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#764 von ObsidJan

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie von Infratest dimap im Auftrag des WDR.


Nun, ich weiß ja nicht... :kratz: Bei mir in der Uni waren Prüfungen mit ach und krach bestanden, wenn man 50 % der maximalen Punktzahl erreichte (Note 4.0). Zwei Drittel oder 67 % dürfte demnach irgendwas bei 3.0, also allenfalls "befriedigend" gewesen sein.

Wie glaubwürdig ist man mit 67 % Glaubwürdigkeit?

Link: [https://twitter.com/ARD_Presse/status/1315568354426597376]
Bild 8755
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Offenbar ging's in der Studie ja auch konkret um die Corona-Berichterstattung. Schon irgendwie mutig, a) daraus einen Rückschluss auf das Vertrauen zur gesamten Berichterstattung zu ziehen und b) sich für ein "Jeder Dritte misstraut den Medien" selbst lobend auf die Schulter zu klopfen.

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Also einen Rückschluss zu ziehen wenn man nach einem bestimmten Thema fragt zu der allgemeinen Meinung der Bevölkerung ist schon ziemlich fragwürdig. Aber sich bei solchen Werten selbst zu feiern ist dann nochmal ne Nummer härter find ich.
Natürlich weiss ich nicht wo der Zielwert liegt - vielleicht isser einfach niedrig. Oder wo solche Werte sonst lagen bzw. in anderen Ländern liegen würden. Aber so wirklich besonders toll ist das in meinen Augen nicht.

Allerdings wundert mich das auch nicht. Corona speziell ist ein schwieriges Thema, schon insgesamt, die Berichterstattung ist dann natürlich nicht leichter.
Aber auch allgemein bin ich der Meinung dass durchaus gelenkt wird, was in den Medien berichtet werden darf und was nicht. Heisst nicht zwangsläufig, dass Berichte falsch sind, aber dass gewisse Berichte einfach nicht erscheinen würden. Was auch das Bild der Gesellschaft zum aktuellen Status Quo in eine gewisse Richtung lenken soll.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Ja, 2/3 trauen uns noch. Lasst uns selbst auf die Schulter klopfen.
Die Indoktrinierung, dass wir die einzigen sind, die die Wahrheit schreiben und die anderen alles Wirrköpfe, Covidioten und/oder Rechte sind funktioniert also. Denn niemand will zu diesen Gruppen gezählt werden.

In meinem persönlichen Umfeld erlebe ich da ein deutlich zwiegespalteneres Bild. Wobei ich sagen muss, dass meine Familie zum Beispiel eher dazu neigt den Mainstreammedien zu vertrauen, während der Freundes- und Bekanntenkreis da differenzierter ist. Manch einer auch übertrieben in die Richtung, dass man den Mainstreammedien gar nichts mehr glauben kann...

Was mich an der Corona-Berichterstattung am meisten nervt ist, dass man sich fast durchgängig auf die Aussagen von Herrn Drosten stützt, sowohl in den Medien als auch in der Politik und andere Virologen, wie ein Herr Streek kaum zu Wort kamen. Spannenderweise scheint sich das aber in letzter Zeit etwas zu ändern. Der Streek wurde in den letzten 2 Wochen doch deutlich öfter erwähnt / interviewt / gezeigt. Vielleicht kommen wir ja endlich mal von dem Corona-Dogma weg.
Das würde der Situation auch eher gerecht, als alles nur einseitig nach genau einem Experten ausrichten. So kommt hoffentlich auch wieder ein Diskurs zustande, so dass man in Zukunft hoffentlich auch differenzierte Entscheidungen trifft und nicht immer die Apokalypse an die Wand malt.

Was mir aber vor allem fehlt, sind auch vollständig nachvollziehbare Regeln. Und man hört inzwischen immer öfter, dass wir doch bitte auf die Krankenhausauslastung schauen sollten und nicht nur auf die 7-Tage-Inzidenz. Aber die Politik ignoriert diese Stimmen bisher vollständig. Nein, ein Söder baut sogar lieber das Drohszenario auf, dass wir überall mit strengeren Regeln zu rechnen haben...
Aber ich mein, was reimt sich schon auf Söder? (Entschuldigung, ich konnte den Kerl noch nie leiden).

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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Bei uns sind regulär 60% Bestehensgrenze, das wäre also immer noch keine 3. (Wir runden auch konsequent ab. 66,9% wären also 66%.) Aber die 4 ist die 1 des kleinen Mannes, habe ich mir sagen lassen. Passt also schlussendlich doch alles zusammen, der Bezug zur Allgemeinheit ist gegeben!

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Also 4 ist ausreichend, ausreichend ist bestanden, bestanden ist gut und gut ist 2...

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Geschrieben am
IdefixWindhund (Profil)
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2/3 trauen uns "noch". Der Rest folgt den anderen 1/3 später.

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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@ZRUF
Ich würde nie behaupten, dass ich weiss was nun richtig ist und was nicht. Aber mal überspitzt gesagt: ich ziehe unsere Regierung, die mehr Vorsicht verlangt einem Trump 100% der Fälle vor, der viele einfach ins Verderben rennen lässt, weil er alles runterspielt und lächerlich macht.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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@Rakshiir
Das würde ich auch nie behaupten, dass ich wüsste was genau richtig wäre. Aber gerade deshalb würde ich mir eine ausgewogenere Berichterstattung wünschen. Wenn dogmatisch alles nur von der Perspektive des Herrn Drosten berichtet wird und selbst andere Virologen, also ebenfalls experten auf diesem Feld, nicht oder kaum zu Wort kommen im öffentlichen Diskurs, dann läuft für mich schon etwas schief.
Wie gesagt, in den letzten 2 Wochen etwa, ändert sich das ja scheinbar ein bisschen, aber ein halbes Jahr einseitige Berichterstattung erweckt nicht unbedingt den Eindruck einer freien Presse. Gilt ja leider nicht nur für Corona. Wenn AfD-Politiker interviewt werden, dann gibt's gleich einen Shitstorm (obwohl diese sich dann ja teilweise auch genau da verrraten...). Von daher irgendwo verständlich, dass man nur in eine bestimmte Richtung berichtet. Der Weg des geringsten Widerstands. Nur richtig ist das halt deswegen noch lange nicht. Ich unterstelle also noch nichtmal Böswilligkeit, eher Rückgratlosigkeit.

Und ja, besser als Trump ist das, was unsere Politiker hier machen allemal. Man muss aber auch ehrlich sein, dass die Amis mit Clinton und Trump die Wahl zwischen Pest und Cholera hatten. Dann kam bei vielen noch dazu, dass bei den Democrats inzwischen einige dabei sind, die offen kommunistische Ideen (zumindest nach US-Maßstäben) verbreiten. Damit hatten die Democrats ein schwaches Zugpferd und ein Drohszenario. Dazu hat Trump versprochen, dass es unter ihm keine Kriege mehr geben würde - was er im übrigen soweit gehalten hat, dass es unter ihm keine neuen militärischen Auseinandersetzungen gab. Gut, er hat Wirtschaftskriege angefangen, aber wen interessiert das schon? *Wer Ironie findet...*
Da Biden für viele nicht so tragisch wäre, wie Clinton vor 4 Jahren, hoffe ich ehrlich gesagt auch darauf, dass er gewinnt. Selbst, wenn ich Trump sogar differenzierter sehe, als viele andere.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Man kann sich ja vielleicht auch daran erinnern, dass am Anfang der Corona-Pandemie (so Januar/Februar) im ÖR alles ja eher runtergespielt und beschwichtigt wurde. Da war es dann Panikmache oder Fremdenfeindlichkeit, wenn Leute forderten, Einreisende zu kontrollieren und die Einreise aus gewissen Ländern evtl. auch zu beschränken. Und man machte sich voll satirisch lustig darüber, dass ja eh nur die alten Humpel wegsterben würden, die den Tod verdient haben, weil sie unsere Erde so schlecht behandeln. Und Masken tragen? Haha, voll was für Aluhutträger, denn Corona ist ja gar nicht so gefährlich.
Man änderte dann den Ton im März, aber verteidigte sich später immer noch mit "Wir haben das ja entsprechend dem damaligen Wissen gesagt", obwohl es damals schon genug Leute gab, die gewarnt haben, dass das ne große Sache werden könnte.

3
Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Womit wir wieder bei dem Thema wären, dass die Presse sich mit der Berichterstattung nach den am lautesten Schreienden richtet und nicht unbedingt nach ihrem Auftrag die Bevölkerung zu informieren.
Wie gesagt: Nachvollziehbar, aber nicht wirklich gut.

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Ich bin nichtmal der Meinung dass es sich nach dem am lautesten Schreienden richtet. Sondern dass durchaus die Politik da Einfluss nimmt, um (vermutlich in deren Augen) "größere Schäden zu vermeiden". Gerade was Berichtserstattung angeht über gewisse Vorfälle was Einwanderer angeht, oder was rechte Straftaten vs. linke Straftaten angeht. Da soll meiner Ansicht nach schon ein gewisses Bild geschaffen werden.
Ist natürlich nicht so schlimm wie in bestimmten Ländern, aber eine gewisse Richtung scheint mir da durchaus vorhanden...

3
Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Man muss aber auch sagen, dass früher die Presse die Politiker ständig in der Luft zerrissen hat (vor noch etwa 10 Jahren und früher). Heute ist das ein befremdlicher Kuschelkurs. So, als würden die Politiker heute alles richtig machen.

Da hat ein deutlicher Paradigmenwechsel stattgefunden.

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Naja, wenn Du heute was falsches sagst, ich glaube da sind die immer noch schnell dabei über Dich herzufallen. Als Politiker steht man schon unter einer heftigen Beobachtung. Ich würde das nicht haben wollen. Bin froh, weitesgehend unbehelligt vor mich hinwurschteln zu können.

Es wird schon zu Recht genau hingeschaut, man hat ja auch Macht und Verantwortung. Ist prinzipiell richtig und eine freie Presse ist wichtig für eine Demokratie. Wior sind halt alle nur Menschen und ich weiß nicht, ob man manchmal die Standards nicht ein bisschen hoch hängt. So lange jemand seinen Job ordentlich macht, ist ihm wegen privater (strafrechtlich nicht relevanter) Eskapaden nicht an den Karren zu fahren.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Politiker haben heute viel mehr zu befürchten, weil auf Twitter ein shitstorm losgetreten wurde, und das macht den Job sicherlich nicht angenehmer.

Die Presse ist aber deutlich zahmer geworden und die Kritik so sie denn kommt ist deutlich moderater geworden im Vergleich zu früher.
Ich denke da an Saskia Esken, die schreibt: ich bin Antifa. Vor 10 Jahren hätte man sie dafür ordentlich angegriffen, weil man damit ja die Linksautonomen verbindet, die sich - wie die Rechtsextremisten - nicht immer auf dem Teppich der Legalität bewegen. Heute wurde sie teilweise dafür gelobt.
Und selbst, wenn Merz oder Scholz sagen sie seien nicht reich, dann schlägt das kleinere Wellen als in der Vergangenheit. Allein sowas hat früher Posten gekostet (Was auch nicht immer gut war).

Aber ich meinte eigentlich gar nicht vorrangig die Kritik an den Personen, sondern an den politischen Entscheidungen. Siehe Corona, da wurden die Einschränkungen hingenommen und nicht kritisch und differenziert berichtet, sonder n blind unterstützt. Aber auch in einer Pandemie ist es Aufgabe der Presse aufzuklären und nicht blind den handelnden zu folgen.
Wenn man bedenkt, wie unlogisch manche Regeln sind, dann hätte man daran vielleicht was ändern können.
Und nein, ich bin kein covidiot (eine unsägliche Beschimpfungen übrigens in der Presse). Nur manche Regeln sind halt widersinnig. Darüber hinaus gibt es noch andere Experten, neben Herrn Drosten, die zu anderen Einschätzungen kommen. Aber die kommen kaum zu Wort. In letzter Zeit etwas mehr, aber ein halbes Jahr so gut wie gar nicht. Und das verstehe ich nicht.

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Okay, verstehe besser was Du meinst. Finde auch, dass der wissenschaftliche Diskurs etwas unterging. Allerdings ist Drosten auch von sich aus an die Öffentlichkeit gegangen. Und ich meien nicht den Diskurs mit Corona-Leugnern, das ist kein Diskurs, die Krankheit ist ja da. Allerdings gibt es noch andere Virologen, von denen man wenig gehört hat, der emeritierte Mainzer Prof. Sucharit Bhakdi, jemand der im Kampf gegen Infektionskrankheiten wie Malaria und Dengue Fieber bedeutende Beiträge geliefert hat. Der sieht die Sache anders, und das ist schon eine Expertenmeinung, bei der mich der Diskurs zwischen ihm und Drosten mal interessiert hätte. Die hätte man doch beide mal zu einem Interview einladen können.

Dass die Politik das mit den Regeln zu Corona regelmäßig etwas vergeigt, da könnte ruhig mehr Kritik kommen. Ich denke an die Sache mit den Urlaubsrückkehrern. Die Tests wurden verpflichtend, da waren die meisten Bundesländer mit den Sommerferien schon durch. Und Sommerferien kommen nicht so wahnsinnig überraschend. Da hätte man sich deutlich mehr von der Politik erhoffen dürfen. Dann machen die Bayern Tests und verbummeln welche... großes Kino. Biergärten durften vor Kidnergärten öffnen, welche Prioritäten werden in diesem Land eigentlich gesetzt? Es gäbe schon noch Material, über das man diskutieren könnte ohne Fakten zu leugnen.

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Klopfer (Profil) (Website)
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Es ist schwierig. Drosten ist tatsächlich ein Experte für Coronaviren, insofern ist verständlich, dass er mehr Autorität hat. Aber natürlich sollte man (fundierte) Beiträge anderer Forscher auch berücksichtigen.

Was Biergärten und Kindergärten angeht: Soweit ich irgendwo gelesen habe, sind Bildungseinrichtungen tatsächlich eher Verbreitungspunkte als Biergärten, insofern ist es eventuell sogar sinnvoll, eher die Biergärten als Kindergärten zu öffnen. So ein Virus hält sich ja nicht an Moralvorstellungen. (Der Schwerpunkt der Ansteckungen soll IIRC aber bei Schulen oberhalb der Grundschule und an Unis liegen, weniger bei Kindergärten und jüngeren Klassen.)

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Ich wollte auch gar nicht sagen, dass ich das nicht anchvollziehe, dass Biergärten zuerst geöffnet wurden (and er frishcen Luft und so), aber dass es da so wenig medialen Diskurs zu gab, da wäre doch Diskussionsstoff drin, eben um anhand solcher Beiospiele auch über die Familienfreundlichkeit des Landes zu reden, usw. ich wollte das hier gar nicht erörtern, nur als Beispiel wo ich in der Presse mal hier und da was vermisst habe.

Drosten ist der Coronaexperte, nicht nur ein Virologe, sondern der Corona-Virologe. Und ich sage nicht jemand wie Bhakdi hat Recht, er ist nur auch jemand der viel Erfahrung mit der Erforschung diverser Infektionskrankheiten mitbringt und er hat offensichtlich eine abweichende Meinung, da hätte mich der Austausch auf wissenschaftlicher Ebene mal interessiert. Wo sind die sich eigentlich einig, wo unterscheiden sie sich mit welchem Argument. Alle "alternativen" Argumente, die ich bisher zu Corona gehört habe, waren einfach nicht ernst zu nehmen. Da hätte mich ein echter Expertenstreit aus dem Feld mal interessiert.

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Geschrieben am

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