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Helden - Wenn dein Land dich braucht

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"Wenigstens bist du kein Atheist."
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Der rechts sieht so aus, als hätte er Angst, gleich was auf die Fresse zu kriegen.
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Wie idyllisch. Moslem und Christ reichen sich die Hand, und hinter ihnen steht ein bewaffneter Soldat. biggrin.gif

In der Halle mit dem Nudelgulasch gibt’s ein bisschen Zoff. Der einfühlsame Pfarrer will gerade eine Messe lesen, als die Muslime in die Turnhalle kommen, weil sie auch beten wollen. Der Pfarrer will die Bande mit dem Argument „Wir waren zuerst hier!“ rauswerfen, aber der Sprecher der Muslime redet ihm ins Gewissen, weil es schließlich keinen anderen Raum gibt und es ja irgendwie auch ihr Land ist. Tja, dem kann sich auch der Pfarrer nicht verschließen, und er macht ein bisschen Platz für die Muslimen. Hätte er auch gleich machen können, dann wäre er nicht wie ein engstirniger Pimmel rübergekommen. Kurze Zeit später sitzen er und der Obermuslime zusammen und philosophieren darüber, warum Gott ihnen das wohl antut. Der Pfarrer bringt die Botschaft des Films auf den Punkt: Nicht Gott tut den Menschen das an, die Menschen tun es sich selbst an, weil sie wie Gott sein wollen. Und zum Zeichen der Eintracht bieten die beiden Gottesknechte sich gegenseitig das Du an.

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Idyllisch.
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Do you feel lucky, Punk?
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"Ich hab das Auto umgeschmissen, überlegt mal, was ich mit euch anstellen könnte!"
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"Ich hab sie nicht erwischt, mein Sohn... ich bin so enttäuscht!"

Jetzt wieder zum vergnüglichen Teil: Die Weltrettungsbrigade ist inzwischen im Heimatort von Tobias im Schwarzwald angekommen. Und Schiltach sieht inzwischen so aus wie die Zufahrt zum Majdan im Februar 2014. Der Vater von Tobias muss sich mit seinem Revolver gegen zwei Plünderer wehren, die aber erst von Marc endgültig vertrieben werden. Der Antrieb des Wohnmobils ist durch den Beschuss von Tobias‘ Vater leider hin, aber wenigstens haben sie jetzt den Laptop, der komischerweise nicht durch den EMP gegrillt wurde.

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"Machst du meine Ex-Freundin an, Computerfutzi? Hä, hä?!"
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Gibt bestimmt Ärger mit BMW, weil das Logo so schlecht zu sehen ist.

Als nächstes Fahrzeug für Marc und Sophie gibt’s ein nigelnagelneues Motorrad, welches Tobias eigentlich zum Geburtstag kriegen sollte. Aber ich schätze, die Weltrettung geht vor. Allzu optimistisch bin ich nicht, dass das Teil den Weg übersteht; die beiden sind wie Todesgötter für Verkehrsmittel. Auf der Fahrt in die Schweiz erwähnt Sophie Marc gegenüber übrigens auch endlich mal die Sache mit der Atombombe auf Schweizerland.

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"Könnt ihr nicht mal weggucken, wenn ich kacke?"
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"Wir werden alle sterben!" "Du zuerst, wenn du so einen Scheiß redest!"
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"Und jetzt erzähle ich euch ein noch urheberrechtlich geschütztes Märchen, wofür mich irgendeine windige Anwaltskanzlei irgendwann abmahnen wird."

Die eingeschlossene Gruppe im Forschungszentrum hat sich am Kontrollraum vorbei zwar zu einem Fahrstuhlschacht vorgekämpft, aber sie packen es nicht, auch nur ins nächste Stockwerk zu klettern. Nun fangen auch die Kinder an, vom Tod zu reden, und Jana ist nun diejenige, die ihnen wieder Mut macht und ihnen die Geschichten von Pu, dem Bären erzählt, die sie früher von ihrem Papa gehört hatte. Hach, wie schön, und dafür musste nur Frau Catterfeld sterben.

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Dass die dafür nicht mal einen finden konnten, der einen Schweizer Dialekt hat...
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"Ich erzähle Ihnen jede Menge Kram, ohne etwas zu beweisen, aber die Handlung verlangt, dass Sie mir glauben!"

Marc und Sophie sind nun offenbar kurz vorm Collider, denn sie treffen auf eine Straßensperre der Schweizer Armee. Die Eidgenossen sind nicht ganz so schießwütig und verbohrt wie ihre deutschen Kollegen. Als Sophie dem Chef erzählt, dass da eine Atombombe auf den Laden geschmissen werden soll und das Schwarze Loch dabei vergrößert werden würde, gibt er ihr eine Signalpistole und ein Funkgerät mit und lässt die beiden durch. Außerdem zieht er sich zurück, denn das mit der Atombombe ist ihm dann doch etwas zu heikel.

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"Die OP ist so gut gelaufen, da hab ich ihn gleich noch kastriert. Hier, seine Eier."
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"Er kann nur noch durch diesen Schlauch pinkeln, den ich ihm einoperiert... Oh... Wir müssen ihn wohl doch noch mal öffnen, ich hab den Schlauch vergessen."
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"Mit genügend Schlägen läuft alles wieder! Deswegen funktioniert auch unsere Ehe so gut."

Und weil der Film noch eine Viertelstunde dauern muss, schalten wir rüber in die Zeche mit dem Lazarett. Dort im Schacht geht denen langsam die Luft aus, weil irgendeine Pumpe der Generatoren verstopft ist. Als Krankenschwester Rosie davon hört, drückt sie ihrem Mann einen Gefäßschlauch für einen Bypass in die Hand, denn den kann man sicher auch gut für eine Pumpe benutzen. Da sage noch mal jemand, man könnte aus MacGyver nichts lernen. So auf Anhieb will die Reparatur dann zwar doch nicht klappen, aber nachdem Willi und Rosie ein bisschen perkussive Wartung betreiben, läuft der ganze Schrott wieder.

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"Warum hast du das getan?!" "Ich hab ihn gewarnt."
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"Der Kerl hat seine Lektion gelernt, jawoll!"

Während sich Marc und Sophie durch die Trümmer des Forschungszentrums quetschen, sieht es sechzehn Stockwerke tiefer auch nicht besser aus. Eins der Kinder ist inzwischen auch verendet, aber Jana versucht, das vor den anderen Kindern zu verheimlichen.

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"Ich muss schon wieder an deine Mutter denken, Sophie." "Halt die Schnauze."
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"Jana! Jana! Ich hab keine Ahnung, ob du überhaupt da unten bist, aber trotzdem: Jana!"
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"Zeit wird's! Mein Taschengeld ist überfällig!"
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Gier nach Fleisch, kaum verborgen.
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"Hallo! Ich möchte Ihnen meine Tochter vorstellen! Die steht auf Männer in Uniform!"
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"Lieber nicht, so ruiniere ich nur meine Chancen auf den Posten in der Schweizergarde."
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Und du warst mir zuerst so sympathisch.
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Tod von oben!

Zum Glück sind Marc und Sophie inzwischen am Fahrstuhlschacht angekommen und seilen sich zu den anderen ab. Zwischen Papa und Tochter gibt es ein emotionales Widersehen, Sophie will inzwischen den Collider abschalten. Mit dem Feuerwehrschlauch verbunden macht sie sich auf den Weg zum Kontrollraum. Marc will derweil mit dem Funkgerät versuchen, die Bombardierung mit Hinweis auf die Kinder zu stoppen, aber der Schweizer Offizier macht lieber sein Funkgerät aus, weil er das Elend nicht mit anhören will. Das Flugzeug mit der Rakete ist auch schon auf dem Weg.

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