die anderen Staaten, die auch lange gehadert haben, so eine Verpflichtung zu unterschreiben, wenn der zweitgrößte Kohlenstoffdioxid-Emittent einfach austritt. Und es ist auch unnötig, weil jedes Land selbst seine Ziele festlegt und auch die Maßnahmen den Ländern komplett frei stehen. (Trump hat behauptet, das Übereinkommen würde es den USA verbieten, Kohlekraftwerke zu bauen, aber China dürfe dafür noch viel mehr bauen; das steht aber überhaupt nicht drin. Da stehen gar keine konkreten Maßnahmen drin.) Es gibt auch keine Strafen dafür, falls ein Land seine eigenen Ziele nicht erreicht. Insofern ist das Übereinkommen eher ein Papiertiger (auch auf Betreiben der Obama-Regierung damals), aber diplomatisch gesehen lässt der Austritt die USA als extrem unzuverlässig dastehen.
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Wie stehst du eigentlich zum Thema Helene Fischer? Sie polarisiert ja offenbar sehr - unabhängig von den jüngsten Ereignissen beim Fußball. Viele unterstellen denen, die sie nicht leiden können (das Wort "Hass" ist mir etwas zu stark in dem Zusammenhang), dass sie auf ihren Erfolg bloß neidisch wären. Ich finde, dass sie als Schlagersängerin in Ordnung ist, jedoch überbewertet. Eine tolle Bühnenshow kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihre Lieder so austauschbar gleich klingen wie sämtliches Schlagergedudel - was für dieses Genre nicht direkt schlecht sein muss, nur eben nicht in Relation zu ihren übermäßigen Erfolg steht.
Sie bedient halt einen Markt, der vermutlich auch nicht sonderlich offen gegenüber Experimenten ist. Und das macht sie offenbar sehr gut.
Ich bin kein Fan ihrer Musik, aber ich hab nichts gegen sie und respektiere sie schon sehr dafür, dass sie sich offenbar richtig reinhängt und auch ordentlich schwitzt auf der Bühne. Und was ich sonst so mitkriege von ihr, lässt sie jetzt auch menschlich nicht unsympathisch wirken.
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Bzgl deines Helene Fischer Tweets: Ich habe gepfiffen, weil sie einfach nur scheiße war. Wären die Ärzte oder die Hosen dort gewesen, hätte ich sie gefeiert.
Für spätere Leser: Ich hatte am 29. Mai folgende Sache getweetet.
I.d. Halbzeit des DFB-Pokalfinales haben Fans Helene Fischer ausgepfiffen, um gg. die "Kommerzialisierung des Fußballs" zu protestieren.
Gegeneinander gespielt haben zwei Aktiengesellschaften.
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#43592
Hast du es dir bis zum Schluss angesehen?
Natürlich nicht. 63d4808b.gif
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Würdest du heutzutage noch empfehlen, ein Twitter- oder Facebook-Profil komplett auf privat zu schalten oder findest du die einstigen Empfehlungen, sich online möglichst einzuigeln, überholt?
Die sind schon lange überholt. Es gab ja früher immer diese Bedenken, was wäre, wenn ein zukünftiger Chef irgendwelche Saufbilder bei Facebook findet blablubb, und das war in meinen Augen schon immer etwas paranoid. Jeder weiß, wie man in jungen Jahren so ist, gerade in der Freizeit, das wird einem nicht negativ ausgelegt. (Vll. ist das heute sogar eher umgekehrt, wenn man als besonders geheimniskrämerisch rüberkommt.)
Warum man sich ein Twitter-Profil zulegt, das dann aber auf privat schaltet, hab ich eh noch nie verstanden. Twitter ist dafür da, sich selbst darzustellen. Das ist ungefähr so, als würde man sich aufbrezeln und sich dann allein im Badezimmer einschließen.
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#43587
Weil der Typ dem amerikanischen Trend folgt und halt alles was ihm nicht in die Meinung passt als Unterdrückung abtut. Patriarchat, Feminismus, psychische Krankheiten, Non-Binary-Trend etc sind halt seine Themen.
Meine beste Freundin hat ihn mal zufällig gesehen, da sie in der gleichen Stadt wohnt. Fanbase sind wohl hauptsächlich junge Damen. Frage beantwortet?
MfG TrashTalker_sXe
kratz.gif Wollen wirklich so viele Frauen das? Was ist kaputt bei denen? angsthasi.gif
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#43589
Naja, aber es gibt kulturelle Grenzen innerhalb der Nation und es gibt Nationalgrenzen, die nicht mit kulturellen Grenzen übereinstimmen. Ein Sorbe ist sprachlich den Polen deutlich näher als den umliegenden Sachsen, ein Ostfriese versteht sich vermutlich besser mit einem Westfriesen als mit einem Schwaben und der ein bayrischer Älpler fährt vielleicht schon aus rein praktischen Gründen regelmäßig nach Österreich...

Das größere Problem, dass ich bei dieser ganzen Leitkulturdebatte aber sehe, ist die Vermischung von Wunsch und Wirklichkeit. "Hilfbereitschaft", "Pünktlichkeit", "Gleichberechtigung der Geschlechter" sind alles Werte, die zwar medial hochgehalten werden, aber auch von vielen Deutschen nicht verinnerlicht sind.
Wenn man dagegen die "kulturellen Errungenschaften" nimmt, die angeblich verbinden, dann fallen darunter halt einerseits Mozart (Österreicher), Schiller und Goethe, aber halt auch Rammstein und Helene Fischer.
Ist es wirklich so schlimm, wenn ein Einwanderer damit nichts anfangen kann?
Also im Vergleich zum arabischen Raum ist "Gleichberechtigung der Geschlechter" bei uns um Längen ausgeprägter im Denken, und wer sagt, dass Deutsche auch nicht pünktlich wären, der wandere gerne mal ans Mittelmeer aus und stelle fest, dass die viel bejammerte Unpünktlichkeit deutscher Handwerker im Vergleich noch ultrapünktlich ist.
Es geht aber um viel einschneidendere Sachen. Keine Sau verlangt, dass Einwanderer irgendwann gerne Schwarzbrot und Eisbein mit Sauerkraut essen sollen und Mario Barth lustig finden müssen. Es geht um viel grundlegendere Sachen.
Beispiel 1: In der deutschen Kultur herrscht ein großer Respekt gegenüber des Gewaltmonopols des Staates. In anderen Staaten mit schwacher Zentralgewalt oder in denen man als Angehöriger einer diskriminierten Minderheit daran interessiert ist, diesen eher aus den eigenen Angelegenheiten herauszuhalten, ist es üblich, sich auf Familie, Clans und Stämme zu berufen, die entweder parallel mit dem Staat oder in Konkurrenz oder anstelle einer Staatsgewalt die öffentliche Ordnung in einem Gebiet innehat. Dieses Zugehörigkeitsgefühl zu einem Clan und die Erwartung daran, dass dieser seine Angelegenheiten selbst ohne Einmischung des Staates und seiner Organe regelt oder eben gar das Eingreifen einer Staatsgewalt verhindert oder behindert, das ist eine kulturelle Prägung, die viele Neuankömmlinge gerade aus muslimischen Staaten kennen. Das ist aber komplett inkompatibel zu unserer Gesellschaft. Wenn das nicht abgelegt wird, führt das eben dazu, dass (wie z.B. öfter in Berlin) Polizisten, Mitarbeiter des Ordnungsamts oder Rettungskräfte von 80 Leuten eingekesselt werden und gesagt kriegen: "Verpisst euch, das ist unsere Straße!" Oder eben, dass Steuerprüfer oder Gerichtsvollzieher Gebäude nicht mehr betreten, weil ihnen Prügel von Clanmitgliedern angedroht wird. Es ist kein Zufall, dass die organisierte Kriminalität zum größten Teil in den Händen ausländischer Großfamilien liegt. In Berlin sind es größtenteils arabische Clans.
Beispiel 2: Deutsche glauben stark an die Leistungsgesellschaft. Auch das ist in anderen Kulturen anders. Ich hatte das bereits mal erwähnt, aber muslimischen Jungen wird gerne vermittelt, dass sie kleine Prinzen sind und die Welt ihnen was schuldet. Was man bekommt, bekommt man von Allah, wenn man ein guter Moslem ist, nicht von anderen. Zugleich wird gerne auch noch vermittelt, dass Frauen weniger wert sind und man ihnen keine Einmischung in eigene Angelegenheiten überlassen soll (erst recht keinen ungläubigen Frauen), was insgesamt dazu führt, dass die Jungs in der Schule nicht aufpassen und versagen. Berlin ist bekanntermaßen unten im Bundesländervergleich, was die Bildungsqualität angeht. Die Städt läge aber im Mittelfeld, wenn man die türkischen und arabischen männlichen Jugendlichen herausrechnen würde. Die sind es, die Probleme machen, überdurchschnittlich oft die Schule schmeißen oder einfach versagen, weil sie z.B. zu oft schwänzen. Und das ist nicht die Schuld der Schulen, sondern einfach kulturelle Prägung, die inkompatibel mit unseren Werten ist. Und das schlägt sich wiederum darin nieder, dass viele, die in der Schule versagen, später unser soziales Netz belasten oder kriminell werden.
Beispiel 3: Ich hatte es schon mal erwähnt, dass wir in Deutschland (und in Europa generell) an Kants kategorischen Imperativ glauben, volkstümlich ausgedrückt mit "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu." In anderen Ländern ist das anders, da herrscht ein viel größer Egoismus, da wird darauf vertraut, dass man sich erst mal so viel herausnimmt, wie es nur geht, und darauf wartet, bis einem energisch eine Grenze gesetzt wird. Auch das ist inkompatibel miteinander. Wenn hier ein Fremder anfängt, sich Freiheiten herauszunehmen, die andere äußerst negativ beeinträchtigen, so geht man hierzulande dummerweise erst einmal davon aus, dass auch der andere sich an den kategorischen Imperativ halten würde, aber einfach nicht weiß, dass er anderen mit seinem Verhalten schadet. Und deswegen gibt es erst einmal eine sanfte Ermahnung, die aber vom Gegenüber gar nicht ernst genommen wird, weil ihm nicht deutlich gezeigt wird: "Bis hierher und nicht weiter." Einige Flüchtlinge erzählen von kriminellen Asylbewerbern aus ihren Unterkünften, die der Meinung sind, sie hätten ja eigentlich nichts falsch gemacht, weil sie bei ihrer Verhaftung nicht mal von der Polizei verprügelt wurden und dann vor Gericht auch keine Gefängnisstrafe bekommen haben. Dazu kommt eine weitere kulturelle Prägung, die ich ebenfalls schon mal erwähnt habe: Bei uns wirkt jemand eher würdevoll, wenn er sich wenig anmerken lässt. In anderen Kulturen gilt man erst dann als männlich, wenn man offen seine (insbesondere wütenden) Emotionen zeigt, gerne auch übertreibt und besonders stark Dominanz signalisiert. Mit den Methoden, die wir mittlerweile als zielführend ansehen - ruhig zureden, argumentieren, deeskalieren - wirken wir auf diese Leute einfach nur schwach und nicht ihres Respekts würdig, weil wir offenbar nicht mal leidenschaftlich unsere Werte verteidigen. Auch das ist ein Konflikt, der durch unterschiedliche kulturelle Prägungen zustande kommt.
Das sind nicht einfach Befürchtungen, die aus der Luft gegriffen sind. Befürchtungen dieser Art gab es in den 50er Jahren, als der BRD das Gastarbeiterabkommen mit der Türkei von den Türken und den Amerikanern aufgedrängt wurde. Inzwischen sind daraus aber schmerzliche Erfahrungen geworden, die wir in den letzten Jahrzehnten gemacht haben, nicht nur mit einem Teil der türkischen Einwanderer, sondern auch mit libanesischen Bürgerkriegsflüchtlingen, Kosovo-Albanern usw. Und wir wissen jetzt einfach aus der Erfahrung, dass es ein schwerer Fehler war, von den Einwanderern keine Anpassung an die hiesige Kultur zu verlangen.

Es gibt drei Faktoren, mit denen eine Gesellschaft soziale Kontrolle ausübt und dafür sorgt, dass keiner so weit aus der Reihe tanzt, dass die Gesellschaft auseinanderbricht und nicht mehr gemeinsam funktionieren und miteinander arbeiten und leben kann. Das sind a) Gesetze, b) Sitten und Gebräche und c) ein Moralkodex, der in wesentlichen Punkten von allen geteilt wird. Wer sich nicht daran hält, verliert gesellschaftliches Kapital und beschränkt somit sein eigenes Fortkommen. Das wird aber außer Kraft gesetzt, wenn es eine weitere, eine Parallelgesellschaft gibt, und eine Person einfach darauf scheißen kann, ob es ein gesellschaftliches Kapital in der Mehrheitsgesellschaft gibt, solange ihn die Parallelgesellschaft von den negativen Folgen abschirmen kann.

Bei Integration nur darauf zu drängen, dass die Gesetze befolgt werden, ist daher total unzureichend, weil gewisse gesellschaftliche Normen des Zusammenlebens nicht durch Gesetze geregelt sind (und auch nicht geregelt werden sollten) und daher nicht gerichtlich durchsetzbar sind. Es gibt kein Gesetz, welches Schüler verpflichtet, auf ihre Lehrerin zu hören. Aber es wäre besser, wenn sie es tun würden.

Warum brauchen wir eine einheitliche Gesellschaft ohne Parallelgesellschaften? Weil Solidarität nicht in zersplitterten Gesellschaften funktioniert. Und auch das sonstige Zusammenleben wird auf eine harte Probe gestellt. Nehmen wir das eine Beispiel oben: Wie soll man einem Unternehmer auf Dauer begreiflich machen, dass er sich an die Regeln halten soll, während seine Konkurrenz dank des Schutzes der Parallelgesellschaft vor Steuerprüfung und Ordnungsamt freier zum eigenen Vorteil agieren kann? Wie kann man einem Bürger hier klarmachen, dass er gefälligst einen Strafzettel für falsches Parken zu zahlen hat, während sich Politessen in gewisse Straßen gar nicht reinwagen und da die Autos unbehelligt im Halteverbot parken? Derartige Gerechtigkeitslücken sind ein schwerer sozialer Sprengstoff, und auch das belastet eine mögliche Solidarität, insbesondere wenn die Benachteiligung die einheimische Mehrheitsgesellschaft trifft und der Eindruck entsteht, dass Neuankömmlinge privilegiert werden.
Gerade das Bestehen darauf, dass gewisse inkompatible Eigenheiten der heimischen Kultur abgelegt werden, wenn man zu uns kommt, ist somit auch ein wichtiger Schritt hin zu weniger Fremdenfeindlichkeit und mehr Solidarität.
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#43591

Ich wollte damit aufzeigen, wie "illegal" die Bürgerämter arbeiten. Verstößt ja immerhin gegen das Datenschutzgesetz.
Nun ja, wo kein Kläger... ^^
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#43589 Ich bin nicht der Meinung, dass das zwangsläufig rassistisch ist. Kultur ist letztendlich etwas Individuelles - du kannst eine Schweizer Kultur ausmachen, wenn du willst, nur werde ich mich nie damit identifizieren (wollen), obwohl ich hier geboren und aufgewachsen bin, denn das was man allgemein als Schweizer Kultur bezeichnet, geht mir gehörig auf den Sack.
Selbstbestimmungsrecht ist hier auch ein bisschen ein Witz. Erstens kann man das gar nicht festlegen, da jeder Mensch dazu erst mal seine Zugehörigkeit zu einem Volk festlegen müsste, zweitens stellt sich dann die Frage, wie man das praktisch umsetzen wollte (In Irland zum Beispiel sehen katholische und protestantische Gebiete völlig anders aus, je nach dem, auf welcher Ebene man misst - eigentlich mehrheitlich protestantische Counties haben da an der Grenze oft stark katholische Gebiete, die dann auf der "falschen" Seite stehen) und drittens kannst du mal die Katalanen, Basken oder Kurden fragen, wie viel von diesem Selbstbestimmungsrecht in Realität vorhanden ist.
Nationale Kulturen existieren höchstens, WEIL sie in einem Staat vereint wurden. So wäre es vor der frz. Revolution lächerlich gewesen, von einer französischen Kultur zu sprechen. Aber heute kann man das wohl durchaus, weil die Franzosen - gerade auch oft mit Druck von oben - eine Kultur geformt haben. Ist der Bayer denn immer noch näher am Norddeutschen, wenn der Vergleichswert der Österreicher ist, oder für den Norddeutschen der Niederländer oder Däne? Dasselbe gilt für China - was wir als chinesische Kultur sehen, ist die Kultur eines bestimmten Teils von China. In der Inneren Mongolei, Tibet oder Xinjiang sieht das anders aus. In Peking sieht es anders aus als in Shanghai.
Nationen sind politische Einheiten; Kulturen sind, naja, kulturelle Einheiten. Gibt ja auch genügend Nationen, die sich nicht über eine Kultur zu definieren versuchen, das ist vor allem ein Zeichen des deutschen Nationalismus.
Als Schweizer kann ich dir sagen, dass wir uns vielleicht als "Teil des deutschen Kulturraums" einordnen können, oder zumindest Teil des deutschen Sprachraums, aber deshalb keineswegs der Meinung wären, wir seien Deutsche. Es existieren gemeinsame kulturelle Werte in Deutschland (wobei ich mir nicht sicher wäre, ob diese auch spezifisch deutsch sind), aber daher gibt es noch keine einzelne deutsche Kultur.
Das ist aber egal, ob du dich damit identifizierst oder nicht, jeder ist durch seine Erziehung und das Aufwachsen in einer Kultur geprägt, das kann sich keiner aussuchen. Und da du nun mal in der Schweiz geboren bist, ist das definitionsgemäß Schweizer Kultur. Und wenn ich mir anschaue, dass selbst Schweizer, die nach Deutschland auswandern, dann auf Youtube Videos machen, was im Wesen der Deutschen doch anders ist als daheim, wird's wohl definitiv Unterschiede geben. Es ist aber definitiv eine Kultur da, die als Klammer existiert, und natürlich beeinflussen nationale Grenzen auch die Ausbreitung bzw. Nichtausbreitung einer Kultur. (Hab ich in der letzten Antwort ja schon erklärt.) Und deswegen ist auch das mit der Selbstbestimmung so wichtig: Wenn man behauptet, es wäre gar keine Kultur da, dann heißt das quasi: "Da kann eine fremde Kultur ja nicht stören." Und das finde ich extrem gefährlich.

Dieses ganze Auseinanderklamüsern, wie nahe jetzt der Bayer mit dem Österreicher oder dem Norddeutschen in der Kultur steht oder Ostchina und Westchina, das ist doch auch eine komplett überflüssige Diskussion, denn die Anpassung an die hier herrschende Kultur soll doch das Problem adressieren, dass Leute aus anderen Kulturen mit inkompatiblen Ansichten, Bräuchen und Werten hierherkommen und deswegen das gesellschaftliche Zusammenleben strapaziert wird. Da diese Inkompatibilitäten eher weniger zwischen Franzosen und Deutschen vorkommen oder Polen und Deutschen oder eben Schweizern und Deutschen, ist das eine komplett irrelevante Frage, wie genau man die Kulturen zwischen Nachbarländern abgrenzen kann. (Ich erläutere diese Inkompatibilitäten noch in einer späteren Antwort.) Ironischerweise werden auch z.B. Japaner weniger Schwierigkeiten haben, obwohl sie aus einer sehr anderen Kultur kommen, aber die ist in den fraglichen Kernbereichen, die tatsächlich gesellschaftlichen Sprengstoff bieten könnten, unserer deutlich ähnlicher als z.B. die in der ländlichen Türkei oder die Kulturen des arabischen Raums. Es geht ja bei der Forderung um Anpassung nicht um dumpfen Chauvinismus, sondern um das Verhindern von Fehlentwicklungen, die dem Gesellschaftsgefüge im Ganzen schaden.
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#43588
Jetzt wo du es sagst. Oh Gott all diese politisch Korrekten im Netz haben meine Wahrnehmung, was ernst ist und was nicht, fast völlig ruiniert wie es aussieht.
Ist ja auch echt schwer zu unterscheiden mittlerweile. X_x
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#43587
Soso, du guckst dir also auch lange Videos bis zum Schluss an. Was hälst du von dem Video:
https://m.youtube.com/watch?v=wbWOVfY-rxU

Bitte bis zu Ende gucken :p
schuettel.gif
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#43579
Der Staat darf gar nicht an die 'GEZ', die es ja gar nicht mehr gibt petzen. Man verschweigt einen beim Umzug, also der Ummeldung nämlich das Datenschutzblatt. Ist mir bei meiner letzten Ummeldung aufgefallen. Da steht nämlich auf dem ersten Blatt, wie viele Seiten das sind. Und die Datenschutzseite fehlt immer. Die waren auch nicht sehr begeistert, das ich das haben wollte, weil das gar nicht ausgedruckt wird. Also vom vornherein schon manipuliert. Hat ne halbe Stunde gedauert, bis die das gefunden haben. War mir die Zeit Wert auch wenn ich glaube, das die das danach einfach weggeschmissen haben.
Was nützt das dann? Ich meine, ich hab das Formular anschließend noch nie mit nach Hause nehmen dürfen, und ob ich da ein Datenschutzblatt dabei hatte oder nicht, war dann ja auch egal. kratz.gif
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Du überschätzt "Den Staat" glaub ich ein bisschen. Die meisten Deutschen Behörden sind noch zu fast 100% Totbaum geführt. Da wandert nichts von einer Hand in die Andere ohne dass Formulare ausgefüllt, Anträge angenommen und Fristen eingehalten werden mussten. Dass hierzulande Tausende Ausländer Sozialleistungen aus mehreren Städten und Kommunen gleichzeitig beziehen ist absolut kein Zufall und repräsentiert auf beeindruckende Art und Weise den Zustand sehr vieler Behörden.
Ich überschätze den Staat überhaupt nicht. Dass das alles auf Formularen, Fristen, Anträgen etc. basiert, entkräftet doch nicht den grundlegenden Gedanken, dass sie es können. Ob sie es machen, ist doch ne ganz andere Frage.
Ich weiß aber auf jeden Fall, dass gewisse Daten automatisch weitergegeben werden - sonst wäre ich ja jetzt nicht IHK-Mitglied.
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#43585 Warum sollten die Sätze - unabhängig von der genannten Nationalität - rassistisch sein? Dass eine Nation keiner kulturellen Grenze folgt, ist grundsätzlich mal ein zu beobachtender Fakt. Innerhalb eines Nationalstaats haben sich durchaus kulturelle Eigenheiten gebildet, aber inwiefern man eine spezifische Kultur eines Landes herausbilden will, ist mir schleierhaft. Kultur ist üblicherweise sehr viel feingliedriger als ein Nationalstaat, gerade bei so grossen Gebilden wie Deutschland.
Es ist rassistisch, einem Volk die eigene Kultur abzusprechen und seine Identität zu verleugnen, zumal man damit ja die verbindende Klammer negiert und ihnen, wenn man das weiter denkt, ihr Selbstbestimmungsrecht infrage stellt. Schließlich können sie ja keine Selbstbestimmung haben, wenn dieses Selbst gar nicht existiert.
Eine Nation hat nun mal dann doch eine gewisse Rückkopplung, was die kulturelle Identität angeht, schon aufgrund der größeren Mobilität der Bevölkerung innerhalb eines Landes und der zumeist verbindenden Sprache, die einen Austausch von Ideen, Gebräuchen und Traditionen erlaubt. Natürlich unterscheiden sich Norddeutsche kulturell auch etwas von den Bayern, aber man wird trotzdem feststellen, dass sie beide kulturell deutlich mehr miteinander verbindet als mit Spanien, welches in sich ja auch nicht homogen ist (gerade mit den Katalanen und den Basken), aber dennoch insgesamt eine distinkte Kultur hervorgebracht hat, die man in der Welt auch als "spanisch" erkennt. Gleiches mit der chinesischen Kultur, obwohl China ein Vielvölkerstaat ist.
Natürlich kann man Kultur immer weiter zerfasern, bis man irgendwann bei Familientraditionen angelangt ist. Auf der anderen Seite kann man es immer weiter fassen und z.B. eine europäische Kultur sehen. Aber das sind halt Hierarchien, und die Ebene, die ungefähr den Nationen entspricht, kann man nicht einfach für nicht existent erklären, ohne berechtigterweise Protest von denen zu erwarten, denen diese Ebene wichtig ist. Es ist klar, dass es in einigen Fällen über Grenzen hinausgeht: Jeder weiß, dass Österreich und große Teile der Schweiz zum deutschen Kulturraum gehören, aber um das in der Grenzziehung zu korrigieren, ist schon ein sehr starker Führer nötig. biggrin.gif
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#43586
Virtue Signalling much?
Das Schlimmste sind solche Gutmenschen wie du, die mit ihrer trendigen Weltanschauung die ganze Welt ruinieren (was den nahen Osten miteinschliesst).
Stimmst du da zu, Klopfer?
Die Frage dürfte ironisch gemeint gewesen sein.
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Kennst du das "Lösch dich!"-Format von Dorian und Imp schon? Hier mal direkt ein Link:
https://www.youtube.com/watch?v=B6wV9Oj1RpY
Wie findest du es? Gut gemacht, unterhaltsam? Kanntest du Andre Teilzeit bereits?
Kannte ich bisher nicht, aber ich fand's gut gemacht, auch wenn ich am Anfang wegen der Laufzeit etwas schlucken musste. ^^
Andre Teilzeit sagte mir auch gar nichts. Scheint ja so was wie der deutsche Steve Shives zu sein, nur in schwul. Aber warum hat der Idiot so viele Twitter-Follower? huh.gif
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Das schlimmste an solchen Anschlägen ist es ja, dass es viele zum Anlass nehmen, islamophob zu sein. Stimmst du da zu? kratz.gif
Nee, das Schlimmste sind die toten Kinder und Jugendlichen.
Am nervigsten hingegen sind diejenigen, deren erster Reflex ist, die Religion zu verteidigen, die in den letzten Jahrzehnten weit über 90% der religiös motiverten Terroranschläge inspiriert hat, und gleich mal gegen alle Kritik zu immunisieren.
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Was hältst du von der Behauptung der Integrationsministerin Özoguz von vor ein paar Tagen, dass eine "spezifisch deutsche Kultur, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar" sei?
"Eine spezifisch polnische Kultur, jenseits der Sprache, ist schlicht nicht identifizierbar."
"Eine spezifisch türkische Kultur, jenseits der Sprache, ist schlicht nicht identifizierbar."
"Eine spezifisch namibische Kultur ist schlicht nicht identifizierbar."

Wow, wenn man "deutsch" ersetzt, klingen die resultierenden Sätze ganz schön rassistisch. biggrin.gif Das sollte schon einen Hinweis darauf geben, wie beknackt der Satz auch ist, wenn man ihn über deutsche Kultur ablässt. Die Frau ist so eine geistige Fehlzündung, aber das kennen wir ja auch schon von Sawsan "Scharia ist voll super" Chebli, dass man da trotz akuter Unfähigkeit durchgeschleift wird wegen Diversität.

#43575 bezog sich übrigens auch auf das Zitat.
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Was hältst Du eigentlich vom Kreuz auf der Kuppel des Berliner Stadtschlosses?
Wenn man das Schloss schon originalgetreu aufbauen will (was ich befürworte; ich mag auch nicht die "moderne Fassade" auf der einen Seite), dann kann man meinetwegen auch wieder ein Kreuz auf die Kuppel setzen. Alternativ könnte ich mir auch einen preußischen Adler vorstellen, aber da würden die Linken und die Grünen auch meckern. Ganz ohne was auf der Kuppel wäre aber auch doof, dann fehlt was.
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Hast du Urlaubspläne für heuer?
Leider nicht. sad.gif
Ich hab in den ersten vier Monaten des Jahres so wenig eingenommen, dass ich da in meine Ersparnisse reingehen musste. Jetzt geht's zwar wieder langsam bergauf, aber ich fühl mich nicht wohl bei dem Gedanken, einen Urlaub zu planen, wenn ich meinen Notgroschen nicht wieder aufgefüllt hab, zumal ich - wenn ich schon Urlaub mache - den gerne dort machen würde, wo es anders ist als hier und ich auch andere Eindrücke krieg. Da fallen dann die meisten Urlaubsziele in der Nähe weg.
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Was hältst du von der Sendung "Die Höhe der Löwen" auf VOX und den Artikeln dieser Sendung, die auf Channel21 verkauft werden?
Ich finde die Sendung an sich ganz amüsant und man kriegt einen netten Einblick darin, wie Unternehmer denken, was in einigen Dingen recht rational, in anderen Dingen aber auch manchmal sehr irrational ist. Ich hab mir auch einige Folgen der britischen Version "Dragon's Den" und der amerikanischen Version "Shark Tank" angeguckt.
Was die Produkte angeht, die es dann tatsächlich schaffen, bin ich aber regelmäßig enttäuscht. Das ist wirklich oft nur so Geraffel für den Teleshop oder Kramläden wie T€Di.
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yay, bald wieder Studiengebühren in NRW!
Deine Meinung zu dem Thema?
Studiengebühren sind Stuss. Die Investition in gut ausgebildete Menschen sollte eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein, zumal Studiengebühren ja oft nicht mal den Hochschulen selbst zugutekommen.
Vielleicht sollte man bei den Hochschulen besser mal schauen, welche Studiengänge (Gender Studies *hust*) man abschaffen könnte, um Geld zu sparen.
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Fragst du dich manchmal was passiert wäre, wenn die Seite nie so abgehoben hätte?
Ich denk häufiger drüber nach. Ich glaube, ich wäre sehr viel unglücklicher, weil ich irgendwann vermutlich aufgehört hätte, Dinge zu schreiben, wenn sie doch keiner liest. Kann natürlich auch sein, dass ich dann wohlhabender wäre, weil ich dann einen normalen Beruf ergriffen hätte, anstatt mich komplett selbstständig zu machen. 154218d4.gif
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Was hältst du davon, insbesondere dem Punkt in Bezug auf die Passbilder?
http://m.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/elektronischer-personalausweis-eid-bundestag-erlaubt-zugriff-auf-ausweis-fotos-a-1148394.html

Mir ist das irgendwie unwohl, wenn jetzt alle möglichen Behörden Zugriff auf mein Passbild (und andere Daten?) bekommen.
Vielleicht liegt das daran, dass ich die ersten Jahre in der DDR aufgewachsen bin, aber ich find eher den Gedanken irritierend, dass die Bevölkerung tatsächlich erwartet, dass die Behörden komplett getrennt voneinander sind. kratz.gif Für mich ist das erst mal "der Staat", und wenn "der Staat" mein Passbild kriegt, weil ich das für meinen Ausweis einreichen musste, dann geh ich automatisch davon aus, dass "der Staat" mein Passbild hat und bei Bedarf drauf zugreifen wird.
Schließlich petzt "der Staat" meine Adresse auch an die GEZ, wenn ich meinen Wohnsitz "beim Staat" (bzw. Bürgeramt) angemeldet hab, und wenn ich beim Ordnungsamt (also "beim Staat") ein Gewerbe anmelde, petzt "der Staat" das nicht nur an die örtliche IHK, sondern auch ans Finanzamt ("den Staat"), damit der mir wegen Gewerbesteuer auf die Nüsse gehen kann. Und wenn jemand bei der Kfz-Zulassungsstelle ("beim Staat") ein Auto anmeldet, kann die Polizei ("der Staat") über eine einfache Anfrage über das Nummernschild "beim Staat" herausfinden, wer der Halter des Fahrzeugs ist. Und die Polizei ("der Staat") kann ebenfalls auf die bei den Einwohnermeldeämtern registrierten Adressen zugreifen. Warum soll mir dann jetzt auf einmal unwohl sein, wenn irgendein weiteres Datum von irgendeiner weiteren Behörde abgerufen werden kann? Same shit, bigger pile.
Kurz gesagt: Mich erstaunt eher, dass die Sicherheitsbehörden das vorher nicht durften.
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https://9gag.com/gag/arbEjZ0

So kann man die EU als Ganzes ärgern und die deutschen im speziellen.
Die Deutschen UND die Briten, denk ich mal. biggrin.gif
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https://www.derwesten.de/staedte/muelheim/peinliche-panne-spd-wirbt-in-nrw-mit-rechtschreibfehler-fuer-mehr-bildung-id210484947.html

Bwahahahahahhahahahhahahahhaha, das sagt doch eigentlich alles darüber aus, wie kompetent die SPD bzgl. Bildung ist, oder?
Ist auf jeden Fall extrem peinlich, aber soweit ich mitbekommen hab, war die Bildungspolitik in NRW ja wirklich eine mittlere Katastrophe. Ich weiß nur nicht, ob das nun an den Sozis oder an den Grünen lag. 154218d4.gif
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Was hältst du hiervon?
Versteh ich total.
(Das hatte ich übrigens dort schon gepostet, bevor du die Frage hier gestellt hast. wink.gif )
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Was verstehst du, im Sinne der momentanen Leitkultur-Debatte, unter deutscher Kultur, die es ja laut ausgewiesenen Experten im deutsch-sein wie Aydan Özoguz ("Eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.") scheinbar gar nicht gibt/geben darf?
Ich hatte schon mal gesagt, dass sich die Frage SO gar nicht beantworten lässt. Eine Kultur existiert nicht im Vakuum. Man kann zwar gewisse Grundbestandteile benennen, aber erst im Vergleich mit anderen Kulturen kristallisieren sich viele Merkmale heraus, die zwar für sich genommen auch in vielen anderen Kulturen auftreten, aber im Zusammenspiel dann eben doch eine recht spezielle Kombination ergeben, die spezifisch für diese Kultur ist, wie ein Fingerabdruck.
Man kann im Groben sagen, dass in der deutschen Kultur z.B. Kants kategorischer Imperativ durchaus tief verankert ist. Das für sich ist nicht speziell deutsch. Das bdeutet aber trotzdem, dass sich Leute aus anderen Kulturen an uns anpassen müssen (nicht unbedingt aus Frankreich oder Schweden, aber eben eher aus Afghanistan oder Marokko), wenn in deren Kulturen eher verbreitet ist, dass man versucht, sich gegenseitig zu übervorteilen, bis eine Seite klar sagt: JETZT REICHT'S, HÖR AUF ODER ES GIBT WAS AUF DIE FRESSE!
In Deutschland ist auch der Umgang mit Angriffen auf die persönliche Ehre anders als in z.B. mediterranen Kulturen. Erstens sehen wir in Deutschland das weniger als Angriff auf die ganze Familie, zweitens gilt es bei uns (wie auch in England oder in den nordeuropäischen Ländern) eher als uncool, jähzornig zu werden. Bewundert wird derjenige, der einen kühlen Kopf bewahrt und sich nicht anmerken lässt, ob und wie tief er getroffen ist. In den besagten anderen Kulturen gilt man als Schwächling, wenn man nicht sofort die Keule rausholt und dem Schmähenden damit droht, ihm und seiner Familie die Scheiße rauszuprügeln. In der Hinsicht sind uns ostasiatische Kulturen etwas ähnlicher als geografisch näher liegende.
Ein weiterer Punkt ist etwa, dass die deutsche Kultur sehr stark an das Prinzip "Wenn du was haben willst, musst du etwas dafür tun" glaubt. Uns wird schon mit Märchen wie vom Schlaraffenland eingebläut, dass Müßiggang nicht gut ist und man sich Dinge verdienen muss. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Es ist der Glaube an die Verantwortung für das eigene Schicksal. Auch das ist in vielen anderen Kulturen anders. In Indien z.B. ist durch das Kastenwesen der Glaube viel verbreiteter, dass das Schicksal von oben vorherbestimmt ist und durch die Geburt bereits festgelegt wurde. Wer arm ist, ist halt dazu vorherbestimmt, arm zu sein, deswegen arrangiert er sich viel leichter damit. Viele männliche türkische und arabische Jugendliche hierzulande sind der Meinung, sie wären unterdrückte Opfer der Ungläubigen und die Gesellschaft würde ihnen diesen Wohlstand schulden, den sie bei anderen sehen. (Dieser Opfergedanke ist gerade in islamisch-patriarchalischen Kulturen sehr verbreitet.)
Das sind nur drei Beispiele, in denen sich die deutsche Kultur von anderen unterscheiden kann. Natürlich sind das keine hinreichenden Merkmale, um die deutsche Kultur zu definieren, denn viele andere Kulturen haben diese Merkmale auch. Aber dennoch sind dies einige Punkte, in denen Neuankömmlinge sich (unter anderem) anpassen müssen, wenn sie es aus ihrer eigenen Kultur anders kennen.
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Was denkst du eigentlich zu dem Thema Xavier Naidoo und seinem neuen Song? Ist es wirklich so dramatisch oder ist es einfach nur schlecht gemachte Kritik am System?
Ich hab auf Youtube grade ein Video gesehen (https://www.youtube.com/watch?v=kSQx9eMmHHA), in dem es um Naidoo und die Presse ging, in einem Artikel wurde wohl ziemlich unreflektiert zu dem Thema geschrieben. In den Kommentaren gehts jetzt natürlich rund, ein Haufen Naidoo-Fans lässt sich darüber aus, dass man den Kanal ja nicht mehr abonnieren kann, wenn die sich so linksversifft geben...
Ich hab das Lied nicht angehört und nur den Text gelesen (weil ich von Liedern Xavier "Jammerlappen" Naidoo generell die Krätze krieg), aber ich wundere mich auch ein bisschen darüber, dass man da jetzt so einen Aufriss macht.
Ich hab keinen Zweifel darüber, dass der Mann nach rechts tendiert, wenn er bei Reichsbürgern auftritt und im Text ernsthaft diese Pizzagate-Sache erwähnt, und das entbehrt zwar nicht einer gewissen Ironie, aber das ist für sich ja noch kein Verbrechen.
Im Prinzip ist das Lied ein lahmes Produkt der "Wake up, Sheeple!"-Bewegung, und ich wundere mich ein bisschen, wie sicher sich einige Kommentatoren sind, dass mit den Puppenspielern unbedingt die Juden gemeint wären. Aus dem Lied geht das ja gar nicht hervor (es sei denn, da laufen im Musikvideo dauernd Rabbis durchs Bild; ich hab es nicht gesehen, daher weiß ich es nicht).
Sollte man vll. mal als Dialog durchspielen:
A: "Der meint mit 'Puppenspieler' die Juden!"
B: "Woher weißt du, wen er damit konkret meint, das steht doch gar nicht im Text?"
A: "Na wer sind denn sonst die Drahtzieher in der Welt?!"
B: "Äh... Bist du sicher, dass ER der Antisemit ist?"

Ansonsten ist das Lied eben Ausdruck einer Unzufriedenheit mit Politikern, die nicht die Interessen des Volkes vertreten, und da fehlt mir irgendwie die Einsicht, dass das etwas spezifisch Rechtes oder auch nur Radikales wäre, zumal ja oppositionelle Politiker den Mitgliedern der Regierungskoalition auch dauernd vorwerfen, Klientelpolitik zu betreiben und das Volk zu verscheißern.
Einen gewalttätigen Unterton kann man nicht abstreiten, aber schön verpackt in Metaphern. Das ist aber auch nichts spezifisch Rechtsradikales; der Gedanke an die Revolution gegen das Schweinesystem gibt auch heute noch allerlei Ganzlinken eine Erektion. Wie ernst man so was nehmen muss, ist dann allerdings auch ne andere Frage.
Vom Text her mag ich das Lied nicht und find den Texter doof, aber ich seh darin jetzt auch keine eindeutig rechtsradikale Propaganda, die verboten werden müsste.
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Heyho lieber Herrscher über alles erdliche Leben,
Wie stehst du eigentlich zur Debatte, ob eine Frau zum neuen Doctor in Doctor Who wird?
MfG TrashTalker_sXe
Ich bin da sehr skeptisch. Es macht auf mich eher den Eindruck, dass man das fordert, um zu signalisieren, wie fortschrittlich man ist, und nicht etwa, weil es so gut zu dem Charakter passen würde.
Doctor Who hat derzeit eh ein Problem, was die Qualität der Drehbücher und der Charakterisierungen angeht.
Selbst mit neuem Showrunner hab ich ein paar Bedenken, ob sie es schaffen würden, einen weiblichen Doctor so zu schreiben, dass der Charakter nicht in irgendwelchen Klischees versinken würde.
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Was würdest du von der wiederbewaffnung des Volkes halten? Also die Lockerung der Waffengesetze wie in den USA.
Nicht so viel.
Es sollte schon wie in Deutschland ein paar Voraussetzungen geben, damit man eine Waffe führen darf. Dass in den USA die NRA sogar dagegen protestiert, dass man das Recht auf Waffenbesitz für Geisteskranke einschränken will, ist da einfach absurd.
Ich denke, viele Schussverletzungen in den USA kommen auch einfach durch Unfälle und erhitzte Gemüter und wären leicht zu vermeiden, wenn eben nicht jeder Hinz und Kunz einfach so eine Wumme schussbereit in Griffweite hätte.
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Wieviele Geschlechter gibt es?
3.
Männlich, weiblich, Apache-Kampfhubschrauber.
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#43568
Was heißt denn hier Schreck?!? Die Löhrmann war das Schreckgespenst schlechthin und die ist nun weg smile.gif
Ich mein doch den Schrecken bei den Grünen.
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Warum kann ich im Forum meinen YouTube Channel nicht eingeben? Ich bin da nicht als USER sondern als CHANNEL angelegt. Vorgeben ist aber anscheinend USER, weshalb das nicht funktioniert. Vielleicht, wenn Du mal Zeit und Lust hast, kannst Du ja eine Auswahlmöglichkeit dafür anbieten? Im Voraus schon mal vielen Dank!
Ich hab grad mal ein zusätzliches Feld dafür angelegt, hoffentlich klappt's jetzt. smile.gif
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Verfolgst du die Landtagswahl in NRW, obwohl es nicht dein Bundesland ist? Ich war auch nicht wahlberechtigt, aber die langen Gesichter der Grünen sind es wert, mal den TV anzuschalten. biggrin.gif
Üblicherweise schon. Ich hab mich allerdings am Nachmittag für ein Nickerchen hingelegt und bin erst nach 21 Uhr wieder aufgewacht, also hab ich den ersten Schrecken schon verpasst. biggrin.gif
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Ich habe das Gefühl, in den letzten beiden Jahren auf der Videoseite Youtube in einer Feedbackschleife gehalten zu werden und nur noch Vorschläge zu Videos von Kanälen zu bekommen, die ich ohnehin ansehe (und zum Großteil auch schon gesehen habe). Selbst wenn ich dran denke, mal wieder die Cookies rauszuwerfen, habe ich nach einer halben Woche wieder das selbe Elend vor mir.

Mal davon abgesehen, daß es mir die Lust auf die Seite raubt, und nächtelange Entdeckungsreisen von einem Video zum nächsten wie früher heute nur noch im Kreisverkehr möglich wären; was genau versprechen sich die Entwickler dieser und vergleichbarer Seiten davon, das in dieser Form einzurichten?
Das ist gar nicht bewusst so gewollt.
Die Seiten wollen natürlich, dass du dir möglichst viele Videos (und die Werbung dazu) anguckst. Um das zu schaffen, wollen sie dir Sachen empfehlen, die du vermutlich mögen würdest. Was würdest du mögen? Vermutlich so was ähnliches wie das, was du dir eh schon anguckst. (Für andere Interessen haben die Seiten ja keine Anhaltspunkte.) Also werden dir Videos und Kanäle angeboten, die so ähnlich sind; oder genauer: Videos und Kanäle, die von vielen anderen Leuten angeguckt, bewertet oder abonniert wurden, die auch die Videos und Kanäle angeguckt, bewertet oder abonniert haben, die du selbst geguckt/abonniert hast. Da sind die Chancen natürlich groß, dass du die schon kennst, weil die dir halt immer angezeigt werden. Für neue oder unbekanntere Kanäle wiederum gibt's nicht genug Daten, die sie mit deinen Sehgewohnheiten ausreichend verbinden würden, deswegen werden die dir nicht empfohlen.
Dass das durchaus ein Problem ist, weiß auch Youtube, deswegen ändern sie immer mal wieder die Empfehlungsalgorithmen, gerade auch um Newcomern eine bessere Sichtbarkeit zu gewähren, sobald deren Videos eine gewisse Anzahl von Views überschritten haben. Das führt dann wiederum oft zu Gejammer bei größeren Youtube-Kanälen, die feststellen, dass ihre Videos nicht mehr ganz so häufig empfohlen und somit angeklickt werden.

Falls du eine tolle Idee hast, wie das Dilemma beseitigt werden könnte, würde ich sie gern lesen... und dann an Google verkaufen. 07baa27a.gif

(Auf Klopfers Web sind die Empfehlungen für ältere Texte etc. zufällig ausgewählt. Ich könnte natürlich auch versuchen, die bisherigen Favoriten zu analysieren und daraus Empfehlungen abzuleiten, die treffender wären, aber das ist mir erstens zu anstrengend und zweitens wird diese Favoritenfunktion außer bei LmD nicht sehr ausgiebig benutzt.)
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#43555
Man kann schon ein bisschen was tun. Den eigenen Binnenmarkt stärken kann ausgleichend bis stabilisierend wirken. Es bleibt dann mehr Geld im eigenen Land, es muss nicht mehr so viel importiert werden. Das macht einen etwas robuster gegenüber Kursschwankungen der eigenen Währung.
Ja, man holt damit erstmal keine Devisen ins Land, man verhindert aber vielleicht, dass welche Abwandern. Es ist kein Allheilmittel, aber eine ergänzende Möglichkeit. Man kann Einnahmen erhöhen oder Ausgaben verringern, im Idealfall macht man beides.
Man schafft so auch eine Reihe von Jobs, die im ersten Schritt stabil bleiben, auch wenn Exporte zurückgehen.

Im zweiten Schritt muss man einen Export aufbauen, der vielfältiger ist als nur einen Rohstoff zu beeinhalten. Hat man eie gute Binnennachfrage generiert, könnte man schauen, welche der eigenen Produkte in Nachbarländern (mit einer ähnlichen Alltagskultur) gut gehen könnten und gezielt den Export dieser Produkte anstoßen.

Im dritten Schritt Lokale Eigenheiten zur Marke machen. In praktisch allen menschlichen Kulturen gibt es Köche, Schreiner und Töpfer, die sich also um Essen, Aufbewahrung und Möbel kümmern. Über die Jahrhunderte haben sich vielleicht kulturelle Eigenheiten herausgebildet, die man exportieren kann. Gerichte, Vasen, Möbelstücke. Vorteile herausstellen, warum macht die Kultur das so und so und dann in den Export gehen.

Im vierten Schritt baut man die kulturellen Besonderheiten zu Tourismusfaktoren aus. Tourimus ist kein gutes Standbein, zu sehr schwankt der, ist stimmungsabhängig, eine Bombe am falschen Ort und alles geht den Bach runter... aber er ist ein gutes Zuverdienst und Touristen verbreiten die Verwendung heimischer Zutaten, Gerichte und andere Errungenschaften in ihren Heimatländern, das wiederum kann sich positiv auf den Export auswirken.
Das mit der Binnennachfrage ist zwar an sich richtig, gilt aber auch bloß, wenn die Binnennachfrage eben auch zu einem beträchtlichen Teil durch heimische Erzeugnisse gedeckt werden kann. Das zwar ja z.B. auch ein Problem in der DDR: Die Binnennachfrage war riesig und konnte kaum gedeckt werden, aber das beinhaltete zum Beispiel auch Kaffee und Kakao, für deren Import dann auch wieder Devisen notwendig waren, und um die zu erwirtschaften, mussten Waren exportiert werden. (Das sorgte dann dafür, dass die DDR den Anbau von Kaffee in Vietnam sponserte, um den dann später billiger importieren zu können. weil sie das nicht in Dollar hätten bezahlen müssen. Bevor das jedoch Früchte trug, ist die DDR untergegangen; Vietnam allerdings ist durch diese Investition der zweitgrößte Kaffee-Exporteur der Welt geworden.)

Das mit den lokalen Eigenheiten zur Marke machen - das funktioniert eben auch nur sehr sehr begrenzt. Bei Champagner geht's, weil da ein über Jahrhunderte gepflegtes Image hinter dem Namen selbst steht, aber schon bei Gerichten hast du meistens Pech, weil die Leute dann doch meistens schon zufrieden sind, wenn sie das kriegen, was wie das Original aussieht und schmeckt, auch wenn es nicht so heißt: Kein China-Restaurant in Deutschland bezahlt China irgendetwas, um Peking-Ente zuzubereiten. Gleiches natürlich mit Vasen und Möbelstücken. Ich glaube, selbst italienische Restaurants in Europa bestellen sich ihre Einrichtung im italienischen Stil in China. Ich sehe da ehrlich gesagt auch für Venezuela keine großen Chancen, irgendwelche lokalen Eigenheiten zu einem großen Exportschlager zu machen, außer eben vll. durch Export der Rohstoffe.

Tourismus ist für Venezuela immer wichtiger, aber das ist eben auch gerade bei instabilen politischen Verhältnissen sehr wackelig. Insofern ist das natürlich etwas, was man gerade in einer Krise nicht wirklich aufbauen kann.
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Was hältst du von der Leitkultur-Diskussion? Ist "deutsche Leitkultur" nicht einfach "am deutschen Wesen soll die Welt genesen"?
Nein, das ist ne blödsinnige Unterstellung, zumal das ja um das Leben hier in Deutschland geht. Keiner will einem Bolivianer in Bolivien die deutsche Kultur aufdrängen.
Jeder Expat erzählt einem freimütig davon, dass in seinem neuen Land eine ganze Lebenskultur als daheim herrscht und man erst mal einen Kulturschock überwinden muss, aber sich dann anpasst, um sich zu integrieren. Und keiner keucht dann entsetzt: "Oh Gott, der/die hat gesagt, dass es da anders ist als bei uns! NAZISCHWEIN!"
Natürlich haben wir andere Lebenseinstellungen als in anderen Ländern. Das ist doch normal, und es ist auch normal, dass man da eine gewisse Anpassung von Neuankömmlingen erwartet. Zu glauben, dass es für Integration reichen würde, einfach einen Job zu haben und für seinen Lebensunterhalt sorgen zu können, das hat doch schon bei den türkischen Gastarbeitern nicht geklappt. Man kann niemanden integrieren, wenn man leugnet, dass es ein Integrationsziel gibt.
Das heißt ja nun auch nicht, dass man jede Eigenheit aus seinem Heimatland ablegen muss. In den USA sind jede Menge Menschen immer noch stolz auf ihre Abstammung aus Deutschland, Italien, Polen, Japan und so weiter, fühlen sich aber gleichzeitig als Amerikaner und identifizieren sich mit den Werten und der Lebensart, die in ihrer Region bestimmend sind. Man mag darüber streiten, ob die USA eher ein Schmelztiegel oder doch eher eine Salatschüssel sind (das war mal Thema in meinem Englisch-LK XD), aber es ist dort ganz selbstverständlich: Wenn man dauerhaft in den USA leben will, muss man sich auf die Kultur dort einlassen, insbesondere, wenn man dann auch noch Bürger werden will. In anderen Ländern ist es genauso. Das finde ich normal, und ich krieg die Krätze, wenn hier so ein Fass aufgemacht wird, obwohl gerade mit dem Verleugnen von so etwas wie einer eigenen deutschen Identität und Lebensart Integration behindert wird.
Und wir brauchen eine gemeinsame Identität und eine gemeinsame Verbundenheit, weil wir uns nun mal als eine Gemeinschaft fühlen müssen, wenn wir wollen, dass wir weiterhin solidarisch füreinander sorgen können. Ein Sozialstaat, wie wir ihn haben, ist schlicht und einfach nicht denkbar, wenn die Bevölkerung aus zu vielen Gruppen besteht, die nichts verbindet, denn keine Gruppe lässt sich dann davon überzeugen, dass sie für die andere Gruppe solidarisch einstehen sollte. Die Anfänge sehen wir doch auch schon, wenn Leute murren, dass andere Gruppen (etwa Migranten) vom Staat z.B. bei der Wohnungssuche mehr unterstützt werden würden, als es die einheimischen Bedürftigen werden. Das klingt zwar nicht so schön utopisch, wie sich das viele Sozialdemokraten, Linke und Grüne vorstellen, dass doch alle Menschen im Prinzip alle gleich wären und jeder total bereit wäre, für einen Fremden dasselbe zu tun wie für ein Mitglied der eigenen Gruppe, aber das ist nun mal illusorisch. Man muss ja auch mit den Menschen arbeiten, die man hat, nicht mit denen, die man gerne hätte (zumal viele der gleichen Sozis, Linken und Grünen ja auch ein ausgeprägtes Gruppendenken haben).
Ich find's auch bescheuert, wenn sich Leute (wie der Lindner von der FDP) hinstellen und erzählen, unsere Leitkultur wäre das Grundgesetz. Ehrlich? Ist es tatsächlich unsere Leitkultur, dass ein Gemeinsamer Ausschuss von Bundestag und Bundesrat zu zwei Dritteln aus Bundestagsabgeordneten und einem Drittel aus Bundesratsabgeordneten besteht? Das Grundgesetz hat am Anfang zwar ein paar Grundrechte aufgelistet (nebst Kleingedrucktem), aber ist ansonsten doch nur eine Bedienungsanleitung für die Organisation unseres Staates. Das klingt zwar groß, wenn man erzählt, dass das Grundgesetz die Essenz unserer Kultur wäre, aber bei näherem Hingucken ist das eine Plattitüde ohne viel Substanz.
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Dein Urteil über von der Leyen als Kriegsminister?
Mir fällt jetzt nichts ein, was sie da Positives erreicht hätte. Am Anfang machte sie ein bisschen Wirbel mit der Idee, dass für die Bundeswehr Kindergartenplätze am wichtigsten wären. Dann hat sie das G36 reif für die Müllkippe erklärt, obwohl es funktionierte wie bestellt und die angeblichen Mängel nie im Einsatz aufgefallen sind, was im Endeffekt bedeutet, dass die Ausmusterung und Neubeschaffung einer anderen Waffe Unsummen kostet. Bei nötigen Veränderungen (etwa bei der Toleranz für fiese "Aufnahmerituale" in der Bundeswehr oder gelegentlicher Nazi-Umtriebe) zeigt sie nicht das nötige Fingerspitzengefühl. Ich hab ja den Verdacht, dass Merkel die Uschi auf den Posten gesetzt hat, weil sie wusste, dass die meisten Emporkömmlinge den Posten nicht unbeschadet überstehen, spätestens seit Rudolf Scharping.
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http://de.webfail.com/7e5353a2c69

Guck man, sogar für Germanisten wie dich gibt's Arbeit. Scnr.
ko.gif Vermutlich würde ich da sogar mehr verdienen als jetzt...
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Ich weiß nicht ob du das schon gesehen hast, aber die Tagesschau hat gerade einen Artikel online gestellt, in dem angeprangert wird, dass Schulz keine Inhalte hat... fühlst du dich da nicht irgendwie auf den Arm genommen, da du ja schon von Anfang an genau das moniert hast?
Ich war ja nicht der Einzige, der das angeprangert hat, es gab ja auch in diversen Printmedien zu der Zeit ein paar kritische Wortmeldungen, die sich über die Inhaltsleere von Schulz' Reden wunderten. Aber schön, wenn das immer mehr um sich greift, vielleicht fordert ihn das heraus, mal tatsächlich Substanz in seine Aussagen zu legen.
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#43557
Also bei mir lädt die Seite jetzt ewig und Abstimmungsbuttons tauchen trotzdem keine auf. Strg+F5 hat auch nicht geholfen.
Wenn die Seite länger lädt, liegt's nicht an den Änderungen.
Die Abstimmungsbuttons werden Gästen nicht mehr angezeigt; sie können schließlich auch nicht abstimmen.
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#43526

Hätte noch eine Ergänzung bzw. Meinung/These dazu:

Provokative Aussage:
"Das Christentum wurde als Instrument der Herrschenden gegenüber den Beherrschten entwickelt und angepasst."

Das geht z.B. schon bei den Essensgeboten los (denen Jesus gefolgt sein dürfte) über das "Gottesgnadentum" worauf sich viele Herrscher berufen haben bis zu den kleinen Modifikationen die "Gläubigen" erlauben ihren Glauben ohne große Einschränkungen auszuüben vgl. "flüssiges Brot" oder Einstufung des Bibers als Fisch ;-).

Würde sagen, dass ging schon mit Konstantin der Große los, wo gezielt ausgewählt wurde was von den ganzen Überlieferungen gelten soll z.B. wurden die Speisevorschriften im Ersten Konzil von Nicäa aufgehoben....
D.h. es hat durchaus einen Grund, warum gerade das Christentum sich so weit verbreitet hat....meine Meinung....nur mal blöde gefragt, was ist davon noch ursprünglich bzw. war es das jemals da z.B. die Evangelien auch 70 Jahre nach der ganzen Sache verfasst wurden und ich würde mich schwer täuschen, wenn da das alles nicht auch schon ein wenig modifiziert bzw. wenn man es nett ausdrückt interpretiert worden wäre....Jesus hat sporadisch durchaus mal Rot gesehen...z.B. Geldwechsler im Tempel und ist auch handgreiflich geworden....d.h. der war an und zu auch radikal....

bombjack
Dass es später zwischen dem Christentum und den Mächtigen gewisse gegenseitige Rückkopplungen gab (gerade als die Kirche auch weltliche Macht anhäufte), lässt sich nicht bestreiten, aber es war bestimmt am Anfang nicht so angelegt. Das Urchristentum war ja bis zur Zerstörung des Jerusalemer Tempels noch recht eng mit dem Judentum verbunden und eine Sekte unter vielen. Dass sich bald nach Jesu Tod ein Streit entwickelte, wie man mit Heidenchristen umgehen sollte und ob diese sich den jüdischen Ritualen unterwerfen sollten, war bestimmt auch dem Umstand geschuldet, dass man in der Öffnung gegenüber Nichtjuden eine Chance sah, die eigene Anhängerzahl und somit die Bedeutung zu verstärken. Gewisse redaktionelle Änderungen in den Erzählungen über Jesus, die ihn als Erfüllung jüdischer Prophezeiungen darstellen sollten, waren hingegen wohl auch vorgenommen worden, um unter den Juden Anhänger zu finden.
Es war aber sicherlich ein recht glücklicher Zufall, dass sie so weit an Einfluss gewannen, dass sie schließlich ins Umfeld von Konstantin gelangten und somit auch Einfluss auf ihn nehmen konnten, was schließlich immer mehr dazu führte, dass das Christentum auch politische Macht gewann und seinerseits auch die Macht anderer legitimierte. Dass Herrscher ihre Macht Gottes Gnaden verdankten, war schon lange verbreitet, und je mehr sich das Christentum verbreitete, desto wichtiger wurde es für Herrscher, als vom christlichen Gott legitimiert zu gelten. Und natürlich konnte das Christentum seine Anhänger auch gut in ihrer jeweiligen Schicht halten, indem es die Gesellschaftsordnung als gottgewollt und unveränderlich darstellte, was dem Adel auch wieder zugute kam. Da haben sich also mit Adel und Klerus zwei gesucht und gefunden (trotz allerlei Konflikten), auch wenn beide nicht wirklich geschaffen wurden, um einander nützlich zu sein. Hat ja auch geholfen, Abspaltungen des Christentums zumindest ein bisschen in Schach zu halten; die Arianer hätten ohne die Unterstützung der Mächtigen wohl nicht so einfach ausgerottet werden können.
Im Prinzip hätte es aber auch eine andere Religion sein können (abgesehen vom Judentum, welches nicht missioniert und sich somit fast nur durch Sex und Zellteilung vermehrt). Beim Islam sind politische und weltliche Macht auch noch miteinander vereint; das war ja beim Christentum nicht so und sorgte auch häufiger mal für Reibereien zwischen Papst und Kaiser.
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Hast du mal von Republica gehört was hältst du davon
Du meinst diese Re:publica-Konferenz?
Ich hab den Sinn nicht so recht verstanden. Ein paar interessante Fachvorträge gehen in einer Menge anderer Präsentationen unter, die von "Ich erkläre euch, wie ich mir die Welt vorstelle" bis zu "Wir drei auf der Bühne machen jetzt mal ein Kreiswichsen, weil wir uns für unheimlich wichtig und schlau halten" reichen. Das ist eine Beliebigkeit, die ins Belanglose abgleitet. Wem bringt jetzt tatsächlich ein Vortrag wie "Funktioniert Ficken für den Weltfrieden?" oder "Meeting in Virtual Reality"? Brauchen wir wirklich noch eine Plattform, auf der Sascha Lobo tun kann, als hätte er den Durchblick, auch wenn er meistens nicht viel mehr als Dampfplauderei betreibt?
Und was soll diese Hippieparolen? "Love out Loud"? Was'n das für ein Stuss? Wenn ich Sailor-Moon-Plattitüden hören will, guck ich mir Sailor Moon an, aber in der realen Welt funktioniert "Wir sollten uns einfach alle liebhaben" nicht, weil das keinen der Gründe ausräumt, wieso wir uns nicht einfach alle liebhaben.
Keine Ahnung. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu sehr Zyniker, um den Sinn solcher Veranstaltungen zu kapieren, aber ich würd mir eher eine TED-Veranstaltung anschauen als Geld für ein Re:publica-Ticket auszugeben.
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