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Klopfer (Profil) (Website)
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Es gibt eine Stellungnahme des Autors des zweiten Buchs.

Jetzt wäre natürlich interessant zu wissen, ob es stimmt, dass das Konzept nicht von Katapult alleine stammt, sondern in Zusammenarbeit mit Hoffmann und Campe erarbeitet wurde.

Empörender fand ich ja die säumige Zahlung des Honorars (und das Geschachere um die Prozente in den Verhandlungen bei einem Nachfolger), aber da wird nur der Verlag selbst Licht ins Dunkel bringen können.

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Geschrieben am
Christyan (Profil)
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Ich hatte es in Twitter schon gesehen und wir hatten schon kurz darüber diskutiert.
Der Verlag scheint ja wirklich nicht der nettesten zu sein, denn es gab ja mehr als einen Grund überhaupt zu wechseln.
Das mit dem Konzept des Buchen ist wirklich ein wichtiger Punkt, was die Kopie angeht. Wenn das mit dem Verlag zusammen erstellt wurde, dann hat er durchaus ein Recht, eine Fortsetzung zu machen. Es klingt im Originalbeitrag von Katapult ja nicht so.
Die andere Frage ist ja, ob vorhandene Karten aus alten Katapulten im neuen Buch einfach kopiert wurden. Das kann man jetzt auch nicht mal schnell prüfen, ohne das Buch zu haben und die entsprechenden Magazine.
Ich hab übrigens ein Abo von Katapult seit Anfang des Jahres und kann es empfehlen. Gerade die Karten und die kurz zusammengefassten Zahlen und Informationen sind oft sehr interessant.

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Geht ja zu wie im wilden Westen bei den Verlagen... aber es is jetzt natürlich schwierig zu sagen wer hier Recht hat, die Stellungnahme von Tin Fischer liest sich da ja schon wieder anders.

Ich finde auch, als großer Verlag seinen Autoren die Honorare auf den letzten Drücker zu zahlen ziemlich schuftig, weil die davon abhängen. Da spielt ein großer seine Macht gegen die kleinen aus, sollte sich dann aber nicht wundern, wenn die kleinen da keinen Bock drauf haben und sich wen suchen, der sie fairer behandelt. Was Gehaltsverhandlungen angeht, das regelt eben der Markt. Wenn ein Verlag ein besseres Angebot macht, ist man ja frei zu wechseln. Ich verstehe aber auch, dass da jedes Prozent entscheidet, bei den Umsätzen.
Bei aller berechtigter Kritik von Katapult, sich über die Namen der Beteiligten lustig zu machen, ist ziemlich kindisch und hinterlässt einen schalen Nachgeschmack.
Wer was kopiert hat, kann man nur entscheiden, wenn man beide Bücher nebeneinander hält. Letztlich wird immer mal auf Ideen anderer aufgebaut, man sieht etwas gutes und übernimmt was davon. Es gehört sich halt zu sagen, wo man es her hat, um die Vorarbeiten Wert zu schätzen. Man liest aber heraus, hier ist neben dem Geschäft auch auf der persönlichen Ebene viel Porzellan zerschlagen worden.
Naja, ich hol mir vielleicht die 100 Karten, sieht nach einem interessanten Buch aus.

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Geschrieben am
ObsidJan (Profil)
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Ohne hier für eine Seite Partei zu ergreifen und die genauen, internen Hintergründe zu kennen:
Die Stellungnahme von Fischer von Hoffmann & Campe liest sich ein bisschen halbherzig. Im Prinzip bestätigt er die Vorwürfe, leugnet nichts und es liest sich so, als würden sie es bei Hoffmann & Campe auch in Ordnung so finden bzw. als wäre es ihnen egal. Das klingt auf den ersten Blick dreist. "Ich kann ja verstehen, dass ihr sauer seid, aber …" heißt der Titel der Antwort. Aber was? Danach kommt nichts mehr Substanzielles oder auch nur Neues. Aber wir machen es halt trotzdem, weil wir es können?

Auf der anderen Seite ist es für Katapult denkbar ungünstig, dass sie zugeben müssen, auch selbst schon Zeug von Reddit und anderen Quellen kopiert zu haben. Auch wenn die jeweiligen Urheber ok damit waren, hat das einen Beigeschmack.

Meiner Meinung nach ist hier die (mir unbekannte) Rechtslage entscheidend und es wäre vielleicht gar nicht schlecht (auch für andere Verlage und Autoren), es hier auf einen Rechtsstreit ankommen zu lassen, um Klarheit zu schaffen. Wenn das Urheberrecht aufgrund der Zusammenarbeit nicht alleine oder vielleicht nur 50 % bei Katapult liegt und sie gegen eine dreiste Kopie vom eigenen Ex-Verlag nichts unternehmen können - nun gut, dann ist es eben so. Recht bedeutet nicht immer automatisch auch Gerechtigkeit. Im Musikbusiness ist es anscheinend auch üblich und erlaubt, dass ein Label eine CD veröffentlicht, nachdem die Band schon bei einem neuen Label unter Vertrag ist.

Ich hoffe jedenfalls, Katapult haben einen guten Anwalt.

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Geschrieben am
(Geändert am 28. Juni 2020 um 15:02 Uhr)
Klopfer (Profil)
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Ich wüsste jetzt auf Anhieb nicht, worauf Katapult da Urheberrecht beanspruchen sollte. Dem Konzept alleine fehlt mMn die Schöpfungshöhe; Infografiken in dieser Art gibt es schon lange. Prinzipiell sind grobe Ideen nur schwer schützbar. (Niemand kann z.B. die reine Idee "Ich gebe dumme Antworten auf Aufklärungsfragen" urheberrechtlich für sich beanspruchen.)
Inhaltlich wäre sicher auch schwer, eine Schöpfungshöhe nachzuweisen, wenn man eine Karten und Zahlen und Fakten präsentiert, man hat schließlich auf Zahlen kein Urheberrecht, ebenso wenig auf die Form Afrikas oder Deutschlands oder so. Wenn Hoca die genaue Zusammenstellung eines Katapult-Buches kopiert hätte, dann sähe das auch wieder etwas anders aus, aber Katapult sagt ja selbst, dass die Sachen, die sie in dem anderen Buch wiederfinden, über allerlei Katapult-Ausgaben verteilt waren.

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Geschrieben am
(Geändert am 29. Juni 2020 um 2:30 Uhr)

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