Frag den Hasen

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#37650
Und dehnt sich dein Wunsch und vorsichtiger Optimismus auch auf das andere erwähnte Medium aus, oder siehst du den Radiobereich (abseits von Spartensendern mit bescheidenem Zuspruch) als endgültig verloren an?
Oder noch ein Stück radikaler gefragt, glaubst du, besseres Radioprogramm jenseits von "Eine CD mit den 'Besten Songs aller Zeiten' pro Monat" würde von den Hörern überhaupt gewünscht und angenommen?
Ich glaube, Radio und Fernsehen werden sich generell von dieser Zeitgebundenheit weg entwickeln. Die Leute werden irgendwann erwarten, dass sie selbst wählen können, was sie wann hören oder sehen wollen. Für Radioformate heißt das, dass sie eher zu Podcasts werden (oder halt Radio On Demand). Ein Radiosender wird dann vermutlich eher eine Art Podcastplattform, die die Produktion gewisser Sendungen finanziert und diese zwar zunächst nach festen Terminen sendet (als Erstausstrahlung), aber die eigentliche Verwertung und kommerzielle Nutzung passiert dann danach übers Internet. Die Anfänge davon sieht man momentan im Frühstyxradio-Downloadshop. Die Radiobeiträge von Wischmeyers Logbuch sind kurz nach der Ausstrahlung im Radio dort im Shop erhältlich.
Ich glaube nicht, dass es noch mal einen richtigen (privat finanzierten) Radiosender geben wird, der anders als die inzwischen üblichen Formatradios ein Rundumprogramm mit viel Eigenproduktionen auf die Beine stellen kann, weil die Hörerzahlen bei der traditionellen Ausstrahlung dafür nicht hoch genug wären und damit die Werbegelder auch zu gering ausfallen würden, um die dafür nötigen Leute zu finanzieren.
Beim Fernsehen wird es vermutlich noch etwas länger dauern, bis die Verwertung im Internet den Hauptteil des Geschäfts ausmacht, aber auch da sehe ich den Trend dahin, dass das übliche Programmschema nur eine Art Empfehlung oder ein Erstausstrahlungsterminplan ist und man sich das Programm selbst aus online verfügbaren Einzelsendungen zusammenstellt.
Im Prinzip werden Fernsehen und Radio damit den gleichen Umständen unterworfen, die andere Medien bereits kennen. Ein Buch kann ich frühestens lesen, sobald es herausgekommen ist, aber danach kann ich beliebig entscheiden, ob und wann ich dieses Buch lesen möchte oder doch eher eines, was vorher erschienen ist. Bei Webcomics ist es ja auch so. Bei Penny Arcade weiß ich: Mo, Mi und Fr gibt es einen neuen Comic, aber ich bin nicht darauf festgelegt, den Comic an diesen Tagen zu lesen.

Der positive Effekt für Radio und Fernsehen wäre, dass gute Sendungen diejenigen wären, die online erfolgreich wären. Die meisten beschissenen Fernsehsendungen werden derzeit geguckt, weil halt nichts anderes läuft, aber es so ruhig im Zimmer wäre, wenn der Fernseher aus wär. Es würde sich aber wohl kaum jemand bewusst die besonders miesen Sendungen online ins Programm setzen, wenn er die Wahl hätte. Die würden also vielleicht im regulären Programm noch Erfolg haben, aber im dann wichtigeren Online-Bereich total abstürzen.