Klopfers Link- und Lichtbild-Deponie



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#1604 von mischka

Ich habe vor einiger Zeit in meiner Funktion als Datenschutzbeauftragter erklärt, warum man das nicht tun darf und war einigermaßen erstaunt, dass studierte Kollegen auf so eine Idee kommen (und man ihnen erklären muss, warum man das nicht macht). Nun bin ich nicht erstaunter, das es Datenschutzbeauftragte gibt, die das nicht unterbinden.

Btw: Werdet niemals Datenschutzbeauftragter einer Schule, ihr glaubt gar nicht, wie viele Kollegen sauer auf mich sind, weil ich durchgesetzt habe, dass bei Mails an mehr als eine externe Person BCC genutzt werden muss. Aber das machen andere Schulen auch nichts, warum machen wir das dann? Gegenfrage: Zieht dieses Argument, wenn es einer deiner Schüler bringt?
Nein? Warum ist es dann heute valide?

Link: [https://twitter.com/jadekompendium/status/1244601655288639488]
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Gast
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Das ist ja ein bisschen so wie die Bank tut einfach das Geld aller Konten in einen Korb und reicht den rum und sagt "aber jeder nur so viel rausnehmen wie ihm wirklich gehört" xD

5
Geschrieben am
Klopfer
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Wtf. Wenn jemand so behämmert ist, hab ich leichte Zweifel an der Eignung als Lehrer...

4
Geschrieben am
mischka
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Ich hab mit einer Kollegin ne Stunde drüber diskutiert...

So abstrus scheint der Gedanke für manche nicht zu sein. Bei uns wurde das allerdings durch mich verhindert.

2
Geschrieben am
(Geändert am 28. Januar 2024 um 9:41 Uhr)
ZRUF
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Wie gutgläubig sind diese Lehrer denn eigentlich?
Ich mein, jeder weiß, dass nicht alle Leute gleich nett sind...

Das ist ja schon richtig behämmert.

1
Geschrieben am
Parias
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Ich glaube an das Gute in den Menschen - aber ich weiß auch, dass Menschen Arschlöcher sein können.

Als Lehrerin sollte sie ihre Schweine (Schüler) am Gang kennen, sprich wissen, dass mindestens ein Schüler die Gelegenheit ausnutzen würde.

Anscheinend gehört sie wohl zu den Leuten, die einen Mobber glauben, wenn dieser "hoch und heilig" verspricht, seinen Opfer nicht mehr zu mobben und es dann belassen und sich dann wundern, warum der Gemobbte sich nicht mehr an ihnen wendet.


Hoffentlich waren die Schüler intelligent und haben anschließend ihre Zugangsdaten geändert.

Als Erziehungsberechtiger wäre ich ihr aufs Dach gestiegen und hätte sie gefragt ob sie nicht ganz dicht wäre, vertrauliche Daten für Ungefugte so einfach zugänglich zu machen.

1
Geschrieben am
mischka
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Also der Fall aus dem Twitter Feed stammt nicht von uns, bei uns gab es nur Diskussionen darüber. Aber bei uns können sie Schülerinnen und Schüler ihr WLAN Passwort nicht ändern. Und mehrere Kollegen wollen trotzdem diese Passwörter so verteilen.

Jeder Schüler kriegt übrigens ein eigenes Passwort, damit wir in Falle von Straftaten o.ä. genau wissen, wer wo gesurft hat. Dieser Zweck wird so überhaupt nicht unterlaufen...

3
Geschrieben am
(Geändert am 28. Januar 2024 um 18:12 Uhr)
Rakshiir
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Für mich fällt das unter logisches Denken, wenn man das nicht auf die Kette bekommt sollte eigentlich nicht in der Position sein jungen Menschen was beibringen zu wollen

0
Geschrieben am
mischka
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Volker Pispers sagt Mal, dass man das Drittel Vollidioten aussortieren sollte, das als Lehrer getarnt an den Schulen rum turnt und den Schülern das Leben zur Hölle macht.

Was soll ich sagen, er hat nicht ganz unrecht. Es sind weniger als ein Drittel, aber es gibt zu viele schlechte Kollegen.
Beispiele, die ich in den letzten 24 Monaten erlebt habe:

A) Eine Mathematiklehrerin (wohlgemerkt keine Quereinsteigerin, sondern grundständig ausgebildet) stellt eine Fermi-Aufgabe. Sie meint: Alle Lösungen zwischen 7 und 8 werden akzeptiert, nicht aber die 8 selbst. Die schreibt in die Musterlösung: Alle Lösungen zwischen 7 und 7,9 (Periode) werden akzeptiert. Schüler hat 8 geschrieben und argumentiert, dass seine Lösung im Bereich ist. Lehrerin behauptet 7, Periode 9 sei kleiner als 8 und seine Lösung ist zu groß, da 7,9 Periode die größte Zahl sei, die sie akzeptiert. Schüler spricht mich an, wie soll ich da hinter meiner Kollegin stehen?

B) Lehrerin sagt: "Mobbing ist gar nicht Mal so schlecht, so werden unerwünschte Charaktereigenschaften gruppenintern verbessert, ohne dass wir Lehrkräfte aktiv werden müssen."

C) Kollege kommt in jede Stunde 10 Minuten zu spät, nicht nur an Randstunden, die Schülerinnen und Schüler seines Leistungskurses Mathematik haben Schiss vor der Abitur Klausur.

D) Physik Lehrer warnt Schulleiter und Schüler, das eines meiner Experimente mit einer Auto Batterie tödlich sein könne, weil die Batterie quasi unbegrenzt viel Ampere abgeben könne. Seiner Meinung nach, könne der Strom einer Autobatterie einen töten, in den Filmen wird auch ständig mit dem Strom aus Autobatterien gefoltert (kein Witz, das war sein Argument). U=R*I scheint im Physik Studium nicht mehr gelehrt zu werden.

E) Ein Kollege gibt einem Schüler eine 2, der nicht ein einziges Mal zur Schule erschienen ist. Wie die anderen (überdurchschnittlich guten) Noten zustande kommen, kann ich nur ahnen.

F) Ein Kollege verlässt während einer Klausur den Raum um zu telefonieren. Vor dem Verlassen bittet er die Schüler, die Zeit nicht zum schummeln zu nutzen (Ja ne, ist klar).

G) Eine Kollegin hat so viel Mitleid während der Klausur, dass sie einer weinenden Schülerin hilft. Sie hatte nur Aufsicht, es war nicht ihr Fach, ihre Hilfe war nicht nur ethisch falsch, sondern auch sachlich. Eigentlich hat sie die Schülerinnen tiefer rein geritten, da die durchgestrichene Lösung der Schülerin immerhin Teilpunkte ergeben hätte. Wie zur Hölle soll ich das fair bewerten? Die endgültige Entscheidung hat sie Schulleitung getroffen. Die durchgestrichene Variante wurde von mir bewertet, Schülerin hatte eine 4- erhalten. Hatte ich das, was da nicht durch gestrichen gewesen ist, bewertet, wäre ich auf 6 gekommen, nicht Mal mehr auf 5.

2
Geschrieben am
(Geändert am 29. Januar 2024 um 10:40 Uhr)
ObsidJan
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Gentlemen, it is with great sadness that I have to inform you that...
https://makeameme.org/meme/gentlemen-it-is-21fa55d77d

0
Geschrieben am
(Geändert am 29. Januar 2024 um 12:34 Uhr)
ZRUF
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@mischka

Ein echtes Trauerspiel. Aber ja selbst als Schüler war meine Erfahrung mit Lehrern eher durchwachsen.
Und dummerweise ist man solchen Fehlbesetzungen schutzlos ausgeliefert.

2
Geschrieben am
Gast
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Sie wollte das halboffene Intervall [7;8) als Lösungsmenge definieren, hat das aber nicht hinbekommen, tststs... aber das mit der helfenden Kollegin ist zu geil xD die Schülerin nimmt hoffentlich nie wieder Hilfe einer Aufsichtsperson in Anspruch xD

Ich mag bei dem Pispers Auftritt vor allem den Satz "Wenn ein Lehrer unter seinen Kollegen keinen Idioten kennt, fragen Sie sich mal warum." xD

0
Geschrieben am
mischka
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@Gast: Eigentlich wollte sie das offene Intervall (7,8) definieren, ihr ist aber keine sinnvolle untere Grenze eingefallen. Meiner Auffassung nach ist der Ausschluss der 8 auch komplett blödsinnig.

PS: Volker Pispers hatte auch da Recht...

0
Geschrieben am
GenericNickname
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@mischka
Den Seitenkommentar zu Seiteneinsteigern hättest dir auch einfach sparen können. Was hat das damit zu tun?

0
Geschrieben am
mischka
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@GenericNickname: Der Lehrermangel hat leider erstaunliche Folgen, wie z.B. das teilweise Module wie "Mathematik für Ingenieure/Chemiker/Informatiker/Biologen/ you name it" als Lehrbefähigung für zumindest die Unterstufe ausreicht. Im Endeffekt haben sich die Leute da teilweise durchgequält und sind in Mathematik nicht besonders fit. Trotzdem dürfen sie zumindest in der Unterstufe Mathe unterrichten. Das führt dazu, das teilweise Profis in einem Fach zusätzlich ein anderes Fach unterrichten, welches sie selbst nicht so gut können. Im Studium haben sie dann insgesamt 8 oder 16 ECTS Mathematik absolviert.

Ich habe im Bachelor 78 ECTS und im master 49 ECTS zzgl Praxissemester absolviert. Die haben teilweiser in Bachelor und master zusammen 8! Ich habe nichts gegen Quereinsteiger, wenn Mathematik aber im Studium eine absolute Randnotiz war, dann sollte man es nicht unterrichten.

Es betrifft nicht alle, aber einige.

Btw: Die können da teilweise nicht Mal was für. Mein Bruder ist Quereinsteiger und würde wegen wenigen Mathematik Modulen in seinem Studium (16 ECTS) nun auch noch dazu verdonnert Mathematik zu unterzeichnen, was eigentlich nicht sein Fach ist. Er selbst ist der Meinung, das er dazu zu wenig wissen hat, insbesondere was die Didaktik angeht

2
Geschrieben am
Rakshiir
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Also grade den Satz über Mobbing finde ich als jemand der das als Schüler erlebt hat eine Frechheit.
Ich lehn mich mal bewusst etwas weit aus dem Fenster und sage: vermutlich bin ich trotz einer Schulzeit die absolut garkeinen Spaß gemacht hat ein produktiveres Mitglied der Gesellschaft als die Person die den Stuss gelabert hat.

Gibt ja nicht ganz ohne Grund eine relativ große Anzahl an Witzen/Memes im Internet bezüglich den Aktionen die die meisten Schulen gegen sowas haben, nämlich keine.
Und ja, es ist tatsächlich so dass man im Zweiffel ärger bekommt wenn man sich wehrt, aber der andere Schüler für alles andere irgendwie nicht. Wär vermutlich zuviel Arbeit gewesen sich da wirklich mal drum zu kümmern

2
Geschrieben am
BJ68
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[...]Lehrerin sagt: "Mobbing ist gar nicht Mal so schlecht, so werden unerwünschte Charaktereigenschaften gruppenintern verbessert, ohne dass wir Lehrkräfte aktiv werden müssen."[...]

Bitte die Dame mal bitten sich den Fall Winnenden vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_von_Winnenden_und_Wendlingen mal anzusehen, wer die Opfer da waren und da besonders das Geschlecht und sich dann noch mal ihre Aussage überlegen.....für mich war das kein "Amoklauf", sondern eine geplante Tat und diese Tat hatte da auch ein Vorspiel.....und gräbt man da etwas tiefer dann kommen da einige nichts so nette Sachen zum Vorschein und das war nicht nur die nicht richtig aufbewahrte Waffe des Vaters.

BJ68

0
Geschrieben am
Knallcharge
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In meiner Schulzeit, auch, wenn diese doch schon fast 40 Jahre her ist, hatte ich auch eine Klassenlehrerin, die war ein Vollversager. Gute Mitschüler, die sich viel am Unterricht beteiligten bekamen von ihr schlechte Noten, Arschkriecher, die absolut nix verstanden, aber die Schuhe beim Arschkriechen auszogen.. Nun, die bekamen dann die guten Noten. Musste sie zum Glück nur ein Jahr ertragen, dann habe ich die Schule gewechselt.

In der Berufsschule hatte ich dann in politik eine echt gute Leherin, da konnte ich nach der ersten Stunde schon sagen, welche Note ich bekommen werde. Die 5 Stand! Sie ging nur nach Sympathie und ich hatte die Arschkarte.

Kenne aber auch zwei echt krasse, gute Gegenbeispiele dazu, mein Klassenlehrer und meine Deutschlehrerin während meiner Zeit auf der Hauptschule. Sie konnten beide richtig gut den Stoff rüberbringen und benoteten auch wirklich gut. Mein Klassenleherer ging soweit, das er jede Unterrichtsstunde einzeln benotete, selbst Klassenarbeiten fielen nur als eine Stunde ins Gewicht. Begründung: Es gibt Schüler, die können keine Arbeiten, sind aber sonst einfach nur Super mit dabei, machen mit und geben vernünftige Antworten, warum soll ich denen, wegen 3 verhunzten Stunden denn keine 1 geben? Umgekehrt genauso, nichts sagen, Unterricht stören, aber die Arbeiten dann 2 schreiben... hatten trotzdem eine 4, einer sogar eine 5, weil sonst von ihm nichts kam, außer Blödsinn.

Noch eine Sache, beruflich habe ich es immer wieder mit Lehrern zu tun, und kann dazu sagen, nichts ist schlimmer, als Grundschullehrerinnen mit einem Doppelnamen (der beste Doppelname: Karneickel-Haase - kein Scherz)! Haben dann sehr oft keine Ahnung, von meiner Arbeit, aber meinen, sie wissen es besser. Gut, sie wissen es besser, aber im Gesetz steht was anderes, und das ändern die auch nicht...

0
Geschrieben am
mischka
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@Rakshiir: Ich stimme dir da voll zu, die Lehrerin ist in meinen Augen eine Arbeitslose zu wenig. Ich war als Kind auch ein Opfer von Mobbing, und kann nicht behaupten, dass sich das positiv auf mich ausgewirkt hat.

PS: Zur Klarstellung der ECTS: In meinem Fall waren 28 davon für die beiden Abschlussarbeiten, d.h. man kann auch Mathelehrer werden, mit weniger ECTS, wenn man die Abschlussarbeiten im anderen Fach schreibt, aber 8 bzw. 16 ECTS sind in jedem Fall zu wenig.

@Knallcharge:

Es gibt Schüler, die können keine Arbeiten, sind aber sonst einfach nur Super mit dabei, machen mit und geben vernünftige Antworten, warum soll ich denen, wegen 3 verhunzten Stunden denn keine 1 geben?
Weil es gesetzeswidrig ist... Aber niemand beschwert sich, wenn man besser bewertet wird.
Umgekehrt genauso, nichts sagen, Unterricht stören, aber die Arbeiten dann 2 schreiben... hatten trotzdem eine 4, einer sogar eine 5, weil sonst von ihm nichts kam, außer Blödsinn.
Dagegen wäre eine Klage definitiv erfolgreich.

Sowohl schriftliche, als auch mündliche Leistungen müssen laut §48 Absatz (3) angemessen berücksichtigt werden. Bei mir läuft es i.d.R. auf 50/50 raus, aber so wie der Lehrer das macht, ist es nicht mehr rechtssicher!

In der Oberstufe ist 50/50 sogar Vorgabe, in der Unterstufe darf der Lehrer Ermessen anwenden, bei der Entscheidung was "angemessen" bedeutet.

0
Geschrieben am
(Geändert am 30. Januar 2024 um 10:37 Uhr)
Sir of Toastland
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"Angemessen" sagt genau gar nichts. Leider habe ich keine schriftliche Quelle, aber meinem Kenntnisstand ist alles zwischen der besten & schlechtesten vergebenen Note im Schuljahr zulässig, sodenn begründbar. Die Oberstufenregelung finde ich gleich gar nicht.

Grundsätzlich: Gerade von mischka als Mathematiker erwarte ich das Wissen um das Ordinalskalennivau der Schulnoten; Über deren sonstige Güte will ich hier gar kein Wort verlieren. Fakt ist: Das arithmetische Mittel ist weder empirisch noch mathematisch legitimierbar. Nur leider sitzen in allerlei entscheidenden Positionen Nulpen und tuen so, als wäre es das...

0
Geschrieben am
Gast
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Quer- oder Seiteneinstieg ist halt bitter nötig bei den vielen fehlenden stellen, wir laufen in den nächsten Jahren so Richtung 100.000 fehlende Lehrer an deutschen Schulen. Und das ist leider ein hausgemahctes Problem, weil man an den Unis teils absurde NCs eingeführt hat. Also wenn ich sage, ich kann an den Unis in meinem Bundesland z.B. nur maximal 500 Grundschullehrer im Jahr ausbilden, ich bräuchte aber 1000, weil so viele in Pension gehen, dann ist der Mangel vorprogrammiert. (Die Zahlen sind fiktiv, ich müsste die richtigen nachschauen). Aber Fakt ist, die Unis legen ihre NCs fest (nach gesetzlichen Regelungen, aber es gibt Spielräume), und die Politik müsste entweder die Priorisierung innerhalb der Unis ansprechen oder mehr Stellen rausrücken, aber planmäßig zu wenig auszubilden, davon brechen im Studium Leute ab und dann im/nach dem Ref brechen auch viele ab... also es gibt so viele Steöllschrauben, an denen man Probleme anpacken könnte, damit die Leute, die dafür ausgebildet werden, auch zu diesem Job kommen, dass es schon etwas traurig ist, dass als einzige Lösung einfällt, schnell noch alles einzusammeln, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Zumal sich der Ansturm der Quereinsteiger auch in Grenzen hält. Ich sage mal, gerade im MINT Bereich kann man auch andere Karrieren verfolgen.

Und ansonsten bin ich bei mischka, den Quereinsteigern fehlt halt auch wahnsinnig viel Didaktik und Pädagogik. Dass die Unterstufenmathematik noch können, das glaube ich den meisten, aber wenn es um so Sachen geht wie Fehlvorstellungen, wie man diese erkennt und behebt, was es mit Grundvorstellungen auf sich hat, was die Winterschen Grunderfahrungen sind oder wie man das EIS Prinzip im Unterricht umsetzen kann, das ist dann schnell nicht mehr so klar, dass das alles beherrscht wird.

Noten und Skalen und Gerechtigkeit... das ist ein weites Feld. Dafür ist der Rand hier zu klein ^.~

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Geschrieben am
ObsidJan
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Es gibt Schüler, die können keine Arbeiten, sind aber sonst einfach nur Super mit dabei, machen mit und geben vernünftige Antworten, warum soll ich denen, wegen 3 verhunzten Stunden denn keine 1 geben? Umgekehrt genauso, nichts sagen, Unterricht stören, aber die Arbeiten dann 2 schreiben... hatten trotzdem eine 4, einer sogar eine 5, weil sonst von ihm nichts kam, außer Blödsinn.
Das ist ja wohl grober Unfug. Klassenarbeiten bzw. Klausuren erfordern eine ganze Schulstunde (in der Oberstufe oft sogar mehrere) konzentriertes Arbeiten plus Vorbereitung und prüfen, ob man den Lernstoff auch wirklich beherrscht. Du kannst mir nicht erzählen, das sei vergleichbar mit ein paar Mal melden und mündlich was sagen (auch wenn es immer richtig ist) oder mal an der Tafel was vorrechnen. Dazu kommt, dass die Bewertung bei mündlichen Leistungen immer einen starken subjektiven Anteil hat, während schriftliche Leistungen (in der Regel jedenfalls) anhand eines klar definierten Erwartungshorizonts bewertet werden.
Du gibst ja auch niemandem ohne praktische Fahrprüfung einen Führerschein und sagst "er war ja im Theorieunterricht immer so gut..." (oder vice versa). In meiner Schulzeit konnten sich Schüler mit schlechten Noten noch durch ein freiwilliges Referat o. ä. verbessern. Natürlich wurden diese Zusatzleistungen dann immer überdurchschnittlich wohlwollend bewertet und das könnte man auch kritisieren, aber grundsätzlich finde ich die Idee fair. Und ganz ehrlich, ein Schüler, der im Unterricht 0 leistet, wird auch durch perfekte Klausuren nicht mehr in den 1er Bereich kommen.

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Geschrieben am
(Geändert am 30. Januar 2024 um 13:09 Uhr)
mischka
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@Sir of Toastland:
Ich könnte jetzt die BASS bemühen, da steht es irgendwo drin. Da ich dazu keine Lust habe, habe ich eine kurze Google-Suche durchgeführt. Ist ein offizielles Dokument vom Land NRW, insofern durchaus vertrauenswürdig.

In der gymnasialen Oberstufe sind Leistungen, die in der sonstigen Mitarbeit im Unterricht erbracht werden, ebenso bedeutsam wie Klausuren. Die Bewertung für einen schriftlich belegten Kurs setzt sich zu gleichen Teilen aus der Beurteilung der Klausuren und der „Sonstigen Mitarbeit“ zusammen.


Was das Wort angemessen angeht, irrst du. Wenn ich die beste aller Noten nehme, habe ich alle andere genau gar nicht berücksichtigt, und ich denke, kein Richter wird angemessen als "gar nicht definieren", sofern die Begründung nicht verdammt gut ist. Gleiches gilt, wenn ich die schlechteste Note heraus picke. Beides ist irgendwie Cherry-Picking. Dabei möchte ich nicht mal sagen, dass es keine Fälle geben kann, wo das Cherry-Picking nicht gerechtfertigt sein könne, aber wenn man das betreibt, muss man es im Zweifel sehr, sehr gut begründen können. Der von mir kritisierte Kollege hat das - urteilend auf dem, was ich gelesen habe - nicht. In der Praxis sagen Richter akzeptieren Richter i.d.R. wenn der schriftliche Anteil zwischen 50% und 90% liegt, für diese Zahl habe ich aber keine Quelle, ich habe hier einen Juristen zitiert, dessen Fortbildung zum Thema Notenvergabe ich kürzlich besuchen durfte. Alles unter 50% wird mit hoher Wahrscheinlichkeit kassiert, über 90% sieht es ebenso aus. Dabei ist es wichtig, dass die Prozentzahlen bei unterschiedlichen Schülern auch unterschiedlich sein dürfen. Ich darf z.B. bei Schülerin A 70/30 mitteln, und bei Schüler B 60/40 (jeweils mit stärkerer Gewichtung der schriftlichen Leistung), aber ich sollte begründen können, warum ich genau so die Note zusammen gezogen habe. Der Prozess der Notenvergabe muss für die Schülerinnen und Schüler transparent sein, d.h. am Anfang des Halbjahren muss ich verbindlich erklären, wie ich gedenke, die Noten zu vergeben (das machen die meisten Lehrer nicht, es ist aber ein Erfordernis, was laut diesem Juristen der häufigste Grund ist, dass Noten erfolgreich angefochten werden, es fehlt ein formales Erfordernis). Aus diesem Grunde sollte man diese Erklärung immer! im Klassenbuch festhalten, damit man es dokumentieren kann. Ich teile immer einen Zettel aus, aus dem alle Informationen hervor gehen, wie ich bewerte, und was ich erwarte. Dort dokumentiere ich, an welchen Stellen ich Ermessen ausübe, und wie. So wissen alle, welche Umstände Grundlage des von mir ausgeübten Ermessens sind. Meine Schülerinnen und Schüler spiegeln mir, dass ich mit am fairsten bewerte, und Diskussionen über meine Noten sind viel seltener als bei allen anderen.

Beim letzten Elternsprechtag meinte eine Schülerin zu ihrem Vater beim rein kommen: Papa, bitte diskutiere nicht über meine Note, Herr mischka ist so fair und objektiv, dass man einfach nicht meckern kann, OK?
Diesen Satz sollte ich eigentlich nicht hören, aber meine Ohren sind trotz Dauerschülerlärmbeschallung noch funktionsfähig.

0
Geschrieben am
mischka
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Dass die Unterstufenmathematik noch können, das glaube ich den meisten,

Da bist du vielleicht auch zu optimistisch.

Textaufgabe:
Sie haben einen Fliesengroßhandel. Frau Aytekin hat als Stammkundin einen Rabatt in Höhe von 19% ausgehandelt.

Ihre aktuelle Bestellung kostet ohne MwSt 735,34.

Fragen:
a) Frau Aytekin sagt: Dank meinem Rabatt kaufe ich einfach für den Netto-Preis ein, da mein Rabatt der MwSt entspricht. Stimmt das? Muss Frau Aytekin nun genau den Netto-Preis, mehr oder weniger bezahlen? Begründe deine Antwort ohne zu rechnen.

b) Auf der Rechnung müssen sie trotzdem den Rabatt und die MwSt ausweisen. Müssen sie nun zuerst den Rabatt abziehen und dann die MwSt drauf rechnen, oder ist es besser für Sie, zunächst die MwSt drauf zu rechnen und dann den Rabatt abzuziehen? Warum ist das so?

Beide Aufgaben entstammen der Unterstufenmathematik. Beide sind eigentlich sehr einfach. Die meißten Menschen (nicht Mathelehrer) können Teil a) schon nicht lösen. Aber bei Teil b) stocken fast alle, und dabei auch viele Quereingestiegende Lehrer, die nicht Mathematik studiert haben, sondern irgendwas mit mathematischen Inhalt. Prüf dich selbst, was ist deine erste Intuition bei den Aufgaben?

Spoiler:
a) Sie zahlt weniger, weil auf den Rabatt, der ihr gewährt wird, keine MwSt mehr fällig wird.

b) Prozentrechnung ist multiplikativ, und für die Multiplikation gilt das Kommutativgesetz, daher ist es völlig egal (abgesehen von Rundungen), in welcher Reihenfolge Rabatt und Aufschlag berechnet werden! Die meisten Menschen (leider auch einige Mathematik-Kollegen) haben hier eine additive Grundvorstellung und beantworten diese Frage falsch!

0
Geschrieben am
the_verTigO
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Während meiner Schulzeit war die Gewichtung in den Hauptfächern immer 50/50 und in den Nebenfächern 70/30, allerdings in Richtung mündlicher Note.

0
Geschrieben am
mischka
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@the_verTigO: Nebenfächer haben i.d.R. keine Klausuren, insofern verstehe ich da die Gewichtung nicht.

0
Geschrieben am
the_verTigO
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Ich hatte Mathe- und Englisch-LKs, dazu WiPo also drittes schriftliches Prüfungsfach und um den Wahnsinn perfekt zu machen Kunst, als mündliches Prüfungsfach.
Alle anderen Fächer hatten ja aber trotzdem irgendeine Form von schriftlicher Leistungskontrolle - Geschichte zum Beispiel. Die Hauptfächer waren, wenn ich mich richtig erinnere, bloß Mathe, Deutsch und Englisch.

0
Geschrieben am
mischka
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@the_verTigO: Achso, es geht um die Oberstufe, ich war bei der Unterstufe, weil man da ein Ermessenspielraum hat. Hier in NRW ist der in der Oberstufe einfach nicht gegeben.

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Geschrieben am
Smash Tiger
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Ich habe im Bachelor 78 ECTS und im master 49 ECTS zzgl Praxissemester absolviert. Die haben teilweiser in Bachelor und master zusammen 8!

Also 40320 ? :urx:

1
Geschrieben am
mischka
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@Smash Tiger: Wäre das Ausrufezeichen das Zeichen für die Fakultät, dann würde am Ende des Satzes das Satzzeichen fehlen, insofern ist es eigentlich eindeutig!

0
Geschrieben am
ZRUF
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Bei uns war die Gewichtung generell Schulaufgaben bzw. Klausuren doppelt so stark gewichtet, wie mündlich oder Exen.

Schriftliche Prüfungen in Form von Exen gab es auf jeden Fall in jedem Fach.

0
Geschrieben am
GenericNickname
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@mischka

Cherry Picking.
Die meisten Quereinsteiger haben mehr fachliche Tiefe als die LA Kollegen. Die Pädagogik hapert.

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Geschrieben am
mischka
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@GenericNickname: Im allgemeinen dürftest du recht haben, im speziellen im Fach Mathematik ist es meiner bescheidenen Erfahrung nach anders. Von allen Quereinsteigern an unserer Schule hat niemand Mathematik studiert.

Die fachliche Güte reicht hier von Physik (größte fachliche Tiefe) bis Wirtschaft (fachlich eigentlich nicht zu gebrauchen, sie wird trotzdem gebraucht). Und ich würde sagen, dass ich mehr fachliche Tiefe habe, als sie alle, aber im Bereich der Schulmathematik macht es zugegebenermaßen beim Physiklehrer keinen Unterschied. Mit einem Physik-Quereinsteiger bin ich übrigens gut befreundet, und er meinte ebenfalls, dass er auch alles könne, was ich so kann, weil es in seinem Physik-Studium ja auch vorkomme. Ich habe ihm meine Master-Arbeit gezeigt, und er meinte selbst, dass er einiges daraus nicht verstehe.

Wo du recht hast: Wenn jemand Fach X studiert hat, und dann als Quereinsteiger Fach X unterrichtet, hat er i.d.R. mehr fachliche Tiefe als ein LA Kollege. Wenn jemand einen Master of Science im Fach Mathematik hat, hat er ja auch mehr fachliche Tiefe, als ich (ich habe ja immerhin noch Pädagogik-Anteile und ein zweites Fach im Studium gehabt, während er sich voll auf Mathematik konzentrieren konnte). Aber wenn jemand Fach X studiert hat, zwei Fächer braucht, und deswegen Mathe dazu kriegt, ist dies nicht der Fall. Selbst wenn jemand bspw. Informatik als Hauptfach mit Mathematik als Nebenfach studiert, ist er fachlich dünner aufgestellt, als ein LA Kollege. Allerdings kann ich nur von meiner Erfahrung sprechen, ich habe da keinerlei repräsentative Daten. Hast du da eine andere Erfahrung und/oder sogar andere Daten?

0
Geschrieben am
O.W.
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Zur Notengebung:
Da gibt es, zumindest im Sekundarbereich in NRW, klare gesetzliche Vorgaben. Und zwar das Schulgesetz und die jeweils gültige APO (APO-SI, APO-GOst oder APO-BK). Und während es korrekt ist, dass das arithmetische Mittel alleine keine hinreichende Bewertungsgrundlage bildet, so ist eine starke Abweichung von diesem (ggf. inklusive der im Vorhinein festgelegten Gewichtung) etwas, das der Begründung bedarf.
Bei uns an der Schule (Berufskolleg) wird zu Beginn jedes Schuljahres in jedem Bildungsgang für jedes Fach auf Antrag des Fachlehrers (bzw. der Fachlehrer, wenn es mehrere sind) festgelegt, in welchem Rahmen Leistungsbewertung stattfinden soll, z. B. schriftlich 3 Klausuren, sonstige Mitarbeit 4 Quartalsnoten, Gewichtung schriftlich: sonstige 50:50 oder auch 2 Klassenarbeiten, 4 Quartalsnoten, 1:2.

Zum Quer- oder Seiteneinstieg, besonders in den Mathematikunterricht
Da gibt es himmelweite Unterschiede. Manchmal geht es ganz gut, wenn man sich anstrengt, manchmal gibt es keinen fairen Weg für die Seiteneinsteiger, sich ausreichend zu qualifizieren. Und damit meine ich nicht nur, dass denen evtl. mathematische Kenntnisse fehlen, sondern vor allem die Didaktik.
In aller Fairness: Ich bin auch ein kleines Stück quer gegangen. Ich habe mein Zweites Staatsexamen für Gymnasien und Gesamtschulen gemacht und arbeite jetzt am Berufskolleg. Und das war zu Anfang nicht so einfach, wie ich gedacht hatte. Der Gesetzgeber fand meinen Laufbahnwechsel so nötig, dass ich keine zusätzlichen Qualifikationen brauchte und auch eine normale 13er Dauerstelle bekommen habe. Das heißt nicht, dass ich nicht einiges umlernen musste. Ein 39-jähriger Familienvater will anders angesprochen werden als ein Teenager - zu Recht. Und was an einer Stelle motivierend ist, mag an einer anderen Stelle demotivierend sein.
Fachlich musste ich mir in Mathematik nichts aufschaffen. Da wäre eher das Gegenteil der Fall, aber ich war da didaktisch schon nicht ganz auf der Höhe. So wenig, dass sich nach einer Woche eine Klasse über mich beschwert hatte, dass ich deren Abschluss gefährden würde. Gott sei Dank hat deren Klassenlehrer sie von einer schriftlichen Beschwerde abhalten können, laut Deal für 10 Wochen. Danach, so hatte er ihnen versprochen, würde er sie unterstützen, sollte der Grund zur Beschwerde weiter bestehen. Ich wusste davon nichts und habe dann im Nachhinein, als kein Beschwerdegrund mehr bestand, davon erfahren.
In Englisch kam noch hinzu, dass ich mir eine Menge Fachwissen, das mir schlicht fehlte, noch aufschaffen musste. Dennoch war es erheblich einfacher, weil die Didaktik weniger ein Problem darstellte. Nicht, dass ich da nichts neues lernen musste, aber halt weit weniger (didaktisch, fachlich wie gesagt mehr).

Und dann kommen Seiteneinsteiger ohne didaktische Kenntnisse, denen es auch fachlich noch massiv fehlt. Kann das gut gehen? Ja. Ich hoffe, dass ich einen Kollegen, der gerade seinen Seiteneinstieg im Maschinenbau macht (duales Masterstudium mit Referendariat nach Fachbachelor, derzeit im Ref) dazu kriege, einen Zertifikatskurs in Mathe zu machen. Warum? Weil ich es ihm zutraue. Didaktisch wie fachlich, mehr als allen anderen ohne Mathematik-Fakultas im Lehrerzimmer. Und weil ich ein kleiner Egoist bin. Erklärung: Wenn niemand mit Mathematik-Fakultas wie durch ein Wunder (derzeit rechnerisch Stellenüberhang) den Weg an unsere Schule findet, bin ich sonst in 5 Jahren alleine.
Und das sagt viel. Ich traue nur einem der Kollegen zu, Mathematik vernünftig unterrichten zu können. Ganz ähnlich übrigens in Englisch, auch wenn es da ein völlig anderer Kollege ist und das nicht so nötig wird, weil wir da nicht in so einer Personalklemme sind.

Kann man generell sagen, dass Seiteneinsteiger schlechter sind? Ganz klar nein. Aber man kann sagen, dass sie im Durchschnitt schlechter sind. In dem bunten Haufen, der unser Kollegium ist, sind recht viele Seiteneinsteiger, aber unter den Lehrern, auf die sich Schüler, Eltern und Betriebe verlassen können, sind wenige. Unter denen, die jeder möglichst nicht zu direkt in seinem Umfeld haben will, sind sie aber deutlich überrepräsentiert. Wobei die guten alle aus dualen Mastern kommen (also das selbe Maß an Didaktik studieren mussten), während die schlechten alle mit Master und klassischem OBAS (also mit viel weniger Didaktik) Lehrer geworden sind. Das ist sicher kein Schicksal, aber ebenso sicher ein Muster.

Und noch eines: Viele Seiteneinsteiger bereuen die Berufswahl. Meiner Erfahrung nach weit mehr als die grundständig ausgebildeten. Ein Kollege war als Ingenieur psychisch belastet gewesen, weil er die Langeweile fast nicht aushielt. Dann entscheid er sich fürs Lehramt. Ein anderer fand keinen Job als Ingenieur, nachdem er lange an der Uni als Hilfskraft gearbeitet hatte, bevor er ins Lehramt ging. Einer von beiden sagt derzeit, dass die Arbeit schon viel sei, aber wenigstens finde er sie abwechslungsreich und man könne sehen, wie man Menschen in deren Entwicklung helfe, dem anderen wird der Stress schon nach wenigen Berufsjahren zu viel. Ersterer ist der, der als Ingenieur in die Nähe eines Boreouts gekommen war, letzterer kommt einem Burnout immer näher.

Letztlich kann ein Seiteneinsteiger alles haben. Nur die meisten verschätzen sich massiv, was man braucht. Begeisterung, Didaktik, Belastungsfähigkeit, Fachwissen ist eine weitaus treffendere Rangfolge als Fachwissen, Lust auf Freizeit, wie sich einige den Lehrerberuf vorstellen.

Natürlich ist die Wichtigkeit der Fachdidaktik in den Fächern unterschiedlich. Generell scheinen MINT-Fächer und Fremdsprachen (inklusive DaZ/DaF) schwieriger als andere zu sein, wenn ich meinen Eindruck und den meiner Kollegen da mal in den Ring werfen darf. Das würde dafür sprechen, dass ein Seiteneinstieg in anderen Fächern auch leichter sein sollte, wenn die Beobachtung korrekt ist.

1
Geschrieben am
Knallcharge
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@mischka
@ObsidJan

Was ihr dabei vergesst, es war noch zu einer Zeit, da war man noch selbst für seine Noten verantwortlich und niemand drohte einem Lehrer direkt mit einer Klage, nur weil Söhnchen/Töchterchen keine 1 bekam, weil einfach nur schlecht in der Schule. Wir kannten damals keine Helikoptereltern oder sonstiges. Und mein damaliger Lehrer konnte auch Eltern davon überzeugen, dass sein System gerechter ist, als die Vorgaben. Man redete da noch miteinander und wenn Schüler Strunzdoof konnte man es auch den Eltern sagen.
Was auch noch dazu kam, es war kein Gymnasium... keine Oberstufe oder sonst irgendwas, nur eine einfache "Holzkopfschule" auf dem Land, in der es auch möglich war, einen Realschulabschluss zu bekommen, wenn man was dafür getan hat. Und dieses Jahr bei mir 40 Jahre her, dass ich die Schule verließ.

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Geschrieben am
mischka
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@Knallcharge: Ich habe so meine Zweifel, ob das gerechter ist.

In Klassenarbeiten und Klausuren kann man prüfen, ob jemand sich über längere Zeit tiefer an einem Thema abarbeiten kann, oder halt nicht. Mit mündlichen Beiträgen kann man das maximal bei einer Klassenstärke von 5 äquivalent testen. Insofern sind es völlig andere Kompetenzen die hier abgeprüft werden. Wenn ich z.B. totale Angst habe, mich offen zu äußern, aber im Kopf ein Sheldon Cooper bin und die Klassenarbeiten spielend leicht schaffe, dann habe ich keine 5 verdient.

Wenn ich ein guter Blender bin, der oberflächlich Ahnung hat, aber nichts berechnen kann, und damit immer gute Kommentare zum Unterricht beisteuern kann, habe ich auch keine 1 verdient.

Aber ja, schon zu meiner Zeit war es noch nicht Usus, das der Lehrer an den Noten schuld war. Andererseits hat dieser Haltung dazu geführt, dass Lehrer sich beinahe alles leisten konnten, was auch nicht gut ist. Einer Mischung wäre gut.

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Geschrieben am
Gast
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Und hier Pispers zu Schulen:
https://www.youtube.com/watch?v=bC1BHXJT4dI

Es ist schon älter und leider immer noch aktuell...

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Geschrieben am

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