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Kategorie: Persönliches

... hatte ich mir zumindest in Hinsicht auf das Weblog gegönnt. Aus gutem Grund, denn mein Studium hat ja wieder angefangen.

Gestern zum Beispiel hatte ich eine Vorlesung in Theoretischer Informatik. Der Dozent war neu und war vorher mal ne Weile an einer Uni in den Vereinigten Staaten beschäftigt, aber er hielt eine große Rede. Ich hatte echte Schwierigkeiten, mir das Lachen zu verkneifen.
Zum Einen ging's um den Punkt der Ehrlichkeit, namentlich darum, ob man Hausaufgaben abschreiben sollte oder nicht. Natürlich sollte man nicht, man lernt wirklich nur was, wenn man die selbst erledigt. Soweit konnte ich unterschreiben, was er sagte. Aber was dann kam... Er erzählte von seiner tollen Uni in den USA, wo die Leute einen riesig starken Ehrencodex hätten und schwören würden, nie zu bescheißen. Die Studenten würden sogar Klausuren für drei Tage mit nach Hause bekommen, mit der Auflage, sie allein zu lösen und mit niemandem darüber zu reden - "und die Studenten machen das. *bedeutungsvoll guck*" Ab und zu bescheißt doch mal einer, und "irgendwie merken wir das immer, und dann muss derjenige die Konsequenzen tragen. Es geht das Gerücht, dass wir sogar einen Kennedy deswegen mal von der Uni geschmissen haben. *vor stolz fast platz*" Ich hatte mir an diesem Punkt schon ein Taschentuch in den Mund gesteckt, um nicht losprusten zu müssen. (Zumal die Kennedys eine Politikerdynastie sind. Natürlich bescheißen die, sie sind geborene Politiker!)
Er erzählte dann noch von seiner Studienzeit, wo er ja auch so generös gewesen sei, andere bei Klausuren abschreiben zu lassen, wodurch in seiner Umgebung alle Bestnoten erreicht hätten, während die anderen total versagten. Deswegen musste er angeblich dann auch bei den Klausuren vorne sitzen, damit keiner von diesem Genie abschreibt.

Zum anderen ging es um den Punkt der Kommunikation. Wenn wir fragen hätten, sollten wir sie doch frohgemut stellen (ok, da geh ich mit). Denn "später haben Sie nie wieder die Chance, kostenlos mit den Besten dieses Fachs sprechen zu können." An diesem Punkt bohrte ich mir einen Fingernagel ins Fleisch, um die Fassung zu bewahren. (Seit wann sind die Besten des Faches an einer kleinen deutschen Uni und nicht in hochbezahlten Forschungseinrichtungen privater Unternehmen?)
Ich erwartete nur noch, dass er erzählt, wie er auf dem Wasser laufen kann und dass ihm Gras aus der Tasche wächst. Hat er zwar nicht gemacht, aber ich vermute auch so, dass sein Ego eine eigene Postleitzahl hat. Vielleicht kommt diese Ankündigung ja auch morgen, da hab ich wieder ne Vorlesung bei ihm.
(Ich hab es nicht übers Herz gebracht, ihm zu sagen, dass sein Chef, der Prof des Lehrstuhls, sein Skript zum großen Teil aus einem Lehrbuch rauskopiert hatte und zudem Unterrichtsmethoden einsetzte, die dieser Superdozent als total sinnlos abkanzelte. Womöglich hätte er sich umgebracht.)

Ca. 8500 Leute sitzen wegen der Pleite von AeroLloyd an Flughäfen fest. Das Unternehmen musste überraschend Insolvenz anmelden, da die Bayerische Landesbank keine weiteren Kredite gewährte. Welch groooooßer Zufall, dass das erst nach der Wahl in Bayern passierte, nicht wahr, Amigos?

Nadja Abdel Farrag musste vor Gericht zugeben, dass sie in ihrer Biographie "Ungelogen" doch gelogen hat. Natürlich umschrieb sie das etwas blumiger mit: "ich nahm das nicht so wichtig, deswegen hab ich da etwas gekürzt". In der beanstandeten Passage ging es um ihr Verhältnis zum Ex-Manager und Grafen Bernadotte, dem sie aber immer noch Unterschlagung vorwirft.
Tja, Naddel, hätteste doch mal von Dieter gelernt. Der freut sich drauf, den ganzen anderen Prominenten vor Gericht noch eins reinzuwürgen.

Eine türkische Vierjährige hat einen eigenen Anwalt. Das stellten Polizeibeamte einer Stadt in der Westtürkei fest, als sie das kleine Mädchen beim Klauen erwischten. Bei ihr fanden sie die Telefonnummer eines Anwaltes, der das Mädel mit Einwilligung der Eltern von der Wache abholte. Die Kleine hat nämlich schon mehrfach geklaut, und offenbar waren die Eltern der Meinung, ein Anwalt wäre effizienter als eine anständige Erziehung.

Bleiben wir doch im Rechtsgeschehen: Ein französischer Richter aus Angoulême wird womöglich suspendiert, weil er während einer Verhandlung nach dem Genuss einiger Aussagen von Zeugen onaniert haben soll. Tja, es wird halt nicht immer belohnt, wenn man seinen Job möglichst angenehm gestalten will.

So, es wird höchste Zeit, bis morgen! ^^ *winke*

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Fröhliche Ostern!

Veröffentlicht am 12. April 2009 um 14:34 Uhr in der Kategorie "Persönliches"
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