Klopfers Blog

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Nuff! Ich grüße das Volk.

Angeblich soll ich ein Jahr älter geworden sein, und deswegen danke ich noch mal allen für die lieben Glückwünsche, außerdem gibt's auch ein großes Dankeschön für die lieben Gaben. Bob wird sich freuen: Ich hab jetzt ein Lego-Polizeiboot! onioncleanplz.gif

Ansonsten rumort eine Frage in meinem Kopf: Wen muss ich vergasen wollen, um 1,3 Millionen Fans zu kriegen? 014.gif 90.000 Euro kriegt man so im Jahr! animaatjes-onion-34424.gif Donnerwetter. Die Zahl macht mich ja schon ein bisschen geil. 0fbbf481.gif

Bedanken muss ich mich übrigens auch bei Jack, der mir auf Facebook einen Link schickte, wonach die österreichischen Grünen in Klagenfurt einem Teil ihrer Mitglieder eine sprachliche Geschlechtsumwandlung spendierte und so zum Beispiel der Obmann zur Obfrau wird. Das ist an sich der Wahnsinn, den wir schon von woanders kennen und mit dem sich Leute die Zeit vertreiben, die keine Probleme haben. Idiotinnen halt. biggrin.gif

Kopfschütteln rief bei mir aber auch die Bemerkung hervor, die weibliche Form sei für "alle bestehenden 12 bis 15 Geschlechter" gedacht. facepalm.gif Stopp. Halt. Nein. Es gibt keine 12 bis 15 Geschlechter. Nicht jeder, der einem Geschlechtsklischee nicht entspricht, kriegt eine eigene Schublade, und die ganzen Vollpfosten, die sich darin gefallen, ständig neue Geschlechtskategorien auszudenken, können meinetwegen zeitnah in einem Feuer sterben... *nach oben schiel* ... oder vergast werden. (Jetzt sollten meine Fanzahlen aber explodieren. zufrieden.gif )

Zwei Geschlechter. onioncleanplz.gif Das reicht. Entweder Junge oder Mädchen. Wer verwirrt ist, guckt in seine Hose. Wenn er mit dem ganz gut leben kann, was er darin findet (auch wenn evtl. Länge und Dicke nicht den Idealmaßen entsprechen), nimmt er halt das als Hinweis auf sein Geschlecht. Wer lieber das andere Teil hätte, soll sich meinetwegen dem anderen Geschlecht zugehörig fühlen. Wer eine Laune der Natur ist, da unten mehrere sich widersprechende Anzeichen findet und mit beiden Geschlechtsidentitäten zufrieden wäre, aber zu unentschlossen, kann nach der DNA gehen: Mindestens ein Y-Chromosom heißt, du bist männlich. Wir kommen mit zwei Geschlechtern prima aus, das reicht für jeden. Alles andere ist "Ich bin so ein besonderes Pflänzchen"-Bullshit und sorgt nur dafür, dass die Einrichtung öffentlicher Toiletten in Zukunft immer mehr Kopfschmerzen verursacht und man jedes Anmeldeformular in sozialen Netzwerken bis zur Vergasung (233cd70a.gif ) totdiskutiert.

Dieses ganze bekloppte "Ich fühl mich aber nicht wie ein Mann, obwohl ich nichts gegen meinen Pimmel hab" ist Schwachsinn. Die ganzen Aktivistengruppen, die behaupten, es gäbe Transgender ohne Geschlechts-Dysphorie, sind Trottel. Ich fühl mich wie ein Mann, weil ich weiß, wie ich mich fühle, und weil ich meinen Penis mag, der mir zeigt, dass ich ein Mann bin. (Und was für einer. 044.gif *har*) Ich weiß aber nicht, wie sich jeder Mann fühlt. Ich hab keine Ahnung, wie der tätowierte Glatzkopf mit dem Bullterrier sich fühlt, der da gerade draußen vor dem Haus Gassi geht. Ich nehme an, er fühlt sich auch wie ein Mann, aber vermutlich trotzdem anders als ich. Wahrscheinlich gibt es Frauen, die in ihren Interessen und Gefühlen dem Glatzkopf näher sind als ich, und trotzdem sind es Frauen. Auch die ganzen psychologischen Erkenntnisse, wie Frauen und Männer denken, beziehen sich auf den Mittelwert in großen Gruppen, nicht auf Individuen. Wenn von 100 Frauen die meisten lieber ins Schuhgeschäft gehen als in den Eisenwarenladen, heißt das nicht, dass die Frauen, die lieber in den Eisenwarenladen gehen, nicht zum gleichen Geschlecht gehören würden.

Jungs sollten sich nicht einreden lassen, sie wären kein Junge, nur weil sie keine typischen männlichen Interessen oder Geschmäcker haben. Und Mädchen sollten sich nicht einreden lassen, sie wären keine Mädchen, nur weil sie sich gerne raufen und keine Röcke tragen wollen. Wir wären als Gesellschaft endlich an dem Punkt angelangt, wo wir die Erfüllung von Geschlechterklischees als unbedingte Voraussetzung zur Zugehörigkeit zu einem Geschlecht abstreifen könnten, und stattdessen konzentrieren wir uns immer mehr darauf. Ich hab als Kind echt viel Scheiße von meinen Klassenkameraden hören müssen, dass ich angeblich kein richtiger Junge wäre, weil ich mich nicht für Sport interessierte, schüchtern war und öfters mal geweint habe, wenn's mir mies ging. Das Letzte, was ich damals gebrauchen konnte, war irgendein Scheiß-Hippie, der mir ebenfalls erzählt, dass ich kein Junge wäre, sondern irgendein besonderes Geschlecht hätte oder ein Mädchen wäre. (Die allermeisten Kinder, bei denen eine Geschlechts-Dysphorie festgestellt wird, identifizieren sich nach der Pubertät übrigens als cis-gender, also als das, was ihnen ihr Unterleib sagt. Man tut ihnen also keinen Gefallen, wenn man eventuell bei ihnen auftretende Zweifel an ihrem Geschlecht unbedingt bestärkt, anstatt einfach mal abzuwarten und zu schauen, wie sich das entwickelt.)
Die reine Betrachtung der Geschlechtsteile, die jemand hat, und die Haltung des Eigentümers besagter Geschlechtsteile zu ihnen - das ist tatsächlich die inklusivste, unangreifbarste Methode, um das Geschlecht festzustellen, nicht irgendwelche Neigungen, Gefühle und Interessen, die nichts mit dem Untenrum zu tun haben. Niemand kann bestreiten, dass jemand eine Frau ist, wenn sie selbstbewusst ihre Muschi zeigt. Niemand kann bestreiten, dass ich ein Mann bin, wenn ich ihm selbstbewusst meinen Penis zeige. Nur ein Grund, weswegen ich meinen Penis zeigen dürfen sollte. 70bff581.gif

Aber bestimmt bin für viele wieder ich der unsensible Kacksack und nicht diejenigen, die den Menschen noch mehr Bezeichnungen geben möchten, um sich voneinander abzugrenzen. schulterzuck.gif

Generell macht es irrsinnige Probleme, wenn wir unsere Gesellschaft immer mehr daraus ausrichten, Rücksicht auf alle Gefühle von jedem zu nehmen. Jeder hat Gefühle, und oft sind Gefühle verschiedener Menschen nicht miteinander vereinbar. Mag sein, dass jemand total doll fühlt, er wäre eine Schildkröte und sollte von anderen auch so behandelt und akzeptiert werden. Ich fühle dann allerdings total doll, dass derjenige ein Idiot ist und ich mich auch wie ein Idiot fühlen würde, wenn ich ihn wie eine Schildkröte behandle. Wessen Gefühle sind nun mehr wert, meine oder seine? Unemotional ist die Sache klar: Er kann zwar gerne auf dem Boden rumkrabbeln, aber er kann nicht von anderen verlangen, dass sie die Scharade mitmachen. Aber unemotional ist nicht gefragt heutzutage, und Aktivisten beider Seiten würden laut krakeelen. Die einen wären empört, dass man so intolerant ist und die Schildkrötigkeit dieser Person nicht anerkennt und sie somit herabwürdigt, die anderen wären empört, weil man dieses Schildkrötengetue toleriert, anstatt dem einen Riegel vorzuschieben und eine Geisteskrankheit behandeln zu lassen. Und am Ende will man alle vergasen, damit endlich Ruhe ist. (Ka-ching! Ich kann die 90.000 Euro schon riechen. 07baa27a.gif )

Und wo ich schon so schön beim Zetern bin, sollten wir auch die meisten Begriffe in die Tonne treten, mit denen Menschen (vornehmlich auf Tumblr) ihre sexuellen Vorlieben beschreiben. Beispiel: Wir brauchen kein neues Wort für Leute, die nur mit Menschen schlafen, die sie ganz doll gern haben. Wer ernsthaft dafür das Wort "demisexuell" benutzt, der will Anerkennung für etwas ganz Normales und ist somit ein Schwachmat. 04a97f13.gif

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Nachrichten des bösen Monats März

Veröffentlicht am 24. März 2011 um 23:57 Uhr in der Kategorie "Meine Sicht der Welt"
Dieser Eintrag wurde bisher 89 Mal kommentiert.

Kkessu
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Schildkröte? Was? Bitte sag das dieser Blog ein Witz ist...

Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Ist es nicht. ^^;

Geschrieben am
Seepferdchen-kin
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Von den offensichtlichen facepalm-Aspekten der Grünen-Aussage abgesehen - dass man einfach mal so beiläufig "12-15" Geschlechter erwähnt ist ja haarsträubend. Selbst wenn man ein Anhänger dieses ganzen Krams ist, seit wann ist die Existenz 12-15 Geschlechtern offiziell so etabliert, dass man das nebenbei so fallen lässt? Und sind sich die Leute da bei genau 3 Geschlechtern uneinig? Müsste man die Schranke nicht nach oben offen lassen, wenn sich wieder mal wer anders fühlt? Find ich ja diskriminierend! 33c4b951.gif

Was ganz anderes: Ich hinterlasse ja nur selten Kommentare, aber in letzter Zeit fällt mir der Emoticon-gebrauch wirklich positiv auf. Die Texte sind ja an sich schon witzig, aber die Untermalung mit den Emoticons setzt oft wirklich noch was drauf. Gutes Hasi! greatjobplz.gif

Geschrieben am
ArmedWombat
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Der ganze pan-, demi- und wasnichtalles-sexuelle Kram sind weniger Geschlechter als sexuelle Identitäten. Was auch schon hinreichend bescheuert ist, denn die üblichen vier (hetero-, homo-, bi- und a-) reichen für 99% der Menschheit absolut aus.
Für wen das nicht der Fall ist, braucht es keine eigenen Begriffe. Wenn Jemand unbedingt der Welt mitteilen will, dass er auf lederne Couchsessel oder tote Opossums steht, dann kann er das auch so. Aber da diese Randgruppe ebenso winzig wie heterogen ist, bräuchte es dann wahrscheinlich für je 10 Personen ein neues Wort. Und das ist noch optimistisch geschätzt. Einen Gutteil dieser Leute schätze ich so ein, dass es für sie die Bezeichnung schon abwertet, wenn sie sie mit Jemand anderem teilen müssen.

Man muss nicht alles ins Detail mit einem Wort beschreiben können. Dafür gibt es ganz dolle sprachliche Erfindungen: zusammengesetzte Wörter. Mehrere Wörter. Und sogar ganze Sätze.

Bei Berufen geht das doch auch. Oder sind HNO-Ärzte heimlich neidisch auf die Internisten, weil ihre eigene Berufbezeichnung nur eine Erweiterung des Wortes "Arzt" ist, und sie sich damit ihren Lebtag lang nicht als vollwertige Mediziner fühlen dürfen?

Geschrieben am
jck (Website)
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Fairerweise sind es ja nur 75.000 Euro, wenn man die 15k€ Strafe abzieht.

Und abgesehen davon reflektiert dieser misogyne, homophobe und sexistische Trollpost-Rant nicht Deine Privilegien als cisgender-nonqueer-able Male. Offenbar bist du ein Shitlord sondersgleichen.

Hast Du auch nur eine Sekunde darüber nachgedacht, dass nicht alle Menschen Hosen tragen - oder tragen dürfen, zum Beispiel Billionen unterdrückter Frauen in der Levante?
Oder über Hermaphroditen, die ihr Geschlecht nicht über einen Blick in ihre Unterwäsche bestimmen können? Nicht jeder kann sich Gentests leisten!

Gott, wegen Menschen wie Dir brauchen wir Feminismus! Die leiden! Sehr! Alle vier!

Geschrieben am
Sayuri
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Ich wunder mich ja auch schon länger, warum der Trend anscheinend wieder in die Richtung geht, sich über sein "Geschlecht" oder seine sexuelle Identität allein identifizieren zu wollen.
War der Feminismus nicht auch dazu da, zu zeigen, dass man nicht in erster Linie Mann oder Frau oder Mayonaise ist, sondern Mensch mit verschiedenen Facetten?
Ganz abgesehen davon, dass die mit "besonderer" Identität häufig extrem empfindlich auf jede Kleinigkeit reagieren, die sie infrage stellen könnte. Mein bevorzugter Weg aus der Unterdrückung wäre ja, stark zu werden, und nicht allen anderen meine Schwäche unter die Nase zu reiben.

Geschrieben am
BluejayPrime
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@Sayuri: Der Witz bei dem Ganzen ist ja, dass man in Watte gepackt werden und für den Rest seines Lebens die Prinzessin auf der Erbse spielen möchte. Ich bin fest davon überzeugt, dass es sich bei 99,9 % dieser Menschen um verwöhnte Blagen handelt, die tatsächlich das erste Mal mit den hardships of life konfrontiert werden, und jetzt nach einer Möglichkeit suchen, irgendwas dafür verantwortlich zu machen. Entweder das oder ernsthafte Psychosen. Keiner von denen will ernsthaft gegen irgendwas vorgehen, die wollen in der Regel nur Gründe, um sich a) besonders und b) in einer Opferrolle fühlen zu können, um diese Opferrolle wann immer möglich als Schild und wahlweise Druckmittel hochhalten zu können. Mich verfolgt ein aggressiver Hass auf dieses Pack.

Geschrieben am
BluejayPrime
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@Klopfer: Du glaubst, Schildkröten wären die Härte? Warte, bis du die starkins siehst. Jaja, es ist genau das, wonach es sich anhört. :'D
https://www.tumblr.com/tagged/starkin

Geschrieben am
Praeriebaer
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Aber es ist nunmal so, dass im Zweifelsfall besondere rechtliche Ansprüche nur für bestimme Geschlechter zum Tragen kommen. Wie willst du das jetzt machen, wenn jemand auf de Frauenparkplatz parken will, der die falschen Chromosomen hat? Die neuen Geschlechter rühren aus der Forderung heraus, dass Transsexuelle etc. nicht mehr in eine Rolle gepresst werden sollen, der sie einfach nicht gerecht werden können. In Tausenden Fällen hat man Babys nach der Geburt da was abgeschnitten, und oft genug hat man sich geirrt. Um Menschen davor zu schützen gibt es nur den Weg andere Menschen anzuerkennen wie sie sind. Ob man dafür neue Geschlechter einführt oder nicht ist egal, es ist aber der einfachere Weg.

Geschrieben am
Praeriebaer
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Und wenn eine eingetragene Frau ein Kind zeugt, welches eine andere Frau austrägt, macht die dann trotzdem einen "Vaterschaftstest?" Und wenn nicht, kann die zeugende Frau dann auch über eine Abtreibung entscheiden, was nach deutschem Recht ja nur der Mutter zusteht? kann sie die Vaterschaft überhaupt anerkennen?

klare Definitionen die alle Eventualitäten abdecken sind in einem Rechtsstaat das A und O!

Geschrieben am
Punkt
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Chromosomen test hilft dir bei einem intersex/hermaphroditen uberhaupt nichts. Das phenomen entsteht namlich dadurch dass zwei befruchtete eizellen (eine XY und eine XX) zusammenwachsen und die DNA beim bilden des neuen Menschen durcheinenader gelesen wird. Der Mensch ist also genetisch und biologisch gesehen wirklich beides. Und ich versteh auch nicht warum das immer so ein gejammer von beiden seiten ist, ob man bestimmten minderheiten nun das Wohlfuhlen und die Annerkennung gonnen soll oder nicht. Wenn du jetzt einen autounfall hattest und dein Geschlechtsteil amputiert werden wurde, und dich jeder dann dauernd mit Frau Hase anreden wurde, tat dir das auch nicht gefallen, oder? xD

Niemand weiss wie gross eine minderheit ist, bis man ihnen die moglichkeit gibt, sich zu outen, vielleicht sind es ja echt nur 10 Leute, vielleicht sind es auch deutlich mehr, und ist es jetzt echt so schadlich fur die Welt wenn man denen ein anderes Wort gonnt? Mein Gott, ist ja wie in der Grundschule hier, wo jeder gleich gehanselt und runtergemacht wird, nur weil derjenige kein Fleisch essen will.

Geschrieben am
Nuki
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"Den Schuh zieh ich mir nicht an."

Schönes altes Sprichwort wie ich finde. Ich verstehe nicht wie Erwachsene Frauen Menschen sich über ein schlichtes 'man' auf regen können und ich bin selber eine. Aber wenn man keine Probleme mehr hat, macht man(frau?) sich halt welche.

Geschrieben am
Badabumm
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"Mein Gott, ist ja wie in der Grundschule hier, wo jeder gleich gehanselt und runtergemacht wird, nur weil derjenige kein Fleisch essen will."
Nur dass in dieser Grundschule jeder rausposaunt, was er genre isst. Und nur weil jemandem Brokkoli nicht schmeckt, muss das gleich als neue Ernährungsform akzeptiert werden, um denjenigen nicht zu kränken.

Geschrieben am
Kitschautorin (Website)
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(Monsieurs Onkel hätte seine helle Freude an dieser Seite.^^)

Ich stimme zwar mit dir darin überein, dass man nicht drei Millionen Geschlechter haben muss, aber Intersexuelle erkenne ich schon an. Für die ist es dann tatsächlich eher hinderlich, dass man sie in ein bestimmtes Geschlecht presst. (Ich empfehle da "Middlesex" von Jeffrey Eugenides.)

Geschrieben am
Krwasch
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Hier übrigens mal die Umsetzung bezüglich des Geschlechts eines Kunden in einer Behörde:

http://www.directupload.net/file/d/4266/4kwf6cpo_png.htm

"Unbekannt" fällt später im Prozess noch weg, dann hat man einfach alles was nicht Männlich oder Weiblich ist, als "Unbestimmt" mit drin.
Das ist vor Rund 2.5 Jahren eingeführt worden und hat natürlich schon hier und da für Streit gesorgt.

https://anwaltauskunft.de/magazin/gesellschaft/staat-behoerden/149/das-dritte-geschlecht/

Geschrieben am
tharo
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@jck Da sonst kaum einer Bezug auf dich nimmt wollte ich das mal machen. Allein schon, weil du der URL deiner Homepage nach offensichtlich kein Stammleser von Klopfers-Web bist, was vermutlich bedeutet das du diese Antwort eh nie lesen wirst weil du vermutlich nur als Zitat 'shitlord' auf diese Seite gekommen bist.

Ich fand es sehr schön wie ArmedWombat es ausgedrückt hat: Es geht bei dem ganzen doch gar nicht um Geschlechter, es geht um sexuelle Identitäten.

Dazu fallen mir persönlich nur zwei Dinge ein:

1.) Wtf ist falsch mit euch, dass ihr SO viel wert auf eure sexuelle Identität legt? Ich meine sicher. Jeder Mensch mit einem vollständig entwickelten Charakter hat eine ganz genaue Vorstellung von seiner Sexuellen Identität. Aber wieso wird daraus so ein riesen Thema gemacht? Interessiert mich doch nicht! o.O Abgesehen davon, dass glaube ich keiner wegen jener anders behandelt werden will, will ich AUCH niemanden extra anders dafür behandeln müssen. Aka: Ich bin der einzige Schwule im Dorf.

2.) Dieser Hang sich immer in eigene Schubladen stecken zu wollen. So wie ich Klopfer verstanden habe will und kann ich diesem nur zustimmen: Hätten wir keine Schubladen und kein festgelegtes Bild bräuchten wir diesen Shit auch gar nicht. Wären Männer die Makeup und Kleidchen tragen okay, und nicht ihrer Rolle "unpassend", dann wärs in Ordnung. Same für Frauen mit Rasurschnitt und Flanellhemd. Der "Lösungsansatz" noch mehr Schubladen zu schaffen, statt Geschlechterrollen generell aufzuweichen (wie es in den 70ern und 80ern in der Modernen Popkultur z.B. versucht wurde) find ich grundsätzlich dull.

So. Mein Senf ^^
Klopfer, ich will ein Kind von dir biggrin.gif

Geschrieben am
Rollmops
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Mhm..also ich bin regelmäßiger Leser von Klopfer und finde den Beitrag auch nicht so richtig lustig und angemssen.

Geschrieben am
qwzt
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@Rollmops: Wirklich lustig fand ich ihn auch nicht (abgesehen von den Anspielungen auf julien, den Kerl konnte ich noch nie Leiden), aber ich stimmte Klopfer zu, was die Gender-Diskussion angeht.

Geschrieben am
Askat
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@Rollmops
Ich finde Klopfers Meinung schon gut nachvollziehbar. Ich bin meist nicht 100% konform mit ihm, aber er begründet immer sehr gut und lässt einen noch einmal anders auf die Dinge schauen, wenn man es denn zulässt.

Ich sehe Klopfers-Web nicht als reine Belustigungsseite, denn dann wäre sie auch wesentlich langweiliger. Mich interessiert seine Meinung auch zu sehr ernsten Themen und ich würde dir sonst empfehlen die ernsten Parts zu überspringen, wenn sie dich nicht ansprechen.

Geschrieben am
bla
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@Rollmops:
Witzig oder nicht ist ja nun Betrachtungssache, aber wo ist der Beitrag denn bitte unangemessen?
Nicht alles, was deiner Meinung widerspricht oder deine Gefühle verletzt, ist gleich unangemessen.

Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Wenn wirklich jemand biologisch eine Chimäre ist (und es ist selten, dass selbst bei den Chromosomen nicht eindeutig ist), dann prima: Die Person kann sich aussuchen, wovon sie sich angesprochen fühlen will. victory.gif Und wenn's ein ganz doofes Gefühl ist, kann man ja meinetwegen bei Bedarf dazusagen, dass man intersex ist. Dafür braucht man ja auch nicht 12 neue Kategorien.
Aber bei den meisten, die behaupten, sie wären irgendein weiteres Geschlecht jenseits der zwei normalen, ist es einfach eine Sache, die im Kopf stattfindet, die hat mit der Biologie doch gar nichts zu tun.

Es gibt nicht viele Gesetze, die tatsächlich geschlechtsspezifisch sind (Exhibitionismus...), insofern sehe ich da auch keine großartigen Probleme. Frauenparkplätze, Frauenumkleiden etc. sind doch dafür da, dass Frauen sich nicht von Typen belästigt fühlen. Da kann man doch ein bisschen Selbsteinschätzung beweisen und schauen, als was man im normalen Alltag eher rüberkommt und ob man da bedrohlich oder creepy wirken würde, wenn man in ein Damenklo reinmarschiert.

Die ganze Sache mit den X verschiedenen Geschlechtern kostet einfach nur wahnsinnig viel Zeit, Mühe und somit Geld, wenn ständig darauf bestanden wird, dass jede Kleinigkeit, von den Formulierungen in offiziellen Texten über Beschilderungen bis hin zu Formularen in privaten und öffentlichen Unternehmen, darauf hin ausgerichtet wird, diese absolut winzige Minderheit zu berücksichtigen, die es nicht ertragen kann, als Männchen oder Weibchen angesprochen zu werden.

Facebook bietet in den USA 56 verschiedene Alternativen für die Geschlechtsangabe, in Großbritannien sogar 71, und der Informationsgehalt ist so ziemlich bei null. Angaben wie "Gender-fluid" oder "Gender-questioning" sind einfach nur Quark, wie man es dreht und wendet.

Geschrieben am
Dino
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@Tharo: Der letzte Satz macht es für mich ziemlich klar, dass jck das nicht ernst gemeint hat ^^

Aber ich frage mich bei der ganzen Diskussion auch immer, ob es nicht OK wäre, wenn wir uns auf fünf Kategorien einigen könnten (als Kompromiss, von mir aus tuns auch drei): Männlich/weiblich, was dann wohl den grössten Teil abdeckt, zwei Kategorien für transsexuelle, die sich aber eindeutig als "das andere" fühlen und "Diverses" (was man vllt anders nennen sollte). Warum könnte das nicht jeden zufriedenstellen? Irgendwie schade, dass man hier Diskussionen führen muss, weil sich ein paar Leute gern mit idiotischen Vorwürfen in den Mittelpunkt drängen...

Geschrieben am
Praeriebaer
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Ich denke auch, wenn man sich irgendwo als irgendetwas eintragen soll, was man einfach nicht ist nur um der Form zu genügen, macht das einen Menschen sehr zornig.

Die Erfassung der eigenen Identität ist ein entscheidender Baustein zum Erwachsenwerden. Wenn Transsexuelle einfach nur als "anders" definiert sind, haben sie dazu keine Chance. Das ist ein sehr wichtiges Thema obwohl nur so wenige physisch Betroffene existieren. Wenn ein Transsexueller bei den Bundesjugendspielen irgendwo einsortiert wird, läuft er im Grunde außer Wertung-so wie Kinder bei "Wetten Dass" damals.

Geschrieben am
qwzt
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@Praeriebaer: Aber wenn Transsexuelle bei den Bundesjugendspielen als dritte Gruppe zu Junge/Mädchen eingeführt werden, werden an den meisten Spielen Transsexuelle nur gegen sich selbst antreten und von den anderen Kindern ausgegrenzt werden, weil sie zumeist die einzigen an der entsprechenden Schule sein werden.

Ich verstehe, dass diese Menschen ihre eigene Identität finden wollen, und sich nicht in vorgeschriebene, unpassende Rollenbilder fügen wollen, bzw. können, aber ich denke, dass die ganze Diskussion am Falschen Ende anpackt. Mehr Differenzierung schafft mehr Ungleichheit und Ausgrenzung. Wie Klopfer schon gesagt hat, sollte man die Geschlechterrollen aufweichen.

Das würde nebenbei auch das Problem lösen, dass viele die sich als Männer/Frauen sehen, nicht so wahrgenommen werden, weil sie sich untypisch verhalten (z.B. Frauen die Maschinenbau studieren, bzw. Männer als "Krankenschwester")

Geschrieben am
Praeriebaer
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Mit Männern als Krankenschwestern hat doch die Gesellschaft kein Problem.

Bloß ICH finde weibliche Krankenschwestern einfach geiler!!!!

Über die typischen Berufsbilder sind wir mittlerweile in Deutschland hinaus, einzig die Kirche ist noch zurückhaltend bei der Einstellung von Bischöfinnin. Die Kindergärten ringen um Männer, trotz vergangener Erfahrungen mit schwarzen Schafen aus diesem Berufsstand.

Geschrieben am
qwzt
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Als Problem mit den Menschen kann man es vermutlich nicht bezeichnen, aber ich kenne einige Mädchen die aktuell Maschinenbau studieren und die werden häufig seltsam angeschaut und nicht wirklich als weibliche Wesen wahrgenommen.

Geschrieben am
Alex
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Es gibt halt Leute, die sich geistig im falschen Körper befinden. Für einige ist es so schlimm, dass sie quasi ihren Körper verteufeln und sich unbedingt ihrem "geistigen Geschlecht" anpassen müssen, andere nicht. Die Anpassung ist schließlich verbunden mit einer Vollkastration. Will auch nicht gerade jeder...
Wer das Glück hat, dass vor der Geburt nichts schiefgelaufen ist und das geistige/körperliche Geschlecht übereinstimmt kann froh sein - und auf den anderen die nicht so viel Glück hatten nicht noch rumhauen.
Dass man jetzt unbedingt in offiziellen Dokumenten x verschiedene Geschlechter aufführen muss, ist natürlich kappes. Genauso wie die Vergewaltigung der Sprache bis zur Unlesbarkeit.
Aber wer in FB (also nichts offizielles) unbedingt was eigenes angeben will - wen stört's. Könnte man auch reinschreiben, dass man sich Himbeerjoghurt fühlt. Ist doch wurscht.
Des Weiteren weiteren gibt es auch noch sowas wie das Klinefelter Syndrom (also Spielchen wie XXY-Chromosomen. Ist man da jetzt genetisch Mann oder Frau? Zwei X wär eigentlich Frau ^^), was ca.1-2%% der Bevölkerung haben sollen...
Und schlussendlich zum Ausleben, wie man will: Wenn man als Junge gerne Kleider anzieht wird man als Spinner angesehen, während ein Mädchen im Anzug als emanzipiert gilt...

(Und PS: gemeinsame Toiletten wären nicht nur für Transgender gut, sondern auch für Frauen. Mehr Platz für Schüsseln (eine Waschplatzreihe und Tür fällt weg) + die meist unbenutzten der Männer und die Jungs können irgendwo hinter ner Tür trotzdem ihren Stehbereich haben) wink.gif )

Geschrieben am
Mentos
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Ich denke, dass es einen Bedarf nach so vielen Bezeichnungen gibt, spiegelt tatsächlich eine Schieflage wieder. Wir leben immerhin in einer Gesellschaft, der es einerseits wirtschaftlich so gut geht, dass man sich über solche Sachen Gedanken machen kann und andererseits eine Form von Meinungsfreiheit und Sprache etabliert hat, die es möglich machen und erlauben darüber zu reden.

Nur wie schon oben angerissen, würde ich auch zustimmen, dass die Behebung der Schieflage nicht darin bestehen sollte, noch mehr Kategorien aufzumachen, sondern die inzwischen zu engen Kategorien männlich/weiblich dahingehend aufzuweichen, dass sich wieder alle damit abgedeckt fühlen. Wenn ein Mann sich gerne schminkt und Kleider anzieht und sich mit schönen Dingen umgibt, warum kann er sich dann nicht als Mann fühlen? Warum wird ihm das von der Gesellschaft abgesprochen? Warum wird er dann quasi dazu gedrängt sich queer/trans/drag zu nennen, obwohl er doch einfach nur ein Mann ist.
Das ist doch eine Überbewertung von Geschlecht und Sexualität.

Naja, ich wollte als Kind gerne mit Polly Pocket spielen, war aber nix für Jungs, hab stattdessen nen Fußball bekommen, und ich kann Fußball echt nicht ausstehen. Später konnte ich meine Vorliebe für kleine Figuren mit Tabletops endlich ausleben.

Was ich gut finden würde, wenn wir diesen ganzen Geschlechterkram mal etwas entspannter angehen würden und uns vor allem als Menschen sehen würden. Klar biologisch gibt es ein paar, die werden schwanger, da sollte man rechtlich nach wie vor einen gewissen Schutz einräumen, aber zum Beispiel Frauenparkplätze, da könnte man doch generell Parkplätze für alle einrichten, die sich unsicher fühlen, kann doch Männern genauso gehen, oder?
(Behindertenprakplätze bleiben natürlich weiterhin bestehen für gehbehinderte Menschen.)

Vielleicht würden wir mehr zusammenwachsen, wenn die Unterschiede nicht immer so hervorgehoben würden. Oder wie mal wer sagte, der Unterschied zwischen Mann udn Frau? Keine Ahnung, hinten sind se gleich und vorne passen se zusammen...

Geschrieben am
Sajoma
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Freut mich sehr, dass es Menschen gibt, die meine Einschätzung teilen - leider kenne ich zu wenig Betroffene, um mir von denen eine andere Perspektive zeigen zu lassen. Ich bin allgemein (ob auf Sexismus, Genderdiskriminierung oder Rassismus bezogenen Diskussion) nicht für die Beschneidung bzw. krampfhaften Erweiterung der Sprache, sondern für eine Änderung der Verhältnisse. Wie saget Käpt'n Blaubär: Wenn schlechte Dinge zur Gewohnheit werden, muss man die Verhältnisse ändern. Ich versuche, meine privilegierte Position als Frau in der Sexismusdebatte auszunutzen, um vorzuleben, dass es nicht das generische Maskulinum ist, welches man abschaffen muss, sondern eher die Frage, ob mal ein paar starke Männer Bücher tragen kommen können. Ich bin nun (leider? o0) nicht schwarz oder transsexuell, aber ich finde es logisch, dass in einer Gesellschaft mit weniger Restriktion, was die eigene Entfaltung angeht (sprich, dass Jungs mit Barbies spielen dürfen und Mädchen auch, wenn sie wollen - denn inzwischen wird ja beinahe das Gegenteil verlangt), auch mehr (wenn auch vll nicht alle) Menschen mit einer Identitätskrise oder anderen Kategorisierung ihrer Identität ohne ein Anpassen ihres Körpers an die Ideale der Gesellschaft ausleben könnten. Wer immer noch seinen Körper ändern will, obwohl ihn alle so akzeptieren, wie er ist, soll das halt machen - aber einen Versuch wär's wert.

Ich weiß nicht, ob du noch Streicheleinheiten brauchst, Klopfer, aber: guter Artikel. Ich seh die 90.000 auch auf dich zuschwappen.

Geschrieben am
Praeriebaer
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Und mir gehts auf die Eier, wenn man Jahrtausend Jahre alte Wörter in einer schnelllebigen Zeit einfach so mirnichts dirnichts bis zur Bedeutungslosigkeit wegdefinieren muss! Dann erfinde ich lieber neue Wörter, als zum Beispiel son Sprachwulst wie "Homoehe" zu erschaffen. Was für ein Unsinn, das Wort EHE ist VIEL älter als die Hochzeit und seit Alterszeiten klar definiert als eine auch sexuelle Bindung und Zusammenleben zwischen Mann und Frau. Heute sind auch Leute in einer Ehe die garnicht zusammenleben, so kann man m.M.n. mit Sprache nicht umgehen. Genauso wenig wie man nun den doch recht eindeutig definierten Begriff von Mann und Frau bis zum Erbrechen verbiegen sollte.

Geschrieben am
CalmYourTits
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Mein Gott, dann wollen halt ein paar Leute sich weder als Mann noch Frau identifizieren.Ist doch ihre Sache, oder?

Mir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn ich über sie mit den von ihnen gewünschten Pronomen spreche. Es ist ja ein bißchen so, als wenn jemand seinen Geburtsnamen nicht mag und lieber mit einem Spitznamen gerufen werden möchte.

Wenn sich manche Menschen mit der Bezeichnung "genderfluid" wohler fühlen, hat es doch keine Nachteile für mich sie als solche zu bezeichnen. Warum stören sich so viele daran?

Dass so viele Menschen eine Schublade für sich suchen, kann ich ebenfalls verstehen. Es gibt doch ein gutes Gefühl, eine Schublade zu finden und sich zu denken: "Ah! Das passt!". Man will sich doch oft irgendwie einer Gruppe zugehörig fühlen.

Geschrieben am
Sayuri
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@Praeriebaer:
Rechtlich gesehen ist die Mutter diejenige, die das Kind austrägt - unabhängig von der genetischen Herkunft. Potentielle Eltern können einen DNA-Test machen, das ist auch schön geschlechtsneutral.

@all: Finde es schön, dass es hier soviele Gleichgesinnte gibt, die auch lieber Geschlechterrollen überflüssig machen würden. Dann muss sich keiner unmännlich oder unweiblich fühlen, egal welche Hobbys man hat oder auf wen/was man steht.

Und klar möchte man sich auch einordnen, aber man kann z.B. sportlich, nerdig, bisexuell und sich Schildkröten verbunden fühlen, ohne dafür einen tollen neuen Begriff zu benötigen, oder nur die Leute toll zu finden, die genau diese Kombination haben.
So wie man mittlerweile auch auf den meisten Formularen nicht mehr zwischen "Frau" und "Fräulein" auswählen kann, wird es ja wohl auch möglich sein, entweder "Mann" oder "Frau" auszuwählen.

Und in irgendeiner fernen Zukunft haben wir uns (und unsere Sprache) vielleicht so weiterentwickelt, dass wir gar keine Geschlechter mehr brauchen smile.gif

Geschrieben am
bombjack
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[...]Dieses ganze bekloppte "Ich fühl mich aber nicht wie ein Mann, obwohl ich nichts gegen meinen Pimmel hab" ist Schwachsinn.[...]

Halber Einspruch, lieber Klopfer...ist es durchaus möglich, dass sich Jemand als eine Person im falschen Körper fühlt, obwohl sein Geschlecht biologisch (X vs. Y) eindeutig bestimmt ist.
Da gibt es mehrere Theorien, eine wäre z.B. das je nach Hormonspiegel des Kindes (Testosteron, Östrogen) die "Verdrahtung" (Verschaltung) im
Gehirn unterschiedlich angelegt wird und das damit diese Hormone das Gehirn beinflussen vgl.
http://www.the-scientist.com/?articles.view/articleNo/44096/title/Sex-Differences-in-the-Brain/

Es gibt inzwischen Hinweise darauf, daß Hormonlevel auch in der "Vorgeburtsphase" Einfluß auf die Entwicklung des Hirns haben vgl.
[...]Scientists at the University of Giessen in Germany used the association to correlate mathematical and spatial skill with pre-birth
testosterone levels.[...]
https://www.psychologytoday.com/articles/200612/the-sex-hormone-secrets

D.h. aus dem wäre es durchaus möglich, dass jemand das Gefühl hat er wäre im falschen Körper und zwar unabhängig von dem was er in der Hose hat.

bombjack

Geschrieben am
Isaac
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Frau würde sich am liebsten die Unterschiede zwischen den
Geschlechtern wegwünschen - so ist eben das Wesen der Frau.

Geschrieben am
Isaac
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Man brachte einen Jüngling zu einem weisen Manne und sagte: „Siehe, das ist Einer, der durch die Weiber verdorben wird!“

Der weise Mann schüttelte den Kopf und lächelte. „Die Männer sind es", rief er, "welche die Weiber verderben: und Alles, was die Weiber fehlen, soll an den Männern gebüsst und gebessert werden, denn der Mann macht sich das Bild des Weibes, und das Weib bildet sich nach diesem Bilde.“

„Du bist zu mildherzig gegen die Weiber" sagte einer der Umstehenden, "du kennst sie nicht!“

Der weise Mann antwortete: „Des Mannes Art ist Wille, des Weibes Art Willigkeit, — so ist es das Gesetz der Geschlechter, wahrlich! ein hartes Gesetz für das Weib! Alle Menschen sind unschuldig für ihr Dasein, die Weiber aber sind unschuldig im zweiten Grade: wer könnte für sie des Oels und der Milde genug haben.“

Was Oel! Was Milde! rief ein Anderer aus der Menge; man muss die Weiber besser erziehen!

„Man muss die Männer besser erziehen,“ sagte der weise Mann und winkte dem Jünglinge, dass er ihm folge.


Der Jüngling aber folgte ihm nicht.

Geschrieben am
Isaac
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In Wirklichkeit existiert Weiblichkeit nicht, außer als negative Entität. Sie existiert in dem Grade in dem Männlichkeit in Gedankenprozessen fehlt, genauso wie Dunkelheit nur in dem Grade exisiert, in dem Licht abwesend ist.

Weiblichkeit ist der Mangel an Ordnung, Zusammenhang und Zweck. Sie kann nicht auf irgendeine Weise "benutzt" werden. Man kann sich nur in sie fallen lassen um den Realitäten und Bedrohungen durch männliches Bewußtsein zu entfliehen, was die Mehrheit der Männer auch tut.

Geschrieben am
hixx
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Klopfer, bitte einmal einen Beitrag über die aktuellen Waffengesetz-Anstrengungen (beider Seiten) in den USA! Einfach, weil es so abgeklärt ist, wie z.B. in der Lobby gedacht wird..

http:/www.zeit.de/gesellschaft/2016-02/waffen-kinder-usa-industrie?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.mail.ref.zeitde.dskshare.link.x&utm_medium=sm&utm_source=mail_zonaudev_ext&utm_campaign=mail_referrer&utm_content=zeitde_dskshare_link_x

Geschrieben am
DerHilden (Website)
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War klar, dass sich einige hier gleich wieder künstlich über den Beitrag echauffieren.
Ich sehe das ganz genauso wie Klopfer. Man braucht keine zig Bezeichnungen für Leute, die meinen, etwas ganz Besonderes zu sein und in keins der bestehenden Geschlechter zu passen. Und genauso wenig muss man das jedem mitteilen. Es soll jeder einfach leben, wie es ihn glücklich macht und nicht irgendeine Sonderrolle beanspruchen.
Anderes Thema, aber das ist auch bei Vegetariern oder Veganern oft anstrengend. Ich freu mich sehr für euch, dass ihr euch versucht, gesund zu ernährunf und auf die Umwelt achtet, aber versucht in Gottes Namen nicht, mich davon zu überzeugen, dass das die einzig wahre Lebensweise ist. Genau das ist nämlich das Problem. Von einer angeblich einzigartigen eigenen Position überzeugt zu sein und öffentlich kundzutun, wie toll und erstrebenswert das doch ist. Das ist Bullshit.

Geschrieben am
duds
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Boah, diese blödes Hasen im Text gehen mir auf den Sack.

Geschrieben am
Badeente
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@duds: Du weisst aber schon, dass das hier die Seite vom Hasen ist? smile.gif

Geschrieben am
Jan
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Vorweg: was ist eigentlich Transsexualität mit Geschlechtsdysphorie und was ist der Unterschied zu ohne?

Klar, Gendergaga- und Feminazi-Bashing ist immer unterstützenswert, aber hier hast du dir für den Einstieg ausnahmsweise mal ein eher schlechtes Beispiel ausgesucht. Warum sollte ein weiblicher Obmann nicht Obfrau heißen können (solange die männlichen weiterhein Obmänner bleiben dürfen)? Männliche Krankenpfleger wollen ja in der Regel (höhö :hihismile.gif auch nicht Krankenschwester genannt werden, oder? Das hat meiner Meinung nach mit dem verkrampft-künstlichen pseudo-generischen Femininum z.B. bei der Uni Leipzig nicht viel zu tun: während Professoren und Studenten eben Begriffe sind, die eindeutig die jeweiligen weiblichen Varianten mit einschließen, ist es der Obmann zwar bis zur Einführung eines besseren Begriffs auch, klingt aber zugegebenermaßen irgendwie komisch. "Diese Studenten sind weiblich" klingt für mich total ok, "Dieser Obmann ist weiblich" - na ja. dry.gif Insofern finde ich das mit den Obfrauen eigentlich ganz in Ordnung (der Vorstoß der Uni Leipzig bleibt trotzdem Mist aus o.g. Grund).

Dem Rest kann ich uneingeschränkt zustimmen. Es gibt 2 Geschlechter (plus - mit Mühe - noch Intersexualität/Zwitter, wobei das eher als Fehlbildung/körperliche Krankheit/gesundheitliche Störung/whatever zu bezeichnen wäre und kein extra Geschlecht rechtfertigt) und 3 sexuelle Identitäten (hetero, homo, bi), fertig aus. Die ganze Energie (und Geld), die sinnlos auf das Thema verschwendet wird, diese Möchtegern-political-correctness und die Verunstaltung der Sprache bis hin zur Etablierung eines Neusprechs, bei dem Orwell sich im Grab umdrehen würde, nerven einfach nur noch. kotz.gif

Nur, warum bei der Behandlung der Schildkrötig- oder Drachenseeligkeit aufhören? Was ist der Unterschied dazu, ob man sich mit seiner Hautfarbe, seinem Geschlecht oder irgendwas anderem nicht wohlfühlt? Ist das, was gerne als Transsexualität oder von mir aus Transgender bezeichnet wird, nicht genauso eher eine Identitätsstörung (sei sie behandelbar oder nicht) als ein zusätzliches Geschlecht? Immerhin fällt doch auf, dass die "Betroffenen" überwiegend tatsächlich ein eindeutig definierbares Geschlecht haben (Stichwort Blick in die Hose) und eben nicht zu dem sehr geringen Anteil an Intersexuellen, Klinefelter-Patienten, Turner-Patienten usw. gehören. kratz.gif

[url]http://imgur.com/LE1RoMT[url]

Geschrieben am
Jan
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hm.gif Hm, nochmal die Grafik: http://imgur.com/LE1RoMT

@Präriebär: Bitte was, zeugende Frau?? Nur weil ein fetter Mann Brüste hat, ist er noch lange keine Frau. Wenn dein Fall funktionsfähige (XY-)Spermien hat, ist er noch weniger eine. Eingetragene Frau, das ist das Problem. Ich hoffe wirklich, im Normalfall wird das eingetragen, was ist und nicht was der Betroffene gerne hätte. ohmy.gif

@Punkt: der Betroffene ist weder genetisch noch biologisch "beides", sondern eins davon, nur leider fehlentwickelt. Zugegegeben, im Bereich der Intersexualität gibt es einige wenige Syndrome, die eine Geschlechtszuordnung sehr schwierig bis unmöglich machen (ein sehr kleiner Anteil, die meisten Syndrome erlauben eine Geschlechtszuordnung), aber machen wir uns nichts vor: das sind keine "zusätzlichen" Geschlechter, sondern leider schwere Krankheiten, was man auch an der sehr häufig auftretenden Unfruchtbarkeit erkennt.

@bombjack: Ich glaub niemand hat bestritten, dass es das gibt. Das ändert aber nichts an dem real existierenden Geschlecht der jeweiligen Betroffenen. Mir tun die Betroffenen Leid, aber deshalb extra Geschlechter ("Transgender", "genderfluid") erfinden, extra Klokabinen bauen, überall *Sternchen reinballern? Nö, muss nicht sein.

@Alex: Klinefelter-Syndrom (XXY) betrifft ausschließlich männliche Patienten, Turner-Syndrom (X0) ausschließlich weibliche. Ist so, steht überall, hab ich mir nicht ausgedacht. "Männlich" heißt u.a. einfach "mindestens 1 Y". Es gibt auch XXYY, das ist aber auch männlich.

Dennoch betrifft das relativ wenige Menschen, und die ganzen Transgenders, Queers und was weiß ich alles rekrutieren sich interessanterweise eher nicht aus dem kleinen Anteil dieser Patienten, sondern überwiegend aus der Masse der besonderen Schneeflöckchen mit eindeutigem Geschlecht. Diese Tatsache und deren nervig-renitentes Verhalten hilft weder den Betroffenen von Chromosomenfehlern, noch sonstigen (echten) Minderheiten, und schon gar nicht Frauen, die ja immer gerne mit in den Opfertopf geworfen werden.

Mir fällt auch auf, dass viele Geschlecht und sexuelle Orientierung hemmungslos vermischen. Übrigens, asexuell bezeichnet die Abwesenheit einer Sexualität/sexuellen Vorliebe (griech. "a"=nicht, so wie im A-theismus, der ist nämlich auch keine Religion, sondern die Abwesenheit einer solchen), somit ist es auch keine extra Orientierung und kein extra Geschlecht.

Geschrieben am
Punkt
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@Jan, genau, wenn ich mit einem Intersex das nachste mal rede, sage ich der netten person, dass sein/ihre ganze identitat eine luge ist, und eigentlich ist er/sie nur eine laufende krankheit. So geht man halt mit menschen um, die sich sozial nicht in eine rolle quetschen konnen und denen korperlich jegliche idee fehlt, welche rolle das uberhaupt sein soll. man bezeichnet sie als krankheit bis sie sich endlich entscheiden schmerzhafte operationen zu untergehen und bitte endlich so zu tun als wurde eine halfte von ihnen nicht existieren biggrin.gif

Ich find euch ja ein putziges Volk, wieviel Aggressionen ihr habt, nur weil jemand nicht in euer "system" passt. Als ob euch die Leute den Kase vom Brot klauen taten. xD Sich ein anderes pronomen merken ist ja anscheinend so eine Kunst! Ihr armen Opfer, sich neue Worter merken! xDD

Geschrieben am
Elux
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Wieviele Geschlechter? Ich biete über 4000!!!
http://www.huffingtonpost.de/2014/01/14/intersexualitaet-geschlecht-deutsche_n_4596163.html?

Wegen der ganzen Toiletten werden ja auch der Flughafen Berlin oder die Elbphilharmonie nicht fertig...

Tja Gender"forschung" ist eben nur eine Pseudowissenschaft...

Geschrieben am
Quert
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Wozu brauchen wir überhaupt von offizieller Seite aus das Kriterium "Geschlecht"? Wenn es nicht eideutig definierbar ist, lassen wir es halt weg. Dann erledigt sich auch diese nutzlose Diskussion wer wen heiraten darf und man braucht nur eine Sorte Umkleiden und Toiletten und so. Im Gesetzbuch kommen wir bestimmt auch ohne diese Entscheidung aus - sie führte und führt sowieso oft zu Sexismus (verheiratete Frauen durften nur mit Erlaubnis ihres Mannes arbeiten, Wehrpflicht nur für Männer, Heirat nur zwischen Mann und Frau und all so ein Quatsch). Im Privatleben wissen doch alle Mensch selbst, wodrauf sie stehen oder nicht. Wie das dann beschrieben wird, ist dann nicht mehr Sache der Politik. Und eine einzelne zeitung oder Website oder ein Freundeskreis kann die betreffenden Personen so beschreiben, wie es zweckdienlich und der Zielgruppe angemessen ist.

Geschrieben am
BluejayPrime
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@Punkt: Ich glaube, du kapierst den, äh, Punkt hier nicht ganz. Es gibt drei Geschlechter, ich glaube darüber müssen wir nicht streiten - Männer, Frauen und als drittes eben jene, die selbst chromosomentechnisch nicht "einwandfrei" zu bestimmen sind. Wie letztere sich nennen, ist doch dabei völlig wurscht. Fakt ist aber, SONST gibt es nichts. Und wenn ich mich als Frau eher als Mann oder "dazwischen" fühle, ist das mein/sein/ihr/jedermanns/jederfraus gutes Recht und dann kann man sich ja die entsprechende andere Form bei Facebook oder wo auch immer man unbedingt sein Geschlecht ins Internet stellen muss angeben. Alles andere ist Aufmerksamkeitsgeheule, und was übrigens die Schildkröten und "Otherkin" angeht, das ist 'ne tatsächliche Krankheit. Dann gehört man aber in Therapie und nicht auf Tumblr.

Geschrieben am
...
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Es gibt diverse Arten der Intersexualität. Man kann eben nicht immer nach dem Chromosomensatz gehen.
Im Prinzip ist es der Mensch, der überhaupt erst die Begrifflichkeit Mann und Frau erfunden hat. Die Natur hingegen lässt sich nicht so leicht eingrenzen und mutiert gerne munter vor sich her.
Selbst bei offensichtlich weiblich oder männlichen rudimentären oder sekundären Geschlechtsorganen kann eine andere Sexualität vorliegen, die genetisch oder durch Umwelteinflüsse bedingt die Gehirnchemie des jeweiligen Individums beeinflusst.
Eigentlich ist es eine gute Entwicklung, dass mehr Geschlechter etabliert werden. Denn es gibt sehr viele Menschen die sich nicht zugehörig fühlen und darunter sehr leiden. Ich frage mich auch immer mehr ob die dauerhafte Hormonzugabe, die ja heutzutage nicht nur durch die Pille bei der Frau, sondern auch durch den Einsatz von Hormonen in der Fütterung bei konventioneller Tierhaltung, dazu führt dass immer mehr Menschen eine andere Geschlechtsidentität haben.
Ich denke solange man niemanden verletzt ist da doch alles in Ordnung?
Da gibts Menschen die sehen sich als eine Art Rentiermischwesen und bezeichnen sich dann auch noch als genderfluid. Aber das ist mir lieber als diejenigen die sich voll und ganz als Mann oder Frau sehen und dann Kinder in ihrem eigenen Umfeld missbrauchen...

Geschrieben am


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