Klopfers Blog

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Am Sonnabend schreibe ich eine Klausur. Genau, Samstag. Wochenende. Mein Körper ist darauf eingestellt, am Wochenende vor 13 Uhr keinerlei Leistung erbringen zu müssen, und jetzt muss ich ausgerechnet zwischen 10 und 12 Uhr am Sonnabend eine Prüfung schreiben, die vermutlich vom Stoff her gute drei Stunden Zeit ausfüllen könnte (ich war noch nie sonderlich schnell, was Prüfungen angeht). Mist.

Was haben Kinder in der Dritten Welt wohl am nötigsten? Essen? Trinkwasser? Medizinische Versorgung? Kleidung? Eine von MIT-Mitarbeitern gegründete Firma hat eine andere Antwort auf die Frage: Laptops. Seit Jahren arbeiten die Leute mit Unterstützung diverser großer Unternehmen daran, einen 100-Dollar-Laptop für Kinder in Entwicklungsländern zusammenzubasteln. Momentan liegt der Preis eher bei 140 US-Dollar, soll aber bis 2008 auf den angepeilten Preis sinken. Der nach Kinderspielzeug aussehende Laptop ist aber für Killerspiele nicht geeignet. Der Prozessor würde mit etwa 350 MHz Taktfrequenz wahrscheinlich mit Doom klarkommen, allerdings hat das Teil nicht einmal eine Festplatte. Das Betriebssystem (auf Linux-Basis) und die installierten Anwendungen werden von Flashspeichern geladen, wie man sie auch aus USB-Sticks und kleinen MP3-Playern kennt. Der Laptop hat mehrere USB-Anschlüsse und WLAN-Funktionalität. Damit ein afrikanisches Kind den Laptop auch in seinem rückständigen Dorf benutzen kann, soll es ein separat zu kaufendes Zubehörteil geben, welches den Akku mittels Kurbel oder ähnlicher mechanischer Aktivitäten auflädt. Die Kinder sollen die Rechner von den Regierungen ihrer Länder geschenkt bekommen - vorerst sind Regierungen die einzigen erlaubten Kunden für das Gerät. Allerdings kostet das die Regierungen auch einige Millionen. Allerdings schwimmen Länder wie Nigeria und Ruanda ja im Geld und sind bekannt dafür, Güter nicht im Korruptionssumpf verschwinden zu lassen. Ich glaube allerdings, wenn sich ein Kind vor den Rechner setzt, versonnen die Kurbel dreht und auf die Installation eines Internetanschlusses in voraussichtlich 40 Jahren wartet, wird es sich doch fragen, warum seine Schule nicht stattdessen ein neues Dach und eine Bibliothek bekommen hat. Übrigens gehören zu den Entwicklungsländern auch die USA... besser gesagt die Bundesstaaten Maine und Massachusetts. (Woher kommt eigentlich der Glaube, dass Computer Kinder auf magische Weise intelligenter machen würden?)

Ein Saudi bekam bei seinem Heiratsantrag mehr, als er bestellt hat. Denn seine Angebetete (eine Lehrerin) wollte ihn nur unter der Bedingung heiraten, dass er auch ihre beiden Kolleginnen ehelicht. Und jetzt hat er die Höchststrafe bekommen: drei Schwiegermütter. Armes Schwein.

Geheiratet hat auch eine Belgierin. Allerdings war sie erst 13 Jahre alt. Sie gab sich auf dem Einwohnermeldeamt als ihre ältere Schwester aus und ließ sich einen Ausweis als Ersatz für einen angeblich verlorenen ausstellen. Mit diesem Dokument heiratete sie einen 22jährigen Marokkaner, der so eine Aufenthaltsgenehmigung erhielt. Als die Wahrheit entdeckt wurde, annulierte man natürlich die Ehe sofort. Nun wird untersucht, ob es zu illegalem Sex mit der Minderjährigen gekommen war. Allerdings legen ja vergangene Meldungen (und unzählige politisch unkorrekte Witze) aus Belgien nahe, dass eine 13jährige dort eher als reifere Bettgefährtin angesehen wird.

Ein britischer Videospieleverleih will in einer Umfrage herausgefunden haben, dass weibliche Spieler mehr Sex pro Woche hätten als ihre nichtspielenden Geschlechtsgenossen. So sollen Nichtspielerinnen im Durchschnitt lediglich 3,2 Mal Sex pro Woche haben, Spielerinnen allerdings 4,3 Mal Sex. Viele Befragte hätten angegeben, dass sich ihr Sexhunger seit dem Beginn ihrer Spieleleidenschaft erhöht habe. Ich frag mich aber, mit wem die da Sex haben. Mit männlichen Spielern offenbar nicht, für die meisten ist 4 Mal pro Jahr ja schon ein außerordentlicher Glücksfall. (Keine bösen Kommentare wegen der Bemerkung bitte, ich gehöre ja auch dazu. Dabei spiel ich nun auch nicht sooo oft.) Dabei sind männliche Spieler ganz tolle Liebhaber - geschickter kann keiner auf dem Liebesknöpfchen eines Mädchens trommeln.

Schlechte Nachrichten für Leute mit Flugangst: wer zu aufgeregt ist, wird auf dem Flug eventuell eingeschläfert. So ging es zumindest einem Eichhörnchen, welches sich (zugegebenermaßen als blinder Passagier) in eine Boeing 777 der American Airlines einschmuggelte, welche von Tokyo nach Dallas flog. Es huschte aufgeregt im Cockpit umher, weswegen der Pilot eine Zwischenlandung in Hawaii einlegte. Nach offiziellen Angaben hatte der Flugkapitän Angst, das Tier hätte die Kabel im Cockpit angenagt. Das Eichhörnchen war über die Notlandung bestimmt besonders enttäuscht: der Pilot hat so auf jeden Fall gezeigt, dass er keine Nüsse hat.

Paris Hilton feiert am Wochenende in Österreich ihren Geburtstag. Für ihre Einladungskarten hat sie sich nackt ablichten lassen - lediglich ein Mikrofonkabel verhüllt ihren Leib. Ich glaube, sie wollte damit sichergehen, dass jeder ihrer Gäste sie erkennt. 500 Einladungen sind per Internet erhältlich, kosten allerdings 260 Euro. Ich kann mich erinnern, bei anderen Gangbangs wurden die Kerle noch dafür bezahlt, dass sie vorbeikommen.

2004 verstieß der Nachtragshaushalt der Bundesregierung gegen die Verschuldungsgrenze, die in der Verfassung festgelegt ist. Dagegen haben 293 Mitglieder des Bundestages (CDU/CSU und FDP) beim Bundesverfassungsgericht geklagt. Seit einigen Tagen verhandelt das Gericht auch darüber. Besonders schön: Verteidigen muss sich die aktuelle Bundesregierung unter Dr. Angela Merkel, nicht die alte Regierung. Klageführerin der 293 MdBs ist allerdings Dr. Angela Merkel, die damals der größten Oppositionspartei vorstand. Schade, dass es nicht zum Kreuzverhör der Beiden kommen wird - das würde ich mir sogar im Fernsehen angucken. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass sie diesen Fall verliert.

Kleiner sinnloser Fakt: Dank einer EU-Richtlinie, die in die nationale Gesetzgebung einzuarbeiten war, musste jedes Bundesland ein Landesseilbahngesetz verabschieden - auch Schleswig-Holstein, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern, die dank ihrer geographischen Gegebenheiten gar keine Seilbahnen besitzen und vermutlich auch innerhalb der nächsten Millionen Jahre keine besitzen werden.

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Spring forward, fall back

Veröffentlicht am 30. Oktober 2010 um 14:38 Uhr in der Kategorie "Meine Sicht der Welt"
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Wie kann man Klopfers Web unterstützen?

Text veröffentlicht im November 2017
Klopfer erzählt, wie man helfen kann, Klopfers Web zu erhalten und besser zu machen - sowohl ohne als auch mit Geldeinsatz. [mehr]

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