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Es gibt Ereignisse, Aktionen und Gegebenheiten, da könnte man platzen. So geht's mir gerade.

Da entblödet sich die BRAVO zum Beispiel nicht, ein riesiges Papstposter in ihr neues Heft zu packen. Mir geht dieser Katholikenwahn seit dem Abnippeln des alten Papstes sowieso schon auf den Sack. Jeder Idiot, der gerade mal so "Jesus" buchstabieren kann, entdeckt seine Religiösität, und megaviele Jugendliche finden den Papst jetzt auch toll. Sei es, weil Gott irgendwie cool ist, oder weil zufällig gerade ein Deutscher Bischof von Rom ist. Und jetzt auch noch die BRAVO. Die Zeitschrift, die berichtet, dass Masturbation nicht schädlich ist. Die Zeitschrift, die ausdrücklich den Gebrauch von Kondomen befürwortet, um sich vor HIV zu schützen. Die Zeitschrift, die seit über 10 Jahren Jugendliche nackt ablichtet und zu ihren sexuellen Vorlieben befragt. Und ausgerechnet dieses Blatt versucht jetzt, die Speerspitze der jugendlichen Papstbegeisterung zu markieren. So eine scheinheilige Doppelzüngigkeit find ich zum Kotzen. Wie eigentlich generell die plötzliche Begeisterung der Menschen über den erzkonservativen Führer einer Weltreligion, die liebgewonnenen Prinzipien wie Gleichberechtigung, sexueller Selbstbestimmung und religiöser sowie gesellschaftlicher Toleranz immer noch sehr skeptisch gegenübersteht und damit am liebsten gar nichts zu tun haben möchte.

Was regt mich noch auf? Dieser blöde Vergewaltigungsprozess gegen Andreas Türck. Man mag ja von ihm halten, was man will, aber was zum Teufel hat die Staatsanwaltschaft geritten, tatsächlich ein Verfahren zu eröffnen? Eine Partyschlampe sagt aus, dass sie abends auf einer Brücke einhändig gewürgt und zum Blowjob gezwungen wurde. Okay. Ich versetz mich mal in die Lage. Ein Moderator spricht mich auf einer Party an und zieht mich aus der Kneipe raus. Man ist draußen auf einer Brücke. Es sind Leute in der Nähe (30 Meter entfernt). Der Typ sagt: "Magst du mal ein bisschen Andreas Türck schmecken?", quetscht mir den Hals und drückt mich dann runter, damit ich ihm einen blase. Was tu ich da wohl?
A) Ich schreie um Hilfe, da ich genau weiß, dass er angesichts der Leute in der Nähe dann nichts mehr tun kann, ohne sich noch mehr in die Scheiße zu reiten.
B) Ich beiß ihm in den Schwanz und renn weg, während er mit seinem liebsten Teil beschäftigt ist. Dabei schrei ich noch ein bisschen um Hilfe, weil siehe A)
C) Ich blas ihm einen, geh dann zu meiner Freundin zurück, ess einen BigMäc und heule sie dann voll, dass ich vergewaltigt wurde, obwohl ich eigentlich wegen meiner Dämlichkeit heulen sollte.
Die Frau hat sich laut ihrer Aussage für C) entschieden. Die Freundin hat zwar das Blasen gesehen, aber nicht, dass das Weib gezwungen wurde. Außerdem sagte die Freundin, dass das angebliche Opfer gerne mal Drogen nimmt. (Ich nenn es von nun an mal Crackhure, der Einfachheit halber.) Und dann sagt noch ein Bekannter der Crackhure, dass sie zwei Wochen davor schon einmal angeblich von zwei Jugoslawen vergewaltigt worden sein will.
Für so ein Verfahren werden Steuergelder ausgegeben!? Sind die total bescheuert? Kann man stattdessen die Crackhure nicht einfach in eine psychiatrische Anstalt einweisen?
Heute hat das Opfer seine Aussage noch einmal vor Gericht wiederholt. Und einige Agenturen entblöden sich nicht, folgendes zu schreiben: "Türck erneut schwer belastet" Offenbar ist den Knallchargen nicht aufgefallen, dass es "Türck erneut schwer beschuldigt" heißen muss, denn Beweise für seine Schuld gab's nicht.

Über die bekloppten Äußerungen von Stoiber und Schönbohm über die Ostdeutschen muss ich wohl nichts mehr sagen. Wer keine Ahnung hat, soll einfach mal die Fresse halten, auch als Politiker.

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Megadoof

Veröffentlicht am 26. Januar 2012 um 14:41 Uhr in der Kategorie "Meine Sicht der Welt"
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