Klopfers Link- und Lichtbild-Deponie



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#1601 von Klopfer

Schon alt, aber ich bin zufällig darauf gestoßen: Ein Ehepaar hat einen 5 Jahre alten Sohn, und als sie zufällig auf eine alte Freundin der Ehefrau treffen, kommt raus, dass die Mutter den Sohn nach ihrer ersten Liebe benannt hat. Der Vater ist natürlich schockiert und will mit seiner Gattin darüber reden, doch sie macht vollkommen dicht.
Wie würde man sich in dieser Situation verhalten?

(Als der Mann seine Frau fragt, wie sie sich fühlen würde, wenn sie eine Tochter hätten und er sie nach seiner ersten Liebe benannt hätte, meinte sie, das wäre ja was vollkommen anderes. Natürlich.
Spoiler: Am Ende gab's eine Scheidung.)

2 Punkt(e) bei 2 Reaktion(en)
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Parias
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Die Alte scheint zu der Sorte Frauen zu gehören, die unter Gleichberechtigung mehr Rechte als Männer verstehen.


Und anstelle mit ihn zu reden, macht sie dicht. Da darf sie sich nicht wundern, wenn er die Scheidung einreicht.

Und warum sollte es was anderes sein, wenn der Mann seine Tochter nach seiner ersten Liebe genannt hätte?

Ich verstehe die Logik dieser Frauen einfach nicht - und ich will sie auch nicht verstehen.

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Geschrieben am
Sajoma
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Gleiches Recht für alle, da bin ich bei.
Und ob man sein Kind nach seiner ersten Liebe benennen will, sei jedem selbst überlassen. Es mit dem Partner zu besprechen, wenn man das tut, ist sicherlich wünschenswert, aber nun kommen wir zum eigentlichen Punkt:
Offenkundig war die Kommunikation zwischen diesen beiden Personen ohnehin nicht besonders gut. Meist liegt das nicht nur an einer Person. Und auch die Scheidung wird wohl eher nicht ausschließlich aufgrund dieses Vorfalls zustande gekommen sein, sondern wenn überhaupt war dieser Konflikt der Auslöser.
Ich gebe zu, dass die Beschreibung der Situation so klingt, als sei bei der Frau die eine oder andere Schraube locker.
Aber ich kann mir auch ein Gegenszenario vorstellen: Sie beschreibt, sie fand den Namen schön und wollte ihn gern weitergeben. Sie sagt, sie liebt ihren Ex noch, aber auf eine andere Weise als ihren jetzigen Mann, und dass sie nur mit ihrem Mann zusammen sein will. Er findet das offenbar katastrophal, und das weiß sie; er beginnt, sie zu beleidigen, und fordert, sie möge den Namen des immerhin bereits 5 Jahre alten Sohnes ändern (und sagt dann, ihre Laune schlug schlagartig um - nachdem er sie beleidigte. Reflexionsvermögen sieht anders aus.) Nebenbei: Ich finde, das Kind sollte in dem Alter bereits ein Mitspracherecht bei solchen Entscheidungen haben. Insgesamt zeigt er also auch das Verhalten, das er ihr vorwirft: er reflektiert zu keinem Zeitpunkt, dass die Art und Weise, wie er sich verhält, einen Einfluss darauf hatte und hat, wie sie sich verhält. Zudem ist für ihn ein "erwachsenes" Gespräch offenbar eines, in dem sie schlicht seinen Forderungen zustimmt.

Ja, ich finde es persönlich verwerflich, wenn alle Menschen in der Umgebung wissen, dass der (seltene) Name des eigenen Kindes vom Exfreund stammt, nur der eigene Partner weiß es nicht. Hat was mit Ehrlichkeit und daher irgendwie auch mit Treue zu tun. Aber ich kenne Partnerschaften, in denen es undenkbar ist, dass man solche Informationen ruhig und sachlich bespricht. Womöglich stimmt also ihre Einschätzung, dass er zu einer Trennung des Namens von der Person nicht fähig wäre; ob deshalb sie dazu fähig ist, sei dahingestellt. Beide zeigen eine Menge passiv-aggressives Verhalten und kommunizieren grauenhaft miteinander. Und keiner denkt an das Kind.
Worauf ich also hinauswill: die hätten sich eh irgendwann geschieden, behaupte ich. So oder so. Es einem Partner in die Schuhe zu schieben, der sich nicht selbst äußern kann, dafür sollten wir uns zu schade sein.

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Geschrieben am
Klopfer
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er beginnt, sie zu beleidigen, und fordert, sie möge den Namen des immerhin bereits 5 Jahre alten Sohnes ändern (und sagt dann, ihre Laune schlug schlagartig um - nachdem er sie beleidigte. Reflexionsvermögen sieht anders aus.)

Wo ist das mit der Beleidigung her? Hab ich das nur überlesen?

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Geschrieben am
Sajoma
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@Klopfer:

I told her to take her fucking hand off me right now and answer the question. Her mood changed right there from wanting to move past this to no he didn't just fucking cuss at me.


Beleidigung ist vielleicht ein misslicher Begriff gewesen, aber "ihr gegenüber fluchen" schien mir irgendwie auch bekloppt. Habe den zweiten Satz auch zunächst so gelesen, als sei die zweite Hälfte ein indirektes Zitat ("Im Gegensatz zu Dir hat mich mein Exfreund nicht beleidigt" ); ich nehme beim dritten Lesen aber an, er hat ihren Gemütszustand interpretiert.

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Geschrieben am
(Geändert am 23. Januar 2024 um 20:28 Uhr)
Parias
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I told her to take her fucking hand off me right now and answer the question.


Das könnte man auch so interpretieren, dass er beim Erklären über die Situation das "fucking" genutzte und nicht bei ihr. Und fluchen finde ich jetzt nicht so katastrophal, aber man müsste auch den Kontext dahinter kennen. Dient das Fluchen um sein Gegenüber nieder zu machen, oder um seine Meinung zu unterstreichen, oder ist man einfach angepisst?

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Geschrieben am
Sir of Toastland
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Aber warum sollte OP eine nacherzählte Szene emotionalisieren und dramatisieren, wohlweislich in der Absicht, als der besonnene und nicht-labile Partner zu erscheinen? Ich fände keiner deiner Ausführungen zum Fluchen dem Ehepartner gegenüber angemessen

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Geschrieben am
Gast
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Ohne dabei gewesen zu sein, es liest sich schon wie eine emotional sehr angespannte Situation (was ich verstehen kann), und ich könnte mir gut vorstellen, dass er da schon etwas wütend war und da nicht so ganz lieb dazu aufgefordert hat, dass sie ihre Hand doch bitte woanders platzieren sollte und wieder zum Thema zurückkehren möchte, um seine Fragen zu beantworten.
Kann ich auch verstehen, er ist geladen und sie legt ihm vermeintlich beruhigend die Hand auf, was das letzte ist, was er jetzt will, Körperkontakt und von der "Täterin" auch noch beruhigt werden.

Sie hätte das mit dem Namen halt echt vorher kommunizieren müssen. Das ist schon reichlich mistig. Aber dafür die Beziehung in die Tonne treten? Wie schon von Sajoma angemerkt, die hatten bestimmt noch ganz andere Probleme in ihrer Kommunikation. Das war so ein Punkt auf den sich das hinbewegt hat, aber es hätte vermutlich auch ein anderer werden können.

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Geschrieben am
Klopfer
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Wir wissen jetzt nicht, von wem die Scheidung ausging, aber das Verhalten der Frau geht mMn gar nicht. Wie soll man einer Frau vertrauen, die dem Sohn heimlich den Namen eines Mannes gibt, den sie noch liebt, und dann so tut, als wäre ihr Ehemann derjenige, der was falsch macht? Da fehlt doch der Respekt ihrem Mann gegenüber. Und sie scheint ja auch kein Interesse an der Eheberatung gehabt zu haben.

Und "Ich liebe ihn noch, aber anders als dich, und ich will mit dir zusammen sein..." Nee, sorry, also da gehen bei mir auch aus eigener Erfahrung Alarmglocken an. Da müsste eine Frau sich schon ordentlich ins Zeug legen, um mein Vertrauen wiederzugewinnen. Eingeschnappt zu verduften und dem anderen quasi bloß die Wahl zu geben, das zu akzeptieren und runterzuschlucken? Das ist schäbig.

1
Geschrieben am
Rakshiir
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Seh ich da genauso wie Klopfer, wenn ich ehrlich bin.
Sicherlich sind es meist beide Partner die Schuld sind an einer Trennung, und das könnte nicht der einzige Grund gewesen sein.
Für mich wäre die Situation aber auch mehr als nur ein Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringt, das is schon n Wasserfall.

2
Geschrieben am
Parias
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Und "Ich liebe ihn noch, aber anders als dich, und ich will mit dir zusammen sein..." Nee, sorry, also da gehen bei mir auch aus eigener Erfahrung Alarmglocken an.


Nicht nur bei Dir (nicht aus eigener Erfahrung, aber dank gesunden Misstrauen).
Dieses "Ich liebe ihn noch, aber anders als dich" ist doch schlicht und ergreifen erlogen. Sie war doch mit ihn zusammen und hat es mit ihn getrieben wie es mit ihren (Ex-) Mann getrieben hat, wie soll das lieben da anders sein?

Man kann auch nicht mal "anders gewesen sein" sagen, da sie laut eigener Aussage ihn immer noch liebt.

Aus dieser Sicht wird das immer mehr Gringe, dass sie ihr eigenes Kind nach ihren Verflossenen genannt hat.

Nachtrag: Das Kind kann einen echt leid tun. Durch den Egoismus seiner Mutter wird wohl höchstwahrscheinlich das Verhältnis zu seinen Vater gelitten haben oder leidet immer noch.

1
Geschrieben am
(Geändert am 24. Januar 2024 um 17:13 Uhr)
Sajoma
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Okay, ich hab da eine andere Einstellung zum Lieben, scheint mir. Ich würde über die meisten meiner Expartner sagen, dass ich sie liebe, aber tatsächlich anders als meinen Mann. Ich liebe aber alle Menschen, die ich liebe, auf unterschiedliche Weise, würde ich behaupten - und nicht jeder kann das nachvollziehen. Finde ich auch okay. Es ergibt sich dann irgendwann, dass man an den Punkt kommt, wo man über Inkompatibilitäten in diesem Bereich stolpert und womöglich zu Fall kommt, und vielleicht war das bei dem Paar in der Beschreibung ähnlich.

1
Geschrieben am
Gast
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Also ich finde ihre Aussage diesbezüglich erstmal ehrlich, sie hatte das ja auch einfach abstreiten können und sagen "Ich liebe nur Dich Schatz". Hat sie aber nicht. Sie hat das Kind mit ihrem Mann bekommen und auch sonst war von Untreue nicht die Rede, also die letzten Jahre in dieser Ehe wohl nicht. Das klang jetzt auch alles nicht so, als würde sie ihren Ex überhaupt noch sehen, der war einfach nicht mehr Teil ihres Lebens, nur eben als Erinnerung. Und dass man sich jemandem verbunden fühlt, mit dem man mal zusammen war und eine intensive Beziehung gepflegt hat, also ich würde es eher komisch finden, wenn man da gar nichts mehr empfinden würde. Und we soll man das sonst ausdrücken außer "ich liebe ihn auf eine andere Art als Dich" ? Ich liebe meine Eltern auch auf eine andere Art als meine Frau, meine Geschwister auf eine andere Art als meine Kinder usw. eigentlich halte ich das für eine ziemlich triviale Aussage...

Trotzdem, das mit dem Namen hätte sie nicht heimlich machen dürfen, das ist einfach ganz schlechter Stil, wenn das vorher nicht abgesprochen ist.

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Geschrieben am
Rakshiir
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So sehr ich Ehrlichkeit schätze, und das tue ich wirklich, muss man vorsichtig sein wie man etwas ausdrückt.
In der Situation sollte einem bewusst sein dass diese Formulierung unter Umständen absolute Probleme verursachen können. Man darf ja nicht vergessen: man hat ohne etwas zu sagen das Kind nach einem Ex benannt, was schon nicht optimal ist (wenn man das tut mit dem Einverständnis ist das dann was ganz anderes), aber dann noch zu sagen ich liebe ihn noch auf eine Art und Weise wird in der Situation wenn die andere Person eh schon emotional grade unausgeglichen ist fast immer nach hinten losgehen. Und klar, vermutlich war das nicht das einzige Problem, in der Situation ist das allerdings sehr ungeschickt um es vorsichtig auszudrücken.

Ich bin mir da auch wirklich nicht sicher ob ich sagen könnte dass ich eine Ex noch liebe. Ich denke tatsächlich eher nicht. Ich würde das Gefühl bei denen die mir noch positiv in Erinnerung sind nicht als Liebe bezeichnen. Es ist nicht negativ per se, aber auch nicht so richtig rosarot. Ist ein bischen schwer zu erklären. Vielleicht am Ehesten Bedauern weil es vielleicht hätte was sein können und ich sie nicht hasse, aber joah...

Wo ich zustimmen würde ist dass das Kind vermutlich am Meisten nun darunter leidet.

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Geschrieben am
Klopfer
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Also ich finde ihre Aussage diesbezüglich erstmal ehrlich, sie hatte das ja auch einfach abstreiten können und sagen "Ich liebe nur Dich Schatz".

Es offen zu sagen, heißt aber auch, dass man sich selbst eingesteht, dass es so ist. Und das heißt für mich, dass da schon mal eine innere Barriere weggefallen ist, zumal Frauen sich sowieso oft mehr zieren, offen zu sagen, dass sie einen Mann lieben.

Das klang jetzt auch alles nicht so, als würde sie ihren Ex überhaupt noch sehen, der war einfach nicht mehr Teil ihres Lebens, nur eben als Erinnerung.

Aber sie macht ihn wieder zum Teil ihres Lebens, indem sie bewusst ihren Sohn nach ihm nennt und somit immer wieder die Erinnerung frisch hält.

Und dass man sich jemandem verbunden fühlt, mit dem man mal zusammen war und eine intensive Beziehung gepflegt hat, also ich würde es eher komisch finden, wenn man da gar nichts mehr empfinden würde. Und we soll man das sonst ausdrücken außer "ich liebe ihn auf eine andere Art als Dich" ?

Zwischen "gar nichts mehr empfinden" und "ich liebe ihn" ist ja nun ein himmelweiter Unterschied. Da ist es nicht unmöglich, eine andere Formulierung zu finden, erst recht, wenn gar kein Kontakt mehr besteht. "Ich verbinde mit ihm schöne Erinnerungen, er ist ein Teil meiner Vergangenheit, den ich nicht bereue, und ich hoffe, er hat ein schönes Leben." Das deutet jedenfalls deutlich weniger an, dass sie in Versuchung geraten würde, wenn der Ex wieder vor der Tür stünde.

Ich bin mir da auch wirklich nicht sicher ob ich sagen könnte dass ich eine Ex noch liebe. Ich denke tatsächlich eher nicht. Ich würde das Gefühl bei denen die mir noch positiv in Erinnerung sind nicht als Liebe bezeichnen.

Dieses. Liebe ist für mich dann doch mehr als die warme Erinnerung an vergangene Gefühle. Und klar ist die Liebe zu Familienmitgliedern anders als die zu romantischen Partnern, aber ist das hier wirklich ein angemessener Maßstab? Sie sagte ja nicht, dass sie ihren Ex wie einen Bruder liebt, und wenn man einfach so "Ich liebe ihn" über jemanden sagt, mit dem man Körperflüssigkeiten ausgetauscht und die Weichteile in Kontakt gebracht hat, dann hat das schon eine andere Qualität.
Ich würde auch bei meinen vergangenen Beziehungen sagen, dass ich die Frauen auf unterschiedliche Weise geliebt habe - aber natürlich änderte das nichts daran, dass ich jeweils eine Beziehung eingegangen bin. Insofern ist "Ich liebe ihn auf eine andere Weise" jetzt nicht so beruhigend, wie sie das glaubt, solange sie das nicht irgendwie qualifizieren kann. Kann ja auch einfach heißen: "Für ihn habe ich so eine leidenschaftliche Liebe, mit viel erotischer Lust, dass ich mir und ihm die Klamotten runterreißen würde und seinen Dödel inhalieren wollte, bis seine Glocken klingen. Du hingegen bist halt so ein verlässlicher Fels, bei dem ich mich geborgen fühle und der mir Stabilität gibt." Da wäre "Ich liebe ihn, aber anders als dich" die reine Wahrheit, aber eben auch nichts, was für ihre Treue spräche.

So wie sie darüber redet, habe ich den Verdacht, dass die Trennung von ihrem Ex damals von ihm ausging, und dass sie ihren Sohn nach dem benennt und sagt, dass sie ihren Ex liebt, sagt mir, dass sie nicht darüber hinweg ist. Und wenn sie dann sagt, dass sie mit ihrem Mann zusammen sein will, dann kommt in mir eher die Vermutung auf, dass sie das hauptsächlich will, weil der andere, auf den sie steht, keine Option ist. Das liegt aber nicht an ihr, sondern an ihm.

2
Geschrieben am
(Geändert am 25. Januar 2024 um 16:43 Uhr)
Der Elch
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Naja, das ist ja nun auch der Interpretationen viel. Ich als passionierter Dödelträger würde schon sagen, dass ich mehr als eine Person liebe, aber eben auf unterschiedliche Weisen und das inkludiert nicht, dass ich in Erwägung zöge, Beziehungen zu führen. Einfach weil es einen Unterschied gibt, zwischen dem Menschen, für den man sich entscheidet, dass Leben tatsächlich zu verbringen, und jenen, die einen fast ebenso wichtig sind (was nicht verwerflich ist), aber eben niemals Beziehungsmaterial sein könnten, weil das auf zu vielen Ebenen nicht passt.

Und so wie wir

dass die Trennung von ihrem Ex damals von ihm ausging, und dass sie ihren Sohn nach dem benennt und sagt, dass sie ihren Ex liebt, sagt mir, dass sie nicht darüber hinweg ist. Und wenn sie dann sagt, dass sie mit ihrem Mann zusammen sein will, dann kommt in mir eher die Vermutung auf, dass sie das hauptsächlich will, weil der andere, auf den sie steht, keine Option ist. Das liegt aber nicht an ihr, sondern an ihm.

reininterpretieren können, können wir aufgrund der gleichen Faktenlage das Gegenteil annehmen, oder sogar annehmen, dass es eine einvernehmliche Trennung war, bei der beide darin überein kamen, dass sie zwar einander immer noch mögen, aber eben nicht zusammen sein können. Vielleicht sind sogar große Entfernungen zwischen beiden (in den USA plausibel) und die Wahrscheinlichkeit des Wiedersehens liegt bei 0.
Who knows? Wir nicht. Also urteile ich nicht. Hätten sich beide vernünftiger verhalten können, um des Kindes Willen zumindest.

2
Geschrieben am
Klopfer
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Ich als passionierter Dödelträger würde schon sagen, dass ich mehr als eine Person liebe, aber eben auf unterschiedliche Weisen und das inkludiert nicht, dass ich in Erwägung zöge, Beziehungen zu führen. Einfach weil es einen Unterschied gibt, zwischen dem Menschen, für den man sich entscheidet, dass Leben tatsächlich zu verbringen, und jenen, die einen fast ebenso wichtig sind (was nicht verwerflich ist), aber eben niemals Beziehungsmaterial sein könnten, weil das auf zu vielen Ebenen nicht passt.

Als passionierter Dödelträger warst du aber auch sicher schon mal in der Situation, dass es mehrere Menschen gleichzeitig gab, mit denen du dir Beziehungen vorstellen konntest. Ist ja nicht so, als wenn das immer nur an einem selber liegen würde, wenn es keine Beziehung gibt, und selbst wenn man sich keine Beziehung vorstellen kann, ist das ja immer noch keine Aussage dazu, ob man nicht versucht wäre, zumindest intim zu werden. Jede Menge Beziehungen gehen in die Brüche, weil einer der Partner mit jemandem fremdgevögelt hat, ohne mit der anderen Person eine dauerhafte Beziehung zu beabsichtigen. (Und natürlich ist es bei sehr vielen Menschen verbreitet, "Ersatzpartner" in der Hinterhand zu haben. Da kann man sich gerne mal im weiteren Bekanntenkreis umhören, wie viele Leute in Beziehungen jemanden im Freundeskreis haben, bei dem sie annehmen, dass die durchaus Interesse hätten, und sie auch entsprechend warmhalten für alle Eventualitäten.)

können wir aufgrund der gleichen Faktenlage das Gegenteil annehmen, oder sogar annehmen, dass es eine einvernehmliche Trennung war, bei der beide darin überein kamen, dass sie zwar einander immer noch mögen, aber eben nicht zusammen sein können. Vielleicht sind sogar große Entfernungen zwischen beiden (in den USA plausibel) und die Wahrscheinlichkeit des Wiedersehens liegt bei 0.

Lebensumstände können sich ändern, und dann wäre eine Beziehung auch wieder möglich. Also wenn der Grund der Trennung nicht "Einer steht nicht in dieser Art auf den anderen" war, wäre das jetzt auch überhaupt nicht beruhigend.

0
Geschrieben am
Rakshiir
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Also wenn ich von freundschaftlichen Gefühlen oder familiären Gefühlen absehe würde ich nicht sagen dass ich mehrere Personen liebe.

Gibt es andere Personen die ich prinzipiell sexuell attraktiv finde? Absolut, alles andere wäre ja auch eine Lüge. Ist nur an mir selbst dafür zu sorgen dass ich im besten Fall niemals in die Situation komme dass das zu einer Option wird (und ja, ich denke das kann man oft schon vorher in die richtige Bahn lenken - klappt sicher nicht bei jedem Menschen immer, aber viele wissen was ich meine, man kann Dinge im Raum stehen lassen oder schon klar machen). Sollte das trotzdem passieren liegt es auch an einem selbst da nicht schwach zu werden.
Ich gehöre auch nicht zu den Menschen die da n Ersatz in der Hinterhand hätte. Zumindest wäre es mir dann nicht bekannt dass das existiert. Liegt auch sicher an einem selbst ob man a) vertrauen in die Beziehung hat und b) nach sowas Ausschau hält bzw. zulässt dass da was im Raum steht.

Und wie Klopfer sagt: es gibt eine große Anzahl an Menschen die das nicht hinbekommen und für einen One-Night-Stand oder eine Affäre eine Beziehung oder Ehe zerstören. Und ich frag mich da immer: wars das dann wirklich Wert?
Ich weiss, manche werden mich für so eine klare Aussage hassen aber: man kann sich schon sehr bewusst entscheiden ob man Gefühle zulässt oder nicht. Ich kann mich natürlich immer wieder in Sehnsucht oder was auch immer fallen lassen emotional, oder aber ich mache das nicht. Wer sagt ich konnte nicht anders wegen Gefühlen, der wohnt für mich in der "ich wollte nicht" Straße. Hat auch was in meinen Augen mit dem Respekt gegenüber des Partners zu tun, ob ich da nebenbei flirte, was offen halte undundund.
Entweder bin ich in einer Beziehung und meine es ernst, dann muss ich auch mal durch schwere Zeiten, oder ich beende es wenn ich wirklich der Meinung bin das hat keine Zukunft. Wer aus Furcht vor Einsamkeit oder sowas in einer Beziehung bleibt, der verliert ein bischen was von meinem Respekt. Weils für mich kein gutes Zeichen ist wenn man die Gefühle und Wünsche des Partners so wenig respektiert dass man bleibt wo man das eigentlich gar nicht mehr will. Oder zumindest muss ich dann ehrlich sein und drüber reden um zu sehen was man macht.

2
Geschrieben am

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