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Es gibt nachher noch einen anderen Blogeintrag, aber ich will mal was zur Sexismus-Debatte sagen, die durch den Stern-Artikel über Rainer Brüderle angestoßen wurde.
Es ist scheiße, wenn Frauen belästigt, angetatscht oder wegen ihres Geschlechts runtergemacht werden, darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren. Es ist auch scheiße, wenn eine Frau ständig Avancen von jemandem abwehren muss, obwohl sie ihm unmissverständlich klargemacht hat, dass sie das nicht wünscht. Und selbstverständlich sollte der Chef am Arbeitsplatz seine Angestellten nicht angraben. Alles kein Thema.

Aber nicht jeder Flirtversuch ist eine sexuelle Belästigung. Frauen wollen doch immer Kerle, die wissen, wo es lang geht, die sich nehmen, was sie wollen, die den Frauen zeigen, wer die Hosen anhat. Deswegen kriegen so viele Weiber ja gleich eine Überschwemmung im Tanga, wenn sie auf plumpe Weise von irgendeinem Kerl angemacht werden, den sie heiß finden. Um es deutlich zu sagen: Wenn ihr euch über einen anzüglichen Spruch von denen hier freuen würdet...

20130126205739.jpg

... dann flennt nicht wegen sexueller Belästigung herum, wenn der Spruch von jemandem kommt, der so aussieht:

20130126205754.jpg

Sexuelle Belästigung ist eine ernste Anschuldigung, die sollte nicht davon abhängig sein, ob derjenige, der etwas gesagt hat, nun ein Traumtyp für die Frau ist oder nicht.
Und konkret zu der Sache mit dem Brüderle: Eine Journalistin quatscht mitten in der Nacht an der Bar einen angetrunkenen Politiker an und beschwert sich ein Jahr später darüber, dass er sich nicht professionell verhalten habe. So wahnsinnig professionell finde ich ihr Verhalten auch nicht - und ich kann mich nicht des Verdachts erwehren, dass sie insgeheim gehofft hat, dank ihrer Weiblichkeit in dieser Situation Dinge von Brüderle zu erfahren, die er selbst in angetrunkenem Zustand einem Mann nicht so einfach erzählt hätte. Wir Kerle sind ja gerade in ungezwungener Umgebung bei Frauen doch ein bisschen redseliger als bei Kerlen.

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Lecker

Veröffentlicht am 23. November 2011 um 2:31 Uhr in der Kategorie "Meine Sicht der Welt"
Dieser Eintrag wurde bisher 43 Mal kommentiert.
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Wie kann man Klopfers Web unterstützen?

Text veröffentlicht im November 2017
Klopfer erzählt, wie man helfen kann, Klopfers Web zu erhalten und besser zu machen - sowohl ohne als auch mit Geldeinsatz. [mehr]

dj
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Sexismus gegen Rechts zunge.gif

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Geschrieben am
l'eik
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Erstmal: Grandiose Überschrift.
Da ich vom Tweet her schon wusste, worum es ging, hat mir das erstmal einen Lachanfall beschert. Danke dafür smile.gif

Zum Thema selbst: Ich kann mich dem Gefühl nicht erwehren, dass man als Kerl in ständiger Angst vor dem Vorwurf sexueller Belästigung leben. Jedenfalls wenn man bekannter ist. Und irgendjemand (weibliches) irgendetwas gegen einen haben könnte. Denn wenn der Vorwurf erstmal im Raum steht, ist die Karriere eh hinüber (oder zumindest angekratzt, weil man negativ im Gespräch ist), beweisen kann man das Gegenteil sowieso nicht, wenn man nicht ständig eine Wanze im Hemdknopf mit sich rumträgt und alles aufzeichnet. Möglichst mit Bildern.

Lösung? Keine Ahnung.

Vor allem weil dem Gegenüber ja auch noch die realen Fälle stehen.

Am besten ist, man vergräbt sich in einem Loch und spricht mit nichts, was annähernd weiblich ist.

Oder man ist Hase.

0
Geschrieben am
LaLouve
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Naja. Man hat das Recht, zu entscheiden, von wem man sich anzügliche Bemerkungen gefallen lassen will und von wem nicht. Dass das der Bemerkende nicht immer wissen kann, ist da ein Haken. Darum muss man dann als Frau aber auch sagen "Hör auf mit dem Scheiß!". Wer es dann trotzdem noch macht, den darf man dann gerne verklagen.
Ich würde allerdings auch Brad Pitt eine knallen, sollte er mir so kommen.
Es hat nichts mit dem Äußeren zu tun oder ob er allgemein ein Traumtyp ist oder nicht, sondern wie man selbst das in der Situation empfindet.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Das gehört dann aber zu dem Punkt "wenn eine Frau ständig Avancen von jemandem abwehren muss, obwohl sie ihm unmissverständlich klargemacht hat, dass sie das nicht wünscht".
Aber ich habe in den letzten Tagen auch in Foren so oft irgendwelches Geheule von Frauen wegen angeblicher Belästigung gelesen, weil irgendein Typ es wagte, EINEN Spruch zu machen.
Frauen finden im Zweifelsfall immer jemanden, der mit ihnen poppen will. Männer müssen sich das erarbeiten, die können nicht drauf warten, dass Madame sich irgendwann dazu durchringt, den ersten Schritt zu tun. Insofern wäre es Quatsch zu fordern, dass sich Männer immer eine Anmache verkneifen.

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Geschrieben am
Vic
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Drehen wir das ganze doch mal um. Ein Mann wird von einer Politikerin massiv sexuell belästigt. Mit stumpfen Anmachen, eventuell auch Begrapschen. Er sagt es, und was passiert? Nichts. Niemand echauffiert sich, es gibt höchstens noch Frauen, die sich darüber aufregen dass Männer "rein weibliche Probleme" ins Lächerliche ziehen, und Männer, die das total awesome fänden, würde ihnen das passieren.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Und der Mann würde auch noch als Weichei gelten, weil er sich beschwert.

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Geschrieben am
Sissi
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lustig, in den Kommentaren wird sich darüber aufgeregt, dass bei einem Mann gesagt werden würde, er wäre ein Weichei, gleichzeitig jedoch, unterstellt man der Frau, dass sie sich selbst in diese Situation gebracht hätte und selbst Schuld sei.
Offensichtlich ist die ganze Sache doch sehr fair.

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Geschrieben am
Cis
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Sexismus != Sexuelle Belästigung.

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Geschrieben am
ArmedWombat
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Ich find in der "Debatte" am erschreckendsten, dass so viele dabei Sexismus in einen Pott mit sexueller Belästigung und Vergewaltigung geworfen haben. Das ist auch eine Möglichkeit zu verhindern, dass Jemand das Thema ernst nimmt: Sprücheklopfer mit Grapschern gleichsetzen und Grapscher mit Vergewaltigern.

...eine andere Möglichkeit ist natürlich (was dabei ebenfalls gern praktiziert wird) zu behaupten, dass all das rein weibliche Probleme wären.

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Geschrieben am
tux.
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Erschreckend auch, dass unter den Tisch gekehrt wird, dass auch Männer gern mal sexistisch behandelt werden. Ob sie nun einen Knackarsch haben oder sich doch "sicher mit Computern/Möbelpacken/Popeln" auskennen. Von sexuellen Übergriffen ganz zu schweigen.

Aber darüber spricht niemand.

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Geschrieben am
DerEgoist
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Schaut euch doch mal das Video "It's only sexist when men do it" von AmazingAtheist auf YouTube an.

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Geschrieben am
Cis
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Das Männern so etwas nicht geschieht, wird nur von einer Minderheit der Frauen behauptet - vor allem von denen, die keine Ahnung haben.
Habe da letztens einen sehr guten Blog zu gelesen, ich schau mal, ob ich den Link finde.

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Geschrieben am
Cis
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http://www.fraumeike.de/2013/das-schreien-der-laemmer/

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Geschrieben am
maverick.91
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am erschreckendsten fand ich das interview im SPON mit denen die den #Aufschrei Tweet gestartet haben. die haben von einer generellen 'rape culture' gesprochen. ich meine en doofer spruch oder ein sexistischer witz is natürlich genau so böse wie ne vergewaltigung. wird deswegen ja auch annähernd gleich hart gerichtlich belangt. wer mit kanonen auf spatzen schiesst muss sich nicht wundern wenn er nich ernst genommen wird.
wer ironie findet darf sie behalten
just my 2 cents

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Geschrieben am
7NIne
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Mich nervt das ganze Gejammer Wahnsinnig. Zum einen weil wie geschrieben es oft mit Sexueller Nötigung verglichen wird, dann weil ja immer nur die Männer schuld sind und zum anderen, weil ich das Gefühl habe, dass die meisten Frauen mit: "Lass das", keinem Sexismus ausgesetzt gewesen wären.

Ganz davon abgesehen, dass ich mir den größten Sexismus von Frauen (selber Frau) gefallen lassen muss. Denn ja, immer zu behaupten man sei eine Schlampe/Nutte/Hure nur weil man sich weiblich anzieht ist auch Sexismus.


Määh... es stimmt schon, das manches nicht so sein sollte und das gewisse Dinge GAR net gehen.. aber diese Hetzjagd gefällt mir nicht.

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Geschrieben am
Firekracker
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Meiner Meinung nach exisitert tatsächlich eine rape culture - allerdings im anderen Sinn. Da wird einvernehmlicher Sex, den die Frau am nächsten Morgen bereut als Vergewaltigung tituliert, betrunkenes Einverständnis zum Sex mit zu betrunken zum Einverständnis geben gleichgesetzt (was dann wiederum prinzipiell zu recht Vergewaltigung bedeutet), ein Mann muss nur so viel tun wie eine Frau im Aufzug anzusprechen um plötzlich hunderte Pizzas und wütende Anrufe von Feminazis geliefert zu bekommen und ständig wird mit dem Wort "privilege" herumgeworfen. Frau braucht Mann nur der Vergewaltigung bezichtigen - was ungeachtet des Gerichtgsurteils effektiv das Leben des Mannes zerstört. Auf der anderen Seite wird ignoriert wenn eine Frau einen Mann betatscht oder zu sexuellen Handlungen nötigt, es wird einfach davon ausgegangen dass dem Mann das sowieso gefällt.

Manchmal fragt man sich was aus der Idee der Gleichberechtigung geworden ist.

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Geschrieben am
ArmedWombat
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Es gibt keine Gleichberechtigung. Es gibt ein System von Ungerechtigkeiten, von denen so getan wird, als ob sie einander aufwiegen:
Frauen werden schlechter bezahlt, Männer bekommen selten Sorgerecht. Frauen traut man körperliche Arbeit nicht zu, Männer fragt man gar nicht erst. Frauen dürfen keinen Frontdienst leisten, Männer müssen dank Wehrpflicht sogar gegen ihren Willen. Frauen werden öfters Opfer von Gewaltverbrechen, Männer kriegen für gleiche Delikte härtere Strafen.
Im Wesentlichen ist es ein System von Vor- und Nachteilen, und wer am Ende "besser" da steht, hängt davon ab wie das betreffende Individuum die Vor- und Nachteile gewichtet.

Statt aber dass man versucht, diese Ungerechtigkeiten anzugehen, werden Phantomdebatten geführt, oder völlig neue Ungerechtigkeiten geschaffen. Immer mit dem Gedanken "Ist nicht so schlimm, die Frauen haben uns ja noch 2-3 Vorteile voraus!" oder "Halb so wild, die Männer haben noch 20-30 Privilegien mehr!". Wobei die meisten sich auf den Gedanken versteift haben

Und das wird dann als Gleichberechtigung verkauft.

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Geschrieben am
ArmedWombat
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Äh... hoppla, vorletzter Satz endet in der Luft ^^

"Wobei die meisten sich auf den Gedanken versteift haben, dass ein Nachteil für das andere Geschlecht automatisch einen Vorteil für das eigene bringt... was wohl die dümmste Schlussfolgerung zu diesem Thema sein dürfte."

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Geschrieben am
Vic
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Na ja, Rape Culture würde ja bedeuten, dass Vergewaltigung in einer Kultur, einem Land, als Selbstverständlich gilt und nicht verfolgt wird. Es gibt durchaus Kulturen, in der dies vorherrscht, aber unsere westliche Kultur ist im Grunde keine davon. Zumindest was Vergewaltigung und Gewalt von Männern an Frauen angeht.
Gewalt von Frauen an Männern wird jedoch immer noch oft verschwiegen, ins Lächerliche gezogen und auch weniger ernsthaft behandelt. Wenn eine Frau von einem Mann vergewaltigt wird, wird ihr meistens geholfen. Ein Mann, der von einem Mann vergewaltigt wird, der kriegt eventuell auch noch Hilfe. Aber ein Mann, der von einer Frau vergewaltigt wurde? Der wird als Weichei bezeichnet, von Männern beneidet, von Frauen beleidigt (von wegen er zieht ihre Probleme ins Lächerliche, und es werden ja auch kaum Männer vergewaltigt. Und außerdem, Männer wollen ja immer Sex, yaddayadda) und darf keine Hilfe erwarten.

Ich bin übrigens eine Frau, die von dieser Doppelmoral ("Nur Frauen können vergewaltigt werden, nur Männer vergewaltigen" ) die Nase voll hat.

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Geschrieben am
Brot
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Bin da ebenfalls Klopfers Meinung. Das gewisse Dinge nunmal nicht gehen wissen die meisten Männer und wenn es dennoch passiert darf und muss das auch dementsprechend angeprangert werden.

Andererseits sehen wir in dieser Debatte auch wie schnell mit so einem Thema Stimmung gemacht werden kann, obwohl ja außer ein paar blöden Sprüchen nichts passiert ist. Und findet noch jemand den Zeitpunkt der Veröffentlichung so verdächtig? Kurz nachdem feststand das Brüderle neuer Spitzenkandidat wird?

Ich hoffe jedenfalls das auch die meisten Frauen so vernünftig sind und sich nur dann etwas als sexuelle Belästigung bezeichnen wenn es angemessen ist und ein paar dumme Sprüche einfach verbal zu kontern lernen.

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Geschrieben am
Kathi
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Zunächst einmal: ich weiß, dass auch Männer diskriminiert werden (müssen immer stark sein, Pflegeberufe sind unmännlich, weinen auch usw.), das ist genauso sexistisch. Davon will ich jetzt aber gar nicht reden.

Fakt ist, dass vielen Frauen, v.a. wenn sie auch "weiblich" aussehen (weiblich in Anführungszeichen, weil das letztlich auch ne bescheuerte Definition ist), nicht so viel zugetraut wird wie Männern. Männer haben bessere Karrierechancen, werden bei gleicher Position besser bezahlt und werden bevorzugt eingestellt, weil sie nicht Gefahr laufen, irgendwann schwanger zu werden. Ist ja egal, wenn frau gar keine Kinder will, es wird trotzdem vorausgesetzt. Ich persönlich habe in meinem universitären Umfeld noch keine Benachteiligung aufgrung meines Geschlechts erfahren (wobei ich auch schon Sprüche wie "Frauen sind für Naturwissenschaften nicht geeignet" gehört habe). Aber ich habe Angst davor, im Job Kinder zu bekommen, weil mich das meine Karriere kosten könnte, und überlege nur deswegen ernsthaft, schon während meiner Promotion Kinder zu bekommen.
Dem Mann einer Bekannten von mir wurde gekündigt, weil er es gewagt hat, 6 Monate Elternzeit zu nehmen.
Von einer Freundin von mir wurde erwartet, dass sie für den Besuch Kaffee kocht, weil sie ja die einzige Frau im Arbeitskreis ist.
Ich durfte als Kind keine Carrera-Bahn haben, weil das ja ein Spielzeug für Jungs ist.
Frauen werden blöd angeguckt, wenn sie anzügliche Sprüche reißen, obwohl das bei Männern in derselben Runde als normal angesehen wird.
Der Freund der Frau, die aus der Fahrerseite ihres BMWs aussteigt, wird zu dem Auto befragt.

Das alles ist Sexismus.

Es wäre schön, wenn die Diskussion sich darum drehen würde, damit das mal ins Bewusstsein der Aufsührenden (Männer und Frauen) vordringt.
Auf Twitter habe ich einige Reaktionen gelesen, die sehr nachdenklich wirkten und in Zukunft vermehrt auf ihr Verhalten achten wollen. Das ist immerhin ein Anfang.


Zum Thema Rape Culture:
Meine Mutter hat mir geraten, nachts immer den Schlüsselbund in der Hand zu halten, damit ich notfalls zuschlagen kann. Wäre ich ein Junge, hätte sie mir das sicherlich nicht geraten.

Sorry für den Roman, ich musste mir das alles mal von der Seele schreiben.

PS: Auch ich bin schon festgehalten und angegrabscht worden. Mein (jetzt Ex-)Freund und seine Eltern standen daneben und haben gelacht, ich habe Angst gehabt. Wenn Frauen auf Augenhöhe zu Männern behandelt würden, würde so etwas wahrscheinlich seltener vorkommen, aber wie hier schon erwähnt wurde: Sexismus != sexuelle Belästigung.

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Geschrieben am
Annonymous
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"Ich kenne, es wurde" etc. sind keine empirischen Belege, sondern Anektdoten. Und die wiederum müssen interpretiert werden. Wie Kathi ja schon sagte wurde auch einem Mann gekündigt wegen Elternzeit, das hat dann auch viel mit der Familienpolitik und familienfreundlichkeit von Firmen zu tun und NICHT unbedingt mit Sexismus. Und die geringe Zahl an Frauen auf Führungsebene ist z.B. auch nicht nur mit Sexismus zu erklären, sondern eben auch durch die Wünsche nach Familienplanung der Frauen etc. Dass natürlich Seximus auch ein Problem ist will ich nicht bezweifeln.

Und Sexismus ist ein Problem, aber Sexismus gibt es genau so von Frauen.
Es gibt sicherlich nicht wenige Frauen die hoffen, durch sich durch ihr Auftreten oder Avancen Vorteile zu verschaffen. Der Lehrer, der Mädchen mit viel Oberweite bevorzugt ist der Sexist, aber die Mädchen die trotzdem (oder gerade deswegen!) knapp bekleidet in den Unterricht kommen nicht?°
(Dass das für den Lehrer natürlich trotzdem nicht geht ist eine andere Sache, er hat ja schließlich auch eine Vorbildfunktion und die Schülerinnen seine Schutzbefohlenen, aber wenns um den Sexismus sind eben die Frauen nicht besser). Und in der Universität (beim Professor, Dozenten) und Beruf geht das so weiter. Wer da als Frau mitspielt und sich irgendwann beschwert, weil's gerade "in" ist, oder einem irgendwie gelegen kommt ist in meinen Augen heuchlerisch und nicht viel besser als die Männer, die die Sexismusdebatte nicht ernst nehmen.

Frauen haben es übrigens zu Beginn ihrer Karriere nicht selten leichter (positiver Sexismus), später aber schwerer (negativer Sexismus), da sie ja sozusagen in der Sicht der Männer nur durch den positiven Sexismus so weit gekommen sind. Sexismus ist natürlich trotzdem schlecht, es wird aber oft nur der negative Sexismus gemeint, und Frauen beschweren sich auch nicht über den positiven, sondern nur den negativen. Dass es da auch eine andere Seite gibt, die eigentlich genauso problematisch ist, wird gern unterschlagen. Und nicht selten mit sexueller Belästigung und Vergewaltigung vermischt, wenn's denn gelegen kommt.

Dass Männer als Vergewaltiger abgestempelt werden ist genauso sexistisch wie etliche andere Aussagen und verstärken das Problem nur, statt es zu lösen. Wenn Männer ihre Sexualität von Frauen als Trieb zur Vergewaltigung sehen, werden sie natürlich irgendwann anfangen Frauen zu hassen.

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Geschrieben am
TheLovedOne
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"Aber nicht jeder Flirtversuch ist eine sexuelle Belästigung."
Zustimmung.

Aber ein "Tschuldigung, f*****?" wäre auch von einem Johnny Depp primitiv und unsexy. wink.gif
Nebenbei geht's bei der ganzen Debatte ja auch nicht darum, dass arme picklige Nerds mit Brille (Ohje, jetzt bin ich sicher auch ein böser Sexist...) bei einem Flirtversuch kläglich gescheitert sind, sondern darum, dass sich manche(!) Männer einfach über Grenzen hinwegsetzen, die eine Frau ihnen gesetzt hat. Für manche mag das bei einem blöden Spruch anfangen, für andere beim Antatschen.

Deswegen stehen Männer noch lange nicht unter Generalverdacht, schweinische Chauvinisten zu sein und nicht jeder unbeholfene Flirtversuch wird als Intimverletzung gedeutet.
Was soll denn bitte diese Panikmache?

Zudem wäre die Unterstellung, alle Frauen fänden die Espresso-Visage von George Clooney oder den Bauerncharme von Brad Pitt oder die bemüht herbeizitierte Ruggedness eines Johnny Depp geil und fielen bei jedem Piep von ihnen in die Begattungsstarre, streng genommen auch sexistisch, aber wir wollen ja nicht so spitzfindig sein biggrin.gif

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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"Tschuldigung, Ficken?" ist wohl auch nicht die typische, ernstgemeinte Anmache, gell? Aber wie sieht es denn mit "Schöne Beine!", "Du siehst ja zum Anbeißen aus!" oder "Hallo, schöne Frau, hast du nachher noch etwas vor?" aus?

Die drei Leute sollten auch nicht den Geschmack aller Frauen repräsentieren, sondern die grundlegende Idee verdeutlichen. Und die ist durchaus ernst gemeint.
"Fifty Shades of Grey" ist da auch ein tolles Beispiel: Christian Grey behandelt Ana ziemlich scheiße, respektiert ihre Entscheidungen nicht etc. Trotzdem lässt sie sich darauf ein - weil er ein gutaussehender Kerl ist. (Christians Schönheit wird ja ständig betont. Ebenso wie in Twilight: Edward ist ja so wunderschön. Ein Stalker. Aber wunderschön.)
Und diese Geschichten gelten als total geile Romantikgeschichten. Frauen strömen in Scharen zu diesen Büchern und feiern die männlichen Hauptcharaktere als Idealbilder, obwohl sie sich wie Psychopathen verhalten. Und auch im realen Leben: Wie viele Frauen sind mit Kerlen zusammen, denen Subtilität und Zurückhaltung ungefähr so fremd ist wie ein Nobelpreis? Wie viele Mädels machen jeden Freitag und Samstag bereitwillig die Beine breit für Typen aus der Disco, die mehr Kerben im Bettpfosten haben als Haare am Sack? Die Anmache kann noch so blöd und plump sein; sobald sie von jemandem kommt, der den persönlichen Geschmack trifft, wird sie viel bereitwilliger aufgenommen. Und bei einem Teil der Beispiele dieser Sexismus-Debatte habe ich einfach den Eindruck, dass die besagten Männer plump kommuniziert/gebaggert haben und das Pech hatten, nicht dem Geschmack der angesprochenen Frau zu entsprechen.

Es ist ja nun auch nicht schlimm oder verwerflich, solche Anmachen für blöd zu halten. Es muss einem nicht gefallen. Aber es ist dann eben noch keine sexuelle Belästigung und sollte daher auch nicht als Beispiel dafür in so einer Sexismus-Debatte herhalten.

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Geschrieben am
The LovedOne
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Wer eine humorige Website betreibt, sollte doch auch die nicht ganz ernstgemeinten Untertöne meines Kommentars erkennen, gell?

Die von dir genannten Anmachsprüche sind vor allem eins: Geschmackssache. Ich fänd's schleimig, eine andere Dame würde vielleicht dahinschmelzen. Faktoren wie subjektive Attraktivität des Herren, Tonfall, Gemütszustand der Dame mal außen vor gelassen.

Ich habe leider weder "Twilight" noch "50 Shades of Grey gelesen" und kann mir daher kein fundiertes Urteil bilden.
Aber drehen wir den Spieß doch um:
Im Computerspiel "Dark Messiah" wird dir ein Sukkubus-Weibchen zur Seite gestellt, die nicht mit ihren Reizen geizt, zwischendurch mehr als deutliche Avancen macht und dir die Erfüllung erotischer Fantasien verspricht, wenn du dich der dunklen Seite hingibst. Die Frau ist ein Dämon, die statt der Zigarette danach vermutlich das Herz des Helden roh verspeist, aber sicher stellen sich einige Spieler auch vor, wie erfüllend es mit ihr wäre, weil ihre Hupen gerade mal minimal bedeckt sind.
Wirres Beispiel, ich weiß. Mir fällt nur gerade nichts konkretes mehr ein, aber in vielen Medien gibt es ja Frauen, die entweder gemeingefährlich oder im realen Leben praktisch lebensunfähig (Stichwort "Manic Pixie Dreamgirl"wink.gif wären und trotzdem Horden von Fanboys haben.

Aber ich denke, du verstehst, worauf ich hinauswill:
Wir haben jetzt quasi beide jeweils den Männern und Frauen unterstellt, dumme hormongetriebene Schafe zu sein, die sich jeden Mist gefallen lassen, solange das Gegenüber nur erotisierend genug ist.

Meine Gegenfrage wäre nun allerdings: Was spricht dagegen, wenn eine Frau nicht von jedem angebaggert werden will? Muss sie jeden Mann zwecks Gleichberechtigung mit offenen Armen empfangen und ihm zu seiner gelungenen Kontaktaufnahme beglückwünschen, auch wenn er nicht ihr Typ ist? Würdest du das machen, wenn sich deine subjektive Frau Frankenstein an dich ranmachen würde?

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Geschrieben am
Eremit
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Soviele Halbwahrheiten, Verharmlosungen und Übertreibungen in den Kommentaren...

Ein paar Punkte:

- Männer sind deutlich häufiger Opfer von Gewalttaten, außer bei Vergewaltigung. Hier etwas ausführlicher: http://permutationofninjas.tumblr.com/post/21541277821/on-gendered-violence

- Frauen wird nicht weniger gezahlt, weil jeder Frauen hasst, sondern weil sie sich gegen Karriere (also längere Arbeitszeiten) entscheiden.
Hier ausführlicher: http://permutationofninjas.tumblr.com/post/21542975783/the-wage-gap-that-isnt

- und zu der unsäglich dummen 'rape culture' theorie: http://permutationofninjas.tumblr.com/post/35653709672/rape-culture-101-debunked

Ansonsten empfehle ich noch die Videos von GirlWritesWhat auf Youtube: http://www.youtube.com/user/girlwriteswhat/videos?view=0

Man merkt schon, dass der Unfug von den USA zu uns rübergeschwappt ist.

Die "Debatte" wird vermutlich wieder mal den falschen Schwerpunkt haben, emotional geführt und am Ende wird nichts dabei rauskommen. Außer das Frauen sich ja sooo bedroht fühlen müssen, und Männer sich gefälligst bewegen und das ändern sollen. So richtig emanzipatorisch.

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Geschrieben am
Eremit
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@LovedOne: Wer sagt denn, dass Frauen auf jede Anmache eingehen müssen? Vermutlich niemand. Von Männern wird erwartet, dass sie Frauen ansprechen.

Es geht auch nicht um die hartnäckigen Typen. Es geht nur darum, dass Frauen nicht von "pickeligen Nerds" angesprochen werden wollen.

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Geschrieben am
Praeriebaer
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ach, dass sie die Journalistin damit durchkommen lassen, zeigt doch nur, was fürn Rotz die Zeitschrift inzwischen ist. Jahrzehnte lang bis heute gab es nur einen Grund, warum überhaupt so viele Frauen dieser Zunft nachgehen:Sie sollten die mächtigen Männer aus der Reserve locken und das haben sie auch geschafft. Nun, da wo es immer mehr mächtige Frauen gibt, werden Journalistinnen immer unnötiger und weil sie wissen, dass sie dem Ende nahestehen, schwenken sie noch einmal Fahnen und Trompeten!

Von mir aus braucht es garkeine Leute zu geben, die mit irgendwelchen Politikern im "intimen-weil nicht aufgezeichnetem" 1zu1 Gespräch labern um ihnen private Details zu entlocken! Die können dann hinterher alles mögliche behaupten.
Ihr Job gehört wegrationalisiert und fertig!

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Geschrieben am
Yvonne (Website)
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Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust:

Einerseits sage ich: "Erste-Welt-Probleme" ... Wenn sich in Deutschland ein Vergewaltigungsopfer zu Wort meldet, wird ein so großer Fahndungsdruck aufgebaut, dass sich die Täter nicht selten freiwillig stellen.
Wenn in Indien eine Frau vergewaltigt wird, tja, dann ist es wohl mal wieder Mittag.

Andererseits kann ich die Probleme in Deutschland nicht ignorieren. Aber das einzige, was ich sehe, sind gegenseitige Anschuldigungen.
"Wenn ein Mann mit 20 Frauen schläft, ist er ein Held; wenn eine Frau mit 20 Männern schläft, ist sie eine Schlampe."
"Wenn eine Frau im gleichen Job weniger verdient als ein Mann, hat sie einfach nicht hart genug verhandelt!"
"Von Männern wird doch eine aktivere Rolle in Beziehungen erwartet!"
"Väter bekommen seltener das Sorgerecht!"
"Aaaaber Sexismus gibt es auch von Frauen!"

Wo man hinsieht, nur Anschuldigungen und kein Lösungsvorschlag in Sicht. Woher soll der auch kommen, wenn die Feststellung "Frauen werden im Bereich X benachteiligt" nur gekontert wird mit "Aber Männer sind benachteiligt im Bereich Y!" ?
Das sind vielleicht korrekte Feststellungen - lösen am Problem (bzw. den ProblemEN) aber überhaupt nichts.

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Geschrieben am
Praeriebaer
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okay Yvonne, gehn wir vom hier und jetzt aus.

Da hat eine Frau Geld und Ruhm bekommen um die Karriere eines Politikers zumindest stark anzukratzen, der grade seine "Spitzenkandidatur" bekannt gegeben hat. Eingesetzt hat sie dafür ihr Gehirn und ihren Körper.

Ich sage mal, diese Frau will garkeine Gleichberechtigung. Denn dann wäre sie sofort gegangen, als Brüderle sich an sie ranmachte. Sie blieb, weil sie wusste, dass sein Verhalten ihr Geld einbringen würde. Sie hat sich prostituiert. Er wird sie ja wohl nicht eingeschlossen haben. Diese Journalistin ist Verona Feldbusch in etwas intelligenter. Und morgen wedelt sie am Straßenrand mit nem Strumpfband wegen nem plattem Reifen.

0
Geschrieben am
firesky
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Erinnert mich an eine Bemerkung bei der NFC Championship.

Michael Crabtree von den San Francisco 49ers wurde zu einem "Sex Assault Case" von der Polizei befragt. Es kann ihm derzeit nichts nachgewiesen werden, aber sein Ruf ist schon mal ziemlich angekratzt.

Der deutsche Kommentator der selbst in den USA College-Football gespielt hat meinte dazu, dass sein alter Headcoach sich immer jemand 2. (Spieler, Trainer, etc.) dazugeholt hat, wenn er mit einem weiblichen Angestellten gesprochen hat. Damit er immer einen Zeugen hat, der solche Anklagen gegen ihn wiederlegen kann. Das war vor 10-20 Jahren

Eigentlich traurig, das so etwas nötig ist.

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Geschrieben am
alysander
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Ja..ich weiß nicht ob ich lachen oder Kotzen soll.

Frauen sollen sich also mal nicht so haben weil Männer nicht so oft das Sorgerecht kriegen. Was faktisch so mal nicht stimmt. In Ehen endet es in den meisten fällen bei geteiltem ausser es liegen trifftige Gründe vor und in nicht ehelichen bei einem Umgangsrecht. Männer spielen die fälle wo jemand sein Kind nicht sehen darf nur gerne hoch.

Reden wir mal über Sexismus...

Im Baumarkt was fragen und erstmal als kompletter Vollidiot behandelt werden, möglichst noch mit der Frage was der Mann den damit machen will.

Frauen fühlen sich auch nicht unwohl wen man ihnen Ficken/Schlampe/Fotze ect entgegen schreit.

Oder Männer ihnen im Dunkeln aufdringlich nachlaufen und nach Namen oder Telefon Nummer fragen.

Wir lassen uns gerne auslachen über Frauen Parkplätze die entgegen Dummer Männer nicht da sind weil sie Größer sind sondern meist mehr beleuchtet und Überwacht weil man in dunkeln Parkhäusern angst vor Vergewaltigung haben muss.

In Vorstellungsgesprächen erstmal gefragt wird ob man Kinder hat oder vorhatt Kinder zuhaben oder Schwanger ist. Dann kann man den Job vergessen.

Hat eine Frau viele Dates ist sie ne Schlampe, Kurze Haare? Kampflesebe, Kurze Röcke? Nutte

Mutter und geht arbeiten? Rabenmutter. Mutter und bleibt zu hause? Sozialschmarotzer.

Ich glaube kein Mann kann sich vorstellen wie oft man Tagtäglich belästigt wird. Diskriminiert und Gedemütigt.

Erschreckend wieviele Männer hier beklagen wie schlecht es ihnen geht.
Bleiben wir mal bei den Fakten. Jahrtausende Lang wurden Frauen Unterdrückt. Und werden es bis heute in den meisten Teilen der Welt.
Sprechen wir mal über Häusliche Gewalt (wo der mann dann noch den Nerv hat sich zu beschweren das er seine Kinder nicht sehen darf). Vergewaltigung, Sexueller Missbrauch, Nötigung, Belästigungen.

Der Artikel oben mag Witzig sein, aber ist faktisch nur etwas das ein mann schreiben kann. Zu den Kommentatoren hier mal nix sagend.

Und spart euch euren Atem das es ja nicht so ist und wie schlimm die lage der Männer ist und Frauen sich das ja meist nur ausdenken, mir wird übel wen ich sowas lese.
wuerg.gif

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Geschrieben am
Annonymous
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@Alysander: Und solche Beiträge wie deiner lösen das Problem nicht, sondern verstärken es nur. Du stellst Männer unter Generalverdacht und ignorierst das Problem, dass etliche Frauen auch sexistisch sind und durch ihr Verhalten Sexismus tolerieren und unterstützen, solange es ihnen denn hilfreich ist. In den Medien und von den meisten Frauen ist davon aber nicht die Rede, es wird mit den Fingern auf die Männer gezeigt. Der Frauenhass und die negativen Reaktionen auf #Aufschrei vieler Männer entsteht doch gerade nur deswegen.
Es geht nicht darum, männlichen Sexismus mit weiblichen aufzuwiegen, sondern darum, dass alle an einem Strang ziehen und von BEIDEN Seiten das Problem gleichermaßen angegangen wird (und alle dazwischen sollten wir auch nicht vergessen, heteronormative Matrix lässt grüßen).

Übrigens hat die Hälfte deiner Aufzählung etwas mit der familienunfreundlichkeit Deutschlands zu tun und NICHT mit Sexismus. Und mir wird speiübel, wenn du behauptest, alle Männer, die ihre Kinder nicht sehen dürfen würden häusliche Gewalt anwenden. Danke, du SexistIn!

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Geschrieben am
Vic
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Männer werden genauso oft von ihren Partnerinnen geschlagen, genötigt und fertig gemacht. Trotzdem kriegt ein Mann, der von seiner Frau fertiggemacht wird nur in den seltensten Fällen Hilfe.

Ein Mann wird von einer Frau 36 Stunden lang festgehalten und vergewaltigt? Ist ja kein Problem, lachen wir über ihn, ist ja nichts Schlimmes.

Einem Mann wird von seiner Frau der Penis im Schlaf abgeschnitten, weil er sich scheiden lassen wollte? Pfff, der hat's verdient!

Warum Männer keine Angst haben, in der Nacht alleine rumzulaufen? Weil es ihnen nicht eingeredet wird. Auch Männer (besonders körperlich Schwächere) werden da aufgegriffen und vergewaltigt, sie werden öfters als Frauen ausgeraubt oder umgebracht.

Würdest du einem Jungen einreden, dass er sich ohne den Schlüsselbund in der Hand nicht mehr auf die Straße wagen würde, hätte das den selben Effekt.

Alles hat zwei Seiten. Und Männer und Frauen werden beide diskriminiert, sexuell belästigt und vergewaltigt.
Männer machen sich über die Probleme der Frauen (Nachts alleine Angst haben, Sexismus) lustig, während Frauen sich über die der Männer (Gewalt an Männern, Sexismus) lustig machen.

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Geschrieben am
Praeriebaer
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@alysander: Wenn ich Frauen in Schubladen stecke, dann tu ich das weil sie diese erfüllen und nicht aufgrund ihres Aussehens oder ihrer Kleidung. Manche Schwule betonen auch völlig absichtlich ihre Neigung durch Gestik, Mimik und manchmal durch Kleidung. Was sollte ich mit meiner Menschenkenntnis anfangen, wenn nicht Leute richtig einschätzen?

In irgendne Schublade passt so gut wie jeder rein, da nehm ich mich nicht aus.

Vorstellungsgespräche gehen bei den allermeisten weit unter die Gürtellinie. Da mach ich dann dicht und red nicht weiter!!!

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Geschrieben am
ArmedWombat
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@ Alysander:
Buuu-hu. Als ob das nicht auch andersrum passieren würde. Zum Beispiel, wenn man im Supermarkt als Mann nach Gemüsen oder Gewürzen fragt. Oder wusstest Du, dass eine australische Fluglinie vor ein paar Monaten die Regel erlassen hat, dass keine Männer mehr neben alleinreisenden Kindern sitzen dürfen? Wegen Gefahr sexueller Belästigung oder Schlimmeren. Und das nicht wegen irgendetwas das vorgefallen wäre - nur präventiv.
Im Baumarkt verspottet? Das ich nicht lache. Ich behaupte mal, nur aufgrund seines Geschlechts als potentieller Vergewaltiger gesehen zu werden, toppt das noch.

Und "Ficken/Schlampe/Fotze"... och du meine Güte. Männer müssen sich Dinge wie "Weichei" oder "Schwuchtel" bzw. "Höhlenmensch" oder "Primitivling" anhören, wenn sie nicht den Erwartungen an ihr Geschlecht entsprechen. Oder auch mal als Arschlöcher und hormongesteuerte Zombies. Und wenn sie DAS dann mit einer Ohrfeige beantworten, dann werden sie wegen Körperverletzung angeklagt. Versuch das mal als Mann, eine Anzeige weil eine Frau dich geohrfeigt hat. Du wirst von der Polizeistation bis zum Gericht ausgelacht und als Weichei beschimpft. Die Frau wird sogar noch als tough und selbstbewusst gelobt.

Leute die uns im Dunkeln nachlaufen finden wir auch nicht so super. Auch unter Männern gibt es eine großes Spektrum an körperlicher Kraft, und auch als Mann kann man zum Opfer gemacht, überfallen, ausgeraubt, zusammengeschlagen oder niedergestochen werden. Vergewaltigt seltener, okay. Dafür ist Gewalt gegen Männer generell gesellschaftlich weit tolerierter.

Im Vorstellungsgespräch... jaaa, ich weiß nicht ob Du die Rechtslage kennst. Solche Fragen sind verboten. Und Niemand kann dich belangen, wenn Du da lügst. Dass sie noch verbotenerweise gestellt werden, hat aber nunmal biologische Gründe.

"Hat eine Frau viele Dates ist sie ne Schlampe, Kurze Haare? Kampflesebe, Kurze Röcke? Nutte"
Hat ein Mann Muskeln, ist er ein Idiot. Hat er keine, ist er ein Schwächling. Hat er eine Brille ist er ein Nerd. Hat er erst spät Sex, ist er ein Versager. Benutzt er Feuchtigkeitscreme oder mag die Farbe rosa, ist er eine Schwuchtel.

"Ich glaube kein Mann kann sich vorstellen wie oft man Tagtäglich belästigt wird. Diskriminiert und Gedemütigt."
Ich würde ja gerne noch ein bisschen Sarkasmus ablassen, aber ich bleibe lieber mal kurz ernst: Kann es sein, dass Du ganz normale gesellschaftliche und persönliche Diskriminierung siehst und es als Sexismus verpackst? Jeder wird ständig irgendwie irgendwo diskriminiert, weil er nicht in das Welt- und Rollenverständnis von Jemand anderem passt. Und da ist das Geschlecht zu weiten Teilen egal. Wenn dich Jemand nicht leiden kann und dir das zeigen will, macht das Geschlecht nur einen Unterschied in der Art der Beleidigung - Männer kriegen ein "Arschloch" zu hören, Frauen ein "Schlampe". Keines davon lässt zwangsweise Rückschlüsse über die Einschätzung deiner Person zu. Nicht jeder, der dich "Schlampe" nennt, will dir damit klarmachen, dass er dein Sexualleben für verurteilenswert hält. Es sind einfach nur Beleidigungen. Ein leichter zivilisatorischer Fortschritt gegenüber dem geworfenen Stein. Man packt, was gerade da ist (bzw. was einem einfällt) und schmeißt. Sicher, die perfekt ausgewählten und gezielt geworfenen tun mehr weh, aber die Mühe machen sich nur Wenige.
Und im Berufsleben... so wie Frauen in einer Informatikertruppe auffallen, fällt auch ein Mann als Kindergärtner auf. Dumme Sprüche kriegen beide ab. Nur dass man der Frau nicht gleich noch pädohpile Neigungen unterstellt.

Und hast DU eigentlich eine Ahnung wie es ist, wenn man ständig auf ein Hormon reduziert wird. "testosterongesteuert", schonmal gehört? Soll so eine Art Zombieseuche sein, nur dass man Appetit auf Sex statt Gehirn bekommt. Männer haben das angeblich.
Aber gibt es das Wort "östrogengesteuert"? Nicht als Beleidigung. Noch nichtmal wirklich definiert. Männer sind also tumbe Sklaven ihrer Hormone, während niemand Frauen unterstellen will, dass sie das ebenso wären. Dafür sind sie ja viel zu klug und weise und sanft und was weiß ich nicht alles. Ist klar.

Auch Männer werden in Rollen gepresst, mit Vorurteilen belegt und diskriminiert, das fällt Dir vielleicht nur nicht so auf, weil Du anscheinend jede negative Reaktion die Du erlebt hast, allein auf dein Geschlecht abgezielt siehst. Du bist wie der schnapsstinkende Obdachlose, der vor die Tür gesetzt wird und dann wütend ruft "Nur weil ich schwarz bin!". Weil das für ihn der einzig vorstellbare Grund ist.

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Geschrieben am
Bifi
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Ganz ehrlich?

Wenn einer Journalistin nach einem Jahr, kurz nachdem ein Politiker zum Spitzenkandidaten einer angeschlagenen Partei ernannt wird auf einmal einfällt, dass er sie sexuell belästigt habe, dann ist das schon arg fragwürdig.

Natürlich war das von Brüderle ziemlich daneben. Gerade als Politiker sollte man sich im klaren darüber sein, dass so etwas einem zu ausgesucht unpassenden Anlässen gerne mal einen Karriereknick verschafft.

Trotzdem, wenn die Frau sich wirklich ernsthaft sexuell belästigt gefühlt hat, dann hätte sie das auch zeitnah zur Anzeige bringen können.
So wirkt die ganze Geschichte wie ein ziemlich plumper Versuch, Brüderle unmöglich zu machen.

Nicht dass ich große Sympathien für ihn oder seine Partei hege, aber sowas ist einfach nur daneben!

0
Geschrieben am
Cis
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@ArmedWombat

Überprüf mal dein Privileg.

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Geschrieben am
ArmedWombat
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@ Cis:
Na dann klär mich mal auf, was hab ich denn für ein Privileg, allein dadurch, dass ich mit einem Y-Chromosom geboren wurde, das nicht durch einen Nachteil an irgendeiner anderen Stelle aufgewogen wird?

0
Geschrieben am
Alysander
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@ArmedWombat

Das du nen Idiot bist hab ich schon vor deinem langen Text gewusst, Sorry hätte ich dir sagen sollen hättest dir den Geistigen Abfall sparen können.
Ich werde eine Schweigeminute einlegen für all die Ungerechtigkeiten die dem Mann geschehen sind.
Schließlich haben ja Frauen Jahrtausende lang den Mann unterdrtückt

0
Geschrieben am
Jan
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Gender pay gap? Es gibt kein gender pay gap:

- Bei meinem Studentenjob verdienen Studentinnen genausoviel wie Studenten bei gleicher Wochenstundenzahl, da es einen einheitlichen Studi-Tarif gibt.
- Meine Eltern verdienen unterschiedlich, weil sie beim gleichen Arbeitgeber unterschiedliche Arbeitsplätze haben.
- Der Mann bei meinem Aldi an der Kasse verdient mit Sicherheit mehr als die Kassiererinnen, weil er eigentlich Filialleiter oder so etwas ist (zumindest deutet seine Kleidung darauf hin) und in Stoßzeiten manchmal eine Kasse übernimmt.
- Wenn beim Einstellungsgespräch die Lohnvorstellungen von Frauen niedriger als die von Männern sind, ist dann der sexistische Arbeitgeber schuld? Kaum.
- Lohnkosten bei Frauen mit gleicher Qualifikation und Arbeit sind geringer? Welcher Arbeitgeber sollte dann überhaupt noch Männer einstellen?
- und so weiter, wer kann mir denn nun wirklich mal einen Beruf nennen, bei dem Frauen bei gleicher Qualifikation und Arbeit unverschuldet weniger verdienen? Das sind doch alles nur Durchschnittswerte, bei denen Branchenunterschiede, Qualifikation, Überstundenzahl, unterschiedliche Arbeitszeit, etc. erst noch rausgerechnet werden müssen (müssten).

Nicht nur dieser Mythos, sondern so manche "Probleme", die (angeblich) dem Seximus geschuldet sind, lösen sich bei kritischer Betrachtung in heiße Luft auf. Ja, es gibt Sexismus und das ist nicht akzeptabel. Aber wenn da (auch von Männern, aber meistens von Frauen) Punkte aufgeführt werden, von denen ein signifikanter Anteil irgendwelche Mythen sind, kann ich die Debatte nicht ernst nehmen.

Zum eigentlichen Thema: ich habe das so verstanden, als ginge es eigentlich um Belästigung. Was hat das mit Sexismus zu tun? Wenn ein Mann komisch angeschaut wird, weil er beruflich "irgendwas mit Kindern" machen möchte, ist das Sexismus, aber keine Belästigung. Wenn ein Politiker jemanden begrabscht, ist es Belästigung und damit ein inakzeptables Verhalten, egal welches Geschlecht.

0
Geschrieben am
Lurinil
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Nur, weil Frauen Jahrtausendelang vom Mann unterdrückt wurden, heißt das jetzt aber nicht, dass wir es ihm jetzt heimzahlen sollten.

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Geschrieben am
Vic
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@ Alysander

Ja, Frauen wurden und werden noch immer unterdrückt. Das ist kein Grund, die Probleme die Männer haben zu ignorieren.

Weißt du, was Sexismus ist? Dass Frauen, die in England ihren Mann oder ihre Kinder töten nicht das Urteil "Mord" kriegen, wenn sie in der Ehe misshandelt wurden.
Selbst wenn ein Mann von seiner Frau täglich misshandelt wird und er sie umbringt, bekommt er das Urteil Mord. Weil er ein Mann ist.

Das ist Sexismus. Genau wie eine Frau, die einen Job wegen ihres Geschlechts verwehrt bekommt.

0
Geschrieben am
Batterie
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@Vic: Lass mal. Frauen als Gruppe werden (und wurden) nicht "unterdrückt". Erst recht nicht in der westlichen Welt. Unterdrückung ist es, was die Juden in den 30er Jahren in Deutschland erleiden mussten. Unterdrückung ist es, was Schwarze in den USA bis in die 60er Jahre erleiden mussten.

Unterdrücker beschützen die von ihnen unterdrückten nicht mit ihren Leben, oder ziehen für sie in den Krieg, oder gehen unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten, um Geld für Essen, Unterkunft und Kleidung zu haben.

0
Geschrieben am
Vic
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@Batterie

Ich meinte jetzt vor Allem Frauen in der dritten Welt und im nahen Osten. Die wirklich keine Rechte haben.

0
Geschrieben am
ArmedWombat
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@ Alysander:
Wow, immer wieder eine Freude, mit einer aufgeklärten, starken Frau zu reden, die Polemik nicht nötig hat und argumentieren kann. 1+. Da hab ich doch gleich viel mehr Respekt vor Dir und deine Position zu solchen Themen.

Beide Geschlechter werden diskriminiert, das scheint Dir nur noch nicht aufgefallen zu sein. Oder Du verdrängst es, weil es Dir ja ach so viel schlechter geht. Frauen werden unterschätzt, bevormundet oder degradiert. Männer dagegen werden dämonisiert.
- Männern kann öffentlich Gewalt angetan werden. Rede in der Öffentlichkeit nur mal zu laut mit einer Frau, schon wirst Du von einem halben Dutzend Möchtegern-Gentlemen umringt die dich fragen ob Du auf die Fresse haben willst. Schlägt dagegen eine Frau einen Mann, ist das völlig akzeptabel, sie wird als selbstbewusst gelobt, der geschlagene Mann als Weichei oder Arschloch.
- In Film und Fernsehen ist Gewalt gegen Männer ein völlig etabliertes Mittel der Komik. Gern darf man ihnen auf die Fresse hauen oder auch in die Genitalien treten - das gilt als lustig. Die Szenen dagegen wo Gewalt gegen Frauen als komödiantisches Elemente benutzt wird, kann man an einem Finger abzählen. Und jede dieser ohnehin schon wenigen Szenen besteht aus Gewalt Frau gegen Frau.
- Männern dürfen öffentlich in einem Maße beschimpft und generalisiert werden, in dem das für Frauen schon lange nicht mehr möglich ist. Stell dich mal in die Öffentlichkeit und sage, "Frauen sind klüger als Männer" - die eine Hälfte klatscht Beifall, die andere schweigt. Dann sag stattdessen mal "Männer sind klüger als Frauen!". Eine Hälfte buht dich aus, die andere schweigt.
- Frauen werden als Sexobjekten dargestellt, Männer als Sexualstraftäter in spe. Wie die erwähnte Flugzeugnummer. Oder Männer die einen Kinofilm in der Frühvorstellung sehen, während im Saal überwiegend Kinder sind und dann vom ersten Vater vollkommen aus dem Nichts angedroht kriegen "Wenn Du meiner Tochter zu nahe kommst, brech ich Dir die Knochen!". Oder was ist mit Strafanzeigen wegen Gewalttaten, in denen grundsätzlich erstmal der Frau Glauben geschenkt wird, egal wie wirr ihre Anschuldigungen und wie glaubwürdig der Mann sind?
- Generell werden Männer härter bestraft? Da war vor zwei Jahren der Fall einer Lehrerin in den USA, die Sex mit einem minderjährigen Schüler hatte. Bei vertauschter Geschlechterkonstellation wäre der Mann geschlachtet und das Mädel bedauert wurden. Aber hier wurde dem Jungen erzählt, er solle sich doch freuen, die Frau sei immerhin heiß. Und achja, die Verteidigung schaffte es sogar, die Strafe zur Bewährung auszusetzen. Mit welcher Begründung? "Die Angeklagte ist zu attraktiv, für sie wäre der Gefängnisaufenthalt damit ganz besonders schlimm." Och herrje. Ist das jemals einem Mann passiert?
- Wenn man Frauen gewisse Fähigkeiten abspricht, dann muss sie jemand anders erledigen. Lies: ein Mann. Während meiner Ausbildung hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, zwei Jahre lang einziger Mann unter 4 Azubis zu sein. Deswegen war ich auch der, zu dem man immer gleich kam, wenn es schwere Sachen zu schleppen gab. Niemand wollte das den armen, zerbrechlichen Mädels (alle normal gebaut) zumuten. Nichtmal zweien zusammen. Also durfte ich es machen. Zum Ausgleich wurde ich dann regelmäßig übergangen, wenn es interessantere Arbeit gab. Meine Mit-Azubinen hatten daraus vielleicht tiefe seelische Verletzungen weil ihnen keiner was zutraute, aber ich war der mit den Rückenschmerzen.
- Gegen Männer kann im großen Stil gehetzt und polemisiert werden. Kann sich Jemand vorstellen, dass Jemand Bücher schreibt, darüber, warum die Frauen das nutzlose und überflüssigere Geschlecht wären, und alles viel besser ohne sie wäre? Wohl kaum. Kein Verlag würde sich da heranwagen. Aber der umgekehrte Fall? Massig.
- Das vorhin schon erwähnte "testosterongesteuert". Männer sind willenlose Sklaven ihrer Hormone. Frauen sind so wie sie sind. Wow. Schön, wenn einem alles Denken und Selbstbeherrschung abgesprochen wird.
- Männern wird schon im Kindesalter vermittelt, dass ihr Geschlecht unerwünscht ist. Nicht nur durch überwiegend weibliche Lehrerinnen, die am liebsten die ganzen dumme, lauten Jungs rauswerfen würden, damit sie mit den lieben, stillen Mädchen in Ruhe arbeiten können. Mein Bruder hatte so eine "tolle" lehrerin, die das sogar offen zugegeben hat.
Mädchen werden gefördert, weil sie Mädchen sind, nicht etwa weil sie es durchgehend nötig hätten. Das Wort "Jungenförderung" konnte man dagegen jahrzehntelang nicht einmal in den Mund nehmen. Das Ergebnis sieht man in den Noten: Man hat den Mädchen so lange Unterlegenheit bescheinigt, bis sie lange genug gefördert wurden, um die Jungen zu überholen... und statt diese ab dem Punkt mitzunehmen und so etwas wie einen Ausgleich zu schaffen, hat man sie einfach sitzengelassen.

Und DAS ist symptomatisch für viele der Probleme in diesem Zusammenhang. Man sah die Frau als benachteiligt und hat die Situation zu ihren Gunsten geändert... ohne darauf zu achten wann genug war. Man ist davon ausgegangen, dass es sich schon irgendwie einpendeln würde, bis dann manches so weit umgeschlagen ist, dass plötzlich die Männer die Benachteiligten waren. Nicht überall. Wie ich schon an anderer Stelle sagte, ist es ein System von Ungerechtigkeiten an beiden Geschlechtern. Und das muss man auch bedenken, wenn man irgendetwas ändern will. Tumbes Geheule von "tausende Jahre Unterdrückung" ist da kontraproduktiv, denn man kann kein Gleichgewicht herstellen, wenn man 100 verschiedene fehljusterte Wagen immer nur in die eine Richtung drückt.

Wenn Du also glaubst, dass es um Welten besser wäre, zu einem Monster erklärt zu werden, als verniedlicht und unterschätzt zu werden... dann hast Du echt ein merkwürdiges Weltbild.

0
Geschrieben am
Yvonne (Website)
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Nach 46 Kommentaren sind wir also wieder (oder immer noch) an dem Punkt, an dem wir fesstellen: Es geht uns scheiße und unsere Mitmenschen - sowie Nachrichten, Rechtsprechung, Filme und andere Medien - betrachten uns mit Vorurteilen, welche nicht auf unserer Person basieren, sondern rein auf unserem Geschlecht.
Egal, ob wir da Höhle oder Hammer zwischen den Beinen haben.

Das sagt uns, dass wir Menschen einfach grundsätzlich das Potenzial zum Arschloch haben, egal ob Mann oder Frau. Schön, dass wir wenigstens in dieser Hinsicht gleichberechtigt sind.

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Geschrieben am
Aly
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http://www.amptoons.com/blog/the-male-privilege-checklist/

Ich würde es ohne Kommentar posten, aber... seht die Liste durch und sagt mir dann noch mal, dass die armen, armen Männer ach ja so sehr diskriminiert würden.

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Geschrieben am
Vic
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http://owningyourshit.blogspot.co.at/2011/05/female-privilege-checklist.html

Weil ja nur Männer privilegiert sind, stimmts?

0
Geschrieben am
ArmedWombat
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Das entspricht so ziemlich genau dem, was ich an anderer Stelle gesagt habe: Eine Haufen Ungleichheiten für beide Seiten. Ob man sich damit im Vor- oder Nachteil sieht, hängt schwer davon ab, wie man sie gewichtet.

Aber die können sich ja auch verschieben. Und wenn sie es tun, dann tun sie es meist zugunsten der Frauen, eben weil immer noch der Gedanke vorherrscht, dass sie so viel weniger Privilegien hätten und deswegen ruhig mehr haben sollten. Kleine Anekdote dazu:
In meinem Ausbildungsbetrieb gab es eine Kleiderordnung für die Bürokräfte. Die Herren mussten in Anzug und Krawatte auftauchen, die Damen mussten Röcke tragen (ja, war schon nach der Jahrtausendwende). Gut, eine Auswahl Anzüge und Hemden kaufen und in einsetzbarer Form halten zu müssen ist weder zeitlich noch finanziell ein Spaß, aber ich gestehe den Damen mal zu, dass sie da das größere Ärgernis/Einschränkung hatten (speziell im Winter).
Nach dem ersten Jahr gab es allerdings einen Besitzerwechsel und die alte Regel wurde aufgehoben. Also die Rockpflicht, nicht die Kleiderordnung an sich. Ab dem Zeitpunkt durften die Damen mehr oder weniger tragen was sie wollten, solange es nicht zu leger war. Die Männer? Mussten immer noch im vollen Anzug zur Arbeit. Und das wurde auch nicht mehr geändert. Und so schnell sind wir von "beide sind benachteiligt, Frauen etwas schlimmer" zu "nur die Männer sind benachteiligt".

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Geschrieben am
Bonus
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hahahahahahahah... :-D tschuldigung ...
jetzt streitet halt nicht. es ändert sich doch eh nix. jeder muss sowieso immer selber gucken wo er bleibt.
und auch selber schauen wie man sich selbst verhält. Männer und Frauen sind eben nunmal nicht total gleich. also... auf eine totale Gleichheit rauszuwollen ist auch irgendwie schräg. und jetzt wird nur rumgekeift hier....
und mit was für Geschichten... ei ei ei...

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Geschrieben am
Praeriebaer
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@ArmedWombat: Nur weil das in deinem Betrieb so gehandhabt wurde, heißt das nicht, dass das die Gesellschaft so sieht. Ich persönliche lache innerlich diese abgebrochenen 3Käse hochs in der Bank mit ihren Anzügen immer aus, weil ich weiß, dass sie noch garnicht wissen können wovon sie reden, aber man ihnen befohlen hat zumindest so auszusehen als wüssten sies. Zu so jemandem würde ich aber niemals hingehn und mir ne Versicherung verkaufen lassen, da geh ich eher in irgendne Butze wo wer mit Jogginghose sitzt.

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Geschrieben am
Reami
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Ich bin noch nicht beim aktuellen Stern angekommen. Habe gestern erst 02/2013 geblättert.

Die Seite lese ich zum aktuellen Thema sehr gern: http://www.doctornerdlove.com/

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Geschrieben am
ArmedWombat
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@ Paraeriebaer:
Lies doch bitte nochmal, das war gar nicht der Punkt. Es ging mir darum, dass man oft einfach stumpf versucht, Ungerechtigkeiten gegen Frauen zu begradigen, aber sich nicht wirklich darum schert was mit den Männern ist, weil Frauen es ja so schlecht hätten und man ihnen deshalb aus Prinzip helfen müsse.

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Geschrieben am
Tobey (Website)
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Ich muss ArmedWombat und Klopfer voll zustimmen.
Überall wird gejammert, wie schlecht es den Frauen gehen würde und dabei wird sehr schnell vergessen, dass auch wir Männer es nicht immer leicht haben.
Beide Geschlechter haben ihre Nachteile und ihre Vorteile. Frauen nutzen ihre Vorteile oft, um es sich etwas gemütlicher zu machen. Mal ein bisschen die Kurven spielen lassen und die Männer fressen ihr aus der Hand. Der Mann bekommt ein paar Euro mehr im Job, der Arbeitgeber hat mehr Sicherheit. Eine Frau im Schwangerschaftsurlaub muss bezahlt UND in der Zeit auch ersetzt werden.
Natürlich wird dieses Risiko dann auch einkalkuliert. Das ist eben eine Tatsache, mit der Frauen leben müssen. Also kommt damit klar.

Ich erinnere mich bei solchen Themen immer an den Fall vom Kachelmann. Erstmal schön beschuldigen, das Leben des Mannes ruinieren, sich dann in Widersprüche verfangen und den Mann dann wegen mangelnden Beweisen frei lassen. In solchen Fällen wird die Unschuldsvermutung immer ganz schnell ignoriert, weil jeder Mann ja ein potenzieller Vergewaltiger ist.

Kaum hat eine Frau ein paar Nachteile, schreien alle nach Gleichberechtigung. Kaum hat eine Frau ein paar Vorteile gegenüber einem Mann, dann ist das vollkommen OK und kein Mann würde es wagen, auch nur in Gedanken nach Gleichberechtigung zu rufen, weil es ihm sonst ganz schnell noch schlechter geht.

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Geschrieben am
Tai
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@Tobey: Kurzer Advocatus Diaboli - Was ist mit den Frauen, die nicht so "erwartet" kurvig sind (Weil zu schwer, alt, unfoermig, etc.-)? Ausserdem bekraeftigst Du mit Deiner Aussage doch die Idee, Maenner seien Brunft-gesteuert.

Zur Diskussion: Frauen an die Kette, Maenner in den Steinbruch.
Selbst wenn wir beide Geschlechter an das gleiche Kreuz nageln, wird sich noch beschwert werden, dass die Naegel des einen glaenzender sind...

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Geschrieben am
Praeriebaer
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jop, teile und herrsche!


Ich glaube, dass das mit dem Sexismus auf beiden Seiten ganz gut funktioniert. Der Mensch hat nunmal Hormone in sich-nicht nur Männer. In unserer modernen Welt werden sie der Marktwirtschaft zu Liebe rauskalkuliert und grade das macht sie so gefährlich.

Ich weiß, wie ich ne Frau eher dazu kriege mir einen Gefallen zu tun, dafür muss ich nur den typischen überforderten Jungen spielen, dem das Kochen nie beigebracht wurde. In Wahrheit ist das genaue Gegenteil der Fall, ich kann besser Kochen als Autos zu reparieren, aber das sieht man mir ja nicht an.

Gäbe es mehr männliche Amtsangestellte, dann hätte ich es viel schwerer, weil die mich sofort durchschauen würden und ich mir vor denen auch keine Blöße geben würde.

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Geschrieben am
Obstsalat
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Männer werden auch benachteiligt.
Wenn ein Mann Grundschullehrer wird, wird er doof angeguckt, wenn er Kindergärtner wird, auch.
Er muss sich bestimmten Erwartungen der Gesellschaft stellen, ist einem "Machtkampf" innerhalb seines Geschlechts ausgesetzt. Es ist gut, dass die Wehrpflicht abgeschafft wurde.

Aber: Ich könnte jetzt aus dem Stehgreif zwei Gegebenheiten erzählen.
Eine sexistisch, eine körperlich Übergriffig. Und damit meine ich nicht "du Mädchen" oder "Ja, dann erzähl du uns, als Expertin, doch mal was über das Ovar"
Das können viele Frauen die ich kenne auch.
Ist das bei Männern genau so?

Wenn ich, als ich noch zu Hause gelebt habe, nachts alleine nach Hause gefahren bin, durfte ich das meine Mutter und meiner Oma nicht erzählen, weil es dann eine Standpauke gab.
Mir wurde beigebracht, dass ich im dunkeln aufpassen muss, mich, auch wenn ich älter bin, nicht von fremden Männern ansprechen lassen soll.
Das der Rock zu kurz ist.
Das ich mich nicht mit Männern aus dem Internet treffen soll, bloß nicht, das ist viel zu gefährlich.
Das ich mich auch nicht mit Frauen aus dem Internet treffen soll, weil die könnten auch Männer sein.
Das ich bloß nicht trampen darf, weil mir etwas passieren könnte, weil ich "ja bloß ein schwaches Mädchen bin".

Es gibt Menschen, die sagen: DU warst schuld. Hast zu viel getrunken, geflirtet, nicht laut genug geschrieen. Du wolltest es doch.
Wenn jemand - Mann oder Frau einen sexistischen Witz macht (auch gegenüber Männern), wird mir schlecht, aber ich sage nur in bestimmten Kreise etwas, weil ich bei anderen weiß, dass ich dann die doofe Emanze bin, die Spielverderberin ohne Humor.
Ist das bei Männern auch so?

Natürlich sind auch Männer benachteiligt. Und Schwule, und Kleinwüchsige, und körperlich oder geistig Beeinträchtige, und Arme, und, und, und, und.

Aber der Artikel vom Stern hat es geschafft, etwas nach außen zu tragen, dass schon sehr, sehr lange schwelt. Und es geht gerade, in diesem Moment, um das Unrecht gegenüber Frauen. Darum, dass SO viel passiert, was im Umgang miteinander einfach nur verdammt falsch ist.

DAS HEISST NICHT, das Männer nicht benachteiligt werden. Es ist nur in diese Debatte NICHT dran. Das man sich mit einem Problem beschäftigt, heißt nicht, dass man die anderen aus den Augen verliert.

Schlussendlich muss sich allgemein im menschlichen Miteinander das Klima verbessern. Aber solange wir eine Gesellschaft haben, die Mädchen beibringt, wie sie nicht vergewaltigt werden (was eh nich klappt), wenn man sich gleichzeitig "nicht so anstellen soll", und Leute sagen "Wo ist denn der Unterschied zwischen Flirten und Belästigen? Das ist so schwer, ich kenn den nicht" (stellt euch nich so an, Männer, ihr seid nicht dumm), wird das niemals klappen.

Also, ein Problem nach dem Anderen. Und gerade ist das dran, das nach außen bricht. Vielleicht sollten die Männer auch einfach so viel Mut haben von ihren Erlebnissen zu erzählen? smile.gif

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Geschrieben am
Praeriebaer
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Erstmal heißt es Indianer kennt kein Schmerz und große Jungs weinen nicht. Wohin das führt ist klar: Emotionen haben außerhalb von Fußball und Bier im Leben eines gemachten Mannes keinen Platz. Liebe existiert nicht, sondern der Mann verbindet das gleich mit dem Fortpflanzungstrieb. Was daran falsch sein soll?Garnichts!!!

Aber die Weiber sollen gefälligst aufhören sich darüber zu beschweren, wenn schon ihre Mütter uns GENAU so haben wollten.

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Geschrieben am
verTigO
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Der eigentliche Witz zielt zwar auf etwas anderes ab aber es passt hier gerade sehr gut rein, wie ich finde.
http://9gag.com/gag/6436982

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Geschrieben am
ArmedWombat
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@ Obstsalat:
Der Unterschied zwischen Flirten und Belästigen ist: Der Flirt hört auf, wenn der Flirtende dazu aufgefordert wird. Alles Andere ist Belästigung. Punkt.

Aber gerade an dem Fall der alles losgetreten hat, kann ich nicht wirklich "großes Unrecht" sehen. Wenn man die Kommentare liest, ohne die Geschichte zu kennen, könnte man meinen es ginge um eine Vierzehnjährige die vergewaltigt wurde, und sich nach einem Jahr durchringt, den Kampf gegen den bösen Täter mit mehr Geld als Verstand und Heerscharen von Anwälten aufzunehmen.
Aber das ist es nicht. Es geht um eine erwachsene Frau, eine Journalistin, die wohl die Erfahrung und das Selbstbewusstsein besitzen dürfte, mit Menschen umzugehen, die wenig mit ihr gemein haben. Was passiert? Ein Handkuss und 2-3 Bemerkungen von einem Angetrunkenen, die sie als beleidigend empfand. Wo hat sie ihrem Gegenüber klar gemacht, dass damit für sie eine Grenze überschritten wurde und das nicht in Ordnung sei? Nirgends. Sie hat es sich gefallen lassen, aller Wahrscheinlichkeit nach weil sie hoffte, dass der Mann noch irgendwas ausspuckt, was ihr beruflich nützt. Und dann ein Jahr gewartet, um das Ganze an die Öffentlichkeit zu bringen.
Ich will hier keine sexuelle Belästigung oder Schlimmeres bagatellisieren, aber dieser Fall der die ganze Debatte eben ausgelegt hat, ist alles andere als ein klarer, eindeutiger Fall, mit einem zweifelsfrei zu identifizierenden Schuldigen.

Grundsätzlich gebe ich Dir aber Recht: man muss die Gesamtlage betrachten und verbessern wollen. Soziale Probleme haben praktisch immer mehr als nur eine Seite, und so auch hier.

Zum Beispiel: Das ganze männliche Flirtverhalten (und was davon in Belästigung abgleitet) kann nur so eine Wirkung auf das zwischenmenschliche Miteinander haben, weil die Mehrheit der Frauenwelt mit Männern effektiv das tut, was Dieter Bohlen für DSDS tut: Abwarten bis sich ein Kandidat hintraut und dann (gern mal unter größerer Berücksichtigung des Aussehens als des Gesagten) sich entweder gnädig herablässt und ihn als Kandidaten akzeptiert, oder ihm eine demütigende Abfuhr erteilt. Dabei aber selbst nicht riskiert, in die gleiche Lage zu kommen.
Aber wenn der Mann fast grundsätzlich der Aktive sein muss, dann wird es es auch versuchen wollen - egal wie gnadenlos dumm, schlecht oder ungeschickt er sich dabei anstellt. Entsprechend wird die Messlatte für gutes Flirtverhalten also primär von den Männern gelegt. Nicht weil sie es wollen, nicht weil sie Frauen mit Gewalt draußen halten, sondern weil sich Frauen dieser Aktivität (bzw. deren Initiation) zu einem guten Teil entziehen.
Und diese Richtwerte kommen dann auch noch von denen, die Quantität vor Qualität bieten: die jedes Wochenende ein paar andere Frauen nageln und wieder abservieren. Mit anderen Worten: die Leute, auf die die ganze Polemik und Generalisierung von den sexbesessenen, rückständigen Steinzeitmenschen tatsächlich zutrifft. Es ist wie eine politische Debatte, in der die Linke schlicht nicht da ist, und dann die bescheuertsten Extremisten der Rechten die Diskussion beherrschen (oder umgekehrt). Wenn Frauen etwas daran ändern wollen, dann helfen keine Appelle an die Männer, doch etwas ausgeglichener zu sein. Das einzige was da hilft ist, sich mit auf die Waage zu setzen und zum Gegengewicht zu werden. Eine andere Methode, andere Werte, einen anderen Standpunkt nicht nur zu propagieren, sondern auch zu praktizieren. Nur so kann man Änderungen erreichen. Nicht bloß sagen "Du bist schieße! Änder dich!". Man muss echte Alternativen aufzeigen.

Aber das wird nicht gemacht. Was gemacht wird ist, Forderungen an die Gesamheit der Männer zu stellen. Aber wer sich in so einer komplexen Debatte nur auf eine Seite fixiert (besonders wenn man aggressive Rhetoriker wie Frau Schwarzer mit im Boot hat), macht sich schnell die anderen Seiten zu Feinden. Fronten verhärten sich, und die ganze Diskussion wird zu einem Grabenkrieg zwischen Fanatikern, während die moderaten und vernünftigen und diskussionsbereiten Stimmen in dem Geschrei untergehen oder schlicht mudtot gemacht werden.
Leider passiert genau dies hier. Der unterschwellige Kanon ist: "Der Mann muss sich ändern, die Frau ist perfekt so wie sie ist." Und auch wenn auf männlicher Seite da ohne jeden Zweifel Änderungsbedarf besteht, ist es schlicht falsch, den Frauen da jede Mitverantwortung abzusprechen.

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Geschrieben am
Mac
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@Obstsalat
>> DAS HEISST NICHT, das Männer nicht benachteiligt werden. Es ist nur in diese Debatte NICHT dran. <<

Das Thema der aktuellen Debatte lautet angeblich Sexismus. Und Sexismus ist nicht identisch mit "Sexismus gegen Frauen". Hier nur eine Seite im Blick zu haben (oder in manchen Fällen andere Seiten sogar mindestens implizit zu leugnen) ist denkbar kontraproduktiv und zieht ein solches Thema nur ins Lächerliche.

Es wäre sinnvoller, alle Formen von Sexismus einfach mal offen auf den Tisch zu legen. Das würde der öffentlichen Diskussion gerade wirklich gut tun. So wie es derzeit läuft, ist es abgesehen von vereinzelten netten Blogbeiträgen und Kommentaren im Netz wieder mal eine reine Anti-Männer-Hysterie. Und daß die "Täter" da oft nur noch müde abwinken, liegt irgendwo in der Natur der Sache.

Ich plädiere dafür, einfach mal das ganze Thema umfassend medial aufzuarbeiten. Von lustigen Sexismen (nicht alles ist immer nur böse und schädlich) über weitgehend konstruktive "Sexismen"/Rollenbilder bis zu negativen/schädlichen/behindernden und sogar institutionalisierten Sexismen. Bei Letzteren, und das sind die, denen man sich am schwersten entziehen kann, scheint es übrigens ausgesprochen wenige zu geben, die Frauen in irgendeiner Weise benachteiligen. Und gerade weil sich z.B. darin Ungerechtigkeiten verbergen, die andere (herbeifabulierte oder real vorhandene) Ungerechtigkeiten "ausgleichen" sollen, macht es meiner Ansicht nach wenig Sinn, über das eine zu sprechen ohne das andere zu erwähnen.


>> Das man sich mit einem Problem beschäftigt, heißt nicht, dass man die anderen aus den Augen verliert. <<

Leider scheint es im Moment genau das zu heißen.


Danke an Cis btw fürs Verlinken von fraumeike.de. Schöner Blog. Ich geh zwar nicht in jedem Detail mit der Frau konform, aber muß ja auch nicht. Wichtiger ist mir, daß da mal jemand argumentiert und selbst nachdenkt. Und nicht nur auswendiggelernte Phrasen runterbetet oder mit viel Emo und Tamtam gewürzte persönliche Beispiele kloppt. Wie erfrischend... anders.

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Geschrieben am
Mac
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@ArmedWombat
>> Sie hat es sich gefallen lassen, aller Wahrscheinlichkeit nach weil sie hoffte, dass der Mann noch irgendwas ausspuckt, was ihr beruflich nützt. <<

Bei N24 war heute Christiane Hoffmann zu Gast. Eine andere Journalistin, die laut eigener Aussage bei dem Vorfall dabei war. Bei aller Vorsicht, mit der man auch ihre Äußerungen und subjektiven Erinnerungen diesbezüglich betrachten sollte - salopp gesagt hat sie klargestellt, daß da aus ihrer Sicht mehr oder weniger gar nix passiert sei. Sie hat Brüderle zwar einen etwas "hölzernen Charme" bescheinigt, ansonsten aber eher das Bild einer Journalistin gezeichnet, die da einen beschwipsten Politiker, aus dem "auf professioneller Ebene offensichtlich nichts mehr rauszuholen war" (sinngemäß ausm Gedächtnis) so lange bedrängt hat, bis er halt endlich irgendwas Deppertes von sich gibt.

Ohne einen denkbar plumpen Spruch verteidigen zu wollen, der, wenn er so fiel, keine Glanzleistung war. Aber ich frag mich schon, wer da wen belästigt hat. Und ob der Dirndl-Spruch nicht vielleicht sogar dazu diente, die Frau in der Situation einfach loszuwerden...

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Geschrieben am
murks
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Kann denn auch nur einer mal an die Kinder und Hermaphroditen denken. Die sind doch die Opfer dieser Gesellschaft sad.gif

Letztendlich kann hier so viel generalisiert werden, wie man will. Das Problem sind nicht die hier Anwesenden, sondern die Gina Lisas und Assi Tonis da drausen.
Klopfer hat da schon einige sehr passende Szenarien benannt und diesen Menschen, ob Männchen oder Weibchen, ist es einfach nur scheißegal.
Und tut mir leid, aber das wird wohl der Großteil der Bevölkerung sein.

Aus dem Grund ist diese ganze Diskussion müßig und wird in ein paar Tagen sowieso wieder verebben.

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Geschrieben am
Fux
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Muss mich hier auch mal in die Diskusion einschalten, da ich oft das Gefühl habe, dass bei dem Thema meistens an der Sache vorbeigeredet wird. Immer wenn die "vermeintlichen" Vorteile der Männer aufgezählt werden muss ich lachen, das meiste sind nur Vorteile für egoistische Persönlichkeiten. Wenn ein Mann im Beruf nicht immer das Alphatier raushängen lässt und einen auf Dampfplauderer macht ist er meist genauso benachteiligt wie die Frauen. Er hat nur leider nicht die Waffe Sexismus, sondern einfach Pech gehabt. Ich denke wir haben in unsere Gesellschaft weniger ein Sexismus- als ein Egoproblem. Egoistisches, rüppelthaftes Verhalten wird belohnt, während Mitgefühl, Hilfsbereitschaft mit einem Arschtritt quittiert werden. Das dieses Egoverhalten vielen Männern leichter Fällt ist ein anderes Thema. Aber die meisten Männer, die sich nicht wie Neandertaler aufführen sehen sich mit den gleichen Problemen konfrontiert, wie die ach so sexistisch Diskriminierten Frauen... ohne jedoch welche zu sein, komisch angsthasi.gif

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Olli
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Einigen wir uns darauf das egal ob Mann oder Frau jeder Nachteile hat. Diese ganze Vorteile herausschinden für seine Gruppe bringt doch null.

Aber ich will mal was zur Unterdrückung sagen. Am schlimmsten hat es jahrtausendelang eine Gruppe erwischt die man völlig ausklammert. Kinder. Die hatten nämlich in den meisten Kulturen erst recht die Arschkarte. Die waren immer die schwächste Gruppe. Und Rechte hatten sie fast nie mit denen konntest machen was du wolltest.

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Geschrieben am
Praeriebaer
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Bei Kindern wird davon ausgegangen, dass man ihnen einen Gefallen tut, wenn man ihnen ihre Bürgerrechte entzieht. Dass das Gegenteil der Fall ist, wurde bisher nur dadurch bewiesen, dass sie oft weit besseren Erfindungsgeist haben als Erwachsene.

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Geschrieben am
Olli
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Ich meine nicht mal die heutige Situation sondern früher. Kinder waren so gut wie nichts wert. Selbst Slaven hatten oft mehr Macht und Rechte als die Kinder ihrer Besitzer.

Heutzutage kannst ja wenigstens nicht mehr alles mit Kindern machen bzw wenigstens früher getroffene Vereinbahrungen nichtig machen.

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Geschrieben am
MrPennywise (Website)
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#wie wir den Sexismus mit der Google-Brille besiegen.

http://www.pennys-wochenrueckblicke.com/pennys-texte/2013/152-wie-wir-den-sexismus-mit-der-google-brille-besiegen/

Jedes Wort mehr wäre eins zuviel...

MrP

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Geschrieben am


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