Klopfers Blog

Nuff! Ich grüße das Volk. :hi:

Zu Anfang: Vielen lieben Dank für die Glückwünsche und Geschenke zu meinem Geburtstag! Ich habe mich riesig darüber gefreut, dass mein allmählicher Verwesungsprozess so versüßt wird. :schwaerm:

In der DDR gab es viele Zeitungen und Zeitschriften, die sich an Kinder und Jugendliche richteten. Eine davon war die Frösi, die schon auf dem Cover verkündete, ein "Pioniermagazin für Mädchen und Jungen der DDR" zu sein.
Jetzt muss ich wohl für die jüngeren Leser erst mal erläutern, was das heißt. Die Pioniere waren eine politische Jugendorganisation, der in der DDR am Ende über 95 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 14 Jahren angehörten. Von der 1. bis zur 4. Klasse war man Jungpionier (mit blauem Halstuch), von der 4. bis zur 7./8. Klasse dann Thälmannpionier (mit rotem Halstuch). (Später wurde man dann Mitglied der FDJ.)
Nun gab es für die Jungpioniere mit der "ABC-Zeitung" und der "Trommel" für die Thälmannpioniere bereits eigene Zeitungen, aber die Frösi sollte altersübergreifend alle Pioniere ansprechen. Frösi steht für "Fröhlich sein und singen", was auf den Liedtext eines (mit Pathos getränkten) Pionierlieds anspielte. Der brave Schüler Ottokar Domma lästerte einmal, dass man die Frösi den Mädchen überlassen und für Jungs eine eigene Zeitung namens Fröfu schaffen sollte: Fröhlich sein und Fußball spielen.
Die Frösi wurde zwischen 1953 und 1990 herausgegeben, ab 1956 monatlich. 2002 gab es noch eine Sonderausgabe als Beilage zur sozialistischen Tageszeitung "Neues Deutschland", 2005 dann für ein halbes Jahr den Versuch, die Zeitschrift neu herauszubringen, der aber rasch mangels Käufern und Kapital scheiterte.

Heute werden wir uns die Ausgabe 04/1989 anschauen. Jede Seite werde ich euch nicht zeigen, aber ich hoffe, am Ende werdet ihr einen Überblick über die Inhalte haben, die einem helfen sollten, zu einem produktiven Mitglied der Gesellschaft des ersten Arbeiter- und Bauernstaats auf deutschem Boden zu werden.

Das Heft kostete 70 Pfennig und hat einen Umfang von 46 Seiten, die auf einem ziemlich lausigen Papier gedruckt sind. (Heutzutage haben selbst Obdachlosenzeitungen besseres Papier.) Aber wir hatten ja nix. Das Coverbild war immer eine Zeichnung, Hinweise auf den Inhalt gab es nicht. Generell wirkte das Heft immer so, als hätte man den Inhalt eher spontan zusammengewürfelt, selbst ein Inhaltsverzeichnis gibt es nicht. (Die Bravo hatte bis in die 70er Jahre auch keins.)

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In dieser Ausgabe erwartet uns zunächst eine "Preisaufgabe", also ein Gewinnspiel. Man muss nur das Rätsel lösen und die Redaktion verlost unter den Einsendern "echte Berlin-Souvenirs". Konkreter wird's nicht, aber ich hoffe für alle Teilnehmer, dass es mehr als nur Postkarten waren.

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Das Rätsel wird einem aber nicht einfach so vor den Latz geknallt. Schließlich muss ja noch der erzieherische und bildende Aspekt berücksichtigt und nebenbei auch noch die Überlegenheit der sozialistischen Gesellschaft demonstriert werden. Deswegen erzählt Tüte (eines der Maskottchen der Frösi, bekannter ist jedoch ein roter Elefant namens Emmy) uns von einer famosen Erfindung.

Das Geheimnis des GOLIATH

Halli, hallo, hier spricht wieder Tüte! Heute serviere ich allen Technik-Fans eine tolle Erfindung und allen Knoblern eine neue Preisaufgabe. Hört zu:

Gewichtheber haben Bärenkräfte. Eberswalder Krane heben Riesenlasten. Trotzdem sind sie schwache Kümmerlinge gegenüber einer großartigen DDR-Erfindung; denn sie ist so stark, daß man damit Berge versetzen kann. Schwebend, gleitend, spielend leicht. Häuser Türme, Brücken, Schiffe werden damit gehoben und versetzt. Fix und fertig eingerichtete Industriegebäude wandern meterweit an neue Standorte. Egal wie schwer, wie groß, wie mächtig die Last auch ist, der neue Goliath bewältigt sie. "FLUID-transport-SYSTEM" haben die Konstrukteure von der Bauakademie der DDR ihre Erfindung genannt. Natürlich sieht das Ganze nicht so aus wie auf diesem Bild. Auch nicht, wie der Muskelprotz nebenan. Unser Goliath ist kleiner, fast zwergenhaft. Und das Erstaunlichste: Seine Riesenkraft funktioniert mit einem Material, einem Medium, das keinen Pfennig kostet und überall vorhanden ist. In unbegrenzter Menge. Von Suhl bis Arkona. Wenn zum Beispiel in unserer Hauptstadt der tonnenschwere Neptunbrunnen zur Weltzeituhr wandern sollte, brauchte man als Triebkraft nichts weiter als

... JA, WAS DENN NUN? DAS, LIEBE KNIFFELFREUNDE, IST UNSERE PREISFRAGE!

Geil. Ich nehm zwei davon. Die Antwort ist übrigens "Berliner Luft". Ich bin mir allerdings auch ziemlich sicher, dass man woanders in der Welt auch schon vorher darauf gekommen ist, pneumatisch Lasten zu bewegen.

Auf der nächsten Seite erzählt uns ein Junge namens Eberhard Hackel, genannt "Ebs" oder "Ebse", wie er im Vorjahr für einen Dokumentarfilm zum 40. Geburtstag der Pionierorganisation "Ernst Thälmann" sein Dorf zeigen durfte und inzwischen vom Pionier zum FDJler geworden ist. Nicht nur das: Er wurde sogar als jüngstes Mitglied in den Zentralrat der FDJ aufgenommen! Zweifellos wartete auf ihn eine große Karriere in der DDR. Zu doof, dass es die nicht mehr lange gab. Danach gibt's noch ein Interview mit der Regisseurin und dem Kameramann, denn natürlich will jeder mehr über das Entstehen eines Dokumentarfilms wissen, der grob zum Themenkomplex "Die Obrigkeit lutscht sich selbst den Schwanz" gehört.

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Praktischer geht's im "FRÖSI Heimtierzoo" zu, in dem diesmal Fragen zur Haltung von Landschildkröten beantwortet werden, gefolgt vom "Biberpost-Steckbrief", in dem sich der besagte Biber mit einem Steinkauz trifft und dabei viel über die heimischen Eulen lernt.

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Ein paar Seiten später erblickt unser Auge etwas, dessen Titel heute bei vielen Menschen eine spontane Schnappatmung auslösen würde: ein Gedicht der zehnjährigen Katrin Kanus, 10 Jahre, von der Polytechnischen Oberschule "Maxim Gorki" in Quedlinburg.

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Für mich ist der Frieden weiß!

Für mich ist der Frieden weiß, wie die Wolken am Himmel.
Der Frieden ist blau, wie das Wasser des Meeres.
Er ist grün, wie die Kronen der Bäume
und gelb, wie die warmen Strahlen der Sonne.
Der Frieden hat die Farben der schönen Dinge auf unserer Erde.
Aber das Wichtigste:
Er hat die Farben der Gesichter der Kinder von der ganzen Welt.
Wäre ich ein Maler, ein ganz bekannter, würde ich den Frieden malen,
wie ein ganzes Feld voller leuchtender Sonnenblumen.

Hmmm, wie viele Braun- und Schwarztöne gibt es auf einem Feld voller Sonnenblumen? :kratz:

Dann wird es wieder textlastiger im Heft: Der erste Teil von "Nicki und die 6b - Auf Klassenfahrt" langweilt mit der Geschichte des Klassenlehrers Herr Niklaus (offensichtlich besagter Nicki), der mit seiner 6b eine Klassenfahrt unternimmt.

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Der Lehrer erzählt "Kalle, Schorschi, Jens, Anette, den Zwillingen" und den anderen in der 6b, dass sie nach Kuhschnackel fahren werden, worauf die Klasse erstens total ausflippt und zweitens gerne wissen will, wo das denn liegen soll. Nach einer Metropole klingt das ja nicht. Eine "winzige Ortschaft in der Nähe von Potsdam" soll das sein (als Ex-Potsdamer habe ich nie davon gehört), und es fährt sogar ein Bus vom Potsdamer Hauptbahnhof dahin, zweimal am Tag, einmal um 8 Uhr morgens und dann wieder um 17 Uhr. Dummerweise ist die Klasse kurz nach 9 Uhr am Bahnhof angekommen. Und nachdem der verfresssene Schorsch noch etwas jammert, weil er seinen Rucksack mit der Verpflegung daheim am Bahnhof vergessen hat, machen sich alle zu Fuß auf den Weg nach Kuhschnackel. Auf dem Weg verirren sie sich noch, aber schließlich treffen sie bei der Jugendherberge ein.
Der Klassenlehrer verkündet, sich das Zimmer mit den Jungs zu teilen, doch die Freude der Mädchen über die vermeintlich sturmfreie Bude ist nur von kurzer Dauer: Die Mutter des Klassenlehrers rauscht im himmelblauen Trabant an und quartiert sich bei den Mädels ein. Immerhin liest sie am Abend Gespenstergeschichten vor.
Ich hoffe inständig, dass Teil 2 interessanter war. :tjanun:

Im Übergang vom Kind zum Jugendlichen verändern sich so manche Dinge, und man zeigt plötzlich Interesse an Dingen, die einem vorher ganz egal waren, und man stellt sich Fragen, deren Antworten sich einem nicht von selbst erschließen. Und deswegen ergründet Tüte in dieser Ausgabe die elementaren Fragen "Wer kann Abgeordneter der Volkskammer werden?" und "Was ist ein Gesetz?"

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Die Volkskammer war das Parlament der DDR und nickte im Wesentlichen die Gesetzesvorschläge ab, die von der Regierung eingebracht worden waren. Anders als im Bundestag war die Volkskammer nicht nur von Parteien geprägt; auch der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund, die Freie Deutsche Jugend, der Demokratische Frauenbund Deutschlands und der Kulturbund hatten neben den fünf erlaubten Parteien eigene Sitze. Spaß-Fakt: Meine Oma war auch mal als Verkäuferin Volkskammer-Abgeordnete.

Einigen Leuten dürfte übrigens der Kopf explodieren, wenn sie folgenden Satz aus dem Text lesen:

Das Grundgesetz der DDR ist die Verfassung.

Und das, wo viele Reichsbürger der Meinung sind, unser Grundgesetz in der BRD wäre keine Verfassung, weil es nicht "Verfassung" im Namen trägt. :kicher:

Gleich danach gibt es ein Beispiel effektiver Regierungsarbeit in einer kleinen Geschichte: Ludwig Renn ließ sich Anfang der fünfziger Jahre breitschlagen, zu einer Sitzung im Ministerium (es wird nicht gesagt welches, ich nehme an, das für Kultur) zu gehen, in der es um Kinderbücher gehen soll, und fängt an zu träumen, während andere über Abenteuerbücher und Indianerschwarten reden. Renn war nämlich während des 2. Weltkriegs in Mexiko im Exil und lernte dort was über die örtliche Folklore. Und das inspirierte ihn (angeblich nebst besagter Sitzung), dann das Kinderbuch "Trini - Die Geschichte eines Indianerjungen" zu schreiben. Und auch wenn ich es nicht gelesen habe, so ist es vermutlich zehnmal interessanter als eine Erzählung darüber, wie ein Schriftsteller zu einem Meeting geht und dem blöden Gelaber der anderen nicht zuhört. :facepalm:

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Nun war Ludwig Renn damals schon ein alter Sack, also muss jetzt eine Geschichte her, die einem jungen, aufstrebenden Pionier Hoffnung macht. Also gibt's die Story des 13-jährigen Helmut Klein aus Berlin, der eines Tages Besuch von seinem Pionierleiter bekommt. Dieser eröffnet ihm, dass französische Kommunisten eine internationale Pionierkonferenz in der Nähe von Paris abhalten will, und Helmut soll über Düsseldorf nach Paris fahren, um daran teilzunehmen. Und so geschieht es dann auch. Der Haken für die lesenden Pioniere im Frühjahr 1989: Die Geschichte spielt 1928, für sie war eine Reise nach Paris unmöglich, die nach Düsseldorf noch unmöglicher. Schon irgendwie doof, wenn man insgesamt die Weimarer Republik als ziemlich beschissen darstellt, aber versehentlich gewisse Freiheiten betont, die man in der DDR nicht mehr hatte. :tjanun:

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Genug von dem, was man nicht hatte, zurück zu dem, was man hatte: eine Fährverbindung von Rügen nach dem damals zur Sowjetunion gehörenden Litauen. Darüber (und über die Eisenbahnfähre "Mukran") gibt's dann eine Seite. Beilage im Heft war übrigens ein Bastelbogen für die Fähre.

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Bis hierhin könnte man den Eindruck kriegen, dass die Kinder und Jugendlichen der DDR ziemlich dröge waren, wenn in der Zeitschrift für sie nur Haustierhaltung, Schulgeschichten, olle Kamellen oder Glanzpunkte der sozialistischen Wirtschaft vorkommen. Aber keine Bange: Auch wir in der Ostzone standen auf Stars und Sternchen und wollten was über unsere Promis erfahren. Und auch das bediente die Frösi. Die aktuelle Ausgabe liefert uns Neuigkeiten über Hendrik Bruch, Ralf "Bummi" Bursy, Ines Paulke und Karussell, die jüngeren Leuten heutzutage gar nichts mehr sagen und teilweise auch nicht mehr unter uns weilen.

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Wer aber heute noch bekannt ist, ist die liebe Inka Bause! Heutzutage macht sie sich allerdings eher als Moderatorin von "Bauer sucht Frau" einen Namen, obwohl sie immer noch singt. Die Musik liegt aber in ihrer Familie, ihr Vater Arndt Bause war der wohl bedeutendste Popkomponist der DDR. Und in der Frösi 4/1989 fühlte sich die 20-jährige Inka "nudel-pudel-wohl". Meine Damen und Herren, "Inkas Nudeleien".

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Wenn Auflauf ihr Leibgericht ist, warum macht sie dann keinen? :kratz:
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Ich hätte einer 20-jährigen Inka Bause auch gerne einen Zungenkitzel beschert.
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Bei einer Lady würden die Spaghetti auch nicht versuchen, dem Topf zu entfliehen. :popel:
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"Zwischen Gabeln"? Eins davon ist ein Löffel! :motz:
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Ich würde dem Autor ja schon wegen seiner Reime Schläge androhen, aber für das überflüssige Komma setzt es noch eine Schelle extra.
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Die Nummer ist jetzt weniger ein Meisterstück der Akrobatik, als der Autor andeutet. Aber mir gefällt die Doppeldeutigkeit des Bildes: Inka mit offenem Mund, nur darauf wartend, dass eine Nudel in ihrem Schlund landet. :hehehe:
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Okay, bei dem Bild ist dem Texter offenbar komplett das Resthirn verreckt.
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Bei der Fabel mit dem Fuchs und den Trauben geht es gerade darum, dass der Fuchs die Trauben nicht erreichen kann, weil sie zu weit oben hängen. :facepalm: Die Referenz ergibt hier beim Hund und der Nudel also gar keinen Sinn.
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Und Goethe musste sterben. :rumms:

Danach gibt's übrigens noch Noten und Text zu Inkas damaligem Hit "Eine Lady sein". Das Bild dazu spare ich mir mal, sonst steigt mir am Ende noch der Musikverlag aufs Dach.

In der "Bravo Girl" und der "Mädchen" gibt es Rubriken, in denen Mädels erzählen, wie sie sich mal irgendwie peinlich benommen haben. Einen solchen Text gibt es auch in dieser Frösi - allerdings wohl ohne realen Bezug. In der Geschichte schildert ein Junge, der als ängstlich gilt, wie er sich bei einer Nachtwanderung lächerlich machte, weil er aus Angst vor einem Wildschwein einen Baum hochkraxelte und sich das Tier dann bloß als der Zottelhund vom Hausmeister herausstellte. Der Text ist der Aufhänger für ein weiteres Gewinnspiel. Wer alle in der Geschichte versteckten Buchtitel findet, kann bei der Aufzeichnung einer Fernsehsendung mitmachen oder Bücher und Autogramme von Autoren und Grafikern gewinnen. Und mir fällt gerade nicht ein, wann ich zuletzt in einer aktuellen Jugendzeitschrift ein Preisausschreiben gesehen habe, bei dem es was zu lesen als Gewinn gab. :kratz:

Vorhin hatten wir Leserfragen rund um Schildkröten beim Heimtierzoo, dann hatte Tüte die drängenden Fragen rund um die Volkskammer und Gesetze beantwortet, aber es hat kein Ende mit den Leserfragen: In der Frösi-Sprechstunde gibt's als Stargast einen Fachgebietsleiter der Generaldirektion der Staatlichen Versicherung der DDR, der die spannenden Anfragen von Kindern rund um Versicherungen beantwortet. Heißa, was für ein Spaß! :skip:

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Eine weitere Leserfrage wird in der "Gehirntankstelle" beantwortet: Ist das Weltall in sich gekrümmt? Die Antwort schrieb ein Professor Dr. Fritz Bernhard, und ich habe das Gefühl, man hätte ihn an die Zielgruppe erinnern sollen, denn die Antwort sah so aus:

In der Schule haben wir gelernt, daß es zu einer Geraden durch einen Punkt außerhalb eine und nur eine Gerade gibt, die die erstere im Endlichen nicht schneidet. Dieses Parallelenaxiom von Euklid ist gleichbedeutend mit dem Ergebnis, daß die Winkelsumme im Dreieck 2 Rechte oder 180° beträgt. Diese euklidische Geometrie führt zu der Vorstellung eines unendlichen Raumes, dessen drei Wichtungen oder Koordinaten kein Ende haben. Der uns umgebende Raum hat Eigenschaften, die dies zu bestätigen scheinen. Daher haben wir uns an diese Vorstellung gewöhnt. Für sehr große Entfernungen bis hin zu fernen Spiralnebeln treten aber doch merkliche Abweichungen auf. Man muß nun sehr scharf unterscheiden zwischen mathematischen Denkmodellen, wie den euklidischen Raum, und den durch Messungen festgestellten tatsächlichen Verhältnissen in der uns umgebenden Wirklichkeit. Die Mathematiker haben auch andere Geometrien erfunden, so die Elliptische - aber auch die Hyperbolische Geometrie. Der große Gauß wusste um diese Probleme und hat mit den Methoden der Landvermessung schon 1840 die Winkelsumme eines Dreiecks zwischen Brocken - Hoher Hagen - Inselsberg ausgemessen, ohne allerdings auf die Abweichung von 180° zu kommen. Würde man aber den Versuch bei einem Dreieck von galaktischen Ausmaßen machen, würde man deutlich mehr als 180° erhalten, was für eine Elliptische Welt spricht. Alle Geraden in unserer tatsächlichen Welt werden durch Lichtstrahlen im Vakuum realisiert. Diese kommen nicht aus dem Unendlichen und gehen nicht ins Unendliche, sondern sie sind in sich geschlossen und es gibt in galaktischen Dimensionen keine Parallele durch einen Punkt außerhalb.
Das führt dazu, daß Einstein einen Weltallradius angegeben hat. Er mußte dazu allerdings einen 4-dimensionalen Raum fordern. Dieser Raum ist für Menschen anschaulich nicht vorstellbar. Nur mit Hilfe eines tiefen Eindringens in die theoretische Physik hat man gelernt, mit ihm zu operieren. Wenn z. Z. viel über die Expansion des Weltalls nach einem Urknall diskutiert wird, so handelt es sich immer um eine Kugel im 4-dimensionalen Raum. Außerhalb dieser Kugel gibt es nichts! Es sei noch gesagt, daß die moderne Naturerkenntnis oft unanschauliche Modelle benutzen muß, um die Messungen erklären zu können.
Zur Grundfrage zurück: Man kann sich kein gekrümmtes Weltall vorstellen, aber mit Hilfe der Mathematik bzw. der theoretischen Physik kann man Modelle entwickeln, die uns die gemachten Messungen verständlich machen und uns zu richtigen Voraussagungen über weitere Experimente befähigen.

Prof. Dr. Fritz Bernhard

Ich schätze, 7- bis 14-Jährige werden nach spätestens 10 Zeilen abgeschaltet haben, und auch Ältere hätten sicher mehr aus der Antwort gelernt, wenn sie einfach nur aus dem Wort "Ja" bestanden hätte.

Anschließend erinnern uns die Schüler der POS "Glück auf" daran, dass es nicht wichtig ist, was der Staat für einen tut, sondern was man für den Staat machen kann. Wenn sich also Pioniere langweilen, nachdem sie die Wandzeitung über schändliche Kinderarbeit gelesen haben, können sie doch in die Natur gehen und wildwachsende Arznei- und Gewürzpflanzen sammeln, um sich ein bisschen das Taschengeld oder die Klassenkasse aufzubessern. Die gesammelten Naturschätze werden dann von der volkseigenen pharmazeutischen Industrie genutzt und dienen der Volksgesundheit. Die Schüler der besagten Schule haben selbst Tonnen von Kräutern gesammelt und somit zigtausend Ostmark verdient. Die ganze Aktion begann allerdings nicht aus Eigennutz: Ende der 50er Jahre gab es in dem Dorf nur eine einklassige Dorfschule und die Bewohner sammelten Kräuter, um Geld für den Neubau einer Schule aufzubringen. Hm... das riecht doch aber sehr nach Staatsversagen, wenn die Bewohner in Eigeninitiative eine Schule bauen müssen. Den Gedanken schieben wir lieber schnell weg! :willnichhoeren:

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Nach einem Bericht über die Dreharbeiten zum Kinderfilm "Kai aus der Kiste" gibt es endlich eine Geschichte vom großen Bruder Sowjetunion. Diesmal ist es eine Anekdote über einen Großvater, der seinem Enkel während des Zweiten Weltkriegs beibringt, gefälligst ordentlich Kartoffeln anzupflanzen, damit man später eine ordentliche Ernte einbringen kann. Der Krieg ist hier eher Beiwerk, aber in früheren Ausgaben gab es doch relativ martialische Texte über den heldenhaften Kampf der Roten Armee (oder von Partisanen) gegen den Hitlerfaschismus, quasi wie in Landser-Heften, nur von der anderen Seite.

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Die nächsten beiden Seiten könnte man fast schon als Sadismus interpretieren, der aber ähnlich auch in anderen DDR-Zeitschriften häufiger vorkam: Ein Bericht über den Pariser Eiffelturm zeigt den Lesern etwas, was sie nicht selbst mit eigenen Augen angucken können. Der Text ist zweifellos informativ und passt natürlich zum Anspruch, die Völkerverständigung zu befördern, indem man den jungen Menschen was über andere Länder beibringt, aber trotzdem bleibt natürlich ein Beigeschmack, wenn man sagt: "Hey, guckt mal, wie toll das da ist, aber ihr dürft da nicht hin, weil wir politisch nicht auf einer Linie sind." (Das änderte sich auch nicht dadurch, dass zu der Zeit Frankreich von einem Sozialisten regiert wurde.)

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Anschließend gibt's im Heft zwei Seiten eines ungarischen Fortsetzungs-Comics namens "Der Schreiber des Pharaos" und "Meine starke Seite", auf der Leserbriefe veröffentlicht werden. Dann muss aber wieder zum Schuften aufgerufen werden: Die FDJ hat sich verpflichtet, 100.000 Tonnen Schrott zusätzlich zu sammeln, und die Pioniere sollen gefälligst dabei helfen. Also ruft Emmy (der rote Elefant) die Leser auf, fleißig Haushaltsschrott zu sammeln oder den Freunden von der FDJ zu petzen, wo es was zu holen gibt. Und nebenbei bitte auch daran denken, Altpapier, Altglas und Plaste zu sammeln! (Auch wenn ich lästere: Deutschland wäre deutlich weniger vermüllt, wenn es wie damals ein bisschen Geld für Alt-Rohstoffe geben würde. Dummerweise sind die Entsorger und Verwerter heutzutage gierige Halsabschneider, die lieber Leute übers Ohr hauen, als sie zu belohnen.)

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Der letzte große Artikel im Heft ist ein Porträt von Binnenschiffern auf der "Teterow", einem Frachter, der auf der Oder entlangschippert und nebenbei einen SOS-Ruf von Kollegen beantworten muss. Das klingt aufregender, als es ist: Eine Umwälzpumpe braucht einfach nur einen neuen Dichtring. Man merkt, dass der Autor sich redlich Mühe gibt, den Job aufregend klingen zu lassen, aber dabei krachend scheitert.

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Den Abschluss macht dann ein kleiner Comic mit "Käpt'n Lütt" und seinem Papagei, den ich vermutlich mit 8 auch lustig gefunden hätte. Auch hier dürfen sich die Frösi-Leser einbringen, denn in jedem Heft wird ein zusätzliches Bild zum Comic mit einer leeren Sprechblase präsentiert und die Leser aufgefordert, diese mit einem eigenen lustigen Text zu füllen. Die Einsendungen werden dann lange später auf der allerletzten Seite präsentiert. (Ernsthaft, die Vorlaufzeiten sind selbst für die damalige Zeit ziemlich lang. Der Redaktionsschluss dieser April-Ausgabe war im Dezember 1988.)

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Puh, endlich geschafft. (Ich gebe zu, ich wäre schneller fertig geworden, wenn ich nicht wochenlang mit irgendwelchen Texterkennungsprogrammen rumprobiert hätte, mir das Abtippen diverser Sachen zu ersparen. :tjanun: Ich sollte mir wohl doch mal diverse Tutorials über maschinelles Lernen angucken, um da bessere Ergebnisse zu erzielen.)
Ich hoffe, ihr habt einen kleinen Eindruck von einer der großen Kinder- und Jugendzeitschriften der Deutschen Demokratischen Republik gewonnen. Ich würde gerne erfahren, was ihr dazu denkt, ob euch etwas überrascht hat oder ob es Aspekte gibt, die ihr durchaus auch heutigen Angeboten für Kinder und Jugendliche empfehlen würdet.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit, unterstützt mich bitte weiterhin fleißig und einen schönen Tag noch! :bye:

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Angriff der Grinsmonster

Veröffentlicht am 31. August 2012 um 21:17 Uhr in der Kategorie "Teeniezeitschriften"
Dieser Eintrag wurde bisher 21 Mal kommentiert.
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Wie kann man Klopfers Web unterstützen?

Text veröffentlicht im November 2017
Klopfer erzählt, wie man helfen kann, Klopfers Web zu erhalten und besser zu machen - sowohl ohne als auch mit Geldeinsatz. [mehr]

Sajoma (Profil)
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Als wäre Weihnachten und Geburtstag zusammen! Herzlichen Dank. <3

1
Geschrieben am
ObsidJan (Profil)
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Ich weiß gar nicht warum, aber eine etwas aufgepeppte und modernisierte Variante dieses Machwerks, in die heutige Zeit versetzt, könnte ich mir problemlos als Haus- und Propagandazeitung von "Fridays for Future" und der Grünen Jugend vorstellen: von der großartigen deutschen Solarindustrie (da kann sich der Eberswalder Goliath aber noch ne Scheibe abschneiden!) über den Aufruf, Schrott und Plastik einzusammeln bis hin zu Berichten über andere Länder (in die ihr aber nicht fliegen dürft, wegen Klima und so!). Auch die Schüler des ersten klimaneutralen Gymnasiums "Greta Thunberg" könnten uns heutzutage darüber belehren, dass es "nicht wichtig ist, was der Staat für einen tut, sondern was man für den klimaneutralen klimagerechten Staat machen kann". :tjanun:

3
Geschrieben am
(Geändert am 26. Februar 2020 um 18:45 Uhr)
qwzt (Profil)
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Ich fand das Gewinnspiel bei dem man die Buchtitel im Text finden musste tatsächlich sehr gut. Hätte ich Spaß dran gehabt.

Den Text über das Universum... naja. Da wird die Zielgruppe nicht eingestiegen sein.

0
Geschrieben am
Nova (Profil)
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@qwzt: Das ist solange ganz spaßig, bis einem einfällt, was denn alles Buchtitel sind. "Es" von Stephen King beispielsweise. Oder ob man Sachen bei mehrfachem Auftreten mehrfach zählt oder nur ein Mal.
Mich würde die Aufgabe wohl eher in den Wahnsinn treiben. :D

@Klopfer: Jetzt fehlt nur noch dein Vorschlag für die leere Sprechblase im Comic. ;)

0
Geschrieben am
simcity (Profil)
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Es gibt Airlines, die ihre Flieger so sauber machen wollen, das Greta damit fliegt.
Und ich habe schon von klimasauberen Schiffen gehört.

Aber jetzt mal zum Text selbst. Steht da bei DDR-Erfindung wirklich Berliner Luft? Haben die die Luft erfunden? Oder geht es um den Alk? (In dem Fall muss das Miraculix Zaubertrank sein.)

0
Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Wie war das mit früher war alles besser?
Offensichtlich wissen heutige Zeitschriften einfach nicht mehr was die Kids wollen, wenn man sich überlegt wie anders die Frösi war.

0
Geschrieben am
IdefixWindhund (Profil)
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Erinnert mich doch stark an die Bravo, nur sehr politisch, und ohne Sex.

Der Umgangston passt mir allerdings irgendwie nicht. Der ist irgendwie befehlend, und wirkt unfreundlich.

0
Geschrieben am
tu[ks]. (Profil)
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Es sind natürlich nicht "Inkas Nudeleien", sondern "Inkas-nudeleien" - Nudeleien von Inkas (wer ist Inkas?) also.

0
Geschrieben am
(Geändert am 27. Februar 2020 um 10:31 Uhr)
Klopfer (Profil) (Website)
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@Nova: Es ist tatsächlich ganz schön schwer, auch weil es so viele Bücher gibt. In dem Text kommt zum Beispiel der Satz vor: "Meine Freundin Katrin müßte hier sein, die hat für so etwas eine Spürnase." Wie viele hier kennen das Buch "Meine Freundin Katrin" von Günter Ebert? Ich habe vermutlich die meisten Titel im Text überlesen, weil ich die Bücher einfach nicht kenne.

Bei der Sprechblase... Vermutlich würde ich etwas Offensichtliches vorschlagen wie: "Mangelnde Übung, also trägst du ab jetzt zwei Kisten, Scherge!" Es ist kein sehr ergiebiges Szenario.

@simcity: Die Luft ist das "Material", was in der Erfindung verwendet wird, also wird die eigentliche Erfindung irgendein pneumatisches Hebesystem sein.

0
Geschrieben am
(Geändert am 27. Februar 2020 um 10:38 Uhr)
Aglaija (Profil)
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Das Ganze bringt irgendwie sehr ungute Erinnerungen wieder hoch... und wer das mit heutigen Situationen vergleicht - sorry, aber da habt ihr keine Ahnung.

0
Geschrieben am
Ricksi (Profil)
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Danke, lieber Klopfer, für die Arbeit, die du dir gemacht hast, um uns diesen Einblick in die Druckerzeugnisse für die DDR-Jugend zu gewähren. :bunnyhop: Ottokar Domma kenne ich, die Frösi aber nur vom Hörensagen. :D vielleicht zeige ich das mal meinen Eltern, aber ich glaube meine Mutter hat immer noch die Schnauze voll vom DDR-Journalismus, abgesehen vom Bummi hat sie sich nie positiv dazu geäußert. ^^
Aber ich werde sie auf jeden Fall bei Gelegenheit mit dem Wort Preisaufgabe überraschen, solche Wörter sorgen oft für einen Lacher bei uns.

Als Ingenieur bin ich übrigens total dafür, Pfand auf Abfall zu nehmen. Das ist mir natürlich nicht gerade erst nach der Lektüre eingefallen, dafür haben auch schon Dozenten von mir plädiert. Und meinetwegen können Jugendliche auch ihre überschüssige Energie durch Schrott, oder meinetwegen Plaste sammeln, abbauen. Alleine rings um einige S-Bahn-Haltestelle hier werden sie genug Plaste finden. :( aber in unserer Gesellschaft scheint irgendwie Einigkeit zu herrschen, dass es einfacher ist, alles abzuschaffen und zu verbieten, als jedem einzelnen klar zu machen, dass Müll in die Mülltonne gehört und nicht auf den Bahndamm. Oder in Grünanlagen.
Das Zeug einfach zu verbrennen, ist so eine sinnvolle und vergleichsweise einfache Lösung. Wenn der Müll in die Flüsse geweht wird, ersticken irgendwann Schildkröten daran. Ich höre jetzt auf zu schreiben, meine Station ist gleich dran ^^

2
Geschrieben am
Asgar (Profil)
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Ich schätze, 7- bis 14-Jährige werden nach spätestens 10 Zeilen abgeschaltet haben...


Also in meinem Fall: 34-Jährige auch :tjanun:

Ganz ehrlich ich finde so wissenschaftliche Bildung ja eigentlich super, aber das war trockener formuliert als ein Gesetzestext.

Das Heft als Ganzes:
Irgendwie schwer zu beurteilen wo die Kindheit mittlerweile so lange her ist.
Ich glaube als Kind hätte ich das vielleicht tatsächlich gemocht.
Aber heutzutage....na ja....
Früher war eben doch nicht alles besser. Ich mag wo wir mittlerweile sind, was Unterhaltung usw. angeht.

0
Geschrieben am
simcity (Profil)
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Ich weiß das es eine pneumatische Erfindung sein soll. Aber da nicht diese sondern nur Berliner Luft genannt wurde klingt das halt echt dämlich.

Und das mit dem Papagei klingt für mich wie: Wir haben keine Ahnung wie wir den Comic abschließen sollen. Denkt euch selbst was aus.

0
Geschrieben am
Claudia Goepel (Website)
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Danke für die unterhaltsam aufbereitete Erinnerung! <3
Ich habe sogar mal was gewonnen bei dem Sprechblasen-Wettbewerb und meine allererste Geschichte wurde in der Frösi abgdruckt, ein "Krimi" über Hefeteig. Da war ich 10 Jahre alt.
Weiter so, hat Spaß gemacht. ;)

2
Geschrieben am
Smash Tiger (Profil)
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@ Claudia Goepel
Ein Krimi über Hefeteig? DEN würde ich gerne lesen :herdamit:

0
Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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@Aglaija

Du hast sicherlich Recht, dass man die Situation heute nicht mit der damaligen vergleichen kann. Dass zum Beispiel der Überwachungsstaat da echt übel war, man jeden als Stasi-Spitzel verdächtigen musste und man entsprechend noch nichtmal in der eigenen Familie sicher sein konnte war schon ein besonderes Kaliber.
So hatte ich Obidjans Kommentar aber auch nicht verstanden. Ich hatte ihn so verstanden, dass es heute sicherlich eine gewisse Kundschaft für solch eine Propagangalektüre geben würde. Sprich, dass man mit ähnlichen Themen derzeit tatsächlich Erfolg haben könnte. Und da würde ich ihm nicht widersprechen.

0
Geschrieben am
Aglaija (Profil)
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@ZRUF: ja, dieser Sichtweise würde ich auch zustimmen. Es ist krass, wie sehr mich das emotional antriggert - hätte ich nicht gedacht. Aber die Bilder und der ganze Duktus bringen wirklich die schlimmsten Erinnerungen wieder hoch.

0
Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Ich hatte das Glück auf der Westdeutschen Seite aufzuwachsen, habe aber einige Verwandtschaft im Osten. Und die Besuche dort waren schon auch immer wieder spannend.
Visum 6 Monate vorher beantragen, an der Grenze schon ca. eine Stunde vorher die Klappe halten (solange stand man ja auch immer mindestens im Stau), weil man ja nie weiß, wer nebenan lauschen könnte.
Grenzkontrolletis, die das ganze Auto auseinandernehmen, weil man ja was Schmuggeln könnte... und bis hierhin war man noch nicht mal in der DDR.
Dort bei der Verwandtschaft dann teilweise wirklich im Flüsterton über bestimmte Themen geredet, weil ja die Nachbarn in der Platte Stasispitzel sein könnten. Bei anderen Verwandten, war das einfacher, weil die im eigenen Haus gewohnt haben und nicht in der Platte.
Der Eindruck war aber schon prägend, auch für Besucher.

0
Geschrieben am
IdefixWindhund (Profil)
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Darüber kann ich nichts sagen,

ich kenne nur den aktuellen Vergleich zwischen BW und Thüringen.

10 Jahre Thüringen gewohnt, und nun wieder in BW.

Ich finde die Leute aus der ehemaligen DDR sind enorm lockerer, freundlicher, und sozialer.

0
Geschrieben am
ObsidJan (Profil)
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@ ZRUF: Da würde ich dir bei deiner Einschätzung ebenfalls zustimmen, aber so war mein Beitrag durchaus nicht gemeint. Klar ist das Deutschland der 2020er Jahre noch lange keine DDR 2.0, aber gewisse Ansätze und Parallelen sind für mich derzeit nicht von der Hand zu weisen: die Spaltung der Gesellschaft in "wir" und "die da", in klimaschützende ÜberBessermenschen und alte weiße Männer, die grillen und SUV fahren, Ansätze eines Personenkults (Greta), die ständigen Aufrufe zum "Konsumverzicht", die Forderung nach immer weiteren Verboten und Regulierungen durch Vater Staat, der Duktus in bestimmten Medien, die Fokussierung auf eine "Große [gesellschaftliche] Transformation (wie das schon klingt!) anstatt auf technologische Innovationen zur Lösung der Probleme, usw.
Aktuell haben wir ja sogar wieder in manchen Supermärkten leere Regale, wobei das zufällig gerade mal nichts mit dem Klimawandel zu tun hat. Trotzdem: Ich bin nach der Wende geboren und kann mich nicht erinnern, im Supermarkt jemals Hamsterkäufe und derart leere Regale gesehen zu haben.

Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus. (Ignazio Silone)

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Geschrieben am
(Geändert am 1. März 2020 um 18:36 Uhr)
Veria (Profil)
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Ich bin nach der Wende geboren und kann mich nicht erinnern, im Supermarkt jemals Hamsterkäufe gesehen zu haben.
Ich bin zwar vor der Wende geboren, aber in meiner Elternstadt gab es Ende 1999 leergekaufte Dosenregale. Weil doch 2000 alle Computersysteme ausfallen und Dosen mit Herstellungsjahr 00 gleich automatisch als verdorben aussortiert und kompostiert werden.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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@ObsidJan
Ich stimme dir da auch vollkommen zu.
Manches hat heute schon sehr faschistoide Züge. Und natürlich alles für die gute Sache.

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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"Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen." - Jesus

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Geschrieben am
Aglaija (Profil)
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@Obsidijan: nein, da stimme ich dir nicht mal im Ansatz zu... und da möchte ich mich soweit aus dem Fenster lehnen, dass als direkt Betroffene einzuschätzen.

- Spaltung der Gesellschaft: ist nicht mal im Ansatz eine "Spaltung" sondern die "normale" Abgrenzung/ Gruppenbildung, die es schon immer gab. Besonders da diese Gruppenbildung von innen ausgeht und nicht staatlich angeordnet ist. (gefördert bestimmt - angeordnet nein)

Wenn du ernsthaft den Personenkult des Kommunismus mit einem aktuellen "Kult" (wo auch immer du diese Klassifizierung herleiten willst) um Greta Thunberg vergleichen willst - dann weisst du nicht, was ein wirklicher Personenkult um Honecker, Lenin und Marx war/ ist.

Sorry, aber das ist für mich einfach nur ignorant und unwissend. Wir leben (im Vergleich zum DDR Regime) in paradisischen Zuständen und nur weil es Gruppierungen/ Strömungen/ Meinungen gibt, die dir widersprechen, ist das noch lange kein Regime.

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Ich denke ich sitze da irgendwo in der Mitte...
Ist es nur die Abgrenzung oder Gruppenbildung die es immer gab/gibt? Nein, denke ich nicht. Dafür sind momentan (nicht nur im Thema Klima) zu viele Aktionen die über das "normale" Maß hinausgehen.

Aber wir sind auch meiner Meinung nach noch nicht angekommen in etwas, was man als DDR oder äquivalent zur DDR ansehen könnte.

Sind wir auf dem Weg dorthin? Da wirds richtig schwierig, das wirklich einzuschätzen. Auch weil ich zB nie in einem solchen System gelebt habe...

1
Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Hm, ich glaube nicht, dass es einen richtigen Personenkult um Honecker gab. Es hingen zwar in Schulen, Behörden und Sparkassen Bilder von ihm, aber es war nicht so, dass er als unfehlbar galt oder seine Worte in besonderer Weise verehrt wurden. Um Marx und Lenin gab es diesen Personenkult, aber um Honecker meiner Erfahrung nach nicht. Der wurde zwar pflichtgemäß bejubelt, wenn er sich zeigte, aber das hatte mehr mit seinem Amt und seiner Aufgabe zu tun als mit der Person an sich. Ich glaube, insofern hat Greta Thunberg schon wesentlich leidenschaftlichere Verteidiger als Honecker je hatte.

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Geschrieben am
Aglaija (Profil)
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den Kult um ihn würde ich eher so klassifizieren, dass eben die Unfehlbarkeit etc. staatlich vorgegeben und auch nicht angezweifelt werden durfte. Er hatte evtl. auch freiwillige Unterstützer/ Verfechter (auch wenn mir keine bekannt sind), aber das ist m.M. nach nicht im Mindesten mit heutigen Ereignissen zu vergleichen.
Wenn man das beispielsweise auf Frau Merkel ummünzen würde, wären die Gefängnisse voll mit politischen Häftlingen ;)

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Also noch leben wir in einer freitheitlich-liberalen Demokratie, da kann man auch gefahrlos Greta öffentlich kritisieren oder sich als Comedian über sie lustig machen, ohen dafür im Gefängnis zu landen.
Aber diese Demokratie ist nicht selbstverständlich und wir tun gut daran wachsam zu sein in alle Richtungen.

Was die Gruppenbildung angeht, meien These wäre hierzu, dass das Internet da nicht ganz unschuldig ist. Ich sag mal als Beipiel, wenn früher einer von der Mehrheit abwich, dann war der isoliert, allein mit seiner Meinung usw. das war Scheiße für den und ich finde das nicht in allen Belangen gut, aber die Mehrheit hat ein Korrektiv gebildet. Ich kenne as noch aus der Schulzeit, ich habe mich in den 80ern für Videospiele interessiert, als es noch den NES gab, da war ich schon Nerd und Außenseiter, weil ich auch kein Fußball mochte.
Heute gibt es das Internet und man findet ganz schnell andere mit ähnlichen Interessen und Meinungen und die Isolation von der lokalen Mehrheit um einen herum wird so ausgehebelt. Man findet Gleichgesinnte zu jedem noch so speziellen Hobby. Und das ist auf der einen Seite wahnsinnig toll, aber die Notwendigkeit, seine Ansichten mit denen der Mehrheit abzugleichen und zu reflektieren etfällt nur nicht, im Gegenteil, ich kann mir ja von meiner Gruppe auch noch Bestättigung abholen für meine Sichtweisen. Das mag in 99% der Fälle harmlos sein und für die Beteiligten einfach eine schöne positive Erfahrung, aber es kann eben auch dazu führen, dass manche abdrehen bzw. sich Gruppen bilden, dei auf einmal gegeneinander stehen.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Dazu kommt noch die Möglichkeit, durch lautstarkes auftreten heute dafür zu sorgen, dass jemand mit einer unliebsamen Meinung mundtot gemacht wird. Da wird dann darauf hingearbeitet, dass derjenige seinen Job verliert. Er wird diffamiert und oder bedroht, damit er aufgibt etc.
Das mag nicht vom Staat ausgehen, da hat Aglaija schon recht. Dieses Mal werden solche Aktionen außerhalb des staatlichen Apparats durchgeführt, was sie nicht minder gefährlich macht.

Und nicht jeder hat das Glück von Dieter Nuhr, dass der Arbeitgeber nicht klein beigibt.

Zwar leben wir von der staatlichen Seite noch in einer freiheitlichen Gesellschaft. Nur wird versucht eine Meinungsdiktatur zu etablieren, was am Ende nicht besser ist, als die staatliche.

2
Geschrieben am
Gast (Profil)
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Das ist auc so ein Ding, was sich gewandelt hat. Früher hat Amnesty International durch öffnetlichen druck noch politische Gefangene befreien können, heute kann man wegen einer dummen Bemerkung seinen Job verlieren, selbst wenn man das im privaten Umfeld gesagt hat und mit seiner Kompetenz für den Job nix zu tun hat. Ich sehe da aber auch Arbeitegeber mehr in der Fürsorgepflicht nicht wegen jedem lauen Twittergewitter Mitarbeiter zu entlassen. Da wird die Macht einer lautstark auftretenden Gruppe auch teilweise arg überschätzt.

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Geschrieben am
Aglaija (Profil)
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Tja wenn man aber ehrlich ist, sind davon 95% eben nicht nur dumme Bemerkungen, sondern im allgemeinen Rassismus, hatespeech etc. Und da sehe ich es durchaus als gerechtfertigt, wenn ein ag eine Person mit diesem meinungsbild nicht mehr beschäftigen möchte. Das hat ja auch Auswirkungen auf die Kollegen, ich möchte nicht mit jemandem zusammen arbeiten, der beispielsweise Flüchtlingen auf dem Meer den Tod wünscht.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Und dann wird wild behauptet, dass der oder die was böses gesagt oder getan hätte, ohne Beweis ohne Anklage. Aber nur die Behauptung führt zur sozialen Ächtung. Aber hey, das ist ein böser sexist, Rassist, hassprediger.
Hatespeech ist für mich eh auch so ein Unwort, weil man alles unliebe darunter vereinen kann...

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Geschrieben am
Aglaija (Profil)
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? Kein Arbeitgeber kündigt wen aufgrund einer Behauptung, wenn jemand nachweislich im Internet so etwas postet ( und darauf stützen sich die Kündigungen, sonst bekommt man die einfach nicht durch) darf derjenige auch gern die Konsequenzen tragen und hatespeech ist genau das, was es aussagt: Hass auf andere. Was gibt es da klein zu reden?!

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Erstens ist es schon passiert, dass Leute wegen Hörensagen ihren Job verloren haben. Siehe metoo. Und zweitens wird Hatespeech gerne als Totschlagargument verwendet. Aussage: es gibt keine 127 Geschlechter... Das ist Hatespeech.
Ich finde eher, dass du die Gefahren dieser Entwicklung kleinredest, denn dass ich Hatespeech kleinreden würde.

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Geschrieben am
Aglaija (Profil)
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Ich rede hier rein vom dt. Arbeitsrecht, da würde ich gern Beispiele deiner Argumentation sehen. Bis dato sind mir Kündigungen aufgrund Hörensagen, die erfolgreich waren, nicht bekannt - die anderen Fälle dagegen schon.

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Geschrieben am
Diiter (Profil)
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Wenn man etwas als Privatperson auf Facebook oder sonstwo postet, sollte das aber keine Konsequenzen für den Arbeitsplatz haben.
Hass auf andere zu haben mag nicht schön sein, ist aber nicht verboten. Und solange man sich trotz dieses Hasses am Arbeitsplatz professionell verhalten kann, sehe ich nicht, warum man jemandem für seine privat geäußerte Meinung, wie falsch man die selbst vielleicht finden mag, die Existenzgrundlage zerstören sollte.

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Geschrieben am
Aglaija (Profil)
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Dann sollte man aber auch vermeiden, seinen Arbeitgeber in seinem Profil anzugeben - dann ist das Ganze nämlich gleich nicht mehr privat...

Und die Existenzgrundlage zerstört man sich mit seinen eigenen hasserfüllten Idiotenkommentaren wohl selbst..

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Geschrieben am
Smash Tiger (Profil)
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@Diiter
Wenn mein Angestellter bei FB postet "Scheiß (beliebige Nationalität einfügen)!!! Alle in einen Sack stecken und mit dem Knüppel auf das Pack drauf hauen", dann ist diese Person für mich nicht nur als Mensch untendurch, sondern auch für das Unternehmen, das er intern und extern repräsentiert, nicht tragbar.
Da muss er nachher auch nicht heulen, denn ebenso wie ich ihm seinen persönlichen Hass nicht verbieten kann, so kann mir auch niemand verbieten, Arschlöcher zu entlassen.

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Geschrieben am
Diiter (Profil)
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Dann sollte man aber auch vermeiden, seinen Arbeitgeber in seinem Profil anzugeben - dann ist das Ganze nämlich gleich nicht mehr privat...

Wieso sollte eine Meinung nicht mehr privat sein, nur weil der Arbeitgeber des Betroffenen bekannt ist? Ist das Stammtischgelaber von Ronny dem Dachdecker nicht mehr privat, nur weil jeder in der Kneipe weiß, wo er arbeitet?

Und die Existenzgrundlage zerstört man sich mit seinen eigenen hasserfüllten Idiotenkommentaren wohl selbst..

So macht man es sich aber schön einfach. Was beschweren sich die Leute in Hongkong, die zerstören sich ihre Existenz doch mit ihrem blöden Demonstrieren selber... Nennt man sowas nicht victim blaming?

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Geschrieben am
(Geändert am 4. März 2020 um 16:09 Uhr)
Diiter (Profil)
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Wenn mein Angestellter bei FB postet "Scheiß (beliebige Nationalität einfügen)!!! Alle in einen Sack stecken und mit dem Knüppel auf das Pack drauf hauen", dann ist diese Person für mich nicht nur als Mensch untendurch, sondern auch für das Unternehmen, das er intern und extern repräsentiert, nicht tragbar.

Wenn er tatsächlich nicht mehr tragbar ist, weil seine Meinungsäußerungen geschäftsschädigend sind, sieht die Sache natürlich anders aus. Aber wo zieht man da die Grenze?
Wenn ein Sparkassenmitarbeiter sagt, er wählt AfD, dann kann er für dich privat unten durch sein, kann ich verstehen. Aber wenn er auf Grund dessen entlassen wird, seine Familie nicht mehr versorgen kann und sein Heim verliert, wäre das für dich wirklich verhältnismäßig?

so kann mir auch niemand verbieten, Arschlöcher zu entlassen.

So liberal geht es vielleicht in den USA zu, aber mit dem deutschen Arbeitsrecht ist das nicht so einfach.

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Geschrieben am
simcity (Profil)
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Nun, wenn jemand seinen Hass öffentlich breittritt, wird dafür ja auch öffentlich bewertet. Da kann man dann sehen was andere von ihm halten. Wenn diese andere dann sehen "Es, der arbeitet für Irgendwas-GmbH (es gibt wirklich eine Firma die Irgendwas mit Medien GmbH heißt), da kaufen wir nichts mehr. Ansonsten können auch die Kollegen eine Rolle spielen. Wenn die Atmosphäre schlecht ist, ist das auch schlecht fürs Geschäft.
Wie es in Hongkong ist, weiß ich nicht. Glücklicherweise sind wir in Deutschland und haben eigene Gesetze. (ich schätze auch, das ein Arbeitgeber mehr Ahnung hat, ob er jemanden feuern kann. Vielleicht berät er sich bei einem Anwalt)
no-hate-speech.de hier gibt's ein paar Infos zum Thema.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Die Seite definiert Hassrede so:

Als Hassrede bezeichnen wir sprachliche Handlungen gegen Einzelpersonen und/oder Gruppen mit dem Ziel der Abwertung oder Bedrohung aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer benachteiligten Gruppe in der Gesellschaft.

Find ich mal so richtig scheiße. Nach der Definition darf ich (oder meinesgleichen) mit Dreck beworfen werden, wie es den Leuten gefällt. Ich weiß, die Justiz sieht auch gerne so (sodass Türken die Deutschen als "Köterrasse" bezeichnen dürfen, aber es gibt eine Strafe, wenn jemand Migranten in FB-Kommentaren ironisch als "Goldstücke" bezeichnet). Aber jemandem wegen seiner Identität eine Immunität zu gewähren, verstärkt Spaltungen noch und führt zu mehr Polarisierung. Das hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun.

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Geschrieben am
simcity (Profil)
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Mir haben die Kontersprüche gefallen.
Ich schätze mal, so wie ich das gelesen habe, kommt es darauf an wie es wirkt, und wie groß die beleidigte Menge ist.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Das ist dann also wieder die Definition, dass die privilegierte Mehrheit nicht diskriminiert werden kann.
Also völlig schwachsinnig.

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Geschrieben am
Parias
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@Klopfer: Dass Weiße sich nicht grad mit Ruhm bekleckert haben sollte man nicht abstreiten, aber wenn einige Idioten meinen, so Busse für das Unrecht zu gewährleisten, indem auf ihre Unantastbarkeit ihre Menschenwürde verzichten, dann sollen sie es ruhig tun, aber dann sollen sie gefälligst die Zielscheibe selbst tragen und es nicht anderen weißen aufbürgen.

@simcity: Nur weil dir die Kontersprüche gefallen, heißt das noch lange nicht, dass sie auch anderen gefallen. Also nicht immer von sich aus auf andere schließen.

@ZRUF Dito (obwohl es mich nicht verwundern würde, wenn die Fürsprecher als Erstes rumheulen, wenn sie mal außerhalb ihrer Blase richtige Diskriminierung erleben würden).

Mal so aus Neugier: In Afrika z.B. ist die Mehrheit eindeutig schwarz. Können sie der Definition nach auch nicht diskriminiert werden?

Und was ist mit den Weißen? Die sind in Afrika eine Minderheit (ich traue es den verblödeten SJWs zu, dass sie es auf die ganze Welt berechnen tun).

Privilegien ist etwas, was für einen Vorteile verschafft, inwiefern es aber z.B. einen Bettler es bringt weiß zu sein, erschließ mir nicht; Die Tür zum 5-Sterne Restaurant würde man ihn ebenso verwehren bei einen z.B. schwarzen Bettler.
Und er wäre auch genau wie der schwarze Bettler den Temperaturen, Schlägertypen u.a. machtlos ausgesetzt.
Also: Wo sind seine Privilegtien, die er als Weißer ja angeblich hat?
Weder hält seine weiße Haut ihn warm, noch wird er von Schlägertrupps in Ruhe gelassen.

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Geschrieben am
simcity (Profil)
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Derjenige mit der Köterrasse (K.) hat damit ja jeden Deutschen bezeichnet. Afrika spielt in dieser Rechnung nichtmal eine untergeordnete Rolle. Sicher. Nach unseren Gesetzen wären die weißen eine Minderheit. Aber wir haben immerhin andere Gesetze. Es handelt sich hier nämlich um 2 Länder.
Ich bin mir nicht sicher, aber ist K. (der sich im Nachhinein entschuldigte) nicht selbst Deutscher? Immerhin ist er Deutsch-Türke. Und an welcher Stelle hat man als Deutscher in Deutschland Probleme? Bei der Aussage scheint es sich am Ende um Rassismus zu drehen, wenn ich das richtig sehe.
Kommen wir zu den Bettlern. Keine Relevanz.
Betrachten wir doch mal die Vorteile von Schwarzen. Mir fallen keine ein. Und nun wo man als Deutscher Vorteile hat. Ihr kennt doch sicher diese Geschichten. Menschen mit ausländischen Namen bewerben sich. Keine Einstellungen. Dann lügt diese Person beim Namen und alles ändert sich. Hier wäre dein Beispiel für eine Ungleichbehandlung. Dein Bettlerargument hat noch andere Probleme.
Zum Beispiel das Bettler auch eine Minderheit (das ist übrigens ein geringer Teil der Gesamtheit. Hab Schiss, das mir jetzt einer mit 50 Prozent kommt.
Am Ende stellt sich mir eine Frage. Wenn ich das richtig sehe fühlte sich am Ende nur eine Gruppe beleidigt. Wenn sich also niemand beleidigt fühlte, war es dann überhaupt eine Beleidigung? Die erwähnte Gruppe wird von mir nicht als der Spezies Mensch zugeordnet.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Ich bin mir nicht sicher, aber ist K. (der sich im Nachhinein entschuldigte) nicht selbst Deutscher? Immerhin ist er Deutsch-Türke.

Er hat vermutlich die deutsche Staatsbürgerschaft, aber sieht sich ganz offensichtlich selbst nicht als Deutscher (wie es vielen mit Migrationshintergrund geht, die die deutsche Staatsbürgerschaft haben - der deutsche Selbsthass macht's auch nicht unbedingt attraktiv für diese Leute, sich als Deutsche zu sehen und nicht als Türken, Russen oder wo immer ihre Wurzeln liegen).

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Geschrieben am
(Geändert am 5. März 2020 um 1:03 Uhr)
Parias
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"Derjenige mit der Köterrasse (K.) hat damit ja jeden Deutschen bezeichnet."

Sag mal einen Schwarzen ins Gesicht "Neger" oder schlimmer, "Ni**er", dann reden wir weiter - falls du überhaupt noch zum Reden kommst; Der Typ würde dich zurecht ins nächste Gully stopfen.

"Afrika spielt in dieser Rechnung nichtmal eine untergeordnete Rolle. Sicher. Nach unseren Gesetzen wären die weißen eine Minderheit. Aber wir haben immerhin andere Gesetze. Es handelt sich hier nämlich um 2 Länder."

Es geht nicht um die Gesetze, sondern um die (geistesgestörte) Einstellungen, die die SJW so am Tag legen und meinen anderen damit auf dem Sacke gehen zu müssen.
Für die sind auch keine 2 verschiedene Länder (es sei denn es passt denen gerade in den Kram).

"Betrachten wir doch mal die Vorteile von Schwarzen. Mir fallen keine ein."

Mir schon - er kriegt nicht so schnell Sonnenbrand.

"Und nun wo man als Deutscher Vorteile hat."

Im Ausland schon, aber nur wenn man ein fähiger, fleißiger Arbeiter bist, was aber weniger mit der Herkunft als mehr der Qualikationen.
Wenn du ein fauler Sack bist, dann nützt deine achsotolle deutsche Herkunft nix.

"Ihr kennt doch sicher diese Geschichten. Menschen mit ausländischen Namen bewerben sich. Keine Einstellungen. Dann lügt diese Person beim Namen und alles ändert sich. Hier wäre dein Beispiel für eine Ungleichbehandlung."

Hast du auch eine Quelle?

"Dein Bettlerargument hat noch andere Probleme.
Zum Beispiel das Bettler auch eine Minderheit (das ist übrigens ein geringer Teil der Gesamtheit."

Ich ging rein von der Behauptung her, dass jeder Weiße allein durch seine Geburt Priviligien genießt.

Nach der Auffassung der SJWs kann man kein Weißen diskriminieren, ergo damit auch den weißen Bettler nicht, weil er allein wegen seiner Hautfarbe von Geburt an priviligiert ist.

"Wenn ich das richtig sehe fühlte sich am Ende nur eine Gruppe beleidigt."

Ein Gruppe ist also für dich ein Niemand?
deiner Auffassung nach dürften sich Schwarze auch nicht beleidigt fühlen wenn sie z.B. als Affen bezeichnet - ist ja nur eine Gruppe.

"Wenn sich also niemand beleidigt fühlte, war es dann überhaupt eine Beleidigung?"

Es geht ums Prinzip: Man nicht einfach eine Gruppe beleidigen und eine andere wiederrum nicht, schon allein deshalb nicht weil sowas wie Klopfer schon sagte mehr die Spaltung verstärkt.

Und nur einer (so wie du) es nicht beleidigend findet als Köterrasse bezeichnet zu werden, heißt das noch lange nicht, dass für andere genauso gilt.

"Die erwähnte Gruppe wird von mir nicht als der Spezies Mensch zugeordnet."

Na dann. Das erklärt so einiges von dir und das nicht in positiven Sinne.

@Klopfer: Dann soll der Kerl seinen deutschen Pass abgehen, aber dann müsste er auch die Annehmlichkeiten, die der Pass mit sich bringt verzichten.

Ich verstehe einige Ausländer, die von den Selbsthass abgetönt sind, das bin ich auch - ich frage mich auch, ob ich wirklich so deutsch bin wie mein Verwandter behauptet, oder ob ich doch nicht so "reinrassig" bin.
Wäre froh darüber, dann müsste ich mich nicht mehr für das Selbstzerfleischen meiner Landsleute fremdschämen XD

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Ganz ehrlich, egal wo, sobald ich der Meinung bin meinen Arbeitgeber in einem Profil anzugeben, mache ich das ja wohl bewusst.
Dann repräsentiere ich den bis zu einem gewissen Grad auch auf meinem privaten Account, und muss auch davon ausgehen, dass er das nicht witzig findet wenn er verknüpft ist bei jemandem, der etwas postet was komplett gegen Unternehmensvorstellungen geht.

Das is für mich genauso wie die Helden, die online auf Twitter unbedingt ihren blauen Haken (oder was das war) bekommen wollen, indem sie angeben bei welcher Firma sie arbeiten, und dann aber scheisse Posten. Ja so haben schon Leute ihren Job verloren, und ich verstehe es. Sobald jemand das liesst und den Firmenname im Profil stellt er eine Verknüpfung her, das kann bewusst sein, oder unbewusst.

Oder um es ganz einfach zu sagen: will ich Privatperson sein, dann lass ich JEGLICHE Verbindung zu meinem Arbeitsleben weg.

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Geschrieben am
Smash Tiger (Profil)
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So liberal geht es vielleicht in den USA zu, aber mit dem deutschen Arbeitsrecht ist das nicht so einfach.

Ordentliche Kündigung mit sofortiger Freistellung. Gar kein Problem. Kostet mich paar Monatsgehälter, aber das wäre es mir wert ;)

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Geschrieben am
Smash Tiger (Profil)
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Änderungsfunktion scheint nicht zu funktionieren:
Natürlich erst Abmahnung, dann verhaltensbedingte Kündigung da das Verhalten des Mitarbeiters den Betriebsfrieden nachhaltig stört und das Vertrauensverhältnis zum Arbeitgeber zerstört ist.

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Geschrieben am
simcity (Profil)
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Nur die AFD fühlte sich beleidigt. Die fühlt sich immer beleidigt. Daher ist die erwähnte Gruppe nicht ernstzunehmen
Rassismus bedeutet Nachteile. Ganz langsam lesen. Nur weil die Bettler gleich behandelt werden. (deine Behauptung, das Internet ist hier eine Scheißquelle)
ist also ohne Bedeutung. Zuerst einmal sind womöglich beide Deutsche.
Quelle? Extra3 ist die bekannteste.
Oder gib Rassismus Bewerbung ein.
Kommen wir nun mal zu der Aussage an sich.
Warum sich keiner über Schlampe aufregt, muss man mir mal erklären.
Deutschland ist ein Hundeclan. Es ist Platz 2 wenn es um die gehaltenen Köter geht. (Platz 1 ist Russland). Uns also mit diesem Tieren zu vergleichen macht also irgendwie Sinn. Und wenn man etwas nicht zu einer Beleidigung macht (sowie das N-Wort) wird es auch keine Beleidigung.

Vielleicht braucht man vor Gericht ein stärkeres Argument als: Ich fühle mich beleidigt.

Wir reden hier nicht von SJWs, sondern der DEUTSCHEN Rechtssprechung.

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Geschrieben am
Parias
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"Nur die AFD fühlte sich beleidigt. Die fühlt sich immer beleidigt. Daher ist die erwähnte Gruppe nicht ernstzunehmen"

Nochmal: Schließt von dir nicht auf andere.
Nur weil du davon ausgehst, dass die AfD beleidigt ist, heißt das nicht dass es stimmt.

Und überhaupt: Was du nur mit deiner AfD?!
Gefühlt jedesmal bringst du diese blöde Partei ins Spiel - selbst wenn Klopfer mal ein Bericht über das friedliche Leben der Armeisenlöwen bringen würde, würdest du mit Sicherheit die Partei ins Spiel bringen.
Bist du davon besessen oder was?


"Rassismus bedeutet Nachteile. Ganz langsam lesen."

(für dich) Und keine Schnappatmung kriegen, ja?!

Achnee?! Was du nichts sagst. Rassismus bedeutet aber eigentlich, dass man anhang seiner Herkunft diskriminiert wird. Die Nachteile, die sich daraus ergeben sind die Folgen.
Nur so nebenbei: Ich lese gerade langsam um dahinter zu kommen was du meinst.

"Nur weil die Bettler gleich behandelt werden. (deine Behauptung, das Internet ist hier eine Scheißquelle)
ist also ohne Bedeutung. Zuerst einmal sind womöglich beide Deutsche."

Hä?! Wo habe was von deutschen Bettler gesagt? Ich sagte was von weißen und schwarzen Bettlern.
Und nochmal zum m.i.t.s.c.h.r.e.i.b.e.n:

- nach Auffassung der SJW sind Weiße bei der Diskrimierung außen vor, weil von Geburt an priviligiert sind. Da schließt auch den weißen Bettler mit ein, ganz egal er zu der Minderheit der Obdachtlosen zählt. Die Hautfarbe ist der Punkt.

"Oder gib Rassismus Bewerbung ein."

du hast ins Spiel gebracht, darum bist du in der Bringschuld.
Rhetorische Frage: Würdest du als Beispiel(Betonung auf Beispiel) nach "1000 Gründe warum man die AfD wählen" googeln wenn man es dir nahe legen würde?

Ich will Rassismus bei den Bewerbung nicht ausschließend, aber das ist die eine Seite.

Die andere Seite ist, dass nicht wenige Firmen mit einer bestimmten Gruppe schlechte Erfahrungen gemacht haben und deswegen die Leute vorne rein ablehnen. Das ist zwar Scheisse und unfair gegenüber denen, die wirklich bemüht sind, aber man es der Firma nicht übelnehmen wenn sie da vorsichtig sind und keinen Bock auf unnötigen Ärger haben. Man kann nicht hinter der Köpfen der Leute (Bewerber) schauen, selbst Firmen nicht.
Daran muss gearbeitet werden.

"Kommen wir nun mal zu der Aussage an sich.
Warum sich keiner über Schlampe aufregt, muss man mir mal erklären."

In welchen Zusammenhang meinst du das jetzt? Jetzt allgemein oder auf irgendeinen Bezug?

"Deutschland ist ein Hundeclan. Es ist Platz 2 wenn es um die gehaltenen Köter geht. (Platz 1 ist Russland). Uns also mit diesem Tieren zu vergleichen macht also irgendwie Sinn."

Nein, das macht keinen Sinn (für dich vielleicht)

Deswegen darf man jemanden oder eine Gruppe (extra für dich, damit du dich nicht daran aufhängst) als Köter beleidigen?
Falls du es nicht mitgekriegt hast: Köter ist ein veraltetes Schimpfwort für Menschen von niedrigen/unbekannten Standes.
Außerdem stimmt das nicht: Deutsche haben auch Katzen, Vögel, Pferde und Hasen usw, also nix mit Hundeclan.

"Und wenn man etwas nicht zu einer Beleidigung macht (sowie das N-Wort) wird es auch keine Beleidigung."

Der Typ hat es zu einer Beleidigung gemacht, oder glaubst du wirklich, er bezog sich auf die Hundeliebe der Deutschen?

"Vielleicht braucht man vor Gericht ein stärkeres Argument als: Ich fühle mich beleidigt."

*ACHTUNG SARKASMUS* Komischerweise funktioniert bei anderen Fällen.

"Wir reden hier nicht von SJWs, sondern der DEUTSCHEN Rechtssprechung."

Die SCHEISSE ist in den Punkt der Köterbeleidigung, weil es eine gewollte Herabwürdigung des Menschen/Gruppe war.
Es wäre genauso SCHEISSE wenn man z.B. eine Gruppe Schwarze mit einer Beleidigung herabwürdigen würde
Das Urteil mag zwar von der deutschen Rechtsprechung gefallen sein, aber das es so klingt wie ein feuchter Traum von einen SJW.

Zu eigener Sache.

Klartext:
Es nervt einfach wie du

- dir alles zurechtbiegst

-aus dem Zusammenhang reisst und/oder woandere einsetzt.

- sprichwörtlich einen die Worte im Munde umdrehst.

- relativierst (z.B. mit deinen abstrusen Hundeclan Deutschland).

- und das du immer und immer wieder deine blöde AfD ins Spiel bringst. du redest mehr über diese Partei als jetzt ein DurchschnittsAfDler.

du bist ein waschechter SJW.

Darum nimm es mir nicht übel, wenn ich dich ab jetzt als SJW nenne. ich will nicht, dass eine an sich tolle Spielreihe mit dir in Verbindung gebracht wird.

@Klopfer: Zu evtl. Frage ob das wirklich nötig war: JA! Das war es.
Es war dumm.
Es war (wohl unnötig) bissig.
Und höchstwahrscheinlich würde es zu keiner Einsicht kommen, dafür ist die Filterblase von SJW zu dick.

Ich habs nur für mich getan und für niemanden anderen sonst.

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Geschrieben am
simcity (Profil)
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Wenn man Köterrasse bei Google eingibt, kriegt man nur Rumheulereien von dieser Sekte mit. Also hatten sich nur die aufgeregt. Auch wenn man sich Protokolle aus dem Landtag durchliest. Nur die. Bei den Nachrichten. Nur die. Und da die sich als einzigste aufgeregt haben, muss ich sie erwähnen.
Weißt du. Wenn es ganz viele Quellen gibt, welche auch noch leicht zu finden sind, dann ist die Angabe einer Quelle eher sinnlos. Es gibt eben Sachen die man auch einfach selbst googeln kann.
Der Typ wollte es vielleicht zu einer Beleidigung machen. Wir können uns beide nicht in den Typen reinversetzen (ich geh einfach davon aus das du kein Türke bist) und ich kann nicht nachprüfen, was der Typ sonst so verbreitet.
Und das Gericht und die Politiker haben verhindert, das es zu einer Beleidigung wurde. (Weder du noch ich sind Juristen oder Politiker, gehe ich mal von aus).
Kein Deutscher wird jemals in Deutschland diskriminiert, weil er deutsch ist. Schwarze schon.
Immerhin ist die Aussage in der Versenkung verschwunden. Scheint mir ein gutes Ergebnis. Und vielleicht hatten deine SJWs hier nichts mit zu tun. Es ist fast 3 Jahre her und ich habe das Wort nirgends gehört.

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Geschrieben am
Diiter (Profil)
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Also jetzt hast du echt den Vogel abgeschossen. Ist deine Meinung so ungefestigt, dass du erstmal nachschauen musst, wie die AfD zu irgendeiner Sache steht, damit du dann die gegenteilige Seite vertreten kannst?
Allein dieser Kommentarbereich hier zeigt doch, dass man sich von einer Bezeichnung als "Köterrasse" beleidigt fühlen kann ohne AfD-Fan zu sein, denn weder Klopfer noch die Basler Zeitung kann man ernsthaft in AfD-nähe rücken.
Was du hier machst, ist wirklich ekelhafteste Relativierung. Mal ernsthaft, wenn jemand ein Volk als "Köterrasse" beschimpft und sich von seinem Gott wünscht, dessen Lebensraum zu zerstören, willst du hier ernsthaft anzweifeln, dass das als Beleidigung gemeint war? Dein Verhalten kann man auch nicht mehr mit Naivität oder schlimmerem entschuldigen, das ist einfach nur widerlicher politischer Opportunismus, Hauptsache es geht gegen die "Bösen".

Und das Gericht und die Politiker haben verhindert, das es zu einer Beleidigung wurde.

Was ist denn das für eine Schwachsinnsaussage? Wie soll denn ein Politiker verhindern, dass eine Beleidigung eine Beleidigung ist?

Kein Deutscher wird jemals in Deutschland diskriminiert, weil er deutsch ist. Schwarze schon.

Blödsinn. Frag mal deutsche Kinder an Brennpunktschulen in Großstädten, die werden sehr wohl auf Grund ihrer deutschen Nationalität in Deutschland diskriminiert.

Immerhin ist die Aussage in der Versenkung verschwunden. Scheint mir ein gutes Ergebnis.

Mehr muss zu deinem Gerechtigkeitsempfinden wohl auch gar nicht gesagt werden. Traurig.

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Geschrieben am
ObsidJan (Profil)
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@Aglaija: Unsere Freiheit und unsere liberale Gesellschaft sind aber keine Selbstverständlichkeit und müssen jeden Tag neu verteidigt werden. Wenn du findest, dass wir in paradiesischen Zuständen leben, ist das schön. Dann hilf mit, dass es auch so bleibt - denn schon morgen könnte es anders aussehen, wenn man sich auf dem status quo ausruht.

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Geschrieben am
Dom (Profil)
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Zum Thema Arbeitgeber in sozialen Netzwerken angeben:
Ich arbeite momentan für eines der großen privaten Sicherheitsunternehmen Italiens. Bereits vor der Einstellung werden alle Profile der Bewerber genau überprüft und die Personalabteilung sagt dir genau welche Bilder, Posts etc entfernt werden müssen um überhaupt angestellt werden zu können (außerdem werden alle Tattoos überprüft und neue müssen angegeben werden).
In der Vergangenheit passierte es öfter, dass Mitarbeiter wegen Aussagen usw in den sozialen Medien entlassen würden egal ob sie den Arbeitgeber angegeben haben oder nicht,da der Boss der Meinung ist dass man das Unternehmen auch privat immer und überall repräsentiert. Sein Kommetar dazu war mal (sinngemäß übersetzt) "dein Gesicht und Name ändern sich nicht nur weil du die Uniform ausziehst". So gesehen nachvollziehbar.

"Kein Deutscher wird jemals in Deutschland diskriminiert, weil er deutsch ist. Schwarze schon."
Schon vor knapp 20 Jahren wurde ich in der Schule mitunter als Schweinefresser, Kartoffel, Scheisdeutscher, Nazi usw beleidigt. Kein Lehrer hat etwas unternommen. Ist heute nicht wirklich anders. Probiert mal die Pöbler auf Grund ihrer Wurzeln als Antwort Ziegenficker oder so zu nennen = Shitstorm ist noch das Mindeste das man erwarten darf.

Zur Hetze gegen die AfD (ich mag die auch nicht)sag ich mal lieber nichts außer folgendes:
Die Alternative für Deutschland ist gegenwärtig (noch) eine legale Partei. Man kann sie mögen oder nicht aber in einer Tour auf und ihren Wählern rumzuhacken und sie pauschal alle (!) als dumme Nazis bezeichnen ist genauso falsch wie alle Wähler der Linken Zecken oder Wähler der Grünen Hippies zu nennen. Pluralismus auch bei den Parteien gehört nunmal zur Demokratie und das ist mMn auch gut so!

Im Allgemeinen möchte ich noch anmerken, dass ich es schade finde welcher Ton hier bei den Diskussionen teilweise angeschlagen wird. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es besonders hier auf Klopfers-Web auch besser geht. Also habt euch alle ein bisschen mehr lieb;)

In diesem Sinne gute Nacht und liebe Grüße aus dem Krisengebiet (danke dafür an dass Robert Koch-Institut) Südtirol
Dom

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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In München gab es vor rund 20 Jahren schon eine Türkendisco. Da stand dann irgendwann sogar draußen angeschrieben Deutsche nicht willkommen.
Soviel zum Thema, dass man in Deutschland nicht als deutscher diskriminiert wird.
Und ja, die Titel die deutsche verpasst bekommen, dürfte man sich nicht erlauben auf gleichem Niveau zurückzugeben.

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Geschrieben am

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