Klopfers Link- und Lichtbild-Deponie


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#523 von ZRUF

Hatten wir nicht gerade in einem anderen Eintrag das Thema bezüglich Inlandsflügen?
Jetzt betteln "Journalist*innen" schon um Verbote.
Bitte ihr lieben Politiker, verbietet uns mehr!
Wäre bestimmt spannend die Reaktion zu sehen, wenn die Verbote anders ausfallen würden, als selbst erwünscht...

Link: [https://www.spiegel.de/politik/deutschland/klimaschutz-wir-brauchen-mehr-verbote-a-1279540.html]
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mischka (Profil)
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Ist der Frau klar, dass weder ein Flug nach Lissabon, noch einer nach Reykjavik ein Inlandsflug, ja noch nicht ein Mal ein Kurzstreckenflug ist?

Das lässt sich nicht verbieten. Wenn Deutschland das verbietet, fliege ich halt von den Niederlanden zu meinem Fernziel, wenn sie EU es verbietet, von der Schweiz oder von Norwegen aus.
Inlandsflüge zu verbieten ist auch Blödsinn. Warum soll es verboten sein, von München nach Hamburg zu fliegen (612,59km Luftlinie), aber erlaubt sein, von Köln nach Brüssel zu fliegen (183,45km Luftlinie)?
Wenn ein Verbot kommt, was ich ja nicht grundsätzlich verurteile, dann muss es sinnvoll mit Augenmaß gestrickt sein, sodass es auch nicht zu noch mehr Umweltschäden beim Umgehen selbigens führt. Z. B. könnte man Flüge unter 750km Luftlinie in Deutschland weder landen, noch starten lassen. Erst so weit weg zu fliegen, um dann zurück zu kommen würde sich i.d.R. Nicht lohnen, also sucht man Alternativen. Das macht mehr Sinn, als Flüge nach Island oder Lissabon zu verbieten. Ganz davon abgesehen, dass ich bezweifle, dass es wirklich umweltfreundlicher ist, mit dem Schiff nach Island zu kommen. Wie soll man da also hin kommen, mit dem Schlauchboot? Ist eine Brücke geplant? Oder ein Tunnel? Was sie dazu sagt, ist realitätsfremd. Oder sagt sie etwas gegen die Kurztrips. Wenn ja, was machen dann Geschäftsreisende, die da unbedingt hin müssen? Die wohnen dann eine Woche sinnlos im Hotel, wo der CO2 Fußabdruck größer ist, als daheim, na klasse.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Ja, das ganze ist ziemlich unausgegorener zusammengeschwurbelter Nonsense.
Und wenn Verbote, dann würde eben sowas wie von dir Vorgeschlagen mehr Sinn ergeben als grundsätzlich Inlandsflüge zu verbieten. 750km Luftlinie ist vielleicht sogar zu hoch gegriffen, aber grundsätzlich ist deine Idee wenigstens ein sinnvoller Debattenbeitrag. Nicht das: Alles verbieten, was wir Weltverbesserer nicht sehen wollen.

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Geschrieben am
hide (Profil)
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Grundsätzlich halte ich Ge- und Verbote nicht für falsch. Schöner wäre es natürlich, wenn alle Menschen von sich aus Entscheidungen treffen, die auch dem Klima und allgemein ihren Mitmenschen zugute kommen und nicht nur sich selbst, aber wenn das nicht funktioniert, finde ich ein bisschen Zwang an der einen oder anderen Stelle nicht verkehrt.
Was das Thema Fliegen betrifft, speziell Inlandsflüge, halte ich es aber tatsächlich für sinnvoller, den Bahnverkehr attraktiver zu gestalten. Ich persönlich würde zumindest das Bahnfahren, sofern Fahrzeit und Preis eben attraktiv sind, jederzeit dem Fliegen vorziehen, weil mich das ganze Drumherum am Flughafen (ewig früher da sein, warten, einchecken, Sicherheitskontrolle, warten, starten, landen, warten, aussteigen, aufs Gepäck warten...) einfach tierisch nervt. Da finde ich Zugfahren wesentlich entspannter. Wenn der Zug denn fährt...

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Geschrieben am
IdefixWindhund (Profil)
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Wenn die wüssten, dass Menschen Sauerstoff verbrauchen, würde da auch mal jemand um die Ecke kommen, und vorschlagen die Armen, Kranken, und Arbeitslosen fürs Klima zu opfern? :hinterhalt:

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Solche Verbote bringen nix, zumal die Leute sich scheinbar wenig Gedanken machen, welchen Effekt das hat.
Zum Einen: Wenn man mal davon ausgeht, dass Flugzeuge meist recht voll besetzt sind, wenn die Personen mim Auto fahren würden wäre die Umweltverschmutzung nun auch nicht besser. Fernbusse? Davon gibts dann wahrscheinlich nicht genug, oder wenn man genug hätte wären die Autobahnen NOCH voller -> mehr Stau -> mehr Belastung. (Selbes gilt natürlich falls jeder mit PKW fährt) Ähnliche Probleme hätte man wenn alle Leute mit der Bahn fahren sollen, woher die Züge nehmen?
Mal davon ab, dass eben Leute dann im Zweiffel an den nächstbesten nicht-deutschen Flughafen würden um von dort zu fliegen. Haben wir total viel gewonnen bei, dann haben wir voll Züge, Autobahnen oder was auch immer damit die Leute an den Flughafen kommen, und der Rest ist praktisch identisch, was das Flugzeug macht.

Verbieten klingt immer so toll, wenn man sich keine Gedanken macht über die Auswirkungen von entsprechenden Verboten oder Gesetzen. Sinnvolle Lösungen sind schwerer, nicht wahr?

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Das Fordern von Verboten ist halt eben Publikumswirksam. Und das Aufstellen von Maximalforderungen scheint auch absolut modern zu sein...

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Geschrieben am
bANDIT2k1 (Profil)
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Verbote sind für mich ein Zeichen von Überforderung.

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Geschrieben am
mischka (Profil)
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@Rakshiir: Das ist falsch. Ein Flug von Hamburg nach München kostet ca 10.000l Kerosin (kleinere Abweichungen je nach Flugzeugtyp möglich). [Airbus sagt, der Flieger braucht 2700l/Stunde, die reine Flugzeit beträgt 1h15, ABER das bezieht sich auf den Flug auf Reiseflughöhe. Für den Start wird jede Menge Sprit verballert und im Steigflug verbraucht er auch mal locker flockig das doppelte bis dreifache. Da bei einem Flug nach München ein großer Anteil des Fluges Steigflug ist, ist die Zahl so auch realistisch]. In so einen relativ kleinen Flieger passen ca 100 Leute. Also entfallen 100l Kerosin auf jeden der Passagiere.

100l Kerosin sind bei einer durchschnittlichen Dichte von 0,8kg/l also 80kg Kerosin. Jedes Kg Kerosin verballert in etwa 3,15kg CO2, also ist dein Anteil an dem Flug in etwa 252kg CO2 (alles nur ca-Werte).

Wenn du alleine mit einem SUV von Hamburg nach München fährst, und der Verbrauch sagen wir mal bei 9l/100km liegt, dann verbrauchst du bei ca 800km etwa 72l Super. Nun werden laut DEKRA pro l Benzin etwa 2,37kg CO2 freigesetzt, was also einer Gesamtmenge von ca 170kg CO2 entspricht. Wir sparen also im dicken SUV alleine im Auto immer noch gut 80kg CO2 ein (das sind immerhin 32% Ersparnis).

Bei der Rechnung bin ich mal davon ausgegangen, dass dein Auto recht viel verbraucht und dass du alleine fährst.

Nun fragen wir uns mal, wie viel ein Auto verballern müsste, damit du genau so schädlich reist, wie mit dem Flieger. Dein Auto müsste dafür 11,81l/100 km fressen. Wer so eine scheiß Karre fährt, dem ist das Klima (und der eigene Geldbeutel) mutmaßlich eh egal! Meiner verbraucht gut die Hälfte.

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Geschrieben am
(Geändert am 30. Juli 2019 um 11:38 Uhr)
mischka (Profil)
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@bANDIT2k1: Stimmt, wie überfordert waren wir, als wir Mord verboten haben. Das Verbot sollte nun wirklich mal gelockert werden.

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Geschrieben am
IdefixWindhund (Profil)
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Mal abgesehen vom 6,6l/100km Verbrauch, haben viele Autos noch Start/ Stopp wo der Motor in den Standby geschaltet wird, und gar nichts an Sprit verbraucht.

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Geschrieben am
PiCelli (Profil)
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Wäre es statt einem Verbot nicht zielführender die Preise für Kurz- und Mittelstrecken soweit zu erhöhen das Leute die nur mal eben übers Wochenende nach Malle wollen oder einen Tagestrip nach London zum shoppen machen sich das zweimal überlegen. Und die Leuten die geschäftlich irgendwohin müssen zahlen den Flug ohnehin nicht selbst. Dann leisten die Verursacher auch direkt einen Beitrag zur Sanierung der Umwelt. Kerosinsteuer ist ja meine ich mich zu erinnern schon im Gespräch.

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Geschrieben am
(Geändert am 30. Juli 2019 um 12:53 Uhr)
Klopfer (Profil)
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@mischka: Du rechnest mit einem Airbus, aber nur mit 100 Leuten in der Kabine. Allerdings fliegt die Lufthansa mit A319 bis A321 zwischen Hamburg und München, und die haben zwischen 138 und 215 Plätze für Passagiere.
Außerdem: 10000 Liter für einen 650-km-Flug? Wenn ich bei diesem Paper die Grafik auf Seite 36 angucke, dürfte für einen A320 bei einer solchen Strecke etwa ein Spritverbrauch von ca. 8 Kilogramm pro Kilometer anfallen. Macht 5200 Kilo, ergibt bei der von dir angegebenen Dichte also 6500 Liter, nicht 10000. :kratz:
(Der A320neo hat eine Reichweite von 6300km und kann 26730 Liter tanken. Es ergäbe gar keinen Sinn, wenn er für ein Zehntel seiner Reichweite mehr als ein Drittel seines Tanks füllen müsste.)
Und schon hat der SUV verloren, selbst wenn nur 100 Leute im Flugzeug sitzen und nicht 150. :kratz:

@PiCelli: Wir haben schon eine Luftverkehrsabgabe, ich weiß gar nicht, warum die ganzen Leute immer von einer Kerosinsteuer oder einer CO2-Steuer auf Flüge reden, wenn wir schon seit Jahren extra eine besondere Steuer für Flüge haben, die aus Umweltschutzgründen eingeführt wurde.
Außerdem: So viele sind das gar nicht, die "einen Tagestrip nach London zum Shoppen machen". Die meisten, die nach London fliegen, werden das entweder machen, weil sie in London geschäftlich zu tun haben, oder weil sie dort in Heathrow umsteigen müssen.
Es werden auch nicht viele Leute "mal eben übers Wochenende" nach Malle fliegen, mal abgesehen von Ballermann-Sängern. Die meisten, die nach Malle fliegen, bleiben doch mindestens eine Woche.

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Geschrieben am
(Geändert am 30. Juli 2019 um 14:56 Uhr)
IdefixWindhund (Profil)
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Urlauber halt ;)

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Geschrieben am
mischka (Profil)
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Sorry, mein Fehler, ich hatte die Zahlen von einem Unternehmen, die Ausgleichszahlungen für Flüge annimmt, damit Menschen kaum schlechtes Gewissen mehr beim Fliegen haben. Offensichtlich haben die ein wirtschaftliches Interesse und sind nicht so ehrlich, und ich Depp falle drauf rein...

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Geschrieben am
O.W. (Profil)
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Naja, mit den Zahlen der Bundesregierung sieht es dann noch anders aus.

Innlandsflüge liegen zwischen 8kg pro Passagier und 100km als Minimum und 23kg pro Passagier und 100kmals Maximum. Ein Mittelwert wird nicht gegeben, aber man kann ruhig 14kg annehmen.
Damit wären es rund 90kg pro Passagier von Hamburg nach München, oder rund 38,4l Super. Realistisch zu packen ist die Strecke mit einem Superbenziner der Mittelklasse mit rund 52 Litern. Das würe ich mit meinem Auto wagen. Das wären ca.124kg. Besonders vorsichtig gefahren ginge es auch mit 44l (ca. 105kg), aber das würde ich nicht so lange durchhalten. Dabei ist es der Stadverkehr, der hart zu Buche schlägt.
Fährt man also zu zweit ist schon das Auto besser, zumal man beim Flug ja auch noch Taxi o.Ä. aufschlagen muss, geht man point to point.

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Geschrieben am
Askat (Profil)
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Was ihr alle bei der PKW/Flugzeug Diskussion vergesst ist das drumherum des Flugzeugs.

1. Anfahrt zum Flughafen
2. Flugzeugwartung
3. Flughafenwartung (weniger Flüge -> weniger Personen -> weniger Abnutzung)
Und es gibt bestimmt noch weitere Sachen die dann nicht mehr anfallen.
Ich bezweifel sehr, dass bei all dem Aufwand weniger Energie verbraucht wird, als beim auto. (Ich bin übrigens auch kein Freund vom ständigen auto fahren. Ich wünsche mir auch einen massiven Ausbau des nah-und Fernverkehrs)

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Geschrieben am
simcity (Profil)
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Der ganze Flughafen kostet im Betrieb Strom.
Dazu kommt noch der Bau eines solchen Baus und der Flugzeuge (ich bin ja dafür den BER zu einer sozialen Einrichtung zu machen)
Dazu kommen noch die Chemtrailidioten (weniger Flugzeuge, weniger Kondensstreifen, weniger solcher Idioten)

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Geschrieben am
qwzt (Profil)
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Die Idioten werden dann wohl auch nicht weggehen, sondern sich einfach ein neues Thema suchen fürchte ich :/ Dummheit stirbt nie.

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Geschrieben am
simcity (Profil)
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Meine Hoffnung sieht so aus, das ein paar der Flughafenmitarbeiter Lehrer werden und etwas gegen Idioten unternehmen

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Geschrieben am
qwzt (Profil)
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Das wäre natürlich wünschenswert.

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Geschrieben am
O.W. (Profil)
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@ Askat:
In meinem letzten Satz hatte ich genau darauf hingewiesen.

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Geschrieben am
ObsidJan (Profil)
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Naja, "Journalistin"... die "" in der Beschreibung waren schon ganz richtig gesetzt. Die junge Dame hat das gleiche Baujahr wie ich und dürfte ebenso entsprechend grün hinter den Ohren sein. :paff: Fragt sich nur, wie sich der Artikel auf SPON verirrt hat: solchen Verbotsmasochismus hätte ich eher auf Bento und Co. erwartet.

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Geschrieben am
(Geändert am 6. August 2019 um 11:05 Uhr)

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