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Hier ist der letzte Teil der Reihe über die Urheberrechtsdebatte.
Teil 1 - Teil 2 - Teil 3

Wie kann man nichtkommerzielles Kopieren fair erlauben?

Die Freigabe von Kopien für nichtkommerzielle Zwecke ist für viele eine zentrale Forderung bei der Neuordnung des Urheberrechts. Allerdings stellt sich hier die Frage, wo man eigentlich die Grenze setzen sollte. Ist ein Blog nichtkommerziell, wenn der Betreiber Werbebanner eingeblendet hat oder beim Amazon-Partnerprogramm mitmacht? Was ist, wenn nicht der Betreiber des Blogs selbst, aber der Anbieter der Blogplattform durch die Werbebanner etwas verdient? Was passiert, wenn ein nichtkommerzieller Blogbetreiber nach einiger Zeit so erfolgreich ist, dass er anfängt, mit seinem Blog Geld zu verdienen? Kann man davon ausgehen, dass er dann all die bisherigen Blogeinträge löschen wird, die nicht von ihm stammen?

Autoren, Zeichner und Fotografen haben naturgemäß ein Problem, welches bei Musikern und Filmschaffenden weniger auftritt: Beim Kopieren verschwindet gerne mal die Urheberangabe. Ich habe bisher in der ganzen Debatte noch niemanden gesehen, der das in Ordnung findet. Aber müssen wir als Urheber unbedingt damit zufrieden sein, dass der Übeltäter, der dabei erwischt wurde, einfach die Quellenangabe hinzufügt und sonst so weitermacht wie bisher?

Viele Urheber veröffentlichen den Großteil ihres Schaffens schon jetzt gratis im Netz. Dahinter steht natürlich die Hoffnung, dass einem Teil der Besucher die Inhalte so gut gefallen, dass sie den Schöpfer irgendwie unterstützen, ob sie nun im Webshop bestellen, seine Bücher kaufen oder die Werbebanner anklicken. Für die Urheber ist es daher natürlich wichtig, dass die Seite eine gewisse Exklusivität behält. Würde das nichtkommerzielle Kopieren bedingungslos legalisiert, könnte sich jemand eine Seite aufbauen, auf der er jeden Tag nach und nach alle Inhalte von Nichtlustig, Lawblog, Fernsehkritik.tv, Klopfers Web usw. veröffentlicht. Quasi EBaumsWorld, aber unkommerziell – fürs Erste. Für die Leute, die diese Inhalte mögen, gibt es dann kaum noch eine Motivation, auf die ursprünglichen Seiten der Urheber zu gehen. Schon jetzt ist es ja so, dass die Leute seltener auf den Link zur Quelle eines längeren Textes klicken, wenn sie ihn schon komplett gelesen haben, als wenn sie diesen Text nur im Anriss oder in Form von Zitaten gelesen hätten und auf die Seite des Autors gehen müssten, um ihn komplett lesen zu können. Für die Urheber, die schon versuchen, ohne irgendwelche Verwerter zwischen ihnen und dem Publikum zu arbeiten, ist eine komplette Freigabe privater Kopien eine zusätzliche Erschwernis ihrer Lage.

Allerdings sehe auch ich, dass gewisse Nutzungen von urheberrechtlich geschütztem Material zumindest im nichtkommerziellen Bereich problemlos möglich sein sollten. Wenn jemand meine Texte als Grundlage nimmt, um selbst kreativ zu werden, finde ich das großartig. Dazu zählt aber nicht, sich dabei zu filmen, wie man auf dem Bett sitzt und meine LmD-Antworten vorliest. Auch Parodien sollten wie in den Vereinigten Staaten ohne Probleme erlaubt sein. Derartige Fair-Use-Regeln fehlen momentan im deutschen Urheberrecht oder sind nicht klar genug formuliert.

Es geht um Freiheit

„Freiheit“ ist das Wort, welches in dieser Debatte häufig genannt wird. Der Informationsfluss soll frei sein, und viele meinen, „frei“ bedeute „kostenlos“, obwohl das gar nicht der Kern der Sache ist. Wenn zwischen einem Menschen und einem Kunstwerk nur ein paar Euro stehen, dann ist das keine Unfreiheit, so wie ich nicht unfrei bin, was den Verzehr von Fleisch angeht, bloß weil ich für eine Rostbratwurst im Brötchen über einen Euro zahlen muss.

Wie steht es aber um die Freiheit der Künstler? Sie sollten schließlich die Freiheit haben, selbst zu entscheiden, in welcher Form und unter welchen Bedingungen sie ihre Werke veröffentlichen. Bekannte Vorschläge für die Reform des Urheberrechts nehmen ihnen diese Freiheit, die eigentlich der Kernpunkt des Urheberrechts überhaupt ist. Ich veröffentliche die meisten meiner Texte im Internet. Jeder kann sie lesen, der auf meine Website geht. Manche Texte veröffentliche ich nur in meinen Büchern, als Dankeschön für diejenigen, die mich durch den Kauf finanziell unterstützen. Ich denke, es ist mir und den ehrlichen Käufern gegenüber fair, wenn diese Texte nicht einfach ohne mein Einverständnis überall erscheinen. Wer Urheber wirklich unterstützen will, sollte das nachvollziehen können.

Gedanken zum Schluss

Was bleibt also von der Debatte um das Urheberrecht? Nichts Konkretes jedenfalls. Schon die Kritik am Urheberrecht selbst ist meistens eher wischiwaschi, kaum jemand benennt mal einen konkreten Paragraphen und sagt, was daran so furchtbar ist und wie man ihn genau ändern sollte. Eine Ausnahme sind die Schutzfristen, die ein Urheberrecht bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers sicherstellen, aber das sind eher Scheingefechte, denn die Leute, die heutzutage wegen Filesharing abgemahnt werden, werden das selten, weil sie Platten von Heinz Erhardt oder Hans Albers hochgeladen haben. In Foren stelle ich meistens eine erschreckende Ahnungslosigkeit fest, was das Urheberrecht überhaupt besagt, schützt, verbietet und erlaubt. Auf dieser Basis ist eine Diskussion über das Urheberrecht natürlich totaler Quatsch, das ist so, als würde man mit einem Blinden über Farben streiten. Der Satz „Die Rechte der Urheber sollen gestärkt werden“ ist genau wie „Natürlich sollen Urheber Geld mit ihren Werken verdienen“ ein reines Lippenbekenntnis, wenn kein konkreter Vorschlag erfolgt, wie das durch ein reformiertes Urheberrecht sichergestellt werden soll. Wer in der Politik für Urheber wählbar sein will, muss sich dessen bewusst sein und darf sich nicht auf diesen Lippenbekenntnissen ausruhen, nur um klagen zu können, dass die eigenen Ziele in den Medien falsch dargestellt worden wären.

Die vorherigen Teile: Teil 1 - Teil 2 - Teil 3

Mehr zu lesen:

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Was haben wir letzte Woche gelernt? - Teil 52 (Kalenderwoche 34)

Veröffentlicht am 31. August 2014 um 1:40 Uhr in der Kategorie "Meine Sicht der Welt"
Dieser Eintrag wurde bisher 22 Mal kommentiert.
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Wie kann man Klopfers Web unterstützen?

Text veröffentlicht im November 2017
Klopfer erzählt, wie man helfen kann, Klopfers Web zu erhalten und besser zu machen - sowohl ohne als auch mit Geldeinsatz. [mehr]

Chayenne
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Yay, wenigstens ein schöner und interessanter Abschluss der Vorlesung, danke Klopfer :-D
Um nicht die von dir erwähnte Ahnungslosigkeit auch hier grassieren zu lassen, halte ich mich thematisch zurück. Aber danke für den Überblick aus der Sicht eines Kunstschaffenden!

Geschrieben am
Narfu
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Es geht ja nicht unbedingt nur um Gesetze die geändert werden sollten (da sehe ich die zu abmahnungen, wenn massenabmahnungen mit horrenden kosten möglich sind frage ich mich wo da die verhältnismäßigkeit ist), es geht zum Beispiel um die de-facto Beweislastumkehr vor Gericht. Wenn es als erwiesen gilt daß jemand eine Uhrheberrechtsverletzung begangen hat weil er angezeigt wurde unter angabe einer IP, eines Datums und eines Hashwerts, wie soll man sich da wehren? IP, Datum und Hashwert einer geschützten Datei kann nun fast jeder zusammenwerfen.

Geschrieben am
Narfu
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Ach ja, guter Text. Wollte nur die nicht-nebulösen Beispiele mal anbringen ;-)

Geschrieben am
akari
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Vielen Dank für die wirklich auskunfts- und lehrreiche Zusammenfassung der Debatte.
Danke, dass du die vielen Probleme mit eigenen und verständlichen Beispielen erkärt hast.

Schönen Gruß aus Mannheim

Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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@Narfu: Das hat aber nichts mit dem Urheberrecht an sich zu tun. fragehasi.gif Nimm mal an, dass dir jemand unter Angabe von IP, Datum und Hashwert vorwirft, Kinderpornografie konsumiert zu haben. Da wirst du ja auch nicht die entsprechenden Paragraphen zur Kinderpornografie im Strafgesetzbuch anprangern, sondern die Gerichte.

Und es gibt in jüngster Zeit durchaus Urteile, bei denen zum Beispiel die grundsätzliche Haftung des Anschlussinhabers in Zweifel gezogen wird.

Geschrieben am
Praeriebaer
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Ich hab nun auch alle Einträge dazu gelesen, trotzdem halte ich Flatrates für ne gute Idee.

Ne Flatrate muss ja nicht alles der Welt anbieten, dann würd man sich in einem Monat alles runterladen und müsste dann erst wieder bezahlen, wenns was neues gibt. Ebenso kann ne Flatrate auch begrenzt in der Menge sein.

Wenn in freiwilligen Flatrateprogrammen ein Großteil der Bürger monatlich 40€-60€ zahlt um sich viele Filme, Musik,E-Books oder Hörspiele genießen zu können und sogar Kinobesuche inclusive sind-dann würde doch die Musik und Filmindustrie endlich mal wieder attraktiv.

Die Kinos währen voller, die Konzerte auch. Leute würden ständig neue Mucke hören aufm Weg zur Arbeit. Wenn das ganze optimalerweise über Streams abläuft, wüsste man dann auch, welcher Urheber welche Anteile bekommt.

Der Punkt ist, dass ich dann 1000 Filme genießen kann, statt einen. Ich muss nicht sparen und die Firmen haben in etwa immernoch die selben Einnahmen.

Das Angebot von yt und myvideo reicht mir eigtl, aber für ne bessere Auflösung wäre ich sicherlich auch bereit zu zahlen.Mehr als nen fuffi im Durchschnitt pro Monat und Bundesbürger nehmen die sowieso nicht ein. Bei Telefonflatrates wurde dies längst von den Anbietern verstanden.

Geschrieben am
bonus
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@ Praeriebaer:
aber was machen wir dann mit den ganzen hartzIV empfängern und so?? kriegen die diese flatrate dann vom staat? so wie die GEZ beühren-befreiung??
angsthasi.gif
wer ja mies wenn die dann gar nix mehr sehen können.. oder hab ich deine idee nicht kapiert?

Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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@Präriebär: Ich glaube, du meinst etwas anderes als das, was mit einer Kulturflatrate gemeint ist. Bei einer Kulturflatrate ist die Idee, dass die Bürger was zahlen, und dann dürften sie sich alles im Internet beschaffen, egal wo.

Etwas anderes ist es hingegen, wenn kommerzielle Plattformen aufgebaut werden, mit denen die Urheber (oder ihre Verwerter) Verträge schließen, deren Werke dort verfügbar sind und dann an diese Urheber ein Teil der Einnahmen ausgeschüttet wird. Ob der Plattformbetreiber ein Flatratemodell für die Endkunden anbieten kann oder nicht, ist ja dann seine Entscheidung. Derartige Sachen gibt/gab es aber auch schon.

Geschrieben am
Hewalump
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Schöne Zusammenfassung der Problematik, die auch kritisch beide Seiten beleuchtet.

Hast du denn aber einen eigenen Vorschlag oder zumindest einen Ansatz, von dem aus sich die Probleme lösen lassen?
Zur Zeit sind Urheberrechtsverstöße ja regelrechter Volkssport. Ich kenne niemanden mit Internetanschluss, der das noch nicht getan hat.

Aber was unternimmt man dagegen, wenn man mal Abkommen alâ ACTA und seine kleinen Freunde außen vor lassen will.

Geschrieben am
Praeriebaer
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@Klopfer: Ja stimmt, ich meine was anderes. Aber vor etwa 3 Wochen wussten die Piraten selbst noch nicht so genau, was sie meinen und bis zu solchen endgültigen Entscheidungen ist es noch ein laaanger Weg, also hätte meine Idee incl. Kinoboom vllt. durchaus Chancen.

@bonusbiggrin.gifer ganze Werbefinanzierte Kram im Fernsehen kann ja bestehen bleiben, ich wäre aber auch für ein paar abgetrennte Fingerkuppen bei den öffentlich-rechtlichten. Die ganzen Spartenkanäle vom ZDF sind ja wirklich gut aufgestellt!!! aber die ganzen Lügen über Atomkraftwerke und die Volksmusiksendungen kann doch keiner mehr ertragen!

RTL2 ist mit seinen Animesendungen mittlerweile Deutschlands seriösester Sender am Nachmittag

Geschrieben am
Michael
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@Klopfer:
An den genannten Plattformen bin ich ehrlich interessiert. Ich kenn bisher noch keine?!..

Eine Kulturflatrate halte ich für schwer umsetzbar. Ich kann es jetzt schon überhaupt gar nicht verstehen, dass ich als Nicht-Öffentlich-Rechtliches-Fernsehen-Schauer (nicht mal im Internet) GEZ zahlen muss und damit den Scheiß, den ARD, ZDF und die Dritten (Ausnahme: arte, Phoenix) verzapfen, mitbezahlen muss...wieso sollte also "jeder" Deutsche eine Kulturflatrate bezahlen...

Die einzige Lösung abseits der dringend notwendigen Reform der Gesetze (Abmahnunwesen) sehe ich in der Schaffung von einer attraktiven Plattform auf der ich Zugriff auf ein großes Medienarchiv habe.
Staffelung der Filmpreise von mir aus nach "Attraktivitität" oder wie in der Videothek nach "neu" und "alt".
Gleiches für Serien. Jedoch in einem anderen Preisverhältnis.
Audiodateien im mp3-Format (ohne Kopierschutz oder Wasserzeichen). Staffelung ggf. auch nach alt/neu beliebt/unbekannt o.ä. Wer audiophil ist und auf .flac oder .wav - Dateien steht, zahlt, wenn es mehr Aufwand sein sollte (kein Plan!?) ggf. noch ein paar Cent drauf.

Dann könnte man sich optional noch überlegen, auch noch ebooks oder Hörbücher anzubieten. Oder von mir aus auch ePapers von Zeitschriften.

Das ganze dann entweder als "Flatrate" (ggf. mit Volumenbegrenzung) + "Extras" (z. B. Zuschlag für "neuen" Film"wink.gif. Oder Abrechnung als Einzelstream.

Wer das ganze auf der Platte haben möchte und dauerhaft darüber verfügen möchte, zahlt drauf.

Geschrieben am
Askat
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@Klopfer
Also meine Idee zu einer "Kulturflatrate" wäre:
(Und ich weiß, dass hier tausende Arbeitsplätze flöten gehen würden)
(Um es einfach zu halten, da es auch mit jedem Medium komplizierter wird, bleibe ich beim Beispiel der Musik)

Wenn der Staat die Verbreitung der Musik von absolut jedem Musiker übernehmen würde, und weil staatlich auch mit einem +/-0-Modell für den Vertreiber, könnte er einen Server und einen Bestellshop bereitstellen, wo man sich die Musik direkt runterladen kann.
(hier könnens mp3, FLAC oder völlig unkomprimierte Dateien sein, die sich im Preis kaum unterscheiden, da der technische Mehraufwand marginal ist, im Vergleich zum Verkaufspreis, den ich persönlich auf 0,20€/Lied setzen würde. Also im Endeffekt ~21 cent für ne mp3, 22 für ne FLAC und 23 für ne unkomprimierte Musikdatei.

Hierfür könnte man es wie bei dem Beispiel "Blue" halten. Man zahlt für jedes runtergeladenen Lied, wird aber bei ca. 40€ begrenzt. Mehr zahlt man als Einzelperson nicht. Nun wollen ja viele CDs/DVDs oder ähnliches haben. Diese kann man sich jetzt im Shop bestellen und muss dafür die Material-, Arbeits- und Versandkosten aufbringen, zusätzlich zur bereits gezahlten "Flat".

Ich würde außerdem eine Mindestzahlung pro Monat einführen, die ca. 10€ beträgt und erst aussetzt, wenn man 1 Monat nichts gezahlt hat.

Hierbei würde ich allerdings das Gesamtvolumen des Accounts berücksichtigen, da man ja sonst 1 Monat das komplette Archiv saugen und anschließend nichts mehr zahlen müsste.
Wenn nun jemand 2000 Lieder runtergeladen hat, hat er einen Gegenwert von ~440€ geladen. Diese könnten in einem langfristigen Monatsabo enden, das vllt auf 20€ gecapt ist. Wer einen gewissen "Schuld"-Betrag, von sagen wir 500€, überschreitet, kann ja auf die maximalen 40€/Monat hochgesetzt werden.

Mit einem System dieser Art, könnte man jedem Menschen einen günstigen Zugriff auf sein gewünschtes Lied/Medium ermöglichen und dabei den Musikern wirklich sehr viel Geld zukommen lassen.
(Ich würde die Preise auch anpassen, bzw. gewisse Steuern auf die Lieder erheben, wenn sie über ein Minimum an Verkäufen/Monat kommen)

Das System ist sicherlich nicht perfekt, aber es ist ein Gedankenansatz, der schon längst hätte stattfinden können. Leider gibt es Menschen, die etwas gegen Staats"kontrolle" dieser Form haben (Ich bin gegen den gläsernen Menschen, halte dies aber für nicht besonders schlimm, wenn die wissen, was für Musik man hört) und der Staat freut sich ja scheinbar über alles, was er privatisieren kann. Damit wird es eine Utopie bleiben, solange kein privater Verleger auf die Idee kommt.

Geschrieben am
Askat
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"Ich würde außerdem eine Mindestzahlung pro Monat einführen, die ca. 10€ beträgt und erst aussetzt, wenn man 1 Monat nichts gezahlt hat."

Hier hab ich mich verschrieben... gezahlt = geladen!

Also wenn man das Angebot, nach Einführung, kaum bis gar nicht genutzt hat, wird man von den Zahlungen freigestellt.

Geschrieben am
UPDATE!!
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Geschrieben am
Reami
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UPDATE!
wtf?

Geschrieben am
Kitschautorin (Website)
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Ich schließe mich Reami an. Ansonsten: Sehr guter Artikel.

Geschrieben am
zuppi
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@Askat: Ich habe mehrere Einwände gegen Deine Idee:

1. Staatliche Kontrolle ist in dem Fall durchaus ein Problem. Eine Übersicht, was für Musik, Filme und Bücher Du bevorzugst, kann durchaus viel über Dich aussagen und ob das so angenehm wird? "Sie hören überwiegend Punkrock, haben viel antikapitalistische Literatur gelesen und wohnen in der Nähe der Castor-Route/des G8-Gipfels/eines Stuttgarter Bahnhofs und deswegen würden wir gerne mal ein intensiveres Gespräch mit Ihnen führen..."

Dass das gar nicht so undenkbar ist, zeigen die illegalen Massenauswertungen von Mobilfunkdaten in (u. a.) Berlin, Hamburg und Dresden.


2. Ein für mich aber nicht weniger bedeutendes Problem wäre, dass der Staat so auch Kontrolle darüber hätte, was veröffentlicht wird. Das gab in der Vergangenheit schon genug Probleme (und damit meine ich nicht mal exklusiv die NS-Zeit) und das muss ich nicht noch mal haben.


3. Da der Staat aus Gründen der Gleichberechtigung nicht einfach auswählen darf, welche Musik erfolgversprechend ist und welche nicht, könnte er nicht wie private Verleger einfach so Werke ablehnen, sondern müsste allen möglichen Schund annehmen.


4. Deswegen und aus bittersüßer Erinnerung an die übliche ökonomische Effizienz von staatseigenen Betrieben bezweifle ich auch, dass so ein staatlicher Kulturdienst billiger arbeiten könnte, als private Verleger, selbst ohne jegliche Gewinnabsicht.


5. Wie willst Du so einen Dienst überhaupt durchsetzen? Soll es dann verboten sein, etwas privat zu verlegen? Wie soll das gehen in Zeiten des Internets? Ganz abgesehen davon, dass das einer Enteignung der Urheber gleichkäme.


6. Ich weiß nicht, ob Du Klopfers vier Artikel gelesen hast, aber er schreibt doch selbst davon, dass private Verleger nicht wenig Geld vorschießen, damit so ein Werk überhaupt Realität werden kann. Musik gut produzieren ist nicht billig, und von Filmen wollen wir gar nicht erst reden.

Wie soll das bei Deinem Modell funktionieren? Soll der Staat jedem Dussel Geld für sowas geben müssen?

Geschrieben am
AT
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Die Lösung kann nur eine staatliche Behörde sein, die eine Art "GEZ-Beitrag" einzieht. Ganz automatisch wie Steuern. Alles was auf Freiwilligkeit beruht, funktioniert nicht.
Alle Werke, Musik, Filme, Bücher aber eben auch Texte (Blogs) und Videos müssten bewertet werden, so dass die Urheber etwas aus dem Topf bekommen.
Mit vernünftigen Regelungen und Ablauffristen versehen natürlich.
Blogs u.ä. und YT-Videos haben z.B. eine sehr kurze Verfallszeit. Musik schon etwas mehr. Filme, Bücher und nicht zu vergessen PC/Videospiele halten am längsten (und bringen am meisten ein).

Aber leider wird das nicht passieren.
Denn dieser Staat kann keine vernünftig organisierte Behörde mit vernünftigen Regelungen und Kompetenzen schaffen. Da würde höchstens ein bürokratisches Monster in Leben gerufen werden, das genau wie TÜV, Berufsgenossenschaft, IHK, GEMA (und diverse Andere) nur immer mehr Macht haben wollen und immer obskurere Vorschriften erlassen um immer mehr Geld zu scheffeln.

Und letztendlich will ja auch niemand eine vernünftige Regelung des Urheberrechts.
Der Staat (Geheimdienste) will das Internet kontrollieren, um so Systemkritik zu unterbinden. Die Zwischenhändler wollen das Internet kontrollieren, um noch mehr Geld zu scheffeln (davon träumen sie jedenfalls).
Und die Verwertungsgesellschaften wollen das Internet ebenfalls kontrollieren, da sie noch nicht genug Macht haben und irgendwo zwischen Verbraucher und Zwischenhändler noch etwas Geld abstauben möchten.
Sie werden irgendeine Kontrollmöglichkeit erfinden, ob sie fiunktioniert... wage ich zu bezweifeln.

Geschrieben am
Scipio
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Mir fehlen so ein bisschen die Lösungsvorschläge bei der Sache...

Was mich an der derzeitigen Lage stört sind einfach die völlig überzogenen Strafen/Abmahnungen in der derzeitigen Lage. Die Urheberrechtsgesetze sind größtenteils aus Zeiten, in denen das Internet nur ein feuchter Traum war. Ich denke mal, das ist das eigentliche Problem. Das müsste alles mal von Grund auf überarbeitet und präzisiert werden.

Es sollte auch weiter möglich sein, sein geistiges Eigentum zu schützen, was mir wichtig wäre, dass die die illegal mit dem Geist anderer Geld verdienen richtig bestraft werden. Ich denke mal, das sind diejenigen auf die man sich konzentrieren sollte und nicht auf kleine Fische.

Geschrieben am
Heuschrecke
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Ich will jederzeit und überall kostenlos Zugriff auf alle Medien haben! Wer Geld haben will, soll arbeiten gehen!

Geschrieben am
Heuschrecke
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@AT: Ich stimme dir vollkommen zu.

@Klopfer: Man merkt das du aus der DDR kommst, mehr Kontrolle für den Staat, weniger Freiheit für den Bürger!

Geschrieben am
Askat
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@zuppi: Du hast mit vielem recht... werd ich mir mal durch den Kopf gehen lassen, aber generell sind viele Punkte deswegen nicht unmöglich. Beispielsweise können die Künstler freiwillig an private Verleger Rechte abtreten, um einen "Kredit" bzw Starthilfe bei der Produktion zu bekommen. Also könnten sie im Vorfeld sagen: Ich trete für 1 Jahr oder bis Summe X abgezahlt wurde, 50% der Einnahmen an Verleger Y ab.

Das der Staat, moment nehmen wirs korrekt, die Behörde(der Staat sind ja wir) das auf die Art auswertet, wie du es befürchtest, wäre leider möglich und auch nicht unwahrscheinlich. Wobei dafür natürlich Kontrollinstanzen notwendig wären... Welcher Art... keine Ahnung, aber überlass die Daten nem privaten Anbieter und die Behörde kann sie sich einfach kaufen, bzw. den Anbieter per Gesetz zur Ausgabe zwingen. Wo wäre also der Unterschied?

Klar habe ich die Artikel gelesen, aber den Punkt habe ich ja mit "Punkt 1" ein wenig behandelt.

Und natürlich muss die Behörde dann ALLES hosten, sobald es eine entsprechende Aufnahme gibt, von der jemand erwartet, dass sie gehört wird. Hierbei könnte man ja eine Grenze setzen, dass es 500 Leute unterschreiben, dass sie sich dieses Produkt kaufen wollen. Weiterhin kann man ja trotzdem privat Musik machen und verkaufen, nur wären wahrscheinlich die Produktionskosten für einen selbst höher, also der Gewinn niedriger.

@Heuschrecke: deine Kommentare sind ziemlich unsinnig... wozu verwendest du die Energie?

@Scipio: http://www.computerbase.de/news/2012-04/schutz-im-internet-abmahnungen-sollen-gedeckelt-werden/ Auch wenn ich die FDP echt scheiße finde, hat die Frau hier eine vernünftige Idee, die hoffentlich umgesetzt wird.

Außerdem wurden gerade die ersten Kino.to-Urteile gefällt. Die bisher verurteilten haben alle weit über 3, teilweise 4 Jahre bekommen, was wesentlich mehr ist, als man für die Vergewaltigung eines Kindes bekommt.
Nun will ich nicht sagen, dass die Strafen für die Kino-Betreiber zu hoch seien, sondern die für die Vergewaltiger zu niedrig, aber ich denke hier wurde das Strafmaß ausreichend genutzt. Es passiert also was gegen die, die damit Geld verdienen.

Geschrieben am
Praeriebaer
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Erstabmahnungen will die FDP deckeln. Heißt, dass alle Nachfolgenden freie Fahrt haben. Da eine Abmahnung üblicherweise erst Monate nach der Untat reinflattert, habe ich bis dahin auch schon ne Menge anderes gesaugt. Und daher keine Möglichkeit rechtzeitig aus dem Fehler zu lernen!

Und natürlich sollten Sexualstraftaten viel höher ausfallen. Ca. 7 Jahre.

Aber die bei kino.to sollten hingegen weniger bestraft werden als n Banküberfall. Sie haben niemanden gefährdet und kurzfristig Gutes für die Allgemeinheit getan. Das ist nix weiter als ein Schauprozess zur Abschreckung gewesen.

Geschrieben am
eNZet
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Erstmal:
Super Text, jetzt weiß ich weit mehr als noch vor 3 Tagen, danke Klopfer smile.gif
Dann kann ich jetzt auch endlich mal das Geschwafel verstehen bzw. mitreden, wenn irgendwelche Leute in meinem Umfeld damit anfangen biggrin.gif

@Michael:
Eine der angesprochenen Plattformen(in dem Falle Musik) wäre Spotify.
Du kannst mehrere Millionen Musiktitel kostenlos anhören. Die Musik wird gestreamt und nicht auf deinem PC zwischengespeichert.
Alle 3-4 Titel kommen dann 1-2 kurze Werbespots und (natürlich) kannst du die einen Premiumzugang für 10€ monatl. kaufen, mit dem du dann bessere Qualität und die Möglichkeit, die Musik auch auf deinem Smartphone zu hören hast.
Das Programm ist seit ca. 4 Wochen in Deutschland verfügbar und nach den Erfahrungen, die ich bisher damit gemacht habe ist es sehr zu empfehlen.

Geschrieben am
Praeriebaer
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Alles was irgendwie über meinen PC läuft, kann ich auch speichern insbesondere Audiodateien. Deswegen halte ich auch Internetradios für höchst fragwürdig. Wenn man die erlaubt, darf man Tauschbörsen nicht verbieten.

Daher wäre ich wie gesagt für Modelle, die auch Dienste beinhalten dies im Internet nicht gibt, wie Kino oder vllt. Konzertbesuche von unbekannteren Bands, die die Halle auf regulären Weg nicht voll kriegen.

Geschrieben am
Askat
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@eNZet: ALLES was du aus dem Internet beziehst, ist auf deinem Rechner. Jedes Bild das du dir anguckst, jedes Video das du siehst, jede Seite, die du besuchst.

Seiten werden nur eben als Code direkt vom Browser interpretiert, Audiodateien in entsprechenden Formaten im Temp-Ordner abgelegt, genau wie Videodateien. Oftmals sogar 1 zu 1, so dass man die gewünschte Datei einfach aus dem Temp-Ordner kopieren kann.

Streaming ist eine Farce... Da hat Praeriebaer wirklich recht. (dennoch aktuell wieder eine rechtliche Grauzone, weswegen ich niemandem vorwerfe sie zu benutzen)

@praeriebaer: Nunja... "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" - Es ist also eigentlich eher eine Anpassung und ich denke die Gerichte würden in dem Fall auch automatisch wesentlich geringere Strafen verhängen. Außerdem muss die Anwaltskanzlei ja irgendwie an die Daten kommen... dazu müssten sie die Datei ja selbst anbieten?! Hab das noch nie so ganz verstanden, wie das funktioniert, wenn das nicht über die Polizei/Staatsanwaltschaft läuft oder kaufen die Anwälte einfach nur die Rechte daran, die Leute zu verklagen?

Geschrieben am
narfu
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@antwort 5
Nein, mit kipo hat das nichts zu tun. Sofern man dem Heise Verlag vertrauen mag (ich tue es zumindest mehr als der Tagesschau ;-) geschieht genau das aber bei filesharern. In meiner Jugend (da hab ich nicht besser gewusst würd ich mal sagen ^^) hatte ich mal eine Abmahnung am Hals die zum Glück vorüberging... Fies waren hier die Kosten und das es sich um eine Datei handelte die ich gleich wieder gelöscht habe. Weil der Porno so unterirdisch schlecht war.
Abmahnungen wegen uhrheberrechtsverletzungen schön und gut, wenn das aber zum Geschäftsmodell wird und man keine brauchbaren Inhalte mehr produziert ist der Mechanismus pervertiert!

So, und jetzt lese ich die Hunderttausend neuen Posts weiter unten!

Geschrieben am
Christian
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Ist das Zufall, dass du beim Thema Schutzfristen ausgerechnet Heinz Erhard als Beispiel erwähnt hast?

http://www.medienrecht-urheberrecht.de/abmahnung-bild-oder-text/270-abmahnung-lappan-verlag-zitat-heinz-erhardt

Geschrieben am
Praeriebaer
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@Askatbiggrin.gifie Abmahnanwälte filtern bzw. lassen, natürlich vollkommen illegal, Tauschbörsendatenströme filtern.

Die Illegalität ist ihnen sehr leicht nachzuweisen, weils keinen legalen Weg gibt um beispielsweise an die IP-Adressen von Kazaanutzern oder Azureus Vuze dran zu kommen, um sie bei Verstößen zu verklagen.

Wenn da mal einer mit Kohle ein echtes Fass vor Gericht aufmacht, können die ihr Geschäftsmodell einstampfen, deshalb geben sie sich nach reichlich anwaltlichem Briefverkehr fast immer mit 100€ zufrieden und lassens garnicht erst zum Prozess kommen.

Geschrieben am
magmag
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Naja, ich finde dass es einen Unterschied zwischen nicht kommerzieller Nutzung und nicht kommerzieller Verbreitung. Das erste ist für mich, dass man zum Beispiel für sich selbst eine CD zusammen stellt damit man sie im Auto hören kann, das andere ist, dass man eine Text kopiert und auf seinem Blog veröffentlicht. Letzteres finde ich verwerflich. Wenn man echt so begeistert von diesem Text ist, kann man ja einen Link auf die Orginalquelle erstellen.

@Askat: Die Datenmenge wäre dann schier unbeschreiblich. Ein Kumpel von mir hat nur ein sehr kleines Label mit im Moment 5 Bands und hat in den ersten 3 Monaten von über 40 Bands Anfragen bekommen. Außerdem sind die meisten Aufnahmen unter aller Sau und kaum anhörbar. Soll der Staat denen eine bessere Aufnahme zahlen? Sollte man jede Band in die Datenbank aufnehmen Oder eine Vorauswahl treffen? Wenn ja, nach welchen Kriterien? Zu dem Kredit, was ist mit Teeniebands? Sollen sich Teenager wegen eine fixen Idee wirklich verschulden? Die meisten solcher Bands halten eh nicht lange. Wer bekommt das Geld Künstler oder Rechteinhaber?

Geschrieben am
Askat
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@magmag: scheinbar hast du nicht ganz gründlich gelesen. So gut wie alle Fragen wurden bereits beantwortet (daher bitte nochmal lesen) und das mit den Teeniebands... Die sind sowieso nur mit Einverständnis ihrer Eltern überhaupt berechtigt einen Vertrag zu unterzeichnen, weswegen es da absolut keine Probleme gibt. Stichsatz: "Eltern haften für ihre Kinder!" (Bürgen und so xD)
(Ja, ab 16 kann man manche Verträge auch eigenständig unterschreiben, aber das ist garantiert bei keinen Kreditverträgen der Fall. Außerdem wird der Firma ausschließlich etwas von den verkauften Platten abgegeben. Es ist also kein "gewöhnlicher" Kredit. So wie heute eine Plattenfirma einen Künstler unter Vertrag nimmt und wenn der keine Platten verkauft, können die ihn auch nicht verklagen, dass er ihnen Summe X zurückzahlen muss. Sie verdienen halt nur, wenn die Musik der Teenieband auch gekauft wird, ansonsten haben sie ein Verlustgeschäft gemacht. So dämmt man automatisch die Flut an Bands und hierbei hatte ich für private Bands zusätzlich die 500 Unterschriften (oder mehr oder weniger) vorgeschlagen.)

Was die Datenbank angeht... Du hast scheinbar keine Vorstellung davon, wie groß die Filesharerdatenbanken sind und davon gibt es seeeehr viele. Das ganze jetzt ausschließlich mit Musik zu machen, wäre absolut kein Thema.
Außerdem würde beim Kauf eines Liedes der Speicherplatz, so wie der Traffic bezahlt, also wo ist das Problem?

Geschrieben am
Markus, CH
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@AT
Du hast Recht. Alles, was auf Freiwilligkeit beruht, funktioniert nicht.

Der ursprüngliche Gedanke des www war ja, ein Dokument an einem Ort zu speichern und dann darauf zu verlinken und die Links zu beschreiben.
All diese Blogger und die "Ich-bin-jetzt-auch-im-Netz-Seiten-Betreiber", die sich irgendwie interessant machen wollen, sind von diesem Konzept weg gekommen und klauen zusammen, was sie finden können. Die meisten Bilder auf webfail.at (jeweils alle ohne Quellenangabe) kenne ich zum Beispiel schon seit Jahren von anderen Seiten.

Das Urheberrecht sollte Links legalisieren und Kopien eben nicht. Aber gerade in Deutschland wird man abgemahnt, wenn man auf eine falsche Seite verlinkt (siehe Stefan Münz und die Explorer-Problematik). Das ist lächerlich und hilft niemandem weiter.

Was im Netz ist, darf ich erwähnen (verlinken), aber nicht kopieren.
Zusätzlich muss eine Verwendung mit Erlaubnis möglich sein. Diese Erlaubnis muss schon da sein, wenn ich fremdes Eigentum im Netz präsentieren will.

Eigentlich wäre eine vernünftige Rechtsauffassung als Grundlage für ein Urheberrecht ja schon da - es kümmert nur niemanden.

Geschrieben am
Ketzu
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Die Filesharer"datenbanken" laufen fast alle als Peer-to-Peer, dh jeder Nutzer hat seinen eigenen kleinen Teil oder als Linksammlung, dh zentral gibt es nur Verweise auf die Quellen, die wieder auf verschiedene Quellen verteilt sind.

Der Staat hätte die Pflicht alles was hochgeladen wird zu kontrollieren, da er verhindern muss rechtswiedriges Material zu hosten, schwupp muss eine Kontrollbehörde her. Muss die nun bei jedem verdächtigen Stück einen Richter aufsuchen oder kann sie einfach sagen "das ist illegal, abgelehnt"? Je nach Grad wäre es Zeitverschwendung ein Strafverfahren anzustrengen. Was wenn 500 Leute die Lieder einer Band fordern die grauzone bis illegale Lieder produziert?

Plattenfirmen würden bei dem Spiel ziemlich sicher auch nicht mitmachen. 10.000€ mit 10Cent pro Lied Gegenfinanzieren? Bei unbekannten Bands quasi ausgeschlossen, das wird sich auch nicht durch einfachere Verfügbarkeit von Tausenden solcher Bands ändern.
Plattenfirmen hätten also nur noch etwas davon die Künstler im Ausland zu vertreten. Ausländische Plattenlabels, Filmstudios etc. hätten mehr davon, weil sie die vollständigen Verwertungsrechte ihrer Kunden haben können und gegenüber Deutschland als Urheber auftreten können. Aber 20Cent pro Titel lohnt sich für die vermutlich trotzdem nicht, bei Filmen wird das ganze vermutlich noch schlechter.

Ergebnis? Deutschland wird zum kulturellen Selbstversorger, weil der Rest der Welt keinen Grund sieht in Deutschland etwas auf den Markt zu bringen. Nun hat Deutschland die Wahl: Ausländische Künstler nach eigenem Recht zu behandeln und defacto Enteignen oder verzichten auf das was man nicht freiwillig angeboten bekommt. Das würde aber nur dazu führen das die Leute noch mehr Raubkopieren, weil sie die ganzen Amerikanischen Bands, Filme, Serien etc. haben möchten.

Geschrieben am
SaschaP
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Also ich denke, eine Lösung könnte sein, dass Künstler Lizenzen auch ändern dürfen.

Bei Klopfer ist es ja auch so, dass er in seiner Nutzungslizenz klar und deutlich klarstellt, was wir mit seinen Texten dürfen und was nicht, und dass z.b. die bucheigenen Texte nicht einfach ins Inet kopiert werden dürfen. Aber derzeit ist es so, dass in den Medien immer die Lizenz vom Anfang gilt.

Wenn nun z.b. ein Urheber sagt: "Ok, ich hab genug Kohle gemacht mit meiner Musik, ab jetzt darf die sich jeder nichtkommerziell runterladen und ich stell die Titel unter die CC, dann meckert a. sein Verlag (wobei der sicher noch ruhig zu stellen ist, wenn er weiterhin CD-Compilations mit den Titeln des Urhebers verkaufen darf (gibt entsprechende CC-Lizenzen)), b. die GEMA, denn das sind vorsintflutliche Nichtschecker, die mit einem stärkeren Aufkommen von CC ihre Macht über die Urheber verlieren würden, c. müsste er sich noch mit der GVL abärgern, sofern er den Titel mit befreundeten Musikern gemacht hat, die in der GVL sind (selbst wenn diese für die Veröffentlichung unter CC sind).

Sprich die Titel bleiben durch diese Gegenspieler ewig C, auch gegen den Willen des Urhebers und sogar 70 Jahre nach seinem Tod.

Freiheit bedeutet nämlich, dass ein Künstler selbst entscheiden darf, ob und wieviel er für die Verbreitung seiner Titel haben möchte. Aber es ist z.b. verboten, dass ein Künstler dem Verlag sagt: "ich will nur 9,90 für das Album", darf er nicht verlangen, der Händler muss frei sein in seiner kommerziellen Ausbeutung (und der Künstler bekommt ja nicht mehr, wenn der Musikverkäufer das Album für 3 Euro mehr verkauft als Einkaufspreis statt für 2 Euro mehr), Wolfgang Petry durfte nicht mal einen Titel "Alles für 12,90 Euro" aufs Album drucken, weil das Wettbewerbsrecht das verbietet.

Geschrieben am
SaschaP
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Ach so, und an alle hier: Wir sind hier alles Urheber: Nämlich Urheber unserer eigenen Kommentare zu diesem Text. Das einzige, was wir an Klopfer übertragen mit dem Posten, ist ein Verwendungsrecht für die Anzeige und Speicherung auf seiner Homepage. Über Urheberrechte reden ist im Internet also kein Thema "Wir gegen die", sondern aller.

Geschrieben am
Xaerdys
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@Askat:
Urgs. Gibt es sowas wie Godwins Law für Vergleiche mit Kindesmissbrauch? Wer kommt eigentlich immer daher und behauptet man würde so gering bestraft, wenn man Kinder missbraucht?
Schon der 'gewöhnliche' Missbrauch eines Kindes wird mit bis zu 10 Jahren bestraft, alles was mit einem Eindringen in einen Körper verbunden ist, wird mit mindestens einem Jahr bestraft, ist also ein Verbrechen. Bei schweren Misshandlungen liegt die Strafe bei mindestens 5 Jahren. Bei einer Vergewaltigung kommt mit 177 StGB noch ein weiterer Tatbestand hinzu bei dem es bei einem Eindringen nicht unter zwei Jahren bleibt. Hinzu kommen mitverwirklichte Tatbestände (etwa Schutzbefohlene etc.). In aller Regel liegen die Strafen für solche Taten mindestens bei 2,5 Jahren, wenn keine Erschwernis hinzukommt. Für die Vergewaltigung eines Kindes kommst du in der Regel nicht annähernd so günstig weg wie die Kino.to-ler. Die Typen von Kino.to haben über Jahre eindeutig illegal agiert und wussten das auch, das ist ne ganze Masse an Taten. Kein Wunder also das da drauf gehauen wird. Abgesehen davon dass man ne Reihe der Festgenommenen wegen geringer Schwere der Schuld laufen ließ, also nur noch die großen Fische hat. Also bitte Abstand von solchen Vergleichen.

Im Übrigen kann man Verträge ab 7 Jahren immer unterschreiben (soweit gemeint ist, Verträge abzuschließen), sie sind nur von einer Genehmigung durch die Eltern abhängig und das geht bis zum 18ten Lebensjahr. Mit 16 wäre das theoretisch auch möglich, wenn man jemanden über 18 heiratet.

Geschrieben am
Askat
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@Xaerdys
Ich habe mir die Strafbestände auch mal angesehen und viele Spannen reichen von 6 Monaten bis 10 Jahre, diese werden aber so gut wie NIE ausgeschöpft. Falls du doch ein paar Fälle kennst, wo das gemacht wurde, kannst du mir das gern verlinken.

Generell sollte Kindesvergewaltigung mindestens bei 5 Jahren liegen, nicht bei 1 Jahr... Du zerstörst das KOMPLETTE LEBEN dieses Kindes... Dafür 1 Jahr Zuchthaus ist extrem mager, zumal es ja oft nichtmal zur Anklage kommt.

Unterschreiben kann man alles, ob es dann gültig ist, ist was ganz anderes und nichts anderes habe ich gesagt... keine Ahnung wozu du meine Aussage bestätigst xD


@Ketzu:
1. Peer-to-Peer ist was ganz anderes.
2. Die Lieder müssten nicht 10000x hochgeladen, sondern nur 3x hochgeladen werden. (die verschiedenen Qualis halt)
Selbst bei 1 Million Titeln, wäre das per drag and drop nicht unbedingt schwierig. Immerhin gibt es einzelne Menschen, die auf ihrem Computer einige zehntausend Lieder horten. Das würden ein paar schlechte IT-Kräfte in wenigen Tagen bis Wochen schaffen. Ein Spiel zu programmieren dürfte mehr Aufwand sein, wenn ich mir die hundertausende Zeilen Code so ansehe xD

Und was glaubst du, was die Plattenfirmen heutzutage machen? Die überprüfen auch jedes Lied auf unpassende Inhalte. Warum sollte der Staat das nicht schaffen?

Soweit ich weiß, gibt es nur sehr wenig Musik, die in Deutschland ganz konkret verboten ist. Außerdem gibt es schon eine Behörde, die Musik auf einen Index setzt. Die Entscheidungen sind zwar meist schwachsinnig, aber zu behaupten, dass der Aufwand zu groß wäre, ist ja quark, wenn er schon betrieben wird.

Ein Strafverfahren erhälst du sicher nicht, wegen unpassender Texte in einem Lied, da immer noch die freie Meinungsäußerung gilt. Das das Lied verboten wird, ist dabei eine andere Sache.

Wenn Landesfremde Labels ihre Musik hier vertreiben wollen, können sie die Konditionen mit den Musikern selbst ausmachen, aber der Vertrieb über den Staat müsste garantiert sein. Die würden sich hüten, einen derart großen Markt wie den deutschen zu ignorieren... Zumal sie jegliche Produktionskosten schon längst ausgegeben haben, also warum sollten sie das Lied nicht umsonst vom Staat vertreiben lassen und fürs Eierschaukeln Kohle kassieren?

Übrigens hier mal der Gewinn/Lied von einem Album mit ~18 Liedern(CD) für 15€ ...
~1€ Press-, Lager- und Lieferkosten
~2,5€ Steuern
~2,5€ Gewinn des Verkäufers
~2€ Anteil des Künstlers
Rest 7€ / 18 = 0,3889€ ~ 39 cent Gewinn pro Lied.

Das ist natürlich eine Milchmädchenrechnung, aber sie dürfte den Tatsachen halbwegs nahe kommen. Es ist mehr als bei meinem Vorschlag, aber wenn du von ca. 20% mehr Verkäufen ausgehst, weil weniger raubkopiert wird, dann relativiert sich das schon ganz ordentlich, da du einige Abteilungen in der Firma schließen kannst.

Geschrieben am
Praeriebaer
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JA, ALLEIN die Möglichkeit ein Kind sexuell zu misshandeln und dabei mit 1 oder 2 Jahren davonzukommen, ist absolut Haaresträubend.

Unter Mord leidet das direkte Opfer wenn dann nur sehr kurz. Eine hilflose Misshandlung ist 10 mal schlimmer und sollte auch entsprechend geahndet werden. Unsere Rechtssprechung ist komplett paradox.

Geschrieben am
SaschaP
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Wo kostet ein Album noch 15 Euro? Sogar Mediamarkt und Co. haben sich doch an die Amazonkampfpreise von 5-10 Euro angepasst.

Und Askat, die GEMA hat eigentlich schon einen Sinn, sie ist die zentrale Verwaltung, die dafür sorgt, dass die kommerzielle Nutzung der Titel auch korrekt abgegolten wird. Das Problem bei der GEMA ist, dass sie a. bei den Vertragspartner wie Discotheken, Kindergärten, Youtube usw. meint, den großen Larry machen zu müssen, statt einen einfachen Vertrag mit Werbeeinnahmenbeteiligung zu akzeptieren (bei Privatradios kriegt die GEMA auch nciht mehr als einen Anteil an den Werbeeinnahmen, freie Radios und der ÖR sind sogar Nutzer von Pauschalverträgen, da kommt die GEMA nicht auf die Idee, abkassieren zu dürfen ohne Ende). Und b. dass das Geld nicht kleinen Künstlern zugute kommt, sondern nur den Megareichen, weil die Verteilungsschlüssel so manipuliert sind, dass reiche Urheber immer reicher werden und kleine Urheber draufzahlen. Oder wie kann es sein, dass eine Band die 150 Euro Gema zahlt davon 15 Euro wiedersieht, wenn sie nur eigene Titel spielt? Sogar bei einem Verwaltungsaufwand von 15% scheint da viel in dunkle Kanäle zu fließen, das gehört abgeschafft, die GEMA gehört reformiert, der Vorstand entmachtet und die Verteilungsschlüssel und Verträge mit den Zahlern so gestaltet werden, dass die Künstler ihren gerechten Anteil kriegen und kleine Webradios, Diskotheken, Weihnachtsmärkte nicht kaputtgehen an den GEMA-Kosten.

Geschrieben am
SaschaP
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Und könnten einigen hier bitte das Kinderschänderthema lassen? Ich dachte, dass das Argument "Raubkopierer sind so schlimm wie Kinderschänder" seit 5 Jahren tot sei! Aber scheint wohl grade wieder Bedarf zu sein, den Pädophilen durchs Dorf zu jagen, weil sonst nix wichtiges passiert ist (einige hier klingen nämlich so, als hätten sie in Emden am liebsten den Strick geknüpft, an dem sie den 17jährigen UNSCHULDIGEN Jungen aufhängen wollten, nur weil die Staatsanwaltschaft ihn verdächtigt hatte.)

Geschrieben am
Askat
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@SaschaP:
Der Vergleich zu den Kinderschändern war nur eine Aussage darüber, dass die Strafen für Leute wie von Kino.to durchaus empfindlich geworden sind, da das hier im Laufe der Diskussion bemängelt wurde. (also das sie zu geringe Strafen an Raubkopierer verteilen, was ich eh für unsinnig halte)

Hä? 17-Jähriger? Du beziehst dich auf irgend einen konkreten Fall, wir beziehen uns auf die Strafzeiten... Wenn du schon in die Diskussion einsteigst, dann mach sie doch bitte nicht so persönlich, wenn du hier die "Hexenverfolgung" der Kinderschänder anprangerst. Ich habe einen Vergleich gezogen und im selben Atemzug gesagt, dass ich das Mindeststrafmaß für unzureichend halte.

Und auch die GEMA habe ich, wenn ich mich nicht ganz irre, mit keinem Wort erwähnt... Geschweige denn bemängelt... Es wäre schön, wenn du dich auch auf von mir angesprochene Punkte beziehst und nicht einfach irgendwas in den Raum wirfst...

Das die Preise der Alben inzwischen bei ~10€ angekommen sind, ist doch was gutes und Unterstützt meine Forderung nach 20 cent / Download nur umso mehr, da dann exakt derselbe Gewinn bei rumkommt.

Geschrieben am
Xaerdys
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@Askat: Ich habe mir die Straftatbestände in meinem Studium der Rechtswissenschaft auch mal angesehen, mehrmals sogar. Ich denke Du unterschätzt gewaltig, was so eine Freiheitsstrafe bedeutet. Lass dich doch mal einen Tag, eine Woche, einen Monat einsperren oder überlege Dir mal was in den letzten 5 Jahren alles passiert ist. Die Mindestestanforderung, die du stellst, liegt gleich der, die man für das Herbeiführen einer Explosion durch Freisetzen von Kernenergie erhält (307 Abs. 1 StGB), also quasi, wenn man versucht willentlich Tschernobyl herbeizuführen oder Totschlag, also der vorsätzlichen Tötung eines Menschens ohne Mordmerkmale. Fakt ist auch, dass jede Tat ein Leben lang traumatisieren kann. Was glaubst du, wie es Geiseln und Entführungsopfern, später geht? Selbst eine Prügelei auf dem Schulhof kann seelische Narben hinterlassen. Schlimm ist meist der Kontrollverlust und den kann man auch ganz ohne Sex erleiden. Hohe Strafen bringen übrigens niemandem etwas. Es werden nicht mehr Taten verhindert, die Betroffenen fühlen sich ab einer gewissen Strafhöhe in aller Regel nicht besser und der Staat wird weiter belastet. Außerdem gibt es für viele Täter nach dem status quo auch noch Sicherungsverwahrung (welche ein eigenes Problem darstellt). Insbesondere ist es aber eben nicht Aufgabe des Staates, mit dem Strafrecht das Leid der Opfer zu vergelten, das kann er gar nicht. Wenn mir jemand ins Bein schießt, heilt es nicht schneller, wenn der Täter ins Gefängnis geht. Der Richter berücksichtigt das Leid der Betroffenen natürlich und das kannst du getrost dem Mann in Robe überlassen. Im Übrigen rate ich Dir, Dich einmal wirklich mit den Betroffenen solcher Taten zu unterhalten, um rauszufinden ob und woran sie ein Leben lang leiden. Hier, ich empfehle die hier: https://mogis-und-freunde.de/about/ , die brauchen übrigens immer Unterstützung. Der Stammtisch ist jedenfalls keine Alternative.

Geschrieben am
Askat
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@Xaerdys:
Ich bin zufällig in einer festen Partnerschaft mit solch einer Betroffenen und auch die Freundin davor, hat derartige Erfahrungen gemacht.
Die Ex wurde sogar wochenlang entführt und vergewaltigt und wurde von der Polizei bei ihrer Befreiung völlig desinteressiert behandelt. Sie wurde nicht von einem Psychologen vernommen, sondern von einem ungeschulten Beamten, der direkt nach der Befreiung allerlei Dinge gefordert hat, zu denen sie psychisch in dem Moment gar nicht in der Lage war, weswegen man die Anklage der Vergewaltigung fallen gelassen und ihn nur für Entführung angeklagt hat, wobei dann der ach so tolle "Robenträger" im Gerichtssaal ihre aktuelle Adresse ausgeplaudert hat, obwohl auf der Akte vermerkt war, dass die Adresse aufgrund des Zeugenschutzes geheim zu halten wäre, da der Täter auch immer noch auf freiem Fuß war. Daraufhin musste sie umziehen und hat nichtmal Unterstützung vom Gericht erhalten.

Weiterhin bin ich jahrelang im Forum www.selbstmord.de aktiv gewesen(teilweise immer noch) und kenne daher einige Geschichten.

Wer die Mindeststrafen bei Vergewaltigung (natürlich wirklich geschehener) für angemessen hält, der sollte sich mal wirklich mit dem Leid der Betroffenen auseinander setzen. Denn die Täter sind entweder schwer gestört und gehören damit in eine geschlossene Anstalt oder haben ein so verqueres Bild von dem was sie ihren Mitmenschen antun, dass sie das erstmal begreifen müssen.

Was Kinder sich gegenseitig antun ist nicht schön und kann ebenso traumatisieren, aber dort wissen die "Täter" in der Regel selbst nicht immer was sie da tun, was man von erwachsenen Männern nicht behaupten kann. Jeder ist für seine Taten verantwortlich und ein Mensch der einem anderen Menschen so etwas antun kann, der gehört nach meinem Rechtsempfinden sehr lange eingesperrt und psychologisch betreut, damit er überhaupt begreift, was er da getan hat und es nie wieder tut.

Geschrieben am
muh
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Eine höhere Mindeststrafe bringt aber niemanden in eine geschlossene Anstalt, sondern höchstens ins Gefängnis. In erstere kann man unabhängig vom Strafmaß kommen.
Zudem sind nicht alle Fälle gleich. Auch wenn du noch 10 Leute kennst denen X widerfahren ist und schon Y Jahre leiden, gibt es auch andere Fälle, freiwillige Opfer, andere Gründe weswegen die Schuld schwerer wiegt. Dafür sind Mindeststrafen. Fehlverhalten von Polizei und Richtern sind ein anderes Thema, wie auch hier eigentlich ein anderes Thema gegeben war...

Geschrieben am
Askat
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Dann sollte auf dieses Thema eingegangen werden^^

Wenn die Leute denn auch dorthin geschickt würden, das passiert ja leider viel zu selten.
"freiwillige" Opfer klingt irgendwie sehr merkwürdig... egal lassen wir das.

Ich habe noch keine konstruktive Kritik hinsichtlich meiner Idee vernommen, immer nur Leute die meinten, dass das ja nicht gehen würde und immerhin wird das doch von allen gefordert, oder nicht? Eine Idee, das ganze Umzusetzen.

Meinetwegen kann das auch n privater Konzern machen, mir ist egal von wem das kommt, aber dann muss halt das Bezahlmodell stimmen.

Geschrieben am
SaschaP
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Askat, du scheinst irgendwie in deiner Einstellung eher in die USA zu passen, von wegen Auge um Auge, und wenn ein Mensch einen anderen tötet (und schwarz ist bzw. in Dland wäre es sicher HartzIV-ler als Stigmationsfläche), dann muss der Staat zum Henker werden und so. Und wie gut es funktioniert, wenn Gefängnisse privatisiert sind, sieht man auch in den USA, wo es Fangquoten gibt, wie viele Kriminelle die Polizei und Justiz jedes Jahr einbuchten muss, damit die Gefängnisse voll bleiben.

Das europäische Modell ist allerdings, dass genauso wie das Opfer die Chance haben muss, dass ihm jegliche Hilfe bei der Bewältigung der Folgen der Tat gegeben wird, so will es aber auch die Straftäter, sofern diese willens sind, resozialisieren. Damit kannst du ein Problem haben, jedoch ist es Bestandteil der Rechtsphilosophie. Einfach wegsperren geht halt eben nicht.

Aber zurück zum Thema: wieso willst du Künstlern und Unternehmen vorschreiben, wieviel sie für einen Titel verlangen dürfen? Und wer sagt, dass wenn die Titel bei 20 ct sind, dass es dann nicht heißt: "5 ct reichen auch"? Die Preisspirale nach unten findet seit Jahren statt, seitdem die Labels ihr Verbreitungsmonopol durch Filesharing und Direktvertrieb der MP3 über Amazon verloren haben (denn davor konnte ja noch Knappheit erzeugt werden). Und ganz ehrlich, dass viele Künstler und Techniker zumindest einen kleinen Obolus für ihre Arbeit haben wollen, ist ja wohl verständlich, du sitzt an einem Titel wahrscheinlich mit 10 Menschen ca. 20h pro Person dran, angefangen vom Texten und Komponieren (und der Themenfindungsphase) über das Üben zum Einspielen zum Nachbearbeiten usw.

Ein guter Titel braucht Zeit (dass Alben einer Gruppe nur alle 1-2 Jahre herauskommen, ist doch auffallend oder? Wenns denen NUR ums schnelle Reibach machen gehen würde, könnten sie ja wie einige DJs wie Guetta einfach einen gleichklingenden Titel nach dem Anderen verwurschteln). Und selbst wenn der Titel in der Freizeit nach dem "Brotjob" geschrieben, eingespielt und bearbeitet wurde, so ist er doch eine sehr zeitintensive Geschichte.

Und wenn du der Ansicht bist: Mp3s müssen 20 ct kosten, sonst kauf ICH keine, dann ist das deine Hemmschwelle, ab welcher du vom Freerider zum Käufer wirst, andere haben diese Sätze an anderen Geldbeträgen, je nachdem wieviel sie bereit sind für Musik auszugeben.

Geschrieben am
Askat
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@SaschaP: Es ist unglaublich, was du mir hier in den Mund legst... Das ist ja fast schon Verleumdung und das verbitte ich mir aufs schärfste!

Ich habe NIE auch nur irgendwas zu irgend einer Schicht oder Hautfarbe gesagt und sogar in meinem Text mehrfach betont, dass die Täter ebenfalls psychologische Betreuung brauchen, um ihre sozialen Defizite auszuräumen. Das bisherige System in D(!) sieht so etwas meistens gar nicht vor...
Auch haben HartzIV-Empfänger keine außergewöhnlich hohe Vergewaltigungsquote, da das in sehr vielen Fällen interfamiliär passiert und das in allen Schichten zu etwa gleichen Anteilen!
Vielleicht musst du über deine Ansichten nochmal nachdenken, wenn dir das als erstes in den Kopf kommt...

Zum Preis für Musik:
Ich bin der Meinung, dass es ein Verhältnis zwischen Produktionskosten und Gewinn geben sollte.
Gehen wir von einem deutschen Hype-Künstler aus, der nur in D, A, NL, DK und CH überhaupt etwas verkauft. Wenn wir von ~2 Millionen verkauften Singles und 1 Million verkaufen Alben ausgehen und pro Single von 5€ Verkaufspreis, 0,5€ Produktionskosten und einem Reingewinn von 2€ dann wären das 400% Gewinn allein für das Plattenlabel. Natürlich kann man das machen, weil die Leute es bezahlen und es gehört sogar zu unserem Wirtschaftssystem, aber wenn die Menschen ein bisschen mehr auf den tatsächlichen Wert eines Produktes achten würden, bevor sie es kaufen, dann würde es sehr viele Produkte sehr viel billiger geben.

Nur ein kleines Beispiel: Apple stellt ein iPhone für ~180$ her und verkauft es für ~600$. Das ist ein grober Reingewinn von 400$ / iPhone.(Wenns im Applestore gekauft wurde)
Das ganze funktioniert nur, weil die Menschen die Marke Apple als Prestigeobjekt ansehen und deswegen bereit sind mehr für ein iPhone zu zahlen, als für ein gleichwertiges Smartphone.

Ebenso sieht es in der Musik aus. Während kleine Bands für ihre Konzerte 5-15€/Konzertkarte verlangen, verlangen bekanntere Bands schon 20-30 und manche sogar 50€ pro Karte. Manchmal hängt eine Preiserhöhung mit dem Standort (wie ein großes Stadion) zusammen, aber während die eine Band in derselben Location für 30€ spielt, spielt jemand anderes für 50€. Während die T-Shirts der einen Band 10€ kosten, kosten sie bei der anderen 15€. Und so geht es immer weiter. Je bekannter einer Band, um so mehr sind die Leute bereit dafür zu bezahlen. Nicht weil die Musik qualitativer wäre, sondern einfach weil es genug Interessenten gibt, die auch den hohen Preis zu zahlen bereit sind.

Das schließt Menschen mit geringeren finanziellen Mitteln aus, weshalb der Vorschlag der Grünen und einiger anderen auch "KULTURflatrate" heißt. Also ein fixer Betrag dafür, dass jederman sich seine gewünschte Kultur in ausreichender Menge beschaffen kann, ohne dies illegal tun zu müssen oder gar nicht zu können.

Da dies ja eine sehr soziale Angelegenheit wäre, wäre der Gewinn natürlich nicht ganz so exorbitant, aber dennoch ausreichend. Und damit nicht jeder Mensch über alle Maßen geschröpft wird, weil er gar keine Musik/Medien konsumiert, wäre eine mögliche Freistellung und ein Zahlsystem für einzelne Titel eine wichtige Alternative. Und das diese dann nicht plötzlich das 10-fache des Flatratepreises kosten können, versteht sich ja von selbst.

Geschrieben am
SaschaP
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Nun ja, aber Medien sind nunmal kein "Allgemeingut", sondern Luxusgut. Zumindest z.b. Konzerte (über die sich die Künstler auch größtenteils finanzieren, und bei zig Musikern, Special Effekt Experten usw. brauchst du halt viel Geld, viel mehr als bei einer Band, die halt weniger auf riesige Showeffekte setzt) und Tshirts. Die Musik der Gruppen kannst du doch auch als Mensch mit geringen finanziellen Mitteln hören, sei es Radio, oder dass dann (wie es z.b. früher normal war) Kumpel zusammenlegen für das Album und sich das dann kopieren (Privatkopie ist schließlich noch legal und viele CDs werden auch nimmer mit Kopierschutz ausgestattet, weil sich der als geschäftsschädigend und leicht knackbar erwiesen hat, Anbieter wie Amazon bieten die MP3 auch ohne DRM an).

Sprich die Musik war noch nie und ist doch heutzutage noch weniger ein begrenztes Gut. Aber wenn du halt willst, dass die Künstler von ihren Werken auch leben können, müssen sie auch Sachen anbieten dürfen, die Ausschließungscharakter haben, Tshirts oder Tickets für Konzerte, spezielle FanDVDs usw, die dann halt auch einen Preis haben. Keiner zwingt jemanden dazu, diese Sachen zu kaufen, und sorry, die meisten großen "Fans" sparen sich doch sogar das Essen vom Munde ab, damit sie sich zumindest ein Konzertticket usw. leisten können, und für die ist dann das Anschauen oftmals sogar viel mehr wert als für die, die es immer haben könnten (fiskalisch gesehen).

Die Kulturflatrate hat ein typisch gutmenschliches Problem: Man kann von ihr nicht leben. Es ist wunderbar, dass es freie Radios gibt, wo man werbefrei seine Musik und Geschichten Hörern präsentieren kann. Aber diese Radios werden dir nie was zahlen können. Es ist wunderbar, dass es Künstler gibt, die ihre Werke auch unter CC vermarkten. Aber wenn die nicht auch für einige Sachen Geld verlangen, werden sie verhungern.

Und das ist übrigens auch das, was mich immer aufregt, wenn behauptet wird, die Piraten würden alles kostenlos wollen. Nein, wollen sie nicht, auch die wissen, dass Urheber auch von ihrer Hände Arbeit leben müssen. Und sie widersprechen auch nirgends dem Urheberrecht. Sie sind nur für eine Vereinfachung der Distribution, Umdenken bei den ausufernden Leistungsschutzrechten, Patenten und Gebrauchsmustern, die dafür genutzt werden, Menschen unnötig auszuschließen, wo es nicht nötig ist. Und das ist auch der Grund, wieso die Piraten eben NIX von "Kulturflatrate" labern, sondern sagen, dass sie da noch keine richtigen Konzepte haben... weil die Kulturflatrate nicht funktioniert, sie klingt nett, aber ist in der Realität ein typisches Gutmenschenprojekt = nicht durchführbar.

Geschrieben am
Askat
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Eins vorweg: NEIN, nicht jeder Künstler hat das Anrecht darauf, von seiner Kunst leben zu können. Auch heute arbeiten die meisten Künstler nebenher in anderen Bereichen, um ihre Kunst finanzieren zu können. Wer es ohne zusätzliche Arbeit schafft, der hat es eben "geschafft". Das ist aber heute schon ein sehr langer und steiniger Weg dorthin. (Hier mal das Beispiel Klopfer^^)

Ich habe niemals gesagt, dass der Verkauf von T-Shirts, Konzertkarten o.ä. in irgend einer Form reguliert werden soll!

Dein Vorschlag, sich die CD mit Kumpels zu kaufen und zu brennen, ist übrigens illegal. Nur einer kauft sich offiziell die CD und deshalb darf sie auch nur einer besitzen. Die Weitergabe von den Inhalten dieser CD, wäre dementsprechend raubkopieren. (Wer alles mitgezahlt hat, ist vor Gericht irrelevant. Nur der Kaufbeleg, bzw der Besitz der originalen CD ist von Belang)

Soweit ich weiß, benutzen alle größeren Labels weiterhin Kopierschutzmaßnahmen, nur die kleineren, die sich den Kopierschutz nicht leisten können oder noch näher am Klientel sind, verzichten da häufiger drauf.

Du stellst die Kulturflatrate in deinem Vergleich auf eine Ebene mit gänzlich unbezahlten Medien... Dir ist schon klar, dass man da Geld bezahlen soll?

Geschrieben am
SaschaP
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Askat, sorry, aber les dir nommal genau durch, was die Privatkopie ist wink.gif Dort gibt es keine Ausschließung, wo du deine Kopien "lagerst". Es heißt nach dem Urteil von 2008 nur, dass du das Recht auf Privatkopie nicht hast, wenn du eine illegal verbreitete Version als Ausgangsquelle benutzt hast. Sprich du darfst keine Privatkopie einer vom Inet gedownloaderen MP3 machen, aber du darfst dir jederzeit Kopien machen von legal erworbenen Sachen, bis zu 7 Stück, und im engsten privaten Kreis kostenlos verteilen. Dafür zahlt man Urheberrechtsabgabe auf Rohlinge, HDDs usw.

In Österreich gibts sogar keine zahlenmäßige Einschränkung, hier gilt einfach, dass du keine kommerzielle Verbreitung und Kopien nicht an "die Öffentlichkeit", sprich dir unbekannte Personen geben darfst.

Die Schweiz ist noch freier: (1) Veröffentlichte Werke dürfen zum Eigengebrauch verwendet werden. Als Eigengebrauch gilt:

a. jede Werkverwendung im persönlichen Bereich und im Kreis von Personen, die unter sich eng verbunden sind, wie Verwandte oder Freunde;

b. jede Werkverwendung der Lehrperson für den Unterricht in der Klasse;

c. das Vervielfältigen von Werkexemplaren in Betrieben, öffentlichen Verwaltungen, Instituten, Kommissionen und ähnlichen Einrichtungen für die interne Information oder Dokumentation.

Und auch CDs mit Kopierschutz darfst du kopieren, sofern der Kopierschutz nicht wirksam ist... und ein Kopierschutz wie von Sony, wo ein SHIFT beim Einlegen der CD zum Unterdrücken der Autostartroutine reicht, ist eindeutig unwirksam.

Ergo ist das was ich beschrieben habe eben NICHT illegal. Es war sogar vor der Filesharing-Ära der typische Verbreitungsweg an einer Schule biggrin.gif und viele Musikfirmen haben darüber hinweggesehen, weil es ja ihre Stars bekannter machte.


Naja, wieviel würdest du denn für eine Kulturflatrate ausgeben? bei 10 Euro je Haushalt wären es rund 400 Mio. Euro... derzeit nehmen die Firmen aber immer noch viel mehr ein. Ebenso die Urheber, Die Gema hat 2009 schon 800 Mio Euro eingenommen, und die kriegt ja nur einen Teil der Einnahmen, von CD-Presswerken, Labels, Filmfirmen usw. will ich gar nicht erst reden...

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Askat
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Wann ein Schutz „wirksam“ ist, ist trotz der gesetzlichen Definition in § 95a Abs. 2 UrhG unter Juristen umstritten. Grundsätzlich jedoch werden Mechanismen, die eine Verschlüsselung beliebiger Art, sei sie noch so leicht zu entschlüsseln, verwenden, schlicht als wirksam definiert (siehe eben diesen Absatz im UrhG). (Ist zwar nur Wiki, aber hab keine Lust da groß drüber zu diskutieren. Jeder "Schutz" muss erstmal als vor Gesetz gültig angesehen werden, bis irgend ein Richter mal was anderes sagt.)

§ 106
Unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke


(1) Wer in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen ohne Einwilligung des Berechtigten ein Werk oder eine Bearbeitung oder Umgestaltung eines Werkes vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.
(http://dejure.org/gesetze/UrhG/106.html)

Wie du siehst, ist auch die Verteilung unter Freunden nicht rechtmäßig. Du kannst ihnen die Musik ausleihen(wie auch die Videothek dies darf) aber sie dürfen sich keine Kopien davon erstellen. (Natürlich ist es unmöglich nachzuweisen, dass du ihnen die Kopie nicht einfach nur geliehen hast, dennoch bleibt es rechtswidrig) Auch früher war das schon verboten, aber es hat niemand angeprangert oder verfolgt, weil es gesellschaftlich nicht als Verbrechen wahrgenommen wurde.

Ich habe schon ausführlich über die Größenordnungen geschrieben, die ich für einigermaßen angemessen halte und da kann ich sicherlich nicht einfach so ne Zahl aus der Luft greifen und behaupten, dass diese alles berücksichtigen würde, wie auch du nicht allgemein behaupten kannst, dass eine Kulturflatrate unmöglich wäre.

Geschrieben am
SaschaP
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So, und da du ja schon mit Paragraphen wirfst, werf ich mal mit 53 UrhG, http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__53.html

(1) Zulässig sind einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern, sofern sie weder unmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dienen, soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird. Der zur Vervielfältigung Befugte darf die Vervielfältigungsstücke auch durch einen anderen herstellen lassen, sofern dies unentgeltlich geschieht oder es sich um Vervielfältigungen auf Papier oder einem ähnlichen Träger mittels beliebiger photomechanischer Verfahren oder anderer Verfahren mit ähnlicher Wirkung handelt.

(2) Zulässig ist, einzelne Vervielfältigungsstücke eines Werkes herzustellen oder herstellen zu lassen

1. zum eigenen wissenschaftlichen Gebrauch, wenn und soweit die Vervielfältigung zu diesem Zweck geboten ist und sie keinen gewerblichen Zwecken dient,
2. zur Aufnahme in ein eigenes Archiv, wenn und soweit die Vervielfältigung zu diesem Zweck geboten ist und als Vorlage für die Vervielfältigung ein eigenes Werkstück benutzt wird,
3. zur eigenen Unterrichtung über Tagesfragen, wenn es sich um ein durch Funk gesendetes Werk handelt,
4. zum sonstigen eigenen Gebrauch,

a) wenn es sich um kleine Teile eines erschienenen Werkes oder um einzelne Beiträge handelt, die in Zeitungen oder Zeitschriften erschienen sind,
b) wenn es sich um ein seit mindestens zwei Jahren vergriffenes Werk handelt.

Die Zahl 7 stammt aus einem Urteil des Bundesgerichtshofes, allerdings bezog es sich damals noch auf rein analoge Medien (ist aus den 80ern), wobei der BGH nur festlegte, dass "bis zu" 7 Kopien erlaubt sind.

Ist schon lustig, wenn du das Gesetz, dass die öffentliche Verbreitung von Werken verbietet, nennst, aber genau NICHT sagst, welche gesetzlich zugelassenen Fälle es gibt... bist Anwalt, stimmts? wink.gif Die hoffen ja immer drauf, dass die Gegner das Gesetz schlechter kennen bzw. nicht wissen, wo sie suchen mussen, um sich zu wehren.

Geschrieben am
Askat
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Das was du da postest, ist das Standardteil.

Dies wurde durch das Kopierschutzgesetz teilweise eingeschränkt, da du ein Gesetz brichst, sobald du einen "wirksamen" Kopierschutz umgehst.
Das heißt, wenn du eine CD brennst, wo du eine spezielle Software benutzen musst und nicht einfach bei Windows auf "burn cd" klicken kannst, dann hast du etwas illegales gemacht.

Um eine solche Privatkopie zu erstellen, ist es dir aber gestattet, die auf der CD befindlichen Medien aus dem Internet runterzuladen und davon eine Kopie zu erstellen, solange du die Daten nicht zeitgleich hochlädst und damit das filesharing unterstützt. (Weil das wieder gesetzeswidrig wäre, also n Torrent-System ist fast immer illegal)

Weiterhin gestattet dir dieses Gesetz NICHT, die Kopien in der weiten Welt zu verteilen, sondern ausschließlich zum eigenen Gebrauch.

Du solltest die Gesetze etwas genauer lesen und dich über die Aktualisierungen informieren...

Und ich finde es lustig, wie du mich immer wieder persönlich angreifst und versuchst zu diffamieren.

Eine weitere Diskussion mit dir halte ich daher für reine Zeitverschwendung... Zumal du dir immer neue Steckenpferde aussuchst, wenn dir die Argumente ausgehen^^

Geschrieben am
SaschaP
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Askat, eben das habe ich oben geschrieben: Ein Kopierschutz, wo es ausreicht, die Autostart-Funktion abzuschalten, ist unwirksam. Und nebenbei, was ist mit 1:1 Kopien, wo du auch den Kopierschutz mit kopierst? Dann hast du ihn nicht gebrochen. Außerdem gibt es überall MP3s ohne DRM zu KAUFEN (z.b. bei Amazon). Da gibts nimmal nen Kopierschutz.

Außerdem, jetzt versuchst du Dinge zu schreiben, die ich nie behauptet habe, ich schrieb von engen Freunden, nicht von "ich verteil mal meine CD an der ganzen Schule"! Die sind ebenso wie Verwandte und Familie nicht "Öffentlichkeit", ergo veröffentliche ich nichts (schau dir mal die Definitionen zu Öffentlichkeit an, vielleicht hilft dir das weiter wink.gif ).

Von dato sind mir nirgends Argumente ausgegangen, wenn du unvoreingenommen lesen würdest (was du leider auch nicht tust, das hast du am Anfang bei der Kinderschänder-Polemik genausowenig wie jetzt), würde dir auffallen, dass ich seit 4 Posts immer über dasselbe schreibe. Nämlich über die PRIVATKOPIE, ich schreibe weder über Verteilung über Filesharing oder Internet, ich spreche von der Kopie zu privaten Zwecken im engen privaten Umfeld, die nie verboten wurde, nur eingeschränkt, dass man nur Medien privatkopieren darf, wenn man keinen Kopierschutz dabei knackt und die Quelle legal erworben wurde.

Aber danke, dass du nicht weiter rumtrollst biggrin.gif

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maddi
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Vorweg: Ich habe nicht alle Kommentare unter allen Artikeln gelesen, also verzeiht mir evtl. Dopplung.

Ich vermisse irgendwie die Nennung der vielen anderen Verguenstigungen fuer Kuenstler. KSK faellt mir da gleich als erstes ein (Kuenstler-Sozial-Kasse, erlaubt im Vergleich zu anderen Formen der Krankenversicherung praktisch ein beitragsfreies Leben, im Vergleich wohlgemerkt, umosnst ist die auch nicht). Weiter gehts mit Journalistenrabatten, beim Autokauf, fuer Fluege etc.
Es gibt zahllose solche Verguenstigungen in deren Genuss nur Kuenstler und aehnlich gestellte kommen.

Wie gesagt, die vermisse ich in der Diskussion. Meiner Meinung nach sind geistige Gueter anders zu werten als normale Gueter. Zum einen verwehren wir durch Bezahlsysteme den freien Zugang zu jeglichem geistigen Gut und damit zu unserer eigenen Weiterentwicklung (denn wovon sollen wir lernen, wenn nciht aus geistigen Guetern), zum anderen sind viele geistige Gueter Sachen die ihren wirklichen Wert erst Jahre spaeter zeigen (wenn der Kuenstler nichts mehr davon hat). Dementsprechend ist die soziale faktische Sonderstellung der geistig schaffenden durch eben u.a. die o.g. Dinge voellig akzeptabel.

Wenn aber lamentiert wird, dass geistige Gueter kostenpflichtig sind und die Kuenstler davon leben koennen muessen und auch noch das freie Teilen geistiger Gueter eingeschraenkt wird - dann sollten die Kuenstler und geistig Schaffenden als erstes anfangen sich auf die Ebene normaler Buerger zu begeben und die Verguenstigungen abzuschaffen.

Es ist jedenfalls nicht zu verargumentieren, dass man zahlen soll fuer das Gut und dann (per Steuer und Sozialabgaben, sowie entsprechend hoeherer Eintrittspreise etc.) nochmal fuer den Kuenstler.

Um das Baeckerbeispiel nochmal aufzugreifen: der kriegt Geld fuer seine Broetchen - aber muss fuer jegliche Anschaffung normale Preise bezahlen, erhaelt nirgends einen Journalistenrabatt, keine guenstigere Sozialstellung (KV, RV, ...), wird bei Kartenvergaben nicht bevorzugt... DESWEGEN zahlen wir fuer die Broetchen soviel, dass er davon leben kann.

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Ketzu
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Ich zahle so viel für Brötchen weil die eben so viel kosten und der Bäcker so viel verlangt das er davon leben kann. Ob der Bäcker heimliche Deals mit Banken hat, die mir Kredite anbieten damit ich mir Brötchen kaufen kann ist da irrelevant.

Bei der KSK zahlt der Künstler übrigens so viel wie ein normaler Arbeitnehmer, bei letzterem kommt nur standardmäßig mehr an, weil der Arbeitgeberanteil noch dazu kommt, der bei der KSK anders übernommen wird. Zusammen mit dem sehr niedrigen Durchschnittseinkommen von Künstlern eine durchaus angebrachte Sache. (Der Zweite Teil kommt durch Bundeszuschuss und quasi-Arbeitgebern der Künstler, also Verwertern)

Journalistenrabatte sind so eine Sache für sich. Bekommen sie die weil sie Kunstschaffende sind? Wohl eher nicht, sondern weil man gut gelaunte Journalisten will. Wenn mit dem Auto was nicht stimmt, wird es keinen Artikel geben "ZZ7 von VM fürchterlich, Preis locker 10% zu hoch (auch wenn ich 20% weniger bezahlt habe)", man erhofft sich eher eine gute Berichterstattung und damit kostengünstige Werbung. Gibt darüber auch Diskussionen zum Ethos von Journalisten was Geschenke angeht.

Außer den beiden kenne ich übrigens keine, welche fallen denn noch an? Groupies? Geringere Rechte am eigenen Bild wegen öffentlichem Interesse?

Was verstehst du unter Bevorzugung bei Kartenvergaben? Konzertkarten? Da hat man wohl als angestellter der Veranstalter oder Verwerter bessere Chancen.

Aber man darf ja auch die Kritiker nicht vergessen! GRATISEXEMPLARE kriege die!!! Unverschämt! Hat auch total viel mit dem Urheberrecht zu tun und gibt keine Marktwirtschaftliche Begründung für dieses Verhalten o_O

Geschrieben am
maddi
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Ich hab mehrere Freunde die ueber ksk laufen und was die an Beitraegen zahlen, ist deutlich niedriger als das, was ich bezahlen muss. Insbesondere faellt das auf im Vergleich zu anderen Selbstaendig schaffenden (obwohl unterm Strich in der Steuererklaerung aehnliche Bruttoeinnahmen stehen).
Hab allerdings noch nie nach dem Hintergrund der Berechnung gefragt, es ist aber definitiv nicht soviel wie du sagst (eher ein Rahmen von 50-100 Euro).
Leider hab ich da keine Ahnung was da in deiner Berechnung nicht stimmt. Ich tippe mal drauf es hat mit der Art der Einnahmenberechnung seitens der Finanzaemter zu tun. Wenn man schoen alles kleingerechnet hat und nur noch das reine Netto uebrig bleibt, wird aufgrund dessen die ksk eingestuft? (Wenn das der springende Punkt ist, dann zeig mir mal den Angestellten, Arbeiter oder Selbstaendigen, der da auch nur annaehernd gleichgestellt ist)

Was bitte meinst du mit Deals und Banken? Wenn der Baecker Werbung auf seine Tueten druckt, ist das normale Werbung. Dafuer bekommt er keine guenstigeren Modalitaeten bzgl. seiner eigenen sozialen Absicherung und Einkaeufe (und selbst wenn er das von dem Beworbenen Unternehmen bekommt ist es ein Unternehmen und kein pauschales "nahezu ueberall"wink.gif.

Und die Frage was sonst noch erschuettert mich biggrin.gif
Hab u.a. einen Schriftsteller (macht Biographien fuer andere, Ghostwriter), mehrere Grafiker, Photographen etc. im Bekanntenkreis. Und was die alles verguenstigt kriegen ist manchmal echt zum heulen. Und da ist nichts mit laecherlichen 20%, eher so Richtung 50+. Vllt. nutzen nicht alle ihre Moeglichkeiten so aus, aber es geht definitiv, u.a. uebrigens bei fast allem was elektronisch laeuft (ja genau: pc, handy, drucker, tv,...). Es gibt auch spezielle Handytarife, Versicherungstarife usw.

Was die Karten anbelangt ist das ein weitlaeufiges Feld. Ob es da um Fussball, Theater, Konzerte, Seminare oder sonstwas geht.
Und es ist kein Argument zu sagen, dass der Veranstalter die gleiche Chance auch (oder besser) hat - das ist als ob du Gestank mit schlimmerem Gestank vergleichst. Davon hoert es trotzdem nicht auf zu mueffeln wink.gif
Noch dazu hinkt der Vergleich, da wohl alle bei ihrem eigenen Job irgendwelche Vorteile haben - aber eben nicht bei so vielen Fremdfirmen.

Das letzte Stueck haettest dir klemmen koennen. Versuchen sich laecherlich zu machen, ohne die Kernaussage zu erfassen ist... naja.
Vllt. ist das etwas deutlicher: Wer beim Urheberrecht immer mit seinen Finanzen argumentiert und diese damit zum tragenden Bestandteil der Debatte macht, sollte auch im Ganzen argumentieren. Dazu gehoeren dann all die finanziellen Vorteile die Normalsterbliche nicht haben.
Und da die nach meiner Auffassung erheblich sind, sollte der Punkt auch in einer Aufzaehlung wie dieser hier, zwingend genannt werden.

Geschrieben am
Ketzu
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Tut mir leid wenn ich dich kein Stück nachvollziehen kann. Wie mache ich das als Künstler? Gehe ich zum Mediamarkt und sage "hey ich bin Künstler, wieviel kostet das dann noch"? Oder schickt einem die KSK dann regelmäßig Kataloge zu? Ich fände die Mechanismen dahinter durchaus relevant für die Einschätzung, denn was "normalsterbliche" angeht, sind die Wahrnehmungen wohl unterschiedlich.

Was nicht verstandene Kernaussagen angeht kannst du dir aber auch ein Krönchen aufsetzen. Ich sagte, ob der Bäcker günstigere Modalitäten bei Banken oder meinetwegen Autos umsonst bekommt, würde ich nicht weniger für seine Brötchen bezahlen, weil du so einen absurden Unsinn behauptet hast was die Mechanismen von Angebot und Nachfrage angehen über die Preise in den meisten Fällen geregelt sind.

Geht es dir grundsätzlich darum das Menschen durch Verbindungen wie Bekanntschaften, Verwandschaften und Freundschaften bevorzugt werden? Oder gibt es dann deine beschworenen "normalsterblichen" überhaupt? Leute die Beziehungen nutzen um Rabatte oder bessere Chancen zur Einstellung bekommen gibt es zu Hauf.

Bei Journalisten ist halbwegs klar wie und warum die Bevorzugung zustande kommt, bei allen anderen Künstlern bleibt da eine Lücke, wenn der Künstler nicht gerade einen ausreichenden Bekanntheitsgrad hat, was meist nicht der Fall ist.

In kurz: Ich halte deine Aussagen für unplausibel und deshalb irrelevant fürs Urheberrecht.

Geschrieben am
Ketzu
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Die aussage zum Zustandekommen der KSK Beiträge entstammt übrigens nicht meinem Vergleich der Höhen sondern durch nachschauen wie die zustande kommen. Welche Mechanismen dabei noch relevant sind weiß ich nicht mangels fachlicher Ausbildung und Interesse.

Geschrieben am
Benny
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Sehr schöner Beitrag zur allgemeinen Diskussion. Ich wollte nur meine Sicht der Dinge zu dieser Flatrate kundtun. Vorweg sollte ich das nun nicht richtig verstanden haben, bitte ich um Absolution.
Es geht also in dieser Flatrate darum, dass Ein jeder Bürger einen gewissen Geldbetrag bezahlt und kann dann nach Lust und Laune jegliche Online Angebotenen Produkte Downloaden? Mir stößt die Idee aber an mehr als einer Stelle sauer auf. Soweit ich weiß hat doch jedes Produkt seinen Preis. Deswegen wird sich ja darüber aufgeregt dass Kostenlos auf weniger legalem Wege Runtergeladen wird. Nun im Regelfall sind die Preise ja so kalkuliert, dass eben genau möglichst viel gekauft wird (kleiner Preis) und alle Kosten gedeckt bis zu einer gewissen abgesetzten Stückzahl. danach schlagen die laufenden Kosten zu. Also wenn wir jetzt also die ganze Kostenrechnung über den Haufen werfen und sagen, dass nun monatlich pro Benutzer 0,2 cent auf dem Konto landen wo eigentlich mit mehr gerechnet wird freut das mit Sicherheit nur eine Seite und das sind nicht die Künstler. Außerdem wurde bereits in einer der Kolumnen angemerkt, dass die Leute sehr gerne Krempel nehmen den sie aus kalkulierender Sicht niemals Kaufen würden. Selbst die Regulierung der Datenmenge pro Preispaket geht auch wieder nach hinten los. Sind die Preise nicht hoch genug oder der Download begrenzt, wird wieder zur kostenlosen alternative gegriffen. Mal abgesehen von Apple mit seiner Itunes Musik ist doch kein Mensch gezwungen zu bezahlen.
Ich denke daran sollte man Arbeiten. Ich halte nicht viel von Apple aber respekt habe ich dennoch davor wie Kauffreudig die Leute mit ihren Produkten sind.

Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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@maddi: Ich bin über die KSK versichert. Klar ist das eine Vergünstigung, aber es ist auch die einzige, die mir einfällt. (Ich zahl übrigens jeden Monat 192 Euro Sozialversicherungsbeiträge für ein angegebenes Jahreseinkommen von 12000 Euro (obwohl es dieses Jahr wohl weniger sein wird). Weiß nicht, woher immer diese abstrusen Angaben von 50 oder 100 Euro herkommen.)
Journalistenrabatte gibt es nur für Leute, die offiziell anerkannte Presseausweise haben, und das trifft auf die wenigsten Künstler zu.

Geschrieben am
maddi
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wollte nicht antworten bevor ich es sicher sagen kann:

hab bei einigen nachgefragt, meine o.g. vermutung war richtig. ist einfach möglich das runterzurechnen und nur annaehernd das jahresnetto anzugeben (alles akzeptieren die nciht, aber kuenstlerisch notwendige ausgaben sind wohl kein problem).

es ist uebrigens selbst bei 192 n rund 5euro vorteil. dazu kommt die tatsache das wir angestellten den rechnerischen künstler-ag-anteil vom staat ueber steuern finanzieren. und aus ag sicht keiner mit brutto rechnet, sondern brutto incl ag-anteil. d.h. das ein exakt gleichgestellter angestellter faktisch bei rund 400 sozialbeitraegen liegt und über steuern nochmal die 200 für künstler abdeckt.

wohlgemerkt bei 1k monatseinkommen. jährlicher vorteil rund 2400. plus die steuerumschichtung.
ich finde ich bestehe zurecht auf aufnahme in dei argumentation wink.gif


@ketzu: man stellt n antrag und muss in teilen das künstlersein nachweisen. ist nicht schwer, klappt auch als werbegrafiker etc.

preise werden schon lange nicht mehr rein über angebot und nachfrage regelt, völlig veraltetets wirtschaftsmodell.
hast aber recht, was die krone angeht... ich versteh einfach nicht was das bsp mit dem bäcker sagen soll. erst sagst du "Ob der Bäcker heimliche Deals mit Banken hat, die mir Kredite anbieten damit ich mir Brötchen kaufen kann ist da irrelevant." dann "ob der Bäcker günstigere Modalitäten bei Banken oder meinetwegen Autos umsonst bekommt, würde ich nicht weniger für seine Brötchen bezahlen,..." das ist doch was ganz anderes? ich hab die kernaussage da also immernoch nicht verstanden sad.gif


ps: ich sitz gerade nciht an meinem rechner, veryeiht das schriftbild wink.gif

Geschrieben am
maddi
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und ergaenzend vllt noch: bei den normal angestellten ist es plakativ gerechnet. noch schlimmer siehts im vergleich zu selbstaendigen aus... selbstaendige, die all diese absicherungen, kv, av, rv (als selbstaendiger hat man je nach art pflicht+die richtige eigenabsicherung), pv, uv, haertefall-bu usw. fuer so n preis bekommen gibt es nicht. da liegt allein schon die kv bei zum teil mehrfachen! und da wird gezahlt egal was man verdient, ob 1k oder 800 mtl. ist den versicherern egal.
also ganz ab von den ganzen kleinen einkaufsvorteilen, die evtl. an persoenlichem engagement und zeitaufwand, sowie insbesondere dreistigkeit haengen - das sind simple fakten, die grosse finanzielle unterschiede bewirken.

Geschrieben am


Freiwillige Angabe
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