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°_° <--- Das ist Mohammed.
So möchte ich einfach nur mal klarmachen, was ich von dieser ganzen bekloppten Aufregung um die Mohammed-Karikaturen halte. Mag ja sein, dass im Islam Mohammed nicht dargestellt werden darf (obwohl meines Wissens davon gar nichts im Koran steht, da dort wie in der Bibel das Abbildungsverbot nur auf Gott bzw. Allah bezogen ist). Aber warum erwarten die Moslems, dass sich "Ungläubige" daran halten? Zumal ich mich frage: Wo sind denn die wütenden islamischen Demonstranten, wenn angebliche Gotteskrieger Menschen entführt und getötet haben, oder im Namen Allahs Sprengstoffattentate ausgeführt werden? Diese Menschen sollten einfach mal ihre Prioritäten ordnen und sich nicht wegen harmlosen Karikaturen so angeschissen fühlen, dass man dafür sogar Gewalttaten begeht und Menschenleben gefährdet. (Die Karikaturen sind ja nichtmal halb so wild wie immer getan wird.) Nur weil man kalendarisch noch im Jahr 1427 ist, muss man sich ja nicht mittelalterlich benehmen. Außerdem denke ich, dass einige von denen mal dringend zur Schule gehen sollten, wenn sie nichtmal den Unterschied zwischen Dänemark und Österreich kennen.
Man kann sich auch des Eindrucks nicht erwehren, dass die ganzen Proteste gezielt gesteuert werden, denn wo kommen plötzlich die vielen dänischen Fahnen her, die dort unten verbrannt werden und sicherlich für Iraner usw. nicht allzu billig sind? Die dänischen Imame, die mit den Karikaturen durch die islamische Welt getourt sind, um den Protest zu schüren, sollte man aus Europa ausweisen - wer bei uns lebt, sollte sich mit Gütern wie Pressefreiheit abfinden und nichts tun, was Einrichtungen und Menschen des Gastgebers gefährdet.

Allerdings gebe ich zu, dass ich hierzulande manche Veröffentlichungen auch empörend finde. Dazu gehören sämtliche Telenovelas. Muss diese widerliche Schnulzenkacke unbedingt auf allen Sendern fabriziert werden? Jetzt fängt ProSieben auch bald damit an. Übrigens war das kolumbianische Vorbild von "Verliebt in Berlin" mehr eine Comedyserie, aber diese Aspekte mussten ja angeblich laut der Produktionsfirma abgeschwächt werden. Warum? Weil es sonst nicht mies genug gewesen wäre wahrscheinlich. Ganz ehrlich: Deutsche können anscheinend keine Liebesgeschichten verfilmen. Entweder endet das in peinlichen Drittklässlerwitzen oder in literweise Schleim und Schmacht, was man selbst mit einem starken Magen nicht aushalten kann, ohne Brechdurchfall zu kriegen. Oder die dritte Möglichkeit: Es wird ein entsetzliches Sozialdrama wie bei "Fickende Fische", einem Film, dessen Filmförderungsgelder wirklich hundertpro in den Sand gesetzt wurden, der aber trotzdem immer gaaaanz tolle Kritiken kriegt, weil's da um ne HIV-Infektion geht. Mach einen Film mit Kranken, Behinderten, Schwulen oder Minderheiten in der tragischen Hauptrolle, und kein Pressefutzi wird den Mut haben, den Film zu verreißen, selbst wenn man von einem Löffel Erdbeerquark besser unterhalten wird.
Kein Wunder, dass die besten deutschen Filmregisseure ins Ausland gehen.

Die olle Merkel ist ja angeblich sooo beliebt bei den Deutschen. Kann mir mal einer sagen, wer da gefragt wurde? Die Insassen einer geschlossenen Abteilung? Die Frau hat doch bisher gar nichts geleistet (außer Kohle rauszuschmeißen, um den Finanzierungsstreit der EU um ein paar Jahre hinauszuschieben). In der Innenpolitik wird nur Mist gebaut, in der Außenpolitik redet die doofe Nuss allen anderen nach dem Mund, wodurch Deutschland sein Profil verliert, was in den letzten Jahren mühsam erarbeitet wurde.

PS: Ich brauch dringend Urlaub... X_x

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Schnee...

Veröffentlicht am 11. März 2006 um 11:00 Uhr in der Kategorie "Meine Sicht der Welt"
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