Klopfers Link- und Lichtbild-Deponie


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#606 von Gast

Wie geil ist das denn? Wenn Frau mehr verdient als ihr Mann, dann lügen beide dazu und geben an, es sei umgekehrt... Außerdem ganz spannend, der Gender Pay Gap in Deutschland beträgt Jobbereinigt nur 6%. Das ist immer noch nicht schön, aber deutlich kleiner als oft angegeben wird.

Link: [https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/buero-co/studie-zur-lohnluecke-frauen-verdienen-mehr-als-sie-zugeben-16627598.html]
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Rakshiir (Profil)
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Jobbereinigt?
Ist da auch Arbeitszeit mit einberechnet?

Das ist nämlich die 2 größten Punkte die gerne in den "Statistiken" vergessen werden zu erwähnen (typische Fälle von traue keiner Statistik):
- Unterschiedliche Jobs/Positionen
- Unterschiedliche Arbeitszeiten

Beides wirkt sich nunmal stark auf das Gehalt aus.

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Geschrieben am
tu[ks]. (Profil)
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Auch die sechs Prozent sind nicht unhinterfragt. Die meisten Frauen in meinem Bekanntenkreis verdienen durchaus auch mehr als ich. Aufschrei!

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Ich bekomme auch weniger als meine Kollegen... darunter auch eine Frau... das Thema ist tatsächlich beim Betriebsrat...
Aber ist hier in dem Unternehmen nicht die Regel nach meinem Wissensstand

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Die 6% (teilweise werden auch 7%) genannt sind ja auch schon lange bekannt.
Die 21% mit denen immer für mehr Gehalt für Frauen Politik gemacht wird, sind ja nur dafür da um eine möglichst große Zahl nennen zu können, weil es sich dann besser verkauft. So wie da mit den 21% gearbeitet wird, bekommt man den Eindruck, dass ein neuer Sozialismus kommen soll und alle, egal welcher Beruf gleich viel verdienen sollen.

Klar sind 6% auch noch zuviel. Aber da ist dann noch ein spannender Punkt drinnen.

Es muss berücksichtigt werden, dass der ermittelte Wert eine Obergrenze ist. Er wäre geringer ausgefallen, wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung gestanden hätten, wie vor allem Angaben zu Erwerbs­unterbrechungen.

Siehe: https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/FAQ/gender-pay-gap.html

Da steht auch drinnen, dass der bereinigte Gender Pay Gap, Teilzeit, Ausbildungsniveau und Berufswahl berücksichtigt.

Spannend ist, dass Erwerbsunterbrechungen nicht drinnen sind. Da zum Beispiel Elternzeit und Pflege noch immer primär bei den Frauen landen, sollte das die 6% wohl nochmals schmälern.
Dann kommt einfach der Punkt dazu, dass Männer im Schnitt offensiver in Gehaltsverhandlungen gehen. In Unternehmen, in denen nicht strikt nach Tarif gezahlt wird, wird es immer gewisse Unterschiede geben.

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Männer sind biologisch gesehen durch ihre Hormone eben aggressiver und bereiter Risiko einzugehen.
Das ist auch ein Punkt, weshalb Männer häufiger aufsteigen (zumal es immernoch genug Frauen gibt, die ihre Freunde/Männer dazu antreiben höhere Positionen und/oder Gehalt zu erstreben).

Ich denke es wird mittlerweile häufiger, dass auch Männer zB Elternzeit nehmen, aber selbst wenn, sind Frauen definitiv länger weg von ihrem Job wenn Nachwuchs ansteht (zumindest wenn man auf die Masse der Personen/Päärchen schaut)

Ich wäre definitiv interessiert daran mal eine neutrale Statistik zu sehen, in der alle diese Punkte eingeflossen sind

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Das mit der Elternzeit ist ja auch so ein Problem. Ich hätte kein Problem damit eine eventuelle Elternzeit 50/50 aufzuteilen, aber am Ende würde das am Geld scheitern.
Meine Frau bekommt netto etwa 1/3 von mir raus. Gut, das liegt auch an der Wahl der Steuerklasse. Selbst, wenn wir die Steuerklasse ändern würden und meine Frau arbeiten gehen würde, während ich die Elternzeit nehme, würden wir finanziell einfach nicht hinkommen. 2 Monate Elternzeit bekommt man hingegen relativ einfach mit den Ersparnissen abgepuffert. Für 8 Monate (würde jetzt von 6 Monaten Stillzeit ausgehen), wäre mir das Risiko zu hoch, dass es finanziell Probleme gibt.

Der Witz ist ja auch, dass das Elterngeld dafür sorgen sollte, dass auch besser verdienende wieder mehr Kinder bekommen. Bei einem Deckel 1800€ funktioniert das leider nicht. Hätte vielleicht geklappt, wenn der Deckel mit der Inflation angehoben worden wäre über die Jahre.
Wenn ich mich nicht verrechnet habe, haben sich nach offizieller Statistik seit 2007 (Einführungsjahr Kindergeld) die Verbraucherpreise um insgesamt ca. 20% erhöht. Alleine das sollte auch eine Kindergelderhöhung von 20% mit sich bringen. Womit wir auf einmal bei 2160€ maximal wären.

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Geschrieben am
(Geändert am 14. Februar 2020 um 8:19 Uhr)
Klopfer (Profil) (Website)
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In den USA und Großbritannien (zumindest habe ich von dort Studien gesehen) verdienen junge Frauen heutzutage schon mehr als ihre männlichen Altersgenossen, was durchaus verständlich ist, da Frauen die Mehrzahl der Uni-Abschlüsse kriegen.

Eine andere Studie aus Amerika stellte fest, dass Singlemänner ungefähr gleich viel verdienen wie Frauen (ob verheiratet oder nicht); es sind die verheirateten Männer, die besonders viel nach Hause bringen. Das kann z.B. daran liegen, dass Männer mit großem Einkommen besonders attraktiv sind und daher leicht Ehepartner finden, kann aber auch heißen, dass Männer mit Ehepartner (und Familie) besonders motiviert sind, Karriere zu machen und ihr Einkommen zu steigern.

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Geschrieben am
bANDIT2k1 (Profil)
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Kann es nicht auch daran liegen dass die "Familenväter" meistens älter sind, und durch längere Betriebszugehörigkeit einfach mehr Gehalt bekommen? Andererseits steigen mit den Jahren auch die Ansprüche, ich würde jetzt auch nicht mehr für 11€/std arbeiten gehen, erst recht nicht als Familenvater. Ist jetzt vielleicht sehr linear gedacht O_O

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Das stimmt natürlich, aber der Abstand ist schon ab Anfang 20 zu erkennen und wird im Laufe der Jahre größer.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Mag linear gedacht sein, ist aber nicht ganz von der Hand zu weisen. Wenn man dann noch bedenkt, dass Frauen ja auch im Schnitt öfter Unterbrechungen haben im Erwerbsleben - wie oben schon genannt, Kinder und Pflege - dann haben Männer an dieser Stelle tatsächlich einen Vorteil.
Und ich bin jetzt seit 12 Jahren im selben Unternehmen fest angestellt. In dieser Zeit hat sich mein Gehalt auch mehr als verdoppelt. Man macht ja auch ein paar Karriereschritte und dümpelt nicht nur auf der exakt gleichen Position dahin.

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Geschrieben am
simcity (Profil)
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Ist es nicht auch so das Frauen mehr Geld ausgeben als Männer?
Aber mal kurz weg vom Thema
Der Autor heißt ja Penne-Kamp.
Geht das nur mir so oder ist das in Kombination mit AKK ein Zungenbrecher.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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@simcity

Ich glaube so pauschal stimmt das nicht, dass Frauen mehr Geld ausgeben. Frauen geben ihr Geld aber definitiv für andere Dinge aus.
Dazu gehören oft Kosmetika und Mode. Männer kaufen dafür lieber die größeren Sachen, wie Fernseher, Computer oder die dickeren Autos etc.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Statistisch ist es wohl so, dass Frauen über 80 Prozent aller Konsumentscheidungen treffen. (In Großbritannien sind's 83 Prozent, genauere Werte für andere Länder habe ich nicht im Kopf.)
Ob das im Endeffekt heißt, dass sie mehr Geld ausgeben, ist da allerdings unklar. Es ist nicht unplausibel, aber wie ZRUF sagt, kann sich das auch ausgleichen, indem Männer teurere Einzelanschaffungen tätigen.

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Geschrieben am
Aglaija (Profil)
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Vergesst bei eurer Rechnung aber nicht, dass Frauen in einer gewissen Altersrange teilweise (nicht überall) ungern befördert werden, weil immer der drohende Ausfall durchs Kinder bekommen im Raum schwebt.

In nem früheren Job (war aber eh ne Scheiss Firma) habe ich tatsächlich fallen gelassen ich könne keine Kinder bekommen (was nicht stimmt, ich will nur keine): 3 Wochen später hatte ich das Angebot zur Gesamtabteilungsleiterin aufzusteigen..

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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@Aglaija
Ich stimme dir zu. Sowas gibts bestimmt.
Wieviel Prozent der Firmen aber wirklich so agieren glaube ich ist auch sehr schwer abzuschätzen, einfach weil keine Firma das öffentlich zugibt, wenn sie das tun würde.
Bei uns beispielsweise gibt es unter den Vorständen auch weibliche. Sind sie in der Mehrzahl? Nein. Dasselbe gilt für Bereichs und Teamleitung. Es gibt Frauen in jeder Position. Ich denke aber, dass hier nicht unbedingt in diese Richtung geschaut wird - wir haben einfach auch insgesamt weniger Frauen als Männer in der Firma. Eine Mitarbeiterin die nun Teamleitung bekommen hat in einem anderen Bereich ist nun auch Schwanger bzw. hat ihr Kind bekommen. Das liegt nicht mal extrem lange auseinander.

Theoretisch, in einer perfekten Welt sollte das Geschlecht garkeinen Einfluss darauf haben ob man einen Job bekommt oder nicht, und wie weit man aufsteigt. Weil das Geschlecht in den meisten Berufen komplett irrelevant ist, es sollte ja wohl auf die Fähigkeiten ankommen.

Ich hab auch n schwieriges Verhältnis zu so Themen wie Frauenquote. Im schlimmsten Fall wird ein besser qualifizierter Kandidat nicht genommen, weil eine bestimmte Quote erfüllt werden muss. Und ehrlich? Als Person die Eingestellt wird UM diese Quote zu erfüllen kann ich mich doch auch nicht super fühlen, oder?
Natürlich umgekehrt kann es passieren dass irgendwo ein Idiot sitzt, der aus persönlichen Gründen keine Frauen einstellen würd... hat alles seine zwei Seiten.

Bei unserer Personalabteilung gibts komischerweise fast keine Männer, sondern nur Frauen, und die meisten sind jung und würden als attraktiv gelten... mhmm...

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Geschrieben am
bANDIT2k1 (Profil)
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Bei unserer Personalabteilung gibts komischerweise fast keine Männer, sondern nur Frauen, und die meisten sind jung und würden als attraktiv gelten... mhmm...


IT-Crowd -> die oberen Stockwerke :kicher:

Statistisch ist es wohl so, dass Frauen über 80 Prozent aller Konsumentscheidungen treffen.


Vielleicht der klassische Wochen(end)einkauf?

Davon abgesehen hört man auch sehr oft den Satz von Männern "Das muss ich nochmals mit meiner Frau besprechen". Vielleicht fließt so etwas auch noch mit da rein.

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Geschrieben am
KainAutor (Profil)
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Andererseits steigen mit den Jahren auch die Ansprüche, ich würde jetzt auch nicht mehr für 11€/std arbeiten gehen, erst recht nicht als Familenvater. Ist jetzt vielleicht sehr linear gedacht O_O

@bANDIT2k1
Ja, ist es. Bei mir verhält es sich, seit ich Familienvater bin, eher umgekehrt. Ich habe aber auch in den zehn Jahren vor meiner Vaterschaft genug verdient und bei Seite gelegt, um es mir leisten zu können (und zu gönnen).

@Topic
Ich hatte das Thema ja schonmal in nem älteren Post aufgegriffen und da auch den bereinigten Pay Gap als Grundlage genommen. Ich halte ihn für realistisch, aber eben auch für wirtschaftlich begründet: Elternzeit und Mutterschutz sind wirklich sehr tolle Arbeitnehmerrechte, machen aber eben gebärfähige Frauen für Unternehmen (gerade für die kleineren) zu einem finanziellen Risikofaktor.
Ich denke aber auch, dass sich dieses Gleichgewicht verschiebt. Väter nehmen zunehmend von ihrem Recht auf Elternzeit gebrauch, und immer öfter auch nicht nur 2 Monate, sondern auch mal wesentlich länger. Das gibt ihren Frauen die Möglichkeit, beruflich schneller wieder Fuß zu fassen. Es relativiert aber auch für die Arbeitgeber das Ausfallrisiko, das diese mit den Frauen haben. (Getreu dem Motto: Mit den Männern gehts uns ja inzwischen auch nicht mehr so viel besser.) Je mehr sich die Gehälter dadurch angleichen, umso weniger sind familiäre Haushalte vom Einkommen des Mannes abhängig und umso mehr Männer werden längere Elternzeiten wählen. Langfristig eine Win/Win Situation für alle. (Ja, auch für die Arbeitgeber, wenn man mal genauer drüber nachdenkt.)

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Geschrieben am
(Geändert am 14. Februar 2020 um 14:32 Uhr)
the_verTigO (Profil)
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Was die Kaufentscheidungen betrifft, sollte man dann aber auch berücksichtigen, dass, nur weil jemand entscheidet, was gekauft wird, dies nicht gleichzeitig auch bedeutet, dass das Gekaufte nur für diese Person gedacht ist. Bleiben wir bei dem weiter oben genannten Wocheneinkauf im Supermarkt. Da mag die Person, die diese Einkäufe tätigt - von mir aus in diesem Beispiel dann zu 80% die Frau in einer Beziehung - zwar entscheiden, was gekauft wird, aber die gekauften Lebensmittel werden doch von beiden Partnern zu gleichen Teilen konsumiert (oder sogar noch mehr vom Mann, weil die im Durchschnitt doch oft mehr essen, als Frauen). Genauso werden die meisten Männer, die Fernseher kaufen, ihren Freundinnen/Frauen nicht verwehren, das Gerät ebenfalls zu benutzen.

Und irgendwie haben die Ausgaben an sich doch erst mal herzlich wenig Einfluss auf das Einkommen - eher umgekehrt.

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Geschrieben am
Elena (Profil)
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Ich finds irgendwie lustig.
Auf der einen Seite brüllen alle, dass sie gleich bezahlt werden wollen, bestehen aber nach der Aussage im Ausgangspost trotzdem darauf, dass das Männchen gefälligst mehr nach Hause bringen soll als sie selbst und lügen sich gegenseitig einen in die Tasche, damit diese traditionelle Verteilung bestehen bleibt.
Das ist schon ziemlich paradox.

2
Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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@Vertigo: Ja, das ist durchaus etwas, was heutzutage im Diskurs etwas verlorengeht: Partnerschaften sind Partnerschaften, da kooperiert und teilt man, es ist nicht "Mann gegen Frau" oder "Frau gegen Mann". Das fällt z.B. auch auf bei den ganzen Diskussionen um die "Care-Arbeit", wenn besonders feministische Frauen sagen, sie würden zusätzlich zum Job täglich noch 8 Stunden im Haushalt arbeiten und dafür müssten sie doch eigentlich auch finanziell entlohnt werden. Dass die einen Großteil dieser Arbeit (inkl. der Erziehungsarbeit) ja auch für sich bzw. die eigenen Kinder machen und sie nicht einfach von ihrem Mann ausgebeutet werden, fällt da in der Argumentation häufig runter. Und im Gegensatz trägt der Mann eben oft mit seinem höheren Einkommen bei.

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Bei dem ganzen Theater verlieren doch irgendwie alle.

Ausser die, die sich gerne in sozialen Medien aufspielen, für die ist das natürlich das Beste was passieren könnte...

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Geschrieben am
Aglaija (Profil)
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natürlich existiert die reale Benachteiligung, aber vieles in der Diskussion ist einfach von beiden Seiten subjektiv gefärbt. Wer sich benachteiligt fühlen will (egal ob Frau oder Mann), wird da immer etwas finden.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Das ist genau der Punkt. Es gibt auch eine reale Benachteiligung für Männer, genau wie für Frauen. Allerdings an anderen Stellen. Klar können ja nicht beide Seiten beim Gehalt oder den Beförderungschancen benachteiligt sein.
Dafür bekommen Männer im Schnitt das höhere Strafmaß, seltener das Sorgerecht und werden inzwischen im Bildungssystem benachteiligt.
Wirkliche Gleichheit wird es halt auch nie geben. Solange sich das Ganze irgendwie einigermaßen die Waage hält, ist das irgendwo auch Ok.

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Geschrieben am
bANDIT2k1 (Profil)
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Und im Gegensatz trägt der Mann eben oft mit seinem höheren Einkommen bei.


Der Mann erzieht doch genauso die Kinder, ist ja nicht dass er nach Hause kommt und idled

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Geschrieben am
the_verTigO (Profil)
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Der Mann erzieht doch genauso die Kinder, ist ja nicht dass er nach Hause kommt und idled


Zumindest sollte es so sein. Gibt halt sone und solche. Aber das sollte man dann eben an den Individuen festmachen und nicht gleich auf ganze Bevölkerungsgruppen abwälzen. Gibt Arschlochväter und Arschlochmütter und wahrscheinlich gibt es von der einen Sorte mehr als von der anderen aber das liegt dann nicht daran, dass es Männer oder Frauen sind, sondern daran, dass es Arschlöcher sind.

Ok, das schweift jetzt etwas vom Thema Einkommen ab. :tjanun:

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Geschrieben am
Elena (Profil)
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Es wird nie jeder gleich bezahlt werden, das hat viele Gründe und es ist unfair, dass man Frauen immer mit dem Argument kommt, dass sie ja Kinder kriegen könnten und der Firma dann Kosten machen ohne Gegenleistung.
Natürlich stimmt das. Ist ja aber nunmal nicht so, dass man sich nicht aussuchen kann, WER in einer Beziehung das Kind kriegt. Frauen sind da nunmal die Gearschten. Ich wage zu bezweifeln, dass irgendeine Frau als Geburt so traumhaft empfindet, dass sie das gerne macht. Gleiches gilt für den ganzen körperlichen Terz, den man im Nachgang hat und nicht mal stillen können Männer!

Von daher ist das Argument unfair.
Wenn man sagen könnte, du lieber Mann, du willst auch Nachwuchs, alles klar, mach mir das Seepferdchen...ist aber nicht so.
Abgesehen davon müsste eine Firma dann fairer Weise ALLE möglichen Dinge auslooten und dürfte niemanden mehr einstellen, der raucht, zu dick oder zu dünn ist, Brillenträger etc ist.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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@Elena

Dicke Menschen sind benachteiligt bei der Jobsuche. Manche Firmen wollen auch keine Raucher mehr. In USA gibt es schon Fälle bezüglich, entweder rauchen aufhören oder du fliegst.

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Geschrieben am
Elena (Profil)
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@ZRUF: Zu Dünne müssten dann auch benachteiligt werden. Und Leute, die Herzerkrankungen in der Familie haben oder Krebs.
Am Ende bleibt es unfair, dass man Frauen aufgrund einer möglichen Schwangerschaft weniger gern einstellt und schlechter bezahlt als andere, weil es 10000 Gründe geben kann, aus denen ein Mitarbeiter auch längerfristig ausfallen kann.
Ich wollte damit nur sagen, dass das Argument "Frauen können Kinder kriegen" einfach mal Bullshit ist. Frau kommt dann wenigstens nach einem vorher feststehendem Zeitrahmen wieder. Das kann man bei Leuten, die depressiv sind, alskoholkrank, krebskrank etc. nicht sagen, aber das ist kein Argument für irgendeinen Pay Gab.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Es ist eine nachvollziehbare Überlegung. Fair ist das natürlich nicht. Zu begrüßen auch absolut nicht. Und jemand, der augenscheinlich magersüchtig ist, wird vermutlich auch mehr Probleme haben einen Job zu bekommen.
Das ist halt das Dumme. Das Leben ist nicht fair. Oder warum werden Leute die als gutaussehend gelten besser bezahlt als "hässliche"?
Warum verdient ein Investment Banker 6 bis 7 stellig, während der Angestellte am Schalter mit 30k nach Hause gehen darf? Der am Schalter ist der allgemeinen Wirtschaft vermutlich dienlicher.
Warum werden männliche Erzieher oft als potentielle Kinderschänder gesehen?
Es bleibt dabei. Das Leben ist nicht fair!
Macht es die Dinge die falsch sind besser? Nein! Aber man kann sich darüber im klaren sein, dass es viele Dinge gibt, die nicht fair sind!
Das gilt meiner Meinung nach übrigens auch für irgendwelche Quoten, die auch nicht nötig wären, wenn man immer nach der/die/das beste bekommt den Job entschieden würde.
Das Problem ist halt, dass der Mensch immer subjektiv entscheidet und nicht objektiv.

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Also der Investment Banker verdient doch mehr, weil er viel mehr Verantwortung hat. Wenn er scheisse baut, bekommt er ne Abfindung und sucht sich n ähnlich gut bezahlten Job woanders. Während der am Schalter bei nem Fehler einfach fliegt, und vermutlich Probleme hat n Job zu finden, weil ein Kommentar in seinem Arbeitszeugnis steht...

Der Mensch kann nicht objektiv sein, das stimmt allerdings. Man kann es versuchen, aber es wird immer ein Rest subjektivität bleiben, und wenn es nur unterbewusst ist durch Lebenserfahrungen

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Geschrieben am
simcity (Profil)
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Da wir von Banken reden, habe ich eine Frage. Zählen bei dieser Rechnung auch die Bonuszahlungen mit rein? Die Vorstände sind ja immer noch zum größeren Teil männlich. Und vielleicht fragen Männer öfter nach Gehaltserhöhungen.
Und was die Sache mit den Ausfällen angeht. Raucher, Depressive, Dicke. Das gibt es auf beiden Seiten. Schwangerschaften aber gibt es nur auf einer Seite. Und dort fällt man nunmal aus.

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Das Problem mit der Bezahlung von Investmentbankern ist halt, wenn jemand Millionen Euros per Mausklick verschiebt und im Idealfall auch vermehrt, dann kann man dem halt nicht nur 2000 Öken dafür im Monat in die Hand drücken. Der wird sonst sehr schnell anfällig für Bestechung. Von mr aus können Investmentbanker machen was sie wollen, die sollten nur wie früher aus dem Privatkundengeschäft wieder rausfliegen und eine Finanztransaktionssteuer für die wäre noch gut, dann kann der Laden von mir aus machen was er will zu Gehältern wie die meinen.

Was die Aufteilung der "Care" Arbeit angeht, das ist so unterschiedlich und letztlich ein Aushandlungsprozess der Partner. Ich kenne Paare, da wird sich alles geteilt, da gehen auch einfach beide ein bisscen weniger Arbeiten, um mehr Zeit für die Familie zu haben, mehr so 3/4 und 3/4. Dann weider kenn ich Leute, da macht er voll und sie halb. Und von denen gbt es tatsächlich auch Männer, die kommen um 20 Uhr erst nach hause, wenn die Kidner schon im Bett sind. Die sind unter der Woche bei nichts dabei. Aber wenn auch beide damit einverstanden sind, soll's wohl gut sein.

Natürlich ist "ich verdiene mehr Geld, deswegen sollte ich mehr arbeiten" ein mögliches Argument. Es blendet aber aus, dass es neben Geld noch andere Dinge geben könnte, die wichtig sind. Vielleicht ist einem die Zeit mit der Familie wichtiger als das Geld, und ein etwas reduzierter Job tut's auch. Ich persönlich finde ja zum Beispiel 80% nicht schlecht, wenn man sich dann ein drei Tage Wochenende leisten kann. Macht so vieles entspannter. Einen Tag weniger pendeln, einen Tag mehr für Besorgungen, Arztbesuche, die Familie...

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Geschrieben am
Rakshiir (Profil)
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Das wirkliche Problem ist, wie der Kapitalismus an der Stelle funktioniert.
Macht ein kleiner in einer Firma einen Fehler fliegt er. Und findet vermutlich in dem Bereich nie wieder einen Job.
Macht ein Großer einen Fehler - der vermutlich auchnoch viele Kunden dann Schaden zufügt - bekommt er Geld in den Arsch geblasen damit er geht, und findet trotzdem wieder was.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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@Gast

Natürlich ist "ich verdiene mehr Geld, deswegen sollte ich mehr arbeiten" ein mögliches Argument. Es blendet aber aus, dass es neben Geld noch andere Dinge geben könnte, die wichtig sind. Vielleicht ist einem die Zeit mit der Familie wichtiger als das Geld, und ein etwas reduzierter Job tut's auch.

Schöner Gedanke, und ich stimme dem an sich auch zu. Nur muss man sich das leisten können. Wenn man es kann, und der Arbeitgeber mitspielt, ja warum nicht?

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Ja, aber witzigerweise kann man sich das oft leisten, ich sag mal 20% weniger Brutto sind ja nicht 20% weniger Netto, da fängt es schonmal an. Man spart sich einen Tag in der Woche das Pendeln, wenn man mit dem Auto fährt also den Sprit, Verschleiß usw. Klar, bei Fuß/Rad oder Monatskarte nicht wirklich was.

Und dann nochmal anders gedacht, wenn jemand mit seinem Geld gut auskommt und so ungefähr alles ausgibt, wenn Du dem 20% mehr Gehalt gibst, dann hat der am ende des Monats nicht 20% mehr auf dem Konto über, nee, das gibt der einfach auch irgendwie mit aus. Deswegen umgekehrt, wer gut auskommt, ohne viel knausern zu müssen, der kommt dann auch mit 20% weniger aus, wage ich zu behaupten.

Aber ja, das funktioniert nur da, wo der Arbeitgeber einer Reduzierung zustimmt, und wo man nicht schon am Limit wirtschaftet. Ich behaupte aber mal, dass das schon ein paar mehr Menschen wären, die das nutzen könnten und umgekehrt gedacht, so entstehen ja auch wieder Arbeitsstellen.

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Geschrieben am
ObsidJan (Profil)
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der Gender Pay Gap in Deutschland beträgt Jobbereinigt nur 6%
Na ja, das ist aber auch noch nicht der Weisheit letzter Schluss: die 6 % sind zwar kleiner als die 21 %, aber immer noch nicht richtig bereinigt und damit nicht weniger Fake News. Wesentliche Faktoren wie z. B. das individuelle Verhandlungsgeschick und Erwerbsunterbrechungen sind da nicht drin. Schon Anfang 2013 lag der angebliche Unterschied laut einer Studie bei <2 %, und es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass er seitdem gewachsen ist. Eher kann man durch die Medienpräsenz und die zahlreichen Frauenfördermaßnahmen davon ausgehen, dass er bis zur statistischen Bedeutungslosigkeit geschrumpft ist.
Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass es schlicht keinen strukturell oder durch Sexismus verursachten GPG gibt, jedenfalls konnte ein solcher noch nicht belegt werden.

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Geschrieben am
ObsidJan (Profil)
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@Klopfer:
"Care-Arbeit" ist aber auch so ein beklopptes Konzept, das ich nicht verstehe. Was soll denn das sein? :kratz: Wollen Frauen Geld dafür bekommen, ihre eigenen Kinder zu betreuen und wenn ja, von wem? Etwa vom Staat? Sind Kinder nicht ein (teures) Hobby, für das man sich freiwillig entscheidet? Ist es auch "Care-Arbeit", wenn ich mich liebevoll um meinen Gaming-PC kümmere oder Papa im Keller seine Modelleisenbahn pflegt? :D Wenn es die berufsempörten Damen glücklich macht, können sie ja 2 Stunden Betreuung der eigenen Kinder wie Babysitting abrechnen, sich einen Zwanziger aus dem Portemonnaie nehmen und in die eigene Hosentasche stecken. Der Sinn bleibt da allerdings auf der Strecke.

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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@ObsidJan: Am Ende kommen einige vll. auch noch auf die Idee, dass der Sex mit ihrem Partner ebenfalls als Arbeit berechnet werden sollte. Nicht nur Hausfrau, sondern auch Haushure. :kratz:

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Geschrieben am
Veria (Profil)
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Bei der Kinderbetreuung verstehe ich deinen Einwand, Obsidjan, denn ob man Kinder kriegt, kann man sich ja aussuchen.
Ob allerdings die Eltern mal bettlägerig werden, das kannst du nicht als teures Hobby abtun. - Aber Altenpflege ist sowieso generell unterbezahlt, von daher ...
(Wer weiss? Vielleicht rechnen irgendwelche Leute die Unterbezahlung von Pflegekräften in den GPG mit ein, obwohl das auch Männer betrifft?)

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Naja, wenn halt alle Frauen sagen würden, Kinder sidn ein privates Vergnügen, dass wir uns nicht mehr leisten wollen, sehen wir eine Generation später ziemlich alt aus...

Es gibt schon ein Gesamtgesellschaftliches Interesse daran, dass Kinder geboren udn entsprechend gut aufgezogen werden. Ebenso muss man sagen, übernehmen oft Frauen die Pflege der alten Angehörigen, würde da jeder ins Heim gehen, gäbe es einen Kollaps des Pflegesystems. Und das sind schon wichtige Aufgaben für die Gesellschaft, wenn auch nicht für die Wirtschaft, zumindest nicht unmittelbar so, dass sie in Geld quantifiziert werden können und wer soll das auch bezahlen? Natürlich braucht eien Firma irgendann Nachwuchs, also Auszubildende, Berufseinsteiger und so, die müssen halt Jahre vorher geboren werden.

Und ich sehe schon, dass es etwas undankbar sein kann, diese Arbeit auf einen abzuwälzen. Ist ja nicht so, dass Kindererziehung 24/7 die reine Freude ist und nur Spaß macht. Und Kinder gehen noch, die werden immer besser. Demente Oma, das ist der Spaß in Tüten, die wird auch nicht besser, nur schlechter... aber auf der anderen Seite denke ich mir dann auch, das müsste man wohl besser miteinander aushandeln, bevor die Kinder da sind, dass man weiß wozu man ja sagt. Ein wenig ist es aber so, dass derjenige gekniffen ist, der ganz zuhause bleibt. Kenne da ein Pärchen, drei Kinder, sie hat nach dem Studium nie angefangen zu arbeiten, weil da schon das erste Kind kam, er hat sich beruflich voll reingeängt und das alles finanziert. Soweit alles gut, bis er nach 10 Jahren liebe eine jüngere vögelt und auszieht, Kinder soll sie ganz haben, ist eh nicht so seins. Sie mit drei Kindern, alleinerziehend und ohne Berufserfahrung dasteht und jetzt liebe Mühe hat, einen Job zu bekommen. Für den, der den Job hat, ist der Ausstieg einfacher. Ich will nichtnal sagen, dass ich den Ausstieg verkehrt finde, das Leben ändert sich, ich wäre nicht dafür in einer festgefahrenen Beziehung zu bleiben, wenn es nicht mehr geht. Ich sehe nur, dass einer da gekniffener ist als der andere.

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Geschrieben am
KainAutor (Profil)
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Sind Kinder nicht ein (teures) Hobby, für das man sich freiwillig entscheidet?

Angesichts der Tatsache, dass diese Kinder später mal an der Marktwirtschaft teilnehmen, Sozialabgaben zahlen und deine Rente finanzieren sollen, finde ich die Aussage doch etwas weit aus dem Fenster gelehnt ...

Ich denke, eines der größten gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit ist, dass wir nur das honorieren, was uns einen unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzen bringt. Gleichzeitig haben wir wichtige gesellschaftliche Aufgaben und ökologische Herausforderungen, denen dieser unmittelbare Wirtschaftsnutzen fehlt: Sie zahlen sich eben nicht aus - oder zumindest nicht schnell genug. Das ist leider nicht nur aus menschlicher Sicht ein Armutszeugnis sondern eben auch absolut konträr zur eigentlichen evolutionären Überlebensstrategie unserer Spezies.

Abgesehen davon: Wenn wir die Pflege von und das Leben mit anderen Menschen, insbesondere Kindern und Alten, nur noch als Belastung und nicht mehr als Bereichung wahrnehmen, wofür leben wir dann überhaupt noch? Konsum und Arbeit um des Konsums Willen. Soll das das Ziel sein?

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Geschrieben am
(Geändert am 20. Februar 2020 um 8:30 Uhr)
KainAutor (Profil)
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@Gast
Ich bin übrigens voll bei dir, dass die Verkürzung der Arbeitszeit um mindestens 20% öfter drin sein sollte als man ahnt. Meiner Ansicht nach übrigens auch aus Sicht des Arbeitgebers, da dieser ebenfalls von der Teilzeit profitiert.

Mein Chef hat es mal so formuliert: Jeder Teilzeitmitarbeiter ist erfahrungsgemäß eigentlich ein Gewinn für Unternehmen, da er die geringere Arbeitszeit durch höhere Motivation und Produktivität ausgleicht. Heißt: Die Firma verliert unterm Strich kaum bis keine Arbeitsleistung, spart sich aber einen Teil des Gehalts.
Sicher gibt es auch Berufe, in denen diese Regel so nicht anwendbar ist. (Überall da, wo die Arbeitsleistung unmittelbar von der akuten Verfügbarkeit des Mitarbeiters abhängt.)

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Geschrieben am
(Geändert am 20. Februar 2020 um 8:45 Uhr)
Klopfer (Profil) (Website)
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Es ist ja nun auch nicht so, dass die Gesellschaft Eltern ganz alleine lässt. Es gibt Kindergeld, die Kinder sind bei den Eltern mit krankenversichert, die Sozialversicherungsabgaben für die Eltern sind geringer, die Schulen sind kostenlos (wer mal "Die gefährlichsten Schulwege der Welt" anguckt, weiß, was das für ein kostbares Gut ist, dass bei uns kein Schulgeld gezahlt werden muss) und so weiter.

Aber das Kind eines Angestellten bringt dem Arbeitgeber nun mal keinen direkten Mehrumsatz, aus dem sich eine zusätzliche Vergütung bezahlen ließe. :schulterzuck:

@KainAutor: Das geht aber echt nur in bestimmten Berufen, dass man mit weniger Zeit mehr schafft. Ein Dachdecker wird nicht in 80% der Zeit gleich viele Dächer decken können. Eine Kassiererin wird in 80% der Zeit nicht gleich viele Kunden abfertigen können (schon weil nur 80% der Kunden kommen). Paketboten schaffen schon mit 100% das Pensum nicht, das ihnen aufgebürdet wird. :kratz:

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Generell die meisten Dienstleistungsjobs können nicht wirklich verkürzt werden.

Bei mir muss ich nur an das Thema IT-Support denken. Ich könnte nicht verkürzen, weil ja Servicezeiten eingehalten werden müssen. Zusätzliche Headcounts werden nicht geschaffen, ergo entweder Vollzeit, gar nicht oder mit viel Glück ein anderer Arbeitgeber, der das mitmacht.

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Geschrieben am
KainAutor (Profil)
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@Klopfer
Ich würde auch keine Lanze für "Care-Arbeit" brechen wollen. Mir gehts mehr um die Einstellung, dass eben nur das honoriert wird, was sich in unmittelbaren Gewinnen quantifizieren lässt. Generell fällt da eben eine Große Menge an Arbeitsleistung unter den Tisch, auf die unsere Gesellschaft eigentlich angewiesen ist. Wir haben massive Defizite in den Bereichen Pflege, Erziehung und Bildung. Sprich: Zu wenig Personal bei zu viel Arbeit und zu schlechter Bezahlung. Da müsste mehr Geld eingesetzt werden (oder in einigen Fällen das vorhandene auch nur besser eingesetzt werden). Auf staatlicher Ebene kann ich Bürger, die das System entlasten, indem sie z.B. ihre Angehörigen daheim selbst pflegen, fördern oder zumindest steuerlich entlasten.
Ich will mir gar nicht ausmalen, wie lange das Rentensystem angesichts einer überalternden Bevölkerung überhaupt noch funktioniert. Anstatt den Leuten einen ereignislosen Lebensabend zu bezahlen wäre es da wesentlich sinnvoller sie mit fortschreitenden Alter steuerlich zu entlasten, sie sogar ab einem gewissen Alter ganz von der Steuer zu befreien, so dass sie sich mit einem geringen Arbeitspensum selbst versorgen und auch mal etwas zur Seite legen können. Vor allem hätten sie aber die Freiheit, entweder weniger oder in erfüllenderen Berufen tätig zu sein, als in ihrem restlichen Berufsleben. Das wären dann wieder die Bereiche, in denen ohnehin Personalmangel herrscht. Und ja: Auch alte Menschen können Kinder und andere ältere Menschen (die wiederum nicht mehr ganz so gut zurecht kommen) betreuen und pflegen. Das war sogar jahrtausendelang ihre Aufgabe in verschiedenen Gesellschaften. Hat gut funktioniert.

Solche Maßnahmen setzen halt einen gewissen Investitionswillen voraus und das man sich mal von der schwarzen 0 verabschiedet. Mittel- und langfristig gibt es aber natürlich Finanzierungsmöglichkeiten, die dann jene stärker belasten, die es bislang verstanden haben auf Kosten anderer vor allem für sich selbst gut zu sorgen. Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer und Finanztransaktionssteuer sind geeignete Stellschrauben, von denen die wirtschaftsliberalen Kräfte unserer Zeit halt nix wissen wollen. (Darüber hinaus könnte man vielleicht mal die Unternehmen aus dem Silicon Valley dazu bewegen, überhaupt mal Steuern für die enormen Gewinne abzudrücken, die sie hierzulande erwirtschaften ...)

Was die Teilzeitmöglichkeit angeht: Ich hab ja gesagt, dass das nicht in jedem Beruf geht und die gleiche Einschränkung getroffen, die du mit deinen Beispielen verdeutlicht hast. Die häufigsten Berufe in Deutschland sind aber eben die, bei denen man in Büros, Werkstätten oder Produktionshallen seinen Beitrag zu einem bestehenden Arbeitspensum liefert. Also eben genau solche Berufe, bei denen sich die Arbeit sehr wohl planen und auf die bestehende Arbeitszeit verteilen lässt. (Und auch die Kassierin sitzt nicht den ganzen Tag nur an der Kasse, sondern macht z.B. auch Inventur wenn gerade weniger Kunden da sind.)

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Geschrieben am
(Geändert am 20. Februar 2020 um 15:00 Uhr)
mischka (Profil)
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@Klopfer: Das mit dem Kindergeld war ein Witz oder?
Das Kindergeld wird dir gleich wieder von deiner Steuerrückzahlung abgezogen, ergo erhalten es nur Geringverdiener, da sie keine Steuern zahlen, kann man ihnen nichts mehr abziehen. Ich beneide da die Polen. Die bekommen das Kindergeld als Zuschuß. Also kriegen es alle. Insofern wird man hier doch allein gelassen.

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Geschrieben am
ZRUF (Profil)
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Kindergeld wird nur abgezogen, wenn der Kinderfreibetrag für dich günstiger ist. Wenn nicht, dann gilt das Kindergeld als das Steuergünstiger und ist nicht zu versteuern.
Zumindest habe ich das jetzt so verstanden.
https://www.kindergeld.org/kinderfreibetrag.html
Wer gut verdient wird demnach also sogar noch mehr entlastet.

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Geschrieben am
(Geändert am 20. Februar 2020 um 23:48 Uhr)
Gast (Profil)
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Natürlich könnten auch Kassierer 80% arbeiten. der Arbeitgeber zahlt ja entsprechend weniger Lohn und könnte dann einfach noch jemanden einstellen, so dass am Ende die Stunden an der KAsse wieder stimmen. Aber anstelle von 4 Leuten mit 40 Stundenwoche machen halt 5 die Arbeit mit ner 32 Stundenwoche. Ist an sich sogar besser, weil dann bei Krankheit nicht so viel Arbeit ausfällt. Einer der Gründe warum der Hausarzt hier um die Ecke lieber zwei halbe Stellen für den Eingangsbereich beschäftigt als eine volle. Auch wegen Vertretung in Urlaubszeiten praktisch.

Also wenn man dne Laden etwas anders organisiert, kann man auch mit 80% Stelle arbeiten. Ich fordere nicht vollen Lohn bei 80% Arbeitszeit, dann kommen wir in Probleme. Mit dem freiwerdenden Geld muss man halt neue Leute anstellen. Da kommen wir höchstens zum Problem des Fachkräftemangels, der weiderum daran legt, dass nicht genügend Kidner nachkommen, womit zum Ausgagspunkt des ganzen zurückkehren und Kinder eben kein teures Privatvergnügen sind, sondern die Gesellschaft erhalten. Es muss nicht jeder Kinder kriegen, aber ein paar brauchen wir dann doch.

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Geschrieben am
mischka (Profil)
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Naja, die meisten Länder kennen Steuerfreibetrag und Kindergeld.

Da Kinder gesellschaftlich wichtig sind, wäre das angebracht.

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Geschrieben am
ObsidJan (Profil)
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@Gast und KainAutor:
Deutschland ist bereits überbevölkert genug, dass man nicht auch noch zusätzliche Anreize schaffen muss, Kinder in die Welt zu setzen - insbesondere, wenn man sich Kinder aus eigener Tasche, ohne externe Subventionen, gar nicht leisten könnte (Geringverdiener, Alleinerziehende...). Solange Kinder eine freiwillige Entscheidung jeder Familie sind und Frauen nicht als Gebärmaschinen dienen sollen, ist es auch völlig irrelevant, ob und welche positiven Nebeneffekte für den (Sozial-)Staat viele Kinder haben. Wäre der Staat tatsächlich zwingend darauf angewiesen, gäbe es eine Gebärpflicht (grusel).

Wer sich also für Kinder entscheidet, im vollen Bewusstsein, dass das Arbeit bedeutet, muss sich auch um die richtige Betreuung kümmern und kann nicht erwarten, vom Staat dafür bezahlt zu werden. "Care-Arbeit" ist Ehrenamt!

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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@ObsidJan: Japan approves.

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Geschrieben am
mischka (Profil)
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@ObsidJan: Ich (kinderlos) sehe es so: Die Kinder derer, die Kinder haben, bezahlen mal meine Rente. D.h. die jetztigen Eltern sorgen auch für mich vor. Also habe ich die moralische Pflicht, sie zu unterstützen, insofern würde ich es begrüßen, wenn ich das über meine Steuern auch tun könnte. Dafür würde ich sogar auch gerne mehr Steuern bezahlen. Oder eine Kinderlosigkeitssteuer bezahlen, die aber zu 100% an die Eltern gehen müsste. Immerhin sind diese Kinder quasi meine Altersvorsorge, denn von deren zukünftigem Gehalt wird auch meine Pension mal gezahlt werden.

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Deutschland ist nicht überbevölkert. Wo denn? Wir haben ein Land mit viel Platz. Das mag in einigen Städten anders aussehen, aber wenn ich durch das Hinterland fahre, dann steht in Dörfern echt was leer und Höfe werden aufgegeben. Platz wäre noch, aber man muss auch in der Bevölkerung nicht zunehmen, habe ich gar nicht gesagt, man muss schauen, wo man sich stabilisieren möchte, wie viele Menschen braucht man, um den Laden am Laufen zu halten. Sajoma hat es erwähnt, Japan leidet an seinen niedrigen Geburtenraten. Der Rückgang geht zu schnell.
Und natürlic ist der Staat zwingend auf Nachwuchs angewiesen. Wenn ab morgen keine Kinder mehr zu Welt kämen wären wir in spätestens 40 Jahren echt im Allerwertesten. Abgesehen davon, dass dann Hebammen, Geburtsstationen, Babynahrungs- und Windelhersteller, danach Erzieher, Lehrer usw. alle arbeitslos wären (was auch zu sozialen Verschiebungen führen würde, die einen Staat in Schieflage bringen könnten). Würden in den Firmen kein Nachwuchs mehr ankommen. Aber jeder Handwerksbetrieb braucht irgendwann ein paar neue Gesellen, ab und an mal einen Meister. Die öffentliche Verwaltung könnte nicht aufrecht erhalten werden, und am schlimmsten wird es, wenn die Nahrungsmittelversorgung einbricht, weil es keiner mehr produziert, wenn die Energiewirtschaft nicht mehr genügend Arbeitskräfte hat, um die Netze instant zu halten usw. usw.

Die Gesellschaft ist ziemlcuh komplex und letztlich hängen wir alle voneinander ab. Klar manche mehr manche weniger, aber insgesamt läuft das System, weil für die die am Ende altersbedingt rausfallen, ein paar neue nachkommen.

Eine Geburtspflicht ist natürlich Unsinn und zum Glück bekommen die meisten Leute (hoffentlich) ihre Kinder, weil sie einen Wunsch danach verspüren (irgendwie hat die Natur das mit dem Erhalt der eigenen Art schon geschickt angelegt) und nicht weil sie ihre staatsbürgerliche Pficht erfüllen wollen. Und wie gesagt, muss ja auch nicht jeder ein Kind (oder gar viele Kinder) bekommen. Aber keiner mit Kind würde uns auch in die Bredullie führen.

Insofern sind Kinder schon mehr als ein reines Privatvergnügen. Warum gibt es eine Schulpflicht? Weil der Staat eine gewisse Mindestbildung bei den Kindern gerne hätte, damit diese funktionierende Staatsbürger und fit für den Arbeitsmarkt werden, damit sie eben als Mitglieder der Gesellschaft einen Teil zu dieser beitragen können. Der Staat schützt Kidner auch in besonderem Maße. Es gibt Kinderrechte, aber keine Elternrechte. Ich darf mein Kind nicht schlagen, aber es gibt kein Gesetz, dass es dem 14 Jährigen Sohn verbietet seine Mutter zu schlagen. Naja... führt jetzt zu weit...

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Geschrieben am
Klopfer (Profil) (Website)
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Ich darf mein Kind nicht schlagen, aber es gibt kein Gesetz, dass es dem 14 Jährigen Sohn verbietet seine Mutter zu schlagen.

§ 223 Strafgesetzbuch. Ist dasselbe Gesetz, welches dem 14-jährigen Sohn verbietet, irgendjemanden sonst zu schlagen.

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Geschrieben am
Sajoma (Profil)
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@Klopfer: Dann eben mit 13 3/4 Jahren, da haften dann die Eltern für das Kind!(1!1!11)

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Geschrieben am
Veria (Profil)
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Wer haftet, wenn meine Fastzweijährige mich schlägt? Ich mag mir nicht selber Schmerzensgeld zahlen müssen ...

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Geschrieben am
mischka (Profil)
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Der Spruch Eltern haften für ihre Kinder, entbehrt jeglicher Grundlage. Niemand haftet die Kinder, es sei denn, jemand macht es freiwillig.

Wenn ein 6 jähriges Kind deinen Lack am Auto demoliert und du den Eltern weder Fahrlässigkeit noch Vorsatz unterstellen kannst, bist du schlicht im Arsch, Eltern müssen dann nicht dafür zahlen.

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Geschrieben am
mischka (Profil)
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Btw: Unser Grundgesetz verbietet es allen Menschen egal welchen Alters andere zu schlagen. Nur weil Kinder unter 14 nicht dafür bestraft werden können, heißt das nicht, dass sie alle dürfen.

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Geschrieben am
Gast (Profil)
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Nee, dürfen nicht, aber bleiben halt nicht deliktfähig. Will ja nur sagen, gut, dass wir Kinderrechte haben, schön wären auch Elternrechte. Witzigerweise haben wir auch Schulpflicht, aber kein Schulrecht. Kenne einen Fall da ist ein Kind von der Grundschule geflogen (der Knabe war wohl jenseits von gut und böse) und war die einzige am Ort, wurde da nicht mehr aufgenommen und andere Grunschulen sahen sich erstmal nicht zuständig... bis das geklärt war, hate der ein Dreivierteljahr keinen Unterricht. Verrückt. Ich meine, das ist offenkundig ein Fall, der so nicht vorgesehen ist im System, dass sich einer schon in der Grundschule als derart unsozial erweist, dass die Schule letztlich kapituliert und den rauswirft, damit wenigstens die restliche Kider wieder beschulbar sind.

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Geschrieben am
simcity (Profil)
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Ich glaube man hat eine Studie gemacht, ob sich eine Senkung des Strafbarkeitsalbum lohnen würde. Würde es nicht.

Und mal wieder zurück zum Urthema
https://pinkstinks.de/die-wahrheit-ueber-den-gender-pay-gap/
Ich hab mal nachgesehen, wie Feministenheinis, sich den bereinigten Gender Pay Gap schlechtreden.

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Geschrieben am

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