Klopfers Blog

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Kategorie: Lästereien

Ich habe mir seit längerer Zeit mal wieder den Playboy gekauft. Den aktuellen zum 35jährigen Jubiläum in Deutschland. Ich hab die Version für über einen Euro mehr genommen, wo auch das Heft "Playboy Girls" mit der "Top 100 - Die schönsten Frauen des Jahres" dabei war. Ich komme gleich dazu, muss aber vorher noch mal ausholen.
Ich habe vor 10 Jahren das Jubiläumsheft zum 25. deutschen Playboy-Geburtstag gekauft. War ein schönes Heft, deutlich dicker als die sonstigen Ausgaben damals, und mit einem Extraposter, dessen eine Seite alle deutschen Cover zeigte und dessen andere Seite alle Playmates der 25 Jahre abbildete (natürlich nur jeweils in Daumennagelgröße, aber als saftstrotzender, dauergeiler 17jähriger ist man nicht so anspruchsvoll). Im Heft selbst wurde natürlich auch ausführlich auf die Vergangenheit des Heftes eingegangen, mit vielen Statistiken und natürlich schönen Fotos aus den letzten zweieinhalb Jahrzehnten. Ich fand das ganz hübsch. Wenn ich an Playboy denke, dann denke ich zuerst an den deutschen Playboy der 90er, das Lifestyle-Magazin für Männer mit schönen nackten Frauen drin, welches in sich schon disziplinierter und respektvoller gegenüber Frauen war als der amerikanische Playboy, der eigentlich nur Rekrutierungsstelle für Hugh Hefners Fickfleisch war und ist. Ich muss sagen, inzwischen finde ich Berichte vom amerikanischen Playboy-Mansion und seinen Frauen ziemlich widerlich - die Weiber lassen sich die Möpse aufpumpen, von altem Gammelpimmel poppen und dürfen dafür im Mansion wohnen, wo öfters Filmstars vorbeikommen, um auch mal einen unverbindlichen Stich in eine Aktmodellöffnung zu landen, während sie im Whirlpool im Keller baden.
Inzwischen ist der deutsche Playboy bei einem anderen Verlag und hat sich geändert. Die Fotos sind etwas freizügiger (was ich durchaus nicht negativ bewerte!), die Werbung ist noch etwas penetranter, die Texte flacher und generell ist man inhaltlich oberflächlicher. Inzwischen kann man nicht mehr einfach behaupten, den Playboy wegen der Artikel zu kaufen. Ganz im Gegenteil: Man tut gut daran, sich am Kiosk, wenn man vor der Verkäuferin steht und hinter einem die anderen Kunden sehen, was man kauft, laut und deutlich von den Artikeln im Playboy zu distanzieren und klarzustellen, dass man das Heft ausschließlich wegen der Aktfotos kauft.
Das ist insofern traurig, als dass Klopfers Web sich mit dem Hasi oben links und dem Motto natürlich an den Playboy angelehnt hat. Inzwischen ist nicht nur mein Klopferhase oben links besser als das Original, sondern so ziemlich alles auf der Seite (gut, bei den Webmates gibt es noch Steigerungspotenzial, was Schärfe und... Schärfe angeht).
Okay, nun hab ich also auch das neueste Heft, das ein wirklich schönes Cover hat. Glänzt schön und hat kleine Bunnys eingeprägt. Herrlich. Ich rede trotzdem nicht um den heißen Brei herum: Verglichen mit dem Heft vor 10 Jahren stinkt es total ab. Der Rückblick auf die Geschichte des Magazins besteht aus alten Fotos und kleinen Biographien der jeweiligen Fotografen, unterteilt nach Jahrzehnten. Die Fotos sind allerdings lausig ausgewählt, ich hatte den Eindruck, dass unbedingt jemand die künstlerisch ambitioniertesten und nicht die ästhetischsten Fotos ins Heft bringen wollte. Im ganzen Rückblick gibt's keine fünf Bilder, die ich wirklich gut gelungen finde. Und mich hätten tatsächlich mal die Namen der Mädchen auf den Bildern interessiert, anstatt an jedem Bild nur den des jeweiligen Fotografen zu lesen.
Aber hey, es gibt ja noch das andere Heft, was die Leute nicht kriegen, die nur 4,60 Euro zahlen wollten. Die Top 100 der schönsten Frauen des Jahres zu präsentieren, ist ja ein ganz schöner Anspruch. Ich war enttäuscht. Nicht dass wir uns falsch verstehen: Die Bilder und die Frauen da drauf sind schön, die Fotografen verstehen ihr Handwerk und wissen, wie sie ihre Models präsentieren müssen. Aber zwei Dinge stören mich an dem Heft. Der kleinere Kritikpunkt ist, dass fast alles etwas einfallslos wirkt, man merkt, dass viele Fotoshootings nicht sonderlich kreativ sind, was die Orte und die Posen angeht. Strand, Yacht, Villa, Strand, Dusche, Villa... Was mich aber ganz gewaltig gestört hat: Anscheinend sind die schönsten Frauen des Jahrhunderts alle aus dem amerikanischen Playboy. Kein einziger deutscher Name war unter den Top 100. Es gab so einige Tschechinnen und Osteuropäerinnen, die vermutlich aber auch alle für die US-Ausgabe fotografiert wurden (bin zu faul nachzugucken). Leider haben die amerikanischen Fotos oft einen zu polierten Plastiklook, wirken meist etwas zu perfekt und künstlich. Und leider haben sich auch die deutschen Playboy-Fotografen diesen Stil angewöhnt. Ich werde wohl auch weiterhin gelegentlich mal einen Playboy kaufen, aber um mich wieder zum regelmäßigen Käufer zu machen wie vor zehn Jahren, ist ein sehr weiter Weg.

Falls übrigens jemand aus dem Berliner Raum zwei Peilsender des BKA haben möchte: Morgen ist die Versteigerung. Die Sender haben Globalisierungskritiker an ihren Autos gefunden und natürlich als Liebesgaben der Regierung interpretiert, die man zu Geld machen könnte. Die Geheimdienstler indes sind der Meinung, es wäre Bundeseigentum. Vielleicht sollte man Bundeseigentum aber auch einfach nicht an fremde Autos pappen, wenn man es nicht verlieren will.

Was darf man in England eigentlich überhaupt noch vögeln? Keine 13jährigen Schulmädchen, keine Fahrräder - und nun darf man sich nicht einmal an die ranwagen, die so horny sind, dass man das schon von weitem sieht: In North Yorkshire sucht die Polizei nach einem Jugendlichen, der eine Kuh begattete. Kuh Blondie (komisch, wer nennt seine Kuh nach dem Schäferhund des Führers?) ist die friedlichste der bovinen Vierbeiner auf der Weide und vermutlich die Empfängerin der jugendlichen Liebeslust. Sie hat sich aber offenbar noch nicht zu dem Fall geäußert und behauptet auch nicht, während der Tat geschlafen zu haben. (Der Sun-Artikel besteht übrigens fast nur aus Kuhficker-Kalauern.)

Kleiner sinnloser Fakt: Die Computer der amerikanischen Space Shuttles können keinen Jahreswechsel verarbeiten. Deswegen konnte bislang keine Shuttle-Mission über Silvester und Neujahr durchgeführt werden. 1999 wurde eine Mission der Discovery verkürzt, um vor Silvester landen zu können. Eine Änderung der Software fand nie statt, um keine Fehler neu einzubauen, die die Raumfähren gefährden könnten.

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Blutrausch im Haifischbecken [Nachtrag]

Veröffentlicht am 26. Juni 2013 um 14:27 Uhr in der Kategorie "Lästereien"
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Text veröffentlicht im November 2017
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