Frag den Hasen

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Was denkst du, was der Grund dafür ist, dass viele unserer so Politiker so dämlich sind? Mit dämlich meine ich hier so etwas wie unfähig, weltfremd oder auch ideologisch verblendet. Fehlt es denen an brauchbarer Bildung, an Verstand, oder ist es etwas ganz anderes? Oft scheint es so, als würden ganz normale Bürger wie du und ich Probleme mit Leichtigkeit erkennen, die von Politikern übersehen werden. Oder denkst du, viele wissen es tatsächlich besser, dürfen oder wollen aber aus bestimmten Gründen nicht hinschauen?
Das hat was damit zu tun, wie man Karriere im Partei-Apparat macht. Es ist selten so, dass man nebenberuflich in die oberste Stufe der Partei-Hierarchie aufsteigt, stattdessen muss man schon früh anfangen, sich in der Partei immer mehr zu engagieren. Ein großer Teil der Partei-Obersten war im Erwachsenenleben selten für längere Zeit etwas anderes als Student oder Parteifunktionär/Berufspolitiker, und das begrenzt natürlich die Erfahrungen mit der Lebensrealität der meisten Leute in der Bevölkerung. Ebenso gilt das für Leute, die aus privilegierten Verhältnissen kommen (und somit auch die Mittel haben, ihre eigene Parteikarriere zu dopen) und für die Verzicht heißt, dass man im Jahr nur viermal Urlaub in Übersee macht.
Zudem kommt man ohne mächtige Förderer in den Parteien nicht nach oben. Und wen fördern die, die die Macht schon haben? Natürlich diejenigen, in denen sie sich wiedererkennen und die ähnliche Ansichten vertreten. So baut sich eine gewisse Filterblase auf, in der sich die Leute gegenseitig bestätigen, wie dufte sie ihre eigenen Ansichten finden, selbst wenn die ziemlich naiv sind.
Wenn man dann lange in der Politik ist, abgehärtet wurde und in der praktischen Arbeit festgestellt hat, dass zwischen Vorstellung und Realität große Schluchten klaffen, ist man sicherlich desillusioniert. Aber man ist nun umgeben von lauter Menschen, die an ihren Vorstellungen festhalten und oft noch jünger und idealistischer sind, und wenn man nicht zum Alteisen geworfen werden will, behält man seine Zweifel lieber für sich und tritt nach außen weiterhin für den Kram ein, den man schon immer vertreten hat, denn der ist jetzt Parteilinie, und aus der Reihe zu treten, ist ein Verrat.
Erst wenn man dann wirklich nichts mehr zu melden und zu verlieren hat, dann traut man sich, den Mund aufzumachen. Das macht Gabriel jetzt, das hat der Blüm gemacht, nachdem er in der CDU auch nichts mehr zu sagen hatte, sogar Helmut Schmidt hatte erst dann so richtig frei von der Leber weg geredet, als er für die SPD nur noch ein Fossil war, welches keinen echten Einfluss mehr auf die Parteipolitik nehmen konnte.

Hier, Tom Schreiber von der SPD, der redet offen und legt den Finger in die Wunde. Die Bevölkerung goutiert das sicher, aber es dürfte unwahrscheinlich sein, dass er noch viel höher in der Parteihierarchie aufsteigt oder den erfolgreichen Sprung in die Bundespolitik schafft, weil er innerparteilich zu viele Leute gegen den Strich bürstet, die er für einen Aufstieg bräuchte.
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