Klopfers Blog

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Seit einiger Zeit läuft ja regelmäßig die SAP-Werbung im Fernsehen. Mit irgendsoeinem Schmierlappen, der verkündet, dass SAP jetzt auch Software für den Mittelstand hat, er sich dem Kauf der Software aber noch ein paar Minuten verweigert. Ich frag mich, wen diese Werbung ansprechen soll. Springt jetzt irgendein Firmenbesitzer auf und ruft: "Hey, ich bin Mittelstand, ich brauche Software dafür"? Üblicherweise sollte man in der Werbung doch erst mal vermitteln, was die Software macht und warum der Mittelstand sie brauchen könnte. Aber dafür reicht eine halbe Minute wohl nicht. Aber was beschwer ich mich: SAP-Software hat ja sowieso den Ruf, scheißkompliziert zu sein.

Der PS3-Start in Europa war ein riesiger Erfolg. Für Microsoft. Die MS-Jungs hatten nämlich eine Menge Spaß. In London stellten sie den wartenden Konsolen-Fans Stühle mit der Aufschrift "Man hätte euch nicht warten lassen sollen. www.shkyw.org" hin, außerdem schenkten sie Journalisten 168 Bierdosen, was den Preisunterschied zwischen den Konsolen verdeutlichte. Aber auch ohne aktive Teilnahme hatte man bei MS viel zu lachen: auf der Berliner Launchparty der PS3 ließ Sony Leute bizarre Dinge tun, um eine Playstation 3 gratis zu bekommen, zum Beispiel sollte einer Kaffeepulver und rohe Eier essen. Ein anderer sollte eine XBox360 zusammentreten und für jeden Tritt, der die XBox nicht zerstörte, ein Kleidungsstück ablegen. Als der Typ nur noch in Shorts dastand und die Microsoft-Konsole immer noch intakt war, brach man diese Aktion ab. Inzwischen bereue ich schon ein wenig, nicht dort gewesen zu sein. Das hätte ich zu gern gesehen.

Die Harvard-Universität will Bill Gates ein Ehrendiplom verleihen. William H. Gates der Dritte fing in den 70er Jahren an der berühmten Uni ein Studium an, beendete es jedoch nicht, weil sein kleines Geschäft namens Microsoft doch etwas zu viel Zeit erforderte. Ich hab mich besonders darüber amüsiert, wie jede Zeitung und jedes Newsportal die Behauptung der Agenturmeldung abschrieb, dass Gates Mathematik studiert hätte. Das passt zwar in das Geek-Schema, stimmt aber nicht. In Wirklichkeit zog er Mathematik als Hauptfach zwar in Betracht, entschied sich dann aber für ein Jurastudium, was insbesondere seinen Vater sehr freute, da der selbst Rechtsanwalt war.

Es gibt Leute, denen stinkt einfach alles, und das lassen sie ihre Umwelt auch spüren. Zu dieser Sorte gehört auch ein Busfahrer im kanadischen Calgary, der sich weigerte, eine Frau mitzunehmen, weil er ihr Parfum nicht mochte, welches allerdings die anderen Fahrgäste nicht störte. Der Vorgesetzte des Fahrers traf nach fünf Minuten am Ort des Geschehens ein, schiss seinen Untergebenen aber nicht nach Strich und Faden zusammen, sondern nahm die Frau selbst im Auto mit. Der Fall wird jetzt untersucht, ein Sprecher der Stadt ist sich aber relativ sicher, dass es momentan noch keine Regelung gibt, die Busfahrern erlaubt, Fahrgäste rauszuschmeißen, weil man ihr Parfum nicht mag.

Wie verbindet man Computerspiele und gute Taten? Ein chinesischer Betreiber von Onlinerollenspielen hat die Antwort gefunden: gesperrte Accounts werden erst dann wieder freigeschaltet, wenn die Übeltäter einen halben Liter Blut spenden. Bisher haben sich schon hunderte Spieler dazu bereit erklärt. Graf Dracula kann sich aber noch mehr freuen. Wenn neue Spieler Blut spenden, dürfen sie sogar gratis spielen.

Ein japanischer Milliardär hat ein Herz für arme Hawaiianer. Genshiro Kawamoto kaufte Luxusvillen auf Hawaii und vermietet diese nun an einheimische Familien für gerade mal 150 Dollar im Monat. Bald sind acht Familien derart beglückt, beworben haben sich 3000. Ich find's unfair. Ich krieg nie so ein Angebot. Die Nachbarn sind übrigens gar nicht so begeistert - ich vermute, sie haben mal die "Flodders" gesehen.

Auch wenn die ganzen Schlampennews vielleicht nerven: eine muss diesmal doch sein. Aus den inzwischen versteigerten Tagebüchern von Anna Nicole Smith geht hervor, dass sie Sex hasste. Schon komisch, dass trotzdem die halbe Erdbevölkerung auf ihr rumrutschte, wenn man so die ganzen Möchtegernväter ihrer Tochter zählt. Und wenn sie Sex hasste... warum schrieb sie ins Tagebuch, dass sie ihren Ölmilliardär betrogen hatte?

Eine Schule im amerikanischen Bloomfield Hills (Michigan) hat nun ihren Schülern verboten, Accounts bei Community-Seiten wie MySpace oder irgendeine andere Form einer persönlichen Webseite zu besitzen. Das Verbot gilt nicht nur in der Schule, sondern auch daheim, und soll die Schüler vor Perversen schützen, die sich die Adressen der süßen jungen Kinder nun wieder in herkömmlichen Chats besorgen müssen. Die Elternvertretung der Schule unterstützt das Vorhaben.

In Utah hat dagegen eine Schule ein etwas anderes Problem. Denen gehen nämlich langsam die Lehrerinnen aus, da diese sich reihenweise vermehren. Im Juni wird die Geburt des elften Lehrerkinds in diesem Jahr erwartet. Manche schieben diese plötzliche Fruchtbarkeit auf das Wasser, ich würde da eher einen sehr aktiven Typen im Kollegium oder unter den Schülern vermuten. Die Lehrerinnen nehmen das alles mit Humor: sie finden es besonders süß, dass die Fünftklässler versuchen, die Babys nach sich benennen zu lassen.

Immer schlechtere Absatzzahlen von Musik-CDs in den USA haben einen Musikmanager zu der Aussage verleitet, dass mit CDs kein Geld mehr zu verdienen wäre. Ich vermute, er wird jetzt gerade von den Tokio-Hotel-Produzenten ausgelacht. Kleiner Hinweis für umsonst: Macht da mal vernünftige Musik drauf und nicht so einen Rotz von talentlosen Bolzen wie Justin Timberlake oder US5, dann klappt's vielleicht auch wieder mit den Verkäufen. (Oder um es mit den Worten von Dirk Bach bei der Echo-Verleihung 2004 zu sagen: "Und ihr wundert euch, dass es euch schlecht geht?")

Kleiner sinnloser Fakt: Die Firma Nintendo, welche ursprünglich nur Spielkarten druckte, versuchte unter Hiroshi Yamauchi, dem Enkel des Firmengründers, ihren Geschäftsbereich zu erweitern. Man probierte es zwischenzeitlich mit Taxis, Instant-Reis und Liebeshotels, bevor man endlich mit elektronischem Spielzeug erfolgreich wurde.

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Nackte Wahrheiten und Obstfäule

Veröffentlicht am 11. Januar 2007 um 0:16 Uhr in der Kategorie "Meine Sicht der Welt"
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Wie kann man Klopfers Web unterstützen?

Text veröffentlicht im November 2017
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