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#1722 von Klopfer

Bei jedem sportlichen Großereignis kann man drauf wetten, dass solche Artikel kommen: In politisch eher links angesiedelten Zeitungen wird über das Schwenken der Deutschlandfahne gejammert, weil man darin die Wiederkehr des Dritten Reichs befürchtet. Hier ist es die taz, in der reichlich bemüht Parallelen zwischen Fußballfans und rechtem Gedankengut und Ausgrenzung von Minderheiten gezogen werden.
Dem Autor scheint nicht mal aufgefallen zu sein, dass er mit Sätzen wie "Flaggen markieren territoriale Besitzansprüche. Alles, wohin sie wehen, gehört uns. [...] Wer ein Deutschlandfähnchen am Fenster einklemmt, über den Rückspiegel streift oder gar auf den Kühler legt, möchte damit sein Reich markieren." Argumente dagegen liefert, dass bei jeder Gelegenheit Regenbogenflaggen an öffentlichen Gebäuden gehisst werden, denn das ist dann zweifellos ein Signal an die Heterosexuellen, dass dort für sie kein Platz ist.

Link: [https://web.archive.org/web/20240613170936/https://taz.de/Deutschlandfaehnchen-bei-der-EM/!6013576/]
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Karteileiche
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:batsch:

Wenns die schwarz-weiß-rote Flagge wäre, dann könnte ich das ja noch ansatzweise nachvollziehen.

Aber bei genauerem Durchlesen klingt der Text nicht komplett bierernst.

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Geschrieben am
Gast
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Ich halte den Text auch für etwas satirisch. Fußballfans (auch wenn ich nicht dazu gehöre) sind ja keine Randgruppe, und Fußball auch kein bald verschwindender Kult.

Aber diese Artikel gibt es alle zwei Jahre, wenn halt wieder WM oder EM ist. Das erste Mal fiel mir das 2006 auf, als die WM in Deutschland war. Gib aber auch sehr friedliche "vorbildliche" Nationen, wie Dänemark, die gefühlt bei jeder, aber auch wirklich jeder Gelegenheit ihren Dannebrog raushängen lassen. Gut, es ist die älteste Flagge der Welt, aber die Dänen lieben sie heiß und innig. Als die Nazis sie verboten während der Besetzung haben die Dänen ihre Weihnachtsbäume in rot und weiß geschmückt, und davor, während der preußischen Besetzung im 19. Jh. haben sie die Patriotenschweine gezüchtet, die ein rot-weißes Fell haben: https://de.wikipedia.org/wiki/Rotbuntes_Husumer_Schwein

Will sagen, man kann auch Flagge zeigen und eine liberale Gesellschaft sein, das eine und das andere haben nur sehr bedingt miteinander zu tun.

0
Geschrieben am
ZRUF
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Für mich liest sich der Artikel unglaublich schwurbelig ohne wirkliche Aussage. Schon sehr komischer Kommentar oder was auch immer es sein soll.

0
Geschrieben am
ObsidJan
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Aber bei genauerem Durchlesen klingt der Text nicht komplett bierernst.
@Karteileiche: ich hab nochmal geschaut, ob der Text in der taz-Satire-Rubrik "Die Wahrheit" steht. Leider tut er das nicht. Man kann dem Autor also unterstellen, dass er das komplett ernst meint und die Prise Humor eher unfreiwillig zustande kam. Insofern alles wie immer bei der linksverstrahlten Schülerzeitung.

1
Geschrieben am
(Geändert am 15. Juni 2024 um 14:22 Uhr)
Rakshiir
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Ehrlich, das Verhalten bei dieser EM geht mir gehörig auf den Sack - egal ob das hier ernst ist oder nicht.
Ich finds großartig dass die meisten Fans einfach Spaß haben und Feiern. Da gehört die Fahne des Landes dazu. Die Mannschaft SOLLTE ja das Land vertreten.

Aber was hier wieder für Themen hochkommen die nix mit Fußball zu tun haben, oder diskutiert wird über Wörter die "problematisch" wären.
Darf ich so direkt sein und sagen: Fickt euch alle. Das Thema sollte Fußball sein und nicht politik. Und wenn du n Problem mit Wörtern hast, dann ist das DEIN Problem. Hört auf Sprache verbieten zu wollen, nur weil sich 1 Person aus 100 darüber aufregt, das ist sein eigenes Problem. Wer nichtmal ein dick genuges Fell hast bei Wörtern der braucht Hilfe.

Und hört auf bei ner EM über Politik zu reden.
Fands gut was der Lothar da letztens gesagt hat: Spieler sollten sich auf die EM konzentrieren, andere Leute können über Politik und solche Themen sprechen, aber dafür ist die EM nicht da. Hat er recht find ich.

2
Geschrieben am

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