Klopfers Blog

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Während in den meisten Gegenden Deutschlands anscheinend der große Ansturm auf TBC ausblieb, meldet Heise.de heftige Tumulte in Köln und Bochum, bei denen mehrere Leute Schnittverletzungen davontrugen und diverse gläserne Objekte zu Bruch gingen. Angeblich sollen in Berlin Charlottenburg nachts sogar 3000 WoW-Fans das Zusatzpaket gekauft haben. Nun... ich nehme an, es handelt sich um den riesigen MediaMarkt in der Wilmersdorfer Straße. Ich war heute gegen Mittag da. Und ich frag mich: wo hatten die die 3000 Exemplare aufgebaut? So viel freie Fläche gibt's da nämlich auch nicht, und der vorhandene Tisch war mit TBC-Packungen zwar gut gefüllt, wäre aber unter 3000 weiteren Paketen vermutlich zusammengebrochen. Ganz zu schweigen davon, dass bei dem Tempo der Kassiererinnen eigentlich noch 1000 Leute an der Kasse hätten stehen müssen, als ich dort die Lage peilte.

Der EU-Ministerrat prüft, ob man eine Schwarze Liste für "Killerspiele" einführen könnte, welche EU-weite Verbote dieser Spiele ermöglichen würde. Nach den Morden in Tessin hat die BILD indes einen neuen Namen auf die Liste der Killerspiele gesetzt: Final Fantasy VII. Das nun schon relativ angegraute japanische Rollenspiel soll insbesondere durch den Bösewicht Sephiroth die 17jährigen angestiftet haben. Noch ein paar Bluttaten, und die BILD schaufelt sich auf der Suche nach der Ursache (Killerspiele, falls ihr's vergessen habt) bis zu Pong durch. Antiker geht's dann kaum noch.

Aber Pong ist ja sowieso ganz böse. Ebenso Quizfragen, Fangen oder andere Spiele, bei denen jemand verlieren könnte. Dieser Meinung ist jedenfalls eine Schule in den USA, die derartige Beschäftigungen auf dem Schulgelände verboten hat, da die Kinder, welche verlieren, Depressionen, Minderwertigkeitskomplexe und sonstige psychische Probleme bekommen könnten. Zweifellos werden die Kinder so auf das wahre Leben vorbereitet, wo man (wie wir alle wissen) ja sowieso nur in Watte gepackt wird und gar nicht verlieren kann.

In Wiesbaden gab's eine Schlägerei in einer Kirche, weil jemand seine Hostie nicht aufessen wollte. Thomas R. ging in die Kirche, um den Jesuskeks mal zu probieren. Er knabberte nur kurz daran, stellte fest, dass das Teil nach gar nichts schmeckt und steckte das Ding anschließend in seine Tasche. Zwei Walküren beobachteten das, versperrten ihm den Weg und forderten Auskunft über den momentanen Status und Aufenthaltsort seiner Oblate. Thomas R. gab zu, die Hostie eingesteckt zu haben, worauf die eine Walküre rief: "Das ist eine Sünde, Gott wird Sie strafen!" Da Thomas R. nicht kirchlich ist, beeindruckte ihn das wenig. Schließlich wurde die holde Weiblichkeit handgreiflich und versuchte, an die Oblate zu gelangen. Ein anwesender Stadtdekan packte den Ungläubigen, nahm ihn in den "Polizeigriff" und drückte ihn zu Boden, während die Frauen versuchen, seine Taschen auszuräumen. In seiner Not behauptet Thomas R., er hätte die Hostie gegessen und kommt schließlich frei. Er humpelt aus der Kirche, stellt Anzeige gegen seine Peiniger und geht ins Krankenhaus, wo Schulterprellungen, eine Schürfwunde und ein verstauchter Knöchel attestiert werden. Dumm: Die Polizei hat Ermittlungen gegen Thomas R. eingeleitet, weil es anscheinend eine Straftat ist, seine Hostie nicht zu essen.
Für Christen soll eine geweihte Oblate den Leib Christi darstellen. Meine lieben Christen: HÖRT AUF, EUREN MESSIAS ZU FRESSEN! Wenn ihr daran glaubt, dass das sein Leib ist, dann ist das widerwärtig, eklig und Kannibalismus. Wenn ihr nicht daran glaubt, dass das Stück Teig der Leib von Jesus ist, dann tut auch nicht so, als wenn das was Heiliges wäre. Wir sind schließlich nicht mehr im Mittelalter.

Kleiner sinnloser Fakt: Der Sauerstofftank von Apollo 13 explodierte 55 Stunden, 54 Minuten und 53 Sekunden nach dem Start.

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Und es gluckerte bei jedem Schritt

Veröffentlicht am 13. Februar 2013 um 20:41 Uhr in der Kategorie "Meine Sicht der Welt"
Dieser Eintrag wurde bisher 49 Mal kommentiert.
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Wie kann man Klopfers Web unterstützen?

Text veröffentlicht im November 2017
Klopfer erzählt, wie man helfen kann, Klopfers Web zu erhalten und besser zu machen - sowohl ohne als auch mit Geldeinsatz. [mehr]

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