Klopfers Blog

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Nuff! Ich grüße das Volk.

Ich hab mir diesmal etwas mehr Zeit gelassen, weil ich gehofft hatte, dass der letzte Eintrag noch etwas Kommentarliebe bekommt, aber offenbar wollt ihr nicht. Tja. angsthasi.gif *sniff*
Ach ja, ich werde (evtl. schon beim nächsten Update, mal sehen) eine neue Rubrik mit dem Titel "Klopfer erklärt die Welt" starten. Dort will ich einige Sachen erklären, die sich für Kolumnen oder Blogeinträge nicht eignen, aber trotzdem vielleicht mal auf klopferige Art gesagt werden sollten. In erster Linie zeichnen sie sich dadurch aus, dass sie keine persönlichen Meinungsäußerungen sein sollen, sondern tatsächlich erklären sollten, wie etwas ist. Ein paar Texte hab ich schon geschrieben dafür, aber falls ihr irgendwelche Themen habt, die euch interessieren würden, schlagt sie doch bitte in den Kommentaren vor. ^^ (Die bisher geplanten Themen sind "Schwarze Löcher", "Wo kommt eigentlich Geld her" und "Kennedy und sein Kopfschuss". Ihr merkt, es soll schon amüsant werden.)

Was mich derzeit sonst noch beschäftigt: Mein Notgroschen sollte nicht auf dem Girokonto versauern, deswegen dachte ich daran, ein Tagesgeldkonto zu eröffnen. Und dann lese ich das hier und frage mich, ob das überhaupt noch Sinn hat. Ich will den Notgroschen aber auch nicht in Aktien stecken, das sollte man nur mit Geld machen, bei dem es einen nicht groß juckt, wenn die Kurse mal abschmieren. Irgendwelche Ideen?

Was passiert ist:
Zunächst eine Kurznachricht: In Phoenix, Arizona, ist das Verbrechen weiter auf dem Vormarsch. Jüngstes Opfer: der Polizeichef, dem nun die Uniform geklaut wurde. facepalm.gif

Ein familiäres Grillen kann sehr gemütlich sein, insbesondere wenn alle Generationen miteinander Zeit verbringen, ihre Bindungen stärken und sich gegenseitig ihre Hobbys zeigen. Bei einem kleinen Barbecue in Florida sorgte jedoch ein kleines Missgeschick für einen leichten Schatten auf dem freudigen Beisammensein. Juan Manuel Martinez junior zeigte nämlich seinem Papa stolz seine Kalaschnikow. Der spielte nur kurz mit der geladenen Waffe herum und legte sie dann unbeaufsichtigt auf einem Tisch ab. Das war eher suboptimal. Denn prompt griff sich der sechsjährige Enkel des Letztgenannten die AK-47 und ... nein, keine Bange, er hat sich nicht verletzt. Ach was. Das wäre ja zynisch, wenn ich so locker flockig darüber schreiben würde. Nein, er hat nur seinen Opa erschossen.
Als Waffenbesitzer wurde Martinez junior dann verhaftet; die Polizei gab ebenfalls bekannt, dass Alkohol und Kokain bei dem Unglück eine Rolle spielten. Und dennoch sollten wir uns zurückhalten, nach einm Schuldigen zu suchen, denn wie der Verhaftete sagte: "Die Familie versucht nicht, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen. Es war einfach ein tragisches Ereignis. Wir können nicht sagen, es wäre meine Schuld, die Schuld meines Neffen oder die meines Vaters." Da habt ihr's: Es konnte niemand was dafür. schulterzuck.gif

Für manche Leute verläuft der Alterungsprozess gnädiger als für andere. So ist es kein Wunder, wenn man bei manchen alten Menschen nicht so ganz sicher ist, ob der Verwesungsprozess bereits eingesetzt hat und der Körper sich bisher einfach weigert, das anzuerkennen. Bei einem hinduistischen Guru aus dem indischen Bundesstaat Punjab beschäftigt die Frage inzwischen allerdings die Gerichte. Seine Heiligkeit Shri Ashutosh Maharaj soll im Januar gestorben sein, sagt seine Familie. Seine Anhänger wiederum sind davon überzeugt, dass er nur ganz tief meditiert. Vermutlich glauben sie auch, dass er sich nach den norwegischen Fjorden sehnt, denn sie haben seinen Körper in einer Kühlkammer eingelagert, damit er frisch bleibt, bis der Guru geruht, wieder mal zu erwachen. Die Familie würde den Alten nun aber doch mal gerne einäschern und begraben, und angesichts der ärztlichen Bestätigung, dass der Mann definitiv zu seinen Ahnen abgeritten ist, sollte das nicht einmal eine Formalie sein. Da sich die Gläubigen aber weigern, den Steifen herauszurücken, und auch die Polizei nur schulterzuckend meinte, dass sie ja die Gläubigen nicht zwingen könnten, an den Tod ihres Religionsführers zu glauben, muss jetzt doch ein Gericht entscheiden, ob der Mann denn wirklich nur meditiert oder ob er nun doch langsam mal unter die Erde sollte.

Lust auf Flausch? In Schweden kein Problem: Dort gibt es immer mehr Möglichkeiten, sich Kaninchen zu mieten. Während vor zehn Jahren das Interesse noch gering war, kommen nun immer mehr Farmen und Tierläden auf die Idee, die kleinen Wuschel für einen kleinen Obolus zu verleihen. Ein Anbieter verlangt 70 Kronen (7,75€) pro Tag und Häschen, 900 Kronen (etwa 100 Euro) beträgt die Monatsrate. "Das Verleihen ist großartig, weil man so ausprobieren kann, bevor man sich fest bindet", erzählt eine Anbieterin. Und aus den gleichen Gründen sollte man Prostitution nicht verbieten. biggrin.gif Ich hoffe aber, dass irgendwann jedes Kaninchen ein liebevolles, dauerhaftes Zuhause findet.

20140606061154.jpg

Links aus Klopfers Twitter-Feed:
Spiegel berichtet über Fotos von Fotografensohn. Der 17-Jährige hat jetzt ne eigene Ausstellung gekriegt in Frankfurt am Main. Gerahmt kosten seine Bilder 1200 Euro. Und niemand würde sich dafür interessieren, wenn sein Vater nicht als Fotograf bekannt wäre. Das ist leider die harsche Wahrheit, zumal seine Bilder zwar okay, aber eben auch nichts Besonderes sind. (Und er muss noch den Haken für "Objektivkorrekturen anwenden" in Lightroom finden.)

Zeit für etwas Werbung! happy.gif

So, nächste Woche gibt's aber mehr Links. Denke ich. kratz.gif

Mehr zu lesen:

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Und tschüss, September

Veröffentlicht am 30. September 2003 um 23:39 Uhr in der Kategorie "Meine Sicht der Welt"
Dieser Eintrag wurde bisher 2 Mal kommentiert.
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Wie kann man Klopfers Web unterstützen?

Text veröffentlicht im November 2017
Klopfer erzählt, wie man helfen kann, Klopfers Web zu erhalten und besser zu machen - sowohl ohne als auch mit Geldeinsatz. [mehr]

Zero10 (Website)
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Ich hab seit einigen Jahren nen Tagesgeldkonto und bin auch echt zufrieden damit. Leider sind die Zinsen seitdem im freien Fall und sind von 2,4% auf mittlerweile 1,2% gefallen.

Naja das sind immer noch etwa 1,2% mehr als auf nem Sparbuch.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Ich hab die Befürchtung, dass die Zinsen bei Tagesgeldkonten noch weiter fallen werden, nachdem die EZB jetzt die Leitzinsen noch einmal gesenkt hat und nun auch Zusatzkosten für die negativen Zinsen bei den Zentralbankeinlagen bei den Banken entstehen. :/

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Geschrieben am
MynonA
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Also die Fotos dieses Juenglings sind... tja, Fotos halt, ne? Sind schon ein paar schoene dabei, aber ob die eine Ausstellung wert sind, bezweifle ich doch stark. Ich musste nur ueber diesen Satz schmunzeln:
"Sein Kindergarten lag dort im 100. Stockwerk eines Wolkenkratzers, die elterliche Wohnung im Schatten des World Trade Centers."

Na, da koennen sie sich ja jetzt ueber ein sonnendurchflutetes Wohnzimmer freuen biggrin.gif

(Nein, es tut mir nicht Leid, wenn jemandem dieser Witz nicht zusagt.)

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Geschrieben am
Stonemender
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Kauf dir nen Wald. Rendite ist recht bescheiden, aber immerhin meist positiv und wenn die Revolution kommt, hast du Energierohstoffe, Baustoffe und ein Ort an dem du notfalls dein eigenen Essen (Löwenzahn und Karotten und was hasen so fressen) anbauen kannst.

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Geschrieben am
Tagtraum
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@Stonemender: Wenn die Revolution kommt, werden Grundbesitzer aus Traditionsgründen enteignet, verjagt oder guillotiniert - je nach Wetterlage. Ansonsten ist Ackerland in Afrika immer ne gute Idee, machen die Chinesen schließlich auch so (und die Kopieren ja nur Sachen, welche sich bewährt haben).

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Geschrieben am
Jade
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Wenn du den Leuten den Erklärbär gibst, wie wäre es mit beispielsweise dem Thema "EU"? Ich möchte jetzt bereits jeden liebevoll mit meiner Faust füttern, der seinen großen Schnabel mit Phrasen aufreisst wie "Die EU kassiert uns nur ab" oder "Wegen der EU ist alles teurer geworden" ohne nur den Hauch von einer wirtschaftlichen Ahnung zu haben - am liebsten hab ich die Leute, welche nicht mal wissen seit wann wir in der EU drin sind, aber lautstark den Austritt aus dem langen Martyrium fordern (gern sind diese Menschen in meinem Altern, und können sich daher vermutlich gar nicht dran erinnern wie toll ihre Welt vor dieser Katastrophe war. hackhackhack.gif )

Weitere Themen wären vielleicht wirklich so was wie: Wahlbeteiligung, grüne Gentechnik, Sinnhaftigkeit der meisten "Wir retten dir 3. Welt und nebenher mal alle Viecher"-Bünde und all so was biggrin.gif

Mich würd's freuen wink.gif

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Geschrieben am
Zielfinder
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@Tagtraum: Direktes kopieren der Produkte isses ja nicht, oft sind die Chinanachbauten schlechter als die Orignale :-D

@Jade: Gute Idee :-) Die meisten übersehen nämlich den Hauptvorteil den die EU uns bringt: Kein Krieg seit über 70 Jahren. EIner der Grundpfeiler worauf die EU gegründet wurde. Mal davon ab weiß ich nicht was die Leute jetzt konkret stört wenn sie den Austritt fordert. SInd die irgendwie direkt persönlich betroffen?
Den Euro finde ich auch gut. Schon praktisch bei einer Fahrt nach Österreich sein Geld nicht wechseln zu müssen und nervige Tauschgebühren zu zahlen :-).

@Klopfer: EIn Thema welches sich evtl als Kolunme als auch für Deine neue Sparte eignet wäre vielleicht Das Thema Flüchtlinge aus Nordafrika die gen Europa strömen und wieder zurück geschickt werden.
Ich persönlich sehe keinen Sinn darin die ganzen Flüchlinge ins Rettungsboot Europa zu holen, denn am Ende saufen wir alle ab.
Viel mehr muss man das Übel an der Wurzel packen und in deren Heimat für Ordnung sorgen, sonst hören die Flüchtlingsströme nie auf.
Außerdem kann mir keiner erzählen das nur Schwule und Lesben übersetzen auf Grund von Verfolgung. Da sind genug WIrtschaftsflüchtlinge bei.
Davon ab: Was soll mit denen passieren wenn sie hier sind?
Arbeiten? Ohne Bildung und Deutsch schwierig.

Durchfüttern? Wer bezahlts? Wird auf Dauer auch nur den wenigsten gefallen....

Man sieht das ist ein großes Thema, wäre schon interessant darüber mal zu brabbeln :-)

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Geschrieben am
@zielfinder
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Deutsch muss keiner können, kommt eh keiner legal bis zu uns. Wir haben so ziemlich die entspannteste Lage in Europa. Werin Italien landet muss nach deutschem Recht da auch bleiben. Und die Probleme lösen klingt super, wir verzichten auf unseren Wohlstand damit es sich nchtmehr lohnt zu kommen?

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Geschrieben am
Jan
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Groß-ar-tig. Also der Blogeintrag. Und die neue Rubrik! awesome.png Die Überleitung von Verleihhäschen zu Prostitution kam...unerwartet. biggrin.gif

Für die neue Rubrik schließe ich mich Jades sehr guten Vorschlägen an. "Warum ist die EU gut für Deutschland?", oder so ähnlich.
Zur Gentechnik wollte ich sowieso mal was bei FdH reinschreiben (auch wegen anonym und so...), weil das ein Thema ist, bei dem man sich regelmäßig an den Kopf fassen muss; gerade beim kürzlichen Europawahlkampf und bei den grünen Wahlplakaten wieder mal schön zu sehen. Aber scheiß drauf, dann halt hier: ich frage mich ehrlich, was die Leute eigentlich speziell gegen grüne Gentechnik haben, also genetisch veränderte Pflanzen in der Landwirtschaft. Man kriegt den Eindruck, grüne Gentechnik sei die ultimativ böse Ausgeburt der Hölle, während die anderen "Farben", also Gentechnik in anderen Bereichen, offenbar völlig okay sind/keine Beachtung finden. urx.gif Ist die Mehrheit der Leute (zumindest ist man gefühlt in der absoluten Minderheit, wenn man Vorteile sieht) echt dagegen, weil sie glauben, dass bestimmte, kurze Gensequenzen mit definierter Funktion, z.B. Resistenz gegen einen Schädling, im vergleichsweise großen Genom einer Maispflanze diese zu einem wandelnden Maiskolben-Monster machen können?! Ich arbeite zwar nicht gerade bei Monsanto, aber im Rahmen meiner Arbeit/Studium stelle ich auch gentechnisch veränderte Organismen) im Labor her. Darüber beschwert sich keine Sau, und niemand glaubt ernsthaft, dass die niedlichen kleinen GVOs plötzlich aus ihren Petrischalen ausbrechen und Randale im Labor machen. facepalm.gif (Außerdem bin ich der Meinung, dass man Konzerne wie Monsanto kritisch betrachten und trotzdem erstmal für Gentechnik sein kann, das schließt sich ja nicht aus.)

Zu deinem Anlageproblem: ich hab das gleiche und kann dir da auch keine optimale Lösung nennen. Ich hab ein Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland, damals mit 2,6% gestartet und jetzt (noch) bei 1,1%, was bei der aktuellen Entwicklung wohl bald auf max. 1% gesenkt werden wird. Deren Zinssatz lag bisher aber immer leicht über den anderen Banken. Durch Kontohopping und Mitnahme irgendwelcher Neukundenangebote ließe sich wohl noch etwas rausschlagen, lohnt aber meiner Meinung nach den Aufwand (Formulare, Legitimation am Postschalter etc.) nicht. Zu Tagesgeldanbietern hat http://www.tagesgeldblog.com eine gute Übersicht (nicht meine Seite). Momentan ist die Situation aber wirklich schlecht. sad.gif Ich kenne die aktuelle Inflationsrate nicht, aber es würde mich nicht wundern, wenn man aktuell sogar bei Tagesgeldanlagen Verluste macht. (Girokonto und Bargeld unterm Kissen sind trotzdem ein No-go.) Auch wenn sich jetzt alle BWLer an den Kopf fassen werden: mir wär ein bisschen Deflation lieber. Wenn 1,5-2% Inflation "gut" sind, dann kann 0,5% Deflation (zumindest zeitweise) ja auch nicht so schlecht sein, oder? Wäre übrigens auch ein gutes Thema für die Erklärhasen-Rubrik, das mit den Zinsen/Zinssenkungen und Inflation vs Deflation.

Hm, wurde jetzt doch länger als geplant. blush.gif

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Geschrieben am
Kitschautorin (Website)
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In Schweden vermietet man Kaninchen? Ich glaube, ich sollte mal wieder meine Eltern anrufen.

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Geschrieben am
Veria
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@Jan: Genetische veränderte Pflanzen sind nicht per se schlecht. Schlecht sind manche Auswirkungen, ich pick mal was raus:
1. Pflanzen werden gegen Pestizide resistent gemacht, dann werden auch mehr Pestizide verwendet.
2. Pflanzen werden so verändert, dass die Ernte nicht mehr zum säen verwendet werden kann. Damit sind die Bauern vom Saatgutproduzenten abhängig.
3. Allergieauslösende transgene Pflanzen sind schlecht als allergieauslösend erkennbar, weil sie für den Endverbraucher gar nicht als transgen erkennbar sein sollen.

Punkt 2 ist leider auch bei normal gezüchteten Hybridpflanzen mitunter der Fall, aber mit Genmanipulation im Labor lässt sich das noch extremer machen.

Da es wohl kaum machbar ist, Monsanto und Co. ausgerechnet diese Auswirkungen zu verbieten und das dann auch noch durchzusetzen, lassen wir das mit den genmanipulierten Pflanzen lieber ganz sein.

Bei Mikroorganismen ist es anders. Da weiss man ja, was man am Ende kriegt, nämlich die gewünschte Substanz, sei es Insulin oder Lab oder was weiss ich.


Hmmm ... Spamschutzmann? Ah, Cookies. *einschalt*

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Geschrieben am
Der Boss
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Welch ein amüsantes Stück deutscher Satire. Klopfer beweist erneut auf winderbare Art und Weise, dass sein geistiger Bizeps enorm ist und seine Texte sind von dichter Bossaura durchströmt. Klopfers Hater sind wie ein T-Rex: großes Maul, aber kein Bizeps.
K zu dem L zu dem O zu dem P zu dem F zu dem E zu dem R, der Boss.

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Geschrieben am
kyumps
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Kaufe Goldbarren, die wertstabislte Investition die es gibt, nebst landwirtschaftlich nutzbaren Flächen

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Geschrieben am
Praeriebaer
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Ich will was zum Photovoltaikblödsinn oder Wärmedämmverbundsystemen.

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Geschrieben am
Praeriebaer
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@Notgroschen:kauf dir Gold oder Silber davon. Gold ist steuerfrei, das kaufst du am Besten physisch und bewahrst es sicher auf, das gibts schon in kleinsten Mengen.

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Geschrieben am
Praeriebaer
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@Jan: Der Markt wurde bereits außer Kraft gesetzt. Während die Inflationsrate sich den Einlagenzinsen angepasst hat und umgekehrt, blieben die Kreditzinsen teils dort wo sie waren. Die Banken vergeben keine Kredite mehr, weil zu viele Leute die irgendwann nicht mehr begleichen können, sondern legen ihr Geld anders an. Es gibt auch viel zu viel Geld. Eine Deflation zu erzeugen scheint mir in dieser Situation nicht einfach, es beträfe ja nicht bloß Europa und USA sondern die Märkte weltweit. Große Teile unserer Volkswirtschaft basieren auf Grund unserer Industrie auf Energiekosten! Sie sind die alles Treibende Kraft unserer Inflations oder Deflationsrate. Ohne Erneuerbare Energien hätten wir die Deflation mit Sicherheit schon längst in vollem Gange, aber natürlich hat Russland mit Gas und Öl hier auch noch mitzureden.

Die Energiebereinigten Endverbraucherpreisanstiege sind seit einem Jahrzehnt EIN WITZ! Arbeitskraft wird immer billiger, Produktivität steigt, die Globalisierung sorgt für Konkurrenz aus den aller hintersten Ecken...Wo sollen die Preissteigerungen denn bitte herkommen? Sie kommen alle aus den Energiekosten-auf genau diesen basieren übrigens auch die Mietpreisexplosionen in den Innenstädten, die wären mit billigerer Energie bei weitem nicht so überfüllt.

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Geschrieben am
Martin
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Würde auch Gold oder Silber vorschlagen. Die sind grad recht niedrig die Kurse und es ist doch schon ziemlich wahrscheinlich das die wieder steigen. Hübsch aussehen tuts obendrein.

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Geschrieben am
darkeye
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@Klopfer, falls du dein Geld halbwegs sicher anlegen willst, kann ich zur Zeit BitCoins empfehlen, der Wert steigt im moment und wird es vorraussichtlich noch einige Zeit tun. Es ist keine 100% sichere Anlage, aber man kann damit gut gewinne machen.

Ich hatte damals enige gekauft, als der Wert bei 46€ / BTC war, dann sind die gestiegen und kurz befor ich verkaufen wollte (190€ / BTC) sind sie gefallen, und jetzt bin ich froh, dass ich nicht verkauft hatte. Mit meinem letzten verkauf habe ich meine ausgaben für die Coins völlig abgedekt und habe noch genug da, um sie zu verkaufen, wenn ich das Geld brauche oder der Kurs hoch genug ist.

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Geschrieben am
xmanzerg
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nun hier ist ein schönes Zitat für Wertanlagen:
"also ich würde ihren Anlegern raten alles in Konservendosen und Schrotflinten zu investieren"
ich liebe diesen Film (na wer kennt ihn?)

das mit den Hasen find ich gut, viele Leute kaufen sich auch Haustiere weil sie süss sind und wissen dann nix mehr damit anzufangen. Da ist das "ausleiehen" wirklich ne viel bessere alternative

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Geschrieben am
Ceed
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@xmanzerg: Gremlins 2 biggrin.gif

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Bezügl. Gold: Hab ich mir angeschaut, die Preise sind in der letzten Zeit sogar noch etwas gesunken. Ich würde aber trotzdem nicht mehr als zehn oder zwanzig Prozent in Gold anlegen wollen, zumal bei einem weiteren Fallen der Preise (was manche ja für durchaus wahrscheinlich halten) der Sinn des Notgroschens ein bisschen außer Kraft gesetzt ist. Bei längerer Anlage - sicher, warum nicht, dann kann man Flauten aussitzen, aber wenn es tatsächlich um das Polster geht, was man bei unvorhergesehenen Ausgaben angreifen kann, da ist das eher schlecht. Das gilt übrigens meiner Meinung nach auch für Bitcoins.

Was die Themenvorschläge angeht: Ich werde mich hauptsächlich auf Dinge konzentrieren, bei denen Meinungen keine Rolle spielen. Solche Sachen wie Flüchtlinge, Gentechnik, Kernkraft oder Photovoltaik sind zu großen Teilen eben auch eine Frage der persönlichen Einstellung bzw. wie man etwaige Risiken und Chancen individuell einschätzt, und solche Dinge will ich da schon etwas zurückstellen, sonst gibt es wieder ewig viele Diskussionen, die ich in der Kategorie eigentlich vermeiden will. Man sollte also auf die Texte verlinken können, ohne für oder gegen das sein zu müssen, worum es in dem Text geht.

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Geschrieben am
Hannes
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@ Veria
Zu deinem 1. Punkt muss ich einfach meinen Senf dazugeben, tut mir Leid. Eine gegen Pestizide resistente Pflanze muss nicht zwangsläufig zu einem erhöhten Pestizidgebrauch führen.

Es könnte ja auch einfach sein, dass man ein hoch wirksames Pestizid entwickelt hat, es aber nicht einsetzen kann, da es auch die Pflanze schädigt. Wenn man es jetzt schafft diese Pflanze gentechnisch so zu verändern, dass z.B. ein Rezeptormolekül verändert wird und sie dadurch resistent wird, kann das sogar dazu führen, dass weniger Pestizide eingesetzt werden.

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Geschrieben am
Bellerophon
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@Veria

"1. Pflanzen werden gegen Pestizide resistent gemacht, dann werden auch mehr Pestizide verwendet."

Die Verwendung des Wortes "Pestizide" ist eine häufige Fehlübernahme aus dem englischen Sprachraum. Im deutschen Sprachraum spricht man von "Pflanzenschutzmitteln", dieser Begriff schließt alle Wirkstoffe ein, die im Pflanzenbau verwendet werden, nicht nur die, die irgendwas töten (Wortbestandteil "-zid").
Zudem handelt es sich um Toleranzen, nicht um Resistenzen. Den Pflanzen wird ein Stoffwechselweg hinzugefügt, mit dem sie in der Lage sind den Wirkstoff zu entgiften. Mit einer extremen Dosis kann man auch den Stoffwechsel der toleranten Pflanzen überlasten.
Übrigens geht es bei den Wirkstofftoleranzen stets um Herbizide, alles andere wäre sinnlos. Ein Insektizid oder Fungizid, das halt spezifisch Insekten, beziehungsweise Pilze tötet, wirkt sowieso nicht auf Pflanzen.

Nun aber zum eigentlichen Widerspruch. Wie soll eine Herbizidtoleranz den Einsatz von Herbiziden vergrößern? Hälst du die Landwirte für blöd? Dass die nicht rechnen können? Erst sollen sie mehr für teureres GM-Saatgut bezahlen und dann noch mehr für Herbizide, weil sie die ja mehr einsetzen?
Das Verkaufargument ist ja gerade, dass ein Landwirt mit einer höheren Anfangsinvestition in das Saatgut dann an den Herbiziden spart, weil er eben ein einziges Mal ein Totalherbizid einsetzt und (am Beispiel Mais) nicht erstmal eins gegen alle Dikotylen, dann eins gegen Durchwuchsgetreide und dann noch eins gegen näher verwande Süßgräser, insbesondere Hühnerhirse.

Dass in vielen Regionen Herbizideinsatz zur Unkrautkontrolle deutlich schonender für Wasser und Boden ist als Unkrautkontrolle durch Bodenbearbeitung erwähne ich einfach mal nur am Rande.

"2. Pflanzen werden so verändert, dass die Ernte nicht mehr zum säen verwendet werden kann. Damit sind die Bauern vom Saatgutproduzenten abhängig.

Punkt 2 ist leider auch bei normal gezüchteten Hybridpflanzen mitunter der Fall, aber mit Genmanipulation im Labor lässt sich das noch extremer machen."

Hier würde mich insbesondere dein Addendum sehr interessieren. Wie soll denn das gehen? Durch Kreuzung aufgespaltenes Hybridsaatgut ist bereits unbrauchbar. Es wachsen da zwar Pflanzen draus, aber die Ernte lässt sich nicht vermarkten, weil eben keine Qualitätsstandards erreicht werden.

"3. Allergieauslösende transgene Pflanzen sind schlecht als allergieauslösend erkennbar, weil sie für den Endverbraucher gar nicht als transgen erkennbar sein sollen."

Kennst du die Verordnung 1829/2003/EG? Die Reguliert die Zulassung von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln. Darin ist auch die Kennzeichnung geregelt, die ist ziemlich eindeutig.
Hier mal zum Querlesen: http://www.bfr.bund.de/cm/343/verordnung_eg_1829_ueber_genetisch_veraenderte_lebensmittel_und_futtermittel.pdf
Besonders interessant sollte für deine Befürchtungen Artikel 13 Absatz (2) Abschnitt a) Ziffer IV) sein.

Wir haben in Europa ein ziemlich paranoides Zulassungsrecht für gentechnisch veränderte Organismen. Es werden alle nur vorstellbaren Risiken (auch die, bei denen man ganz, ganz viel Fantasie braucht um sich die vorzustellen) mehrfach geprüft und über Jahre wissenschaftlich ausgewertet. Es kämen sowieso nur die wirklich soliden und unschädlichen Produkte durch.
Und doch tauchen dann ständig solche Hanseln auf und brüllen "Ich habe Angst davor, also muss das verboten sein!".
Die sollten ehrlicherweise brüllen "Ich glaube, dass meine Wähler Angst davor haben und es ist populär das zu verbieten!" oder vielleicht auch "Ich verstehe das nicht und habe deshalb Angst davor!"
Ich habe vielleicht auch Höhenangst und alle Geländer, Gitter, Scheiben und Netze würden mir die nicht nehmen. Trotzdem würde ich nicht versuchen den Bau von Gebäuden mit mehr als 10m Höhe zu verbieten, wenn 99,99% der europäischen Bauingenieure darin übereinstimmen, dass das sicher ist, wenn man das solide konstruiert.


Und ehe ich hier zum Monsanto-Fanboy abgestempelt werde:
Ich bin kein großer Fan von herbizidtoleranten Pflanzen (egal ob GM, oder wie zum Beispiel in BASF's "Clearfield"-System durch konventionelle Züchtung entstanden) als Standardmethode zur Unkrautbekämpfung. Auf leichten Böden ist das der Unkrautbekämpfung durch Bodenbearbeitung in allen ökonomischen und ökologischen Aspekten haushoch überlegen, aber einen schweren Boden kann man ruhig auch mal pflügen.
Bt-Pflanzen sind da schon deutlich cleverer, weil man damit Schädlinge erreicht, die sich in der Pflanze selbst entwickeln. Wenn die da drin sind erreicht man die einfach nicht mit Insektiziden (oder nur mit unverantwortlich hohen Aufwandmengen).

Und das war's auch schon mit den kommerziell genutzten Transgenen. Das liegt vor allem daran, dass man die an viele Abnehmer verkaufen kann (Unkraut und Schadinsekten gibt's halt überall).
Da lohnt sich die Investition; die können sich aber nur Großkonzerne leisten.
Würde man das Zulassungsverfahren verschlanken (vor allem Entbürokratisierung, keine Änderung der Sicherheitsstandards) könnten auf dem Markt auch echte Saatgutunternehmen (in Deutschland meist "Mittelständler", zum Teil sogar Familienunternehmen) mit deutlich kreativeren und innovativeren Produkten mitmischen, die jedoch nur einen schmalen Anwendungsbereich und damit relativ wenig Abnehmer hätten. Das muss man nicht Chemiekonzernen wie Monsanto und BASF überlassen.

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Geschrieben am
ChristianL
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@Bellerophon:
Wichtig ist meiner Meinung nach nicht die Größe "Saatgutkosten - Herbizidkosten", sondern eine Art Rendite, die sich aus "Erlös - Aufwand [=Saatgutkosten + Herbizidkosten + ...]" definiert.
Damit wird auch bei genverändertem Saatgut so lange gespritzt, bis der Erlös aus dem zusätzlich zu erwartenden Ertrag geringer ausfällt als die Spritzkosten. WENN(Annahme) wöchentliches Spritzen eine positive Bilanz besitzt, wird es gemacht. Die Toleranz erlaubt es ja, praktisch beliebig hohe Dosen anzuwenden.

Fälle, wie dass Toleranzen es erst erlauben, hocheffektive Mittel zu verwenden, habe ich ausgeklammert.

Mir persönlich wäre es lieber, wenn man (politisch verordnet) das Hauptaugenmerk auf langfristige Effekte wie Abbaubarkeit legt, um eine Anreicherung in der Nahrungskette/Boden zu verhindern (Das trifft auch auf Medikamente hinzu; vor allem Östrogen von der Pille scheint sich inzwischen anzureichern).
Ein weiterer Punkt hier wäre die Abhängigkeit von erdölbasierenden Düngemitteln zu verringern bzw. komplett abzuschaffen.

Beim Punkt Angst/Paranoia stimme ich dir zu. Genauso sind die Reaktionen auf die Kernkraft/Strahlung. Wahrscheinlich ist das einfach eine Folge der Unwissenheit, bei der viele Menschen einfach Angst vor dem Ungewissen haben.
Ich möchte in dem Zusammenhang noch zwei Methoden nennen (du wirst sicherlich spontan mehr aufzählen können), wie man in den 50ern die Züchtung/Mutationen beschleunigt hat. Bestrahlung mit hochenergetischem Licht im Bereich der Röntgen/Gammastrahlung, und die Verwendung von Chemikalien, um die Mutationsrate zu erhöhen.

Ein weiteres Problem ist in dem Zusammenhang einfach, dass das Vertrauen in die Industrie/Politik in solchen Fällen aufgrund schlechter Erfahrungen sehr stark gesunken ist. Es gibt leider viele Bereiche, wo eine bessere Kennzeichnungspflicht behindert wird, oder sehr lax gehandhabt wird.

Die aktuelle Entwicklung sehe ich eher mit Sorgen, weil sie dazu führen wird, dass sich auch im Saatgut ein Kartell aufbauen wird mit entsprechenden Folgen für die Kosten.

Ein weiterer Punkt zur Akzeptanz ist in Deutschland einfach die mangelnde Notwendigkeit. D hat eine sehr leistungsfähige Landwirtschaft, die selbst keine Probleme mit der notwendigen Überproduktion hat. Damit fehlt einfach ein entsprechender Anreiz, solche Vorhaben zu unterstützen.
Allgemein sehe ich da das Problem, dass man solches Saatgut nur in den industriellen Landwirtschaften der ersten Welt (und Russland) einsetzen kann, während die Nahrungsmittelknappheit in anderen Regionen herrscht.

@Klopfer:
Mal wieder ein netter Überblick, und mit Schwarzen Löchern hast du dir wirklich ein recht schwieriges Thema herausgesucht. Bisher habe ich keine gute Erklärung gefunden, die ohne die Einsteinschen Feldgleichungen/Differentialgeometrie/Schwarzschildlösung(-metrik oder allgemeiner Kruskalmetrik) auskommt. Ich bin da wirklich mal gespannt.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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@ChristianL: Ich will keine Physiker aus den Leuten machen, es geht mir eher darum, dass Schwarze Löcher keine Staubsauger sind (gerade auch im Hinblick auf den "Helden"-Film).

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Geschrieben am
Praeriebaer
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Gold ist immerhin eine echte Währung! Vor allem im arabischen Raum kannst du damit theoretisch ganz normal einkaufen gehn. Hierzulande würdest du wohl komische Blicke ernten.

Gold ist viel stabiler als der Euro. Aus Sicht eines Deutschen mag dies aber schwer auffallen. Der Goldwert bleibt relativ gleich, der Euro ist das was schwankt wie verrückt-neben allen anderen nationalen offiziellen Zahlungsmitteln.

Aufgrund der riesigen Summe an frischen Euros im Umlauf, ist der Wert Euro rapide gesunken und es braucht nur einen einzigen großen Börsencrash um all das ferner liefen Geld wieder in die Realwirtschaft zurückzuspülen. Dann kostet das halbe Pfund Butter ganz schnell 5 Euro. Die Leute werden in Panik dann was kaufen? GOLD, genau wie die letzten 20 Krisen.

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Geschrieben am
Bellerophon
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@ChristianL:
Natürlich arbeiten Unternehmer ertragsmaximierend. (Wer hätte das denn nur erwartet?)
Das heißt aber auch, dass eben keine Wirkstoffe ausgebracht werden, wenn es keinen Sinn macht. Da darf man dann auch keine unsinnigen Szenarien aufstellen. Mit wöchentlichem Spritzen erreicht man gar nichts. Der Trick ist ja gerade alle aufgelaufenen Unkräuter mit einer Anwendung vernichtet werden und die Kulturart zu diesem Zeitpunkt schon so konkurrenzstark ist, dass alle Unkräuter, die danach auflaufen ganz einfach nicht mehr genug Licht kriegen.

Und das "Ausklammern" von "hocheffektiven" Mitteln macht schon mal gar keinen Sinn, denn die einzigen kommerziell vermarkteten GM-Herbizidtoleranzen sind die gegen Glyphosat (Handelsname "RoundUp" von Monsanto) und gegen Glufosinat (Handelsname "Basta" von Bayer). Beides sind Totalherbizide.

Die Pflanzenschutzmittelzulassung ist vollkommen getrennt von der Zulassung einer gentechnisch veränderten Pflanze zu betrachten. Und es wird dort sehr auf die Persistenz der Mittel geachtet. DDT hat die Industrie da sehr sensibilisiert und die Landwirtschaft ist auch nicht in den 70ern stehengeblieben.

Mutagenese durch Strahlung und Chemikalien war sehr üblich und wird zum Teil immernoch gemacht. Nach Richtlinie 2001/18/EG brauchen Sorten, die mit diesen Methoden erzeugt wurden ganz explizit keine gesonderte Zulassung.

Was die Notwendigkeit angeht sehe ich das was Herbizidtoleranzen angeht ähnlich (jedoch mit standortbedingten Ausnahmen).
Insektenresistenzen sind schon wieder ein ganz anderes Thema. Es gibt ganz einfach keine andere Möglichkeit zur Bekämpfung von Maiszünsler und Maiswurzelbohrer, die auch nur vergleichbar effizient sind.


Das Argument zu dem ausschließlichen Einsatz in Industrieländern ist ebenfalls nur für Herbizidtoleranzen halbwegs nachvollziehbar. Ganz einfach, weil man zur effektiven Herbizidausbringung Geräte einer mechanisierten Landwirtschaft braucht.

Bei Bt-Pflanzen greift das schon nicht mehr.

Dann ist in Brasilien eine Bohne gerade ein sehr großes Thema, die gegen eine Viruserkrankung resistent ist (über einen RNA-Interferenzmechanismus). Die wurde vom staatlichen brasilianischen Institut für Agrarforschung entwickelt und soll ab nächstem Jahr angeboten werden, für Landwirte, die weniger als 100ha bewirtschaften sogar subventioniert zum Preis von konventionellem Saatgut.
Über einen ähnlichen Mechanismus gibt es auch Papaya mit Resistenz gegen eine Viruserkrankung, Hauptanbaugebiet ist China.

Der "goldene Reis" (Reis mit einem hohen Gehalt an Provitamin A für den Anbau in Gebieten mit einer Vitamin-A-Mangelproblematik) ist wirksam und die Patenthalter sind auch bereit bei der Abgabe an Kleinbauern auf ihre Lizenzgebühren zu verzichten, nur wird der Anbau aufgehalten durch Menschen, denen ihre Anti-GMO-Ideologie wichtiger ist als Menschenleben (sind ja schließlich keine weißen Babies die da sterben oder erblinden...).

Dann gibt es auch noch ganz andere Dinge, die man mit transgenen Pflanzen machen kann:
- Trockenheitstoleranz (Klimawandel, wisst ihr noch?)
- Erzeugung von Polymeren (Peak Oil, wisst ihr noch?)
- Nutzung als selektiver Filter (Östrogen im Trinkwasser, Schwermetalle im Boden, ...)
- Erzeugung von Impfstoffen und anderen Medikamenten
- "Gimmicks" (Tomaten, die nicht matschig werden; blaue Nelken, Rosen, etc.)
- was immer der menschliche Erfindergeist noch für Möglichkeiten findet

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Veria
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@Hannes und Bellerophon:

Glaubt ihr ernsthaft, dass die Landwirtschaft das Motto "viel hilft viel" fallenlassen wird?
Dazu kommt noch, dass ein neuer Stoffwechselweg, um das Pflanzenschutzmittel (ist ja gut) abzubauen, auch bedeutet, dass es neue Stoffwechselprodukte gibt, deren Wirkung wir auch noch nicht zwangsläufig kennen.

Zum Hybridsaatgut, dessen Ernte nicht ausgesät werden kann: Man nehme zwei Inzuchtlinien, kreuze sie, und profitiere vom Heterosiseffekt. Leider tritt dieser Effekt nur in der ersten Tochtergeneration auf und, ja, teilweise werden auch Inzuchtlinien gekreuzt, deren Hybride eingeschränkt fruchtbar sind, also die Ernte zwar gesät werden kann, aber selber gar keine Ernte mehr produziert. Stroh allein lohnt nicht, wenn man es nicht zu Gold spinnen kann.

Und zur Kennzeichnung: Ich bezweifle, dass es sinnvoll ist, jetzt einen Kompromiss zu machen und in zehn Jahren wird die Kennzeichnung abgeschafft, weil Monsanto vor einem TTIP-Schiedsgericht klagt, dass diese Kennzeichnung dem Umsatz schadet. Ja, das ist Pessimismus, das gebe ich zu.

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Bellerophon
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@Veria

Die Landwirtschaft hat das Motto "viel hilft viel" schon lange fallengelassen.
In Deutschland sind fast alle Betriebsleiter Diplom-Agraringenieure oder haben inzwischen einen Bachelor oder Master of Science. Die verfahren nach dem Motto aller Akademiker: "Das kommt drauf an."
Für den Rest Europas gilt es ähnlich.

Ich finde es tatsächlich beleidigend, welche unbegründeten und damit auch unbewiesenen Behauptungen du hier über mich und meine Kommilitonen aufstellst.

Und der Stoffwechselweg mit seinen Endprodukten ist natürlich bekannt. Man weiß doch welches Enzym vom Gen codiert wird, das man da einbaut. Sonst würde man das doch gar nicht tun können. Und man weiß natürlich was dieses Enzym macht.
Die herbizide funktionieren dadurch, dass sie ein im Stoffwechsel der Pflanze vorkommendes Enzym blockieren (im Falle von Glyphosat betrifft dies die Synthese von aromatischen Aminosäuren (da Tiere sowieso keine aromatischen Aminosäuren synthetisieren ist Glyphosat übrigens auch ungiftig für Tiere)).
Diese Blockade funktioniert dadurch, dass der Wirkstoff dem eigentlichen Substrat so ähnlich sieht, dass die Enzyme daran binden, aber ihn nicht weiterverarbeiten können.
Das durch gentechnische Verfahren zugefügte Enzym zerlegt den Wirkstoff aber. Im Falle von Glyphosat zu dem eigentlichen Substrat und Essigsäure. Für beides sind Stoffwechselwege in jeder Pflanze natürlich enthalten.


Wie die Aufspaltung von Hybriden funktioniert ist mir vollkommen klar, ich warte immernoch auf die Erklärung, wie gentechnische Veränderung das NOCH schlimmer machen soll.

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Smithy Dingenskirchen
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Zum Notgroschen:
Ja es ist echt ein Dilemma. Zum ersten mal in meinem Leben besitze ich mehr als 10 Euro auf dem Konto, 10 in der Brieftsche und ca. 80 in den Sofaritzen und würde es gerne für die Bafög-Rückzahlung, natürlich für ein par Euro Zinsen, zurücklegen und gerade jetzt muss der Zins so niedrig sein, dass das Geld wahrscheinlich ehr weniger als mehr wird (Gut zumindest steigt mein Rückzahlungsbetrag nicht)
Vor allem ist doch die gesammte Wirtschaftliche Erziehung meiner kindheit über den haufen geworfen. 18 jahre lang haben mir meine Eltern geprädigt, ich solle mein zurückgelegtes Taschen- und Geburtstagsgeld zur Bank bringen, damit es mehr wird und damit war ich bestimmt nicht der einzige.

Zum Familiengrillen:
Guns don't kill people...
...George R. R. Martin kill people
Der Opa war wahrscheinlich ein geliebter Mensch, also kein wunder das er abatreten musste.

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Geschrieben am
Veria
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@Bellerophon: Ich habe selbst nichts in die Richtung studiert, aber ich kenne einen Doktor der Mikrobiologie, der von der Qualitätssicherungsseite mit der Landwirtschaft zu tun hat. Was er erzählt, hat das Potential zu Landwirtschafts-DAU-Geschichten.
Ich bitte für die unzulässige Pauschalisierung um Entschuldigung - aber du wirst kaum widersprechen, wenn ich sage, dass es überall DAUs gibt, eben auch in der Landwirtschaft.

Die Gentechnik kann das Problem mit der Aufspaltung nicht "schlimmer" machen, nur "zuverlässiger". Wobei das bei der modernen Landwirtschaft wohl nicht mehr wirklich was ausmacht.

Zu den Stoffwechselprodukten und Enzymen: Klar weiss man, welche das sind, aber wie sie mit anderen Substanzen in eben dieser Pflanze interagieren, weiss man eben nicht zwangsläufig. Und selbst wenn man es weiss, steht es noch lange nicht im Kleingedruckten auf der Verpackung.

Um meine Position mal ganz ganz klarzustellen: Ich finde Gentechnik nicht böse. Ich finde nur, dass die Folgen viel stärker erforscht und bedacht gehören. Und nicht schnell schnell transgene Pflanzen auf den Markt werfen, damit es sich jetzt lohnt und nicht erst später.

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CyberGreen
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@ Veria: Doch, wenn die Pflanze aufs (Versuchs-)Feld kommt, kennt man sie schon in und auswendig. smile.gif Da weiß man, was wie reagiert und welche Nebenstoffwechselwege auftreten können. Das hat unser paranoides Zulassungssystem so an sich.
Bei "konventionell" gezüchteten Sorten hast du da viel, viel weniger Überblick, wo überall noch Mutationen versteckt sind und wie die wirken, selbst wenn die Dinger schon auf dem Markt sind.

Ich habe selber auch schon in der Agrobiotechnologie zu tun gehabt und gehöre zur Pro-Gentechnik-Fraktion. Allerdings muss ich inzwischen leider zugeben, dass die Kritiker durchaus in manchen Punkten auch Recht haben. Was Monsanto und Co da machen, ist a) aus wissenschaftlicher Sicht stinklangweilig und b) ethisch ziemlich bedenklich. Aber die Kritik muss eigentlich dem Kapitalismus gelten, nicht der Gentechnik! Die ist erstmal nur eine Technologie und im Grunde sicherer und berechenbarer, als viele "konventionelle" Techniken.

Ich finde die Entwicklung in der EU zwar traurig, bin mir aber auch nicht mehr so sicher wie noch direkt nach dem Studium, dass uns die momentanen Erzeugnisse der Großkonzerne hier wirklich weiter bringen würden. Grüne Gentechnik hat eine Menge Potential, das leider im Moment nicht genutzt wird. Andererseits ist das Zulassungsverfahren eben extrem teuer und langwierig und daher sowieso nur für Großkonzerne überhaupt zu wuppen. Kleinere, innovativere Firmen hätten gar keine Chance.

Ich gebe die Hoffnung aber nicht auf. smile.gif Die Technik an sich ist eine sinnvolle Erweiterung der anderen Zuchttechniken und wird hoffentlich früher oder später normal eingesetzt werden können.

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CyberGreen
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Um das noch mal ganz deutlich zu sagen: Gentechnisch modifizierte Pflanzen können in Deutschland selbst unter günstigsten Bedingungen nicht "schnell schnell auf den Markt geworfen" werden. Das ist schlicht unmöglich mit unserem Zulassungsverfahren. Man kann pro Sorte etwa 10 Jahre rechnen vom Antrag auf Zulassung bis zur Markteinführung! (Bis dahin ist die Sorte eigentlich schon wieder hoffnungslos veraltet.)

Und um das auch deutlich zu sagen: Unser Zulassungssystem ist ein Monster, enorm aufwendig und für die Firmen fast zwangsläufig ein Verlustgeschäft. Aber ich finde es gut und wichtig, dass es so ausführlich und gründlich ist. Denn nur so kann man wirklich sicher sein, dass die Pflanze auch (nur) das tut, was sie soll.

Wenn aber was durch das System durch ist, dann soll es auch als harmlos anerkannt und nicht von irgendwelchen Schlümpfen aus irgendwelchen Nicht-Gründen heraus doch noch verboten werden.

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Bellerophon
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@Veria

"Überall gibt es DAUs." ist eine ganz andere Aussage als "Die Landwirtschaft hat das Prinzip 'Viel hilft viel!' nicht fallengelassen!"

Es gibt auch immer einen Bauingenieur, der als Schlechtester seines Jahrgangs abgeschlossen hat, trotzdem habe ich nicht generell Angst davor Gebäude zu betreten.

Was Grüne Gentechnik (und eigentlich Landwirtschaft allgemein) angeht finde ich es sowieso ziemlich befremdlich, wie viele Laien da glauben ihre Meinung abgeben zu müssen. (Und ja, auch studierte Biologen sind meist Laien; das Verhältnis ist vergleichbar mit dem zwischen Physikern und Bauingenieuren.)
Ich übernutze das Beispiel langsam, aber wir befinden uns ja auch täglich in Häusern, viele überqueren auch täglich Brücken oder nutzen Tunnel und ich sehe keine Massenproteste gegen neuartige Betonmischungen, die Versuchsanlagen von Materialforschern werden nicht ständig attackiert, selbst die Nanotech-Panik hat sich recht schnell wieder gelegt.

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xmanzerg
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herlich wie sich das thema entwickelt smile.gif
ich denke die grösste angst (die ich auch habe) ist die der unbekannten und unbemerkten spätfolgen.
wenn ein Bauwerk nicht mehr standthält gibt es häufig vorher verschleisserscheinungen, und selbst wenn diese nicht auftretten, sobald es einkracht merkt es jeder.

aber eine schleichende vergiftung, veränderung des körpers oder anreicherung mit sonst etwas merkt man eben nicht (wieviele jahrhunderte/jahrtausende hat man asbest benutzt bevor man gemerkt hat das es krebserregend ist? es gibt auch andere beispiele. man merkt es eben nicht immer)

ich bin auch für Gentechnik, ich weiss eben nur nicht (wie oben erwähnt) ob die Profitgier (auch Kapitalismus geannant) manchmal zu einigen Produkten führt die alles andere als "sicher" oder "gesund" sind

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CyberGreen
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@ xmanzerg: Mit Sicherheit wird es langfristig auch einzelne Produkte mit Pannen geben. So wie in allen anderen Bereichen halt auch. Hundertprozentige Sicherheit hast du nirgends, aber die Gentechnik ist gerade durch die strenge Überwachung eine vergleichsweise sichere Technologie.
Hast du eine Vorstellung davon, wie koventionelle Pflanzenzüchtung heutzutage funktioniert? Das ist auch eine sehr molekularbiologische Angelegenheit und sieht für den Laien schon mal "gentechnischer" aus, als die echte Gentechnik. Und da braucht es keine langwierigen Tests und jahrelange Zulassungsverfahren; diese Sorten können direkt vermarktet werden und keiner beschwert sich...

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sathomaso
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Meine Fresse, unglaublich wie Fortschritts- und technikgläubig hier manche sind. Dann wird noch ein wenig mit Fachbegriffen um sich geworfen und schon ist Welt in Ordnung. Wie wär's mit etwas mehr zurück zur Natur? Weniger Monokultur bspw.?
Der Vergleich mit den Betonmischungen hinkt. Beton kann man nicht essen.
Was sagen die Damen und Herren Agrar-Ingenieure denn zu den derzeitigen Vorgängen in Indien? Die vielen Selbstmorde dortiger Landwirte? Ich weiß, anderes Thema, würde mich trotzdem interessieren.

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Geschrieben am
Nova
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@sathomaso: Genau, mehr Natur, weniger Chemie! Zurück zur durchschnittlichen Lebenserwartung von 30 Jahren! *Ironie*
Bin mir recht sicher, dass die Sache mit Natur / Künstlich von Klopfer kam: Herzschrittmacher sind künstlich, willst du da auch zurück zur Natur? Wäre sogar vorteilhaft, weil man dabei selektiv die Personen mit Genen für schwache Herzen aussieben könnte. (Nicht erst gemeint, soll die Lächerlichkeit der Sache unterstreichen.)
Interessant ist auch, wie uns Fortschritt und Technik für Jahrtausende gute Dienste erwiesen haben - und auf einmal soll das schlecht sein? Klingt unglaubwürdig. Das Problem ist da einfach die Uninformiertheit der Leute. Gruppen wie Green Peace oder teilweise, in schwacher Form auch die Partei Die Grünen können da viel zu einfach ihre Weltuntergangsszenarien verbreiten und gegen alles wettern - und die uninformierten Bürger nehmen es direkt auf, weil kaum andere Darstellungen mit Fakten vorhanden sind. Leute mit Macht wiederum lassen sich viel zu einfach bestechen und sorgen dann für unsinnige Gesetze, die halt denen helfen, die mit Technik das schnelle Geld machen wollen, ohne auf tatsächliche Gefahren zu achten.

Du lebst aber in Beton, atmest Betonstaub ein und reibst vielleicht auch mal deine Hände an Beton. (Nicht unbedingt, ich kenne deine Wohnverhältnisse nicht. Sicherlich gehst du aber arbeiten, zur Schule oder auch mal zum Amt für irgendwas.)
Das bereits genannt Asbest ist ein wunderschönes Beispiel, wie dir etwas das Leben vermiesen kann, ohne dass du drauf rum kaust.

Die Leute in Indien sind mir ziemlich egal, wenn es um eine Diskussion um genmanipulierte Pflanzen geht. Gegen Korruption und kapitalistische Konzerne müsste man dafür vorgehen, die Genbaumwolle ist da nur das Mittel zum Zweck, und somit bei der Diskussion uninteressant.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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@sathomaso: Das mit den Selbstmorden in Indien wegen genmanipulierter Pflanzen ist ein Mythos. Tatsächlich hat die Selbstmordrate etwas damit zu tun, wie indische Banken seit diversen Reformen Kredite verteilen (oder eben auch nicht); in bestimmten Gegenden haben Farmer keine andere Chance, als sich von Kredithaien Geld zu pumpen. In Gegenden, in denen (aufgrund von Klimawandel oder anderen Umständen) wegen Trockenheit die Ernten nur spärlich ausfallen, können sie allerdings die Kredite nicht mehr zurückzahlen. So etwas treibt Leute zum Selbstmord.
Dass die ganze Sache mit der genmanipulierten Baumwolle nichts zu tun hat, sieht man einerseits daran, dass Indien seit der Einführung dieser Pflanzen seine Baumwollproduktion enorm gesteigert hat, und andererseits auch daran, dass unter den fünf indischen Bundesstaaten mit den meisten Selbstmorden von Bauern auch welche sind, in denen gar keine Baumwolle angebaut wird, während in zehn anderen Bundesstaaten mit einem hohen Anteil von Baumwollfarmern die Selbstmordraten nicht erhöht sind.

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Geschrieben am
Bellerophon
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@Sathomaso

An "Fortschritt" und "Technik" braucht man nicht glauben. Das geschieht. Menschen machen Erfindungen.

Und abgesehen davon: Wie viel Technologie ist denn genug? Ab wann ist die Technologie zu weit fortgeschritten?
Wenn du diese Frage mit "so ungefähr 1750" beantwortest, gibt es Menschen, die das genauso sehen: die Amish.

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Geschrieben am
CyberGreen
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@ Sathomaso: Also, uns Gläubigkeit jedweder Art zu unterstellen, finde ich schon etwas dreist. Ich bin auch kein Agraringenieur. Ich habe schon selbst GVPs hergestellt (an der Uni, nicht in einer Firma) und mich auch mit Verbraucherschutz beschäftigt. Mir sind die Leute in Indien nicht egal. Aber das hat mit Gentechnik an sich nichts zu tun, sondern wie gesagt mit Firmenpolitik.
Vielleicht magst du hier ja das eine oder andere nachlesen: http://www.transgen.de/fragen_antworten/856.doku.html
Hier eine Übersicht des Zulassungsverfahrens: http://www.gmo-compass.org/flash/popup.php?lang=ger

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Geschrieben am
Leo Hammer
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Ich freu mir den Ast ab, das ich schon vor Jahren das sogenannte Mitgliedssparen bei meiner Volksbank gemacht habe, da hast du zwar 9 monate kündigungsfrist, ABER du bekommst 5% zinsen und das ist vertraglich festgelegt, wohingegen mein anderes Sparkonto 3 monate Kündigungsfrist hat, dafür aber die zinsen schwanken (was mich nicht sonderlich juckt, da die zinsen immer noch über denen für mein spaarbuch liegen).

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Geschrieben am
Jan
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Interessant bzw. angenehm, wieviele fellow Biowissenschaftler/-technologen hier unterwegs sind. smile.gif

@ Veria: "Zu den Stoffwechselprodukten und Enzymen: Klar weiss man, welche das sind, aber wie sie mit anderen Substanzen in eben dieser Pflanze interagieren, weiss man eben nicht zwangsläufig"

Auch das ist ein Mythos (wir machen einen Organismus transgen --> da könnte sonstwas passieren, wir haben überhaupt keine Ahnung, nicht absehbare Folgen, Spätfolgen nach x Hundert Jahren, blabla usw.) und es erstaunt mich immer wieder, wie weit verbreitet der ist. Da hat die grüne Propaganda ganze Arbeit geleistet.
Diese Befürchtungen klingen für mich halt doch noch ein bisschen nach dem "wandelnden Maiskolben-Monster". wink.gif Zu den äußerst strikten Zulassungsbedingungen wurde ja schon ausreichend geschrieben. Dazu kommt, dass die Hersteller der transgenen Pflanzen eben sehr wohl wissen, was diese machen und was nicht. Die transgenen Sequenzen haben eine genau definierte Funktion und ihr Anteil am Genom ist sehr klein (wurde ja bereits gesagt: hier ein neues Enzym, dort evtl. ein modifizierter Stoffwechselweg, das wars). Man kann da nicht einfach mal eben Chimären erzeugen, die halb Pflanze - halb irgendwas anderes sind. Die entstehenden Stoffwechselprodukte sind, auch falls die Pflanze sie in der Natur niemals bilden würde, alles andere als spektakulär. (Giftstoffe sind oft riesige und komplexe Gebilde, die in der Natur viel eleganter synthetisiert werden, als es ein Chemiker im Labor jemals könnte.) Im sehr unwahrscheinlichen Fall, dass dort komplexere Verbindungen anfallen sollten, die z.B. rein zufällig in ihrer Struktur irgendwelchen Giftstoffen ähneln - glaubst du, das kriegt man nicht rechtzeitig mit? Die Gentechnik ist schon deswegen sicherer und zuverlässiger als konventionelle Züchtungen, wildes Rumgekreuze und Ähnliches, weil man langfristig in der Lage sein wird, Organismen detailliert quasi "am Reißbrett" zu designen und auf Bestellung herzustellen. Und die machen dann nur, wozu sie "programmiert" wurden, weil sie zu etwas anderem gar nicht in der Lage sind. Insofern bin ich wohl ein "Gläubiger" des Fortschritts und der Technologie, ja. awesome.png

Mal ganz davon abgesehen erscheint mir eine pro/contra (grüne) Gentechnologie-Diskussion ziemlich müßig, sobald ich mir vor Augen halte, dass sich das Problem der Ernährnug der wachsenden Weltbevölkerung NUR (!!) mit Hilfe der Gentechnologie und nicht anders lösen lassen wird. Anders wird man die benötigten Erträge in der Landwirtschaft einfach nicht hinbekommen.

Weniger Monokultur oder irgendwelche Selbstmorde aufgrund einer finanziellen Situation haben übrigens NICHTS mit dem Thema Gentechnologie an sich zu tun.

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Geschrieben am
firesky
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Die Kunst bei solchen "Fotokünstlern" besteht mMn eher darin Idioten zu finden, die dann solche Beträge bezahlen.

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Geschrieben am
xmanzerg
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@CyberGreen

ich komme aus der luftfahrt industrie, ich weiss wie genau man es mit Gesetzen nehmen kann, aber wie darüber beschrieben habe ich vorallem vor dem Kapitalismus angst, mehr Profit auf kosten anderer.

ne freundin von mir arbeitet im Gentechnischen Bereich (LebensmittelLabor irgendwas.. also sie untersucht solche sachen was für auswirkung sowas haben könnte). daher weiss ich das meiste ist keine Gentechnik sondern nur Kreuzung (also ehr Züchtung als Gentechnik).

es stimmt 100% Sicherheit gibt es nicht. Ich habe trotzdem Angst (sowhl in der Luftfahrt als auch in der Lebensmitteltechnik) genau deswegen :/(vllt ein kleiner Feigling), aber irgendwo muss man sich halt weiterentwickeln und das geht oft nun mal nur mit gewissen Risiken. Das ist mir soweit bewusst.

Mir ist da die Technik nur etwas lieber, meistens merkt man wenn was schieff geht (das Flugzeug schmiert ab), bei Lebensmittel merkt man sachen eben nicht sofort wenn sie schädigen (beispiel Asbesth)

ist immer ne Frage zwischen Fortschritt, Profit und Sicherheit.
ich würde immer den Fortschritt bevorzugen aber auch die Sicherheit nicht ausser acht lassen. (also das übliche, ich will das etwas vorrangeht aber mir darf nix passiern, das übliche Egoistische verhalten der meisten Menschen smile.gif

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Geschrieben am
xmanzerg
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Nachtrag:
noch ne kleine anmerkung. ist auch immer zu betrachten was das kleinere Übel ist, grade was JAN geschrieben hat. Will ich es ehr sicher haben? oder soll es probleme Lösen (auch wenn nebenwirkungen anfallen?). Die welt muss ja irgendwo ernährt werden, und bevor die hälfte verhungert, kriege ausbrechen wegen Nahrungsmittel oder der lebenststandart der kompletten Welt den Bach runtergeht wegen überteuerten Lebensmittelpreisen, währe da Gentechnik schon ganz wünschenwert (selbst wenn da mal was schief gehen sollte)

was uns wieder zu den üblichn Frage bringt zwischen Sicherheit und Fortschritt wink.gif

so jetzt schnell schlafen bevor ich noch mehr mist schreibe 8)

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Geschrieben am
Michicop
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Heißt der Polizeichef zufällig Wiggum?

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Geschrieben am
mulex
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Der Fotografendepp, eh, Fotografensohn sucht also nach unterschiedlichen Perspektiven. Ah ja. Er hält die Kamera nach oben, nach unten, nach rechts und anch links – und hat immer die gleiche, nämlich die Zentralperspektive. Wenn er aber schon seinen Wunsch nicht korrekt benennen kann, wenn wundert`s da, das auch die Bildchen nicht über den Knipsstatus hinausgehen. Der Vater scheint es geahnt zu haben - schließlich hat er den Sohnematz auch mit bester Knipsertechnik ausgestattet. duschelm.gif
Aber selbst wenn es mal funkt und er alle Perspektiven gefunden haben sollte - es gibt ja deren auch nur vier - ob dann die Bilder aussagekräftiger werden?

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Geschrieben am
raznz_snasna
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Ich denke "Abseits" wäre ein wichtiges Thema zur WM, bei dem nur Fakten und keine eigene Meinung zählt.

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Geschrieben am


Freiwillige Angabe

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